DE69601019T2 - Harzzusammensetzung und geformter Gegenstand daraus - Google Patents

Harzzusammensetzung und geformter Gegenstand daraus

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Harzzusammensetzung, die ein amorphes Polyolefinharz und ein spezifisches Blockcopolymer enthält, sowie einen Formgegenstand, welcher die Harzzusammensetzung umfaßt.
  • Da die Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung ausgezeichnete Schlagfestigkeit bzw. Schlagzähigkeit und Transparenz aufweist und da die Zusammensetzung zusätzlich gute Gassperreigenschaften aufweist, ist die Zusammensetzung als ein Kunststoff für Filme, Folien, Container (bzw. Behälter, Flaschen, etc.) und Schalen verwendbar. Die Formgegenstände, welche die Harzzusammensetzung umfassen, können ein solches ausgezeichnetes Verhalten wirksam zeigen.
  • In letzter Zeit hat sich das Interesse auf amorphe Polyolefinharze, wie ein Copolymer aus Ethylen und einem cyclischen Olefin (beispielsweise ein Additionscopolymer aus einem Norbornenmonomer und Ethylen) und ein Polymer, das durch Ringöffnungspolymerisation eines Norbornenmonomers und durch anschließende Hydrierung hergestellt wird, als ein Kunststoff mit guter Transparenz und dergleichen konzentriert. Beispielsweise beschreiben die Beschreibung der europäischen Patentanmeldung 0 358 516, die Beschreibung der europäischen Patentanmeldung 0 436 372 und die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. Hei 3-252446 bezüglich dieser Harze, daß die Harze sowohl ausgezeichnete Transparenz als auch gute Wasserbeständigkeit, chemische Beständigkeit und Lösungsmittelbeständigkeit infolge ihrer Herkunft von Polyolefinen aufweisen und daß die Harze bessere thermische Beständigkeit aufgrund ihrer höheren Glasübergangstemperaturen aufweisen.
  • Jedoch sind diese Harze brüchiger als Polyethylen-, Polypropylen-, Polycarbonatharze und dergleichen, so daß, wenn die Harze in Formgegenstände, wie Folien und Filme verarbeitet werden, die Gegenstände nachteilhafterweise extrem leicht brechen. Als ein Verfahren zum Überwinden eines solchen Nachteils schlägt die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. Hei 3-12448 ein Verfahren zum Plastifizieren bzw. Weichmachens eines Copolymers von Ethylen und einem cyclischen Olefin durch Zugeben eines Weichmachers, wie ein Kohlenwasserstoffharz, zu dem Copolymer vor. Ferner beschreibt die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. Hei 3-72558 bezüglich einer thermoplastischen Harzzusammensetzung, die ein Polymer, das durch Ringöffnungspolymerisation von Norbornenen und nachfolgender Hydrierung hergestellt wird, und ein Kautschukpolymer umfaßt, das eine Harzzusammensetzung mit sowohl besserer Schlagzähigkeit als auch Transparenz hergestellt werden kann, und daß als Kautschukpolymer ein hydriertes Blockcopolymer verwendet wird, das ein spezifisches Verhältnis von einem Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung, einem Polybutadienblock mit einem 1,2-Vinylbindungsgehalt bzw. Vinylbindungsanteil von 30 Gew.-% bis 70 Gew.-% und einem Polybutadienblock mit einem 1,2-Vinylbindungsgehalt von weniger als 30 Gew.-% enthält, oder ein hydriertes Blockcopolymer, das ein spezifisches Verhältnis von einem Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung, einem statistischen Copolymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung und einer konjugierten Dienverbindung und einem sich verjüngenden Copolymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung und einer konjugierten Dienverbindung enthält.
  • Wenn ein Weichmacher, wie ein Kohlenwasserstoffharz, zu einem amorphen Polyolefinharz zugegeben wird, wie in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. Hei 3-12448 beschrieben, kann der Weichmacher aus dem resultierenden Formgegenstand unter Hervorrufen einer Fleckenabscheidung bzw. Fleckenablagerung ausbleichen bzw. ausbluten, so daß ein solches Verfahren in der Praxis als ein Verfahren zum Verbessern der Schlagzähigkeit nicht zufriedenstellend ist.
  • Zusätzlich beschreibt die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. Hei 3- 72558, daß eine Harzzusammensetzung mit sowohl guter Schlagzähigkeit als auch Transparenz durch Mischen eines bestimmten Kautschukpolymers in ein amorphes Polyolefinharz hergestellt werden kann, aber diese darin beschriebenen Kautschukpolymere, welche Schlagzähigkeit und Transparenz vereinigen können, sind auf Blockcopolymere einer spezifischen Struktur beschränkt, die eine aromatische Vinylverbindung und eine konjugierte Dienverbindung umfassen. In dieser Hinsicht wird festgestellt, daß die Kompatibilität von Schlagzähigkeit und Transparenz ein Problem ist, welches extrem schwierig zu erreichen ist.
