DE69203003T2 - Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern mit Isatin oder Isatinderivaten zusammen mit Tri- oder Tetra- oder Pentasubstituierten Anilinen oder mit Bisphenylalkylenediaminen und Färbemittel. - Google Patents
Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern mit Isatin oder Isatinderivaten zusammen mit Tri- oder Tetra- oder Pentasubstituierten Anilinen oder mit Bisphenylalkylenediaminen und Färbemittel.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern, insbesondere menschlicher Haare, wobei man Isatin oder eines seiner Derivate zusammen mit einem aromatischen Diamin oder einem di-, tri- oder tetrasubstituierten Aminophenol oder einem Bisphenylalkylendiamin zur Anwendung bringt. Die Erfindung betrifft auch die Färbemittel, die dabei zur Anwendung gebracht werden.
- Beim Direktfärbeverfahren der Haare, d.h. einem Färbeverfahren, bei dem der Entwicklungsvorgang der Farbstoffe nicht auf oxidativem Weg erfolgt, hat man bereits in FR 2 588 473 vorgeschlagen, 2,3-Indolindion, das auch Isatin genannt wird, als gelben Basis-Farbstoff einzusetzen.
- In EP 0 359 465 ist sodann ein Direktfärbeverfahren vorgeschlagen worden, bei dem man Isatin oder eines seiner Derivate zusammen mit disubstituierten Aminobenzolderivaten einsetzt.
- Die Anmelderin hat nun, in überraschender Weise, ein neues Färbeverfahren aufgefunden, bei dem man Isatin oder seine Derivate mit Farbstoffen des tri-, tetra- oder pentasubstituierten Anilin-Typs oder mit Verbindungen des Bisphenylalkylendiamin-Typs zusammenbringt, wodurch es ermöglicht wird, einen gorßen Bereich von Farbtönen zu erhalten, die gegenüber Schamponierungen und gegenüber Transpiration beständiger als diejenigen Farbtöne sind, die mit Direktfärbeverfahren erhältlich sind, bei denen die im Stand der Technik bekannten aminierten Derivate eingesetzt werden. Die erhaltenen Färbungen sind gegenüber Licht, Witterungseinflüssen und chemischen Mitteln stabiler.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern anzugeben, wobei man auf die Fasern Isatin oder eines seiner Derivate und ein aromatisches Diamin oder di-, tri- oder tetrasubstituierte Aminophenol oder ein Bisphenylalkylendiamin entweder gleichzeitig in Form einer unmittelbar zubereiteten Mischung oder in aufeinanderfolgender Weise zur Anwendung bringt bzw. aufträgt.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung beruht auch auf einem Färbemittel aus zwei Bestandteilen.
- Weitere Gegenstände bzw. Gesichtspunkte werden im Lichte der nun folgenden Beschreibung ersichtlich.
- Das Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern, insbesondere menschlicher Haare, gemäß der vorliegenden Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß man auf die genannten Fasern einen Bestandteil (A) aus einer Zusammensetzung, die in einem zur Färbung geeigneten Milieu mindestens eine Verbindung der folgenden Formel (I)
- worin gilt:
- R&sub1; bedeutet ein Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl-, Acetyl-, Benzoyl-, Phenyl- oder Carboxy-C&sub1;&submin;&sub4;-alkylrest; R&sub2; und R&sub3; bedeuten, unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl-, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy-, Hydroxyl-, Aminorest, ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, einen C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylphenyl-, Phenyl-, C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylamino-, Hydroxy-C&sub1;&submin;&sub6;- alkylamino- und einen Polyhydroxy-C&sub2;&submin;&sub6;-alkylaminorest;
- und einen Bestandteil (B) aus einer Zusammensetzung aufbringt, die in einem zur Färbung geeigneten Milieu mindestens
- (i) ein aromatisches Diamin oder ein di-, tri- oder tetrasubstituiertes Aminophenol der folgenden Formel (II):
- worin gilt:
- Y bedeutet OH oder NR&sub8;R&sub9;;
- R&sub8; und R&sub9; bedeuten, gleich oder verschieden, ein Wasserstoffatom, einen Aminoethyl-, Hydroxyethyl- oder C&sub1;&submin;&sub4;- Alkylrest;
- R&sub4; bis R&sub7; bedeuten, unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylrest, ein Chloratom, einen Acetylamino-, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy- oder einen Aryloxyrest; höchstens zwei der Gruppen R&sub4; bis R&sub7; bedeuten ein Wasserstoffatom,
- wobei die Verbindung 2, 5-Dimethoxy-1, 4-diaminobenzol ausgenommen ist,
- sowie die kosmetisch verträglichen Salze dieser Verbindungen oder
- (ii) ein Bisphenylalkylendiamin, Doppelbase genannt, der Formel (IV)
- worin gilt:
- R&sub1;&sub2; stellt eine Hydroxyl- oder NHR&sub1;&sub3;-Gruppe dar, worin R&sub1;&sub3; ein Wasserstoffatom oder einen Niedrigalkylrest bedeutet; R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; stellen, gleich oder verschieden, entweder Wasserstoffatome oder Halogenatome oder auch Alkylgruppen dar;
- R stellt ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Hydroxyalkyl oder Aminoalkylgruppe dar, deren Aminorest substituiert sein kann; Z stellt einen Rest aus der Gruppe aus den folgenden Resten dar:
- (CH&sub2;)n-, -(CH&sub2;)n'-O-(CH&sub2;)n'-,
- -(CH&sub2;)n'-CHOH-(CH&sub2;)n'- ,-(CH&sub2;)n'- -(CH&sub2;)n'-
- worin n eine ganze Zahl von 0 bis 8 und n' eine ganze Zahl von 0 bis 4 sind,
- wobei diese Base in Form ihrer Additionssalze mit Säuren vorliegen kann,
- enthält.
