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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verriegeln einer Zugangsklapptür
von Stollen und unterirdischen Bauwerken, insbesondere denjenigen für das
Telefonnetz, wobei die Zugangsklapptür aus einem oder mehreren Flügeln besteht.
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Zur Zeit werden unterirdische Bauwerke mit einer Klapptür verschlossen, welche
aus einem oder mehreren rechtwinkligen oder dreieckigen Flügeln besteht, die
gegossen, mechanisch und verschweißt oder aus Beton hergestellt sind und mit
ihren Rändern auf dem Falzboden einer Zarge ruhen, mit welcher sie mitunter
durch Verschrauben mittels von außen zugänglicher Bolzen verbunden sind.
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Der Nachteil dieser Vorrichtungen ist, daß sie jedermann Zugang zu obigen
Bauwerken gewähren, selbst zu den durch Verschraubung verschlossenen, da es
genügt, entsprechendes Werkzeug zu haben.
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Weiterhin besitzen die verschraubten Klapptüren den Nachteil, daß die Bolzen
rosten und sich festfressen können, was ihr Öffnen und Schließen schwierig
macht.
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Selbstverständlich stehen mit einem Schloß versehene Klapptürvorrichtungen zur
Verfügung, welche für die Ausrüstung gegenwärtiger Bauwerke vorgesehen sind,
wobei es aber vom ökonomischen Standpunkt nicht möglich ist, durch sie
vorhandene Vorrichtungen, auf Grund ihrer großen Anzahl, zu ersetzen.
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Weiterhin stehen Vorrichtungen zur Verriegelung einer Klapptür zur Verfügung,
welche an vorhandene Klapptüren anpassungsfähig sind, wobei sie aber nur
Klapptüren betreffen, die aus einem einzigen Flügel bestehen, der schwenkbar auf
der Zarge angebracht ist.
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Darüber hinaus ist aus dem Dokument FR-A-2 599 066 eine Vorrichtung zur
Verriegelung einer Zugangsklapptür von Stollen und unterirdischen Bauwerken
bekannt, die aus mindestens einem Flügel besteht. Dabei ist jeder Flügel mit
Riegeln versehen, welche gleichzeitig von einer Stange betätigt werden, die mit
dem zentralen Schließsystem zusammenwirkt, das an einem Endstempel
angeordnet ist.
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Die Erfindung hat eine Vorrichtung zum Verriegeln einer aus mindestens einem
Flügel bestehenden Zugangsklapptür von Stollen und unterirdischen Bauwerken
zum Gegenstand, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits ein als Bedienungsflügel
bezeichneter Flügel mit einem Schloß ausgestattet ist, das mittels eines Schlüssels
von außen zu betätigen ist, und daß andererseits der Bedienungsflügel und der
oder die anderen als abhängige bezeichneten Flügel Mittel enthalten, die im
Zusammenwirken mit den anderen abhängigen Flügeln oder mit der Zarge des
Bauwerks die Verbindung dieser abhängigen Flügel untereinander oder mit der
Zarge derart ermöglichen, daß das Aufsetzen der abhängigen Flügel einerseits nur
nach Entriegelung und Aufsetzen des Bedienungsflügels) erfolgen kann und
andererseits nur, nachdem mindestens ein abhängiger Flügel in bezug auf die
Zarge relativ derart geglitten ist, daß sich die Mittel von den an der Zarge
vorgesehenen Befestigungspunkten lösen.
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Entsprechend einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform, welche
insbesondere für Bauwerke geeignet ist, die aus Gründen des Verschleißes oder der
Oxidation den Ersatz der Zarge erfordern, umfaßt die Zarge in den Längsrändern
Aussparungen oder horizontale Anschläge, die zur Aufnahme von
Befestigungsstiften bestimmt sind, die seitlich an jedem Flügel, an deren Unterseite
angeschweißt, angeordnet sind.
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Die Anordnung eines Flügels wird realisiert durch dessen horizontales Gleiten auf
dem Falzboden der Zarge, bis seine Befestigungsstifte geneigte Flächen erreichen,
die bis zu den Aussparungen führen, oder auch je nach dem Aufbau der Zarge
unter den horizontalen Anschlägen eingreifen.
