System für die Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildsignalen, in die Zeichensignale
eingefügt werden können
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Die Erfindung betrifft ein System zum Aufzeichnen und Wiedergeben von
Bildsignalen, die ein phasenmoduliertes oder ein frequenzmoduliertes Bild-Farbsignal
enthalten, auf und von einem Magnetband in schräg zur Bandlängsrichtung
verlaufenden, nebeneinanderliegenden Spuren, wobei die Bildsignale in einer ersten
Aufzeichnungs-Betriebsart und in einer ersten Wiedergabe-Betriebsart bei einer ersten
Bandgeschwindigkeit und in einer zweiten Aufzeichnungs-Betriebsart und in einer zweiten
Wiedergabe-Betriebsart bei einer zweiten Bandgeschwindigkeit, die vorzugsweise um
ein ganzzahliges Vielfaches kleiner ist als die erste Bandgeschwindigkeit, aufgezeichnet
und wiedergegeben werden können und wobei die in der ersten
Aufzeichnungs-Betriebsart aufgezeichneten Videosignale zusätzlich bei mindestens einer von der ersten
Bandgeschwindigkeit abweichenden ersten weiteren Bandgeschwindigkeit in mindestens einer
ersten weiteren Wiedergabe-Betriebsart und die in der zweiten
Aufzeichnungs-Betriebsart aufgezeichneten Videosignale zusätzlich bei mindestens einer von der zweiten
Bandgeschwindigkeit abweichenden zweiten weiteren Bandgeschwindigkeit in mindestens
einer zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart wiedergebbar sind und wobei zumindest
in die wiedergegebenen Bildsignale modulierte Zeichensignale eintastbar sind, die ein
phasenmoduliertes oder ein frequenzmoduliertes Zeichen-Farbsignal enthalten, wobei
das System eine zum Rücktransponieren eines wiedergegebenen Bild-Farbsignals in
einen ursprünglichen Frequenzbereich vorgesehene Transponierstufe aufweist, die an
einem Ausgang das rücktransponierte Bild-Farbsignal abgibt, mit einer dem Ausgang
der Transponierstufe nachgeschalteten Detektionsstufe, die bei einem phasenmodulierten
Bild-Farbsignal als eine Phasendetektionsstufe zum Detektieren der Phase des im
rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen Burstsignals und bei einem
frequenzmodulierten Bild-Farbsignal als eine Frequenzdetektionsstufe zum Detektieren der Frequenzen
der im rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen unmodulierten
Farbhilfsträgersignale ausgebildet ist und die an einem Ausgang ein halbzeilenfrequentes
Detektionssignal abgibt, mit einer dem Ausgang der Transponierstufe nachgeschalteten, von
einer Steuereinrichtung steuerbaren ersten Umschalteinrichtung, welche erste
Umschalteinrichtung bei der zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart des Systems von der
Steuereinrichtung in eine erste Schaltstellung geschaltet ist, in welcher ersten Schaltstellung
eine erste Verzögerungseinrichtung des Systems mit einer Verzögerungszeit von einer
Zeilendauer zur ersten Umschalteinrichtung in Reihe geschaltet ist und das an dem
Ausgang der Transponierstufe abgegebene rücktransponierte Bild-Farbsignal um eine
Zeilendauer verzögert zu einer weiteren Signalverarbeitungsstufe des Systems
weitergeleitet wird, und die bei allen anderen Wiedergabe-Betriebsarten des Systems von der
Steuereinrichtung in eine zweite Schaltstellung geschaltet ist, in welcher zweiten
Schaltstellung die erste Verzögerungseinrichtung überbrückt ist und das an dem Ausgang der
Transponierstufe abgegebene rücktransponierte Bild-Farbsignal unverzögert zu der
weiteren Signalverarbeitungsstufe weitergeleitet wird, und mit einem Zeichengenerator
zum Erzeugen von unmodulierten Zeichensignalen und mit einem mit dem
Zeichengenerator verbundenen Modulator, mit dem die unmodulierten Zeichensignale in
einzutastende modulierte Zeichensignale umwandelbar sind, und mit einer mit der weiteren
Signalverarbeitungsstufe und dem Modulator verbundenen Zeichen-Eintaststufe, mit der
die modulierten Zeichensignale zumindest in die wiedergegebenen Bildsignale eintastbar
sind, wobei der Modulator einen Steuereingang aufweist, dem ein mit dem genannten an
dem Ausgang der Detektionsstufe abgegebenen halbzeilenfrequenten Detektionssignal
phasenstarr verkoppeltes halbzeilenfrequentes Steuersignal zugeführt wird, um bei einem
phasenmodulierten Bild-Farbsignal ein Phasenverkoppeln und bei einem
frequenzmodulierten Bild-Farbsignal ein Frequenzverkoppeln der wiedergegebenen Bild-Farbsignale
mit den einzutastenden Zeichen-Farbsignalen zu erreichen. Die Erfindung betrifft
weiterhin ein Gerät zum Wiedergeben der Bildsignale.
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Ein System der eingangs erwähnten Art ist aus dem bekannten Stand der
Technik bekannt. Bei einem solchen System können Zeichensignale, die farbigen
Zeichen, wie farbigen Buchstaben oder farbigen Graphiksymbolen, entsprechen, in
Bildsignale eingetastet werden, die farbigen Bildern entsprechen. Dabei sollte gewährleistet
sein, daß die Wiedergabe der den Zeichensignalen entsprechenden farbigen Zeichen auf
dem Bildschirm eines Fernsehempfängers stets mit derselben Farbe erfolgt, daß also
beispielsweise rote Zeichen stets und in allen Betriebsarten als rote Zeichen am
Bild
schirm erscheinen, auf dem die Bildsignale als farbiges Hintergrundbild wiedergegeben
werden.
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Bei der Wiedergabe von Bildsignalen und Zeichensignalen auf dem
Bildschirm eines Fernsehempfängers bildet im Falle von phasenmodulierten Farbsignalen,
wie dies beim PAL-System der Fall ist, das Burstsignal des Hintergrundbild-Farbsignals
und bilden im Falle von frequenzmodulierten Farbsignalen, wie dies beim SECAM-
System der Fall ist, die unmodulierten Farbhilfsträgersignale des
Hintergrundbild-Farbsignals die Referenz beim Demodulieren von sowohl dem Hintergrundbild-Farbsignal
als auch dem Zeichen-Farbsignal. Es müssen daher ein Farbsignalanteil eines Zeichen-
Farbsignals und ein Farbsignalanteil eines Hintergrundbild-Farbsignals bei
phasenmodulierten Farbsignalen dieselbe Phasenbeziehung zum Burstsignal des Hintergrundbild-
Farbsignals und bei frequenzmodulierten Farbsignalen dieselbe Frequenzbeziehung zu
den unmodulierten Farbhilfsträgersignalen des Hintergrundbild-Farbsignals aufweisen,
um zu erreichen, daß beide Farbsignalanteile in derselben Farbe auf dem Bildschirm
wiedergegeben werden. Es muß also ein eingetastetes Zeichen-Farbsignal bei
phasenmodulierten Farbsignalen phasenstarr und bei frequenzmodulierten Farbsignalen
frequenzstarr mit dem Hintergrundbild-Farbsignal verkoppelt sein, um zu gewährleisten, daß das
Zeichen-Farbsignal stets mit einer gewünschten, definierten Farbe am Bildschirm
wiedergegeben wird.
