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Hintergrund
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Hohlladung zur Verwendung in einer Perforationskanone. Die Erfindung
betrifft außerdem
weitere Bohrloch-Sprengvorrtchtungen,
etwa Gehäuse-
und Rohr-Bohrkronen, Druckverstärker,
Sprengschnüre
und Sprengzünder.
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Hohlladungen enthalten einen als
ein Sekundär-Sprengstoff
bekannten Sprengstoff-Hauptkörper,
der detoniert, wenn ein Pellet aus Primär-Sprengstoff in Reaktion auf
eine Detonationswelle, die sich in einer Sprengschnur ausbreitet,
detoniert. Wenn der Sprengstoff-Hauptkörper detoniert, wird ein Strahl
gebildet, der sich von der Hohlladung nach außen ausbreitet. Hohlladungen
sind in Perforationskanonen verwendet worden und Perforationskanonen
werden verwendet, um eine Formation zu perforieren, die von einem
Bohrloch durchdrungen wird. Wenn der Strahl von der Hohlladung in
der Perforationskanone gebildet wird, perforiert der Strahl die
Formation und aus der perforierten Formation wird ein Bohrlochfluid
gefördert.
Die Länge
des von der Hohlladung gebildeten Strahls bestimmt die Länge der
Perforation in der Formation und potenziell die Menge des Bohrlochfluids,
das aus der perforierten Formation gefördert wird. Die Länge des
Strahls, der sich aus der Hohlladung in der Perforationskanone ausbreitet,
wird jedoch neben weiteren Parametern durch den Typ des Sprengstoffs
bestimmt, der verwendet wird, um den Sprengstoff-Hauptkörper in
der Hohlladung zu bilden. Für
hohe Temperaturen, die über
den Grenzen der HMX-Temperatur liegen, wurde ein als HNS bekannter Sprengstoff
als Sprengstoff-Hauptkörper
in den Hohlladungen in der Perforationskanone verwendet. Hohlladungen,
die HNS als Sprengstoff-Hauptkörper verwenden,
sind in der Vergangenheit zufrieden stellend verwendet worden. Entwicklungsbemühungen konzentrieren
sich jedoch weiter auf bessere Vorrichtungen, Zusammensetzungen
und Verfahren, um einen längeren
Strahl zu erzeugen, der sich aus der Hohlladung ausbreitet. Wenn
ein längerer
Strahl aus einer detonierten Hohlladung erzeugt wird, würde der
längere
Strahl eine längere
Perforation in der Formation erzeugen, und eine längere Perforation
in der Formation, die von einem Bohrloch durchdrungen wird, könnte die
Förderung
von Bohrlochfiuid aus der perforierten Formation potenziell vergrößern. Es
ist deswegen eine Hauptaufgabe dieser Endung, eine verbesserte Sprengstoff-Zusammensetzung
zu schaffen, die für
die Verwendung in einer Hohlladung zum Erzeugen eines längeren Strahls
aus der Hohlladung, wenn die Ladung zur Explosion ge bracht wird,
geeignet ist. Da die Hohlladung zur Verwendung in einer Perforationskanone
zum Perforieren einer Formation, die von einem Bohrloch durchdrungen
wird, geeignet ist, wird dann, wenn die Perforationskanone zur Detonation
gebracht wird, der längere
Strahl eine längere
Pertoration in der Formation erzeugen, und die längere Perforation wird bewirken,
dass größere Mengen des
Bohrlochfluids aus der perforierten Formation gefördert werden.
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Das US-Patent Nr. 4.669.384 beschreibt
eine Hohlladungs-Pertorationsvorrichtung mit einer Menge eines ersten
hochempfindlichen Hochtemperatur-Sprengstoffs
und eine Menge eines zweiten hochempfindlichen Hochtemperatur-Sprengstoffs. Der
erste Sprengstoff und der zweite Sprengstoff besitzen unterschiedliche
Detonationsempfindlichkeiten.
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Das GB-Patent Nr. 2.128.177 beschreibt
einen Sprengstoff, der für
Hohlladungen geeignet ist, die eine oder mehrere Sprengsubstanzen
und ein Polybutadien-Styrol-Elastomer als Bindemittel enthalten.
