-
Eütladungsröhre, insbesondere für Tonaufzeichnungen Es sind Entladungsröhrein,
insbesondere solche mit Edelgasfülltmg bekannt, bei deinen durch besondere Mitte-dafür
gesorgt ist, daß leine möglichst schmale linieaxie Entladung stattfindet. So war
@es z. B. bekannt,' Leuchtröhren für Reklamezwecke usw. in der Weise ,auszubilden,
daß die äußere: oder innere Wandung reines langen Glaszylinders bis auf einen für
den Lichtaustritt bestimmten Schlitz mit ,einem Metallschirm bedeckt wird, dem das
Potential einer der beiden a ;n den Stirnenden des Zylinders angebrachten Elektroden
aufgedrückt wird. Dies geschieht zu dem Zweck, in der Röhre eine kapazitive Hilfsientladung
herbeizuführen, durch die die Sparruins zwischen den beiden -eigentlichen Entladungs--elektrod,en
der Röhre herabgesetzt .werden soll: Während bei diesen bekannten Röhren, die für
Hochspannungsbetrieb. vorgesehen sind, die Breite des austretenden. -Lichtstreifens
immer noch verhältnismäßig groß ist, ist es die Aufgabe,der vorliegenden Erfindung,
Leine Entladungsröhre- zu schaffen, bei ,der der äustretende Lichtstreifen ausnehmond
schmal ist. In iergber Linie soll diese neue Röhre nun photographischen Aufzeichnen
von - Sprechströmen benutzt werden. Bei diesem Verfahren wird bekanntlich eine möglichst
schmale lineare Lichtquelle auf dem sienkrecht zur Ausdehn,#ngdieser Lichtquelle
bewegten Film photographiert. Da die Breite .dieses Lichtstreifen- auf-dem Aufnahmefilm
nur winzige Bruchteile eines Millimeters bietragen darf, empfilehit es sich, schon
,aus diesem Grundre die Lichtquelle selbst zebienfalls möglichst schmal zu halten,
damit man ohne allzu teure und schwierige optische Hilfsmittel -eine s'c'harfe Abbildung
der linearen #Lichtquelle auf dem Tonfilm !erhält.
-
Man- könnte nun diese Aufgabe, eine lineare Lichtquelle in Formeiner
möglichst schmalen Gasentladung zu erhalten, in der Form lösen, daß man die vorstehend
besc'hrieb.ene bekannte Entladungsröhre in ihren äußeren Abmessungen entsprechend
verringert, Das, hätte ;aber folgende Nachteibe: Der Gasinhalt bzw. der Evakuierungsgradeiner
Röhre von iausgesprochen geringem Volumen läßt :sich .praktisch schwer konstant
halten, da Verunreinigungen, idie z. B. beim Erwärmen der Elektroden frei ,gemacht
werden, in ei;nem kleinen Gefäßraum relativ vielstärker zur Wirkung kommen ;als
in @ei;nem größeren Raum. Außerdem haben Röhren ausgesprochen kleinen Inhalts den
Nachteil, -daß sie sich, insbesondere bei längerem B@etrieb,-sehr rasch @erwärmen,
was wieder eine stärkere Gasabgabe und unter Umständen auch eine Benachteiligung
oder Zerstörung der. Elektroden. oder sonstiger Teile zur Folge hat.
-
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung :die Entladgngsr-öhre
so ausgeführt, daß der metallische, die Entladungsbahn
umgebende
Zylinder nicht, wie es bekannt war., auf der inneren Glaswandung der Röhre ,angebracht
ist, sondern als selbständiger schmaler Zylinder, dessen Durchmesser beträchtlich
geringer ist als der der. Innenwandung der Röhre, im Inneren der Röhre angeordnet
ist. , Man kann also nunmehr diesen Zylinder so schmal ;ausführen, wie dies im Hinblick
auf den jeweiligen Verwendungszweck, insbesondere für die Zwecke der Tonaufzeichnung,
;notwendig bzw. erwünscht ist, und behält trotzdem in der Bemessung .des Rauminhaltes
,der Entladungsröhre selbst freie Hand. Es ist daher trotz der äußersten Konzentrationsmöglichkeit
für die leuchtende Entladung dann nicht zu befürchten, daß sich die Röhre stärker
erwärmt bzw. daß :eine merkliche Gasabgabe, die das Vakuum beeinträchtigen könnte,
erfolgt.
