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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die weichen oder flexiblen Bucheinbände,
die ein Sammeln von Blättern erlauben, welche untereinander zur Ausbildung eines
Bandes oder Volumens frei beweglich verbunden sind.
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Es sind weiche oder flexible Bucheinbände für Blätter bekannt, die wenigstens einen
ersten und einen zweiten Buchdeckel aufweisen, welche die Hauptflächen des
Bucheinbandes bilden, und wenigstens einen senkrechten Abschnitt, der eine kleine
Verbindungsfläche bildet. Diese Bucheinbände weisen keine Handhabungs- bzw.
Greifmittel auf.
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Es sind weiterhin starre bzw. steife Dokumentenmappen bekannt, bei welchen einer
der Abschnitte mit einem Transportgriff versehen ist, wie bsp. beschrieben in dem
Dokument FR 2 622 869 A. Der Griff besteht aus einem zentralen steifen bzw.
starren Griffstück, welches durch schwenkbare Blättchen und Zwischenstücke mit
Stegen verbunden ist. Ein solcher komplexer und teurer Griff ist nicht insgesamt
versenkbar und ergibt einen restlichen Raum- bzw. Platzbedarf, der nicht für eine
Anwendung bei einem weichen oder flexiblen Bucheinband verträglich ist.
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Andere herkömmliche Strukturen eines Transportgriffes, die für Dokumentenmappen
zur Anwendung gekommen sind, welche mit einem voluminösen Griff ausgebildet
sind, der mit zwei Sockeln beweglich verbunden ist, sind nicht direkt auf die
Bucheinbände übertragbar, je nachdem die Bucheinbände generell mit einem Blatt aus
Karton oder aus Kunststoff einer geringen Dicke ausgebildet sind, welche nicht mit
der Befestigung eines herkömmlichen Griffes vereinbar sind. Die herkömmlichen
Strukturen eines Griffes sind außerdem relativ teuere Elemente hinsichtlich der
Kosten eines Bucheinbandes für Blätter und sind nur unvollständig versenkbar.
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Aus dem Dokument FR 2 687 346 A ist außerdem ein starrer Sortierer oder Ordner
mit einem versenkbaren Griff bekannt. Das Griff besteht aus einem starren Bügel,
der mit einem äußeren Quersteg ausgebildet ist, welcher mit zwei Stielen oder
Schäften versehen ist, die in Perforationen des Rückens gleiten und bei welchen die
Enden für eine Verriegelung durch einen inneren Quersteg miteinander verbunden
sind. In der versenkten Position verbleibt der äußere Steg sichtbar und steht nach
außen vor, und die starren oder steifen Stiele bzw. Schäfte, die mit dem steifen
Verriegelungssteg verbunden sind, sind in das Innere des Sortierers bzw. Ordners
eingefallen. Das starre Verhalten des Bügels ist nicht mit einem flexiblen oder weichen
Bucheinband vereinbar.
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Das durch die vorliegende Erfindung vorgelegte Problem besteht in dem Entwurf
einer neuen Struktur eines Bucheinbandes für Blätter, die sich auch als eine
Dokumentenmappe bzw. Aktentasche eignen könnte.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung besteht in dem Entwurf einer besonderen
Struktur eines Griffes, der für eine Kombination mit einem weichen oder flexiblen
Bucheinband für Blätter besonders gut geeignet ist. Das Griff sollte die Identifizierung des
Bucheinbandes ermöglichen, um insgesamt ein gutes Ergreifen zu gestatten, und er
sollte nicht die Weichheit oder die Flexibilität des Bucheinbandes stören.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung besteht in der Konzipierung eines solchen
Bucheinbandes, der mit geringen Kosten hergestellt werden könnte und der vereinbar ist
mit der herkömmlichen Benutzung für eine Einreihung oder ein Ordnen von
Hängeakten.