Das Bindemittel kann außerdem
Polyvinyl-Nitrat enthalten. Die Sprengsubstanzen können RDX,
HMX, Di- oder Triaminobenzol, Trinitrophenyl-Methyl-Nitramin und
Hexanitrostilben enthalten. Die Sprengsubstanz und das Bindemittel
bzw. die Sprengsubstanzen und die Bindemittel werden miteinander
vermischt, getrocknet und anschließend gepresst.
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Das US-Patent Nr. 4.394.197 beschreibt
einen Druckverstärker-Sprengstoff,
der ein physikalisches Gemisch aus TATB und RDX, HMX oder Gemischen
davon gemeinsam mit einem verträglichen
Treibstoff-Bindemittel, wie etwa polymeres Material (vorzugsweise
Polytetrafluoroethylen) umfasst. Das Gemisch wird getrocknet und
dann (in einer Ausführungsform
zu Pellets) gepresst.
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Das US-Patent Nr. 4.488.486 beschreibt
eine Sprengschnur mit geringer Sprengkraft, die ein Außengehäuse aus
Sprengstoff und einen Innenkern aus Sprengstoff, der konzentrisch
in dem Außenkem
gehalten wird, enthält.
Der Innenkern besitzt eine größere Detonationsgeschwindigkeit
als der Außenkern.
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WO 91/04235 beschreibt eine flexible
Sprengschnur, die eine Innenhülse
aus reinem Aluminium oder Silber enthält, die einen HNS-Sprengkern
zusammendrückt.
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Zusarnmenfassung der Erfindung
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Ein Aspekt der Erfindung schafft
eine Hohlladung, die umfasst: ein Gehäuse; einen Sprengstoff-Hauptkörper, der
in dem Gehäuse
angeordnet ist und ein Gemisch aus Sym-Triaminotrinitrobenzol (TATB)
und optional einem weiteren Sprengstoff enthält, und einen Zünder, die
in dem Gehäuse
angeordnet ist, um den Sprengstoff Hauptkörper zur Detonation zu bringen,
wobei der Zünder
empfindlicher als TATB ist.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung
schafft ein Verfahren zum Herstellen einer Hohlladung, das die folgenden
Schritte umfasst: (a) Einführen
eines Sprengstoff-Hauptkörpers
in ein Gehäuse,
wobei der Sprengstoff-Hauptkörper
ein Gemisch aus Sym-Triaminotrinitrobenzol (TATB) und optional einem
weiteren Sprengstoff enthält;
(b) Einführen
eines Zünders
in das Gehäuse,
der den Sprengstoff-Hauptkörper
zur Detonation bringen kann, wobei der Zünder empfindlicher als TATB
ist; (c) Einsetzen einer Verkleidung über dem Sprengstoff-Hauptkörper.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung
schafft eine Sprengschnur, die einen Sprengstoff umfasst, wobei
der Sprengstoff Sym-Triaminotrinitrobenzol (TATB) enthält.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnung
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Ein vollständiges Verständnis der
vorliegenden Erfindung wird aus der genauen Beschreibung der nachfolgend
präsentierten,
bevorzugten Ausführungsform
und aus der beigefügten
Zeichnung gewonnen, die lediglich zur Veranschaulichung gegeben
werden sowie keine Einschränkung
der vorliegenden Erfindung darstellen sollen und in denen:
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1 eine
Hohlladung veranschaulicht, die einen Sprengstoff-Hauptkörper, der
100% TATB oder ein Gemisch aus TATB und entweder HNS, PYX oder HMX
umfasst, und einen Zünder,
der nicht 100% TATB, sondern HNS, NONA, DODECA, PYX, HMX oder ein
Gemisch aus HNS, NONA, DODECA, PYX, HMX mit TATB umfasst, enthält;
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2 einen
Vergleich der Pressdichte als Funktion der Ladungskräfte von
HNS und TATB veranschaulicht; und
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3 die
Empfindlichkeit von TATB im Vergleich mit HNS in dem NOL-Laborversuch-Spalttest
veranschaulicht.
