DE69409247T2 - Schnittstellenschaltung für auf einem Halbleiter in MOS/CMOS-Technologie monolithisch integrierte elektronische Einrichtungen - Google Patents

Schnittstellenschaltung für auf einem Halbleiter in MOS/CMOS-Technologie monolithisch integrierte elektronische Einrichtungen

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schnittstellenschaltung zum Treiben der Eingangsstufe elektronischer Bauelemente, die monolithisch auf einem Halbleiter in MOS/COMS-Technologie integriert sind.
  • Diese Bauelemente können durch verschiedene logische Strukturen implementiert werden, beispielsweise einen Schmitt-Trigger, ein NOR- oder NAND-Logikgatter oder einen Negator.
  • All diese Bauelemente empfangen ein Eingangssignal, welches an ein dünnes Gate Oxid gelegt wird.
  • Um die Leistungsfähigkeit integrierter Bauelemente zu steigern, insbesondere bezüglich ihrer Größe, ihrer Leistungsaufnahme und ihrer Arbeitsgeschwindigkeit, werden bekanntlich zunehmend höher entwickelte Technologien eingesetzt, bei denen eine Verringerung der horizontalen und vertikalen Abmessungen der integrierten Halbleiterbauelemente einhergeht mit einer Verringerung der für diese Bauelemente vorgesehenen Versorgungsspannungen.
  • Insbesondere können herabgesetzte Versorgungsspannungen und mithin herabgesetzte Amplituden der betroffenen Signale das elektrische Leistungsvermögen der oben erwähnten Bauelemente steigern. In der Tat führt eine solche Verringerung sowohl zu weniger Verlustleistung als auch zu schnelleren Übergängen zwischen den logischen Zuständen. Niedrigere Versorgungsspannungen ermöglichen auch die Lösung von Problemen, die mit dem Aspekt der Zuverlässigkeit in Verbindung stehen. Das Vorhandensein elektrischer Felder innerhalb integrierter Bauelemente aufgrund von Spannungen, die für die verfügbaren Geometrien möglicherweise zu hoch sind, können Ursache sein für abnormale Verlustleistungen sowie Stromverluste und Durchbrüche des Transistor-Gateoxids.
  • Diese unvermeidlichen Umstände führen zu einer verkürzten Nutz- Lebensdauer des integrierten Bauelements.
  • Aus den obigen Betrachtungen ersieht man, daß jeglicher Integrationsprozeß von Entwurfsregeln abhängt, die sowohl die Bemessungs- als auch die elektrischen Beschränkungen festlegen. Insbesondere setzen Entwurfsregeln Grenzen nicht nur für den Schritt des Bauelements-Wachstums, sondern ebenso hinsichtlich des Anwendungsgebiets.
  • Ferner können die hier in Rede stehenden integrierten Bauelemente möglicherweise nicht in einem Anwendungs-Kontext verwendet werden, welcher technologisch gesehen homogen ist.
  • Dies betrifft die Verbindung von Bauelementen, die mit unterschiedlichen Spannungen gespeist werden, so daß bezüglich der Schnittstellen dieser Bauelemente zahlreiche schwerwiegende Probleme entstehen.
  • Ein Beispiel für eines dieser Probleme ist folgendes: eine Eingangsstufe eines integrierten Bauelements muß mit Signalen größerer Amplituden angesteuert werden, als es der für dieses Bauelement maßgeblichen Grenzspannung entspricht.
  • Dies kann umfangreiche Schäden insbesondere deshalb hervorrufen, weil der hohe Wert der Spannungen zwischen dem Gate und dem Drain- Anschluß oder zwischen dem Gate- und dem Source-Anschluß der MOS- und COMS-Transistoren des Bauelements vorhanden ist.
  • Um diesen Nachteil zu verrneiden, wurden Schnittstellenschaltungen eingesetzt, die auf dem gleichen Chip integriert sind wie das Bauelement selbst.