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Um diese Ziele sowie weitere zu erreichen, besteht ein Bucheinband für Blätter
gemäß der Erfindung aus wenigstens einem ersten und einem zweiten Buchdeckel,
welche die Hauptflächen des Bucheinbandes bilden, und wenigstens einem
senkrechten Abschnitt, der eine kleine Verbindungsfläche bildet, wobei der senkrechte
Abschnitt außerdem versenkbare Handhabungs- bzw. Greifmittel aufweist, die eine
flexible Längslasche haben, deren zentraler Bereich an der Außenseite des
senkrechten Abschnittes angeordnet ist und deren Endbereiche zwei betreffende
Querschlitze des senkrechten Abschnittes durchqueren, mit Haltemitteln, um einem
vollständigen Abzug der Endbereiche der Lasche aus den Querschlitzen heraus zu
widerstehen.
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Die Haltemittel ermöglichen bevorzugt eine begrenzte Längsverschiebung der
Endbereiche der Lasche in den Querschlitzen, zwischen einer versenkten Position, in
welcher der zentrale Bereich der Lasche gegen die äußere Fläche des senkrechten
Abschnittes angelegt ist, und einer ausgefahrenen Position, in welcher der zentrale
Bereich der Lasche von der äußeren Fläche des senkrechten Abschnittes
beabstandet ist und die Haltemittel einer ergänzenden Verschiebung der Endbereiche der
Lasche im Sinne ihres Austritts aus den Querschlitzen widerstehen.
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Gemäß einer Ausführungsform bestehen die Haltemittel aus einem Bogenschlitz, der
in dem betreffenden Endbereich der Längslasche vorgesehen ist und dessen
konkave Ausbildung gegen die Endkante der Lasche ausgerichtet ist, um einen
Verankerungs- bzw. Mitnahmelappen zu ergeben, der unter die innere Fläche des
senkrechten Abschnittes zwischen den beiden Querschlitzen zum Eingriff kommt.
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Gemäß einer ersten Anwendung sind der erste und der zweite Buchdeckel
untereinander verbunden durch erste und zweite parallele Falzlinien mit einem ersten
Verbindungsabschnitt, der eine Reihe von I-Schützen aufweist, in welche Einbandringe
zum Eingriff gebracht werden können, und der erste Buchdeckel gegenüberliegend
zu dem Verbindungsabschnitt schließt sich an eine Klappe an, welche mit selektiven
Verankerungs- bzw. Mitnahmemitteln an dem zweiten Buchdeckel versehen ist,
wobei die Klappe einen Zwischenbereich hat, welcher den senkrechten Abschnitt bildet,
der mit der versenkbaren Handhabe versehen ist. In diesem Fall ist der mit der
versenkbaren Handhabe versehene senkrechte Abschnitt ein Klappenabschnitt, welcher
mit einem mittleren rechteckigen Bereich der Klappe gebildet ist.
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Gemäß einer Variante dieser ersten Anwendung schließt sich der zweite Buchdeckel
über eine dritte Falzlinie, die zu der besagten zweiten Falzlinie gegenüberliegt, an
einen zweiten Verbindungsabschnitt an, der ein zweite Reihe von I-Schlitzen
aufweist, in welche Einbandringe zum Eingriff gebracht werden können, wobei der
zweite Verbindungsabschnitt durch einen dritten Buchdeckel verlängert ist, an
welchen er sich durch eine vierte Falzlinie anschließt.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform besteht der Bucheinband gemäß der
Erfindung aus dem ersten und dem zweiten Buchdeckel, die untereinander durch erste
und zweite parallele Falzlinien mit einem einzigen senkrechten Abschnitt verbunden
sind, welcher seinerseits die Handhabungs- bzw. Greifmittel aufweist.
