DE6932012U - Rollenwechsler fuer rollenrichtmaschinen oder dergleichen - Google Patents
Rollenwechsler fuer rollenrichtmaschinen oder dergleichenInfo
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Description
Dr. Ing. E. BERKENFELD · Dip !.-1 ng. H. B ERKEN FELD, Patentanwälte, Köln
Anlage Aktenzeichen
zur Eingabe vom 4. August 1969 Sch+ Name d. Anm. Mesta Machine Company
Rollenwechsler für Rollenrichtmaschinen oder dergleichen.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rollenwechsler für Rollen-■richtrnaschinen
oder dergleichen, mit dem man die Richtrollen einer Rollenrichtmaschine oder dergleichen gleichzeitig auswechseln kann.
Die Erfindung wird im folgenden in ihrer Anwendung an einer Rollenrichtmaschine
beschrieben., obwohl sie selbstverständlich in sinngemäßer Abwar.llung auch bei gleichartigen Richtvorrichtunger. und
dergleichen Anlagen angewendet werden kann.
Rollenrichtmaschinen benutzt man überall in der Stahl, andere Metalle
und dergleichen verarbeitenden Industrie zum Richten oder
Glätten verschiedener Konstruktionsformen, wie etwa Trägern u-;d
Winkelprofilen, sowie zum Richten und Glätten von Bändern oder Blechen.
Bei diesen Maschinen benutzt man gewöhnlich eine große Anzahl von Rollen, wobei jeweils sieben oder mehr derartige Rollen
zusammengefaßt sind. Man muß die Rollen der Rollenrichtmaschinen jedes Mal dann auswechseln, wenn ein Erzeugnis andeer Größe oder
Form gerichtet werden soll. Ein häufiger Rollenwechsel ist daher erforderlich. Gemäß dem Stand der Technik erfolgt der Rollenwechsel
derart, daß die einzelnen Rollen nacheinander mit einem Kran ausgewechselt werden, was eine aufwendige, umständliche und zeit
raubende Arbeit ist. Die neuen oder Austauschrollen.müssen auf die
gleiche Weise einzeln eingesetzt werden. Da die Rollen auch einem starken Verschleiß unterworfen sind, müssen abgesehen vom erwähnten
Rollenwechsel beim Übergang von einem zu einem anderen Erzeugnis auch im Rahmen der Wartung die verschlissenen Rollen ausgetauscht
werden. Die beim Rollenwechsel nach den derzeit üblichen Verfahren auftretenden Schwierigkeiten und Gefahren sind kaum zu
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' überschätzen. Die schwersten, derzeit in Rollenrichtmaschinen verwendeten
Rollen wiegen 1,5 Tonnen und mehr. Die mit der Handhabung von Gegenständen dieser Größe und dieses Gewichtes insbesondere
bei der Anwendung von Hochkranen verbundenen Gefahren liegen auf der Hand. Abgesehen von der beträchtlichen Gefahr, der das Personal
ausgesetzt ist, und abgesehen von der Möglichkeit der Beschädigung der Rollen durch sorglose, unrichtige Handhabung sind der mit dem
Rollenwechsel unter Anwendung der herkömmlichen Verfahren verbundene Zeitverlust und Produktionsausfall beträchtlich.
Der Erfindung liegt die AufgaDe zugrunde, diese Nachteile und Mängel
zu beseitigen und einen Rollenwechseler für Rollenrichtmaschinen oder dergleichen zu schaffen, mit dem die Rollen schnell, ge-
^~x fahrlos und einfach ausgewechselt werden können.
Zur Lösung dieser und weiterer, für den Fachmann auf der Hand liegender
oder sich aus der folgenden Beschreibung ergebender Aufgaben zeichnet sich ein Rollenwechsler gemäß der Erfindung durch einen
auf einem Wager verfahrbaren Rahmen aus, an dem auf wenigstens einer Seite Spannvorrichtungen zum lösbaren Festspannen der Rollen
in der gleichen Anordnung wie an der Rollenrichtmaschine befestigt sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Rahmens gesondert betätigbare
Spannvorrichtungen angeordnet sind und daß der Rahmen um eine senkrechte Mittelachse drehbar auf dem Wagen montiert ist.
