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Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische Zusammensetzungen zur
Behandlung von Keratinfasern, insbesondere zur Behandlung des
Haares, die mindestens ein anionisches oder nichtionisches Polymer und
mindestens ein Silicon, das mindestens eine Carboxygruppe aufweist,
enthalten, sowie das Verfahren zur Behandlung von Keratinfasern unter
Verwendung dieser Zusammensetzungen.
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Die Zusammensetzungen zur Festigung oder Formgebung der Haare, die
in ihrer Formulierung Festigerpolymere (fixierende Polymere) enthalten,
weisen im allgemeinen den Nachteil auf, das Kämmen, nochmalige
Frisieren oder Bürsten der Haare zu erschweren, insbesondere bei
Fönfrisuren. Die mit den fixierenden Polymeren behandelten Haare sind in der
Regel spröde und fühlen sich nicht natürlich an.
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Die Verwendung von Siliconderivaten in Kombination mit fixierenden
Polymeren in kosmetischen Zusammensetzungen für den Halt und/oder
zur Festigung der Frisur ist bekannt. Es wurde festgestellt, daß
Siliconderivate die Kämmbarkeit, die Weichheit und den Glanz der mit diesen
Zusammensetzungen behandelten Haare verbessern können. Die
Siliconderivate sind jedoch für die Frisiereigenschaften von
Zusammensetzungen, die fixierende Polymere enthalten, nicht günstig und die
Eigenschaften hinsichtlich der Kämmbarkeit oder der Weichheit sind noch
nicht zufriedenstellend.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, Zusammensetzungen
anzugeben, die die Festigung und/oder Formgebung der Frisur
ermöglichen, wobei die Zusammensetzungen gute Eigenschaften hinsichtlich
der Fixierung und/oder zeitlichen Haltbarkeit aufweisen und
hervorragende kosmetische Eigenschaften, wie Weichheit, Kämmbarkeit und
Griff, einbringen sollten.
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Aus der Druckschrift EP-A-0 219 830 sind Zusammensetzungen für das
Haar bekannt, die ein kationisches Polymer und ein Polydimethylsiloxan
mit Carboxygruppen enthalten. Der Zusatz des Polydimethylsiloxan
verbessert die Eigenschaften der mit einem kationischen Polymer
behandelten Haare in Bezug auf die Weichheit jedoch nicht.
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In der Druckschrift WO95/00108 sind flüssige Zusammensetzungen für
das Haar beschrieben, die ein fixierendes Siliconpolymer mit
Polyvinylgerüst und fluorierten Pfropfzweigen in Kombination mit einem nicht
fixierenden nicht siliconhaltigen Harz enthalten. In der Druckschrift
WO92/21316 sind Zusammensetzungen für das Haar beschrieben, die
ein Silicon, einen Latex, ein Suspendiermittel für den Latex und das
Silicon und/oder ein Verdickungsmittel enthalten.
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Die Anmelderin hat überraschend festgestellt, daß durch die
Verwendung von Zusammensetzungen, die in einem kosmetisch akzeptablen
Medium ein anionisches oder nichtionisches Polymer in Kombination mit
mindestens einem Silicon enthalten, das mindestens eine
Carboxyfunktion aufweist, sehr gute kosmetische Eigenschaften, wie Weichheit,
Kämmbarkeit und Griff, und gleichzeitig sehr gute Frisier- und/oder
Festigungseigenschaften erzielt werden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft daher kosmetische
Zusammensetzungen insbesondere für Keratinfasern, die in einem kosmetisch
akzeptablen Medium mindestens ein anionisches oder nichtionisches Polymer
und mindestens ein Silicon enthalten, das mindestens eine
Carboxyfunktion aufweist.
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Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden unter kosmetischen
Zusammensetzungen zur Festigung oder für den Halt der Frisur
beliebige Zusammensetzungen verstanden, deren Aufgabe darin besteht, die
Form der Frisur vorübergehend zu fixieren, wie beispielsweise Haarlacke,
Haarsprays, Frisiergele und Frisierschäume. Unter Fixiervermögen der
Zusammensetzung wird die Fähigkeit der Zusammensetzung verstanden,
dem Haar eine solche Kohäsion zu geben, daß die Frisur in ihrer
ursprünglichen Form erhalten bleibt. Unter einem fixierenden Polymer
werden alle Polymere verstanden, die die Form der Frisur vorübergehend
fixieren sollen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung sind unter Keratinfasern die Haare,
die Wimpern, die Augenbrauen und besonders die Haare zu verstehen.
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Unter einer Carbonsäuregruppe oder Carboxyfunktion wird gemäß der
vorliegenden Erfindung die freie Säure, die mit einer Base neutralisierte
Form und deren Gemische verstanden. Gemäß der Erfindung resultiert
die Carbonsäuregruppe nicht aus der Polymerisation eines oder
mehrerer anionischer Monomere mit ethylenischer Doppelbindung.
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Im gesamten Text werden unter Silicon in Übereinstimmung mit der
allgemeinen Definition beliebige Silicium-organische Polymere oder
Oligomere mit gerader oder cyclischer, verzweigter oder vernetzter Struktur
mit variablem Molekulargewicht verstanden, die durch Polymerisation
und/oder Polykondensation von geeignet funktionalisierten Silanen
hergestellt werden und die im wesentlichen aus wiederkehrenden
Haupteinheiten bestehen, worin die Siliciumatome über Sauerstoffatome
aneinander
gebunden sind (Siloxanbindung Si-O-Si ), wobei
gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffgruppen direkt über ein
Kohlenstoffatom an die Siliciumatome gebunden sind. Die
Kohlenwasserstoffgruppen, die meistens eingesetzt werden, sind Alkylgruppen und
insbesondere C&sub1;&submin;&sub1;&sub0;-Alkylgruppen, besonders Methyl, Fluoralkylgruppen,
Arylgruppen und insbesondere Phenyl.
