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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Der Zugang zu Zellenkomponenten,
wie beispielsweise Nukleinsäure,
ist für
eine Vielzahl von Methodologien der Molekularbiologie dringend notwendig.
Derartige Methodologien umfassen eine Nukleinsäuresequenz, den direkten Nachweis
von speziellen Nukleinsäuresequenzen
durch Verfahren der Nukleinsäurehybridisation
und der Nukleinsäuresequenzerweiterung.
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Obgleich ein Zugang zu Nukleinsäuren aus
Zellen der gleichen Organismen nicht speziell komplizierte Methodologien
oder harte Behandlungen einschließt, weisen andere Organismen
Zellen auf, aus denen es besonders schwierig ist, einen Zugang zu
Nukleinsäuren
oder anderen Zellenkomponenten zu haben. Organismen in der letzteren
Gruppe umfassen Spezies des Genus Mycobacteria, der Hefe und Pilze.
Im allgemeinen ist die Schwierigkeit des Zuganges zu Zellenkomponenten
die Folge der Zellenwände
der Organismen, die sehr widerstandsfähig gegen Lysis oder eine Spaltung
sind, und/oder des Adhäsionsvermögens bestimmter Zellenkomponenten,
wie beispielsweise Nukleinsäuren,
an Zellenproteinen und anderen Zellensubstanzen, wie beispielsweise
Stücken
von Zellenwänden.
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Kürzlich
wurde ein neues Verfahren für
einen Zugang zu Nukleinsäuren
entdeckt, das vollständiger
in der mit angemeldeten Patentanmeldung offenbart wird, die als
EP-A 795602 veröffentlicht
wurde. Kurz gesagt, dieses neue Verfahren für einen Zugang zu Nukleinsäuren schließt ein,
daß eine
Probe aus gespalteten Zellen in Gegenwart von Teilchen umgerührt wird,
um die Nukleinsäuren
von anderen Zellenkomponenten zu trennen. Es wurde ermittelt, daß dieses
Verfahren besonders nützlich
ist, um einen Zugang zu Nukleinsäuren
aus Zellen von mykobakteriellen Organismen zu haben, nachdem jene
Zellen durch die Anwendung von Wärme gespaltet
wurden.
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Es wurde jedoch ermittelt, daß das Hinzufügen von
Teilchen zur Probe aus Zellen bestimmte Schwierigkeiten mit sich
bringt. Im allgemeinen werden die Teilchen aus einer großen Menge
in die Probe geschöpft, und
das tendiert daher dazu, daß unbeständige Mengen
von Teilchen an die Probe abgegeben werden. Das Schöpfen und
der Versuch, eine so genaue und beständige Menge an Teilchen an
die Probe abzugeben, fügen ebenfalls
eine zusätzliche
Zeit zum Gesamtverfahren hinzu. Außerdem wird beim Versuch, eine
genaue Menge an Teilchen an die Probe abzugeben, das Schöpfgefäß, das die
Teilchen abgibt, in unmittelbare Nähe der Öffnung des Probenbehälters gebracht,
und das riskiert daher eine Kontamination des Schöpfgefäßes und eine
folgliche Kontamination der großen
Menge an Teilchen und aller weiteren Proben, zu denen Teilchen hinzugefügt werden.
Außerdem
wird gelegentlich ein Teilchen in der Öffnung des Probenbehälters in
einer derartigen Weise angelagert, daß eine richtige Abdichtung
nicht bewirkt werden kann. Das würde
oftmals zu einem Probenverlust führen,
insbesondere, wenn ein Erwämungsschritt
im Verfahren eingeschlossen ist.
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Das WO 95/28409 liefert ein Reagens,
ein Verfahren und einen Behälter
für die
Isolierung von Zellenkomponenten, wie beispielsweise Ribonukleinsäure (RNS),
aus Zellen in einer flüssigen
Lösung.
Der Behälter umfaßt eine
Deckelbaugruppe und einen Aufnahmebehälter, der normalerweise durch
die Deckelbaugruppe verschlossen wird, und enthält ein RNS-Extraktionsmittel-Lösungsmittel,
Teilchen im Mikrometerbereich und mindestens ein größeres Teilchen,
in geeigneter Weise in Millimetergröße. Der Behälter enthält das Reagens, das ein Extraktionsmittel-Lösungsmittel
ist, das Phenol und Guanidiniumthiocyanat oder Guanidiniumchlorid enthält und einen
pH-Wert von etwa 4 aufweist. Der Behälter umfaßt ebenfalls eine bröcklige Abdichtungsschicht,
die das Extraktionsmittel-Lösungsmittel
vom flüssigen
Medium trennt, das die Zellen enthält, bis der Behälter hin
und her geschüttelt
wird. Das Verfahren umfaßt
das Hin- und Herschütteln
des Behälters,
worin das größere Teilchen
die bröcklige
Schicht aufbricht, um das Mischen des flüssigen Mediums mit dem Extraktionsmittel-Lösungsmittel
zu gestatten, was zum Aufbrechen der Zellenwände durch die Kügelchen
im Mikrometerbereich und zur Freigabe von RNS führt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung stellt
alternative Lösungen
für die
Schwierigkeiten zur Verfügung,
denen man begegnet, wenn Teilchen zu Proben von Zellen hinzugefügt werden,
indem ein Vehikel mit einer Sperre bereitgestellt wird, um die Teilchen
festzuhalten, bis die Teilchen in die Probe freigegeben werden.
Die Sperre löst
sich auf, wenn sie mit der Probe in Berührung kommt, oder schmilzt
bei über
etwa 80°C,
was bewirken wird, daß die
Teilchen für
einen Einsatz beim Umrühren
der Probe freigegeben werden, um die Zellen zu spalten und/oder
die Zellenkomponenten voneinander zu trennen. Eine Ausführung des
Vehikels ist eine Kapsel, worin eine auflösbare oder schmelzbare Oberfläche oder
Wand der Kapsel die Sperre ist, die die Teilchen festhält.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die verschiedenen Ziele, Vorteile
und neuartigen charakteristischen Merkmale der Erfindung werden aus
der folgenden detaillierten Beschreibung leichter erkannt, wenn
sie in Verbindung mit den als Anhang beigefügten Fig. gelesen wird, worin
das Vehikel aus 7 verschiedene
Formen annehmen kann, die die Erfindung verkörpern und nicht verkörpern. 1 bis 6 betreffen Ausführungen außerhalb der Erfindung, unterstützen aber
das Verständnis
für 7 und die Erfindung.