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Genaue Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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In 1 ist
eine typische Hohlladung veranschaulicht, die zur Verwendung in
einer Perforationskanone geeignet ist. Die Perforationskanone ist
so beschaffen, dass sie in einem Bohrloch angeordnet werden kann.
Eine ähnliche
Hohlladung ist im US-Patent Nr. 4.724.767 an Aseltine, das am 16.
Februar 1988 eingereicht wurde, und nochmals im US-Patent Nr. 5.413.048
an Werner u. a., das am 9. Mai 1995 eingereicht wurde, erläutert, wobei
die Offenbarungen dieser Patente hier durch Literaturhinweis eingeschlossen
sind.
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In 1 enthält die Hohlladung
ein Gehäuse 10,
einen Sprengstoff-Hauptkörper 12,
der in der Vergangenheit entweder RDX, HMX, PYX oder HNS enthielt,
das gegen die Innenwand des Gehäuses 10 gedrückt wurde,
einen Zünder 13,
der benachbart zum Sprengstoff Hauptkörper 12 angeordnet
ist und so beschaffen ist, dass der Sprengstoff-Hauptkörper 12 zur
Detonation gebracht wird, wenn der Zünder 13 zur Detonation
gebracht wird, und eine Verkleidung 14, die den Zünder 13 und
den Sprengstoff-Hauptkörper 12 verkleidet.
Die Hohlladung enthält
außerdem
eine Spitze 18 und eine Einfassung 16. Eine Zündschnur 20 berührt das
Gehäuse 10 der
Hohlladung an einem Punkt nahe an der Spitze 18 der Verkleidung 14 der
Ladung. Wenn sich eine Detonationswelle in der Zündschnur 20 ausbreitet,
bringt sie den Zünder 13 zur
Detonation. Wenn der Zünder 13 detoniert
ist, bringt die Detonation des Zünders 13 ferner
den Sprengstoff-Hauptkörper 12 der Ladung
zur Detonation. In Reaktion auf die Detonation des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 bildet
die Verkleidung 14 einen Strahl 22, der sich entlang
einer Längsachse 24 der
Hohlladung ausbreitet. Der Strahl 22 perforiert eine Formation,
die von dem Bohrloch durchdrungen wird.
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Im Ergebnis ist die Länge des
Strahls 22 aus der Hohlladung von 1 eine Funktion des Typs des Sprengstoffs,
den der Sprengstoff-Hauptkörper 12 in
der Hohlladung von 1 umfasst.
Da jedoch der Strahl 22 gebildet wird, wenn der Sprengstoff-Hauptkörper 12 zur
Detonation gebracht wird, und da der Sprengstoff-Hauptkörper 12 detoniert,
wenn der Zünder 13 zur
Detonation gebracht wird, muss der Typ des Sprengstoffs, den sowohl
der Zünder 13 als
auch der Sprengstoff-Hauptkörper 12 umfassen,
sorgfältig
ausgewählt werden.
Demzufolge ist die Länge
des Strahls 22 aus der Hohlladung von 1 eine Funktion: (1) des Typs des
Sprengstoffs, den der Sprengstoff-Hauptkörper 12 umfasst, und
(2) des Typs des Sprengstoffs, den der Zünder 13 umfasst.