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Das Silicon mit mindestens einer Carbonsäuregruppe kann ein
Organopolysiloxan sein, das mindestens eine Einheit:
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enthält, wobei die Gruppen R&sub1; und R&sub3; unabhängig voneinander
geradkettige oder verzweigte Alkylengruppen mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen
bedeuten und die Gruppe R&sub2; eine geradkettige oder verzweigte
Alkylengruppe mit 1 bis 50 Kohlenstoffatomen ist, die eine Hydroxygruppe
enthalten kann, a 0 oder 1 bedeutet und b eine Zahl im Bereich von 0 bis
200 ist, und M Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall, NH&sub4;
oder eine quartäre Ammoniumgruppe bedeutet, wie beispielsweise
Mono-, Di-, Tri- oder Tetra-C&sub1;&submin;&sub4;-alkylammonium.
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Bei den Gruppen R&sub1; und R&sub3; kann es sich beispielsweise um Ethylen,
Propylen oder Butylen handeln.
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Es können beispielsweise Organopolysiloxane mit Carboxygruppen der
folgenden Formel (II) verwendet werden:
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worin
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- die Gruppen R&sub4; identisch oder voneinander verschieden sind und
unter den geradkettigen oder verzweigten C&sub1;&submin;&sub2;&sub2;-Alkylgruppen, C&sub1;&submin;&sub2;&sub2;-
Alkoxygruppen und Phenyl ausgewählt sind,
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- die Gruppen R&sub5;, R&sub6; und R&sub7; identisch oder voneinander verschieden
sind und unter den geradkettigen oder verzweigten C&sub1;&submin;&sub2;&sub2;-
Alkylgruppen, C&sub1;&submin;&sub2;&sub2;-Alkoxygruppen, Phenyl und den Gruppen
-(R&sub1;O)a-R&sub2;-(OR&sub3;)b-COOM ausgewählt sind,
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- wobei mindestens eine der Gruppen R&sub5;, R&sub6; und R&sub7; eine Gruppe
-(R&sub1;O)a-R&sub2;-(OR&sub3;)b-COOM ist und R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, a, b und M die oben
angegebenen Bedeutungen aufweisen,
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- c und d Zahlen von 0 bis 1000 bedeuten, wobei die Summe c + d
vorzugsweise im Bereich von 2 bis 1000 liegt.
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Von den Siliconen der Formel (II) werden die Verbindungen der folgenden
Formel (III) bevorzugt:
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wobei X eine Gruppe -(R&sub1;O)a-R&sub2;-(OR&sub3;)b-COOM ist und R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, a, b, d
und M die oben angegebenen Bedeutungen aufweisen.
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Es werden insbesondere die Verbindungen der Formel (III) bevorzugt, in
der a und b 0 bedeuten und R&sub2; eine geradkettige oder verzweigte
Alkylengruppe mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, wie (CH&sub2;)&sub9;, (CH&sub2;)&sub1;&sub0; oder
-CH(CH&sub3;)-.
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Die Silicone, die mindestens eine Carbonsäuregruppe enthalten, sind
insbesondere in den Patentanmeldungen WO95/23579 und EP-A-0 219
830 beschrieben.
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Verbindungen, die der Formel (III) entsprechen, sind beispielsweise
unter der Bezeichnung Huile M 642 von der Firma WACKER, unter den
Bezeichnungen SLM 23 000/1 oder SLM 23 000/2 von der Firma WACKER,
unter der Bezeichnung 176-12057 von der Firma GENERAL ELECTRIC,
unter der Bezeichnung FZ 3703 von der Firma OSI oder unter der
Bezeichnung BY 16 880 von der Firma TORAY SILICONE im Handel
erhältlich.
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Erfindungsgemäß können beliebige an sich bekannte anionische oder
nichtionische fixierende Polymere verwendet werden.
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Die fixierenden Polymere können in solubilisierter Form oder in Form
von Dispersionen fester Polymerpartikel verwendet werden.
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Die im allgemeinen verwendeten anionischen fixierenden Polymere sind
Polymere, die Gruppen enthalten, welche von Carbonsäuren,
Sulfonsäuren oder Phosphorsäuren abgeleitet sind und die eine Molmasse im
Bereich von etwa 500 bis 5 000 000 aufweisen.
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1) Die Carboxygruppen werden von ungesättigten Mono- oder
Dicarbonsäuremonomeren eingebracht, beispielsweise Monomeren, die der
folgenden Formel entsprechen:
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worin n Null oder eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, A&sub1; eine
Methylengruppe bezeichnet, die gegebenenfalls an das Kohlenstoffatom der
ungesättigten Gruppe oder, falls n größer 1 ist, an die benachbarte
Methylengruppe über ein Heteroatom, wie Sauerstoff oder Schwefel,
gebunden ist, R&sub1;&sub0; Wasserstoff, Phenyl oder Benzyl bedeutet, R&sub8; Wasserstoff,
eine niedere Alkylgruppe oder Carboxy bedeutet und R&sub9; Wasserstoff, eine
niedere Alkylgruppe, -CH&sub2;-COOH, Phenyl oder Benzyl ist.