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Es zeigen:
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1 eine
auseinandergezogene perspektivische Darstellung einer Ausführung des
Vehikels und ein typisches Probenröhrchen mit Schraubkappe, in
dem das Vehikel angeordnet würde;
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2 eine
auseinandergezogene Schnittdarstellung des Vehikels und des Probenröhrchens
aus 1;
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3 eine
Schnittdarstellung des Vehikels in einer Probe im Probenröhrchen;
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4 eine
Schnittdarstellung, die die anfängliche
Freigabe der Teilchen aus dem Vehikel im abgedichteten Probenröhrchen während des
Umrührens
zeigt;
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5 eine
Schnittdarstellung der freigegebenen Teilchen im abgedichteten Probenröhrchen während des
Umrührens;
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6 eine
Schnittdarstellung der freigegebenen Teilchen im abgedichteten Probenröhrchen,
nachdem das Umrühren
abgeschlossen ist; und
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7 eine
vergrößerte Schnittdarstellung
des Vehikels.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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In einem allgemeinen Aspekt liefert
die vorliegende Erfindung ein Vehikel für das Abgeben von Teilchen
an eine Probe von Zellen. Das Vehikel umfaßt eine Sperre, die die Teilchen
festhält,
bis sie in die Probe freigegeben werden.
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Basierend auf den gewünschten
Zielen der Erfindung, d. h., das Abgeben einer genauen beständigen Menge
an nicht kontaminierten Teilchen an eine Probe von Zellen, kann
das Vehikel eine Vielzahl von Formen aufweisen. Geeignete Vehikel
umfassen eine bestimmte Art von Sperre, um die Teilchen bis zur
Freigabe in die Probe festzuhalten.
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Beispielsweise können die Vehikel physikalische
Sperren aufweisen, um die Teilchen festzuhalten, und sie können daher
die Form von Aufnahmebehältern,
wie beispielsweise Gefäßen, Kapseln,
Beuteln, Hülsen,
Taschen, und anderen Behältern
und Trägern
annehmen. Alternativ können
die Vehikel andere physikalische Sperren aufweisen, die eher, als
daß sie
die Teilchen umgeben, um sie festzuhalten, auf den Teilchen vorhanden
sind, wie beispielsweise auflösbarer
Leim, wie beispielsweise Trehalose, Kleister, Mörtel oder andere Klebstoffe.
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Ein Beispiel für ein geeignetes Vehikel wird
in 7 veranschaulicht,
die eine Kapsel 12 zeigt. Bei dieser Ausführung ist
die Sperre die Oberfläche
oder Wand 14 der Kapsel.
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Bei einer derartigen Ausführung besteht
die Sperre aus einem Material, das so ausgelegt sein kann, daß es die
Teilchen 16 bis zu ihrer gewünschten Freigabe in eine Probe
festhält.
Die Sperre ist ein auflösbares oder
schmelzbares Material. Ein Teil der Sperre kann ebenfalls auflösbar oder
schmelzbar sein, wohingegen der Rest der Sperre nicht so ist, so
daß die
Teilchenfreigabe von nur einem Teil des Vehikels erfolgt.
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Im Fall eines auflösbaren Sperrmaterials
wird das Material basierend auf der Beschaffenheit der Probe und
der gewünschten
Freigabezeit der Teilchen ausgewählt.
Gelatine, Polyethylenglycol (PEG) und bestimmte Zuckermaterialien
können
beispielsweise im allgemeinen durch Einschluß von speziellen Bestandteilen,
um sie mit höheren
oder langsameren Geschwindigkeiten aufzulösen, kundenspezifisch hergestellt
werden.
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Ein Teil der Sperre kann ebenfalls
zerbrechlich, auflösbar
oder schmelzbar sein, wohingegen der Rest der Sperre nicht so ist,
so daß die
Teilchenfreigabe von nur einem Teil des Vehikels erfolgt.
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Bei einem schmelzbaren Sperrmaterial
muß das
Material nur auf der Basis seines Schmelzprofils (Temperatur und
Zeit oder Geschwindigkeit) ausgewählt werden. Wenn es beispielsweise
in einem Probenbehandlungsverfahren eingesetzt wird, das einen Erwärmungsschritt
umfaßt,
um infektiöse
Organismen nichtinfektiös
zu machen und/oder Zellen zu spalten, ist ein Sperrmaterial, das
bei Temperaturen von mehr als etwa 80°C schmilzt, geeignet, da die
meisten derartigen Erwärmungsschritte
Temperaturen von mindestens 80°C auf
die Probe anwenden.
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Bei einer Abwandlung des Vehikels 12,
das in 7 gezeigt wird,
die nicht Teil dieser Erfindung ist, ist die Sperre 14 ein
zerbrechliches Material, und mindestens ein Teilchen mit einer größeren Abmessung
als die anderen Teilchen 16, ein sogenanntes „Brecherteilchen" 18, ist im Vehikel
eingeschlossen. Das Brecherteilchen ist von einer ausreichenden
Größe, um das
Aufbrechen der Sperre 14 beim Aufschlag hervorzurufen,
der durch Umrühren
der Probe bewirkt wird. Daher trägt
das Brecherteilchen 18 zum anfänglichen Aufbrechen einer zerbrechlichen
Sperre 14 bei und trägt
ebenfalls zum anschließenden
Aufbrechen von Stücken
der Sperre bei, während
die Teilchen 16 in die Probe freigegeben werden und sich
dort hindurch bewegen.
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Die Teilchen, die das Brecherteilchen
umfassen, können
von unterschiedlichen Zusammensetzungen sein, die beispielsweise
Glas, Kunststoff, Sandsilikate, Latex, Kristalle, Metalle, wie beispielsweise
Zirkonium, Metalloxide, usw., umfassen. Infolge des Einsatzes der
Teilchen bei einem Umrührvorgang,
um Zellen zu spalten, oder um Zellenkomponenten voneinander in einer
Probe von gespalteten Zellen zu trennen, bleiben die Teilchen vorzugsweise
in der Probe über
eine Zeit unaufgelöst,
die ausreichend ist, um den Umrührvorgang abzuschließen. Obgleich
nicht auflösbare
Teilchen bevorzugt werden, wäre
ein Teilchen mit einer langsamen Auflösungsgeschwindigkeit ebenfalls
geeignet.
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Die Teilchen können ebenfalls verschiedene
Formen aufweisen, die beispielsweise Kugeln, Würfel, ovale, kapselartige,
tablettenartige, schwer zu beschreibende wahllose Formen, usw. umfassen,
und die eine gleichmäßige Form
oder ungleichmäßige Form
aufweisen können.
Wie auch immer die Form eines Teilchens ist, sein Durchmesser an
seiner breitesten Stelle liegt im allgemeinen im Bereich von etwa
0,1 min bis etwa 0,15 mm. Es wurde ermittelt, daß Teilchen mit Durchmessern
von mehr als etwa 0,5 min nicht so wirksam beim Spalten der Zellenkomponenten
voneinander sind.