  • Andererseits beschreibt die Beschreibung der europäischen Patentanmeldung Nr. 0 572 667, daß die Schlagzähigkeit eines kristallinen Polyolefinharzes, wie Polypropylen, durch Mischen von 100 Gew.-Teilen des kristallinen Polyolefinharzes mit 0,5 bis 35 Gew.-Teilen eines Blockcopolymers, das einen Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung und einen Isobutylenpolymerblock umfaßt, verbessert werden kann, aber die Anmeldung beschreibt weder das Mischen des Blockcopolymers in ein amorphes Polyolefinharz, noch das Ausmaß der resultierenden Transparenz in einem solchen Fall.
  • Es ist eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neue Harzzusammensetzung von amorphen Polyolefinharzen mit äußerst verbesserter Schlagzähigkeit, aber ohne Verschlechterung der ausgezeichneten wesentlichen Eigenschaften der amorphen Polyolefinharze als Kunststoff, wie Transparenz, ohne die Notwendigkeit der Verwendung von Additiven, die sehr leicht ausbleichen, wie Kohlenwasserstoffharze, bereitzustellen.
  • Es ist eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen neuen Formgegenstand bereitzustellen, der befähigt ist, die vorgenannt beschriebenen Vorteile wirksam auszuüben.
  • Die erfindungsgemäßen Untersuchungen wurden ausgeführt, um die vorgenannt beschriebenen Probleme zu überwinden. Als eine Folge davon wurde festgestellt, daß Transparenz und Schlagzähigkeit kompatibel sind, wenn ein spezifisches Polymer in ein amorphes Polyolefinharz gemischt wird. Auf diese Weise wurde die Erfindung erzielt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die erste Aufgabe durch Bereitstellen einer Harzzusammensetzung gelöst, die (A) ein amorphes Polyolefinharz und (B) ein Blockcopolymer, welches einen Polymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung und einen Isobutylenpolymerblock umfaßt, bei einem (A)/(B)-Gewichtsverhältnis innerhalb eines Bereichs von 95/5 bis 50/50 enthält.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ferner die zweite Aufgabe durch Bereitstellen eines Formgegenstandes gelöst werden, der die vorgenannt beschriebene Harzzusammensetzung umfaßt.
  • Die vorliegenden Erfindung wird nun nachstehend im Detail beschrieben.
  • Als das amorphe Polyolefinharz (A) gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine Vielzahl von Polyolefinharzen verwendet werden, mit der Maßgabe, daß die Harze amorph sind (d. h. die Harze weisen eine derartige Natur auf, daß die Schmelzpunkte davon im wesentlichen durch DSC nicht gemessen werden können). Bezüglich der bemerkenswerten Ausübung der Wirkung, die Schlagzähigkeit, abgeleitet von dem Zumischen des Blockcopolymers (B) zu verbessern, wird unter diesen das Additionscopolymer (A-1), welches sowohl Ethylenmonomer als auch ein cyclisches Olefin oder sowohl diese und ein α-Olefin umfaßt, oder das Polymer bevorzugt, welches durch Ringöffnungspolymerisation eines cyclischen Olefins und nachfolgender Hydrierung (A-2) hergestellt wird. Das Zahlenmittel des Molekulargewichts oder die intrinsische Viskosität des amorphen Polyolefinharzes (A) kann ohne spezifische Beschränkung in Abhängigkeit von der Aufgabe entsprechend gewählt werden. Im allgemeinen liegt das Zahlenmittel des Molekulargewichts davon vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 10.000 bis 500.000 oder die intrinsische Viskosität, gemessen in Decalin bei 135ºC, liegt vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 0,01 bis 20 dl/g.
  • Das Verfahren zur Herstellung des vorgenannt beschriebenen Additionscopolymers (A-1) unterliegt keiner spezifischen Beschränkung. Als ein solches Verfah ren kann eine Vielzahl von bekannten Verfahren verwendet werden. Das Additionscopolymer (A-1) kann beispielsweise durch Copolymerisieren von Ethylen und einem cyclischen Olefin oder durch Copolymerisieren eines α-Olefins damit in einer flüssigen Phase hergestellt werden. Die Copolymerisation der flüssigen Phase kann beispielsweise in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel, wie Cyclohexan, in Gegenwart eines Katalysators einer löslichen Vanadiumverbindung und einer organischen Aluminiumverbindung bei einer Temperatur innerhalb eines Bereichs von -50ºC bis 100ºC und einem Druck innerhalb eines Bereichs von 0 bis 50 kg/cm²G durchgeführt werden. Ferner schließt das cyclische Olefin beispielsweise Norbornene wie Bicyclo[2.2.1]-2-hepten, 5-Methylbicyclo[2.2.1]- 2-hepten, 5,6-Dimethylbicyclo[2.2.1]-2-hepten, Tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3- dodecen, 8-Methyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen und 8,9-Dimethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen ein. Das α-Olefin schließt beispielsweise α- Olefine mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, wie Propylen, 1-Buten, 4-Methyl-1- penten, 1-Hexen, 1-Octen, 1-Decen, 1-Dodecen, 1-Tetradecen, 1-Hexadecen, 1- Octadecen und 1-Eicosen ein.