Die Erfindung schafft einen Rollenwe<"hsler, mit dem man die Richtrollen
einer Rollenrichtmaschine in einem einzigen Arbeitsgang alle gemeinsam austauschen kann. Der Rollenwechsler gemäß der Erfindung
trägt die Austauschrollen in einer bestimmten Anordnung, die der Anordnung der Rollen in der Rollenrichtmaschine entspricht,
und er nimmt auch die von der Rollenrichtmaschine zu entfernden Rollen in dieser Anordnung auf. Man kann den Rollenwechsler gemäß
der Erfindung daher in eine erste Stellung bewegen, in der'er die Rollen einer Rollenrichtmaschine ergreift und gleichzeitig abnimmt.
Der Rollenwechsler wird dann von der Rollenrichtmaschine wegbewegt, so daß die Rollen von ihren einzelnen Achsen abgezogen
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werden. Anschließend wird der Rollenwechsler in einer anderen Stellung wieder zur Rollenrichtmaschine hin bewegt, wobei auf dem
Rollenwechsler befestigte neue Rollen auf die freien Achsen der Rollenrichtmaschine aufgeschoben werden. Mit einem derartigen Rollenwechsler
kann man die Richtrollen innerhalb weniger Minuten auswechseln. Es werden so mehrere Stunden an Produktionsausfall
vermieden, wobei zugleich die Gefahren für das Personal, für eine Beschädigung der Anlage und der Rollen vermieden werden. Man kann
den Rollenwechsler zugleich auch zum Transport der abgenommenen Rollen und der Austauschrollen zwischen einem Rollenlager und der
Rollenrichtmaschine benutzen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Rollenwechsler leicht
auf verschiedene Anordnungen der Rollen in der Rollenrichtmaschine einstellbar ist. Diese Ausführungsform der Erfindung weist
außerdem eine Sicherung auf, die die Gefahren für das Bedienungspersonal
durch unrichtige Handhabung auf ein Minimum verringert.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergien sich
aus den Unteransprüchen sowie aus der folgenden Beschreibung
zweier der Erläuterung und nicht etwas der Abgrenzung des Erfin= dungsgedankens dienender Ausführungsbeispiele, wobei auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen wird. In den Zeichnungen i
zeigt: :
Pig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des Rollenwechslers
gemäß der Erfindung in Anwendung bei einer Rollenrichtmaschine,
Pig. 2 eine Seitenansicht - teilweise im Schnitt - des in Pig. 1 gezeigten Rollenwechslers mit der Rollenrichtmaschine,
:
Pig. 3 in vergrößerter Darstellung eine Rückansicht des in
den Figuren 1 und 2 dargestellten Rollenwechslers, \
Pig. 4 in vergrößerter Darstellung eine Seitenansicht der .,
linken Seite des Rollenwechslers mit einem Teil der Rollenrichtmaschine,
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it« ··
* PIg. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Pig. 3>
Pig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Pig. 3,
Pig. 7 teilweise im Schnitt eine Ansicht Im wesentlichen nach
" der Linie VII-VII in Pig. 3,
ι Pig. 8 eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform des I
Rollenwechslers gemäß der Erfindung,
Pig. 9 eine Teilseitenansicht des in Pig. 8 dargestellten
- Rollenwechslers,
Pig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 8 und
Pig. 11 einen Horizontalschnitt nach der Linie XI-XI in
Pig. 8.
Es wird zunächst auf die Figuren 1-7 Bezug genommen. Der allgemein
mit 10 bezeichnete Rollenwechsler ist hier in Verbindung mit einer Rollenrichtmaschine 12 dargestellt. Diese Rollenrichtmaschine 12
ist herkömmlicher Bauart und braucht daher hier im einzelnen nicht beschrieben zu werden. Kurz zusammengefaßt weist die Rollenrichtmaschine
12 einen Rahmen 13 auf, in dem mehrere Antriebsachsen 14
drehbar gelagert sind. Auf den auskragenden Enden der Antriebsachsen 14 sind Richtrollen 15 montiert. Bei der dargestellten Ausführungsform
der Rollenrichtmaschine weist diese sieben Antriebsachsen 14 mit aufgesteckten Richtrollen 15 auf, obwohl selbstverständlich
auch andere Anzahlen von Antriebsachsen und Richtrollen vorgesehen und angewendet werden können.
