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Vorrichtung zum Belüften eines luftdicht verschlossenen, mit steriler
Flüssigkeit , gefüllten Behälters mittels eines Keimfilters *
Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Belüft'en. eines luftdicht verschlossenen, mit steriler
Flüssigkeit gefüllten Behälters. . Es ist an sieh bekannt, die Btlüftung-von
luftdicht verschlossenen Behältern mit sterilem Inhalt so vorzunehmen, daß die einströrnende
Luft durch ein Filter geleitet -wird. Bei diesen bekannten Vorrichtungen besteht
jedoch eine daueilnde Verbindung zwischen der Auß-eailuft und dem Gefäßinhalt, und
das IGeimfilter ist dauernd mit dem Gefäß verbunden, zum mindesten aber ist eme
Filtervorrichtung vorhanden.
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Gegenstand der Erfmdung ist nun ebenfalls eine zw-eckgleiche Vorrichtung,
bei der aber nach dem Erfindungsgedanken der luftdichte Behälterverschluß oder die
Behälterwand- unterhalb des den Behälterverschluß oder,die Wandabdeckenden, ierst
bei der Entleerung ainbringbaren Keimfilters zwecks Erzeugung einer hoffen bleibenden
Belüftungsöffnungdurchstechbar oder in ähnlicher Weise mit einer öffnung versehbar
ist. 'e Der Erfindungsgedanke besteht darin, daß ähnlich wie bei Verschlüssen für
mit keimfreien Flüssigkeitein gefüllten Behälterndenen die Flüssigkeit z. B. mittels
einer Injektionsnadel entnommen werden soll, vor der Entnahme außen an dem geschlossenen
Behälter dem Verschluß ein Keimfilter luftdicht vorgelagert ist. Während aber bei
diesein Verschlüssen entsprechend ihrem Zweck diese sich nach Herausziehen der Nadel
sofort wieder schließen, bleibt bei der neuen Vorrichtung der Behälter nach Durchstechen
des Verschlusses mittels eines Stiftes, Nagels u.dgl. mit der Außenluft verbunden,
damit bei Entnahme der Flüssigkeit an einer anderen Stelle des Gefäßes stets Luft
in den Bühälter nachtreten kann, ohne daß der Vtrschluß von neuem durchstochen
werden muß. Weiter besteht der Erfindungsgedanke darin, daß nach einer Ausführung
der Verschluß bzw. die - Vorrichtung aus einem auf die Behälterwand aufgesetzten,
mit Filtermasse gefüllten Kegel o.dgl. besteht, in clQssen Inneun sich einöffnungsstift
o.dgl. zumDurchstechen :der Wandung befindet.
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In der Zeichnung sind eine Reihe von Ausführungsformen des Erfindungsgedankens
dargestellt, -und zwar zeigt Abb. i ;einen Behälter in Form einer
Flasche
i vor der Anbringung des Filters. Bei diesem Behälter besteht der Verschluß aus
einem einfachen Gummistopfen 2 mit einem Röhrchen3, das durch eine Gummi--, membran
4 u. dgl. verschlossen ist.
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Abb. 2 veranschaulicht den gleichen BW"*-hälter mit Verschluß in dem
Augenblick,' -wo die Flüssigkeit dem Behälter an irgendeiner anderen dazu eingerichteten
Stelle entnomm-en werden soll und dieser-halb die Luft durch das Röhrchen
3 nachströmen muß, indem dem Verschluß vorher in dem überstehenden freien
Teil des Behälterhalses ein Keimfilter 5 vorgelegt und dann die Gummimembran4
oder der sonstige Röhrchenverschluß z. B. durch Durchstechen mittels einer einfachen
Nadel von Hand zerstört worden ist.
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Abb. 3 läßt eine zweite Ausführung des Verschlusses für eine
Flasche .,erkennen, bei dem ebenfalls zum öffnen des Verschlusses des Röhrchens
6 eine Nadel 7 benutzt wird, .die an der Traverse 8 einer Hülse
9 sitzt, welche, sich dicht auf das Rbhrchen 6 auf -setzen, z. B.
aufschrauben läßt und auch gleichzeitig das Luftfilter ioaufnimmt, so daß durch
!einfaches Herunterdrücken bzw. Herunterschrauben der Hülse 9 die Nadel
7 den Röhrchenverschluß zerstört und die durch das Luftfilter entkeimte Luft
in den Behälter nachströmten kann. I
Abb. 4 zeigt den Verschluß nach Abb.
3
beim öffnen.
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Abb. 5 stell ' t eine ähnliche Ausführung des Verschlusses
nach Abb. 3 und 4 dar, nur mit dem Unterschied, daß die Hülse i i des Keimfilters
die Weite des Gefäßhalses 12 hat und auf diesen zwecks Durchstechens des Verschlusses
dicht aufgeschoben bzw. aufgeschraubt wird.
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Abb. 6 veranschaulicht die- erwähnte hütchenartige Ausbildung
der Einrichtung, wie sie bei glatt abschließenden, lochfreien Behältern, wie Blechkannen
13 -u. dgl" zur An-
wendung kommen kann. Hierbei kann das Hütchen 14 z. B.
aus Gummi bestehen und ,einfach mit einem saugerartig wirkenden Rand auf die Kanne
aufgedrückt bzw. luftdicht darauf festgeklebt werden. Vorher wird das Hütchen 14
mit der Filtermasse 15 gefüllt; es ist ferner mit Luftzutrittslöchern 16
und der Durchstoßvorrichtung 17 versehen.
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Abb. 7 zeigt eine ähnliche Ausbildung der Einrichtung wie nach
Abb. 6, nur mit dem Unterschied, daß sie zum Aufsetzen auf Behälter mit einem
Hals, einem Loch u. dgl., -wie z. B. für Flaschen, Fässer 18 u. dgl., ge-,eignet
ist, indem das Hütchen ig mit Durclistoßvorrichtun,- 2o entsprechend kräftiger und
außerdem evtl. mit einem Kragen zum Aufziehen auf den Hals bzw. zum !Einsetzen in-
die öffnung des Behälters versehen ist. Die besagte und an Hand der Abbildungen
dargestellte Einrichtung kommt natürlicli auch #dort in Frage, wo an Stelle der
einfachen atmosphärisch-en Luft Druckluft auf den Behälter gelassen wird, um die
Flüssigkeit durch Druck- aus dem Behälter herauszudrücken. Wie für den letzteren
Fall die Einrichtung nach den Albb. 6 und 7 abgeändert werden kann,
zeigt Abb. 8, nach welcher das Durchstoßelement die Form eines unten mit
einer Spitze versehenen und mit Filtermasse gefüllten Röhrchens 21 hat, das außerdem
seitlich noch eine Bohrung22 zum Durchtritt der entkeimten Luft und oben ein Gewinde
--3 zum Anschrauben der Druckluftleituing hat.
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Bei der Ausführung inach Abb. 9 wird die Druckluft nicht durch
das Durchstoßelement, sondern durch einen an dem Hütchen 24 angebrachten Seitenstutzen
25 zugeführt.
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Der Auslauf des Behälters ist bei all den bisher erwähnten beispielsweisenAusführungsformen
an einer beliebigen anderen Stelle des Behälters nach dem oben entwickelten Prinzip
des Zutritts der Luft steril durchzustoßen bzw. von vorn herein angebracht. Es kann
auch, insofern die Flüssigkeit mit Druckluft .aus dem Behälter herausgedrückt wird
und dieser nur -eine öffnung hat, das hierfür notwendige Steigrohr durch die neue
Einrichtung bzw.durchdasHütchenhindurchgeführtwerden.