-
Verfahren zur Übertragung von Signalen, Zeichen, Befehlen mittels
synchron umlaufender Einrichtungen im Geber und im Empfänger Es sind Verfahren zur
Übermittlung von Signalen, Zeichen, Befehlen' usw. bekannt, die darauf beruhen,
daß ein dauernd am Geber umlaufender Teil periodisch eine Lichtquelle betätigt,
die an einem mit dem Gebier synchron umlaufenden Teil des Empfängers angebracht
ist und bei jeder Umdrehung und immer bei bestimmten, -durch die Gebereinstellung
festgelegten Winkelstellungen. kuzz und mit einer solchen Häufigkeit aufleuchtet,
daß .an einer bestimmten Stelle des Empfängerumfanges ein scheinbar ruhig stehender
Leuchtfleck entsteht und somit durch die Anordnung ein Winkelwert vorn Geber ,äuf
den Empfänger übertragen wird. Die zur Erzeugung der Lichtblitze am Empfänger dienenden
Impulse werden bei den bekannten Vorrichtungen geberseitig auf mannigfache Art erzeugt:
teils durch kurzzeitige Schließung .eines Kontaktes, teils auf induktivem und teils
auf kapazitivem Wege; auch werden sie ,auf verschiedene Weise vom Geber zum Empfänger
;geleitet: durch Verbindungsleitungen oder auf drahtlosem Wege. Im Hinblick auf
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind diese Punkte nicht von Interesse.
Dieser knüpft vielmehr an die Forderung an, daß zwischen den umlaufenden Teilen
von Geber und Empfänger vollkommener Synchronismus' und Phasengleichheit bestehen
@muß, da nur dann eine Winkelübertragung möglich ist. Die Herstellung der genauen
Phasengleichheit erfordert im allgemeinen bei solchen übertragungs,einrichtungen
besondere Mittel und, ö Maßnahmen, die" besonders wenn es sich um Kontn,andogeräte
handelt, wegen der geforderten schnellen Bereitschaft nicht angewandt werden können
oder -einen verhältnismäßig großen Aufwand nötig machen. Es ist daher schon eine
Maßnahme bekanntgeworden, die eine ;genaue Einhaltung- der Phasengleichheit entbehrlich
macht bzw.eine Phasenungleichheit sofort erkennen läßt. Sie besteht darin, die Signale
.am Empfänger durch zwei von der Geberstellung unabhängige Synchronisierungsleuchtflecke
einzugrenzen, so daß die Lage des anzeigenden Leuchtflecks zwischen den beiden Grenzmarkierungen
ein Maß für den übertragenen Winkel darstellt. W ,ährendüiner Signalgabe sind daher
auf dem Empfänger bei Synchronismus drei. stehende Leuchtflecke vorhanden: die beiden
,äußeren dienen als Bezugsmarken, z. B. werden Anfangs- und Endpunkte
einer
Skala mit ihnen zur Deckung gebracht, und der dazwischenliegende überträgt das Signal.
-
Diese-- bekannte Einrichtung hat jedoch noch den großen Nachteil,
daß mit ihr eine Übertragung eines Winkels bis zu 36o° nicht möglich ist. Eine eindeutige
Zuordnung ist schon schwierig, wenn der größte anzuzeigende Winkel größer als z8o°
ist, da der anzuzeigende Leuchtfleck sich von den Bezugsmarken nicht sichtbar unterscheidet.
-
Eine Anordnung jedoch, die es ermöglicht, Winkel bis zu 36o°- zu übertragen,
hat den bedeutenden Vorteil, däß mit ihr durch @dp;e bekannte Aufteilung in Grob-
und Feinanzeige mittels Verwendung zweier Systeme auch ein Vielfaches von 36o°,-
also :einige tausend Winkelwerte, übertragen werden können. Der Gegenstand der vorliegenden
Erfindung stellt eine solche Einrichtung dar. Bei ihr wird eine Übertragung bis
zu 36o° dadurch möglich, daß sie nur eine einzige Bezugsmarke, also nur einen feststehenden
Leuchtfleck, benutzt, der von dem zur Anzeige dienenden. sich dadurch unterscheidet,
.daß er seine Lichtimpulse unterhalb der Flimmerfrequenz aussendet, während dagegen
der Anzeigeleuchtfleck Licht oberhalb der Flimmerfrequenz, also scheinbar einen
gleichmäßigen.. Lichtstrom, ausstrahlt. Auf welchem Wege dies erreicht wird, soll
an Hand der Abbildung zusammen mit dem Erfindungsgegenstand näher erläutert werden.