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Um dies zu erreichen, wird bei dem zum bekannten Stand der Technik
zählenden System zum Verarbeiten von Bildsignalen mit einem phasenmodulierten Bild-
Farbsignal ein am Ausgang der als Phasendetektionsstufe ausgebildeten Detektionsstufe
abgegebenes, rechteckförmiges halbzeilenfrequentes Detektionssignal einer
Generatorstufe zum Erzeugen eines rechteckförmigen halbzeilenfrequenten Steuersignals
zugeführt, wobei das Detektionssignal diese Generatorstufe steuert, um das erzeugte
Steuersignal mit dem Detektionssignal phasenstarr zu verkoppeln. Das auf diese Weise
erzeugte rechteckförmige halbzeilenfrequente Steuersignal wird dem Steuereingang des
Modulators zugeführt. Jede positive Flanke dieses rechteckförmigen Steuersignals
entspricht einer positiven Phase (+45º) des Burstsignals des Hintergrundbild-Farbsignals
und einer positiven Phase des (R-Y)-Anteils des Hintergrundbild-Farbsignals, und jede
negative Flanke entspricht einer negativen Phase (-45º) des Burstsignals des
Hintergrundbild-Farbsignals und einer negativen Phase des (R-Y)-Anteils des Hintergrundbild-
Farbsignals. In dem Modulator wird jeder positiven Flanke des rechteckförmigen
Steuersignals die positive Phase des (R-Y)-Anteils des Zeichen-Farbsignals und jeder
negativen Flanke des rechteckförmigen Steuersignals die negative Phase des (R-Y)-Anteils des
Zeichen-Farbsignals zugeordnet. Auf diese Weise kann erreicht werden, daß die Phase
des (R-Y)-Anteils des Zeichen-Farbsignals mit dem rechteckförmigen Steuersignal und
damit mit dem Burstsignal und mit der Phase des (R-Y)-Anteils des Hintergrundbild-
Farbsignals starr verkoppelt ist, was der vorstehend erläuterten phasenstarren
Verkopplung zwischen dem Zeichen-Farbsignal und dem Hintergrundbild-Farbsignal entspricht.
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Bei dem zum bekannten Stand der Technik zu zählenden System wird das
rechteckförmige Steuersignal dem Modulator unabhängig von der im System
eingeschalteten Wiedergabe-Betriebsart zugeführt. Dies hat aber im Falle einer im System
eingeschalteten zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart, bei der eine Wiedergabe bei einer
von der niedrigen zweiten Bandgeschwindigkeit abweichenden Bandgeschwindigkeit
erfolgt, also bei einer sogenannten Multispeed-Wiedergabe einer
Longplay-Aufzeichnung, Farbwiedergabeprobleme bei der Wiedergabe von eingetasteten farbigen Zeichen
zur Folge, weil bei einer solchen Wiedergabe das Hintergrundbild-Farbsignal zum
Ausgleich von wiedergabebedingten Zeitverschiebungen in diesem Farbsignal über eine
Verzögerungseinrichtung mit einer Verzögerungszeit von einer Zeilendauer, die durch
eine Verzögerungsleitung oder eine Stufe zur Bildung eines konjugiert-komplexen
Signals gebildet sein kann, geführt werden muß, was zur Folge hat, daß die starre
Verkopplung zwischen einerseits der Phase des Burstsignals und des (R-Y)-Anteils im
Hintergrundbild-Farbsignal und andererseits dem rechteckförmigen Steuersignal und
folglich der Phase des (R-Y)-Anteils des Zeichen-Farbsignals verlorengeht. Dies hat zur
Folge, daß es beim Eintasten von farbigen Zeichensignalen in Bildsignale, die bei einer
sogenannten Multispeed-Wiedergabe einer Longplay-Aufzeichnung wiedergegeben
werden, zu einer Wiedergabe der Zeichen mit einer unerwünschten falschen Farbe auf dem
Bildschirm eines Fernsehempfängers kommt.
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Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, den vorstehend angeführten
Mangel auf einfache Weise und mit dem in Anspruch 1 definierten System und dem in
Anspruch 4 definierten Gerät zu beheben und bei allen Wiedergabe-Betriebsarten eine
stets gleichbleibende Verkopplung zwischen dem Hintergrundbild-Farbsignal und dem
Zeichen-Farbsignal und damit eine stets gleichbleibende Farbwiedergabe von
eingetasteten farbigen Zeichen zu gewährleisten. Hierfür ist die Erfindung dadurch
gekennzeichnet, daß dem Steuereingang des Modulators eine von der Steuereinrichtung in
gleicher Weise wie die erste Umschalteinrichtung steuerbare zweite Umschalteinrichtung
vorgeschaltet ist, die bei der zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart des Systems von
der Steuereinrichtung in eine erste Schaltstellung geschaltet ist, in welcher ersten
Schaltstellung eine zweite Verzögerungseinrichtung des Systems mit einer Verzögerungszeit
von einer Zeilendauer zur zweiten Umschalteinrichtung in Reihe geschaltet ist und das
dem Steuereingang des Modulators zugeführte Steuersignal um eine Zeilendauer
verzögert zu dem Steuereingang des Modulators weitergeleitet wird, und die bei allen anderen
Wiedergabe-Betriebsarten des Systems von der Steuereinrichtung in eine zweite
Schaltstellung geschaltet ist, in welcher zweiten Schaltstellung die zweite
Verzögerungseinrichtung überbrückt ist und das dem Steuereingang des Modulators zugeführte
Steuersignal unverzögert zu dem Steuereingang des Modulators weitergeleitet wird. Auf diese
Weise wird mit einfachen Mitteln erreicht, daß bei allen Wiedergabe-Betriebsarten eine
stets gleichbleibende Verkopplung zwischen dem Hintergrundbild-Farbsignal und dem
Zeichen-Farbsignal erhalten wird. Dies sorgt für eine stets gleichbleibende
Farbwiedergabe von eingetasteten farbigen Zeichen bei einem erfindungsgemäßen System.
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Bei einem solchen System kann die zweite Verzögerungseinrichtung
beispielsweise durch eine Verzögerungsleitung gebildet sein. Als besonders vorteilhaft hat
sich aber erwiesen, wenn die Detektionsstufe zum Abgeben eines rechteckförmigen
halbzeilenfrequenten Detektionssignals ausgebildet ist, das zugleich das dem
Steuereingang des Modulators zugeführte Steuersignal bildet, und daß die zur zweiten
Umschalteinrichtung in der ersten Schaltstellung in Reihe geschaltete zweite
Verzögerungseinrichtung durch eine Inverterschaltung zum Invertieren des rechteckförmigen
halbzeilenfrequenten Steuersignals gebildet ist. Diese Ausführungsform ist besonders einfach
und preiswert.