  • Zusätzlich unterliegt das Verfahren zur Herstellung des vorgenannt beschriebenen hydrierten Produkts (A-2) keiner spezifischen Beschränkung. Eine Vielzahl von bekannten Verfahren kann verwendet werden. Das hydrierte Produkt (A-2) kann durch Ringöffnungspolymerisation eines cyclischen Olefins und nachfolgender Wasserstoffaddition an einen Teil der olefinisch gesättigten Bindung des resultierenden Polymers hergestellt werden. Die Ringöffnungspolymerisation kann beispielsweise durch Behandeln eins cyclischen Olefins in Gegenwart eines Katalysators einer Übergangsmetallverbindung oder einer Metallverbindung der Platingruppe und einer organischen Metallverbindung, wie eine organische Aluminiumverbindung, und in Gegenwart eines Additivs, wie ein tertiäres aliphatisches oder aromatisches Amin, sofern notwendig, bei einer Temperatur innerhalb eines Bereichs von -20ºC bis 100ºC und einem Druck innerhalb eines Bereichs von 0 bis 50 kg/cm²G durchgeführt werden. Ferner kann die Hydrierung in Gegenwart eines üblichen Hydrierungskatalysators durchgeführt werden. Ferner schließt das cyclische Olefin beispielsweise Norbornene wie Bicyclo[2.2.1]-2-hepten, 5-Methylbicyclo[2.2.1]-2-hepten, 5,6-Dimethylbicy clo[2.2.1]-2-hepten, 5-Carboxymethylbicyclo[2.2.1]-2-hepten, Dicyclopentadien, 2,3-Dihydrodicyclopentadien, Tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen, 8-Methyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen, 8-Ethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen, 8-Carboxymethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen und 8-Methyl-8-carboxymethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen ein.
  • Als Blockcopolymer (B) kann ein Blockcopolymer verwendet werden, das einen Polymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung und einem Isobutylenpolymerblock gemäß der vorliegenden Erfindung enthält. Der Polymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung umfaßt hauptsächlich die aromatische Vinylverbindung. Die aromatische Vinylverbindung schließt Styrol, α-Methylstyrol, β-Methylstyrol, p-Methylstyrol, t-Butylstyrol, 2,4,6-Trimethylstyrol, Monofluorstyrol, Difluorstyrol, Monochlorstyrol, Dichlorstyrol, Methoxystyrol, Inden und Acenaphtylen ein. Der Isobutylenpolymerblock umfaßt hauptsächlich Isobutylen. Das Gewichtsverhältnis von der aromatischen Vinylverbindung und von Isobutylen in dem Blockcopolymer (B) kann in Abhängigkeit von der Aufgabe entsprechend gewählt werden und liegt im allgemeinen innerhalb eines Bereichs von 5/95 bis 80/20 bezüglich des Verhältnisses von aromatischer Vinylverbindung/Isobutylen. Für die deutlichere bzw. höhere Wirkung zur Verbesserung der Schlagzähigkeit wird ein Bereich von 10/90 bis 70/30 bevorzugt. Ein weiteres Monomer, das anders als die aromatische Vinylverbindung und Isobutylen ist, kann in das Blockcopolymer (B) innerhalb eines Bereichs copolymerisiert werden, bei welchem keine Verschlechterung der Vorteile der vorliegenden Erfindung auftritt. Das Monomer schließt beispielsweise kationisch polymerisierbare Monomere, wie 1-Buten, Penten, Hexen, Butadien, Isopren und Methylvinylether, ein.
  • Als Blockcopolymer (B) wird ein Triblockcopolymer einer Blockstruktur bevorzugt, das einen Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung, einen Isobutylenpolymerblock und einen Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung umfaßt.
  • Das Zahlenmittel des Molekulargewichts des Blockcopolymers (B) liegt vorzugsweise innerhalb eines Bereichs von 5.000 bis 400.000. Wenn das Zahlenmittel des Molekulargewichts des Copolymers 5.000 oder mehr beträgt, wird die Wirkung, das Ausbleichen aus der durch Mischen des Copolymers mit einem amorphen Polyolefinharz hergestellten Harzzusammensetzung zu unterdrücken, besonders signifikant. Ferner kann das Blockcopolymer (B) zusätzlich Halogenatome, wie Chloratome, funktionale Gruppen, wie Carboxylgruppen, Hydroxylgruppen und einen Säureanhydridrest, an einer intermediären Position in der Molekülkette oder am Ende der Kette enthalten.
  • Das Verfahren zur Herstellung des Blockcopolymers (B) unterliegt keiner spezifischen Beschränkung. Eine Vielzahl von bekannten Verfahren kann verwendet werden. Beispielsweise kann das Blockcopolymer (B) hergestellt werden, indem schrittweise die Polymerisation der Monomere, die hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen, und die Polymerisation der Monomere, die hauptsächlich Isobutylen umfassen, in einer geeigneten Sequenz und bei einer geeigneten Anzahl von Durchläufen in einem inaktiven Lösungsmittel, wie Hexan und Methylenchlorid, in Gegenwart eines Initiators, der eine Lewis-Säure und eine organische Verbindung, die befähigt ist, eine Spezies zu bilden, die bezüglich der kationischen Polymerisation mit der Säure aktiv ist, umfaßt, und in Coexistenz eines Additivs, wie ein Pyridinderivat und Amide, sofern notwendig, gefördert werden. Die Lewis-Säure schließt beispielsweise Titantetrachlorid, Bortrichlorid, Aluminiumchlorid und Zinntetrachlorid ein. Die organische Verbindung, die befähigt ist, eine hinsichtlich der kationischen Polymerisation aktive Spezies zu bilden, schließt organische Verbindungen mit funktionalen Gruppen ein, wie Alkoxygruppen, Acyloxygruppen und Halogenatome, beispielsweise Bis- (2-methoxy-2-propyl)benzol, Bis(2-acetoxy-2-propyl)benzol und Bis(2-chlor-2- propyl)benzol. Ferner schließen die vorgenannt beschriebenen Amide beispielsweise Dimethylacetamid und Dimethylformamid ein.
