DE69701400T2 - Dosenzähler - Google Patents

Dosenzähler

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zählen der von einer Abgabevorrichtung für fluid- oder pulverförmige Produkte abgegebenen Produktdosen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Zählvorrichtung für Dosen, die einen oder mehrere Leerbetätigungen ermöglicht, die nicht gezählt werden.
  • Aus dem Dokument WO 95/34874 ist eine Zählvorrichtung für Dosen bekannt, die in sehr zufriedenstellender Weise arbeitet.
  • Es kann jedoch im Fall von Dosierventilen, aber auch bei bestimmten Pumpen wünschenswert sein, die Vorrichtung ein oder mehrere Male vor der ersten wirklichen Verwendung zu betätigen. Die im Dokument WO 95/34874 beschriebene Vorrichtung zählt jedoch eine Dosis bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung. Somit ist es nicht möglich, eine oder mehrere Leerbetätigungen beispielsweise zum Spannen der Pumpe oder zur Durchführung von Versuchen vor der Verwendung oder auch zum Garantieren der Abgabe einer vollständigen Dosis bei der ersten Betätigung durchzuführen.
  • Die vorliegende Erfindung hat somit zum Ziel, ein Zählsystem für die von einer Abgabevorrichtung für fluid- oder pulverförmige Produkte abgegebenen Produktdosen zu schaffen, das den oben erwähnten Nachteil nicht aufweist.
  • Die vorliegende Erfindung hat somit zum Ziel, eine derartige Vorrichtung zum Zählen von Dosen zur Verfügung zu stellen, die die abgegebenen Dosen erst nach einer vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zählt.
  • Die Erfindung hat auch das Ziel, eine derartige Vorrichtung zum Zählen von Dosen zur Verfügung zu stellen, die einfach und kostengünstig herzustellen und zu montieren ist.
  • Die vorliegende Erfindung hat weiterhin zum Ziel, eine derartige Zählvorrichtung für Dosen zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, die von einem Dosierventil abgegebenen Dosen zu zählen.
  • Auch hat die vorliegende Erfindung zum Ziel, eine derartige Zählvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die auf einfache und kostengünstige Weise an verschiedene Abgabevorrichtungen, insbesondere an Abgabevorrichtungen angepaßt werden kann, welche unterschiedliche Bewegungsbahnen des Betätigungsorgans aufweisen.
  • Somit hat die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Zählen der von einer Abgabevorrichtung für fluid- oder pulverförmige Produkte abgegebenen Dosen zum Gegenstand, wobei diese Zählvorrichtung folgende Bestandteile umfaßt:
  • - einen ersten Zählkranz, der um eine Rotationsachse drehbar montiert ist, und
  • - Antriebseinrichtungen, die mit dem ersten Zählkranz zusammenwirken können, um ihn für eine Drehung um die besagte Achse anzutreiben, wobei die Antriebseinrichtungen bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung betätigt werden,
  • wobei die Vorrichtung Verbindungseinrichtungen umfaßt, die geeignet sind, die Antriebseinrichtungen mit dem ersten Zählkranz nach einer vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zu verbinden, so daß der erste Zählkranz erst von dem Augenblick an, in welchem er mit den besagten Antriebseinrichtungen verbunden ist, für eine Drehung angetrieben wird, so daß die Zählvorrichtung die Dosen des abgegebenen Produktes erst nach der vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zählt.
  • Vorzugsweise umfassen die Antriebseinrichtungen ein Antriebsrad, das um die Drehachse des ersten Zählkranzes in dessen Nähe drehbar montiert ist, wobei das Antriebsrad bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung um besagte Drehachse angetrieben wird.
  • Vorteilhafter Weise umfassen die Verbindungseinrichtungen eine mit dem Antriebsrad fest verbundene Klaue, wobei sich die Klaue im wesentlichen parallel zur Drehachse erstreckt und mit einem Schlitz zusammenwirkt, der in dem ersten Zählkranz vorgesehen ist, wobei die Klaue an einer Endwand des Schlitzes nach der vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zur Anlage kommt.