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Bei einem solchen System hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn die
Detektionsstufe als Phasendetektionsstufe zum Detektieren der Phase des im
rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen Burstsignals in Relation zu der Phase eines an
einem Eingang der Phasendetektionsstufe anliegenden Referenzsignals ausgebildet ist,
daß jenem Eingang, dem das Referenzsignal zugeführt wird, eine Phasenumschaltstufe
vorgeschaltet ist, mit der die Phase des Referenzsignals zwischen zwei gegebenen
Phasenwinkeln umschaltbar ist, daß zwischen der Steuereinrichtung und der
Phasenumschaltstufe eine Steuerverbindung angeordnet ist und daß beim Eintasten von
Zeichensignalen in die wiedergegebenen Bildsignale die erste Umschalteinrichtung und die zweite
Umschalteinrichtung von der Steuereinrichtung steuerbar sind und zusätzlich über die
Steuerverbindung die Phasenumschaltstufe außer Funktion gesetzt werden kann. Somit
kann die Phasenumschaltstufe, die an sich zur Minimierung des rechteckförmigen
halbzeilenfrequenten Steuersignals vorgesehen ist, weil dieses Steuersignal zu störenden
Farbtonänderungen im wiedergegebenen Hintergrundbild-Farbsignal führen kann, im
Falle einer gewünschten Zeichensignaleintastung außer Funktion gesetzt werden, um
dafür zu sorgen, daß in diesem Fall ein ausreichend ausgeprägtes rechteckförmiges
halbzeilenfrequentes Steuersignal erhalten wird, das den Modulator mit hoher Sicherheit
steuert oder gegebenenfalls mit hoher Sicherheit im Modulator für Steuerzwecke
ausgewertet werden kann.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels beschrieben, auf das die Erfindung aber nicht beschränkt ist. Fig.
1 zeigt schematisch das Schaltbild eines wesentlichen Teils eines Schaltungsaufbaus
eines Videorecorders, in dem die erfindungsgemäßen Maßnahmen verwendet werden.
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Anhand des in Fig. 1 dargestellten Schaltbildes wird jetzt ein Teil eines
Schaltungsaufbaus eines zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Bildsignalen gemäß dem
PAL-System vorgesehenen Videorecorders 1 beschrieben. Bildsignale gemäß dem PAL-
System enthalten bekanntlich ein phasenmoduliertes Bild-Farbsignal. Diese Bildsignale
können in dem Videorecorder 1 auf einem Magnetband 2 in bekannter Weise in schräg
zur Bandlängsrichtung verlaufenden, nebeneinanderliegenden Spuren aufgezeichnet und
nachfolgend aus diesen Spuren auch wieder wiedergegeben werden.
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Zum Aufzeichnen und Wiedergeben von Bildsignalen ist der Videorecorder 1
mit einer trommelförmigen Abtasteinrichtung 3 versehen, die einen rotierend
antreibbaren Trommelteil 4 aufweist, der zwei Magnetköpfe 5 und 6 trägt. Die Magnetköpfe 5
und 6 tasten die schrägen Spuren auf dem Magnetband 2 ab, das um einen Teil der
Mantelfläche der trommelförmigen Abtasteinrichtung 3 mit Hilfe von
Bandführungsstift
einheiten 7 und 8 herumgeschlungen gehalten ist. Zum Antreiben des rotierend
antreibbaren Trommelteils 4 ist ein mit diesem Trommelteil über eine schematisch dargestellte
Antriebsverbindung 9 verbundener Motor 10 vorgesehen, der von einer Servoschaltung
11 gespeist und in seiner Drehzahl geregelt wird. Zum Antreiben des Magnetbandes 2
in dessen Bandlängsrichtung ist eine rotierend antreibbare Antriebswelle 12 vorgesehen,
gegen die das Magnetband 2 beim Aufzeichnen und Wiedergeben von Bildsignalen
mittels einer Andruckrolle 13 gedrückt wird. Zum Antreiben der Antriebswelle 12 ist
ein mit dieser Antriebswelle über eine schematisch angedeutete Antriebsverbindung 14
verbundener Motor 15 vorgesehen, der von einer weiteren Servoschaltung 16 gespeist
und in seiner Drehzahl auf einen jeweils gewünschten Wert geregelt wird, der der
gewählten Betriebsart entspricht.
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In dem Videorecorder 1 sind mehrere unterschiedliche Aufzeichnungs-
Betriebsarten und Wiedergabe-Betriebsarten einschaltbar. Das Einschalten der jeweils
gewünschten und von einem Benutzer gewählten Betriebsart erfolgt mit Hilfe einer
Steuereinrichtung 17 des Videorecorders 1, die als wesentlichen Bestandteil einen
Mikroprozessor bzw. Mikrocomputer enthält. Da der detaillierte Aufbau der
Steuereinrichtung 17 im vorliegenden Zusammenhang nicht wesentlich ist, ist dieser der Einfachheit
halber in der Fig. 1 nicht im Detail dargestellt.
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Im Videorecorder 1 sind eine erste Aufzeichnungs-Betriebsart und eine
erste Wiedergabe-Betriebsart einschaltbar, in denen das Magnetband 2 von der
Antriebswelle 12 mit einer ersten Bandgeschwindigkeit, der sogenannten
Normalbandgeschwindigkeit, angetrieben wird. In diesen beiden Betriebsarten wird eine sogenannte
Standardplay-Aufzeichnung und Standardplay-Wiedergabe erhalten. Weiterhin sind im
Videorecorder 1 eine zweite Aufzeichnungs-Betriebsart und eine zweite Wiedergabe-Betriebsart
einschaltbar, in denen das Magnetband 2 von der Antriebswelle 12 mit einer zweiten
Bandgeschwindigkeit angetrieben wird, die um ein ganzzahliges Vielfaches, nämlich um
das Zweifache, kleiner ist als die Normalbandgeschwindigkeit. In diesen beiden
Betriebsarten wird eine sogenannte Longplay-Aufzeichnung und Longplay-Wiedergabe
erhalten. Außerdem ist in dem Videorecorder 1 zumindest eine erste weitere Wiedergabe-
Betriebsart einschaltbar, in der in der ersten Aufzeichnungs-Betriebsart aufgezeichnete
Bildsignale mit mindestens einer von der Normalbandgeschwindigkeit abweichenden,
mittels der Antriebswelle 12 realisierten ersten weiteren Bandgeschwindigkeit
wiederge
geben werden können. Eine solche Wiedergabe wird üblicherweise als
Multispeed-Wiedergabe einer Standardplay-Aufzeichnung bezeichnet. Weiterhin ist in dem
Videorecorder 1 noch mindestens eine zweite weitere Wiedergabe-Betriebsart einschaltbar, in der
in der zweiten Aufzeichnungs-Betriebsart aufgezeichnete Bildsignale mit mindestens
einer von der zweiten Bandgeschwindigkeit abweichenden, mittels der Antriebswelle 12
realisierten zweiten weiteren Bandgeschwindigkeit wiedergegeben werden können. Eine
solche Wiedergabe wird üblicherweise als Multispeed-Wiedergabe einer
Longplay-Aufzeichnung bezeichnet.
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In dem Schaltungsaufbau des Videorecorders 1 gemäß Fig. 1 ist ein
sogenannter Ein-Chip-Videoprozessor-IC 18 enthalten, bei dem es sich um den im
Handel unter der Typenbezeichnung LA 7391 erhältlichen IC der Firma Sanyo handeln
kann. In Fig. 1 ist der IC 18 schematisch mit einer gestrichelten Linie angedeutet,
wobei nur die hier wichtigen Teile des IC 18 angegeben werden.