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Im Stand der Technik umfasste der
Sprengstoff-Hauptkörper 12 einen
Sprengstoff, der entweder als "RDX", "HMX", "PYX" oder "HMX" bekannt war. Deswegen
war die Länge
des Strahls 22 eine Funktion des Typs des Spreng stoffs,
der den Sprengstoff-Hauptkörper 12 bildete,
der entweder RDX, HMX, PYX oder HMX war, und seiner Dichte.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wurde jedoch entdeckt, dass dann, wenn der Sprengstoff-Hauptkörper 12 lediglich
einen Sprengstoff, der als Sym-Triaminotrinitrobenzol
(hier nachfolgend als TATB bezeichnet) bekannt ist, oder ein Gemisch
aus dem Sprengstoff TATB und einem weiteren Sprengstoff, wie etwa
HNS, PYX oder HMX, umfassen würde
und der Zünder 13 sorgfältig ausgewählt werden
würde,
so dass er einen empfindlichen Sprengstoff umfasst, der nicht 100%
TATB enthält,
wie etwa HNS, NONA, DODECA, PYX, HMX oder ein Gemisch aus HNS, NONA,
DODECA, PYX oder HMX und TATB, die Länge des Strahls 22 größer ist. Deswegen
enthält
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung die erfindungsgemäße Hohlladung, die in 1 gezeigt ist, einen Sprengstoff-Hauptkörper 12 und
einen Zünder 13,
wobei die Detonation des Zünders 13 durch
das Detonieren der Sprengschnur 20 den Sprengstoff-Hauptkörper 12 zur
Detonation bringt und die Detonation des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 den
Strahl 22 erzeugt, wobei der Sprengstoff-Hauptkörper 12 den
als TATB bekannten Sprengstoff enthält, und der Zünder 13 einen
Sprengstoff enthält,
der nicht 100% TATB enthält,
wie etwa HNS, NONA, DODECA, PYX oder HMX oder ein Gemisch aus HNS,
NONA, DODECA, PYX oder HMX und TATB.
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Der Zünder 13 muss einen
speziellen Sprengstoff enthalten, der nicht 100% TATB ist, da TATB
selbst nicht ausreichend empfindlich ist, um den Zünder 13 zu
bilden. Deswegen muss der Zünder 13 einen
speziellen Sprengstoff enthalten, der nicht 100% TTB ist, damit
der Zünder 13 zur
Detonation gebracht werden kann, und dieser spezielle Sprengstoff
könnte
HNS, NONA, DODECA, PYX oder HMX oder ein Gemisch aus HNS, NONA,
DODECA, PYX oder HMX und TATB sein. Wenn der Zünder 13 zur Detonation
gebracht wird, kann dann der Sprengstoft-Hauptkörper 12, der TATB
enthält,
zur Detonation gebracht werden.
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TATB ist eigentlich 1,3,5-Trinitro-2,4,6-Triaminobenzol.
Ein Verfahren zum Bilden einer feinkörnigen Klasse des TATB ist
im US-Patent Nr. 4.481.371 an Benzinger mit dem Titel "Method of Making
Fine-Grained Triaminotrinitrobenzene" offenbart, dessen Offenbarung durch
Literaturhinweis in diese Beschreibung eingefügt ist. Er ist ein bei hohen
Temperaturen stabiler Sprengstoff, der recht unempfindlich ist.
In der Vergangenheit bestand die einzige Verwendung von TATB in
Atombomben. Es ist jedoch entdeckt worden, dass der Sprengstoff
TATB als ein Bestandteil des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 von Hohlladungen
verwendet werden kann, wie in 1 gezeigt
ist, wenn der TATB durch Mischen mit einem weiteren Sprengstoff,
der als HNS bekannt wurde, sensibilisiert wird, seine Partikelgröße verringert
wird und ein größerer Zünder aus
HNS oder ein empfindlicherer Zündersprengstoff
verwendet wird. Wenn der Sprengstoff-Hauptkörper 12 der Hohlladung TATB
enthält
und der Zünder 13 sorgfältig ausgewählt wird,
so dass er einen empfindlichen, von TATB verschiedenen Sprengstoff
enthält,
wie etwa HNS, NONA, PYX oder HMX, ist die Länge des Strahls 22,
der von der Hohlladung erzeugt wird, größer als bei Hohlladungen des
Standes der Technik, die nicht TATB als Teil des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 enthalten.
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Wenn TATB als ein Bestandteil im
Sprengstoff-Hauptkörper 12 einer
Hohlladung enthalten ist, muss das TATB nicht mit einem weiteren
Sprengstoff gemischt sein; wenn jedoch das TATB nicht mit einem
weiteren Sprengstoff gemischt ist, muss das TATB ein Granulat aus
feinkörnigen
Partikeln sein oder es muss eine größere Zünderladung 13 aus
HNS oder ein anderer empfindlicherer Zündersprengstoff verwendet werden.