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In der vorstehend genannten Formel bedeutet der Ausdruck niedere
Alkylgruppe vorzugsweise eine Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und
insbesondere Methyl und Ethyl.
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Erfindungsgemäß bevorzugte anionische fixierende Polymere mit
Carboxygruppe sind:
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A) Homo- oder Copolymere von Acrylsäure oder Methacrylsäure oder
deren Salze und insbesondere die Produkte, die unter den Bezeichnungen
VERSICOL E oder K von ALLIED COLLOID und ULTRAHOLD von BASF
im Handel erhältlich sind, Copolymere von Acrylsäure und Acrylamid,
die in Form ihrer Natriumsalze unter den Bezeichnungen RETEN 421,
423 oder 425 von HERCULES verkauft werden, die Natriumsalze von
Polyhydroxycarbonsäuren;
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B) die Copolymere von Acrylsäure oder Methacrylsäure und einem
monoethylenisch ungesättigten Monomer, wie Ethylen, Styrol, Vinylestern
und Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern. Die Copolymere können mit
einem Polyalkylenglykol, wie Polyethylenglykol, gepfropft und
gegebenenfalls vernetzt sein. Diese Polymere sind insbesondere in dem
französischen Patent 1 222 944 und der deutschen Patentanmeldung
2 330 956 beschrieben. Es kommen insbesondere die Copolymere in
Betracht, die in ihrer Kette eine Acrylamideinheit enthalten, die
gegebenenfalls N-alkyliert und/oder hydroxyalkyliert ist; diese Polymere sind
insbesondere in den luxemburgischen Patentanmeldungen 75370 und
75371 beschrieben oder unter der Bezeichnung QUADRAMER von der
Firma AMERICAN CYANAMID erhältlich. Es können auch die
Copolymere von Acrylsäure und C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylmethacrylat, die Terpolymere von
Vinylpyrrolidon, (Meth)acrylsäure und C&sub1;&submin;&sub2;&sub0;-Alkyl(meth)acrylat, beispielsweise
Lauryl(meth)acrylat (wie das Produkt, das von der Firma ISP unter der
Bezeichnung ACRYLIDONE LM im Handel ist), t-Butyl(methacrylat) (wie
das von der Firma BASF erhältliche LUVIFLEX VBM 70) oder Methyl-
(methacrylat) (STEPANHOLD EXTRA von STEPAN)) und die Terpolymere
von Methacrylsäure/Ethylacrylat/t-Butylacrylat, beispielsweise das
unter der Bezeichnung LUVIMER 100 P von BASF erhältliche Produkt,
angegeben werden;
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C) die Copolymere, die von Crotonsäure abgeleitet sind, wie die
Copolymere, die in ihrer Kette Vinylacetat- oder Vinylpropionateinheiten und
gegebenenfalls weitere Monomere, wie Allyl- oder Methallylester und
Vinylether oder Vinylester einer geradkettigen oder verzweigten,
gesättigten Carbonsäure mit langer Kohlenwasserstoffkette, z. B. Verbindungen,
die mindestens 5 Kohlenstoffatome enthalten, wobei diese Polymere
gegebenenfalls gepfropft und vernetzt sein können, oder auch einen
Vinyl-, Allyl- oder Methallylester einer α- oder β-cyclischen Carbonsäure
enthalten. Diese Polymere sind unter anderem in den französischen
Patenten 1 222 944, 1 580 545, 2 265 782, 2 265 781, 1 564 110 und
2 439 798 beschrieben. Handelsprodukte aus dieser Gruppe sind die
Harze 28-29-30, 26-13-14 und 28-13-10 von NATIONAL STARCH;
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D) die Copolymere, die von einfach ungesättigten Carbonsäuren oder
Carbonsäureanhydriden mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen abgeleitet sind,
die ausgewählt sind unter:
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- den Copolymeren, die (i) Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure oder
deren Anhydride oder deren Gemische und (ii) mindestens ein
Monomer enthalten, das unter den Vinylestern, Vinylethern,
Vinylhalogeniden, Phenylvinylderivaten und Acrylsäure und ihren Estern
ausgewählt ist, wobei die Anhydridfunktionen dieser Copolymere
gegebenenfalls einfach verestert oder einfach amidiert sind; diese Polymere
sind insbesondere in den Patenten US 2 047 398, 2 723 248,
2 102 113 und dem Patent GB 839 805 beschrieben.
Handelsprodukte sind insbesondere die unter den Bezeichnungen GANTREZ AN
oder Es und AVANTAGE CP von ISP erhältlichen Produkte;
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- den Copolymeren, die (i) Maleinsäure, Citraconsäure, Itaconsäure
oder deren Anhydride oder deren Gemische und (ii) ein oder mehrere
Monomere enthalten, die unter den Allylestern oder Methallylestern
ausgewählt sind, die gegebenenfalls eine oder mehrere Gruppen
Acrylamid, Methacrylamid, α-Olefin, Acrylester oder Methacrylester,
Acrylsäure oder Methacrylsäure oder Vinylpyrrolidon in ihrer Kette
enthalten, wobei die Anhydridfunktionen dieser Copolymere
gegebenenfalls einfach verestert oder einfach amidiert sein können.