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Ein aufzuzeichnendes Bildsignal, auch Bild-FBAS-Signal genannt, das
beispielsweise von einer Abstimmeinrichtung des Videorecorders 1 erhalten werden
kann, wird einem Eingang 19 der vorliegenden Schaltungsanordnung zugeführt. Von
diesem Eingang 19 aus wird das Bild-FBAS-Signal einem Eingang 20 des IC 18
zugeleitet. Von dem Eingang 20 wird das Bild-FBAS-Signal zu einer Regelverstärkerstufe
21 weitergeleitet, die allgemein als AGC-Verstärker bezeichnet wird. Von dem AGC-
Verstärker 21 aus wird ein aufzuzeichnendes Bildsignal einer in Fig. 1 nur schematisch
angedeuteten Aufzeichnungs-Signalverarbeitungsstufe 22 zugeführt, in der in bekannter
Weise das Helligkeitssignal und das Farbsignal durch separate Filterstufen voneinander
getrennt werden, wonach das Helligkeitssignal einer Frequenzmodulation und das
Farbsignal einer Frequenztransponierung in eine tiefere Frequenzlage unterworfen wird und
anschließend die beiden erhaltenen Signale wieder zu einem einzigen Ausgangssignal
zusammengefügt werden, das an einem Ausgang 23 des IC 18 zur Verfügung steht.
Vom Ausgang 23 des IC 18 aus wird dieses Ausgangssignal einem
Aufzeichnungs-Kopfverstärker 24 zugeleitet, dessen Ausgangssignal den beiden Magnetköpfen 5 und 6 zum
Aufzeichnen auf dem Magnetband 2 zugeführt wird.
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Das vom AGC-Verstärker 21 abgegebene Bildsignal wird auch einem
ersten Eingang 25 eines Aufzeichnungs/Wiedergabe-Umschalters 26, im folgenden kurz
AW-Umschalter genannt, zugeführt. Der AW-Umschalter 26 kann von der
Steuerein
richtung 17 über eine Steuerverbindung 27, die über einen Anschluß 28 des IC 18 und
über einen Ausgang 29 der Steuereinrichtung 17 verläuft, gesteuert werden. Der AW-
Umschalter 26 ist hierbei von der Steuereinrichtung 17 zwischen einer ersten
Schaltstellung, in die er beim Aufzeichnen von Bildsignalen geschaltet wird und in der sein
erster Eingang 25 mit seinem Ausgang verbunden ist, und einer zweiten Schaltstellung,
in die er bei jeder Wiedergabe-Betriebsart geschaltet wird und in der sein zweiter
Eingang 30 mit seinem Ausgang verbunden ist, umschaltbar. Der Ausgang des
AW-Umschalters 26 ist mit einem Ausgang 31 des IC 18 verbunden, welcher Ausgang 31 somit
auch den Ausgang des AW-Umschalters 26 bildet.
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Der Ausgang 31 des IC 18 ist mit einem ersten Eingang 32 einer als
Umschalteinrichtung ausgebildeten Zeichen-Eintaststufe 33 verbunden, deren zweiter
Eingang 34 mit einem Signalausgang 35 eines Modulators 36 verbunden ist, der mit
einem Zeichengenerator 37 verbunden ist. Der Zeichengenerator 37 dient zum Erzeugen
von unmodulierten Zeichensignalen, die beispielsweise farbigen Buchstaben oder
farbigen Graphiksymbolen entsprechen. Die mit dem Zeichengenerator 37 erzeugbaren
unmodulierten Zeichensignale werden in sogenannter RGB-Form dem Modulator 36
zugeführt, mit dem die unmodulierten Zeichensignale in geeignet modulierte einzutastende
Zeichensignale umgewandelt werden können. Am Signalausgang 35 gibt der Modulator
36 ein Zeichensignal, auch Zeichen-FBAS-Signal genannt, ab, das ein
Zeichen-Helligkeitssignal und ein Zeichen-Farbsignal enthält und das dem zweiten Eingang 34 der
Eintaststufe 33 zugeführt wird. Dem ersten Eingang 32 der Eintaststufe 33 wird, wie
erwähnt, das am Ausgang 31 des IC 18 abgegebene Bildsignal, also das Bild-FBAS-
Signal, zugeführt. Dies erfolgt in einer Aufzeichnungs-Betriebsart zum Zwecke des
Durchschleifens des Bildsignals durch den Videorecorder zu einem an den Recorder
angeschlossenen Fernsehempfänger. Für den Fall, daß eingetastete Zeichensignale
zusammen mit Bildsignalen auf dem Magnetband 2 aufgezeichnet werden sollen, kann
beim vorliegenden Videorecorder 1 vor dem Eingang 19 der Schaltungsanordnung eine
weitere Zeichen-Eintaststufe vorgesehen werden, der die einzutastenden Zeichensignale
von dem Modulator 36 her zugeführt werden, was hier aber der Einfachheit halber und,
weil dies hier nicht von Bedeutung ist, nicht dargestellt ist. Je nach Schaltstellung der
Eintaststufe 33 wird entweder das Bild-FBAS-Signal oder das Zeichen-FBAS-Signal zu
einem Ausgang 38 der Eintaststufe 33 weitergeleitet, von dem das betreffende Signal an
einen Ausgang 39 der Schaltungsanordnung des Videorecorders 1 gemäß Fig. 1
weitergeleitet wird. Vom Ausgang 39 aus wird das betreffende FBAS-Signal weiteren
Signalverarbeitungsstufen zugeführt und von diesen an einen Fernsehempfänger
weitergeleitet, in dem dann eine Demodulation des erhaltenen FBAS-Signals und eine
Wiedergabe auf dem Bildschirm erfolgt.
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Die Zeichen-Eintaststufe 33 ist über eine Steuerverbindung 40, die an
einen Ausgang 41 des Zeichengenerators 37 angeschlossen ist, von dem
Zeichengenerator 37 her steuerbar, um ein Umschalten zwischen den beiden Schaltstellungen der
Eintaststufe 33 zu steuern und damit ein gewünschtes Eintasten von Zeichensignalen in die
im Aufzeichnungsfall durchgeschleiften Bildsignale zu erreichen, so daß diese
Zeichensignale im Videorecorder 1 auch aufgezeichnet werden. Zwischen dem Zeichengenerator
37 und zwei Anschlüssen 42 und 43 der Steuereinrichtung 17 sind Verbindungen 44 und
45 vorgesehen, über die ein Austausch von Steuer- und Dateninformationen erfolgt. Es
sind hier nur zwei Verbindungen 44 und 45 dargestellt, aber tatsächlich können auch
mehr als zwei solcher Verbindungen vorgesehen sein. Über diese Verbindungen 44 und
45 informiert die Steuereinrichtung 17 den Zeichengenerator 37, welche Zeichensignale
generiert werden müssen.
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Wie bereits vorstehend erläutert, wird ein aufzuzeichnendes Bildsignal von
dem AGC-Verstärker 21 einer Aufzeichnungs-Signalverarbeitungsstufe 22 zugeführt.
