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Vorrichtung für die Gesteinstaubbekämpfung mittels Wasser oder Schaum
Zur Vernichtung des beim Bohren im Gestein anfallenden Staubes wird im Untertagebetrieb
ein Verfahren benutzt, bei dem zusammen mit dem Bohrer ein dünnes Spülröhrchen mit
in das Bohrloch eingeführt wird, so daß unmittelbar hinter der Schneide der Bohrstaub
gebunden und durch das ständig fließende Wasser als Bohrschmand aus dem Bohrloch
herausbefördert wird. Dabei ist es bisher erforderlich, das Spülröhrchen von Hand
zu führen und, wenngleich man zur Erleichterung des Bohrens den Hammer auf einem
$ohrbrett oder einem Bohrknecht aufsetzt, ist diese Arbeitsweise äußerst umständlich.
Jedenfalls gehört ein besonderes Geschick des Arbeiters dazu, neben dem Bohrhammer
.auch noch das Spülröhrchen von Hand zu halten und immer so in dem Bohrloch zu führen,
daß durch den umlaufenden Bohrer das Spülröhrchen nicht beschädigt wird. Dies ist
um so schwieriger, als das Spülröhrchen im allgemeinen von vornherein so lang ausgeführt
wird, daß es auch beim Einwechseln längerer Bohrer benutzt werden kann. Da der Wasseranschluß
am hinteren Ende des Spülröhrchens vorgesehen ist, wird vornehmlich beim Beginn
der Bohrarbeit mittels eines kurzen Bohrers durch den Wasserschlauch das Spülröhrchen
am freien Ende heruntergezogen, so däß der Arbeiter je nach der Richtung der Bohrlöcher
Mühe hat, das Spülröhrchen immer in der richtigen Zuordnung zur Bohrstange bzw.
zum Bohrhammer zu halten.
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Man hat auch schon vorgeschlagen, das das # Staubbekämpfungsmittel
zuführende Röhrchen durch eine den Bohrer umschließende Drahtspirale im Bohrloch.@festzulegen.
Dabei wird beim Einführen der Drahtspirale in das Bohrloch diese durch Langziehen
öder
Drehen in ihrem Durchmesser verkleinert, während sie sich beim
Loslassen ausdehnt und das Spülröhrchen gegen die Bohrlochwandung festpreßt. Mit
Hilfe einer solchen Drahtspirale kann das Spülröhrchen aber nuij wenige Zentimeter
in das Bohrloch eingeführt werden, so daß beispielsweise bei Verwendung von Wasser
als Staubbekämpfungsmittel nicht damit gerechnet werden kann, daß bei Herstellung
von Schußlöchern; die 2,5o m und darüber in das Gestein gebohrt werden müssen, eine
wirksame Staubbekämp-: fung erzielt wird, denn es ist nicht damit zu rechnen, daß
das Wasser tatsächlich auf die Bohrerschneide auftrifft, wie dies zu einer wirksamen
Vernichtung des Bohrstaubes erforderlich ist.
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Man hat ferner vorgeschlagen, das Spülröhrchen an der Bohrmaschine
selbst festzulegen, und zwar wird dabei die Anordnung so getroffen, daß das Röhrchen
selbst nicht mit in das Bohrloch eingeführt werden soll, sondern es soll lediglich
eine Spritzdüse auf den Bohrlochmund gerichtet werden. Die Wirksamkeit einer solchen
Benetzung des Bohrlochmundes ist aber noch schlechter als bei der vorgeschlagenen
Einrichtung. Abgesehen davon ist auch die Festlegung des Spülröhrchens mittels Schraubverbindungen
unmittelbar am Hammergehäuse keine zuverlässige, denn unter den dauernden Erschütterungen
beim Arbeiten des Bohrhammers lösen sich die Schraubverbindungen, d. h. daß durch
deren immer wieder erforderlich werdendes Anziehen die Arbeitsleistung außerordentlich
beeinträchtigt wird.
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Schließlich hat man auch vorgeschlagen, bei der Bohrarbeit mittels
Hohlbohrer den auf das Einsteckende aufzusetzenden Spülkopf an einer besonderen,
an den Pufferstangen des Bohrhammers festgelegten Schiene anzuhängen, eine Maßnahme,
die mit der Gesteinstaubbekämpfung mittels Spülröhrchen in keinem Zusammenhang steht:
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hilfsvorrichtung für die Gesteinstaubbekämpfung,
und zwar insonderheit für die Gesteinstaubbekämpfung mittels Spülröhrchen. Diese
Art der Gesteinstaubbekämpfung hat gegenüber der Bekämpfung mittels Hohlbohrern
zunächst den Vorteil, daß die Gefahr des Brechens von Vollründbohrern viel kleiner
ist wie auch der Flankenverschleiß der Bohrerschneide beim Bohren im Sandstein erträglicher
ist. Auch bezüglich der aufzuwendenden Kosten liegen die Vorteile klar beim Bohren
mit Vollrundbohrern.