  • Das Triblockcopolymer von einer Struktur, die einen Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung, einen Isobutylenpolymerblock und einen Polymerblock einer aromatischen Vinylverbindung umfaßt, kann hergestellt werden, indem zunächst die Monomere, die hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen, in ein Polymerisationssystem zur Polymerisation, das eine organische Verbindung mit einer funktionalen Gruppe und eine Lewis-Säure als das Initiatorsystem verwendet, zugegeben werden, die Monomere, die hauptsächlich Isobutylen umfassen, in das Polymerisationssystem zur Polymerisation nach wesentlicher Beendigung der vorgenannt beschriebenen Polymerisation zugegeben werden und nachfolgend wiederum die Monomere, die im wesentlichen eine aromatische Vinylverbindung umfassen, in das Polymerisationssystem nach wesentlicher Beendigung der unmittelbar vorgenannt beschriebenen Polymerisation zugegeben werden. Ferner kann das Triblockcopolymer auch hergestellt werden, indem die Monomere, die hauptsächlich Isobutylen umfassen, unter Verwendung einer organischen Verbindung mit zwei funktionalen Gruppen und einer Lewis-Säure polymerisiert werden und nachfolgend nach wesentlicher Beendigung der Polymerisation die Monomere, welche hauptsächlich eine aromatische Vinylverbindung umfassen, in das Polymerisationssystem zur Polymerisation zugegeben werden.
  • Die Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung enthält das amorphe Polyolefinharz (A) und das Blockcopolymer (B) in einem (A)/(B)-Gewichtsverhältnis innerhalb eines Bereichs von 95/5 bis 50/50. Wenn das Gewichtsverhältnis von (A)/(B) größer als 95/5 ist, ist die Schlagzähigkeit der resultierenden Harzzusammensetzung derart unzufriedenstellend, daß der daraus resultierende Formgegenstand brüchig ist. Wenn das (A)/(B)-Gewichtsverhältnis kleiner als 50150 ist, ist das Elastizitätsmodul der resultierenden Harzzusammensetzung erniedrigt, was zu einer Verschlechterung des Verhaltens davon als Kunststoff führt. Vom Standpunkt der angeführten Vortrefflichkeit sowohl hinsichtlich der Schlagzähigkeit als auch des Elastizitätsmoduls liegt das (A)/(B)-Gewichtsverhältnis besonders bevorzugt innerhalb eines Bereichs von 90/10 bis 60/40.
  • Innerhalb eines Bereichs, in welchem keine wesentliche Verschlechterung der Vorteile der vorliegenden Erfindung auftreten, kann die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung Komponenten enthalten, die anders als das amorphe Polyolefinharz (A) und das Blockcopolymer (B) sind. Solche Komponenten schließen beispielsweise Polymerkomponenten ein, wie ein Blockcopolymer einer Struktur von Styrol-Ethylen/Propylen-Styrol, ein Blockcopolymer einer Struktur von Styrol-Ethylen/Propylen, ein Blockcopolymer einer Struktur von Styrol- Ethylen/Butylen-Styrol, Ethylen/Propylen-Kautschuk (EPR, EPDM), Polybuten, Polyisobutylen und Methacrylat-Butadien-Styrol-Copolymer (MBS), Weichmacher von Mineralölen, wie Paraffinöl und Naphthenöl, anorganische Füllstoffe, anorganische Fasermaterialien, organische Fasermaterialien, thermische Stabilisierungsmittel, Antioxidantien, Lichtstabilisierungsmittel, Flammverzögerungsmittel, Klebrigmacher, antistatische Mittel und Schäumungsmittel.
  • Ferner kann die Zugabe von Weichmachern von Mineralölen manchmal wirksam sein, um die Verarbeitbarkeit während des Formens zu verbessern oder um den Formgegenständen Flexibilität zu liefern. Zusätzlich kann das Einmischen von anorganischen Füllstoffen, anorganischen Fasermaterialien und organischen Fasermaterialien manchmal wirksam sein, um die Wärmebeständigkeit oder die Witterungsbeständigkeit der Harzzusammensetzung zu verbessern oder um das Volumen der Harzzusammensetzung zu erhöhen.
  • Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung unterliegt keiner spezifischen Beschränkung. Es kann jedes Verfahren gemäß der bekannten Verfahren zur Herstellung von Harzzusammensetzungen angepaßt werden. Beispielsweise kann die Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung durch Zusammenkneten gegebener Mengen des amorphen Polyolefinharzes (A) und des Blockcopolymers (B) unter Erwärmen und Schmelzbedingungen durch Verwendung eines Kneters oder eines Mischers, wie ein Einschneckenextruder, Zweischneckenextruder, Banbury-Mischer, Henschel-Mischer und Kneter, hergestellt werden.
  • Durch Formpreß- oder Formverfahren, wie Extrusion, Spritzgießen, Vakuumformen, Luftdruckformen und Blasformen, kann die Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung günstig in eine gegebene gewünschte Form eines Formgegenstandes formgepreßt oder geformt werden. Die Formgegenstände, welche die Harzzusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfassen, schließen Folien oder Filme, Container bzw. Behälter (Flaschen, etc.) und Schalen ein.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Schlagzähigkeit des amorphen Polyolefinharzes (A) durch Mischen eines spezifischen Blockcopolymers (B) mit dem amorphen Polyolefinharz (A) selbst verbessert, wobei meistens keine Verschlechterung des ausgezeichneten Verhaltens, welches für das amorphe Polyolefinharz (A) als Kunststoff wesentlich ist, wie Transparenz und Gassperreigenschaften, auftritt. Daher kann eine Harzzusammensetzung und ein Formgegenstand bereitgestellt werden, der höhere Schlagzähigkeit und größere Transparenz, beide darin vereinigt bzw. kompatibel, und auch gute Gassperreigenschaften aufweist. Bezüglich der Transparenz der Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung wurde ferner eine rechteckige Folie einer Größe von 75 mm (lange Seite) · 45 mm (kurze Seite) · 1 mm (Dicke) aus der Zusammensetzung durch Formpressen hergestellt und der Trübungswert davon wurde gemäß JIS K 7105 gemessen, welcher im allgemeinen 20 oder weniger beträgt.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun nachstehend in den Beispielen genauer beschrieben, aber die Erfindung ist nicht auf diese Beispiele beschränkt. In den Beispielen bedeutet der Ausdruck "Teil(e)" "Gewichtsteil(e)".
  • Das Verhalten der Harzzusammensetzung wurde durch die folgenden Methoden bewertet.
  • (a) Schlagzähigkeit
  • Die Izod-Schlagzähigkeit wurde bei 23ºC gemäß ASTM D 256 (1/4-Kerbe) gemessen.
  • (b) Transparenz
  • Durch Formpressen wurde eine rechteckige Folie bzw. Blatt einer Größe von 75 mm (lange Seite) · 45 mm (kurze Seite) · 1 mm (Dicke) hergestellt und deren Trübungswert wurde mit einem Digital-Haze-Computer (Typ HGM-2DP, hergestellt von Suga Test Instruments, Co. Ltd.) gemäß JIS K 7105 gemessen.
  • Die Transparenz der Folie wurde durch visuelle Beobachtung bewertet. Die Ergebnisse sind in drei Gruppen mit folgenden Graden unterteilt; transparent (O), geringfügig trüb (Δ) und opak (x).
  • (c) Sauerstoffdurchlässigkeitskoeffizient (PO&sub2;)
  • Durch Formpressen wurde ein Film von 20 um Dicke hergestellt. Der Sauerstoffdurchlässigkeitskoeffizient des Film wurde mit einem Gasdurchlässigkeitsmeßsystem (Typ GTR-10, hergestellt von Yanagimoto Mfg. Co., Ltd.) gemäß ASTM D 3985 gemessen.
  • Synthesebeispiel 1
  • Die Additionscopolymerisationsumsetzung wurde durch kontinuierliches Beschicken von Ethylen und einem cyclischen Olefin, Tetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]3- dodecen, in dem Lösungsmittel Cyclohexan, in welches zuvor VO(OC&sub2;H&sub5;)Cl&sub2; (Polymerisationskatalysator) und Ethylaluminiumsesquichlorid (Cokatalysator) in einem Al/V-molaren Verhältnis von 8,0 zugegeben wurden, in einen Polymerisationsreaktor vom Durchrühr-Typ durchgeführt. Die Polymerisationstemperatur und der Polymerisationsdruck wurden bei 11ºC bzw. 1,8 kg/cm²G während der Reaktion gehalten. In einer solchen Weise wurde ein statistisches Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-1) mit einem Ethylengehalt von 51 Mol-% und einer intrinsischen Viskosität (η) von 0,95 dl/g in Decalin bei 135ºC erhalten.
  • Die Temperatur des resultierenden, statistischen Ethylen-cyclisches Olefin- Copolymers (a-1) wurde in einer Rate von 10ºC/min von Raumtemperatur auf 200ºC mit einem Differentialkalorimeter (DSC) (Typ TA4000, hergestellt von Mettler Instrumente) erhöht. Nach Beibehalten des Copolymers bei 200ºC für 10 Minuten und nachfolgendem raschen Abkühlen des Copolymers herab auf Raumtemperatur wurde anschließend das Copolymer wiederum unter den Bedingungen einer Temperaturerhöhung von 10ºC/min gehalten, um die Anwesenheit oder Abwesenheit irgendeines Schmelzpunktes innerhalb eines Temperaturbereichs bis zu 300ºC zu untersuchen. Es wurde jedoch im wesentlichen kein Schmelzpunkt beobachtet.