Von dieser in Fig. 1 schematisch angedeuteten Aufzeichnungs-Signalverarbeitungsstufe
22 ist lediglich ein im vorliegenden Zusammenhang wesentlicher Teil detailliert
dargestellt. Das vom AGC-Verstärker 21 abgegebene FBAS-Signal wird einem der
Aufzeichnungs-Signalverarbeitungsstufe 22 zurechenbaren Burst-Tor 46 zugeführt, in dem das
Burstsignal aus dem aufzuzeichnenden FBAS-Signal abgetrennt wird. An das Burst-Tor
46 ist eine Phasenvergleichsstufe 47 angeschlossen, der das abgetrennte Burstsignal
zugeführt wird. Die Phasenvergleichsstufe 47 ist Bestandteil einer Phasenregelschleife
48, mit der in einer Aufzeichnungs-Betriebsart ein 4,43 MHz-Signal eines
Quarzoszillators 49, dessen Quarz 50 über zwei Anschlüsse 51 und 51a des IC 18 mit der
eigentlichen Oszillatorstufe 52 verbunden ist, phasenstarr mit dem Burstsignal des
aufzuzeichnenden Bild-Farbsignals verkoppelt wird. Der Quarzoszillator 49 wird hierbei in
einer Aufzeichnungs-Betriebsart als spannungsgesteuerter Quarzoszillator betrieben, der
vom Ausgangssignal der Phasenvergleichsstufe 47 gesteuert wird. Ein vom
Oszillator
kreis 52 in der Phasenregelschleife 48 erzeugtes 4,43 MHz-Signal, das mit dem
Burstsignal des aufzuzeichnenden Bild-Farbsignals phasenstarr verkoppelt ist und das den
sogenannten Farbhilfsträger FT bildet, wird von dem Anschluß 51 des IC 18 aus einem
Eingang 36a des Modulators 36 zugeführt. Ebenso wird dieses 4,43 MHz-Signal über
einen anderen Ausgang 53 des Oszillatorkreises 52 der Phasenvergleichsstufe 47
zugeführt, in der ein Phasenvergleich mit dem Burstsignal des aufzuzeichnenden
Bildsignals erfolgt. Im Modulator 36 wird der Farbhilfsträger FT zum Modulieren der vom
Zeichengenerator 37 erhaltenen unmodulierten Zeichensignale verwendet. Die
Modulation von Zeichen-Farbsignalen im Modulator 36 erfolgt somit mit einem Farbhilfsträger,
der mit dem Burstsignal des aufzuzeichnenden Bild-Farbsignals verkoppelt ist.
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Es ist festzuhalten, daß im Bild-Farbsignal der (R-Y)-Anteil
zeilenalternierend invertiert wird. Auch im Modulator 36, der hier offensichtlich als PAL-Modulator
ausgebildet ist, wird der (R-Y)-Anteil zeilenalternierend invertiert. Um zu
gewährleisten, daß ein Farbsignalanteil eines Bildsignals und ein derselben Farbe entsprechender
Farbsignalanteil eines Zeichensignals tatsächlich mit der gleichen Farbe auf dem
Bildschirm eines Fernsehempfängers wiedergegeben werden, sollten die (R-Y)-Anteile des
Bild-Farbsignals und des Zeichen-Farbsignals gleichen Invertierungszustand bzw.
gleiche Phase haben.
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Um dies zu erreichen, sind bei dem Schaltungsaufbau des Videorecorders
1 gemäß Fig. 1 folgende Maßnahmen vorgesehen. Gemäß dem PAL-System wird
bekanntlich die Burst-Phase im Bild-Farbsignal zeilenalternierend um ±45º
umgeschaltet. Aufgrund dieser Phasenumschaltung des Burstsignals entsteht am Ausgang der
Phasenvergleichsstufe 47 ein Detektionssignal in Form eines rechteckförmigen
halbzeilenfrequenten Ausgangssignals mit positiven und negativen Flanken, wobei eine positive
Flanke der positiven Burst-Phase (+45º) und eine negative Flanke der negativen Burst-
Phase (-45º) entspricht. Dieses Ausgangssignal der Phasenvergleichsstufe 47 wird nicht
nur der Oszillatorstufe 52, sondern auch einem Ausgang 54 des IC 18 zugeführt, an
dem dieses Signal als rechteckförmiges halbzeilenfrequentes Steuersignal S1 zur
Verfügung steht. Dieses Steuersignal 51 wird üblicherweise als Ripple-Signal bezeichnet.
An den Ausgang 54 des IC 18 ist ein sogenanntes Schleifenfilter 55 angeschlossen. Das
Steuersignal 51 wird vom Ausgang 54 des IC 18 über das Schleifenfilter 55 einer als
Schalt- und Pufferstufe ausgebildeten Transistorstufe 56 zugeführt, deren Transistor an
eine ständig vorhandene Versorgungsspannung +V angeschlossen ist und deren
Basisspannungsteiler an eine Versorgungsspannung +V1 angeschlossen werden kann. Die
Versorgungsspannung +V1 liegt an dem Basisspannungsteiler jedoch nur dann an, wenn
im Videorecorder 1 eine Aufzeichnungs-Betriebsart eingeschaltet ist. Vom
Emitterwiderstand der Transistorstufe 56 wird das rechteckförmige halbzeilenfrequente
Steuersignal S1 abgenommen und einer Verstärkerstufe 57 zugeführt, von der aus das
Steuersignal S1 einem Steuereingang 36b des Modulators 36 zugeführt wird.
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Das rechteckförmige halbzeilenfrequente Steuersignal 51 wird im
Modulator 36 für Steuerzwecke genutzt. In dem Modulator 36 wird nämlich einer positiven
Flanke des Steuersignals S1, dem die positive Burst-Phase (+45º) und die positive
Phase des (R-Y)-Anteils des Bild-Farbsignals entspricht, die positive Phase des (R-Y)-
Anteils des Zeichen-Farbsignals zugeordnet. Ebenso wird im Modulator 36 einer
negativen Flanke des Steuersignals S1, der die negative Burst-Phase (-45º) und die negative
Phase des (R-Y)-Anteils des Bild-Farbsignals entspricht, die negative Phase des (R-Y)-
Anteils des Zeichen-Farbsignals zugeordnet. Auf diese Weise wird erreicht, daß die
(R-Y)-Phase des Zeichen-Farbsignals mit dem Burstsignal und damit mit der (R-Y)-
Phase des Bild-Farbsignals fest verkoppelt ist. Durch Zuführen des rechteckförmigen
halbzeilenfrequenten Steuersignals S1 zu dem Modulator 36 und Auswertung dieses
Signals in diesem Modulator werden das durchgeschleifte Bild-Farbsignal und das
einzutastende Zeichen-Farbsignal auf einfache Weise phasenstarr verkoppelt, was zur Folge
hat, daß gleichen Farben entsprechende Farbsignalanteile eines Bildsignals und eines
Zeichensignals stets mit der gleichen Farbe auf dem Bildschirm eines
Fernsehempfängers wiedergegeben werden.
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Zu erwähnen ist noch, daß dem Zeichengenerator 37 und dem Modulator
36 zum Zweck ihrer Synchronisation auch die aus einem aufzuzeichnenden Bildsignal
abgetrennten Synchronisationssignale zugeführt werden. Hierfür wird das vom AGC-
Verstärker 21 abgegebene aufzuzeichnende Bildsignal einem Eingang 59 einer
Sychronisationssignal-Abtrennstufe 58 zugeführt, mit der aus diesem Bildsignal die darin
enthaltenen Synchronisationssignale, auch Compositsync CSYNC genannt, abgetrennt werden.