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Die Erfindung baut auf der Erkenntnis auf, daß die wirksamste Bekämpfung
des Gesteinstaubes dann gegeben ist, wenn das Bekämpfungsmittel unmittelbar hinter
der Bohrerschneide zugeführt wird, d. h. daß das Spülröhrchen mit dem Bohrer in
das Bohrloch eingeführt werden muß, wie dies auch im_ Gegensatz zu den bekannten
Vorschlägen, vie eingangs erwähnt, durch Nachführen des ' Spülröhrchens von Hand
praktisch durchgeführt wird. Die Erfindung bezieht sich auf eine Hilfsvorrichtung,
die es ermöglicht, das Spülröhrchen am Hammer festzulegen, so daß mit der . Handhabung
des Hammers selbsttätig das Spülröhrchen in dem richtigen Abstand hinter der Bohrerschneide
nachgeführt wird. Im Gegensatz zu dem bekannten Vorschlag wird dabei eine das Spülröhrchen
durch Klemmung festlegende Vorrichtung benutzt, die auf eine der bei Hämmern üblicher
Bauart vorgesehenen Pufferstangen aufgesetzt und gegen den Hämmer durch zwischen
den Bohrhammergriff und der vorderen Klemmplatte eingesetzte Pufferfedern in Längsrichtung
abgestützt wird, so daß die vornehmlich in Längsrichtung auftretenden Stöße des
Bohrhammers in weitestgehendem Maße von der Haltevorrichtung und dem Spülrohr abgehalten
werden. Auf diese Weise wird eine verläßliche, über die ganze Betriebsdauer erhalten
bleibende Festlegung des Spülröhrchens erzielt, da durch die federnde Abstützung
der Haltevorrichtung. die zum Einklemmen des Spülröhrchens dienende Schraubverbindung
von den Erschütterungen entlastet wird.
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Der Aufbau und die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes soll an
Hand einiger Ausführungsbeispiele beschrieben werden, die in den beiliegenden Zeichnungen
wiedergegeben sind. Diese lassen in Abb. i in schematischer Darstellung eine Gesamtanordnung
erkennen, während in Abb: :2 bis 7 in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt und im
Querschnitt verschiedene Ausführungen in größerem Maßstab dargestellt sind.
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Das in das Bohrloch io neben der Bohrstange i i her bis dicht hinter
die Schneide dieser geführte Spülröhrchen iz wird mit Hilfe einer Haltevorrichtung
13 an dem Bohrhammer 14 festgelegt, so daß mit dem weiteren Eindringen des Bohrers
in das Gestein das Spülröhrchen mit vorgeschoben. wird, und zwar unter Beibehaltung
der richtigen Zuordnung -zur Bohrschneide. Das Spülröhrchen wird dabei so lang ausgeführt,
däß es sowohl bei Benützung kürzerer als auch längerer Bohrer benutzt werden kann;
dabei ist der Wasseränschluß 15 am hinteren Ende des Spülröhrchens vorgesehen; beim
Wechseln der Bohrstangen braucht das Spülröhrchen daher in der ,Haltevorrichtung
13 Lediglich - um das entsprechende Maß vorgezogen zu werden.
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Um die beim Bohren auftretenden Rückstöße
von dem
Spülröhrchen und der Haltevorrichtung 13 fernzuhalten, wird letztere auf eine der
bei Bohrhämmern üblicher Bauart vorhandenen Pufferstangen 16 aufgesetzt und durch
zwischen den Hammergriff 17 und die vordere Spannplatte 18 eingeschaltete Pufferfedern
i9, i9. in der Längsrichtung festgelegt. Trotz einer gewissen Nachgiebigkeit der
Verbindung wird auf diese Weise immer die erforderliche Zuordnung gewahrt, jedenfalls
der Arbeiter damit aber entlastet, so daß insgesamt eine bessere _ Bohrleistung
erzielt wird.