-
Außerdem hat der in Verbindung mit dem Erfindungsgegenstand verwendete
Metallzylinder nicht wie bei der bekannten- Anordnung die Aufgabe,. die Entladungsspannung
herabzusetzen, sondern er dient hauptsächlich als Konzentrationszylinder, wobei
seine Konzentrationswirkung für die Lichtentladung sowohl mechanisch wie auch elektrisch,
z. B. durch Anlegen. einer Spannung, zustande kommt. Es empfiehlt sich ferner, ebenso
wie bei den bekannten Entladungsröhren, die Innenfläche des Konzentrationszylinders-
aus einem optisch gut reflektierenden Stoff, z. B. aus Silber, herzustellen, durch
älen die Intensität des" aus -dem Zylinderschlitz heraustretenden Lichtstreifens
weiter erhöht wird.
-
Man kamt. den geschlitzten. Konzentrationszylinder gemäß der Erfindung
vorteilhaft als Belag eines im Innern adereigentlichen Entladungsröhre befindlichen,
in diesem z. B. axial verlaufenden schmaleren Röhrchens ausbilden. Das innere Rährchen
unterstützt von sich aus die, Konzentration °Üer Entladung auf mechanischem Wege.
-Zur Unterstützung der Wirkung der, Erfindung ist es unter Umständen von Vorteil,
den zylindrischen, statischen Schiren nicht so auszubilden, daß sein Querschnitt
kneisfö.rmig ist, sondern 'derart, .daß dieser Querschnitt eine mehr parabolische
Form erhält, und zwar so, daß der austretende Lichtstrefen ,nur möglichst aus parallelen
Strahlen besteht, wodurch eine weitere Konzentrierung der zur Verfügung stehenden
I.ichtrnengenerzielt # wird.
-
Die Zeichnung zeigt sein Ausführungsbeispiel der Erfindung: Das länglich
geformte Vakuumgefäß g ist an seinen beiden Enden `mit zwei Elektroden vergehen,
von denen die eine die Anode a bildet, während die andere als Kathoje, und zwar
zweckmäßig als Glühkathode h ausgebildet ist. Im Innern der Röhre befindet sich
entlang :dem Ftntladungswege zwischen den beiden. Elektroden ein schmales Glasröhrchenr.
Auf :diesem sitzt eine als statischer Schirm wirkende Metallhülse s, die bis auf
Teinen schmalen Spalt p von ungefähr i mm bis 1/100Q mm Breite völlig geschlossen
ist. Sie kann mit der Anode verbunden sein; jedoch ist dies inicht unbedingt notwendig,
.da sie :auch ohne Verbindung mit einer der beiden Elektroden durch die Entladung
selbst ,aufgeladen wird und eine statische Wirkung ausübt. Hergestellt wird die
Metallhülse s entweder aus Stanniol, welches auf das Innenröhrchen r aufgebracht
ist, oder auch durch Zerstäuben oder ;auf galvanis c hem Wege. -Selbstverständlich
ist es nicht unbedingt nötig, daß .sie auf .dem Röhrchen r selbst aufsitzt, sondern
sie kam sich irgendwo im Innern des Glasgefäßes g befinden, nur muß die Bedingung,
daß ihr Durchmesser erheblich geringer ist als der Durchmesser ,der Innenwand der
Röhre, ierhalten bleiben. Eine solche Ausführung kommt insbesondere dann in Betracht,
wenn. das innere Röhrchen fortgelassen ist. -Die vorliegende Erfindung ist außer
zur Aufzeichnung von Sprechströmen auch zur Aufzeichnung bzw: Sichtbarmachung andexer
Ströme, beispielsweise von Bildströmen in der Bildübertragung und beim Fernsehlee,
ferner auch für Oszillographen u. dgl. geeignet.