Aus den Figuren 1-3 ist am besten zu erkennen, daß die auskragenden
Enden der Antriebsachsen 14 sich verjüngen, so daß die Rollen 75 auf diese Enden aufgekeilt werden können, um mit Keilen
16 befestigt zu werden. Die Rollenachsen 14 werden über Gelenk·
wellenkupplungen 17 angetrieben, die wiederum über eine Transmission 18 mit einem Antriebsmotor 19 verbunden sind.
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Der Rollenwechsler 10 1st auf Schienen 20 zur Rollenrichtmaschine
12 hin und von dieser weg verfahrbar. Hierzu weist der Rollenwechsler
einen Wag-sn 21 auf, der mit Rädern 22 auf den Schienen 20 fährt.
Der Rahmen 13 ist mit einem Drehschemel 25 um eine senkrechte Achse
drehbar auf dem Wagen 21 gelagert.
Auf der Vorder- und Rückseite des einen Teil des Rahmens 13 bildenden
Lagergehäuses 24 sind jeweils zwei Paare waagerechter Spannbalken
26, 27, 28 und 29 in senkrechten Ebenen verschieblich montiert.
Die auf der Vorderseite des Lagergehäuses 24 angeordneten Spannbalkenpaare dienen zum lösbaren Festhalten der Richtrollen
' 15* während die auf der Rückseite des Lagergehäuses 24 angeordneten
Spannbalkenpaare die Austauschrollen 25 lösbar festhalten. s-\ Pig. 3 zeigt eine typische Anordnung von sieben Ricitrollen, die
normalerweise in zwei waagerechten Reihen angeordnet sind. Für jede der beiden Reihen ist daher ein S-pannbalkenpaar auf beiden
Seiten des Lagergehäuses 24 angeordnet. Die unteren Spannbalkenpaare 26, 27 dienen zum Festspannen der Rollen 15* 25 in den unteren
Reihen, während die oberen Spannbalkenpaare 28, 29 die Rollen 15* 25 der oberen Reihe festspannen.
Aus Fig. 7 ist am besten zu erkennen, daß die Spannbalken 26 - 29
an entsprechenden Stellen mit Nuten oder Kerben 32 versehen sind,
in die ein Flansch 31 auf einem vorspringenden Nabenteil 30 der
einezelnen Rollen 15* 25 eingreift, wenn die Spannbalken gegen die
vorsprigenden Nabenteile 30 der Rollen angepreßt werden. Auf diese
Weise werden die Rollen zwischen den Spannbalkenpaaren zuverlässig festgehalten, um mit dem Rollenwechsler transportiert zu werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die
Nuten "52 in den Snannbalken nicht durchgehend ausgebildet sondern P
nur genau dort vorgesehen, wo die Rollen 15* 25 sich befinden
müssen, wenn sie genau mit den Antriebsachsen 14 der Rollenrichtmaschine fluchten sollen. Die Lage der Kerben oder Nuten 32 in
den Spannbalken bestimmt daher die waagerechte Lage der einzelnen Rollen und deren waagerechten Abstand voneinander am Rollenwechsler
10.
Die Spannbalkenpaare 26 - 29 werden also zum Festspannen bzw. Freigeben
der Rollen I5, 25 paarweise aufeinander zu und voneinander
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' weg bewegt. Zu diesem Zweck sind' die Spannbalken in Führungsschienen
33 an den beiden; Enden des Lagergehäuses 24 verschieblich geführt.
Aus Fig. 3 erkennt man, daß die mittleren SpannfcäLken 27,
28 seitlich durch Schlitze 36 in den Seiten 39, 40 der Führungs-, schienen 33 hindurchtreten, um ihre herausragenden Enden ~$K an
Kolben-Zylinder-Anordnungen 35 befestigen zu können. Zweckmäßig sind die Zylinder 35 schwenkbar auf den Außenseiten 39 der Führungsschienen
33 befestigt. Die übrigen, kürzeren Spannbalken 26 und 29 werden in Schlitzen 37 mit entsprechenden Kolben-ZyIInder-Anordnungen
38 auf und ab bewegt, wobei die Kolben-Zylinder-Ancrdnungen
38 auf den Innenseiten 40 der Führungsschienen 33 schwenkbar
befestigt sind (s. insbesondere Fig. 3)· Zumindest die die öffnung der'Spannbalken gegen deren Schwerkraft bewirkenden Kolben-
s~\ Zylinder-Anordnungen 35* 38 sind zweiseitig be auf schlag bar.