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Diese Polymere sind beispielsweise in den französischen Patenten
2 350 384 und 2 357 241 der Anmelderin beschrieben;
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(E) die Polyacrylamide mit Carboxygruppen.
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Die Polymere, die Sulfonsäuregruppen enthalten, sind Polymere mit
Vinylsulfonsäureeinheiten, Styrolsulfonsäureeinheiten,
Naphthalinsulfonsäureeinheiten oder Acrylamidoalkylsulfonsäureeinheiten.
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Diese Polymere können insbesondere ausgewählt werden unter:
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- den Salzen der Polyvinylsulfonsäure mit einem Gewichtsmittel der
Molmasse im Bereich von etwa 1.000 bis 100.000 sowie den
Copolymeren mit einem ungesättigten Comonomer, wie Acrylsäure oder
Methacrylsäure oder deren Estern sowie Acrylamid oder seinen
Derivaten, Vinylethern und Vinylpyrrolidon;
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- den Salzen der Polystyrolsulfonsäure, wobei die Natriumsalze mit
einem Gewichtsmittel der Molmasse von etwa 500.000 und etwa 100.000
unter den Bezeichnungen Flexan 500 bzw. Flexan 130 von National
Starch im Handel sind. Diese Verbindungen sind in dem Patent FR
2 198 719 beschrieben; und
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- den Salzen von Polyacrylamidsulfonsäuren, beispielsweise die in dem
Patent US 4 128 631 beschriebenen Produkte und insbesondere die
Polyacrylamidoethylpropansulfonsäure, die unter der Bezeichnung
COSMEDIA POLYMER HSP 1180 von Henkel erhältlich ist.
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Die anionischen fixierenden Polymere sind erfindungsgemäß
vorzugsweise ausgewählt unter: den Copolymeren von Acrylsäure, wie den Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid-Terpolymeren,
die insbesondere
unter der Bezeichnung ULTRAHOLD STRONG von BASF im Handel sind,
den Copolymeren, die von Crotonsäure abgeleitet sind, beispielsweise
den Vinylacetat/Vinyl-t-butylbenzoat/Crotonsäure-Terpolymeren und
den Crotonsäure/Vinylacetat/Vinylneododecanoat-Terpolymeren, die
unter der Bezeichnung Resine 28-29-30 von NATIONAL STARCH im
Handel sind, den Polymeren, die von Maleinsäure, Fumarsäure,
Itaconsäure oder deren Anhydriden und Vinylestern, Vinylethern,
Vinylhalogeniden, Phenylvinylderivaten, Acrylsäure und ihren Estern abgeleitet sind,
wie die Copolymere Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid (einfach
verestert), die beispielsweise unter der Bezeichnung GANTREZ von ISP
erhältlich sind, den Copolymeren von Methacrylsäure und
Methylmethacrylat, die unter der Bezeichnung EUDRAGIT L von ROHM
PHARMA verkauft werden, den Copolymeren von
Methacrylsäure/Methylmethacrylat/C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylacrylat/Acrylsäure oder
C&sub1;&submin;&sub4;-Hydroxyalkylmethacrylat, die in Form von Suspensionen unter der Bezeichnung
AMERHLOD DR 25 von der Firma AMERCHOL oder unter der
Bezeichnung ACUDYNE 255 von der Firma ROHM&HAAS verkauft werden, den
Copolymeren von Methacrylsäure und Ethylacrylat, die unter der
Bezeichnung LUVIMER MAEX oder MAE von BASF im Handel sind, den
Copolymeren von Vinylacetat/Crotonsäure und den mit
Polyethylenglykol gepfropften Copolymeren von Vinylacetat und Crotonsäure, die unter
der Bezeichnung ARISTOFLEX A von BASF erhältlich sind.
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Ganz besonders bevorzugte anionische fixierende Polymere sind unter
den Copolymeren Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid (einfach
verestert), die unter der Bezeichnung GANTREZ Es 425 von ISP erhältlich
sind, den Terpolymeren Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid, die
unter der Bezeichnung ULTRAHOLD STRONG von BASF verkauft
werden, den Copolymeren von Methacrylsäure und Methylmethacrylat, die
unter der Bezeichnung EUDRAGIT L von ROHM PHARMA erhältlich sind,
den Terpolymeren Vinylacetat/Vinyl-t-butylbenzoat/Crotonsäure und
den Terpolymeren Crotonsäure/Vinylacetat/Vinylneododecanoat, die
unter der Bezeichnung Resine 28-29-30 von NATIONAL STARCH im
Handel sind, den Copolymeren von Methacrylsäure und Ethylacrylat, die
unter der Bezeichnung LUVIMER MAEX oder MAE von BASF erhältlich
sind, und den Terpolymer
Vinylpyrrolidon/Acrylsäure/Laurylmethacrylat, die unter der Bezeichnung ACRYLIDONE LM von ISP im
Handel sind, ausgewählt.