-
Die Einrichtung besteht aus einem Geber G und einem Empfänger E, die
durch eine Leitung L verbunden sind. Die Achsen A und B
laufen synchron
und phasengleich um. Mit der Achse A läuft'ein Kontaktarm X um. Auf einem stromführenden
Ring R gleitet vor einer Skala oder Anzeigescheibe ein verstellbarer Geberarm D;
der einen Kontakt F trägt, an welchem der Kontaktarm l( bei jedem Umlauf vorbeistreicht
und dadurch einen Stromimpuls zum Empfänger E auslöst. Durch eine Lampe O wird an
der der Stellung des Geberarmes D entsprechenden Stelle am Empfänger dann ein Dauerlicht
erscheinen, wenn Geber und Empfänger synchron und phasengleich umlaufen und die
Zahl der Impulse oberhalb der Flimmerfrequenz liegt. Durch die Achse A des Gebers
'wird über ein Untersetzungsgetriebe U eine Achse C mit einem , Kontaktarm H .angetrieben;
in dessen Bewegungsbereich in ortsfester Kontakt M (Nullkontakt) liegt, der bei
jedem Umlauf des Kontaktarmes H einen Impuls zum Empfänger sendet. Macht z. B. die
Achse A 1 5, Umdrehungen je Sekunde, so läuft die Achse C entsprechend
dem Zwischengetriebe U etwa nur drei= bis viermal um. Das bedeutet also, däß von
dem Kontaktarm l( 15 Impulse, von dem Kontaktarm H dagegen nur drei bis vier
Impulse je Sekunde zum Empfänger E gelangen.-Durch die Achse B des Empfängers wird
eine Lichtquelle 0, z. B. eine Glimmlampe, in Umlauf gesetzt. Eine Stromquelle S
liefert, die Energie. Wird durch den Einstellhebel D, der Kontakt F entsprechend
einer zu übertragenden Geberstellung verstellt, so wird in dieser Stellung der Kontaktarm
I( bei jedem Umlauf einen Impuls zum Empfänger senden, der von der Stromquelle S
über den: stromführenden Ring R; Kontakt F; Kontaktarm I(, Schleifbürste h3 über
Fernleitung L,
Schleifbürste Y, Zuleitung N, -Lichtquelle O, Rückleitung
P und über Schleifbürste Z und Erde zurück zur Stromquelle S fließt. Die Lampe 0
leuchtet dann unter der Voraussetzung, daß Geber- und Empfängerarm synchron und
phasengleich laufen, an der gleichen Stelle, an der der umlaufende Geberarm I( an
dem Kontakt F vorbeistreicht. Bei jedem Vorbeistreichen des umlaufenden Kontaktarmes
H ,an dem ortsfesten Kontakt M wird ein zweiter Impuls zum Empfänger E gesandt:
Dieser Stromimpuls verläuft von der Stromquelle S über die Abzweigleitung T, Kontakt
M, Kontaktarm H, Schleifbürste X, Leitung V, Fernleitung L, Schleifbürste Y, Zuleitung
N, Lampe O, Rückleitung P über Schleifbürste Z und Erde zur Stromquelle S zurück.
-
Steht der Geberarm D in der in der Abbildung gezeigten Stellung, dann
zeigt sich am Empfänger E in der Nullstellung ein Dauerlicht. Verstellt man aber
den Geberarm D aus der gezeichneten Stellung nach dereinen oder anderen Richtung,
dann tritt in der Nullstellung am Empfänger Blinklicht und an der der Stellung des
Geberarmes entsprechenden Stelle Dauerlicht auf: Laufen Geber und Empfänger zwar
synchron, aber nicht phasengleich; -dann: wird das Blinken der Lampe O an einer
anderen Stelle als der Nullstellung auftreten und dadurch die Phasenungleichheit
anzeigen. Es kann dann z. B. durch ein Differentialgetriebe, das mit dem Empfängerarm
gekuppelt ist; Phasengleichheit zwischen Geber und Empfänger wiederhergestellt werden.
Das Blinklicht erscheint dann an dem Nullpunkt der Anzeigescheib.e des Empfängers.
In gewissen Fällen kann Iman ,auch die Skala oder Anzeigescheibe auf das abweichend
von der richtigen Lage erscheinende Blinklicht einstellen und dadurch eine eindeutige
Anzeige des übertragenen Winkels, der in diesem Falle allerdings eine andere Lage
gegenüber dem eingestellten Winkel am Geber hat, erzielen. Zeigt sich z. B. beim
Ingangsetzen der übertragungseinrichtung am Empfänger nur ein
Dauerlicht,
dann läßt sich daraus schließen, daß zufällig die Phasenlage zwischen Geber und
Empfänger dem Winkel des eingestellten Geberarmes entspricht. In diesem Falle ist
es dann nur notwendig, den Empfängerarm so lange zu drehen, bis das sofort erscheinende
Blinklicht auf dem Nullpunkt der Empfängerskala steht. Es deckt sich dann die Gebereinstellung
mit der Anzeigestellung am Empfänger.
-
Dein beschriebenen Verfahren gemäß der Erfindung entsprechend können
auch Einrichtungen mit drahtloser übertragung der Impulse, die durch Änderung eines
- magnetischen oderelektrostatischen Feldes erzeugt werden, ausgebildet werden.
Schwierigkeiten irgendwelcher 'Art bietet die Anwendung des neuen Verfahrens .auch
bei solchen Einrichtungen nicht.