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Im Gegensatz dazu weist das Brecherteilchen
im allgemeinen einen Durchmesser an seiner breitesten Stelle von
mindestens etwa 1 mm auf und es kann einen Durchmesser an der breitesten
Stelle von bis zu etwa 4 mm aufweisen. Wenn Zirkoniumteilchen mit
einem Durchmesser an der breitesten Stelle von etwa 0,1 min verwendet
werden, ist ein nützliches
Brecherteilchen ein Glasteilchen mit Durchmessern an der breitesten Stelle
von etwa 3 min. Daher ist dieses Brecherteilchen von größerer Abmessung
als die Zirkoniumteilchen, die nach Freigabe vom Vehikel die Zellenkomponenten
voneinander während
des Umrührens
der Probe von gespalteten Zellen scheren.
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Die Menge an Teilchen, die im Vehikel
festgehalten wird, hängt
von der Menge und der Viskosität
der Probe ab, der das Vehikel hinzugefügt wird. Im allgemeinen weist
eine typische klinische Probe, aus der ein Kliniker einen Zugang
zu Nukleinsäuren
für diagnostische
Zwecke wünschen
würde,
ein Volumen von etwa 1 ml oder weniger auf. Andere Proben, wie beispielsweise
Umweltproben oder Nahrungsmittelproben, können größere Volumen aufweisen, und
andere Proben können
kleinere Volumen aufweisen.
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Es wurde ermittelt, daß die Größe des Leerraumes
zwischen dem Volumen der Teilchen 16 in einem Vehikel 12 und
der Sperre 14 einen sehr geringen Unterschied in der Fähigkeit
des Vehikels 12 zur Abgabe von Teilchen 16 an
die Probe ausmacht. Dieses Fehlen einer spezifischen Forderung betreffs
Leerraum wird bei auflösbaren
und schmelzbaren Sperren vorgefunden.
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Die Viskosität der verschiedenen Proben
kann variieren. Beispielsweise ist innerhalb der Kategorie der klinischen
Proben eine Speichelprobe im allgemeinen viskoser als eine Blut-
oder Urinprobe. Gleichermaßen werden
die Viskositäten
der verschiedenen Umweltproben ebenfalls variieren.
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Als eine allgemeine Regel in viskosen
Proben, wie beispielsweise Speichel, wird das Volumen der Teilchen,
die einem bestimmten Volumen der Probe zugegeben werden, in einem
Verhältnis
von etwa 0,25 : 1 bis zu etwa 1 : 1 sein. Bei weniger viskosen Proben
glaubt man, daß ein
kleineres Volumen-zu-Volumen-Verhältnis der
Teilchen zur Probe ausreichend sein wird, um einen Zugang zu Nukleinsäuren aus
der Probe zu haben.
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Das Vehikel der vorliegenden Erfindung
kann verwendet werden, um Teilchen an eine Probe für eine Vielzahl
von Zwecken abzugeben. Im allgemeinen wird das Vehikel jedoch Teilchen
an eine Probe von Zellen für
eine Zellenspaltungs- oder einen Lysis-Vorgang abgeben, der ein
Umrühren
oder eine Ultraschallbehandlung der Probe umfaßt. Derartige Zellenlysis-
oder Spaltungsvorgänge
sind den Fachleuten gut aus Hinweisen wie beispielsweise Hurley,
S. S. und Mitarbeiter, J. Clin. Microbiol. 25 (11) 2227–2229 (1987),
der das Umrühren
von Proben aus mycobakteriellen Zellen mit Kügelchen und dem lysogenen Mittel,
Phenol, in einem Biospec Mini-Beadbeater Instrument beschreibt,
und Shah, J. S. und Mitarbeiter, J. Clin. Microbiol. 33 (2) 322–328 (1995)
bekannt, der das Umrühren
von Proben von M. tuberculosis Zellen mit Kügelchen und dem lysogenen Mittel,
Guanidiumthiocyanat (GuSCN), in einem GENE-TRAK-Probenbehandlungsinstrument
beschreibt.
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Eine weitere Verwendung des Vehikels
der vorliegenden Erfindung ist die Abgabe von Teilchen an eine Probe
von Zellen, die bereits der Lysis ausgesetzt oder gespaltet wurden.
Es wurde ermittelt, daß das
Umrühren
einer derartigen Probe aus gespalteten Zellen mit Teilchen optimale
Ausbeuten an zugänglichen
Nukleinsäuren
infolge der Trennung oder des Scherens der Nukleinsäuren von
anderen Zellenkomponenten, wie beispielsweise Proteinen und Zellenwandbruchstücken, liefert. Über ein
derartiges Verfahren für
das Zugänglichmachen
von Nukleinsäuren
aus gespalteten Zellen wird detaillierter im mit angemeldeten EP-A
795602 informiert.
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Proben von Zellen, ob gespaltet oder
nicht, sind typischerweise in einem Probenröhrchen 20 enthalten,
wie beispielsweise dein in 1 gezeigten.
Um einen Probenverlust während
des Umrührens
oder anderer Handhabungen zu vermeiden, weisen derartige Röhrchen im
allgemeinen eine Schraubkappe 22 und eine Dichtung (Runddichtring) 24 auf,
um das Bereitstellen einer dichten Abdichtung zwischen dem Oberteil
des Probenröhrchens
und der Schraubkappe zu unterstützen.
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Wie in 2 und 3 gezeigt wird, wird das
Vehikel 12 im Probenröhrchen 20 angeordnet,
entweder vor oder nach dein Hinzufügen einer Probe 26.
Wie es vorangehend dargelegt wird, kann die Probe 26 aus intakten,
nicht gespalteten Zellen oder aus gespalteten Zellen oder einer
Kombination von beiden bestehen. Wie in 3 gezeigt wird, wird sich das Vehikel
im allgemeinen auf dem Boden der Probe im Röhrchen absetzen.
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Sobald das Probenröhrchen 20 mit
der Kappe versehen wurde, wie in 4 gezeigt
wird, kann das Röhrchen
umgerührt
werden, was bewirkt, daß sich
die Probe 26 und das Vehikel 12 durchgehend im
Röhrchen
bewegen. Während
sich das Vehikel durch die Probe bewegt, und insbesondere, wenn
das Vehikel die Innenwand des Röhrchens
berührt,
verursacht der Aufprall des Brecherteilchens 18 an der
Vehikelsperre 14, daß die
Sperre aufbricht.
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Das Aufbrechen der Sperre 14 gestattet
die Freigabe von Teilchen 16 aus dem Vehikel 12 in
die Probe 26, wie in 5 gezeigt
wird. Während
des Umrührens
und nach der Freigabe der Teilchen aus dein Vehikel werden die Teilchen 16,
das Brecherteilchen 18 und Bruchstücke 28 der Vehikelsperre
durchgängig
in der Probe 26 verteilt. Im Anschluß an den Abschluß des Umrührens der
Probe setzen sich die Teilchen 16, das Brecherteilchen 18 und
die Vehikelsperrenbruchstücke 28 auf
dem Boden der Probe 26 ab, wodurch das Entfernen der Probe
aus dem Röhrchen
durch Pipettieren oder andere ähnliche
Mittel ohne Störung
durch die Teilchen, das Brecherteilchen oder die Vehikelsperrenbruchstücke gestattet
wird.