\ Auf dem Wagen 21 ist ein Antriebsmotor 41 montiert, der über eine
Transmission 42 den Drehschemel 23 antreibt.
Im Betrieb wird der Wagen 21 auf den Schienen 20 mit geeigneten (nicht dargestellten) Vorrichtungen in die Stellung gefahren, in
der der Rollenwechsler 10 in den Figuren 1 und 2 in ausgezogenen Linien dargestellt ist. In dieser Stellung werden die auf der Vorderseite
des Lagergehäuses 24 befindlichen Spannbalkenpaare 26-29 mit den Kolben-Zylinder-Ancrdnungen 35* 38 derart verstellt, daß
die Spannbalken die Nabenvorsprünge J>0 der Rollen 15 fest zvTischen
sich einklemmen, wobei die Flansche 31 in die Nuten oder
Kerben 32 eintreten. Anschließend wird der Rollenwechsler 10 vberdie
Schienen 20 in die in Fig. 1 bei 43 in unterbrochenen Linien
dargestellte Wendestellung zurückgefahren, wobei er die Rollen I5
von der Rollenrichtmaschine 12 abzieht und mitnimmt. In dieser Stellung 43 wird der Antriebsmotor 41 eingeschaltet, so daß der
Rahmen 13 mit dem Lagerhgehäuse 24 um I80 auf dem Drehschemel 23
gedreht werden, wobei der Drehkreis in Fig. 1 mit der Linie 44 angedeutet ist. Anschließend wird der Rollenwechsler 10 wieder in
die in Fig. 1 und 2 in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung vorgefahren, wobei die Austauschrollen 25 auf der nunmehr vorne
liegenden "Rückseite" des Lagergehäuses 24 auf die auskragenden Antriebsachsen 14 aufgeschoben werden. Dann werden die Spannbalken
26 - 29 mit ihren Kolben-Zylinder-Anordnungen derart beaufschlagt,
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:» ϊ :: 5 * S t
daß sie die Nabenvorsprünge JO der Rollen 25 freigeben. D&@ fcus* j^
tauschrollen 40 werden dann auf den Antriebsachsen 14 durch Ein- "1^
satz der Keile 22 befestigt. (Fig. 3) Der Rollenwchsier 10 wird "i
dann auf den Schienen 20 wieder wggefahren.
Die Schienen 20 sind zweckmäßig derart angeordnet, daß sie waagerecht
und senkrecht auf die Rollenrichtmaschine 12 ausgerichtet sind. Die Spannbalken 26-29 sind am Lagergehäuse 24 in entsprechender
Höhe angeordnet, so daß die Austauschrollen 25, wenn das Lagergehäuse 24 gedreht wird, genau vor den vorspringenden Enden
der Rollenantriebsachsen 14 zu liegen kommen. Die Seiten des La-, gergehäuses 24, die nacheinander vor der Rollenrichtmaschine zu
liegen kommen, sind gleich ausgebildet, d.h., daß die Anordnung ! ;
der Rollen 15, 25 auf beiden Seiten des Rollenwechslers 10 gleich ist und der Anordnung der Rollen in der Rollenrichtmaschine 12
genau entspricht. Es wurde bereits erwähnt, daß man die waagerechte
Ausrichtung der Rollen 15, 25 dadurch erreicht, daß die Kerben 32 in den Spannbalken 26-29 genau an&enjenigen Stellen ausgebildet
sind, an denen die Flansche 3.1 der Nabenvorsprünge 3° cler Rollen
in diese Kerben oder Nuten eingreiien, wenn die Rollen in waagerechter
Richtung richtig liegen. Es liegt auf der Hand, daß man die Spannbalken 26-29 gegen Spannbalken mit anderer Lage der Kerben
32 auswechseln kann, wenn mit dem Rollenwechsler Sollen gewechselt
werden sollen, die einen anderen waagerechten Abstand voneinander haben.