Über einen Ausgang 60 des IC 18 werden die abgetrennten Sychronisationssignale
einem Eingang 37a des Zeichengenerators 37 an und einem Eingang 36c des Modulators
36 zugeführt.
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Beim Wiedergeben eines zuvor aufgezeichneten Bildsignals wird das vom
Magnetband 2 mit Hilfe der Magnetköpfe 5 und 6 ausgelesene Bildsignal einem
Wiedergabe-Kopfverstärker 61 zugeführt. Vom Wiedergabe-Kopfverstärker 61 aus wird das
wiedergegebene Bildsignal einer ersten Filterstufe 62 und einer zweiten Filterstufe 63
zugeführt. Die erste Filterstufe 62 trennt aus dem ihr zugeführten wiedergegebenen
Bildsignal den frequenzmodulierten BAS-Anteil ab, der einem Eingang 64 des IC 18
zugeführt wird. Die zweite Filterstufe 63 trennt aus dem ihr zugeführten, in eine tiefe
Frequenzlage transponierten wiedergegebenen Bildsignal den Farbanteil, also das
hinuntertransponierte Bild-Farbsignal F ab, das einem weiteren Eingang 65 des IC 18
zugeführt wird.
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Der Eingang 64 ist mit einer Demodulatorstufe 66 verbunden, mit der das
ihr zugeführte frequenzmodulierte BAS-Signal, das das Helligkeitssignal enthält,
demoduliert wird. Das demodulierte Ausgangssignal der Demodulatorstufe 66 wird einer
Summierstufe 67 zugeführt. Das Ausgangssignal der Summierstufe 67 wird dem zweiten
Eingang 30 des AW-Umschalters 26 zugeleitet. Bei entsprechender Schaltstellung des
AW-Umschalters 26 wird das Ausgangssignal der Summierstufe 67 an die
Zeichen-Eintaststufe 33 weitergeleitet, in der dann ein Eintasten von Zeichensignalen in das
wiedergegebene Bildsignal erfolgen kann.
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Das Ausgangssignal der Demodulatorstufe 66 wird weiterhin einem weiteren
Eingang 68 der Synchronisationssignal-Abtrennstufe 58 zugeleitet, die in diesem Fall die
Synchronisationssignale CSYNC aus dem aus Magnetband 2 ausgelesenen
wiedergegebenen Bildsignal abtrennt und anschließend dem Eingang 37a des Zeichengenerators 37
und dem Eingang 36c des Modulators 36 für Synchronisationszwecke zuführt.
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Das dem Eingang 65 des IC 18 zugeführte Bild-Farbsignal F wird in einer
Frequenztransponierschaltung 69 in seinen ursprünglichen höheren Frequenzbereich
rücktransponiert. Die Frequenztransponierschaltung 69 weist eine als Transponierstufe
vorgesehene Mischstufe 70 auf, die dem Eingang 65 des IC 18 nachgeschaltet ist und
die zum frequenzmäßigen Rücktransponieren eines hinuntertransponierten
wiedergegebenen Bild-Farbsignals F in seinen ursprünglichen Frequenzbereich vorgesehen ist. Die
Mischstufe 70 gibt an einem Ausgang 71 das rücktransponierte Bild-Farbsignal ab. Das
rücktransponierte Bild-Farbsignal wird einem mit dem Ausgang 71 der Mischstufe 70
verbundenen Burst-Tor 72 zugeführt, das aus dem rücktransponierten Bild-Farbsignal
das darin enthaltene Burstsignal abtrennt. Das abgetrennte Burstsignal wird einer
Detektionsstufe 73 zugeführt, die durch eine Phasendetektionsstufe gebildet ist.
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In jeder Wiedergabe-Betriebsart wird der Quarzoszillator 49, der in einer
Aufzeichnungs-Betriebsart in der Phasenregelschleife 48 als spannungsgesteuerter
Oszillator verwendet ist, als freilaufender Quarzoszillator betrieben. Sein an seinem Ausgang
53 abgegebenes Ausgangssignal 1, das eine Frequenz von 4,43 MHz aufweist, wird
über eine nachfolgend noch näher beschriebene Stufe 74 einem Eingang 75 der
Phasendetektionsstufe 73 zugeführt. Die Phasendetektionsstufe 73 ist auch als
Phasenvergleichsstufe ausgebildet, die die Phase des mit dem Burst-Tor 72 abgetrennten
Burstsignals in Relation zu der Phase des vom Ausgangssignal des freilaufenden
Quarzoszillators 49 gebildeten Referenzsignals detektiert, welches Ausgangssignal dem Eingang 75
der Phasenvergleichsstufe 73 zugeführt wird. Das Ausgangssignal der
Phasenvergleichsstufe 73, das das am Ausgang 76 auftretende Detektionssignal bildet, wird einem
spannungsgesteuerten Oszillator 77 zugeführt, der mit einer Frequenz schwingt, die dem
321-fachen der Zeilenfrequenz fH entspricht und dessen Ausgangssignal einer
Frequenzteilungsstufe 78 zugeführt wird, die eine Frequenzteilung durch 8 durchführt. Daher hat
das Ausgangssignal der Frequenzteilungsstufe 78 eine Frequenz von 627 kHz, was dem
40·1/8-fachen der Zeilenfrequenz fH entspricht. Das Signal am Ausgang der
Frequenzteilungsstufe 78 wird einer Mischstufe 79 zugeleitet, der zusätzlich auch das am
Ausgang 53 des freilaufenden Quarzoszillators 49 auftretende Signal zugeführt wird. In der
Mischstufe 79 werden die beiden zugeführten Signale gemischt, und sie gibt ein
Ausgangssignal mit einer Frequenz von 5,06 MHz ab. Dieses Signal wird der von der
Mischstufe 70 gebildeten Transponierstufe zugeführt, der auch das vom Magnetband 2
wiedergegebene Bild-Farbsignal bei einer Frequenz um 627 kHz herum zugeführt wird.
Am Ausgang der Mischstufe 70 wird dann das hinauftransponierte Bild-Farbsignal bei
einer Frequenz um 4,43 MHz herum erhalten. Dieses frequenztransponierte
Bild-Farbsignal wird vom Ausgang 71 der Mischstufe 70 einem Ausgang 80 des IC 18 zugeführt.
Es sei bemerkt, daß die erwähnte, eine Transponierstufe bildende Mischstufe 70, das
Burst-Tor 72, die Phasenvergleichsstufe 73, die Stufe 74, der Quarzoszillator 49, der
spannungsgesteuerte Oszillator 77, die Frequenzteilungsstufe 78 und die Mischstufe 79
eine weitere Phasenregelschleife 81 bilden, die im Wiedergabefall das wiedergegebene
Bild-Farbsignal auf das Ausgangssignal des freilaufenden Quarzoszillators 49 hin regelt.