  • Vorteilhafter Weise erstreckt sich der Schlitz in einem Kreisbogen in dem ersten Zählkranz, wobei jede Betätigung der Abgabevorrichtung das Antriebsrad für eine Drehung um besagte Drehachse antreibt und sich die Klaue gleichzeitig in dem Schlitz verschiebt, ohne den ersten Zählkranz für eine Drehung anzutreiben, bis diese Klaue an der radialen Endwand des Schlitzes zur Anlage kommt, so daß jede weitere Betätigung der Abgabevorrichtung die Klaue des Antriebsrades dazu bringt, den ersten Zählkranz für eine Drehung um die Drehachse anzutreiben, um die abgegebenen Dosen des Produktes zu zählen, so daß somit die Länge des Schlitzes die vorbestimmte Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung definiert, während derer sich der Zählkranz nicht dreht.
  • Insbesondere umfassen der erste Zählkranz und das Antriebsrad jeweils eine entsprechende Umkehrsperre, die eine Drehung im entgegengesetzten Drehsinn des ersten Kranzes und des Antriebsrades verhindern.
  • Vorzugsweise umfaßt die Abgabevorrichtung ein Betätigungsorgan, das zwischen einer Ruhelage und einer Betätigungsstellung verschiebbar ist, derart, daß bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung das Betätigungsorgan mit dem Antriebsrad zusammenwirkt, um es zu einer Drehung um einen vorbestimmten Winkel um die Drehachse zu veranlassen.
  • Vorteilhafter Weise verschiebt sich das Betätigungsorgan in einer zur Drehachse des Antriebsrades und des ersten Zählkranzes parallelen Richtung.
  • Vorteilhafter Weise umfaßt das Antriebsrad zwei Gruppen von Zacken, die in Umfangsrichtung angeordnet sind und radial nach außen vorspringen, wobei die Zacken der ersten Zackengruppe eine erste schräge Oberfläche aufweisen, die mit dem Betätigungsorgan zusammenwirkt, wenn es sich aus seiner Ruhelage zu seiner Arbeitsstellung hin verschiebt, und wobei die Zacken der zweiten Zackengruppe eine zweite schräge Oberfläche besitzen, die mit dem Betätigungsorgan zusammenwirkt, wenn sich dieses aus seiner Betätigungsstellung zu seiner Ruhelage hin verschiebt, so daß das Antriebsrad sich um den vorbestimmten Winkel während eines Betätigungszyklus des Betätigungsorgans dreht.
  • Insbesondere umfaßt die Abgabevorrichtung ein Dosierventil, das durch einen Drücker betätigt wird, wobei der Drücker das Betätigungsorgan derart umfaßt, daß dann, wenn der Verwender auf den Drücker drückt, um eine Dosis abzugeben, sich das Antriebsrad um einen Teil des vorbestimmten Winkels dreht, und daß sich das Antriebsrad dann, wenn der Drücker in seine Anfangsposition zurückgebracht wird, um den Rest dieses vorbestimmten Winkels dreht.
  • Gegebenenfalls umfaßt die Vorrichtung weiterhin einen zweiten Zählkranz, der um die besagte Drehachse drehbar montiert ist und vom ersten Zählkranz jedes Mal dann für eine Drehung betätigt wird, wenn der erste Zählkranz eine Drehung um 360º um die Drehachse ausgeführt hat. In diesem Fall kann das Zusammenwirken zwischen dem ersten Zählkranz und dem zweiten Zählkranz ähnlich der im Dokument WO 95/34874 beschriebenen Arbeitsweise sein.
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung, die unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung ein nicht einschränkend zu verstehendes Ausführungsbeispiel erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • Fig. 1 eine schematische auseinander gezogene Darstellung einer Zählvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
  • Fig. 2 eine schematische vertikale Schnittansicht der Zählvorrichtung gemäß der Erfindung,
  • Fig. 3 eine schematische Darstellung des Antriebsrades gemäß der Erfindung,
  • Fig. 4 eine schematische Darstellung des Antriebsrades, welche das Zusammenwirken zwischen dem Antriebsorgan und dem Antriebsrad während eines Betätigungszyklus der Abgabevorrichtung zeigt,
  • Fig. 5 eine schematische perspektivische Ansicht des ersten Zählkranzes gemäß der vorliegenden Erfindung, und
  • Fig. 6 eine schematische horizontale Schnittansicht, welche das Zusammenwirken zwischen dem ersten Zählkranz und dem zweiten Zählkranz darstellt.