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Weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung von besonderen Ausführungsformen, die in Bezug auf
die beigefügten Figuren ausgeführt wird, bei welchen
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- die Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Bucheinband gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung in einer ausgefahrenen bzw. aufgeschlagenen Position
ist;
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- die Fig. 2 eine Schnittansicht des Bucheinbandes der Fig. 1 ist;
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- die Fig. 3 eine Schnittansicht des Bucheinbandes der Fig. 1 in der
zusammengefalteten Position ist;
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- die Fig. 4 eine Perspektivansicht des Bucheinbandes der Fig. 1 in der
zusammengefalteten Position ist;
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- die Fig. 5 eine Ausbildung eines Einbandringes perspektivisch darstellt, der für
den Bucheinband der vorliegenden Erfindung geeignet ist;
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- die Fig. 6 eine Schnittansicht zur Darstellung der Verbindung zwischen dem
Bucheinband der Erfindung und den losen Blättern durch einen Einbandring der
Fig. 5 ist;
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- die Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Bucheinband gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung in der ausgefahrenen bzw. aufgeschlagenen Position ist;
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- die Fig. 8 eine Schnittansicht des Bucheinbandes der Fig. 7 in der ausgefahrenen
bzw. aufgeschlagenen Position ist;
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- die Fig. 9 eine Schnittansicht des Bucheinbandes der Fig. 7 in der
zusammengefalteten Position ist;
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- die Fig. 10 eine Stirnansicht eines Bucheinbandes gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung ist, die sich für eine Aufhängung des Typs einer Hängeakte eignet;
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- die Fig. 11 eine Stirnansicht eines Bereichs des Bucheinbandes ist, der mit einer
Längslasche zur Handhabung bzw. zum Greifen gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung versehen ist;
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- die Fig. 12 eine Teilansicht von der Seite des besagten Bereichs des
Bucheinbandes ist, in einem Längsschnitt in der Ebene A-A der Fig. 1, wobei sich die
Handhabe bzw. der Griff in der versenkten Position befindet; und
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- die Fig. 13 eine Teilansicht von der Seite des besagten Bereichs des
Bucheinbandes ist, in einem Längsschnitt in der Ebene A-A der Fig. 1, wobei sich die
Handhabe bzw. der Griff in der ausgefahrenen Position befindet.
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Gemäß der in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform besteht ein
Bucheinband gemäß der Erfindung aus einem ersten Buchdeckel 1 und einem zweiten
Buchdeckel 2, die untereinander durch einen ersten Verbindungsabschnitt 5
verbunden sind respektive durch eine erste Falzlinie 3 und durch eine zweite Falzlinie 4. Die
ersten und zweiten Falzlinien 3 und 4 sind zueinander parallel und bestimmen einen
ersten rechteckigen Verbindungsabschnitt 5.
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Der erste Verbindungsabschnitt 5 besteht aus einer Reihe von I-Schlitzen, wie bsp.
dem Schlitz 6, in welche Einband- bzw. Verbindungsringe, wie bsp. der Ring 7, zum
Eingriff kommen können. Die I-Schlitze verlaufen senkrecht zu den Falzlinien 3 und
4, sodaß die Ringe 7 koaxial sind und mit einer zentralen Drehachse fluchten, welche
parallel zu den Falzlinien 3 und 4 verläuft.
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Der erste Buchdeckel 1 ist gegenüberliegend zu dem ersten Verbindungsabschnitt 5
mit einer Klappe 8 verbunden, die mit selektiven Verankerungs- bzw.
Mitnahmemitteln 9 an dem zweiten Buchdeckel 2 versehen ist. Die Klappe 8 ist mit dem ersten
Buchdeckel 1 durch eine mittlere Falzlinie 10 verbunden und weist eine zweite
Falzlinie 11 auf, um zwischen den beiden Falzlinien 10 und 11 einen rechteckigen
Klappenabschnitt 12 auszubilden, der mit Handhabungs- bzw. Greifmitteln 31 verbunden
ist, die in Bezug auf seine äußere Fläche 13 versenkbar sind.
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Blätter 14 oder transparente Taschen, die das Einfügen von Blättern erlauben,
weisen an ihrem Verbindungsrand T-förmige Aussparungen auf, die mit den Einband-
bzw. Verbindungsringen 7 im Eingriff sind. Wie es auch aus Fig. 6 ersichtlich ist,
weist so das Blatt oder die Tasche 14 die T-förmige Aussparung 15 auf, mit welcher
der Einbandring 7 im Eingriff ist, der seinerseits in den I-förmigen Schlitz 6 des ersten
Verbindungsabschnittes 5 eingreift.