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Das folgende Beispiel 5 veranschaulicht
spezifische Ausführungen
der Erfindung, die in diesem Dokument beschrieben werden. Die Beispiele 1 bis 4 betreffen
eine zerbrechliche Sperre und sind nicht Ausführungen dieser Erfindung, werden
aber festgehalten, um das Verständnis
für Beispiel 5 zu
unterstützen.
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BEISPIEL 1
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HERSTELLUNG VON VEHIKELN
MIT EINER ZERBRECHLICHEN SPERRE
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Herstellung
von Zirkoniumkapseln
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Dieser Versuch wurde durchgeführt, um
ein Vehikel für
die Abgabe von Teilchen an eine Probe herzustellen, das eine Sperre
aufweist, die ausreichend zerbrechlich ist, um die Labcraft®-Röhrchen zu
spalten, wenn in einem BioSpec Bead Beater umgerührt wird.
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Materialien Die bei diesem Versuch
eingesetzten Materialien waren:
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- – Borosilikatglas
mit einem Durchmesser von 6,9 min
- – Zirkonium/Silikat-Kügelchen
(Durchmesser 0,1 min bis 0,15 mm), Cole Palmer Cat. # 36270-62
- – 3,0
min Glasbrecherkügelchen,
Curtin Matheson Cat. # 125-021
- – Labcraft® Microfuge-Röhrchen mit
kegelförmigem
Boden mit einem Fassungsvermögen
von 2,0 ml, Catalog # 273-695
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Verfahrensweise
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Borosilikatglas mit einem Durchmesser
von 6,9 mm wurde an einem Ende an einem Fletcher-Terry Glasabdichtinstrument abgedichtet.
Zirkonium/Silikatteilchen (0,1 mm bis 0,15 mm) wurden in jedes abgedichtete
Glasteil mit 2,2 g bis 2,3 g/Teil abgegeben. Das Teil, das die Zirkonium/Silikatteilchen
enthält,
wurde mit einer Gesamtlänge
von 3,0 cm abgedichtet, um das Vehikel zu bilden. Ein Glasbrecherteilchen
(Durchmesser 3,0 min) wurde in jedes der fünf kegelförmigen Labcraft®-Röhrchen von
2,0 ml eingesetzt. Ein Vehikel wurde in jedes Röhrchen eingesetzt, und es wurden
1,0 ml Wasser in das Röhrchen
abgegeben. Die Röhrchen,
die die Kapseln, Kügelchen
und Wasser enthalten, wurden in einen BioSpec® Bead
Beater eingesetzt. Die Röhrchen
wurden mit 2600 U/min. über
1,0 Minute umgerührt.
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Ergebnisse Alle Kapseln in den Labcraft®-Röhrchen wurden
durch Umrühren
im BioSpec Bead Beater gespaltet.
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Schlußfolgerung
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Es konnten Vehikel hergestellt werden,
die ein ausreichendes Volumen an Teilchen für eine Abgabe an ein typisches
Probenvolumen enthalten. Außerdem
spalteten sich die Vehikel innerhalb der Labcraft®-Röhrchen,
wie es gewünscht
wurde, und gaben die Teilchen frei.
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BEISPIEL 2
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ERMITTELUNG DES VOLUMENS
DER TEILCHEN FÜR
EINEN EINSCHLUSS 1N VEHIKELN
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Dieser Versuch wurde durchgeführt, um
zu ermitteln, ob das Verändern
des Volumens der Teilchen in einem Vehikel die Rückgewinnung und den Nachweis
der Zielnukleinsäure
aus der Probe beeinflußt.
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Materialien
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Die folgenden Materialien wurden
bei diesem Versuch verwendet.
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- – KPDG,
Posten # 95-01B
- – Negative
NALC Pellet-Pool
- – 0,1
mm Zirkonium/Silikatkügelchen,
Cole Palmer Catalog # 36270-62
- – Glas
3,0 min Brecherkügelchen,
Curtin Matheson Catalog # 125-021
- – Zirkoniumkapseln
3,0 cm, Posten # 01061–33
- – Mycobacterium
tuberculosis H37Rv Teilchen, Posten # 081095DS
- – Voramplifikationspuffer,
Posten # 95-02A
- – Vordekontaminationspuffer,
Posten # 95-01A
- – Amplifikationspuffer,
Posten # 95-471
- – Dekontaminationspuffer,
Posten # 95-472
- – LumiPhos 530,
Posten # 052695
- – Mtb
Hybridisationsmischung, Posten # 95-01B
- – Genus-Hybridisationsmischung,
Posten # 95-02
- – Signatur-Hybridisationsmischung,
Posten # 95-01
- – Systemfluid,
Posten # 95-03A
- – Stringency
Wash, Posten # 95-03A
- – AD-Platten,
Posten # 95-03
- – Labcraft®-Röhrchen,
Catalog # 273–695
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Verfahrensweise
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M. tuberculosis H37R-Zellen wurden
mit M/15 Phosphatpuffer gewaschen, um jegliche extrazelluläre DNA zu
entfernen. Die Zellen wurden erneut im Phosphatpuffer aufgeschlämmt, gezählt und
(in Phosphatpuffer) auf Arbeitskonzentrationen verdünnt.
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Bei Anwendung einer der Arbeitskonzentrationen
wurden Mtb-Teilchen in das Negative NALC Sediment für eine endgültige Konzentration
der Mtb-Teilchen im Negative NALC Sediment von 500 Teilchen/0,25 ml
gemischt. Das gemischte Negative NALC Sediment wurde in 2,0 ml kegelförmige Labcraft®-Röhrchen mit 0,25
ml/Röhrchen übertragen.
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Ein Milliliter von KPDG wurde jedem
Röhrchen
zugesetzt, und die Röhrchen
wurden mit 12000 g über 3,0
Minuten zentrifugiert. Die überstehende
Flüssigkeit
wurde aus jedem Röhrchen
dekandiert, und 1,0 ml von KPDG wurde jedem Röhrchen zugesetzt. Die Röhrchen wurden
mit 12000 g über
3,0 Minuten zentrifugiert. Die überstehende
Flüssigkeit
wurde dekandiert.
