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Filterpapiertüte Die Erfindung betrifft .eine Filterpapiertüte, insbesondere
für trichterförmige Aufbrühfiltriergefäße.
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Bekannt sind Filterpapierzuschnitte, welche so vorgeprägt sind, daß
sie sich nach den Pragungen leicht in eine Form . zusammenfalten lassen, welche
zum Einsetzen in trichterförmige Filtergefäße taugt. Die bekannten Prägungen verlaufen
vom äußeren Rand nur bis an eine mittlere Kreisprägung. Diese Mittenscheibe bleibt
dort also ungefaltet. Nachteilig ist hierbei, daß der Benutzer erst die Faltung
vornehmen muß und daß außerdem durch die Faltung verhältnismäßig viel Papier gebraucht
wird, welches in dem gefalteten Zustand die Filtrierfähigkeit hemmen kann.
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Bekannt sind ferner in Tütenform hergestellte Filtereinlagen, die
aus einem der Aufbrühfilterform entsprechenden Zuschnitt bestehen, bei dem der Bodenteil
mit den beiden Teilen zusammenhängt und die Seitenwandkanten mit ihm und untereinander
durch Prägungen o. dgl. verbunden sind. Es ist hierbei nachteilig, daß die geprägten
Ränder unmittelbar im Bodenteil auftreten. Sie können mit -der Erweichung aufgehen.
Es kann deshalb vorkommen, daß der ganze Boden mit dem Satz im Gefäß zurückbleibt.
Bei einer anderen Ausführungsform steht der Zuschnitt mit einem. Spitzkant unten
auf. Diese Form muß dann erst durch Zwang der Trichterform angepaßt werden. Das
würde aber die Nahtstellen in der Nähe der Spitzkante übermäßig -beanspruchen, und
die Nähte würden bei Erweichung des Papiers. zu leicht nachgeben. Diese Gefahr wird
dadurch erhöht, daß die Stoffbahnen sich an den Rändrierungen zum Teil in einem
gestreckten Winkel treffen, also jeder beim Eindrücken wie Einpressen entstehende
Zug unmittelbar darauf hinwirkt, die Rändrierung wieder aufzuzerren.
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Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß. der Papierausschnitt
mit diametral gegenüberliegenden bogenförmigen Ausschnitten versehen ist, deren
Scheitelmitte nicht bis
an den zu bildenden Bodenteil heranreicht,
und daß dieser Zuschnitt derart zusammengefaltet ist, daß die eine in der großen
Symmetrieachse liegende Faltung diametral durch den gesamten Zuschnitt einschließlich
des Bodenteils hindurchgeht ünd ihn in zwei symmetrische Hälften unterteilt, daß
die um die kleine Symmetrieachse aufeinandergeklappten Ränder der bogenförmigen
Ausschnitte miteinander in an sich bekannter Weise verbunden sind, daß durch zwei
andere, nicht durch den Bodenteil gehende und von der kleinen Symmetrieachse aus
etwa tangential zu den Bogenrändern verlaufende Faltungen diese verbundenen Bogenränder
umgeschlagen sind, und daß dtnn die flach liegenden Hälften .der Filtertüte auseinandergebogen
und wieder so aufeinandergefaltet sind, daß die tangential verlaufenden Faltungen
sich decken.
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Hiermit ist der Vorteil geschaffen, daß für den Bodenbereich eine
nahtlose Papierfläche zur Verfügung gestellt ist, welche der Trichterform am Boden
bereits Rechnung trägt. Insoweit nun der untere Teil des Trichters der Trichterform
noch angepaßt werden muß, sind durch die Erfindung dafür besonders günstige Verhältnisse
geschaffen, welche ein Reißen des Papiers als ausgeschlossen erscheinen lassen.