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Ein Einbandring 7, der gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, kann
eine Ausführungsform wie diejenige haben, die in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, mit
einer wulstförmigen Außenfläche 16, und zwei koaxialen, zylindrischen, seitlichen
Innenflächen 17 und 18, die mit einer zentralen Wand 19 verbunden sind. Es können
daneben auch andere Ausführungsformen von Einbandringen verwendet werden.
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In der ausgefahrenen oder aufgeschlagenen Position gemäß der Darstellung in den
Fig. 1 und 2 erlaubt der Bucheinband einen Zugriff oder Zutritt zu den Blättern oder
Taschen 14, die um die Ringe 7 verschwenken können.
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In der in den Fig. 3 und 4 dargestellten zusammengefalteten Position verschließen
der erste Verbindungsabschnitt 5 und der Klappenabschnitt 12 wirkungsvoll den
Bucheinband, sodaß auf diese Weise eine Gesamtheit generell in der Form eines
Parallelepipeds gebildet ist, welches sich in einem Regal bequem aufrecht stellen
läßt, ohne daß das Risiko eines Umfallens oder eins unbeabsichtigten Öffnens
besteht.
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Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsformen bestehen die selektiven
Verankerungs- bzw. Mitnahmemittel 9 aus wenigstens einem bogenförmigen Schlitz
20, der in der Klappe 8 angebracht ist, wobei der bogenförmige Schlitz mit seiner
konkaven Ausbildung gegen den Rand 21 der Klappe 8 ausgerichtet ist und der
besagte bogenförmige Schlitze eine Verankerungs- bzw. Mitnahmelasche 120
ausbildet. In dem zweiten Buchdeckel 2 ist ein entsprechender rechteckiger Schlitz 22
vorgesehen, der parallel zu den Falzlinien 3 und 4 verlauft und dafür bestimmt ist, die
Verankerungslasche 120, die durch den Schlitz 20 der Klappe 8 ausgebildet ist,
aufzunehmen und zu halten, wie es in der Fig. 3 dargestellt ist.
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Bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform bestehen die selektiven
Verankerungs- bzw. Mitnahmemittel 9 aus zwei bogenförmigen Schlitzen, wie bsp. dem
Schlitz 20, und zwei rechteckigen Schlitzen, wie bso. dem Schlitz 22, sodaß dadurch
die Verankerung auf die Länge des Randes 21 der Klappe 8 verteilt wird.
Bei der in den Fig. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsform besteht der Bucheinband
wie bei der vorhergehenden Ausführungsform ebenfalls aus ersten und zweiten
Buchdeckeln 1 und 2, die untereinander durch einen ersten Verbindungsabschnitt 5
über zwei Falzlinien 3 und 4 verbunden sind, mit einer Klappe 8 an Falzlinien 10 und
11 und einem Klappenabschnitt 12, und mit selektiven Verankerungs- bzw.
Mitnah
memitteln 9. Eine erste Reihe von Einbandringen ist mit dem ersten
Verbindungsabschnitt 5 im Eingriff.
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Bei dieser Ausführungsform ist der zweite Buchdeckel 2 durch eine dritte Falzlinie
23, die sich entgegengesetzt zu der besagten zweiten Falzlinie 4 befindet, mit einem
zweiten Verbindungsabschnitt 24 verbunden, der eine zweite Reihe von I-Schlitzen
aufweist, wie bsp. den Schlitz 25, in welchen Einbandringe eingreifen können, wie
bsp. der Ring 26. Die Ringe 26 haben die gleiche Ausbildung wie die Ringe 7 der
ersten Reihe von Einbandringen. Der zweite Verbindungsabschnitt 24 ist durch einen
dritten Buchdeckel 27 verlängert, an welchen er sich durch eine vierte Falzlinie 28
anschließt.
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In der ausgefahrenen oder aufgeschlagenen Posten, wie dargestellt in den Fig. 7
und 8, ergibt dieser Typ eines Bucheinbandes einen Zugriff oder Zutritt zu zwei
Reihen von Blättern oder transparenten Taschen, nämlich zu einer ersten Reihe von
Blättern 14 und zu einer zweiten Reihe von Blättern 43, die gleichzeitig konsultiert
werden können.