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Ein ml von 0,1 mm Zirkonium/Silikatkügelchen
und danach 1,0 ml von KPDG wurden 24 der vorangehend beschriebenen
Röhrchen
zugesetzt, die gewaschene H37R-Zellen enthielten. Zwei Reihen (acht
Röhrchen/Reihe)
dieser Röhrchen,
die 1,0 ml der 0,1 mm Zirkoniumkügelchen
und KPDG enthielten, wurden in einem Umlauflieißluftofen erwärmt und
danach bei Benutzung eines BioSpec®-Bead
Beater mit 2600 U/min. über
2,0 Minuten umgerührt,
und die andere Reihe von Röhrchen
wurde nicht umgerührt.
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Ein 3,0 mm Glasbrecherteilchen, ein
Vehikel, das 1,0 ml Zirkoniumteilchen enthielt, wie es im Beispiel 1
beschrieben wird, und danach 1,0 ml von KPDG wurden acht Röhrchen zugesetzt,
die gewaschene H37R-Zellen enthielten. Diese Reihe von Röhrchen,
die ein Brecherkügelchen,
ein teilchenenthaltendes Vehikel und KPDG enthielten, wurden mit
2600 U/min. über
2,0 Minuten bei Verwendung des BioSpec®-Bead
Beater umgerührt.
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Siebenhundertundfünfzig Mikroliter von 0,1 min
Zirkoniumteilchen und danach 1,0 ml von KPDG wurden den acht Röhrchen zugesetzt,
die gewaschene H37R-Zellen enthielten. Diese Reihe von Röhrchen, die 750 μl an Zirkoniumteilchen
enthielten, wurde in einem Umlaufheißluftofen über 30 Minuten bei 105 °C erwärmt und
danach über
2,0 Minuten mit 2600 U/min. umgerühr.
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Zwei weitere Reihen von H37R-Zellen
enthaltenden Röhrchen,
die 500 Mikroliter und bzw. 250 Mikroliter an 0,1 min Zirkoniumteilchen
enthielten, wurden in der gleichen Weise behandelt.
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Ein Milliliter von KPDG wurde den
verbleibenden sechzehn Röhrchen
hinzugefügt,
die gewaschene H37R-Zellen enthielten. Eine Reihe von Röhrchen wurde
in einem Umlauflieißluftofen über 30 Minuten
bei 105°C
erwärmt
und danach mit 2600 U/min. über
2,0 Minuten bei Benutzung des BioSpec® Bead
Beater ummgerührt,
und die verbleibende Reihe von Röhrchen
wurde in einem Umlaufheißluftofen
erwärmt,
aber nicht umgerührt.
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Strand Displacement Amplification(SDA)-
und Nachweisverfahren, die im Beispiel 1 der mit angemeldeten EP-A
795602 beschrieben werden, wurden bei allen Röhrchen dieses Beispiels durchgeführt. Genauer gesagt,
eine 30 μl
Aliquote einer jeden Probe („unverdünnte Probe") wurde direkt in
einem SDA-Versuch
mit den folgenden Reagensen unter den folgenden Bedingungen laufen
gelassen: Die 30 μl
Probe wurde mit 5 μl des
Voramplifikationspuffers in einem 0,5 ml Mikrozentrifugenröhrchen kombiniert.
Diese Probe wurde über
3 Minuten in einem siedenden Wasserbad erwärmt. Dazu wurden 10 μl der Decontamination
Drydown Mix zugesetzt, und eine Amplicon-Dekontaminationsreaktion wurde über 50 Minuten
bei 41 °C
durchgeführt.
Die Amp1icon-Dekontamination wurde bei Anwendung eines Verfahrens
durchgeführt,
das den Fachleuten aus Hinweisen, wie beispielsweise dem U.S. Patent
Nr. 5035996, gut bekannt ist, auf dessen Offenbarung man sich hierin
ausdrücklich
bezieht. Kurz gesagt, während
des Nukleinsäureamplifikationsvorganges
wird Nukleotid dUTP für
das dTTP substituiert, und daher enthalten alle Produkte, die aus
der Target-DNA-Sequenz (Amplicone) repliziert wurden, dUTP anstelle
von dTTP. Dann wird vor dein Nukleinsäureamplifikationsvorgang die Probe
mit dem Enzym Urazil-DNA-Glycosylase (UDG) in Kontakt gebracht.
Die UDG spaltet die glykosidischen Bindungen zwischen Urazil und
der Zucker-Deoxyribose, wenn dUTP in einem DNA-Molekül einverleibt
wird. Daher werden die Amplicone von den vorhergehenden Nukleinsäureamplifikationsvorgängen nicht
amplifizierbar gemacht (d. h., sie sind nicht als Templates für eine Replikation
geeignet). Daher wird die einzige richtige Targetsequenz in der
Probe als ein Template für
die Nukleinsäureamplifikation
dienen.
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Im Anschluß an die Amplicon-Dekontamination
wurden 10 μl
der Amplification Drydown Mix hinzugefügt, und die Probe wurde über weitere
2 Stunden bei 41°C
inkubiert, um die Abwicklung des Strand Displacement Amplification(SDA)-Vorganges
zu gestatten. Der SDA ist ein Nukleinsäure-Amplifikationsvorgang, der den Fachleuten
gut bekannt ist. Kurz gesagt, die Strand Displacement Amplification
(SDA) ist ein isothermes Verfahren der Nukleinsäure-Amplifikation, bei dein
die Extension der Primer, das Einschneiden einer hemimodifizierten
Restriktions-Endonuklease-Erkennungs/Spaltstelle, die Verschiebung
der Einstrang-Extensionsprodukte, das Annealing der Primen betreffs
der Extensionsprodukte (oder Originaltargetsequenz) und die folgende
Extension der Primer gleichzeitig in der Reaktionsmischung auftreten.
Das steht im Gegensatz zum PCR, bei dein die Schritte der Reaktion
in einzelnen Phasen oder Zyklen im Ergebnis der Temperaturzykluscharakteristik
der Reaktion auftreten. SDA basiert auf 1) der Fähigkeit einer Restriktions-Endonuklease,
den nicht modifizierten Strang einer Hemiphosphorothioat-Form seiner
Doppelstrang-Erkennungs/Spaltstelle einzuschneiden und 2) der Fähigkeit
bestimmter Polymerasen, die Replikation an der Einschneidstelle
einzuleiten und den stromabwärts
befindlichen Nicht-Template-Strang zu verschieben. Nach einer anfänglichen
Inkubation bei einer erhöhten
Temperatur (etwa 95°C),
um die Doppelstrang-Targetsequenzen für ein Annealing der Primer
zu denaturieren, findet die folgende Polymerisation und Verschiebung
der neu synthetisierten Stränge
bei einer konstanten Temperatur statt. Die Herstellung einer jeden
neuen Kopie der Targetsequenz besteht aus fünf Schritten: 1) Binden der
Amplifikations-Primer an eine Originaltargetsequenz oder ein vorher
polymerisiertes verschobenes Einstrang-Extensionsprodukt; 2) Extension
der Primen um eine 5'-3' Exonuklease-defiziente Polymerase,
die ein α-Thiodeoxynukleosittriphosphat
(α-Thio
dNTP) enthält;
3) Einschneiden einer hemimodifizierten Doppelstrang-Restriktionsstelle;
4) Dissoziation des Restriktionsenzyms von der Einschneidstelle; und
5) Extension vom 3'-Ende
der Einschneidstelle um die 5'-3' Exonuklease-defiziente
Polymerase mit Displacement des stromabwärts befindlichen neu synthetisierten
Stranges. Das Einschneiden, die Polymerisation und Displacement
treten gleichzeitig und kontinuierlich bei einer konstanten Temperatur
auf, weil die Extension von der Einschneidstelle eine weitere einschneidbare
Restriktionsstelle regeneriert. Wenn ein Paar Amplifikations-Primen
verwendet wird, wobei ein jeder davon zu einem der zwei Stränge einer
Doppelstrang-Targetsequenz hybridisiert, ist die Amplifikation exponentiell.