  • Synthesebeispiel 2
  • Außer der Verwendung von 8,9-Dimethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen als cyclisches Olefin wurde der gleichen Vorgehensweise wie in Synthesebeispiel 1 gefolgt, um ein statistisches Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-2) mit einem Ethylengehalt von 82 Mol-% und einer intrinsischen Viskosität [η] von 0,35 dl/g in Decalin bei 135ºC zu erzeugen. Der gleichen Weise wie in Synthesebeispiel 1 folgend wurde das resultierende, statistische Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-2) dahingehend untersucht, ob das Copolymer irgendeinen Schmelzpunkt aufwies oder nicht. Jedoch wurde im wesentlichen kein Schmelzpunkt beobachtet.
  • Synthesebeispiel 3
  • Außer der Verwendung von 8-Methyltetraycyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen als cyclisches Olefin wurde der gleichen Vorgehensweise wie in Synthesebeispiel 1 gefolgt, um ein statistischen Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-3) mit einem Ethylengehalt von 36 Mol-% und einer intrinsischen Viskosität [η] von 1,28 dl/g in Decalin bei 135ºC herzustellen. Der gleichen Weise wie in Synthesebeispiel 1 folgend wurde das resultierende, statistische Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-3) dahingehend untersucht, ob das Copolymer irgendeinen Schmelzpunkt aufwies oder nicht. Jedoch wurde im wesentlichen kein Schmelzpunkt beobachtet.
  • Synthesebeispiel 4
  • In einen Polymerisationsreaktor vom Rührwerk-Typ wurden 90 Teile Toluol, 0,5 Teile Triethylaluminium, 1,4 Teile Triethylamin und 0,08 Teile 1-Hexen eingetragen. Unter kontinuierlichem Zugeben von 30 Teilen 8-Ethyltetracyclo- [4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen und 0,17 Teilen Titantetrachlorid in das Reaktionssystem über 1 Stunde unter Halten der Temperatur bei 20ºC wurde die Ringöff nungspolymerisation initiiert. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Polymerisation für eine weitere Stunde fortgesetzt.
  • Das durch die Ringöffnungspolymerisation hergestellte Polymer wurde in 200 Teilen Cyclohexan gelöst und dann anschließend zusammen mit 0,6 Teilen eines Palladium/Kohle-Katalysators (2 Gew.-% Palladium wurde auf Kohle immobilisiert) in einen Autoklaven zum Fördern der Hydrierung bei einem Wasserstoffdruck von 70 kg/cm² und einer Temperatur von 140ºC für 4 Stunden eingetragen.
  • Auf diese Weise wurde ein Polymer (a-4) mit einem Hydrierungsverhältnis bzw. Hydrierungsanteil von 99% oder mehr, einem Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) von 7200, einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts (Mw) von 185.000 und einer Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) von 2,5 erhalten. Die Molekulargewichte und die Verteilung wurden durch GPC bestimmt. Der gleichen Weise wie in Synthesebeispiel 1 folgend wurde das resultierende Polymer (a-4) dahingehend untersucht, ob das Polymer irgendeinen Schmelzpunkt aufwies oder nicht. Jedoch wurde im wesentlichen kein Schmelzpunkt beobachtet.
  • Synthesebeispiel 5
  • In einen Polymerisationsreaktor vom Rührwerk-Typ wurden 500 Teile 8-Carboxymethyltetracyclo[4.4.0.12,5.17,10]-3-dodecen, 2.500 Teile 1,2-Dichlorethan, 3,8 Teile 1-Hexen als Molekulargewichtseinstellungsmittel, 101 Teile einer 0,05 Mol/l-Lösung von Wolframhexachlorid in Chlorbenzol als Katalysator, 86 Teile einer 0,1 Mol/l-Lösung von Paraldehyd in 1,2-Dichlorethan und 32 Teile einer 0,5 Mol/l-Lösung von Triisobutylaluminium in Toluol für eine 10-stündige Umsetzung bei 60ºC eingetragen. In einer solchen Weise wurde ein Polymer durch Ringöffnungspolymerisation mit einer intrinsischen Viskosität [η] von 0,75 dl/g in Chloroform bei 30ºC erhalten. Das Polymer wurde in 8.000 Teile Tetrahydrofuran gelöst, gefolgt von der Zugabe von 45 Teilen eines Palladium-Aluminiumoxid- Katalysators mit einer Palladiumkonzentration von 5 Gew.-%, welches anschließend bei 150ºC für 5 Stunden unter der Bedingung eines Wasserstoffdrucks von 100 kg/cm² hydriert wurde.
  • In einer solchen Weise wurde ein Polymer (a-5) mit einem Hydrierungsverhältnis 99% oder mehr erhalten. Der gleichen Weise wie in Synthesebeispiel 1 folgend wurde das resultierende Polymer (a-5) dahingehend untersucht, ob das Polymer irgendeinen Schmelzpunkt aufwies oder nicht. Jedoch wurde im wesentlichen kein Schmelzpunkt beobachtet.