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In der zusammengefalteten Position, wie dargestellt in Fig. 9, nehmen die
betreffenden Reihen der Ringe 7 und 26 benachbarte Positionen zu dem ersten
Verbindungsabschnitt 5 und zu dem Klappenabschnitt 12 ein, sodaß jeder der beiden
Verbindungs- und Klappenabschnitte 5, 12 etwa eine Abmessung aufweisen kann, die nur
etwas größer ist als der Durchmesser der Ringe 7 oder 26, ohne daß eine
wesentliche Überdicke benötigt wird. Es ist daher zu verstehen, daß so das
Fassungsvermögen des Bucheinbandes hinsichtlich der Blätterzahl vergrößert wird, ohne daß die
Gesamtdicke des Bucheinbandes wesentlich vergrößert wird.
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Bei den beiden vorbeschriebenen Ausführungsformen kann ein Bucheinband gemäß
der Erfindung an wenigstens einem der ersten und zweiten Buchdeckel 1 und 2
gegenüberliegende axiale Verlängerungen 29 und 30 auf 1/eisen, welche
Aufhängehaken ausbilden. Die Verlängerungen 29 und 30 befinden sich vorzugsweise in der
zu
sammengefalteten Position des Bucheinbandes in der Verlängerung des Randes,
der von der Klappe 8 eingenommen wird, sodaß der Klappenabschnitt 12 seine
äußere Fläche 13 nach oben über den Bucheinband hinaus erscheinen läßt, wenn er
aufgehängt ist, wie es in der Fig. 10 dargestellt ist.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform können die Aufhängehaken durch eine lose
Aufhängeschiene realisiert sein. Diese lose Aufhängeschiene ist mit einem
randseitigen, steifen bzw. starren Blatt ausgebildet, welches eine Reihe von T-förmigen
Aussparungen aufweist, die mit den Einbandringen 7 in Eingriff sind, und sie ist
verlängert durch entgegengesetzte axiale Verlängerungen 29 und 30, welche die
Aufhängehaken ausbilden.
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Bei allen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung bildet wenigstens einer der
senkrechten Abschnitte 12, welcher mit einem ersten Buchdeckel 1 und mit einer
Klappe 8 verbunden ist, eine Verbindungsfläche, welche versenkbare Handhabungs-
bzw. Greifmittel 31 aufweist.
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Die Fig. 11 bis 13 zeigen eine vorteilhafte Ausführungsform dieser versenkbaren
Handhabungs- bzw. Greifmittel 31 gemäß der Erfindung.
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Bei dieser Ausführungsform bestehen die versenkbaren Handhabungs- bzw.
Greifmittel 31 aus einer flexiblen Längslasche, vorzugsweise elastisch flexibel, deren
zentraler Bereich 32 an der Außenseite des senkrechten Abschnittes 12 angeordnet
ist und deren Endbereiche 33 und 34 zwei Querschlitze 35 und 36 durchqueren, die
an dem senkrechten Abschnitt 12 vorgesehen und voneinander beabstandet sind.
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Haltemittel 41 und 42 widersetzen sich einem vollständigen Abzug der Enden 33 und
34 der Lasche aus den Querschlitzen 35 und 36 heraus bei einer Zugeinwirkung auf
den zentralen Bereich 32.
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Die Haltemittel erlauben bevorzugt eine begrenzte Längsverschiebung der
Endbereiche 33 und 34 der Lasche in den Querschlitzen 35 und 36 zwischen einer versenkten
Position und einer ausgefahrenen Position.
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In der versenkten Position, dargestellt in der Fig. 12, ist der zentrale Bereich 32 der
Lasche gegen die äußere Fläche 13 des senkrechten Abschnittes 12 angelegt.
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In der ausgefahrenen Position, dargestellt in der Fig. 13, ist der zentrale Bereich 32
der Lasche von der äußeren Fläche 13 des senkrechten Abschnittes 12 beabstandet
und die Haltemittel 41 und 42 widerstehen einer zusätzlichen Verschiebung der
Endbereiche 33 und 34 der Lasche im Sinne ihres Austrittes aus den Querschlitzen 35
und 36.