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Wenn jedoch TATB als Bestandteil
des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 der
Hohlladung enthalten ist, kann das TATB mit weiteren explosiven
Zusammensetzungen, wie etwa HNS, PYX, HMX oder andere empfindlichere
Sprengstoffe, gemischt sein, und wenn es mit diesen weiteren explosiven
Zusammensetzungen gemischt ist, braucht das TATB, das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wird, kein Granulat aus feinkörnigen
Partikeln sein, um seine Empfindlichkeit zu erhöhen.
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Arbeitsbeispiel
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TATB wurde mit HNS in den folgenden
Proportionen gemischt (siehe unten Tabelle 1) und das TATB/HNS-Gemisch
wurde als Sprengstoff-Hauptkörper 12 der
neuen Hohlladung von 1 verwendet.
Es wird daran erinnert, dass dann, wenn TATB im Sprengstoff-Hauptkörper 12 enthalten
ist, der Zündersprengstoff nicht
100% TATB enthalten sollte. Folglich enthielt der Zünder in
diesem Arbeitsbeispiel einen der folgenden Sprengstoffe: HNS, NONA,
DODECA, PYX oder HMX oder ein Zündergemisch
aus HNS, NONA, DODECA, PYX oder HMX mit TATB. Es wurden Tests unter
Verwendung der neuen Hohlladung ausgeführt. Die neuen Hohlladungen
wurden bei simulierten Bohrlochbedingungen zur Detonation gebracht.
Wenn die neuen Hohlladungen während
des Tests zur Detonation ge bracht wurden, wurden erfolgreiche Tests
ausgeführt.
Die erfolgreichen Tests zeigten an, dass sich ein längerer Strahl 22 von
der Hohlladung ausbreitete, wenn die Ladung zur Detonation gebracht
wurde, und der längere
Strahl 22 erzeugte eine längere Perforation in einer
Formation, die von einem Bohrloch durchdrungen wird. Die längere Perforation
repräsentierte
tatsächlich
eine zehnprozentige (10%) Verbesserung der Durchdringung der Formation
durch den Strahl in Bezug auf die Durchdringung der Fonnation durch
den Strahl von Hohlladungen des Standes der Technik, die in dem
Sprengstoff-Hauptkörper
kein TATB als Bestandteil enthielten. Siehe unten die Tabellen 1
und 2 für
die tatsächlichen Testergebnisse,
die erreicht wurden, wenn TATB (gemischt mit HNS und HMX) im Sprengstoff-Hauptkörper 12 der
Hohlladung verwendet wurde. Die Testergebnisse in Tabelle 1 repräsentieren
die Testergebnisse, die erreicht wurden, wenn HNS mit TATB gemischt
wurde, und die Testergebnisse in Tabelle 2 repräsentieren die Testergebnisse,
die erreicht wurden, wenn HMX mit TATB gemischt wurde.
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Es wird die unten stehende Tabelle
1 betrachtet, die die Gemische aus TATB und HNS repräsentiert, die
als Sprengstoff-Hauptkörper 12 in
Hohlladungen in den obenerwähnten
erfolgreichen Tests verwendet wurden, die die um zehn Prozent (10%)
bessere Durchdringung der Formation durch den Strahl 22 in
dem Bohrloch erzielten. Von allen HNSTTATB-Gemischen repräsentiert
jedoch das 50 %/50 %-Gemisch aus HNS/TATB die bevorzugte Ausführungsform
für die
erfolgreichen Ergebnisse. Wenn der Sprengstoff-Hauptkörper 12 der Hohlladung
von 1 tatsächlich ein
Gemisch aus HNS und TATB enthielt, wobei das NNS/TATB-Gemisch HNS
in einem Bereich von 0% bis 75% und TATB in einem Bereich von 25%
bis 100% enthielt, erzeugte der Strahl, der nach der Detonation
aus der Hohlladung erzeugt wurde, eine um etwa 10 Prozent
(10%) bessere Durchdringung der Formation in dem Bohrloch in Bezug
auf Hohlladungen des Standes der Technik.
