DE692437C - Biegepruefmaschine zum Pruefen der Ermuedungserscheinungen von insbesondere streifenfoermigen Werkstoffen aus Kupfer o. dgl. - Google Patents

Biegepruefmaschine zum Pruefen der Ermuedungserscheinungen von insbesondere streifenfoermigen Werkstoffen aus Kupfer o. dgl.

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DE692437C
DE692437C DE1935A0077370 DEA0077370D DE692437C DE 692437 C DE692437 C DE 692437C DE 1935A0077370 DE1935A0077370 DE 1935A0077370 DE A0077370 D DEA0077370 D DE A0077370D DE 692437 C DE692437 C DE 692437C
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testing
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Description

  • Biegeprüfmaschine zum Prüfen der Ermüdungserscheinungen von insbesondere streifenförmigen Werkstoffen aus Kupfer o. dgl.
  • Die Erfindung betrifft eine Biegeprüfmaschine zur Prüfung der Schwingungsfestigkeit streifenförmiger Werkstoffe aus Kupfer und anderen nichtmagnetischen Werkstoffen. Die Erfindung geht von einem Verfahren aus, nach welchem mit Hilfe von dem Prüfstück erteilten Resonanzschwingungen dessen Festigkeit untersucht wird. Die Überwachung des Prüflings erfolgt dabei so, daß die Zahl der Schwingungen, welche der Prüfling bis zum Auftreten des ersten geringfügigsten Anrisses ausführt, gezählt und gegebenenfalls von einem registrierenden Gerät in Verbindung mit einer Uhr angezeigt wird. Mit Eintreten dieses Momentes wird die schwingungserregende Einrichtung selbsttätig stillgesetzt.
  • Bei einer bekannten Einrichtung, mit welcher Torsionsbiegungen ausgeführt werden, wird so verfahren, daß beim Aufhören der Schwingungen infolge der Materialermüdung ein aufgesetzter Kontakt herabfällt und dadurch einen Auslösestromkreis betätigt. Eine solche Auslösevorrichtung hat den Nachteil, daß sie nicht ständig in unmittelbarer Beziehung zum Prüfling steht, sondern von den Gesamtschwingungserscheinungen der Einrichtung und deren Antriebsvorrichtung abhängig ist. Infolgedessen tritt ein Kontaktschluß leicht zu unrechter Zeit, vorzugsweise zu spät ein.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung vermeidet diese Nachteile. Der einseitig oder beiderseits eingespannte streifenförmige Prüfling wird mittels eines Elektromagneten in Resonanzschwingungen versetzt. Die Schwingungen können mit oder ohne Schwingungsknoten im Prüfling ausgeführt werden. Das Auftreten eines noch so feinen Anrisses macht sich sogleich in einer Abnahme der Amplitude bemerkbar, so daß dieser Moment mit größter Genauigkeit und unabhängig von den sonstigen Schwingungseigenschaften der Umgebung festgehalten werden kann.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind im folgenden an Hand ,der Zeichnung näher erläutert.
  • Abb. I zeigt eine schematische Darstellung der Prüfeinrichtung und der elektrischen Anordnung.
  • Abb. 2 zeigt die Einspannung des streifenförmigen Werkstoffes unter Anwendung eines besonderen Prüfverfahrens.
  • Gemäß Abb. 1 besteht die Einrichtung aus einem. Stahlstab Q, der im folgenden als Schwinganker bezeichnet ist und eine hohe Schwingfestigkeit besitzt. Dieser Stab ist zwischen Klemmbacken G fest eingespannt.
  • Ein Wechselstrommagnet A ist so angeordnet, daß er bei Stromdurchgang den Schwinganker in Schwingung versetzt, wobei die freie-Länge dieses Ankers so eingestellt ist, daß er in Resonanz mit der Frequenz des Wechselstromes schwingt. Am freien Ende des Schwingankers befindet sich ein Einschnitt, in den das freie Ende eines Prüfstückes J eingesetzt ist, während das andere Ende des Prüflings in einer anderen einstellbaren Einspannvorrichtung H befestigt ist.
  • Die dem Schwinganker Q aufgezwungene Schwingung wird dem Prüfling J mitgeteilt.
  • Die Länge des Prüfstückes ist so gewählt, daß es ebenfalls in Resonanz mit der Netzfrequenz des Wechsel stromes schwingt.
  • Um nun die Untersuchung gemäß der Erfindung vornehmen zu können, sind seitlich am Schwinganker Q nahe dem frei schwingen. den Ende elektrische Kontakte angebracht, die gegenüber dem Schwinganker isoliert sind. Diese beiden Kontakte dienen während der Schwingung als Unterbrecherkontakt für ein paar feststehend angeordneter Kontakte D, die in solchem Abstand von der schwingenden Kontaktbrücke K angeordnet sind, daß nur bei voller Schwingungsamplitude des Prüfstückes, die von dessen Randfaserspannung abhängt, ein Kontaktschluß stattfindet.
  • Die fortgesetzte Kontaktunterbrechung durch die Kontaktbrücke K schließt und öffnet einen Stromkreis mit einem Relais B, welches seinerseits den Hauptstromkreis für den Elektromagneten A und einen zweiten Stromkreis für eine elektrische Synchronuhr C steuert, die mit der gleichen Frequenz wie der Elektromagnet arbeitet und durch deren Zeitanzeige die Dauer des Versuches festgestellt werden kann.