  • Wie man den Fig. 1, 2, 5 und 6 entnimmt, ist die Zählvorrichtung für die von einer Abgabevorrichtung für ein fluid- oder pulverförmiges Produkt abgegebenen Produktdosen gemäß der Erfindung von der im Dokument WO 95/34874 beschriebenen Art. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung wird somit im folgenden nur kurz beschrieben und der Inhalt des eben erwähnten Dokuments wird hier durch Bezugnahme insoweit mit aufgenommen, als es die allgemeine Arbeitsweise der Zählvorrichtung und insbesondere die wirksame Zählung der abgegebenen Produktdosen betrifft.
  • Wie in den Fig. 1, 2, 5 und 6 zu sehen ist, umfaßt die Zählvorrichtung wenigstens einen ersten Zählkranz 20 und einen oder mehrere weitere Zählkränze. Insbesondere umfaßt die vorliegende Vorrichtung einen zweiten Zählkranz 30. Der erste Zählkranz 20 wird durch eine Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung um seine Drehachse 1 angetrieben. Wie man der Fig. 6 entnimmt, wird der zweite Zählkranz 30 durch den besagten ersten Zählkranz 20 für eine Drehung angetrieben, wenn letzterer eine vollständige Umdrehung um seine Achse 1 durchgeführt hat. Somit sind der erste und der zweite Zählkranz 20 bzw. 30 insbesondere geeignet, die Einer bzw. Zehner zu zählen. Der erste Zählkranz 20 umfaßt vorteilhafter Weise eine flexible Klaue 25, die mit einem festen Nocken 35 jedes Mal dann zusammenwirken kann, wenn der Zählkranz eine vollständige Umdrehung um die Drehachse 1 durchgeführt hat. Wenn die Klaue 25 mit dem Nocken 35 zusammenwirkt, wird sie mit dem zweiten Zählkranz 30 in Eingriff gedrückt, um diesen ebenfalls für eine Drehung um die besagte Achse 1 anzutreiben. Der erste und zweite Zählkranz können wohlgemerkt auch Rückdrehsperrsysteme umfassen, um zu vermeiden, daß sich die beiden Zählkränze in entgegengesetzter Richtung zu der Richtung drehen, die ihnen durch die Betätigung der Abgabevorrichtung aufgezwungen wird. Insbesondere kann der erste Zählkranz 20 eine Innenzahnung 29 umfassen, die mit einer bezüglich der Drehachse 1 festen Klinke zusammenwirkt. Das Prinzip der Zählvorrichtung ist somit das gleiche wie der, die im Dokument WO 95/34874 beschrieben ist.
  • Jedenfalls wird bei dieser Vorrichtung der erste Zählkranz 20 bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung angetrieben. Es ist somit bei der dem Stand der Technik entsprechenden Vorrichtung unmöglich, Leerbetätigungen, d. h. nicht gezählte Betätigungen der Abgabevorrichtung durchzuführen, bevor mit dem Zählen der ersten Dosis begonnen wird.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft somit eine Zählvorrichtung, die es gerade ermöglicht, mit der Abgabevorrichtung eine vorbestimmte Anzahl von Betätigungsvorgängen ausführen zu können, bevor die Zählvorrichtung anfängt, die abgegebenen Dosen zu zählen. Während bei den Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik der erste Zählkranz bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung angetrieben wird, sieht die vorliegende Erfindung vor, daß der erste Zählkranz 20 nicht für eine Drehung angetrieben wird und somit nicht die abgegebenen Dosen zählt, solange nicht eine vorbestimmte Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung stattgefunden hat. Um dies zu erreichen sieht die Erfindung vor, den ersten Zählkranz 20 mit Hilfe einer Antriebsvorrichtung 10, vorteilhafter Weise einem Antriebsrad anzutreiben, das um die gleiche Rotationsachse 1 drehbar montiert ist.