  • Die Schaffung solcher Schaltungen ermöglicht die Verrneidung einer direkten Verbindung zwischen den Bauelementen, die von Signalen unterschiedlicher Amplituden angesteuert werden, und dies ist tatsächlich ein Durchbrechen der elektrischen Beschränkungen, die durch die verringerte Dicke des Gate-Oxids vorgegeben sind.
  • Allgemein sollte darauf hingewiesen werden, daß die Hauptmerkmale einer guten Schnittstellenschaltung folgende sind:
  • - ihr sollte die gleiche Spannung wie dem integrierten Haupt- Bauelement zugeführt werden;
  • - sie sollte sicher die Zuführung von Eingangssignalen mit einer größeren Amplitude als der Versorgungsspannung aufnehmen;
  • - die zwischen Gate- und Source-Anschlüssen sowie Gate- und Drain- Anschlüssen der Transistoren in der Schaltung vorhandene Potentialdifferenz sollte niemals die durch die Entwurfsregeln festgesetzte Grenze überschreiten, welche gerade oberhalb der höchsten Versorgungsspannung für das integrierte Bauelement liegt; und
  • - sie sollte in der Lage sein, an den Eingang des angeschlossenen Bauelements ein Signal mit zwischen hohem und niedrigem Pegel variierender Amplitude zu übertragen, um die Bauelement- Ruheverlustleistung zu minimieren, wenn nicht zu eliminieren.
  • Eine im Stand der Technik verwendete Schnittstellenschaltung ist in Fig. 1 dargestellt.
  • Wie aus dieser Figur ersichtlich ist, besitzt die allgemein mit 1 bezeichnete Schaltung einen Eingangsanschluß IN und einen Ausgangsanschluß OUT, zwischen denen ein erster Transistor M1, beispielsweise ein N-Kanal-MOS-Transistor geschaltet ist, der einen ersten und einen zweiten Anschluß sowie einen Steueranschluß besitzt.
  • Insbesondere sind der erste und der zweite Anschluß des Transistors M1 dem Eingangsanschluß IN bzw. dem Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 zugeordnet.
  • Der Steueranschluß des Transistors M1 ist an einen Versorgungsspannungspol Vdd angeschlossen.
  • Die Schnittstellenschaltung 1 arbeitet wie folgt:
  • Der Transistor M1 ist dauernd leitend, weil sein Steueranschluß an die Versorgungsspannung Vdd angeschlossen ist, wobei Vdd beispielsweise 3V beträgt.
  • Dies führt dazu, daß die Spannung an dem zweiten und dem Steueranschluß des Transistors M2 stets einen Wert in der Nähe der Schwellenspannung VT des Transistors besitzt.
  • Bei einem N-Kanal-MOS-Transistor beträgt diese Spannung typischerweise etwa 1V.
  • Wenn also beispielsweise an den Eingangsanschluß IN der Schnittstellenschaltung 1 eine Spannungswellenform Vin mit einer Amplitude von 0 bis 5V belegt wird, schwankt die Spannung Vout am Ausgangsanschluß OUT der Schaltung 1 zwischen 0V und einem Wert, der annähernd Vdd -VT entspricht, d.h. etwa 2V bei einer Versorgungsspannung Vdd = 3V und der Schwellenspannung VT im Bereich von 1V.
  • Wenn nun der Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 an den Eingangsanschluß einer Logikschaltung 2 gelegt wird, beispielsweise eines Negators, dessen hoher Pegel mit dem Wert der Versorgungsspannung Vdd, hier 3V, übereinstimmt, wird, da die Spannung am Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 etwa 2V beträgt, der Negator niemals als Eingangsgröße einen ausreichend hohen Pegel empfangen, durch den sein ordnungsgemäßes Arbeiten gewährleistet ist.
  • Aus diesem Grund ist gemäß den Fig. 2, 3 und 4 das dynamische Ausgangsverhalten der Logikschaltung 2, wie sie sich bei verschiedenen Werten der Versorgungsspannung Vdd darstellt, sehr langsam.