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Erfindungsgemäß verwendbare nichtionische fixierende Polymere sind
beispielsweise ausgewählt unter:
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- Vinyllactam-Homopolymeren, wie Polyvinylpyrrolidon und
Polyvinylcaprolactam;
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- Vinyllactam-Copolymeren, beispielsweise Copolymeren von
Vinylpyrrolidon und Vinylacetat und Copolymeren
Vinylpyrrolidon/Vinylacetat/Vinylpropionat;
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- den Polyalkyloxazolinen, beispielsweise den von der Firma DOW
CHEMICAL unter den Bezeichnungen PEOX 50 000, PEOX 200 000
und PEOX 500 000 erhältlichen Polyethyloxazolinen;
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- den Homopolymeren von Vinylacetat, wie den Produkten, die unter
dem Namen APPRETAN EM von der Firma HOECHST oder unter dem
Namen RHODOPAS A 012 von der Firma RHONE POULENC erhältlich
sind;
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- den Copolymeren von Vinylacetat und Acrylester, wie dem Produkt,
das unter dem Namen RHODOPAS AD 310 von der Firma RHONE
POULENC verkauft wird;
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- den Copolymeren von Vinylacetat und Ethylen, wie dem Produkt, das
unter dem Namen APPRETAN TV von der Firma HOECHST erhältlich
ist;
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- den Copolymeren von Vinylacetat und Maleinsäureestern,
beispielsweise Dibutylmaleat, wie dem Produkt, das unter dem Namen
APPRETAN MB EXTRA von der Firma HOECHST erhältlich ist;
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- den Copolymeren von Polyethylen und Maleinsäureanhydrid;
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- den Homopolymeren von Alkylacrylaten und den Homopolymeren von
Alkylmethacrylaten, wie dem Produkt, das unter der Bezeichnung
MICROPEARL RQ 750 von der Firma MATSUMOTO oder unter der
Bezeichnung LUHYDRAN A 848 S von BASF erhältlich ist;
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- den Copolymeren von Acrylestern, wie beispielsweise den
Copolymeren von Alkylacrylaten und Alkylmethacrylaten, wie den von der
Firma ROHM & HAAS unter der Bezeichnung PRIMAL AC-261 K und
EUDRAGIT NE 30 D, von der Firma BASF unter den Bezeichnungen
ACRONAL 601, LUHYDRAN LR 8833 oder 8845 und von der Firma
HOECHST unter den Bezeichnungen APPRETAN N9213 oder N9212
erhältlichen Produkten;
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- den Copolymeren von Acrylnitril und einem nichtionischen Monomer,
das beispielsweise unter Butadien und Alkyl(meth)acrylaten
ausgewählt ist; es können die Produkte genannt werden, die von der Firma
NIPPON ZEON unter der Bezeichnung NIPOL LX 531 B oder von der
Firma ROHM & HAAS unter der Bezeichnung CJ 0601 B erhältlich
sind;
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- den Polyurethanen, wie den Produkten, die unter den Bezeichnungen
ACRYSOL RM 1020 oder ACRYSOL RM 2020 von der Firma RHOM &
HAAS erhältlich sind, oder den Produkten URAFLEX XP 401 UZ und
URAFLEX XP 402 UZ der Firma DSM RESINS;
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- den Copolymeren von Alkylacrylaten und Urethan, wie dem Produkt
8538-33 von der Firma NATIONAL STARCH;
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- den Polyamiden, wie dem Produkt ESTAPOR LO 11 von der Firma
RHONE POULENC; und
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- den modifizierten oder nicht modifizierten nichtionischen
Guargummen.
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Nicht modifizierte, nichtionische Guargummen sind beispielsweise die
unter der Bezeichnung VIDOGUM GH 175 von UNIPECTINE und unter
der Bezeichnung JAGUAR C von MEYHALL im Handel befindlichen
Produkte.
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Erfindungsgemäß verwendbare modifizierte, nichtionische Guargummen
sind vorzugsweise mit C&sub1;&submin;&sub6;-Hydroxyalkylgruppen modifiziert. Es können
beispielsweise die Gruppen Hydroxymethyl, Hydroxyethyl, Hydroxypropyl
und Hydroxybutyl genannt werden.
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Diese Guargummen sind im Stand der Technik bekannt und können
beispielsweise hergestellt werden, indem die entsprechenden Alkenoxide,
wie beispielsweise Propylenoxide, mit Guargummi so umgesetzt werden,
daß ein mit Hydroxygruppen modifiziertes Guargummi erhalten wird.
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Die gegebenenfalls mit Hydroxyalkylgruppen modifizierten,
nichtionischen Guargummen sind beispielsweise unter den
Handelsbezeichnungen JAGUAR HP8, JAGUAR HP60 und JAGUAR HP120, JAGUAR DC 293
und JAGUAR HP 105 von der Firma MEYHALL oder unter der
Bezeichnung GALACTASOL 4H4FD2 von der Firma AQUALON erhältlich.
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Die Alkylgruppen der nichtionischen Polymere weisen 1 bis 6
Kohlenstoffatome auf, falls nichts anderes angegeben ist.
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Es können erfindungsgemäß auch anionische oder nichtionische
fixierende Polymere vom Typ der gepfropften Siliconpolymere verwendet
werden, die einen Polysiloxanbereich und einen Bereich enthalten, der aus
einer nicht siliconhaltigen organischen Kette besteht, wobei einer der
beiden Bereiche die Hauptkette des Polymers bildet und der andere auf
die Hauptkette gepfropft ist. Diese Polymere sind beispielsweise in den
Patentanmeldungen EP-A-0 412 704, EP-A-0 412 707, EP-A-0 640 105
und WO 95/00578, EP-A-0 582 152 und WO 93/23009 und den
Patenten US 4 693 935, US 4 728 571 und US 4 972 037 beschrieben.