Zur senkrechten Fixierung der Lage der Rollen 15, 25 sind auf den
beiden Seiten des Lagergehäuses 24 zweckmäßig Anschläge 45 vorgesehen,
geger die die Spannbalken anschlagen, wenn die von ihnen festgespannten Rollen in der richtigen Höhenlage sind. Man kann
die Anschläge 45 verstellbar am Lagergehäuse 24 befestigen, um mit
dem Rollenwechsler verschiedene Rollenrichtmaschinen bedienen zu können, bei denen die Rollen in verschiedenen Höhen liegen.
Man erkennt, daß mit der bisher beschriebenen Ausführungsform des Rollenwechslers gemäß der Erfindung sämtliche Rollen einer Rollenrichtmaschine
oder dergleichen gleichzeitig schnell und geSirlos ausgewechselt werden können. Die Schienen 20 können zu einem Rollenlager
führen, so daß man mit dem Rollenwechsler die Rollen zwischen M 90/3 -Ί-
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diesem Lager und der Rollenrichtmaschine transportieren kann.
Die Figuren 8-10 zeigen eine Ausführungsform des Rollenwechslers
50, die gegenüber der bisher beschriebenen Ausführungsform noch
■'[ einige Weiterentwicklungen aufweist. Auch hier weist der Rollen
wechsler 50 einen Wagen 51 auf, der mit Räadern 52 auf Schienen
verfahrbar ist. Zum Antrieb des Wagens 51 ist ein Antriebsmotor vorgesehen, der zwei Räder 52 über eine Antriebswelle 54 antreibt.
Auf dem Wagen 51 ist wiederum ein Rahmen 55 um eine senkrechte
Achse drehbar gelagert, so daß man entweder die Vorderseite oder ;i die Rückseite des Rahmens 55 an den Rollenwechsler heranfahren
kann. Hierzu ist (s. Pig. 10) im V^gen 51 eine Büchse 57 montiert,
^) in der das untere Ende einer senkrechten Drehachse 56 befestigt
ist. Auf einem Drehlagerring 58 am oberen Ende der Drehachse 56 ist ein Radiallager 59 angeordnet, das in einem Lagerblock 60 montiert
ist. Dieser ist wiederum an den Oberkanten zweier Tragplatten 61 und 62 befestigt, die den Rahmen 55 bilden. Die Tragplatten
61, 62 erstrecken sich in Längsrichtung des Rahmens 55 und ihre Unterkanten ruhen auf einer Nabe 6j>
eines Zahnringes 64, so daß der Rahmen 55 sich gemeinsam mit diesem Zahnring 64 dreht.
Die Nabe 63 ist auf der drehfesten Drehachse 56 mit einem Radial-Axial
-Lager 65 montiert.
Der ganze Rahmen 55 mit den lösbar an ihm befestigen Rollen 7I,
72 ist um die Drehachse 56 drehbar, wozu mit dem Zahnring 64 ein
Antriebsritzel 68 in Eingriff steht, das über eine Untersetzung 69 von einem Motor 70 angetrieben wird, wobei die Teile 68 V.'s 70
auf dem Wapn 51 montiert sind. Man erkennt ohne weiteres, daß die
Teile des Rollenwechslers eina kräftige, widerstandsfähige Konstruktion
bilden, die in der Lage3? ist, die schweren Rollen 71
> 72 aufzunehmen und zu transportieren.
Entsprechend einer häufig anzutreffenden Anordnung der Rollen in Rollenrichtmaschinen ist auch bei diesem Aueführungsbeispiel davon
ausgegangen worden, daß die Rollen in der Rollenrichtmaschine in zwei übereinander liegenden Reihen angeordnet sind. Entsprechend
der Anordnung der Rollen in der Rollenrichtmaschine sind auf beiden Seiten des Rahmens 55 zwei Reihen von Rollensteckbuchsen 66a,
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C t
ψ i
t ·
66b, 67a, 67b vorgesehen. Die oberen Rollensteckbuchsen 66a und
67a sind nebeneinander an den Tragplatten 61, 62 befestigt, wozu
diese Tragplatten beiderseits Verlängerungen 73 aufweisen, damit sie die zur Anordnung der Rollensteckbuchsen erforderliche
Länge haben. Die unteren Rollensteckbuchsen 66b und 67b sind desgleichen
an den Tragplatten 61 und 62 im gegenseitigen Abstand
voneinander befestigt.