  • Synthesebeispiel 6
  • In einen Polymerisationsreaktor vom Rührwerk-Typ wurden 20 mg Isopropyliden(cyclopentadienyl)(1-indenyl)zirconiumdichlorid, 500 ml einer 10 Gew.-%igen Lösung von Methylalumoxan in Toluol, 300 ml einer 20 Gew.-%igen Lösung von Triisobutylaluminium in Toluol und 20 kg Norbornen zur Additionscopolymerisation von Norbornen und Ethylen unter den Bedingungen eines Ethylendrucks von 18 kg/cm² und einer Temperatur von 70ºC eingetragen. In einer solchen Weise wurde ein statistisches Ethylen-cyclisches Olefin-Copolymer (a-6) mit einer intrinsischen Viskosität [η] von 0,51 dl/g in Decalin bei 135ºC erhalten. Das resultierende Copolymer (a-6) wurde in der gleichen Weise wie in Synthesebeispiel 1 dahingehend untersucht, ob das Copolymer irgendeinen Schmelzpunkt aufwies oder nicht. Kein Schmelzpunkt wurde im wesentlichen beobachtet.
  • Synthesebeispiel 7
  • In ein Reaktor mit einem Rührwerk wurden 1.060 Teile Methylenchlorid, dehydratisiert und gereinigt durch Molekularsiebe 4A, und 924 Teile Methylcyclohexan, dehydratisiert und gereinigt in der gleichen Weise, gefolgt durch einzelne Zugabe von 2,0 Teilen 1,4-Bis(2-chlor-2-propyl)benzol, 0,98 Teile 2,6-Dimethylpyridin, 1,38 Teile Pyridin und 210 Teile Isobutylen eingetragen. In das Lösungsgemisch wurden 12,3 Teile Titantetrachlorid bei -78ºC zum Initiieren der Polymerisation und Fortsetzen der Polymerisation bei der gleichen Temperatur für 3 Stunden zugegeben, gefolgt von der Zugabe von 0,5 Teilen 2,6-Dimethylpyridin und 90 Teilen Styrol für die Polymerisation für weitere 2 Stunden, wodurch ein Polystyrol-Polyisobutylen-Polystyrol-Triblockcopolymer (b-1) erhalten wurde.
  • Das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) des resultierenden Blockcopolymers betrug 34.000. Die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) davon betrug 1,23 und der Polystyrolgehalt davon betrug 30 Gew.-%.
  • Synthesebeispiel 8
  • In einen Reaktor mit einem Rührwerk wurden 1.060 Teile Methylenchlorid, dehydratisiert und gereinigt durch Molekularsiebe 4A, und 924 Teile Methylcyclohexan, dehydratisiert und gereinigt in der gleichen Weise, gefolgt von der einzelnen Zugabe von 1,0 Teilen 1,4-Bis(2-chlor-2-propyl)benzol, 1,74 Teile 2,6- Di-t-dimethylpyridin, 0,68 Teile Pyridin und 210 Teile Isobutylen eingetragen. In das Lösungsgemisch wurden 12,3 Teile Titantetrachlorid bei -78ºC zum Initiieren der Polymerisation und Fortsetzen der Polymerisation für 4 Stunden zugegeben, gefolgt von der Zugabe von 0,90 Teilen 2,6-Di-t-butylpyridin und 52,5 Teilen Styrol zur Polymerisation für 4 weitere Stunden, wodurch ein Polystyrol-Polyisobutylen-Polystyrol-Triblockcopolymer (b-2) erhalten wurde.
  • Das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) des resultierenden Blockcopolymers betrug 75.000. Die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) davon betrug 1,20 und der Polystyrolgehalt davon betrug 30 Gew.-%.
  • Synthesebeispiel 9
  • In einen Reaktor mit einem Rührwerk wurden 1.060 Teile Methylenchlorid, dehydratisiert und gereinigt durch Molekularsiebe 4A, und 924 Teile Methylcyclohexan, dehydratisiert und gereinigt in der gleichen Weise, gefolgt von der einzelnen Zugabe von 0,5 Teilen 1,4-Bis(2-chlor-2-propyl)benzol, 0,98 Teilen 2,6-Di-t-dimethylpyridin, 0,34 Teilen Pyridin und 210 Teile Isobutylen eingetragen. In das Lösungsgemisch wurden 12,3 Teile Titantetrachlorid bei -78ºC zum Initiieren der Polymerisation und Fortsetzen der Polymerisation für 4 Stunden zugegeben, gefolgt von der Zugabe von 0,50 Teilen 2,6-Dimethylpyridin und 140 Teilen Styrol zur Polymerisation für 4 weitere Stunden, wodurch ein Polystyrol-Polyisobutylen-Polystyrol-Triblockcopolymer (b-3) erhalten wurde.
  • Das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) des resultierenden Blockcopolymers betrug 170.000. Die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) davon betrug 1,20 und der Polystyrolgehalt davon betrug 40 Gew.-%.