  • Dieses Antriebsrad 10 wird um die Achse 1 bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung angetrieben, doch wirkt es mit dem ersten Zählkranz 20 für einen Antrieb desselben für eine Drehung um die Achse 1 erst nach einer vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zusammen. Diese Vorrichtung umfaßt somit Verbindungseinrichtungen, die geeignet sind, das Antriebsrad 10 mit dem ersten Zählkranz 20 nach einer vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zu verbinden. Diese Verbindungseinrichtungen umfassen vorteilhafter Weise eine mit dem Antriebsrad 10 fest verbundene oder einen integralen Teil dieses Antriebsrades bildende Klaue 15, die mit einem entsprechenden Schlitz 21 zusammenwirkt, der im ersten Zählkranz 20 vorgesehen ist. Den Fig. 2 und 3 entnimmt man, daß die Klaue 15 fest mit dem Antriebsrad 10 verbunden ist und sich im wesentlichen parallel zur besagten Drehachse 1 erstreckt. Andererseits ergibt sich aus Fig. 5, daß sich der im ersten Zählkranz 20 vorgesehene Schlitz 21 vorteilhafter Weise über einen Kreisbogen im ersten Zählkranz 20 erstreckt. Somit wird bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung das Antriebsrad 10 für eine Drehung angetrieben, wobei sich die Klaue 15 gleichzeitig im Schlitz 21 verschiebt, ohne den ersten Zählkranz 20 für eine Drehung anzutreiben. Erst wenn die Klaue 15 an der radialen Endwand 22 des Schlitzes 21 zur Anlage kommt, treibt die Klaue 15 des Antriebsrades 10 bei einer weiteren Betätigung der Abgabevorrichtung den ersten Zählkranz 20 für eine Drehung um die Rotationsachse 1 an, um mit dem Zählen der abgegebenen Dosen zu beginnen. Folglich bestimmt die Länge des Schlitzes 21 die vorbestimmte Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung während derer sich der erste Zählkranz 20 nicht dreht und während derer somit die Zählvorrichtung nicht die abgegebenen Produktdosen zählt.
  • Es ist klar, daß das Antriebsrad 10 ebenfalls eine Rückdrehsperre ähnlich derer in Fig. 5 für den ersten Zählkranz 20, d. h. eine Innenverzahnung aufweisen kann, die mit einem System von bezüglich der Rotationsachse 1 festen Klinken zusammenwirkt. Somit können das Antriebsrad 10 und der erste Zählkranz 20 sich nur in der Richtung drehen, die ihnen durch die Arbeitsweise der Zählvorrichtung auferlegt wird.
  • Das Antriebsrad 10 ist dasjenige, das bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung um die Achse 1 angetrieben wird. Dieses Antriebsrad 10 eignet sich somit für alle Zählvorrichtungen, wie sie im Dokument WO 95/34874 beschrieben sind und noch allgemeiner für alle Zählvorrichtungen, die durch eine Betätigung der Abgabevorrichtung betätigt werden.
  • Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 wird nun eine spezielle Ausführungsform des Antriebsrades 10 beschrieben, die insbesondere für eine Zählvorrichtung geeignet ist, die in einer Abgabevorrichtung arbeitet, die durch ein Betätigungsorgan betätigt wird, das sich in einer zur Rotationsachse 1 des Antriebsrades 10 und des ersten Zählkranzes 20 parallelen Richtung verschiebt.
  • Insbesondere kann die Abgabevorrichtung ein Dosierventil 50 umfassen, das durch einen Drücker 40 betätigt wird, wobei der Drücker 40 ein Betätigungsorgan 45 in Form einer Klaue umfaßt, die sich bezüglich der Rotationsachse 1 der Zählvorrichtung radial erstreckt, wie in Fig. 2 dargestellt. Das Dosierventil umfaßt weiterhin einen Mundansatz 60, durch den die Produktdosis in Richtung des Verwenders ausgestoßen wird. Es ist klar, daß anstelle eines Dosierventils 50 in der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung man auch jede andere Art von Abgabeorgan, beispielsweise eine Pumpe vorsehen kann.