Das ist so, weil die kodierten und antikodierten Stränge als
Templates für
den entgegengesetzten Primen in den anschließenden Amplifikationsrunden
dienen. Wenn ein einzelner Amplifikations-Primer verwendet wird,
ist die Amplifikation linear, weil nur ein Strang als ein Template
für die
Primerextension dient. Beispiele für Restriktions-Endonukleasen,
die ihre Doppelstrang-Erkennungs/Spaltstellen
einschneiden, wenn ein α-Thio
dNTP eingebaut ist, sind HincII, HindII, Aval, Ncil und Fnu4HI.
Alle diese Restriktions-Endonukleasen und andere, die die erforderliche
Einschneidaktivität
zeigen, sind für
eine Verwendung bei der konventionellen SDA geeignet. Sie sind jedoch
relativ thermolabil und verlieren über etwa 40°C an Aktivität.
-
Targets für die Amplifikation mittels
SDA können
durch Zertrümmern
größerer Nukleinsäuren durch Restriktion
mit einer Endonuklease hergestellt werden, die die Targetsequenz
nicht trennt. Es wird jedoch im allgemeinen bevorzugt, daß Targetnukleinsäuren, die
die ausgewählten
Restriktions-Endonuklease-Erkennungs/Spaltstellen
für das
Einschneiden aufweisen, bei der SDA-Reaktion erzeugt werden, wie
von Walker und Mitarbeitern in 1992 Proc. Natl. Acad. Sci USA 89,
392–396,
Walken und Mitarbeitern in 1992 Nucl. Acids Res. 20, 1691–1696 und
im U.S. Patent Nr. 5270184 beschrieben wird. Kurz gesagt, wenn die
Targetsequenz ein Doppelstrang ist, werden vier Primen diesbezüglich hybridisiert.
Zwei der Primer (S1 und S2)
sind SDA-Amplifikations-Primer, und zwei (B1 und
B2) sind externe oder Bumper-Primer. S1 und S2 binden an
entgegengesetzten Stränge
der Doppelstrang-Nukleinsäuren,
die die Targetsequenz flankieren. B1 und
B2 binden an die Targetsequenz 5' (d. h., stromaufwärts) von
S1 und bzw. S2.
Die Exonuklease-defiziente Polymerase wird danach verwendet, um
gleichzeitig alle vier Primer in Gegenwart von drei Deoxynukleosidtriphosphaten
und mindestens einem modifizierten Deoxynukleosidtriphosphat (z.
B. 2'-Deoxyadenosin
5'-O-(1-thiotriphosphat), „dATP αS") auszudehnen. Die
Extensionsprodukte von S1 und S2 werden
dadurch vom Originaltargetsequenz-Teinplate um die Extension von
B1 und B2 verschoben.
Die verschobenen Einstrang-Extensionsprodukte der Amplifikations-Primer dienen als
Targets für
das Binden der entgegengesetzten Amplifikations- und Bumper-Primer
(beispielsweise bindet das Extensionsprodukt von S1 die
S2 und B2). Der
nächste
Zyklus der Extrension und Displaceinent führt zu zwei Doppelstrang-Nukleinsäurebruchstücken mit
hemimodifizierten Restriktions-Endonuklease-Erkennungs/Spaltstellen
an jedem Ende. Sie sind geeignete Substrate für die Amplifikation mittels
SDA. Wie bei der SDA treten die einzelnen Schritte der Targeterzeugungsreaktion
gleichzeitig und kontinuierlich auf, wobei Targetsequenzen mit den
Erkennungs/Spaltsequenzen an den Enden erzeugt werden, die für das Einschneiden
durch das Restriktionsenzym bei der SDA erforderlich sind. Da alle
der Komponenten der SDA-Reaktion bereits in der Targeterzeugungsreaktion
vorhanden sind, gelangen die erzeugten Targetsequenzen automatisch
und kontinuierlich in den SDA-Zyklus und werden amplifiziert.
-
Die SDA-Reaktion, über die
ursprünglich
in den vorangehend angeführten
Veröffentlichungen
berichtet wird („konventionelle
SDA"), wird typischerweise
bei einer Temperatur zwischen etwa 35 °C und 45 °C durchgeführt und ist zu einer 108-fachen Amplifikation einer Targetsequenz
in etwa 2 Stunden in der Lage. Kürzlich
wurde die SDA für
höhere
Reaktionstemperaturen angepaßt
(etwa 45–65°C – „thermophile
SDA" oder „tSDA"). Die tSDA ist in
der Lage, eine 109- bis 1010-fache
Amplifikation in etwa 15 bis 30 mm. bei etwa 50 bis 60°C zu bewirken.
Zusätzlich
zu einer erhöhten
Reaktionsgeschwindigkeit ist eine bedeutende Reduzierung der nicht
spezifischen Untergrundamplifikation bei der tSDA verglichen mit
der konventionellen SDA zu verzeichnen.
-
Der Nachweis der amplifizierten Target
Mycobacterium genus-Sequenz und der M. tuberculosis-Komplexspezies-Sequenz
(IS6110) wurde in einem Nur-Versuchformat im BDProbeTecTM-Instrument
durchgeführt. Dieses
Nachweissystem wird vollständig
von C. A. Spargo und Mitarbeitern in Molec. Cellular Probes 7: 395–404 (1993)
beschrieben.
-
Das BDProbeTecTM-Instrument
ist ein automatisiertes System für
das Durchführen
von SDA-Versuchen.
Die speziellen Details der Ausführungen
des BDProbeTecTM-Instrumentes, das eingesetzt
wurde, um automatisch den Nachweis der amplifizierten Targetsequenzen
nach den SDA-Versuchen bei diesem Beispiel durchzuführen, werden
im U.S. Patent 5578270 offenbart.