  • Beispiel 1
  • Das in Synthesebeispiel 1 hergestellte statistische Ethylen-cyclisches Olefin- Copolymer (a-1) und das in Synthesebeispiel 7 hergestellte Blockcopolymer (b-1) wurden in einem Gewichtsverhältnis von 90/10 geschmolzen und zusammen unter den Bedingungen von 230ºC und 100 Upm für 3 Minuten unter Verwendung eines Plastographen (Typ PL-3000, hergestellt von Brabender Corporation) geknetet, wodurch eine Harzzusammensetzung gewonnen wurde.
  • Durch Formpressen der resultierenden Harzzusammensetzung bei 230ºC wurden eine Preßfolie von 1 mm Dicke und ein Film von 20 um Dicke einzeln hergestellt. Durch Spritzgießen der Harzzusammensetzung bei 230ºC wurden Teststücke von 4 mm Dicke zur Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit hergestellt.
  • Die Ergebnisse der Bewertung der Harzzusammensetzung sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Beispiele 2 bis 13
  • Mit Ausnahme der Modifikationen der Typen der strukturellen Komponenten und der Mischverhältnisse, wie in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt, wurden die Harzzusammensetzungen in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Aus den Harzzusammensetzungen wurden Folien, Teststücke und Filme hergestellt. In einigen der Beispiele wurde ferner ein Copolymer verwendet, das durch Additionscopolymerisation von Tetracyclododecen mit Ethylen in Gegenwart von VO(OC&sub2;H&sub5;)Cl&sub2; [APEL 6015, hergestellt von Mitsuff Petrochemical Industries, Ltd.] als ein amorphes Polyolefinharz (das Copolymer ist als "a-7" nachstehend gezeigt) hergestellt wird.
  • Die Ergebnisse der Bewertung der Harzzusammensetzungen sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Vergleichsbeispiele 1 bis 7
  • Wie in Tabelle 1 gezeigt, wurden Folien, Teststücke und Filme unter Verwendung von amorphen Polyolefinharzen (a-1) bis (a-7) allein hergestellt.
  • Die Ergebnisse der Bewertung der amorphen Polyolefinharze allein sind in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1 Tabelle 1 - Fortsetzung Tabelle 1 - Fortsetzung Tabelle 1 - Fortsetzung
  • Vergleichsbeispiele 8 und 9
  • Außer der Verwendung eines Polystyrol-Polyethylen-Propylen-Polystyrol-Triblockcopolymers (c-1) [Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) = 45.000, Mw/Mn = 1,13, Polystyrolgehalt = 30 Gew.-%] anstelle des Polystyrol-Polyisobutylen- Polystyrol-Triblockcopolymer wurde die gleiche Methode wie in den Beispielen zum Kneten des Copolymers mit einem amorphen Polyolefinharz (a-1) oder (a-2) in einem Verhältnis, wie in der nachstehenden Tabelle gezeigt, verwendet. Zusätzlich wurden Folien, Teststücke und Filme aus den resultierenden Harzzusammensetzungen hergestellt.
  • Die Ergebnisse der Bewertung der Harzzusammensetzungen sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle II
  • Die Ergebnisse in Tabellen 1 und 2 zeigen an, daß die Harzzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung (Beispiele 1 bis 13) eine höhere Schlagzähigkeit und gute Transparenz zusammen mit ausgezeichneten Sauerstoffsperreigenschaften aufweisen. Im Gegensatz dazu wird festgestellt, daß die amorphen Polyolefinharze allein (Vergleichsbeispiele 1 bis 7) relativ niedrigere Schlagzähigkeit aufweisen. Die Harzzusammensetzungen (Vergleichsbeispiele 8 und 9), die von denjenigen der vorliegenden Erfindung darin verschieden sind, daß das Blockcopolymer, das in die amorphen Polyolefinharze eingemischt ist, nicht das Blockcopolymer (B) ist, weisen keine zufriedenstellend verbesserte Schlagzähigkeit auf und verschlechtern deutlich die ausgezeichnete Transparenz und die guten Sauerstoffsperreigenschaften, die für die amorphen Polyolefinharze wesentlich bzw. wichtig sind.

Claims (6)

1. Harzzusammensetzung, die (A) ein amorphes Polyolefinharz und (B) ein Blockcopolymer, welches einen Polymerblock von einer aromatischen Vinylverbindung und einen Isobutylenpolymerblock umfaßt, bei einem (A)/(B)-Gewichtsverhältnis innerhalb eines Bereichs von 95/5 bis 50/50 enthält.
2. Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das (A)/(B)-Gewichtsverhältnis innerhalb eines Bereichs von 90/10 bis 60/40 liegt.
3. Harzzusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das amorphe Polyolefinharz (A) ein Additionscopolymer ist, welches sowohl Ethylenmonomer als auch ein Monomer eines cyclischen Olefins oder sowohl die Monomere als auch ein α-Olefin umfaßt.
4. Harzzusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das amorphe Polyolefinharz (A) ein Polymer ist, welches durch Ringöffnungspolymerisation eines cyclischen Olefins und nachfolgender Hydrierung hergestellt wird.
5. Harzzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welche einen Trübungswert, gemessen gemäß JIS K 7105, von 20 oder weniger aufweist, wenn die Harzzusammensetzung in ein Blatt durch Preßformen gefertigt wird.
6. Formgegenstand, umfassend eine Harzzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5.
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