  • Um die Spannung der Wechselstromquelle L zu glätten und die Funkenbildung an den Kontakten D und K zu vermeiden, ist ein Gleichrichter E und ein Kondensator F in dargestellter Anordnung vorgesehen.
  • Sobald im Bereich der Hauptbeanspruchung des Prüfstückes ein mikroskopisch kleiner Riß entsteht, tritt eine Dämpfung der Schwingung ein; welche die Unterbrechung des Relaisstromkreises B bewirkt und dadurch die Untersuchung beendet und dementsprechend die Uhr C abschaltet. Auf diese Weise läßt sich dann die Zahl der Schwingungen vom Beginn der Untersuchung bis zum Auftreten des Ermüdungsrisses genau feststellen.
  • Der Schwinganker Q kann ein kleines einstellbares Reitergewicht R tragen, um so die genaue Abstimmung des Schwingankers auf die Netzfrequenz zu erleichtern. Ein nicht dargestellter Widerstand kann zur Einstellung der Schwingungsamplitude mit dem Magneten A in Reihe geschaltet sein.
  • Die Wechselstromfrequenz beträgt im allgemeinen 50 Perioden, jedoch kann das Gerät auch für andere Frequenzen verwendet werden. Für den einzelnen Versuch oder eine Reihe von Untersuchungen ist es wesentlich, eine konstante Frequenz zu haben, was in bekannter Weise durch geeignete Steuervorrichtungen erreicht wird. Für den Prüfstand ist es erwünscht, Mittel zur genauen Anzeige der - Frequenzkonstanz zu haben, die insbesondere gebraucht werden, sobald die Dauer der Versuche sich über Wochen oder Monate erstreckt, damit auftretende Änderungen, die Fehler in der Anzeige der Schwingungsprüfung hervorrufen würden, berücksichtigt werden können.
  • Das Gerät kann sowohl mit einseitiger Einspannung des Materials benutzt werden, wie es in der Zeichnung dargestellt ist und was den allgemein üblichen Verfahren entspricht, aber es kann auch eine doppelte Einspannung der Probe vorgenommen werden, wobei es über die Mitte seiner Meßlänge schwingt. Ferner läßt sich durch Einstellen der Länge des Prüfstückes eine Schwingung mit Knoten und Gegenknoten erreichen, wie es Abb. 2 zeigt, so daß die Schwingungsprüfung auch unter diesen Belastungsbedingungen vorgenommen werden kann.
  • Bef Inbenutzungnahme der Prüfvorrichtung wird zunächst die Länge des Schwingankers Q so eingestellt, daß seine freie Schwingung in Resonanz mit der Wechselfrequenz des im Elektromagneten A fließenden Stromes ist. In gleicher Weise wird die Länge des Prüfstückes eingestellt, welches frei im Schlitz J liegt, und zwar mit Hilfe einer gleitenden Haltevorrichtung, die durch eine einfache Mikrometereinstellung bewegt werden kann. Die erforderliche Länge des Prüfstückes kann zunächst angenommen werden, während die Feineinstellung, wie beschrieben, vorgenommen wird und jeweils durch Versuche festzustellen ist. Der Abstand zwischen den feststehenden Kontakten D und der schwingenden Brücke K wird gemäß der im Prüfstück vorhandenen Randspannungen eingestellt. Der Elektromagnet A wird dann in die entsprechende Lage zum Schwinganker gebracht, so daß die erforderliche Amplitude entsteht und sich die beiden Kontaktpaare D und K gerade berühren und ein Strom hindurchfließt. Solange der Unterbrecherkontakt aufrechterhalten wird, arbeitet das Relais und hält den Stromkreis durch den Elektromagneten und die Uhr aufrecht. Nach diesen Einstellungen wird die Uhr auf Null gestellt, der Hauptschalter geschlossen, und der Versuch kann beginnen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Biegeprüfmaschine zum Prüfen der Ermüdungserscheinungen von streifenförmigen Werkstoffen aus Kupfer oder anderen nichtmagnetischen Metallen, bei der das Prüfstück in Resonanz mit der Netzfrequenz des Antriebserregers schwingt, der beim Auftreten von Ermüdungserscheinungen durch einen Resonanzkontakt abgeschaltet. wird, dadurch gekennzeichnet, daß der im Stromkreis des Schwingungserregers und einer Anzeigevorrichtung angeordnete Kontakt so mit der Schwingungsamplitude des Prüflings schwingt, daß beim Absinken der Amplitude infolge geringster Ermüdungserscheinungen der Stromkreis für den Schwingungserreger und für die Anzeigevorrichtung unterbrochen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterbrecherkontakt fest an einem vom Schwingungserreger betätigten und mit dem eingespannten Prüfstück in Verbindung stehenden Schwinganker angebracht ist, der in an sich bekannter Weise durch ein Laufgewicht auf Resonanz mit der Netzfrequenz einstellbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Ende fest eingespannte Schwinganker an seinem freien Ende einen Schlitz aufweist, in den der vorzugsweise ebenfalls einseitig eingespannte, auf Resonanz bemessene oder in seiner Länge einstellbare Prüfling eingreift.
DE1935A0077370 1934-10-19 1935-10-20 Biegepruefmaschine zum Pruefen der Ermuedungserscheinungen von insbesondere streifenfoermigen Werkstoffen aus Kupfer o. dgl. Expired DE692437C (de)

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