Die Rollensteckbuchsen 66a und 67a in den oberen Reihen sind jeweils
an einem Montagering 74 befestigt, der in einer ringförmigen
Vertiefung 75 sitzt, so daß diese Rollensteckbuchsen im richtigen
Abstand voneinander entlang den Tragplatten 61 und 62 liegen. Andererseits sind die unteren Rollensteckbuchsen 66b und 67b jeweils
an einem Haltering 76 befestigt, der wiederum an den Tragplatten
61 und 62 befestigt ist. Selbstverständlich entspricht die senkrechte und waagerechte Lage der Rollensteckbuchsen an den
Tragplatten 61 und 62 der Lage der Rollen 7I bzw. 72 in der Rollenrichtmaschine
.
Die Rollen 7I und 72 weisen jeweils einen Nabenvorsprung 77 auf,
der passend in die Rollensteckbuchsen einführbar ist. Die Vorderkanten der Rollensteckbuchsen sind gemäß der Darstellung bei 78
abgekantet. Entsprechend weisen die Rollen 71 und 72 jeweils eine Abkantung 80 auf. In den Rollensteckbuchsen sind jeweils oben und
unten einander gegenüberliegend zwei Ausnehmungen oder Schlitze 82, 83 ausgebildet. Entsprechend weisen die Nabenvoisprünge 77 der
Rollen 7I und 72 Vertiefungen oder Kerben 81 auf, die bei richtig
in die Rollensteckbuchsen eingeführten Nabenvorsprung en 77 genau vor den Ausnehmungen 82, 83 liegen.
Die eigentliche Spannvorrichtung zum iestspanaen der einzelnen
Rollen in den Rollensteckbuchsen besteht aus je einem Stellstabpaar 84, 86, 84', 86f je Rollensteckbuchsenreihe, wobei diese
Stellstäbe oberhalb und unterhalb der Rollensteckbuchsen waagerecht entlang laufen und in Stehlagern 87, 88, 87!, 88* drehbar
gelagert sind, welche wiederum paarweise oben und unten auf den Rollensteckbuchsen befestigt sind. Zwischen den Stehlagern 87, 88*
87', 88' sind jeweils zwei radial wegragende Arme 89, 89* an den
Stellstäben befestigt, zwischen denen jeweils ein Klemmblock 90,9O1
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derart befestigt ist, daß die Klemmblöcke bei entsprechender Verschwenkung
der Stellstäbe durch die Ausnehmungen 82, 83 in den Rollensteckbuchsen in die Kerben oder Nuten 81 der Nabenvorsprünge
77 der Rollen eintreten.
Zur Verstellung der Stellstäbe sind an den Enden der Stellstäbe Kurbelarme 9I, 91T, 92, 92T befestigt, deren andere End si an den
Kolbenstangen von"Betätigungszylindern 93, 95*, 94, 94' befestigt
sind. Durch entsprechende Beaufschlagung der Betätigungszylinder 93, 93*, 94, 94 i werden also die Stellstäbe 84, 84', 86,86' um
ihre Achsen derart verdreht, daß die Klemmblöcke 9Oj 90' mit den
Armen 89, 89* in die Kerben 81 der Nabenvorsprünge 77 der Rollen
71, 72 hinein bzw. aus diesen heraus bewegt werden, so daß im ersten
Falle die Rollen 7I, 72 fest in den Rollensteckbuchsen gehalten
werden, während nach dem Herausbewegen der Klemmblöcke 90, 90'
die Rollen 7I, 72 aus den Rollensteckbuchsen herausgenzogen werden
können.
Selbstverständlich sind die Spannvorrichtungen auf beiden Seiten
des Rollenwechslers 50 gleich ausgebildet und es erübrigt sich
daher eine gesonderte Beschreibung der beiden Seiten des Rollenwechslers.
Die Betätigungszylinder 93, 94, 93', 94s sind an beiden Enden
der Stellstäbe vorgesehen, um die mit den Stellstäben ausgeübten Klemmkräfte auf der ganzen Länge des Rollenwechslers im wesentlichen
gleich groß zu halten. Selbstverständlich sind die Klemmblöcke 90, 98' zweckmäßig der Querschnittsform der Kerben 81 entsprechend
ausgebildet, so daß die Rollen 7I, 72 spielfrei in den
Rollensteckbuchsen festgehalten ;.oiden. Die unteren Stellstäbe 91 *
und 92' sind etwas kürzer als die'oberen Stellstäbe 9I, 92, so daß
die Betätigungszylinder versetzt übereinander angeordnet sind und sich folglich bei ihrer Bewegung gegenseitig nicht stören.