  • Gemäß den Fig. 1 und 2 ist der Drücker 40 somit zwischen einer Ruhelage und einer Betätigungsstellung verschiebbar. Dieser Drücker 40 umfaßt ein Betätigungsorgan 45, das somit ebenfalls zwischen einer Betätigungsstellung und einer Ruhelage verschiebbar ist. Dieses Betätigungsorgan 45 ist derart ausgebildet, daß es bei jeder Betätigung des Ventils oder der Vorrichtung ganz allgemein mit dem Antriebsrad 10 zusammenwirkt, um dieses um einen festgelegten Winkel um die Rotationsachse 1 zu drehen. Zu diesem Zweck umfaßt das Antriebsrad 10 vorteilhafter Weise zwei Zackengruppen 11 und 12, die umfangsmäßig angeordnet sind, wie dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Diese Zacken springen vorzugsweise nach außen vor, damit sie mit dem besagten Betätigungsorgan 45 zusammenwirken können. Vorteilhafter Weise besitzen die Zacken 11 der ersten Zackengruppe eine erste schräge Oberfläche 11a, die mit dem Betätigungsorgan 45 zusammenwirkt, wenn sich dieses aus seiner Ruhelage zu seiner Betätigungsstellung verschiebt, und besitzen die Zacken 12 der zweiten Zackengruppe eine zweite schräge Oberfläche 12a, die mit dem Betätigungsorgan 45 zusammenwirkt, wenn es aus seiner Betätigungsstellung zu seiner Ruhelage zurückkehrt. Somit dreht sich das Antriebsrad 10 um den vorbestimmten Winkel während eines vollständigen Betätigungszyklus des Betätigungsorgans 45. Genauer gesagt ist, wie man der Fig. 3 entnimmt, die erste schräge Oberfläche 11a der ersten Gruppe von Zacken umfangsmäßig bezüglich der zweiten schrägen Oberfläche 12a der zweiten Gruppe von Zacken 12 versetzt angeordnet. Fig. 4 zeigt schematisch die aufeinanderfolgenden Positionen des Betätigungsorgans 45 während eines Betätigungszyklus des Drückers 40. Wenn sich der Drücker noch in seiner Ruhelage befindet, nimmt somit das Betätigungsorgan die Position 45a ein. Der Verwender drückt dann auf den Drücker 40 und das Betätigungsorgan 45 beginnt sich nach unten zu bewegen, bis es auf die erste schräge Oberfläche 11a eines ersten Zackens 11 trifft. Von diesem Moment an beginnt ein Fortsetzen der Verschiebung des Drückers 40 eine Druckkraft auf den Zacken 11 zu erzeugen, die eine nichtvertikale Komponente umfaßt, derart, daß das Antriebsrad 10 für eine Drehung angetrieben wird. Wenn der Drücker 40 in der Betätigungsstellung ankommt, nimmt das Betätigungsorgan 45 die durch das Bezugszeichen 45b gekennzeichnete Stellung ein. In diesem Augenblick hat das Antriebsrad 10 lediglich einen Teil des festgelegten Drehwinkels durchlaufen, um den es sich bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung dreht. Wenn der Verwender den Drücker 40 losläßt, nachdem die Dosis ausgestoßen worden ist, beginnt der Drücker 40 beispielsweise durch eine Feder zu seiner Ruhelage zurück bewegt zu werden, und das Betätigungsorgan 45 beginnt somit, sich vertikal nach oben zu bewegen, bis es auf die zweite schräge Oberfläche 12a eines zweiten Zackens 12 trifft. In diesem Augenblick übt das Betätigungsorgan 45 auf diesen Zacken 12 eine Kompressionskraft mit einer nichtvertikalen Komponente derart aus, daß das Antriebsrad erneut für eine Drehbewegung um die Rotationsachse angetrieben wird. Die schrägen Oberflächen der ersten Zackengruppe 11 und der zweiten Zackengruppe 12 sind derart ausgerichtet, daß die beiden vertikalen Komponenten der Kompressionskräfte, die jeweils auf die beiden Zackengruppen ausgeübt werden, das Antriebsrad in der gleichen Richtung antreiben. Somit nimmt dann, wenn der Drücker 40 nach einem vollständigen Betätigungszyklus der Abgabevorrichtung in seine Ruhelage zurück gelangt, das Betätigungsorgan 45 seine mit dem Bezugszeichen 45c bezeichnete Lage ein, und das Antriebsrad hat eine Drehung um einen vorbestimmten Winkel um die Rotationsachse ausgeübt. Es sei darauf hingewiesen, daß dann, wenn die Verbindungseinrichtungen, d. h. die Klaue 15 und der Schlitz 21 zusammenwirken, das Antriebsrad 10 gleichzeitig den ersten Zählkranz 20 für eine Drehung antreibt und eine abgegebene Dosis durch die Zählvorrichtung gezählt wird. Es ist klar, daß in diesem Fall der Drehwinkel des ersten Zählkranzes 20 bei einer Betätigung der Abgabevorrichtung der gleiche ist wie der des Antriebsrades 10.