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Wenn die Befestigungsstifte in die Aussparungen oder unter den horizontalen
Anschlägen eingegriffen haben, kann der Flügel nicht mehr angehoben werden,
wobei durch die Anordnung des Bedienungsflügels und dessen Verriegelung
mittels des Schlosses, das er enthält, das Öffnen der Klapptür verhindert wird.
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Entsprechend einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform, welche an den
Fall angepaßt ist, daß die vorhandene Zarge erhalten bleibt, sind die abhängigen
Flügel an ihrer Unterseite entlang eines Randes einerseits mit zwei
Verschlußfedern bekannten Typs, deren Riegel in Schließbleche eingeführt werden
können, die unter der Zarge angebracht sind, und andererseits mit einer
Anschlagleiste, die von ihr nach außen übersteht, versehen, wobei der dieser
gegenüberliegende Rand mindestens zwei Befestigungsstifte enthält, die an der
Unterseite quer zum Rand angeordnet sind. Die Befestigungsstifte eines
abhängigen oder Bedienungsflügels werden unter den Anschlagleisten der
benachbarten abhängigen Flügel arretiert, wobei diejenigen des äußersten Flügels
in unter der Zarge angebrachte Schließbleche eingreifen.
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Entsprechend einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform sind, wenn die
Flügel einer Klapptür in zwei Teilen mit etwa dreieckiger Form ausgeführt sind,
an jedem der zwei Teile eines Flügels an seiner Unterseite mindestens zwei
Befestigungsstifte angeschweißt, davon einer unter dem Rand, der vorgesehen ist,
auf der Zarge aufgesetzt zu werden, wobei er unter einen horizontalen Anschlag
gesteckt wird, der an der Zarge angeschweißt ist, der andere unter dem Rand, der
zu diesem Teil diagonal und vorgesehen ist, unter dem entsprechenden Rand des
zweiten Teils angeordnet zu werden.
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Vorteilhafterweise sind die zwei Teile eines abhängigen Flügels einander ähnlich
und damit austauschbar, wie es die zwei abhängigen Flügel sind.
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Der Bedienungsflügel enthält einen Teil, der denen der abhängigen Flügel ähnlich
ist, und einen anderen, der außer dem Ausgang eines Riegels, wobei der Ausgang
auf der Seite, die an diejenige angrenzt, welche den Riegel enthält, mit einem
Verriegelungsstift, der in ein in der Zarge angebrachtes Schließblech führt, und
einem Bedienungsschloß versehen ist.
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Die erfindungsgemäßen Merkmale und Vorteile werden an Hand der folgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die im Anhang befindlichen Zeichnungen, die
einige Ausführungsformen darstellen, näher erläutert, wobei
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- Fig. 1 eine perspektivische und als Explosionsdarstellung ausgeführte
Teilansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Verriegelungsvorrichtung für eine Klapptür, deren Flügel als durchsichtig
angenommen sind,
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- Fig. 1a eine perspektivische Teilansicht einer Abwandlung der ersten
Ausführungsform,
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- Fig. 2 eine perspektivische und als Explosionsdarstellung augeführte Ansicht
einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, in welcher
die Flügel ebenfalls als durchsichtig angenommen sind,
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- Fig. 3 eine Schnittdarstellung einer Einzelheit von Fig. 2,
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- Fig. 4 eine Ansicht von unten einer Einzelheit von Fig. 2 und
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- Fig. 5 eine Teilansicht, als Draufsicht und Explosionsdarstellung, einer dritten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
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zeigt.
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Bezugnehmend auf Fig. 1 ist zu sehen, daß eine erfindungsgemäße
Verriegelungsvorrichtung für eine Klapptür eine Zarge 1 umfaßt, in deren Boden
10 des Falzes geneigte Flächen 11 angebracht sind, die zu Aussparungen 12
führen.
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Die Zarge 1 ist vorgesehen, zwei abhängige Flügel 2 und einen Bedienungsflügel 3
aufzunehmen. Die abhängigen Flügel 2 enthalten jeweils an ihrer Unterseite zwei
Befestigungsstifte 20, welche in der Nähe ihrer Ränder, die sich mit der Zarge in
Kontakt befinden, und im wesentlichen diagonal zueinander angeordnet sind.
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Der Bedienungsflügel 3 enthält an seinem Außenrand ein an seiner Unterseite
angeordnetes Schloß 30 eines bekannten Typs und längs seines
gegenüberliegenden Randes zwei Befestigungsstifte 31.