Aus der obigen Beschreibung der Spannvorrichtungen erkennt man, daß diese ganz auf den betreffenden Rollensteckbuchsen montiert
sind. Hierdurch-wird die Konstruktion und Benutzung der Spannvorrichtungen
erleichtert, die aus äußerst wenig Teilen besteht. Auch
ist es sehr einfach, den Rollenwechsler zur Bedienung von Rollen-M 90/3 -10-
richtmaschinen mit unterschiedlicher Anordnung der Rollenachsen 96 umzustellen. Von der Rollenrichtmaschine sind in den Figuren
{/ und 10 nur die Enden der Rollenachsen 96 dargestellt, auf die die
Rollen 71 bzw. 72 aufgesteckt werden.
Zur Beschreibung der Arbeitsweise sei angenommen, daß sich die Rollen 7I auf den Achsen 96 der Rollenrichtmaschine befinden, während
die Rollensteckbuchsen auf der Vorderseite des Rolienwechslers 50 leer sind und in den Rollensteckbuchsen auf der Rückseite
des Rollenwechslers ein Satz Austauschrollen 72 befestigt ist. Der
Rollenwechsler 50 wird auf den Schienen 20 mit den leeren Rollensteckbuchsen zur Rollenrichtmaschine gefahren, bis die Nabenvorsprünge
77 der Rollen 7I in die Rollensteckbuchsen eingreifen.
"^ Dann werden die Betätigungszylinder 93* 93' derart beaufschlagt,
daß die Klemmblöcke 90, 90' in die Kerben oder Nuten 81 eingreifen.
Fährt man nun den Rollanwechsler 50 zurück, dann werden die Rollen
71 von den Achsen 96 abgezogen. Anschließend wird in gehörigem Abstand
von der Rollenrichtmaschine der Motor 70 eingeschaltet, um den Rahmen 55 um 18O° um seine senkrechte Achse zu drehen. Nun
liegen die Austauschrollen 72 gegenüber der Rollenrichtmaschine und man fährt den Rollenwechsler 50 auf die Rollenrichtmaschine
zu, bis die Enden der Achsen 96 in die Rollen 72 eingreifen. Dann
werden die Betätigungszylinder 94, 94 t derart beaufschlagt, daß
die Klemmblöcke ausgeschwenkt werden.'Man kann nun den Rollenwechsler
50 wieder zurückfahren und sämtliche Rollen der Rollenrichtmaschine
sind gleichzeitig in einem schnellen, gefahrlosen ; Arbeitsgang ausgetauscht worden.
Selbstverständlich kann man auch in diesem Fall die Schienen 20 r
bis in ein Rollenlager führen, damit der Rollenwechsler 50 auch
zum Transport der Rollen zwischen dem Rollenlager und der Rollenrichtmaschine benutzt werden kann.
Es wurden hier nur der Erläuterung und nicht etwa der Abgrenzung des Srfindungsgedankens dienende Ausführungsbeispiele beschrieben,;
die im Rahmen des fachmännischen Könnens vielfältig abgewandelt werden können, ohne den Erfindungsägedanken zu verlassen.·
Patentansprüche M 90/3 -11-
Claims (1)
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I 1r Jj I > > IJJj I ■ ·Jl) III· ·.1 1 J > I · t ·Dr. Ing. E. BERKENFELD · Dipl.-I ng. H. BERKEN FELD, Patentanwälte, KölnAnIa(JO Aktenzeichenzur Eingabe vom 4. August "·969 Sch+ Name d. Anm. Mesta Machine Companya η s ρ r ü c h e1. Rollenwechsler für Rollenrichtmaschinen oder dergleichen, gekennzeichnet durch einen auf einem Wagen (21,51) verfahrbaren Rahmen (13*55)., an dem auf wenigstens einer Seite Spannvorrichtungen (26-29), (84,86,90) zum Lösbaren Pestspannen der Rollen (15*25,71,72) in der gleichen Anordnung wie an der Rollenrichtmaschine (12) befestigt sind.2. Rollenwechsler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Rahmens (13,55) gesondert betätigbare Spannvorrichtungen angeordnet sind und daß der Rahmen um eine senkrechte Mittelachse (56) drehbar auf dem Wagen (21,51) montiert ist.3. Rollenwechsler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtungen aus einem Spannbalkenpaar (26,27,28,29) je Rcllenreihe bestehen und daß an den Spannbalken Antriebsvorrichtungen (35*38) zur Verschiebung der Spannbalken am Rahmen (I3) auf die Rollen (15*25) hin und von diesen weg angreifen.