  • Weiterhin kann man unter Bezugnahme auf die Fig. 2, 3 und 4 sehen, daß außerdem durch die Logikschaltung 2 ein unerwünschter Strom (Ruheversorgungsstrom) fließt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schnittstellenschaltung für auf einem Halbleiter in MOS/COMS- Technologie monolithisch integrierte elektronische Bauelemente anzugeben, die jegliche Logikstrukturen mit einem Signal größerer Amplitude ansteuern können, als es der höchsten Betriebsspannung entspricht, die für die spezifischen Merkmale der Festigkeit und Zuverlässigkeit des Gate-Oxids gegeben sind, während die Merkmale der elektrischen Leistungsfähigkeit der Struktur erhalten bleiben.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Schnittstellenschaltung für elektronische Bauelemente, die auf einem Halbleiter in MOS/COMS- Technologie monolithisch integriert sind, wie sie im Anspruch 1 angegeben ist.
  • Die Merkmale und Vorteile einer Schaltung gemäß der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung, die als nicht beschränkend zu verstehendes Beispiel unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen zu lesen ist.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • Fig 1 ein Diagramm einer zum Stand der Technik gehörigen Schnittstellenschaltung;
  • Fig. 2, 3 und 4 das für unterschiedliche Werte der Versorgungsspannung, abgeschätzte Muster der Spannung Vout und Vout'am Ausgang der Schnittstellenschaltung nach Fig. 1 bzw. am Ausgang einer daran angeschlossenen Logikschaltung;
  • Fig. 5 ein Diagramm einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung;
  • Fig.6, 7 und 8 das für unterschiedliche Werte der Versorgungsspannung abgeschätzte Muster, der Spannungen Vout und Vout' am Ausgang der Schnittstellenschaltung nach Fig. 5 und am Ausgang einer daran angeschlossenen Logikschaltung.
  • Bezugnehmend auf die Zeichnungsfiguren ist allgemein und schematisch bei 1 eine Schnittstellenschaltung für elektronische Bauelemente dargestellt, die in MOS/COMS-Technologie monolithisch auf einem Halbleitermaterial integriert sind, wobei die Schnittstellenschaltung einem Eingangsanschluß IN und einen Ausgangsanschluß OUT enthält.
  • Zwischen diesen beiden Anschlüssen befindet sich ein erster Transistor M1, beispielsweise ein N-Kanal-MOS-Transistor mit einem ersten und einem zweiten Anschluß sowie einem Steueranschluß
  • Der erste und der zweite Anschluß des Transistors M1 sind dem Eingang IN bzw. dem Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 zugeordnet, während ein Steueranschluß an einen Versorgungsspannungspol Vdd angeschlossen ist.
  • Wie in Fig. 5 gezeigt ist, enthält die Schnittstellenschaltung 1 in vorteilhafter Weise außerdem einen zweiten Tranistor M2, der ein N- Kanal-MOS-Transistor mit einem ersten und einem zweiten Anschluß sowie einem Steueranschluß sein kann.
  • Der erste und der zweite Anschluß des Transistors M2 sind mit dem Versorgungsspannungspol Vdd bzw. dem Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 verbunden, während sein Steueranschluß mit dem Eingangsanschluß IN der Schnittstellenschaltung 1 gekoppelt jst.
  • Ebenfalls bezugnehmend auf Fig. 5 ist der Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 mit einem Eingangsanschluß einer Logikschaltung 2, beispielsweise einem Negator, verbunden.
  • Die Logikschaltung 2 besitzt einen hohen Pegel, der übereinstimmt mit der Versorgungsspannung Vdd, z.B. Vdd = 3V, sowie einen niedrigen Pegel, der mit einem Spannungswert übereinstimmt, der mit Vss bezeichnet ist, z.B. Vss = 0V.