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Es handelt sich beispielsweise um Copolymere, die durch radikalische
Polymerisation aus folgendem Monomerengemisch hergestellt werden
können:
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a) 50 bis 90 Gew.-% t-Butylacrylat;
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b) 0 bis 40 Gew.-% Acrylsäure;
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c) 5 bis 40 Gew.-% Siliconmakromer der Formel:
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wobei v eine ganze Zahl von 5 bis 700 ist; die Prozentangaben in
Gewichtsprozent sind bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomere
berechnet.
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Weitere Beispiele für gepfropfte Siliconpolymere sind insbesondere die
Polydimethylsiloxane (PDMS), auf die über eine Verbindungsgruppe vom
Thiopropylentyp gemischte Polymereinheiten vom Typ
Poly(meth)acrylsäure und vom Typ Polyalkyl(meth)acrylat gepfropft sind, und
Polydimethylsiloxane (PDMS), auf die über eine Verbindungsgruppe vom
Thiopropylentyp Polymereinheiten vom Typ Polyisobutyl(meth) acrylat
gepfropft sind.
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Die fixierenden Polymere sind erfindungsgemäß vorzugsweise anionische
Polymere.
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Die anionischen fixierenden Polymere können erforderlichenfalls ganz
oder teilweise neutralisiert werden. Neutralisationsmittel sind etwa
Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, 2-Amino-2-methyl-1-propanol,
Monoethanolamin, Triethanolamin oder Triisopropanolamin, anorganische
Säuren oder organische Säuren, wie Salzsäure oder Citronensäure.
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Das fixierende Polymer oder die fixierenden Polymere liegen
beispielsweise in Konzentrationen im Bereich von 0,05 bis 20 Gew.-% und
vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vor.
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Das Silicon oder die Silicone mit Carboxygruppen können in
Konzentrationen im Bereich von 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von
0,05 bis 5 Gew.-% und insbesondere 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen.
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Das kosmetisch akzeptable Medium enthält in der Regel Wasser, ein
oder mehrere kosmetisch akzeptable Lösungsmittel oder Gemische von
Wasser und einem oder mehreren kosmetisch akzeptablen
Lösungsmitteln.
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Das kosmetisch akzeptable Medium enthält vorzugsweise ein oder
mehrere kosmetisch akzeptable Lösungsmittel.
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Die Konzentration des kosmetisch akzeptablen Lösungsmittels liegt im
allgemeinen über 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung.
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Die Wasserkonzentration liegt im allgemeinen unter 80 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Die kosmetisch akzeptablen Lösungsmittel sind beispielsweise
Monoalkohole, Polyalkohole, Glykolether oder Ester von Fettsäuren, die einzeln
oder im Gemisch verwendet werden können. Es handelt sich bei den
Lösungsmitteln vorzugsweise um C&sub1;&submin;&sub6;-Alkohole.
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Von den Alkoholen können Ethanol, Isopropanol, die Polyalkohole, wie
Diethylenglykol, und die Glykolether, wie Ethylenglykolmonoalkylether,
Diethylenglykolmonoalkylether, Propylenglykolmonoalkylether oder
Dipropylenglykolmonoalkylether, genannt werden. Ethanol wird besonders
bevorzugt.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann ferner mindestens einen
Zusatzstoff enthalten, der unter den Verdickungsmitteln,
Fettsäureestern, Estern von Fettsäuren und Glycerin, flüchtigen oder nicht
flüchtigen, in der Zusammensetzung löslichen oder unlöslichen Siliconen,
grenzflächenaktiven Stoffen, Parfums, Konservierungsmitteln,
Sonnenschutzfiltern, Proteinen, Vitaminen, Ceramiden, Pseudoceramiden,
Polymeren, pflanzlichen Ölen, tierischen Ölen, Mineralölen oder
synthetischen Ölen oder beliebigen anderen, herkömmlich in der Kosmetik
verwendeten Zusatzstoffen ausgewählt ist.
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Die Zusammensetzung enthält insbesondere auch mindestens ein
kationisches Polymer.
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Die Zusatzstoffe können in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in
Mengenanteilen von 0 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorliegen. Der genaue Mengenanteil jedes
Zusatzstoffes kann vom Fachmann in Abhängigkeit seiner Art leicht
bestimmt werden.
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Der Fachmann wird selbstverständlich die gegebenenfalls vorliegende
Verbindung oder die Verbindungen, die zu der erfindungsgemäßen
Zusammensetzung gegeben werden sollen, so auswählen, daß die
vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung durch
den beabsichtigten Zusatz nicht oder nicht wesentlich verändert werden.
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Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als Milch, Creme
oder mehr oder weniger dickflüssige Lotion vorliegen.
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Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als Produkte, die
ausgespült werden, und insbesondere als Produkte, die im Haar
verbleiben, insbesondere zur Behandlung der Haare, für den Halt der Frisur
oder zur Formgebung von Keratinsubstanzen, wie der Haare, verwendet
werden.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung der oben
definierten Zusammensetzung als Zusammensetzung zur Pflege, zum Frisieren
oder zur Festigung der Haare oder zur Herstellung solcher
Zusammensetzungen.
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Sie sind insbesondere Produkte zum Frisieren, wie Zusammensetzungen
zum Fixieren (Lacke) und zum Frisieren. Die Lotionen können in
verschiedenen Formen konfektioniert sein, insbesondere in Zerstäubern,
Pumpflakons oder Aerosolbehältern, um das Aufbringen der
Zusammensetzung in zerstäubter Form oder in Form von Schaum zu ermöglichen.