  • Es ist besonders vorteilhaft, wenn, wie dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist, die erste schräge Oberfläche 11a der ersten Zackengruppe 11 sich in einem vertikalen Abschnitt 11b fortsetzt. Wenn sich das Betätigungsorgan 45 in diesem Abschnitt verschiebt, übt es auf die erste Zackengruppe 11 keine Kompressionskraft mit nichtvertikaler Komponente aus. Dieser vertikale Abschnitt 11b dient dazu, es zu ermöglichen, den Drücker 40 bis in seine Betätigungsstellung zu bringen. Somit ist das Antriebsrad 10 der vorliegenden Erfindung für alle existierenden Dosierventile unabhängig von der Betätigungshubweite ihres Drückers geeignet. Wenn das Dosierventil eine kleine Betätigungshubweite besitzt, so gelangt das Betätigungsorgan bei einer Betätigung des Drückers nicht bis zum Boden des Abschnitts 11b und geht direkt von der ersten schrägen Oberfläche 11a zur zweiten schrägen Oberfläche 12a über. Wenn im Gegensatz hierzu das Dosierventil eine größere Betätigungshubweite besitzt, so ermöglicht es der Abschnitt 11b diesen Hubunterschied auszugleichen und es ist nicht erforderlich, das Antriebsrad für jedes unterschiedliche Dosierventil zu modifizieren. Dies ist in gleicher Weise auch für Pumpen zutreffend, die ebenfalls je nach dem Volumen der abgegebenen Dosis unterschiedliche Betätigungshübe besitzen. Somit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung an jede existierende Art von Pumpe oder Dosierventil angepaßt werden. Hieraus ergibt sich eine beträchtliche Wirtschaftlichkeit hinsichtlich der Kosten und eine einfache Herstellung und Montage.
  • Die vorbestimmte Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung, während derer die Zählvorrichtung nicht zählt, d. h. die Länge des im ersten Zählkranz 20 vorgesehenen Schlitzes 21 wird im voraus festgelegt, indem man eine bestimmte Anzahl von Betätigungen berücksichtigt, die man durchführen möchte, bevor der Verwender des Produktes in wirksamer Weise die erste Dosis emittiert, um sich zu behandeln. Die Leerbetätigungen können beispielsweise eine oder mehrere Betätigungen umfassen.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine Zählvorrichtung beschrieben wurde, die derjenigen ähnlich ist, die im Dokument WO 95/34874 offenbart ist, ist klar, daß sie für jede Art von Zählvorrichtung geeignet ist, die dazu dient, eine Produktdosis bei jeder Betätigung einer Abgabevorrichtung zu zählen. In gleicher Weise versteht sich, daß, obwohl die vorliegende Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf eine Abgabevorrichtung beschrieben wurde, bei der das Betätigungsorgan eine Hubbewegung parallel zur Rotationsachse der Zählvorrichtung ausführt, wie dies beispielsweise bei einem Dosierventil der Fall ist, die Erfindung auf jede Art von Abgabevorrichtung unabhängig von deren Betätigungsart angewandt werden kann.