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Außerdem wurden erfolgreiche
Tests in der Probebohrung ausgeführt,
wenn der Hohlladungszünder 13 kein
TATB enthielt und der Sprengstoff-Hauptkörper 12 ein Gemisch
aus TATB und HMX in den folgenden Proportionen enthielt: ein 50%/50%-Gemisch
aus TATB/HMX.
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Außerdem wurden erfolgreiche
Tests bei simulierten Bohriochbedingungen ausgeführt, wenn der Hohlladungszünder 13 kein
TATB enthielt und der Sprengstoff-Hauptkörper 12 reines TATB
(kein Gemisch mit einem weiteren Sprengstoff) enthielt. In diesem
Fall enthielt das TATB im Sprengstoff-Hauptkörper
12 reines TATB
mit kleiner Partikelgröße (mit
Schall behandeltes TATB).
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Es werden die unter dargestellten
Tabellen 1 und 2 betrachtet, die die tatsächlichen Testergebnisse repräsentieren,
die erreicht wurden, wenn TATB entweder mit NNS oder mit HMX im
Sprengstoff-Hauptkörper 12 der
Hohlladung von 1 gemischt
wurde und der Zünder 13 kein
TATB enthielt.
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Die Testergebnisse der unten stehenden
Tabelle 1 geben den Prozentanteil von HNS an, das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Prozentanteil von TATB (gemischt mit HNS), das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Durchmesser in Zoll des durch den Strahl 22 erzeugten Eintrittslochs
in die Formation und die durch den Strahl 22 erzeugte Durchdringung
der Formation in Zoll (die Länge
der Perforation in den 5 Formationen).
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Tabelle
1
Wirkung von TATB/HNS in einer Perforations-Hohlladung von
22g
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In der oben angeführten Tabelle 1 enthielt das
HNS, das verwendet wurde, um die in der Tabelle 1 dargestellten
Ergebnisse zu erreichen, 2% Chlorfluor-Kohlenstoff und 0,5% Graphit.
Die Gemische aus TATB und HNS enthielten 38 μm TATB im Hauptkörper der
Ladung und wurden durch einen Zünder
gezündet,
der feine Partikel (8 μm)
HNS enthielt. Alle Angaben in der obigen Tabelle 1 wurden bei 90
F gemacht. Es wird angemerkt, dass die Durchdringung zuerst zunahm
und dann abnahm, wenn dem HNS-Hauptkörper wachsende Mengen TATB
zugefügt
wurden. Die optimale Mischung liegt offensichtlich im Bereich von
40% bis 60% TATB. Bei höheren
prozentualen Mengen von TATB verringert sich die Wirkung, bis die
Ladung bei 100% TATB im Hauptsprengstoff an der Grenze zur Fehlzündung ist.
Durch weitere Verbesserung der Ernpfindlichkeit der Ladung durch
die Vergrößerung der
Menge des HNS-Zünders
von 2 g auf 4 g, zeigte ein Hauptsprengstoff aus 100% TATB (38 μm) eine zufrieden
stellende Wirkung.
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Eine nur aus TATB bestehende Ladung
konnte nicht erfolgreich zur Detonation gebracht werden, selbst
nicht bei Verwendung eines Hauptsprengstoffs mit kleineren Partikeln
(12 μm)
und eines Zünders
mit feinen Partikeln (5 μm);
ein empfindlicherer Zünder,
der einen anderen, empfindlicheren Sprengstoff enthält, ist
erforderlich. Das schließt
jedoch nicht aus, dass kleine Mengen TATB als Teil des Zünders verwendet
werden. Zum Beispiel zeigt ein Zünder
mit 10% TATB und 90% HNS eine zufrieden stellende Wirkung. Bei größeren Mengen
TATB ist das jedoch nicht der Fall.