Diese Art der Konfektionierung ist beispielsweise günstig, wenn ein
Spray, ein Lack oder ein Schaum zur Fixierung oder Behandlung des
Haares hergestellt werden soll.
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Wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung in Form eines Aerosols
konfektioniert ist, um einen Lack oder einen Aerosolschaum zu
erzeugen, enthält sie mindestens ein Treibmittel, das unter den flüchtigen
Kohlenwasserstoffen, wie n-Butan, Propan, Isobutan, Pentan, einem
chlorierten und/oder fluorierten Kohlenwasserstoff oder deren
Gemischen ausgewählt ist. Als Treibmittel können ferner Kohlendioxid,
Distickstoffoxid, Dimethylether, Stickstoff, Druckluft oder deren Gemische
verwendet werden.
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Die Konzentration des Treibmittels oder der Treibmittel liegt
erfindungsgemäß im allgemeinen im Bereich von 5 bis 90 Gew.-% und vorzugsweise
10 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung. Die in Form eines Aerosolschaums unter Druck stehenden
Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% Treibmittel,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung
von Keratinfasern, wie dem Haar, das darin besteht, auf die
Keratinfasern eine oben definierte Zusammensetzung aufzutragen.
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Die Herstellung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erfolgt
nach Verfahren, die im Stand der Technik bekannt sind. Insbesondere
werden die Bestandteile miteinander vermischt und in einem für die
vorgesehene Anwendung geeigneten Behälter konfektioniert.
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Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert, ohne
daß sie auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist. (Im
folgenden bedeutet WS Wirkstoff).
Beispiel 1
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Es werden 3 Lacke mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
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*1: Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen (Huile M642 von der
Firma WACKER)
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*2: Terpolymer Acrylsäure/Ethylacrylat/n-t-Butylacrylamid
(ULTRAHOLD STRONG von BASF)
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*3: Polydimethylsiloxan mit alkoxylierten Gruppen (DOW CORNING 190
FLUID von DOW CORNING)
Aerosol:
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oben angegebene Zusammensetzung 65 g
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Dimethylether 35 g
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65 g der oben angegebenen Zusammensetzung werden in einen
Aerosolbehälter gegeben, der Behälter wird mit einem Ventil verschlossen und
man füllt den Dimethylether ein.
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Die Zusammensetzungen werden auf gewaschene und getrocknete
Haarsträhnen aufgebracht.
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Die Kämmbarkeit und die Weichheit der mit den Lacken behandelten
Haare werden dann in einem sensorischen Test verglichen.
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Der angewandte Test beinhaltet die Einteilung von drei Strähnen im
Hinblick auf die Kämmbarkeit (leichtes Hindurchführen eines Kammes)
und die Weichheit in aufsteigender oder abfallender Reihenfolge durch
ein Panel von 12 Experten. Die drei Strähnen werden dem einzelnen
Experten gleichzeitig vorgelegt. Er soll die Strähnen in der Reihenfolge von
der am leichtesten zu kämmenden Strähne bis zu der am schwierigsten
zu kämmenden Strähne und von der weichsten Strähne bis zu der am
wenigsten weichen Strähne ordnen. Die statistische Analyse der
Ergebnisse erfolgt mit Hilfe der Tabellen von A. KRAMER (Food Technology 17
-(12), 124-125, 1963).
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Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen I und II zusammengefaßt.
Kämmbarkeit Tabelle I
Weichheit Tabelle II
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Nach den Kramer-Tabellen unterscheidet sich eine Zusammensetzung
signifikant von den anderen Zusammensetzungen, wenn die Summe der
Ränge einer Zusammensetzung außerhalb des Bereichs von 18 bis 30 (3
Proben - 12 Experten) liegt.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung A weist also hinsichtlich der
Eigenschaften Kämmbarkeit und Weichheit bessere Eigenschaften als
die Zusammensetzungen B und C auf.
Beispiel 2 (Vergleich)
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Es werden 3 nicht erfindungsgemäße Lacke mit der folgenden
Zusammensetzung hergestellt:
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*1: Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen (Huile M642 von der
Firma WACKER)
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*2: Terpolymer
Vinylcaprolactam/Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat (GAFFIX VC 713 von ISP)
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*3: Polydimethylsiloxan mit alkoxylierten Gruppen (DOW CORNING 190
FLUID von DOW CORNING)
Aerosol:
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oben angegebene Zusammensetzung 65 g
-
Dimethylether 35 g
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65 g der oben angegebenen Zusammensetzung werden in einen
Aerosolbehälter gegeben, der Behälter wird mit einem Ventil verschlossen und
man füllt den Dimethylether ein.
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Die Zusammensetzungen werden auf gewaschene und getrocknete
Haarsträhnen aufgebracht.
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Die Kämmbarkeit und die Weichheit der mit den Lacken behandelten
Haare werden dann in einem sensorischen Test verglichen.
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En Panel von 10 Experten sollte die mit den Zusammensetzungen
behandelten Strähnen nach dem Kriterium der Weichheit bewerten.
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Die Zusammensetzung A, die das Silicon mit Carboxygruppe und ein
kationisches Polymer enthält, weist hinsichtlich der Weichheit schlechtere
Eigenschaften als die Zusammensetzung B, die ein alkoxyliertes Silicon
enthält, und mit der Zusammensetzung, die kein kationisches Polymer
enthält, vergleichbare Eigenschaften auf.
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Das Carboxysilicon kann also die Weichheit der mit einem kationischen
Polymer behandelten Haare nicht verbessern.