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Bei der dargestellten Ausführungsform besteht jedes der Haltemittel, welche einem
der Endbereiche 33 oder 34 zugeordnet sind, aus einem bogenförmigen Schlitz 37
bzw. 38, wie es aus der Fig. 11 ersichtlich ist, der an dem betreffenden Endbereich
33 oder 34 der Längslasche vorgesehen ist und dessen konkave Ausbildung gegen
den Rand des betreffenden Endes 31 oder 40 der Lasche ausgerichtet ist, um einen
Verankerungs- bzw. Mitnahmelappen 41 bzw. 42 zu ergeben, der unter der
Innenfläche 43 des senkrechten Abschnittes 12 zwischen den beiden Querschlitzen 35 und
36 zum Eingriff kommt.
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Die Längslasche, welche die Halterung bzw. den Griff 31 bildet, weist vorzugsweise
noch Anschlagmittel auf, um die Verschiebung der Endbereiche 33 und 34 der
Lasche gegen das Innere der Querschlitze 35 und 36 über die versenkte Position der
Längslasche hinaus zu begrenzen. Die Begrenzungsmittel können bsp. von zwei
seitlichen Schultern 44 und 45 für das erste Ende der Lasche und 46 und 47 für das
zweite Ende der Lasche gebildet sein zwischen Endbereichen 33 und 34 einer
verringerten Breite und einem zentralen Längsbereich 32 der Lasche mit einer
vergrößerten Breite, wie es aus der Fig. 11 besser ersichtlich ist. Der zentrale Bereich 32
der Längslasche hat eine Breite größer als die Länge der Querschlitze 35 und 36,
sodaß die seitlichen Schultern 44 bis 47 zur Anlage an die Außenfläche 13 des
senkrechten Abschnittes 12 in der Verlängerung der Querschlitze 35 und 36 kommen
können.
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Die Längslasche ist vorzugsweise elastisch flexihel und neigt in der Ruhe dazu, bei
Abwesenheit einer Biegespannung in eine Position zurückzukehren, in welche sie
plan bzw. eben ist. Die versenkbare Handhabe neigt so dazu, von selbst in die
versenkte Position zurückzukehren.
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Die Längslasche, welche die Handhabe bzw. den Griff 31 ausbildet, kann durch den
Zuschnitt eines Bandes aus Polypropylen erhalten werden, welches eine Dicke
zwischen etwa 0,2 und 0,4 mm aufweist. Ebenso kann der Bucheinband selbst, also die
ersten und zweiten Buchdeckel 1 und 2 sowie auch der senkrechte Abschnitt 12,
welcher die Handhabe bzw. den Griff hält, ebenfalls aus einem Blatt aus Propylen
ausgebildet sein, dessen Dicke zwischen etwa 0,2 und 0,4 mm beträgt.
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Die Erfindung erlaubt so die Ausführung eines Bucheinbandes für Blätter, der
seinerseits eine Dokumentenmappe bzw. eine Aktentasche ausbildet, als Folge des
Vorhandenseins einer äußeren Handhabe bzw. eines Griffes. Die vollständig
versenkbare Eigenschaft der Handhabe bzw. des Griffes erlaubt die Verwendung des
Bucheinbandes als eine Hängeakte oder als eine Akte, die in der herkömmlichen Art und
Weise eingereiht bzw. eingeordnet werden kann. Die geringe Dicke der Handhabe in
der versenkten Position erlaubt von vorne herein alle im Handel anerkannten
Verwendungen der Bucheinbände und erlaubt eine Benutzung des von ihm getragenen
senkrechten Abschnittes 12 als eine Fläche der Identifizierung des Bucheinbandes,
wenn er eine Etikette oder einen zu etikettierenden Streifen erhält. Die flexible
Eigenschaft der Handhabe verträgt sich endlich auch mit der Flexibilität des
Bucheinbandes selbst und widersetzt sich nicht den Biegungen des Bucheinbandes, dabei
auch unter Einschluß seiner vollständigen Umbiegung um 360º.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Ausführungsformen beschränkt, die
ausführlich beschrieben worden sind, sondern sie schließt auch die verschiedenen
Varianten und Verallgemeinerungen ein, die in dem Umfang der nachfolgenden
Ansprüche enthalten sind.