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Die Daten in der obigen Tabelle 1
zeigen, dass dann, wenn ein Zünder 13 und
ein Sprengstoff-Hauptkörper 12 in
Ladungen zum Perforieren von Ölbohrlöchern lediglich
TATB enthalten, die Ladung nicht leistungsfähig ist. Wenn jedoch die Empfindlichkeit
des Zünders 13 erhöht wird,
indem Sprengstoffe zugefügt
werden, die empfindlicher sind als TATB, kann TATB allein oder gemischt
mit anderen Sprengstoffen als Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
werden. Außerdem
ist die Wirkung verbessert. Ähnliche
Ergebnisse wie in Tabelle 1 wurden außerdem mit Ladungen anderer
Abmessungen erreicht.
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Die Testergebnisse in der unten dargestellten
Tabelle 2 geben den Prozentanteil des HMX, das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Prozentanteil des TATB (gemischt mit HMX), das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Durchmesser des durch den Strahl 22 erzeugten
Eintrittsiochs in der Formation in Zoll und die durch den Strahl 22 erzeugte
Durchdringung in Zoll (die Länge
der Perforation in der Formation) an. Der Zünder 13 war HMX, was
empfindlicher ist als TATB.
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Tabelle
2
Wirkung von TATBIHMX in Perforations-Hohlladunaen von 34a
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Die obigen Ergebnisse von Tabelle
2 zeigen, dass das Gemisch aus TATB und HMX (HMX ist ein stärkerer Sprengstoff
als NNS) ebenfalls verwendet werden kann und eine bessere Wirkung
zeigt als HMX allein. Dies war jedoch kein allgemein gültiges Ergebnis.
Die Vergrößerung der
Durchdringung schien ladungsspezifisch zu sein. Ladungen mit anderen
Abmessungen zeigten lediglich eine gleiche oder eine etwas größere Durchdringung
als HMX allein.
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Die Ergebnisse der folgenden Tabelle
3 geben den Prozentanteil des PYX, das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Prozentanteil des TATB (gemischt mit PYX), das im Sprengstoff-Hauptkörper 12 verwendet
wurde, den Durchmesser des durch den Strahl 22 erzeugten
Eintrittslochs in der Formation in Zentimetern und die durch den
Strahl 22 erzeugte Durchdringung der Formation (die Länge der
Perforation der Formation) in Zentimetern (und Zoll) an. Der Zünder 13 war
PYX, von dem bekannt ist, dass es empfindlicher ist als TATB.
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Tabelle
3
Wirkung von TATB/PYX in Perforations-Hohlladungen von 22g
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Die obigen Ergebnisse der Tabelle
3 zeigen, dass das Gemisch aus TATB und PYX ebenfalls verwendet
werden kann und eine bessere Wirkung schafft als TATB allein.
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In den folgenden Tabellen 4 und 5
sind umfangreichere Mengen von Testergebnissen veranschaulicht. Die
Tabellen 4 und 5 vergleichen die Testergebnisse, die unter Verwendung
der Hohlladung des Standes der Technik (bei der im Sprengstoff-Hauptkörper 12 100%
HNS verwendet wurde) eneicht wurden, und die Testergebnisse die
unter Verwendung der Hohlladung der vorliegenden Erfindung (bei
der TATB in verschiedenen Proportionen mit und ohne HNS im Sprengstoft-Hauptkörper 12 verwendet
wurde) erreicht wurden. Es wird jedoch angemerkt, dass zwei unterschiedliche
Typen HNS in Verbindung mit den Tabellen 4 und 5 verwendet werden.
Tabelle 4 verwendet eine 22 Gramm-HNS-Ladung und Tabelle
5 verwendet eine 34 Gramm-HNS-Ladung.
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In den Tabellen 4 und 5 repräsentiert
die erste Zeile jeder Tabelle Daten des Standes der Technik, wobei
die getestete Hohlladung einen Sprengstoff-Hauptkörper 12 mit reinem
HNS enthält.