Beispiel 3
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Es werden zwei Lacke mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
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*1: Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen (Huile M642 von der
Firma WACKER)
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*2: Polyvinylcaprolactam
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*3: Polydimethylsiloxan mit alkoxylierten Gruppen (DOW CORNING 190
FLUID von DOW CORNING)
Aerosol:
-
oben angegebene Zusammensetzung 65 g
-
Dimethylether 35 g
-
65 g der oben angegebenen Zusammensetzung werden in einen
Aerosolbehälter gegeben, der Behälter wird mit einem Ventil verschlossen und
man füllt den Dimethylether ein.
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Die Zusammensetzungen werden jeweils an einer Kopfhälfte auf
gewaschene und getrocknete Haare aufgebracht.
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Die mit der Zusammensetzung jeweils behandelten Strähnen wurden von
einem Panel von 10 Experten hinsichtlich Kämmbarkeit, Weichheit und
Fixiervermögen bewertet.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung A weist im Vergleich mit der
Zusammensetzung B hinsichtlich des Fixiervermögens und der
Weichheit bessere Eigenschaften auf.
Beispiel 4
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Es wird ein fixierendes Spray mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt, das in einem Aerosolbehälter konfektioniert ist:
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- Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid-
Terpolymer, unter der Bezeichnung ULTRAHOLD
STRONG von BASF im Handel 4 g
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- 2-Amino-2-methyl-1-propanol, um das Polymer zu 100
% zu neutralisieren qs
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- Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen, unter der
Bezeichnung Huile M642 von der Firma WACKER
erhältlich 1 g
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- Ethanol ad 100 g
Aerosol:
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oben angegebene Zusammensetzung 65 g
-
Dimethylether 35 g
-
65 g der oben angegebenen Zusammensetzung werden in einen
Aerosolbehälter gegeben, der Behälter wird mit einem Ventil verschlossen und
man füllt den Dimethylether ein.
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Die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung behandelten Haare
haben im Hinblick auf den Griff, die Weichheit und die Kämmbarkeit
gute Eigenschaften.
Beispiel 5
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Es wird ein fixierendes Spray mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt, das in einem Aerosolbehälter konfektioniert ist:
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- Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid-
Terpolymer, unter der Bezeichnung ULTRAHOLD
STRONG von BASF im Handel 2,3 g
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- 2-Amino-2-methyl-1-propanol, um das Polymer zu 100
% zu neutralisieren qs
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- Terpolymer
Vinylcaprolactam/Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat, unter der Bezeichnung
GAFFIX VC 713 von ISP im Handel 3,8 g Ws
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- Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen, unter der
Bezeichnung Huile M642 von der Firma WACKER
erhältlich 0,8 g
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- Ethanol ad 100 g
Aerosol:
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oben angegebene Zusammensetzung 65 g
-
Dimethylether 35 g
-
65 g der oben angegebenen Zusammensetzung werden in einen
Aerosolbehälter gegeben, der Behälter wird mit einem Ventil verschlossen und
man füllt den Dimethylether ein.
Beispiel 6
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Es wird ein fixierendes Spray mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt, das in einem Pumpflakon konfektioniert ist:
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- Vinylacetat/Vinyl-p-t-butylbenzoat/Crotonsäure-
Terpolymer (fixierendes Polymer) 5 g
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- 2-Amino-2-methyl-1-propanol (um das Polymer zu 100
% zu neutralisieren) qs
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- Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen, unter der
Bezeichnung Huile M642 von der Firma WACKER
erhältlich 1 g
-
- Ethanol ad 100 g
Beispiel 7
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Es wird ein fixierendes Spray mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt, das in einem Pumpflakon konfektioniert ist:
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- Polyvinylcaprolactam 6 g Ws
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- Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen, unter der
Bezeichnung Huile M642 von der Firma WACKER
erhältlich 1,2 g
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- Wasser 37,8 g
-
- Ethanol ad 100 g
Beispiel 8
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Es wird ein Frisierschaum mit der folgenden Zusammensetzung
hergestellt:
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- Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-Butylacrylamid-
Terpolymer, unter der Bezeichnung ULTRAHOLD
STRONG von BASF im Handel 2 g
-
- 2-Amino-2-methyl-1-propanol, um das Polymer zu 100
% zu neutralisieren qs
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- Polydimethylsiloxan mit Undecylengruppen, unter der
Bezeichnung Huile M642 von der Firma WACKER
erhältlich 1 g
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- Polyvinylcaprolactam 1 g Ws
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- Gemisch von Cetylstearylalkohol und mit 5 mol
Ethylenoxid ethoxyliertem Cetylstearylalkohol, unter der
Bezeichnung Polawax A 31 von der Firma CRODA erhältlich
0,5 g
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- Ethanol 25 g
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- Wasser ad 100 g
Konfektionierung als Aerosol:
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90 g der oben beschriebenen Zusammensetzung werden in Gegenwart
von 10 g eines ternären Gemisches von n-Butan, Isobutan und Propan
(23/55/22), das unter der Bezeichnung "AEROGAZ 3,2N" von der Firma
ELF-AQUITAINE im Handel ist, in einem Aerosolbehälter konfektioniert.
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Die Zusammensetzung wird auf gewaschene und ausgewrungene Haare
aufgebracht. Sie führt zu einer guten Festigung der Frisur und guten
Eigenschaften hinsichtlich der Kämmbarkeit und der Weichheit.