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Das frequenztransponierte Bild-Farbsignal wird vom Ausgang 80 des IC
18 zu einer ersten Umschalteinrichtung 82 weitergeleitet, die von der Steuereinrichtung
17 her steuerbar ist. Hierfür weist die Steuereinrichtung 17 einen weiteren Ausgang 83
auf, der mit der ersten Umschalteinrichtung 82 über eine Steuerverbindung 82a
verbunden ist. Die Steuereinrichtung 17 steuert die erste Umschalteinrichtung 82 in der
Weise, daß die erste Umschalteinrichtung 82 in der zweiten weiteren
Wiedergabe-Betriebsart des Videorecorders 1 von der Steuereinrichtung 17 über die Steuerverbindung
82a in eine erste Schaltstellung geschaltet ist, die in Fig. 1 mit einer ausgezogenen
Linie angedeutet ist und in der eine erste Verzögerungseinrichtung 84 des
Videorecorders 1 mit einer Verzögerungszeit von einer Zeilendauer zur ersten Umschalteinrichtung
82 in Reihe geschaltet ist und das an dem Ausgang 71 der von der Mischstufe 70
gebildeten Transponierstufe auftretende rücktransponierte Bild-Farbsignal um eine
Zeilendauer verzögert zu der Summierstufe 67 weitergeleitet wird, welche Summierstufe über
einen weiteren Eingang 85 des IC 18 mit dem Ausgang 86 der ersten
Umschalteinrichtung 82 verbunden ist. Bei allen anderen Wiedergabe-Betriebsarten des Videorecorders
1 wird die erste Umschalteinrichtung 82 von der Steuereinrichtung 17 über die
Steuerverbindung 82a in eine zweite Schaltstellung geschaltet, die in der Fig. 1 mit einer
gestrichelten Linie angedeutet ist und in der die erste Verzögerungseinrichtung 84
überbrückt ist und das am Ausgang 71 der Transponierstufe 70 auftretende rücktransponierte
Bild-Farbsignal unverzögert zu der Summierstufe 67 weitergeleitet wird. In der
Summierstufe 67 wird das rücktransponierte Bild-Farbsignal mit dem demodulierten
Helligkeitssignal der Demodulatorstufe 66 zusammengefügt, wonach das Ausgangssignal der
Summierstufe 67 über den AW-Umschalter 26 und die Zeichen-Eintaststufe 33 einem
Fernsehempfänger zugeführt werden kann. Die erste Verzögerungseinrichtung 84 ist
durch eine sogenannte 1H-Verzögerungsleitung gebildet. Sie kann aber auch durch eine
Stufe zum Ableiten eines konjugiert-komplexen Signals aus dem dieser Stufe
zugeführten Eingangssignal gebildet sein.
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Wie bereits erwähnt, ist zwischen den freilaufenden Quarzoszillator 49
und die die Phasendetektionstufe bildende Phasenvergleichsstufe 73 eine Stufe 74
geschaltet, die zur Minimierung des am Ausgang 76 der Phasenvergleichsstufe 73
auftretenden Detektionssignals vorgesehen ist. Diese Stufe 74 ist als Phasenumschaltstufe
ausgebildet, mit der die Phase des am Ausgang 53 des freilaufenden Oszillators 49
auftretenden 4,43 MHz-Signals zeilenalternierend zwischen +45º und -45º
umgeschaltet wird, so daß dieses 4,43-MHz-Signal die gleiche Phasenumschaltung aufweist wie
das in dem aus dem wiedergegebenen Bild-Farbsignal abgetrennte Burstsignal. Sowohl
dieses abgetrennte Burstsignal als auch das 4,43 MHz-Signal werden der
Phasenvergleichsstufe 73 zugeführt. Da die Phasenumschaltstufe 74 dafür sorgt, daß diese beiden
Signale die gleiche Phasenumschaltung aufweisen, hat dies zur Folge, daß die
Phasenvergleichsstufe 73 praktisch kein rechteckförmiges halbzeilenfrequentes
Detektionssignal, das sogenannte Ripple-Signal, abgibt, so daß dieses Signal also minimal ist. Dies
hat zur Folge, daß das den spannungsgesteuerten Oszillator 77 steuernde, am Ausgang
76 auftretende Detektionssignal der Phasenvergleichsstufe 73 keinen Ripple-Anteil mehr
enthält, was wichtig ist, um Farbtonänderungen im wiedergegebenen Bild-Farbsignal zu
vermeiden. Das Ripple-Signal wirkt sich nämlich in Form von störenden
Farbtonänderungen im wiedergegebenen Bild-Farbsignal aus.
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Der IC 18 weist einen weiteren Steuereingang 87 auf, der über eine
Steuerverbindung 88 mit einem weiteren Steuerausgang 89 der Steuereinrichtung 17
verbunden ist. Über die Steuerverbindung 88 kann die Steuereinrichtung 17 der
Phasenumschaltstufe 74 ein Steuersignal zuführen, mit dem die Phasenumschaltstufe 74 zur
Minimierung des Ripple-Signals außer Funktion gesetzt werden kann. Die
Steuereinrichtung 17 ist dabei in der Weise ausgebildet, daß sie bei jeder Wiedergabe-Betriebsart
beim Eintasten von Zeichensignalen in ein wiedergegebenes Bildsignal die
Phasenumschaltstufe 74 außer Funktion setzt.
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Wenn die Phasenumschaltstufe 74 außer Funktion gesetzt ist, gibt die
Phasenvergleichsstufe 73, deren Ausgang 76 mit einem weiteren Ausgang 90 des IC 18
verbunden ist, ein deutlich ausgeprägtes rechteckförmiges halbzeilenfrequentes
Detektionssignal, also ein Ripple-Signal, ab. Dieses Detektionssignal bildet im vorliegenden
Fall unmittelbar ein Steuersignal S2, das zu dem im Aufzeichnungsfall am Ausgang 54
des IC 18 auftretenden Steuersignal S1 praktisch identisch ist. Das am Ausgang 90 des
IC 18 auftretende Steuersignal S2 wird über eine nachfolgend beschriebene Verbindung
91 dem Steuereingang 36b des Modulators 36 zugeführt. In die Verbindung 91 ist im
Anschluß an den Ausgang 90 des IC 18 ein Schleifenfilter 92 aufgenommen. Im
Anschluß an das Schleifenfilter 92 ist in die Verbindung 91 eine von der Steuereinrichtung
17 in gleicher Weise wie die erste Umschalteinrichtung 82 steuerbare zweite
Umschalt
einrichtung 93 aufgenommen. Zur Steuerung dieser zweiten Umschalteinrichtung 93 ist
diese in gleicher Weise wie die erste Umschalteinrichtung 82 über eine
Steuerverbindung 93a mit dem Steuerausgang 83 der Steuereinrichtung 17 verbunden. Die
Steuereinrichtung 17 steuert die zweite Umschalteinrichtung 93 über die Steuerverbindung 93a
in solcher Weise, daß bei der zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart des
Videorecorders 1 die Steuereinrichtung 17 die zweite Umschalteinrichtung 93 in eine erste
Schaltstellung schaltet, die in Fig. 1 mit einer ausgezogenen Linie angedeutet ist und in der
eine zweite Verzögerungseinrichtung 94 des Videorecorders 1 mit einer
Verzögerungszeit von einer Zeilendauer zur zweiten Umschalteinrichtung 93 in Reihe geschaltet ist
und das am Ausgang 76 der Phasenvergleichsstufe 73 auftretende Steuersignal S2 um
eine Zeilendauer verzögert zum Ausgang 95 der zweiten Umschalteinrichtung 93 und
von dort zu dem Modulator 36 weitergeleitet wird. Bei allen anderen
Wiedergabe-Betriebsarten des Videorecorders 1 schaltet Steuereinrichtung 17 die zweite
Umschalteinrichtung 93 über die Steuerverbindung 93a in eine zweite Schaltstellung, die in Fig. 1
mit einer gestrichelten Linie angedeutet ist und in der die zweite
Verzögerungseinrichtung 94 überbrückt ist und das an dem Ausgang 76 der Phasenvergleichsstufe 73
auftretende Steuersignal S2 unverzögert zum Ausgang 95 der zweiten Umschalteinrichtung
93 und von dort zu dem Modulator 36 weitergeleitet wird. Da das zu verzögernde
halbzeilenfrequente Steuersignal S2 rechteckförmig ist, kann die zweite
Verzögerungseinrichtung 94 besonders einfach als Inverterschaltung ausgebildet sein. Sie kann aber auch
durch eine sogenannte 1H-Verzögerungsleitung gebildet sein.