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In den Tabellen 4 und 5 repräsentieren
jedoch die zweiten und dritten Zeilen jeder Tabelle Daten gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die getestete Hohlladung einen Sprengstoff-Hauptkörper 12 enthält, der
ferner TATB (und einen Zünder 13 ohne
TATB) enthält,
die zweite Zeile jeder Tabelle ein Gemisch aus TATB und HNS im Sprengstoff-Hauptkörper 12 repräsentiert
(wobei der Zünder 13 kein
TATB enthält)
und die dritte Zeile jeder Tabelle reines TATB im Sprengstoff-Hauptkörper 12 repräsentiert
(wobei der Zünder 13 kein
TATB enthält).
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Außerdem ist in den Tabellen
4 und 5 eine Spalte mit "Ladekraft" bezeichnet, die
in Newton (und in Pfund) ausgedrückt
ist. Die Ladekraft repräsentiert
die Kraft, die beim Pressen des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 aus
TATB gegen das Gehäuse 10 aufgebracht
wird.
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Somit veranschaulichen die Ergebnisse,
die durch die Hohlladung der vorliegenden Erfindung erreicht werden,
die TATB als Bestandteil des Sprengstoff-Hauptkörper 12 und einen
Zünder 13,
der kein TATB enthält, verwendet,
eine zehnprozentige (10%) Verbesserung der Durchdringung der Fonnation
gegen über
den Ergebnissen, die durch die Hohlladung des Standes der Technik
erreicht werden, die kein TATB als Bestandteil des Sprengstoff Hauptkörpers 12 verwendet.
Diese Ergebnisse könnten
mit einer rein aus TATB hergestellten Ladung nicht erreicht werden,
da die Ladung nicht detonieren würde.
Ein empfindlicherer Zündersprengstoff
ist erforderlich, um Detonationen zu eneichen.
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Dieser Vorteil der Hohlladung der
vorliegenden Erfindung gegenüber
der Hohlladung des Standes der Technik (Verbesserung um 10%) ist
auf die höhere
Dichte (Komprimierbarkeit), die größere Detonationsgeschwindigkeit
und die geringere Bruchfestigkeit des TATB im Sprengstoff-Hauptkörper 12 zurückzuführen. Die Komprimierbarkeit
ist ein Vorteil, da bei gleicher Belastungskraft eine höhere Dichte
des TATB erreicht werden kann. Im Allgemeinen erzeugt eine höhere Dichte
eine bessere Wirkung. Die Dichte des Hauptsprengstoffs ist jedoch
beschränkt,
da dann, wenn er zu sehr komprimiert werden würde, der Zünder der Hohlladung überkomprimiert
werden würde
und eine Überkomprimierung
des Zünders
kann eine Verringerung der Empfindlichkeit und der Effektivität des Zünders zur
Folge haben. Wenn jedoch TATB als ein Bestandteil des Sprengstoff-Hauptkörpers 12 verwendet
wird, können
Hohlladungen mit höherer
Dichte erzeugt werden, wobei trotzdem die Ladekräfte, wie zuvor gefordert wurde,
die gleichen bleiben. Da Hauptladungen mit höherer Dichte mit gleichen Ladekräften erzeugt
werden, ergibt sich eine größere Wirkung.
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In 2 wird
ein Vergleich der Druckdichte gegenüber den Ladekräften von
HNS und TATB veranschaulicht.
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In 3 ist
die Empfindlichkeit von TATB im Vergleich mit HNS in dem NOL-Laborversuch-Spalttest veranschaulicht.
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Die oben dargestellte Beschreibung
dieser Anwendung hat eine Hohlladung mit einem Sprengstoff-Hauptkörper offenbart,
der ferner TATB oder ein Gemisch aus TATB und einem weiteren Sprengstoff
enthält.
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Es sollte jedoch klar sein, dass
andere Vorrichtungen den TATB-Sprengstoff enthalten könnten. Eine Sprengschnur
enthält
z. B. einen Sprengstoff und dieser Sprengstoff in der Sprengschnur
könnte
den TATB-Sprengstoff oder ein Gemisch aus TATB-Sprengstoff und dem
HNS-Sprengstoff oder ein Gemisch aus dem TATB-Sprengstoff und einem
der weiteren, in dieser Beschreibung erwähnten Sprengstoffe enthalten,
die ähnliche
Vorteile und Ergebnisse aufweisen.