Κ. Rollenwechsler nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbalken (26-29) in Führungsschienen (33) am Rahmen (13) geführt sind, wobei bei mehreren Rolienreihen ein Teil der Spannbalken (27,28) durch die Führungsschienen hindurchtritt und die Antriebsvorrichtungen (35) für diese Spannbalken auf der Außenseite der Führungsschienen liegen, während die Antriebsvorrichtungen (38) der in den Führungsschienen endenden Spannbalken (26,29) in den Führungsschienen angeordnet sind, M 9Ο/369320 Ifa ' » 1>tJ>5. Rollenwechsler nach Anspruch 3 oder 4,durch die Verschiebung der Spannbalken (26-29) auf <%ie Hollen (15»25) hin hhö begrenzende, rahmenfeste Anschläge (45) zur Fest- ' legung der Rollen in einer bestimmten Höhenlage·6. Rollenwechsler nach den Ansprüchen 5-5* dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbalken (26-29) mit Kerben (32) zum Eingriff von Nasen (31) der Rollen (15,25) versehen sind, wobei diese Kerben zugleich den Horizontalabstand der Rollen am Rahmen des Rollenwechslers festlegen.1J. ■ Rollenwechsler nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch : gekennzeichnet, daß die Anschläge (45) unddie Kerben (32) der ; Spannvorrichtungen auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Rahmens untereinander und zu den Rollen der Rollenrichtmaschine genau entsprechend angeordnet sind.8. Rollenwechsler nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme von Nabenvorsprüngen (77) der Rollen $71,72) entsprechend der Anordung der Rollen in der Rollenrichtmaschine am Rahmen (55) Rollensteckbuchsen (66a,66b, 67a,67b) angeordnet sind.9. Rollenwechsler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtungen aus Stellstabpaaren (84,84*,86,86') bestehen, die beiderseits der Rolx?nsteckbuchsen (66aj56b,67a,67b) am Rahmen (55) drehbar gelagert sind, daß an den Stellstäben Arme (89,89^ radif'.. wegragend befestigt sind, die an ihrem Ende einen Klemmblocä: (90,9O1) tragen, der durch eine Ausnehmung (82, 83) in den Rollensteckbuchsen in eine Kerbe (81) am Nabenvorsprung (77) der Rollen (71,72) einschwenkbar ist, und daß an den Stellsäben Antriebsvorrichtungen zum Ein- und Ausschwenken der Klemmblöcke angreifen.10. Rollenwechsler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbalken- bzw. Stellstabantriebsvorrichtungen Kolben-Zylinder-Anordnungen (35*38,93*94) sind.M 9Ο/3-13-11. Rollenwechsler nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Anordnungen (93*94) über Kurbel- ] arme (91,92) an den Enden der Stellstäbe (84,86) angreifen. j12. Rollenwechsler nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellstäbe in an den Rollensteckbuchsen (66a, 66b,67a,67b) befestigen Stehlagern (87,88) gelagert sind.15. Rollenwechsler nach einem der Ansprüche 9-12, dadurch gekennzeichnet, daß je Rollensteckbuchse (66a,66b,67a,67b) zwei Klemmblöcke (90,90) vorgesehen sind, die durch diametral einander gegenüberliegende Ausnehmungen (82,83) in den Rollensteckbuchsen in Kerben (81) der Nabenvorsprünge (77) der Rollen (71,72) eingrei-O fen·14. Rollenwechsler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollensteckbuchsen (66a,66b,67a,67b) mittels Montageringen (74,76) am Rahmen (55,61,62) befestigt sind.15. Rollenwechsler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageringe (72O in Vertiefungen des Rahmens (55*61,62) eingesetzt sind.16. Rollenwechsler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagen (21,51) auf Schienen (20) zur Rollenrichtmaschine (12) hin und von dieser weg veffahrbar ist.M 90/3 -14-
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-
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Also Published As
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