Claims (10)

1. Vorrichtung zum Zählen der Produktdosen, die von einer Abgabevorrichtung für ein Fluid oder Pulver abgegeben werden, wobei diese Zählvorrichtung folgende Bestandteile umfaßt:
- einen ersten Zählkranz (20), der um eine Rotationsachse (1) drehbar montiert ist, und
- Antriebseinrichtungen (10), die mit dem ersten Zählkranz (20) zusammenwirken können, um ihn für eine Drehung um die besagte Achse (1) anzutreiben, wobei die Antriebseinrichtungen (10) bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung betätigt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Verbindungseinrichtungen (15, 22) umfaßt, die geeignet sind, die Antriebseinrichtungen (10) mit dem ersten Zählkranz (20) nach einer vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zu verbinden, so daß der erste Zählkranz (20) erst von dem Augenblick an, in welchem er mit den besagten Antriebseinrichtungen (10) verbunden ist, für eine Drehung angetrieben wird, so daß die Zählvorrichtung die Dosen des abgegebenen Produktes erst nach der vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zählt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Antriebseinrichtungen ein Antriebsrad (10) umfassen, das um die Drehachse (1) des ersten Zählkranzes (20) in dessen Nähe drehbar montiert ist, wobei das Antriebsrad (10) bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung für eine Drehung um besagte Drehachse angetrieben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Verbindungseinrichtungen eine mit dem Antriebsrad (10) fest verbundene Klaue (15) umfassen, wobei sich die Klaue (15) im wesentlichen parallel zur Drehachse (1) erstreckt und mit einem Schlitz (21) zusammenwirkt, der in dem ersten Zählkranz (20) vorgesehen ist, wobei die Klaue (15) an einer Endwand (22) des Schlitzes (21) nach der vorbestimmten Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung zur Anlage kommt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der der Schlitz (21) sich in einem Kreisbogen in dem ersten Zählkranz (20) erstreckt, wobei jede Betätigung der Abgabevorrichtung das Antriebsrad (10) für eine Drehung um besagte Drehachse (1) antreibt und sich die Klaue (15) gleichzeitig in dem Schlitz (21) verschiebt, ohne den ersten Zählkranz (20) für eine Drehung anzutreiben, bis diese Klaue (15) an der radialen Endwand (22) des Schlitzes (21) zur Anlage kommt, so daß jede weitere Betätigung der Abgabevorrichtung die Klaue (15) des Antriebsrades (10) dazu bringt, den ersten Zählkranz (20) für eine Drehung um die Drehachse (1) anzutreiben, um die abgegebenen Dosen des Produktes zu zählen, so daß somit die Länge des Schlitzes (21) die vorbestimmte Anzahl von Betätigungen der Abgabevorrichtung definiert, während derer sich der Zählkranz (20) nicht dreht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der der erste Zählkranz und das Antriebsrad jeweils eine entsprechende Umkehrsperre umfassen, die eine Drehung im entgegengesetzten Drehsinn des ersten Kranzes und des Antriebsrades verhindern.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei der die Abgabevorrichtung ein Betätigungsorgan (45), das zwischen einer Ruhelage und einer Betätigungsstellung verschiebbar ist, derart umfaßt, daß bei jeder Betätigung der Abgabevorrichtung das Betätigungsorgan (45) mit dem Antriebsrad (10) zusammenwirkt, um es zu einer Drehung um einen vorbestimmten Winkel um die Drehachse zu veranlassen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der sich das Betätigungsorgan (45) in einer zur Drehachse (1) des Antriebsrades (10) und des ersten Zählkranzes (20) parallelen Richtung verschiebt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der das Antriebsrad (10) zwei Gruppen von Zacken (11, 12) umfaßt, die in Umfangsrichtung angeordnet sind und radial nach außen vorspringen, wobei die Zacken (11) der ersten Gruppe von Zacken eine erste schräge Oberfläche (11a) aufweisen, die mit dem Betätigungsorgan (45) zusammenwirkt, wenn es sich aus seiner Ruhelage zu seiner Arbeitsstellung hin verschiebt, und wobei die Zacken (12) der zweiten Gruppe von Zacken eine zweite schräge Oberfläche (12a) besitzen, die mit dem Betätigungsorgan (45) zusammenwirkt, wenn sich dieses aus seiner Betätigungsstellung zu seiner Ruhelage hinverschiebt, so daß das Antriebsrad (10) sich um den vorbestimmten Winkel während eines Betätigungszyklus des Betätigungsorgans (45) dreht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Abgabevorrichtung ein Dosierventil (50) umfaßt, das von einem Drücker (40) betätigt wird, wobei der Drücker (40) das Betätigungsorgan (45) derart umfaßt, daß dann, wenn der Verwender auf den Drücker (40) drückt, um eine Dosis abzugeben, sich das Antriebsrad (10) um einen Teil des vorbestimmten Winkels dreht, und daß sich das Antriebsrad (10) dann, wenn der Drücker (40) in seine Anfangsposition zurückgebracht wird, um den Rest dieses vorbestimmten Winkels dreht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin einen zweiten Zählkranz (30) umfaßt, der um die besagte Drehachse (1) drehbar montiert ist und vom ersten Zählkranz (20) jedes Mal dann für eine Drehung betätigt wird, wenn der erste Zählkranz (20) eine Drehung um 360º um die Drehachse (1) ausgeführt hat.
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