Die Bogenform der miteinander zu verbindenden Ränder verlegt nämlich das zunächstlieg-ende
Ende der Rändriernaht möglichst weit ab. Dadurch entsteht eine Art Zipfel in dem
dreifach übereinanderliegenden Bereich, der noch eine vermehrte Reserve an Papierfläche
bedeutet, die gegebenenfalls noch mit zu der Bodenbildung beizutragen vermag. Die
R.ändriernahtverbindung beginnt erst in einer gewissen Höhe oberhalb des Trichterbodens,
wo sie keinen Verzerrungen mehr ausgesetzt ist. Vor allem ist durch die Erfindung
ein Papierzuschnitt geschaffen, der flach zusammengelegt verschickt und trotzdem
vom Benutzer ohne Vorbereitung . gebrauchsfertig in den Trichter eingesetzt werden
kann; denn vermöge der auch den Bodenteil diametral dnrchsetzen.den und in der großen
Symmetrieachse liegenden Faltung öffnet sich der Hach zusammengelegte Zuschnitt
von selbst -willig; -wenn man ihn an einer Seitenwandung allein hochhebt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
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Fig. i zeigt den ungefalteten Zuschnitt, und Fig.2 bis 5 zeigen die
einzelnen Herstellungsstufen.
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In Fig. i ist i der Zuschnitt. 2 sind die bogenförmigen Ausschnitte.
Mit 3 bis 5 sind die Linien angedeutet, in denen die spätere Faltung vor sich gehen-
soll. 6 sind die Nähte zum Zusammenhalten der Bogenränder und 7 der Bodenteil; der
durch die Faltungen schließlich entsteht.
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Von den Faltungslinien 3 bis 5 ist 3 die große Symmetrieachse, welche
in der fertigen Tüte als Faltkante durch die ganze Tüte einschließlich des Bodenteils
hindurchläuft und bewirkt, daß die beiderseitigen Hälften des Trichters willig auseinanderklappen.
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Ein solcher Zuschnitt nach Eig. i wird aber bei der Herstellung einer
Filtertüte zunächst um seine kurze Symmetrieachse 4 zusammengefaltet, so daß die
beiden Hälften gemäß Fig.2 aufeinanderliegen, wobei sich die bogenfärmigen Ausnehmungen
2 decken. Diese Faltung 4 ist aber nur vorübergehend. Die Ränder 2 werden nun zunächst
durch die Rändrierungen 6 miteinander verbunden. Es werden nunmehr nach Fig.3 die
tangential an den Bogenrändern verlaufenden Umbiegekanten 5 gewählt und um diese
die über sie vorstehenden Teile gerihäß Fig.4 so Umgebogen, daß der eine nach vorn
und der andere, -wie durch Strichelung angedeutet, nach hinten zu liegen kommt.
Nunmehr werden die beiden flach liegenden Hälften des Zuschnittes auseinandergebogen
und rechtwinklig zu der in Fig.4 gezeichneten Lage gemäß Fig.5 so aufeinandergedrückt,
daß die beiden Kanten 5 sich unmittelbar decken. Hierbei bilden sich die beiden
Faltungen 5 sowie die Faltung 4 um die kleine Symmetrieachse, insoweit diese im
Bereich des Bodenteils verläuft, wieder zurück, indem letztere gleichzeitig einwärts
kippt und nur noch mit ihren Punkten 9 in der ursprünglichen Lage der kleinen Symmetrieachse
verbleibt. Dieser Mittenbereich der Faltung 4 um die kleine Symmetrieachse ist in
Fig. 4 und 5 mit 8 besonders bezeichnet. Von den Punkten 9 nach den unteren Enden
der Bogen 2 bleibt die Faltung 4 bestehen. Die Faltung 3 um die große Symmetrieachse
erleidet dabei Brüche in den Punkten i i und verläuft nach Fig.5 zwischen diesen
Punkten nach den Linien io innerhalb der Filtertüte. Schließlich sind hierbei je
zwei von den beiden Brüchen ii nach den Brüchen 9 führende Faltungen 12 entstanden.
Die Bezugszeichen 9 bis 12 sind zur besseren Erläuterung auch in Fig. i wiederholt.