-
Ergebnisse:
-
Die Ergebnisse dieses Beispiels werden
in der Tabelle 1 nachfolgend dargelegt.
-
-
Behandelte Proben zeigten statistisch äquivalente
Ergebnisse für
alle vier Teilchenvolumen (1,0 ml, 750 μl, 500 μl und 250 μl). Die Verwendung von Vehikeln
zeigte statistisch äquivalente
Ergebnisse zu den Ergebnissen der losen Teilchenvolumen. Die Ergebnisse
für lose
Teilchen und das teilchenhaltige Vehikel waren statistisch für den Mtb-
und Genus-Nachweis besser als für
Proben, die keine Teilchen enthielten, oder für jene Proben, die nicht umgerührt wurden.
-
Vier Proben gingen bei einer Reihe
verloren, die ein ml der losen Zirkoniumteilchen enthielt. Man glaubt,
daß diese
Proben infolge dessen verlorengingen, daß die Teilchen einen Rand auf
der Oberseite der Gummidichtung auf den Labcraft®-Röhrchen bildeten, was zu einem
Luftspalt führte,
der den Verlust der Probe während
des Erwärmens
gestattete.
-
BEISPIEL 3
-
UMRÜHREN DER
TEILCHENHALTIGEN VEHIKEL IN PROBEN
-
Dieser Versuch wurde vorgesehen,
um Vehikel von variierenden Längen
herzustellen, die variierende Volumen an Teilchen mit und ohne einem
3,0 mm Glasbrecherteilchen enthalten. Die Vehikel wurden basierend
auf der Spaltung in einem Savant FastPrepTM-Instrument
bewertet.
-
Materialien
-
- – Borosilikatglas
mit einem Durchmesser von 6,9 min, Ausgangsmaterial
- – 0,1
min Zirkonium/Silikatkügelchen,
Posten # 072795
- – 3,0
mm Natriumsilikatglaskügelchen,
Curtin Matheson Catalog # 125–021
- – Labcraft®-Röhrchen Catalog
# 273–695
-
Verfahrensweise
-
Glasausgangsmaterial mit flachem
Boden und einem Durchmesser von 6,9 mm wurde mit einer Länge von
4,5 ein hergestellt. Ein Mark-10 EG50 Kraftmeßgerät wurde verwendet, um zu ermitteln,
daß eine
Kraft von < 10
lbs. erforderlich war, um die Kuppe bei 10 dieser Teile aufzubrechen.
-
Danach wurde eine 0,56 g (250 μl) Aliquote
von Zirkonium/Silikaltteilchen in die am Boden abgedichteten Glasteile
abgegeben. Ein Cozzoli-Kappenverschließinstrument wurde reguliert,
um Vehikel mit einer Länge
von 1,0 ein, 1,5 cm, 2,0 ein und 2,5 cm herzustellen. Kraftmessungen
wurden bei diesen Vehikeln durchgeführt, und es wurde ermittelt,
daß eine
Kraft von < 10
lbs. erforderlich war, um die Kuppe bei diesen Vehikeln ebenso zu
spalten.
-
Alle Vehikel wurden danach hinsichtlich
Spaltung mit einem Savant FastPrepTM-Instrument
bewertet. Die Vehikel wurden in Labcraft®-Röhrchen eingesetzt, und 1,0
ml Wasser wurde in jedes Röhrchen
abgegeben. Die Röhrchen
wurden in das FastPrepTM-Istrument in Reihen
eingesetzt, die auf der Vehikellänge
basierten und darauf, ob des Vehikel ein 3,0 mm Brecherteilchen
enthielt.
-
Die Geschwindigkeitseinstellung des
FastPrepTM-Instrumentes wurde auf 5,5 Meter/Sekunde
reguliert, und die Zeiteinstellung wurde auf 45 Sekunden reguliert.
Das FastPrepTM-Instrument wurde danach in
Betrieb genommen, und die Anzahl der Kapseln, die pro Art gespaltet
wurden, wurde festgehalten.
-
Ergebnisse
-
Die Ergebnisse der vorangehenden
Verfahrensweisen werden nachfolgend in Tabelle 2 dargelegt.
-
-
Basierend auf den Ergebnissen von
diesem Versuch wurden alle Vehikel, die das 3,0 mm Brecherteilchen
enthielten, als akzeptabel betrachtet. Die Vehikel, die nicht das
Brecherteilchen enthielten, zeigten einen Spaltungsfehler bei einer
größeren Länge von
2,0 ein. Um das Spritzen des KPDG während des Hinzufügens des
Vehikels zu minimieren, und um die Menge des verwendeten Sperrenmaterials
zu minimieren, wurden daher die kürzeren Vehikel (die 1,0 cm
Vehikel mit und ohne 3,0 min Brecherteilchen) weiter hinsichtlich
sowohl der Spaltung als auch der Funktionalität bewertet.
-
BEISPIEL 4
-
OPTIMIERUNG DER VEHIKELLÄNGE
-
Dieser Versuch wurde durchgeführt, um
die Verwendung der Vehikel mit einer Länge von 1,0 ein (mit und ohne
ein 3,0 mm Brecherteilchen), die Verwendung von zwei 1,0 ein Vehikeln
mit 3,0 min Brecherteilchen (zwei Vehikel/Probenröhrchen)
und von 1,0 ml freien Zirkoniumteilchen hinsichtlich der Spaltung
(im Fall der Vehikel) und des Nachweises der Targetnukleinsäure aus
einer Probe von gespalteten Zellen zu bewerten.
-
Materialien
-
Die in diesem Beispiel verwendeten
Materialien waren:
-
– 0,1
mm freie Zirkoniumkügelchen,
Cole Palmen Catalog #36270-62
-
– Glasvehikel
mit einer Länge
von 1,0 cm mit 3,0 min Glaskügelchen,
Posten # 092295
-
– Glasvehikel
mit einer Länge
von 1,0 ein ohne 3,0 mm Glaskügelchen,
Posten # 092295
-
– KPDG,
Posten # 95-A
-
– Negative
NALC Sediment, Posten # 081695
-
– Mtb
H37Rv, Posten # 092895DS, Ausgangsmaterialkonzentration
-
– Labcraft®-Röhrchen,
Catalog # 273–695
-
– Voramplifikationspuffer,
Posten # 95-02A
-
– Vordekontaminationspuffer,
Posten # 95-01A
-
– Dekontaminationsmischung,
Posten # 95-605
-
– Amplifikationsmischung,
Posten # 95-604
-
– Mtb
Hybridisationsmischung, Posten # 95-02
-
– Genus-Hybridisationsmischung,
Posten # 95-451A und 95-451B
-
– Signature-Hybridisationsmischung,
Posten # 95-02
-
– LumiPhos
530, Posten # 052695
-
– AD
Posten # 95-05
-
– Stringency
Wash, Posten # 063095
-
– Systemfluid,
Posten # 95-03A
-
Verfahrensweise
-
Das Negative NALC Sediment wurde
für endgültige Konzentrationen
von 2000 Teilchen H37Rv/ml und 800 Teilchen H37Rv bei Verwendung
der gewaschenen Zellenausgangsmaterialkonzentrationen von H37Rv aus
Beispiel 2 gemischt. Jede Konzentration der gemischten NALC-Lösung wurde
in fünfzig
Röhrchen/Lösung mit
250 μl/Röhrchen übertragen.