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Vom Ausgang 95 der zweiten Umschalteinrichtung 93 wird ein von dieser
Einrichtung abgegebenes Steuersignal S2 einer als Schalt- und Pufferstufe ausgebildeten
Transistorstufe 96 zugeführt, deren Transistor an einer ständig vorhandenen
Versorgungsspannung +V angeschlossen ist und an deren Basisspannungsteiler an eine
Versorgungsspannung +V2 angeschlossen werden kann. Die Versorgungsspannung +V2
liegt an dem Basisspannungsteiler der Transistorstufe 96 jedoch nur dann an, wenn der
Videorecorder 1 in eine Aufzeichnungs-Betriebsart geschaltet ist. Von der
Transistorstufe 96, deren Emitterwiderstand vom Emitterwiderstand der Transistorstufe 56
gebildet wird, wird das Steuersignal S2 der Verstärkerstufe 57 und von dieser dem
Steuereingang 36b des Modulators 36 zugeführt.
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Im Modulator 36 wird das in jeder Wiedergabe-Betriebsart am Ausgang
90 des IC 18 abgegebene Steuersignal S2 in gleicher Weise ausgewertet wie das in einer
Aufzeichnungs-Betriebsart am Ausgang 54 des IC 18 abgegebene Steuersignal S1, so
daß auch in allen Wiedergabe-Betriebsarten das Zeichen-Farbsignal mit dem
Bild-Farbsignal phasenstarr verkoppelt wird. Auch in allen Wiedergabefällen wird das am
Ausgang S1 des IC 18 zur Verfügung stehende 4,43 MHz-Ausgangssignal der
Oszillatorstufe 52 dem Eingang 36a des Modulators 36 für Modulationszwecke zugeführt.
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Durch das Vorsehen der zweiten Umschalteinrichtung 93 in der
Verbindung 91 ist erreicht worden, daß bei der zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart des
Videorecorders 1 das am Ausgang 90 des IC 18 abgegebene Steuersignal Ss2 mit Hilfe
der zweiten Verzögerungseinrichtung 94 um dieselbe Zeitspanne zeitverzögert wird wie
das in einer solchen zweiten weiteren Wiedergabe-Betriebsart mit der ersten
Verzögerungseinrichtung 84 zeitverzögerte Bild-Farbsignal. Durch diese gleichwertige
Zeitverzögerung sowohl des Bild-Farbsignals als auch des Steuersignals S2 bei einer
sogenannten Multispeed-Wiedergabe einer Longplay-Aufzeichnung wird erreicht, daß auch in
dieser Betriebsart, wie auch in allen anderen Wiedergabe-Betriebsarten und
Aufzeichnungs-Betriebsarten, die durch dieses Steuersignal S2 im Modulator 36 bestimmte Phase
des (R-Y)-Anteils eines Zeichen-Farbsignals mit der Phase des (R-Y)-Anteils des Bild-
Farbsignals übereinstimmt. Somit wird durch das Vorsehen der zweiten
Umschalteinrichtung 93 und der dieser vorgeschalteten zweiten Verzögerungseinrichtung 94 auf
einfache Weise dafür gesorgt, daß beim vorliegenden Videorecorder 1 bei allen
möglichen Betriebsarten, also auch bei einer zweiten weiteren Betriebsart, stets eine
gleichbleibende Verkopplung der Bild-Farbsignale mit den Zeichen-Farbsignalen erhalten
bleibt, so daß Zeichensignale stets mit derselben Farbe auf einem Bildschirm eines
Fernsehempfängers wiedergegeben werden. Ein störender Farbwechsel bei der
Zeichenwiedergabe wird somit mit Sicherheit vermieden.
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Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die als
Phasenvergleichsstufe ausgebildete Detektionsstufe zum Detektieren der Phase des im
rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen Burstsignals Bestandteil der in einem IC
enthaltenen Phasenregelschleife der Frequenztransponierschaltung. Die
Phasenvergleichsstufe wird vorteilhafterweise somit doppelt genutzt. Es könnte aber auch eine separate
Phasendetektionsstufe außerhalb des IC zum Detektieren der Phase des im
rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen Burstsignals vorgesehen sein. Auch kann eine
solche separate Phasendetektionsstufe ein nicht rechteckförmiges Detektionssignal
abgeben, beispielsweise bei jedem Phasenwechsel des Burstsignals einen die Richtung des
Phasenwechsels angebenden kurzzeitigen Detektionsimpuls. Bei dem vorstehend
beschriebenen Videorecorder handelt es sich um ein Gerät zum Aufzeichnen und
Wiedergeben von Bildsignalen gemäß dem PAL-System. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen
können jedoch in vollkommen analoger Weise auch bei Geräten zum Aufzeichnen und
Wiedergeben von Bildsignalen gemäß dem SECAM-System eingesetzt werden. Bei
diesen Geräten ist lediglich die Detektionsstufe als Frequenzdetektionsstufe zum
Detektieren der Mittenfrequenzen der im rücktransponierten Bild-Farbsignal enthaltenen
unmodulierten Farbhilfsträgersignale ausgebildet und erfolgt mit Hilfe des von der
Frequenzdetektionsstufe erhaltenen halbzeilenfrequenten Detektionssignals, das dem
Modulator zum Modulieren der Zeichensignale vorzugsweise unmittelbar zugeführt wird, eine
starre Frequenzverkoppelung zwischen den Bild-Farbsignalen und den
Zeichen-Farbsignalen. Bei solchen Geräten gemäß dem SECAM-System kann anstatt einer Mischstufe
als Frequenztransponierstufe auch eine Frequenzvervielfacherstufe als
Frequenztransponierstufe vorgesehen sein, weil bei diesem System die Bild-Farbsignale
frequenzmoduliert sind.
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Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt es sich um
einen Videorecorder, bei dem ein Helligkeitssignal und ein Farbsignal miteinander zu
einem FBAS-Signal kombiniert gemeinsam verarbeitet werden, weshalb auch die
Zeichensignale als FBAS-Signale eingetastet werden, die vom Modulator in FBAS-Form
abgeben werden. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind aber auch bei Geräten
einsetzbar, bei denen ein Helligkeitssignal und ein Farbsignal separat voneinander
verarbeitet werden, wie dies beispielsweise bei sogenannten SVHS-Geräten der Fall ist, bei
denen der Modulator separate einzutastende Zeichen-Helligkeitssignale und separate
einzutastende Zeichen-Farbsignale abgibt, die dann mit zwei separaten
Zeichen-Eintaststufen in die Bild-Helligkeitssignale und in die Bild-Farbsignale getrennt eingetastet
werden.