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Gemäß Abb. 2 und 3 besteht die Haltevorrichtung 13 aus einer aus dünnem
Stahlblech gebildeten Schelle, die mittels der Öse 2o die Pufferstange 16 umschließt,
deren Schenkeln vorn in klauenartige Umbieguhgen 21 enden. Zwischen diese Umbiegungen
21 wird das Spülröhrchen 12 eingesetzt und durch Anziehen derdie Schelle durchsetzenden
Schraube 22 mittels des Handgriffs 23 eine solche Anpressung erzielt, daß das Röhrchen
12 praktisch gegen Verschieben in der Längsrichtung festgelegt ist. Die Umbiegungen
21 sind so bemessen, daß verschieden starke Spülröhrchen benutzt werden können,
wie andererseits auch die .Schenkel der Haltevorrichtung in einem solchen Abstand
voneinander stehen, daß in jedem Falle eine, Spannungsverbindung entsteht.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb.4 und 5 wird mittels der Ösen
2o' auf der Pufferstange 16, und zwar ebenfalls unter Zwischenschaltung der Pufferfedern
i9 ein winkelförmiges Anlagestück 23' festgelegt, in dessen Scheitelpunkt das Spülröhrchen
12 eingelegt wird. An dem einen Schenkel ist durch ein Scharnier 24 eine Klemmplatte
23 gelagert, die durch Riegel 26, die hinter Ausschnitte 27, des anderen Schenkels
greifen, fest gegen das Spülröhrchen 12 zur Anlage gebracht wird. Die Riegel 26
werden durch, eine Kuppelstange 27, an der eine Handhabe 28 vorgesehen ist, zusammengefaßt.
Um auch bei dieser Vorrichtung Spülröhrchen verschiedener Durchmesser benutzen zu
können, werden die Kästen 27, die auch zur Erzielung einer Anpressung entsprechend
schräg gestellt sind, doppelt ausgebildet. Statt der beiden Riegel 26 kann natürlich
auch nur ein einzelner Riegel benutzt werden, der dann gleichzeitig auch mit einem
Handgriff versehen wird.
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Der in Abb. 6 und 7 dargestellten Weiterbildung liegt der Gedanke
zugrunde, zum Festlegen des Spülröhrchens in der Haltevorrichtung statt einer mechanischen
Klemmvorrichtung den Druck der - Spülflüssigkeit zur Erzeugung eines Anpressungsdrucks
zu benutzen. Dies wird auf folgende Weise erzielt: auf der Pufferstange 16 wird
wiederum mittels der Ösen 2o' der Führungskörper 23' festgelegt, und zwar ebenfalls
unter- Benutzung der Pufferfedern i9, i9. Indem beispielsweise U-förmig ausgebildeten
Führungskörper 23' wird ein membranartig wirkendes Gummikissen 29 vorgesehen. Das
Spülröhrchen 12 erhält an seinem hinteren: Ende einen Einsatzkörper 30, der sich
mit einigem Spiel zwischen den Schenkeln des Körpers 23' führt. Beim Öffnen des
an dem Führungskörper 23' vorgesehenen Wasseranschlußhahnes 31- tritt das Spülwasser
in das Gummikissen ein, so daß das Spülröhrchen 12 mit dem Einsatzkörper 3o nach
außen .gedrückt wird: Dabei werden von den auf der Oberseite des Einsatzkörpers
30 vorgesehenen Quernuten 32 zwei den Führungskörper 23' überbrückende Riegel
33 umfaßt, so daß das Spülröhrchen 12 gegen Längsverschiebung und gegen Querverschiebung
festgelegt ist.
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Ein besonderer Vorteil dieser Weiterbildung besteht darin, daß mit
dieser Verspannung durch Wasser gleichzeitig auch der Wasseranschluß mit dem Spülröhrchen
hergestellt wird.- Zu diesem Zweck besitzt das Gummikissen 29 eine durch einen Konus
34 bewehrte Durchtrittsöffnung 35, die beim Einsetzen des Spülröhrchens in -Übereinstimmung
mit einer in das Spülröhrchen selbst endenden Bohrung 36 gebracht wird. Da die Durchtrittsbohrung
35 im Verhältnis zu der Bohrung des Wasseranschlusses 31 verhältnismäßig klein ist,
entsteht in dem Gummikissen 29 ein solcher Überdruck, der genügt, das Spülröhrchen
ordnungsmäßig festzulegen, während andererseits durch das in das Spülröhrchen eintretende
Wasser eine ausreichende Anfeuchtung und Abbindung des $öhrstaubes gewährleistet
ist.
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Die bei dieser Ausführung zur Anwendung kommenden Spülröhrchen erhalten
die Länge der jeweils in dem Bohrhammer eingesetzten Bohrstange. Beim Wechseln des
Bohrers wird auch ein entsprechend längeres Spülröhrchen benutzt, und zwar ist damit
der weitere Vorteil verbunden, daß mit dem jedesmal erforderlichen Absperren des
Wassers bzw. Anstellen gleichzeitig auch die Festlegung des Spülröhrchens mit der
Haltevorrichtung durchgeführt wird. Selbstverständlich kann zu dem gleichen Zweck
auch statt der Festlegung durch Wasser eine mechanische Riegelvorrichtung ähnlich
denen nach Abb. 2 bis 5 benutzt werden.