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Der Verschluß des Bauwerks wird in einem ersten Schritt realisiert durch einen
Gleitvorgang des abhängigen Außenflügels 2 über den Boden 10 des Falzes der
Zarge 1, bis die Befestigungsstifte 20 die geneigten Flächen 11 erreichen und sich
in die Aussparungen 12 einfügen. Der nachfolgende abhängige Flügel 2 und der
Bedienungsflügel 3 werden auf der Zarge 1 auf dieselbe Weise angeordnet,
anschließend wird das Schloß 30 verriegelt.
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Bezugnehmend auf Fig. 1a ist zu sehen, daß die Aussparungen 12 durch an die
Zarge 1 angeschweißte horizontale Anschläge 15 ersetzt werden können, wovon
nur einer dargestellt ist, wobei diese Ausführungsform insbesondere dann
vorgeschlagen wird, wenn das vorhandene Bauwerk vorgefertigt ist und es nicht
möglich ist, in der Zarge Aussparungen anzubringen.
Bezugnehmend auf die Fig. 2, 3 und 4 ist zu sehen, daß in einer zweiten
Ausführungsform jeder abhängige Flügel 2 einerseits Verschlußfedern 21 eines
bekannten Typs, die in der Nähe seines dem Bedienungsflügel 3 nächstliegenden
Randes angeordnet sind und deren Riegel 22 in Schließbleche 13 eingreifen
können, die unten an der Zarge 1 angebracht sind, und andererseits
Befestigungsstifte 23, die unter seinem gegenüberliegenden Rand angeordnet sind,
und weiterhin andererseits unter seinem die Verschlüsse 21 enthaltenden Rand
eine Anschlagleiste 24, die an das Ende des Randes angeschweißt ist und über
diesen nach außen vorsteht, umfaßt.
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Der Bedienungsflügel 3 enthält unter seinem Rand, der dem gegenüberliegt,
welcher das Schloß 30 umfaßt, Befestigungsstifte 32.
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Der Verschluß des Bauwerks wird in einem ersten Schritt realisiert durch einen
Gleitvorgang des abhängigen Außenflügels 2 über den Boden 10 des Falzes der
Zarge 1, bis die Befestigungsstifte 23 in die unten an der Zarge 1 angebrachten
Schließbleche 14 eingreifen, anschließend werden die Riegel 22 der Verschlüsse 21
in die Schließbleche 13 eingeführt. Der nachfolgende abhängige Flügel 2 wird
anschließend auf der Zarge 1 angeordnet, und nach einem Gleitvorgang greifen die
Befestigungsstifte 23 unter der Anschlagleiste 24 des am Ende befindlichen
abhängigen Flügels 2 ein, anschließend werden die Verschlüsse 21 betätigt, und
der Bedienungsflügel 3 wird an seine Stelle gebracht, wobei er das Ganze blockiert.
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Bezugnehmend auf Fig. 5 ist ein Bedienungsflügel 3 und ein abhängiger Flügel 2
sehen, die jeweils aus einer Verbindung von zwei Halbplatten 33, 34 bzw. 25, 26
mit im wesentlichen dreieckiger Form bestehen.
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Die Halbplatte 33 des Bedienungsflügels 3 enthält ein Schloß 30, das, außer der
Betätigung eines Riegels 35 die Betätigung eines Befestigungsstifts 36 ermöglicht,
der quer zum Riegel 35 an einem Rand angeordnet ist, der an denjenigen
angrenzt, welcher den Riegel 35 enthält.
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Die Halbplatten 25, 26 und 34 enthalten jeweils unter ihrem schrägen Rand einen
Befestigungsstift 27, 28 bzw. 37, der sich unter der benachbarten Halbplatte 26, 25
bzw. 33 anordnet, um deren Anheben zu verhindern.
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Die einander gleichen Halbplatten 34, 25 und 26 werden mit der nicht
dargestellten Zarge über Verriegelungsstifte 38 verbunden, die sich jeweils unter
einen horizontalen Anschlag 15, wie in Fig. 1a gezeigt, einfügen.
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Es ist festzustellen, daß die abhängigen Flügel unabhängig von der
Ausführungsform untereinander austauschbar sind, was im Verschleißfall ihren
Ersatz und außerdem den Verschluß des Zugangs zum Bauwerk erleichtert.