-
Ein Milliliter von KPDG wurde jedem
Röhrchen
zugesetzt, und die Röhrchen
wurden mit 12000 g über 3,0
Minuten zentrifugiert. Die überstehende
Flüssigkeit
wurde aus jedem Röhrchen
dekandiert, und 1,0 ml von KPDG wurde jedem Röhrchen zugesetzt. Die Röhrchen wurden
wiederum mit 12000 g über
3,0 Minuten zentrifugiert, und die überstehende Flüssigkeit
wurde dekandiert.
-
Zwei Vehikel mit einer Länge von
1,0 cm (mit 3,0 mm Brecherteilchen) wurden zehn Röhrchen mit
jeder Konzentration zugesetzt, und danach wurde ein ml von KPDG
einem jeden Röhrchen
zugesetzt. Ein Vehikel mit einer Länge von 1,0 cm (mit 3,0 min
Brecherteilchen) wurde zehn Röhrchen
mit jeder Konzentration zugesetzt, und danach wurde ein ml von KPDG
einem jeden Röhrchen
zugesetzt. Ein Vehikel mit einer Länge von 1,0 cm (ohne 3,0 mm
Brecherteilchen) wurde zwanzig Röhrchen
mit jeder Konzentration zugesetzt, und danach wurde ein ml von KPDG
einem jeden Röhrchen
zugesetzt. Ein ml der Zirkonium/Silikatteilchen wurde zehn Röhrchen mit
jeder Konzentration zugesetzt, und danach wurde ein ml von KPDG
einem jedem Röhrchen zugesetzt.
-
Die Röhrchen wurden in einem Umlauflieißluftofen
bei 105°C über 30 Minuten
erwärmt.
Die Röhrchen wurden
danach in einem Savant FastPrebTM-Instrument
mit einer Einstellung von 5,0 m/s über 45 Sekunden umgerührt.
-
Die Strand Displaceinent Amplification
(SDA)- und Nachweisverfahren wurden, wie im Beispiel 2 beschrieben,
durchgeführt,
um die Ergebnisse aus diesem Versuch in Relativen Lichteinheiten
(RLUs) zu erhalten.
-
Ergebnisse
-
Die Ergebnisse dieses Beispiels werden
nachfolgend in Tabelle 3 dargelegt.
-
-
Schlußfolgerung
-
Es wurden keine statistischen Unterschiede
bei irgendwelchen der Bedingungen gesehen, was die Äquivalenz
des Vehikels, das das Brecherteilchen enthält, zu 1,0 ml der freien Zirkoniumteilchen
(Kontrolle) für eine
effektive Mycobacterium DNA-Darstellung für Nukleinsäureamplifikationsvorgänge veranschaulicht.
Das Vehikel, das kein Brecherteilchen enthielt, zeigte 9/40 Spaltungsfehler,
was es für
eine fortgesetzte Bewertung unattraktiv macht.
-
BEISPIEL 5
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BEWERTUNG DER AUFLÖSBAREN VEHIKEL
-
Dieser Versuch wurde durchgeführt, um
die Verwendung von auflösbaren
Gelatinekapseln als Abgabevehikel für Zirkoniumteilchen zu bewerten.
-
Materialien
-
Die bei diesem Versuch verwendeten
Materialien waren:
-
– Probenverdünnungsmittel
(KPDG), Teil # 360691
-
– Gelatinekapseln
NOWTM Kode # 5215 Typ # 3
-
– Zirkoniumkügelchen
(0,1 mm-0,15 mm) Biospec Catalog # 11079101Z
-
Verfahrensweise
-
Zirkoniumkügelchen wurden in vier Gelatinekapseln
mit 0,56 g/Kapsel abgegeben. Die Kapseln wurden in Labcraft®-Röhrchen mit
einer Kapsel/Röhrchen
eingesetzt, und 1,0 ml des Probenverdünnungsmittels wurden in jedes
Röhrchen
abgegeben. Die Röhrchen
wurden mit einer Kappe versehen, und die Röhrchen wurden in einen Umlaufheißluftofen
eingesetzt. Die Röhrchen
wurden im Umlaulheißluftofen
bei 105°C über 30 Minuten
gehalten. Die Röhrchen
wurden aus dem Ofen herausgenommen, nachdem die Röhrchen auf 40°C abgekühlt wurden.
Die Röhrchen
wurden in ein Savant FastPrepTM-Instrument übertragen.
Die Geschwindigkeitseinstellung wurde auf 5,0 m/s reguliert, und
die Zeit wurde auf 45 Sekunden reguliert. Das FastPrepTM-Instrument
wurde in Betrieb genommen, und die Ergebnisse wurden festgehalten.
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Ergebnisse
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Die Kapseln wurden im wäßrigen Probenverdünnungsmittel
in weniger als 20 Minuten bei 105°C
löslich
gemacht oder aufgelöst,
wodurch Zirkoniumkügelchen
in das Probenröhrchen
freigegeben werden. Es wurde kein Verlust an Probenfluid festgehalten.
Die Zirkoniumkügelchen
strömten
ungehindert in das Probenröhrchen
zum Zeitpunkt des Umrührens
und unmittelbar im Anschluß an
das Umrühren.
-
Schlußfolgerung
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Dieser Versuch zeigt, daß auflösbare Kapseln
als ein Abgabevehikel für
die nicht auflösbaren
Teilchen an eine Probe verwendet werden können. Die Gelkapsel verhinderte,
wie die Glaskapsel, daß die
freien Zirkoniumkügelchen
die Dichtung am Probenröhrchen
zerreißen
und den damit verbundenen Verlust an Probenfluid bewirken. Die Zirkoniumkügelchen
strömten
vor und unmittelbar nach dein Kügelchenaufschlagen
ungehindert, was gestattet, daß die
Kügelchen
die bakteriellen Zellen spalten und DNA für Amplifikations- und Nachweisreaktionen
freigeben.
-
Während
die Erfindung mit einer gewissen Spezifik beschrieben wurde, können Abwandlungen,
die für
die Fachleute offensichtlich sind, vorgenommen werden, ohne daß man vom
Bereich der Erfindung abweicht. Verschiedene charakteristische Merkmale
der Erfindung werden in den nachfolgenden Patentansprüchen dargelegt.