  • Die Schnittstellenschaltung arbeitet folgendermaßen:
  • Wenn der Eingangsanschluß IN der Schnittstellenschaltung 1 z.B. eine Spannungswellenform Vin mit einer Amplitude im Bereich von 0V bis 5V empfängt, leistet nur der Transistor M1 einen Beitrag zu dem Wert der Spannung Vout am Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 innerhalb eines Segments, welches von 0V bis zu einem entsprechenden Wert von annähernd Vdd -Vd, d.h. etwa 2V reicht, wobei Vdd = 3V die Versorgungsspannung und VT die Schwellenspannung des Transistors M1 ist, bei dem es sich um einen N- Kanal-MOS-Transistor handelt, der typischerweise einen Schwellenwert von etwa 1V besitzt.
  • Damit hat der Transistor M1 im Grunde genommen die Funktion, an den Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 den niedrigen Pegel der Eingangsspannung Vin zu transferieren, in diesem Fall 0V übereinstimmend mit dem niedrigen Pegel Vss der Logikschaltung 1.
  • Der Transistor N2 wiederum, der mit seinem Steueranschluß an den Eingangsanschluß IN der Schnittstellenschaltung 1 angeschlossen ist, wird leitend, wenn die Eingangsspannung Vin sich dem hohen Pegel nähert.
  • Da dieser Pegel typischerweise viel höher ist als der Wert Vdd +VT mit VT als Schwellenspannung des Transistors M2, erhält die Spannung Vout am Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 den Wert Vdd als asymptotischen Wert. Deshalb füngiert der Transistor M1 so, daß er an den Ausgangsanschluß OUT der Schnittstellenschaltung 1 den Wert Vdd transferiert, der mit dem hohen Pegel der Logikschaltung 2 übereinstimmt.
  • Wie in den Fig. 6, 7 und 8 gezeigt ist, übersteigt die Ausgangsspannung Vout, die flir unterschiedliche Werte der Versorgungsspannung Vdd berechnet wurde, niemals die vorgenannten Werte, so daß die korrekten Betriebsbedingungen für die Logikschaltung 2 eingehalten werden.
  • Außerdem sieht man anhand der Fig. 6, 7 und 8, daß durch Betrieb bei korrekten Betriebsbedingungen die Logikschaltung 2 keinen festen Strom mehr zieht.
  • Außerdem werden die Transistoren M1 und M2 in ihrem korrekten Arbeitsbereich betrieben, vorausgesetzt natürlich, daß der entsprechende Wert Vinmax - Vddmin niemals die Beschädigungsspannung für das Gate Oxid übersteigt, die in der Nähe von Vddmax liegt.

Claims (4)

1. Schnittstellenschaltung für monolithisch integrierte elektronische Bauelemente, umfassend einen Eingangsanschluß (IN) und einen Ausgangsanschluß (OUT) mit mindestens einem ersten Transistor (M1), der zwischen diese Anschlüsse geschaltet ist und einen ersten sowie einen zweiten Anschluß sowie einen Steueranschluß besitzt, von denen der erste und der zweite Anschluß dem Eingangsanschluß (IN) bzw. dem Ausgangsanschluß (OUT) zugeordnet sind, während der Steueranschluß an einen Versorgungsspannungspol (Vdd) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen zweiten Transistor (M2) mit einem ersten und einem zweiten an den Versorgungsspannungspol (Vdd) bzw. den Ausgangsanschluß (OUT) der Schnittstellenschaltung (1) gekoppelten Anschluß und einem an den Eingangsanschluß (IN) der Schnittstellenanschluß (IN) angeschlossenen Steueranschluß enthält.
2. Schnittstellenschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (M1) und der zweite (M2) Transistor N-Kanal-MOS- Transistoren sind.
3. Schnittstellenschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie in der Technologie monolithisch integriert sind, die zum Implementieren von MOS/COMS-Transistoren verwendet wird.
4. Schnittstellenschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsanschlu (OUT) der Schaltung dazu ausgelegt ist, eine Eingangsstufe einer Logik-Struktur (2) anzusteuern.
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