- Als C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylreste kann man Methyl-, Ethyl-, n-Propyl, n- Butyl-, Isopropyl-, Isobutyl- und t-Butylreste nennen.
- Die C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylreste umfassen, ausser den oben genannten, (lineare und verzweigte) Pentyl- und (lineare und verzweigte) Hexylreste.
- Als C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxyreste kann man Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy- und Butoxyreste nennen.
- Die C&sub1;&submin;&sub6;-Alkoxyreste umfassen, ausser den oben genannten, Pentyl- und Hexyloxyreste. Als Hydroxyalkylreste kann man Hydroxyethyl-, 2- oder 3-Hydroxypropylreste nennen.
- Als Polyhydroxyalkylreste kann man 2,3-Dihydroxypropyl- und 3,4-Dihydroxybutylreste nennen.
- Bezüglich der Aryloxyreste kann man den Phenyl- und Benzyloxyrest nennen.
- Die kosmetisch geeigneten Salze sind aus Hydrochloriden, Hydrobromiden und Sulfaten ausgewählt.
- In der Definition der als Doppelbasen bezeichneten Basen bedeuten die Alkyl- oder Alkoxyreste eine Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und insbesondere eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Methoxy- oder Ethoxygruppe.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann ohne Einwirkung eines von Luft verschiedenen oxidierenden Mittels durchgeführt werden.
- Das oben beschriebene Färbeverfahren führt zur Bildung einer Schiff-Base, entweder bei der Vermischung der Zusammensetzung (A) mit der Zusammensetzung (B) oder in situ in bzw. auf der keratinischen Faser bei einer aufeinanderfolgenden Aufbringung der Zusammensetzungen (A) und (B) . Diese Schiff- Base weist die Formel auf:
- worin X bezeichnet:
- oder
- worin Z, R, R&sub1;&sub0; bis R&sub1;&sub2; sowie Y und R&sub4; bis R&sub7; die oben angegebenen Bedeutungen haben.
- Unter den Verbindungen der Formel (I) kann man insbesondere das Isatin nennen.
- Die bevorzugten Verbindungen der Formel (II) sind ausgewählt aus:
- 2-Methoxy-3 5-dimethyl-1,4-diaminobenzol
- 2,6-Dimethyl-4-bis (β-hydroxyethyl) amino-1-aminobenzol
- 5,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
- 2,6-Dimethyl-1,3-diaminobenzol
- 2,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
- 2,6-Dimethoxy-5-chlor-1,3-diaminobenzol
- 2,6-Dimethoxy-3-β-hydroxyethylamino-1-aminobenzol
- 2,4-Dimethoxy-3-β-hydroxyethylamino-1-aminobenzol
- 4,6-Dibenzyloxy-1,3-diaminobenzol
- 3-Methyl-6-methoxy-1,2-diaminobenzol
- 3,5-Dimethyl-4-aminophenol
- 2,5-Dimethyl-4-aminophenol
- 2,3,5-Trimethyl-4-aminophenol
- 2,3,5,6-Tetramethyl-4-aminophenol
- 4-Chlor-5-acetylamino-2-aminophenol und
- 4,6-Diphenyloxy-1,3-diaminobenzol.
- Zusätzlich zu diesen bevorzugten Verbindungen sind ganz besonders bevorzugte Verbindungen der Formel (II) ausgewählt aus:
- 2,6-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
- 2,5-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
- 2,3-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
- 2-Methoxy-5-methyl-1,4-diaminobenzol
- 2-Methoxy-5-methyl-4-β-aminoethylamino-1-aminobenzol
- 2-Methyl-5-chlor-4-β-aminoethylamino-1-aminobenzol
- 4,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
- 2,3-Dimethyl-4-aminophenol
- 2,6-Dimethyl-4-aminophenol und
- 2,5-Dimethyl-3-aminophenol.
- Unter den Verbindungen der Formel (IV) kann man N,N'-Bis(β- hydroxyethyl) -N,N'-bis (4'-aminophenyl) -1,3-diaminopropan-2- ol, N,N'-Bis (β-hydroxyethyl)-N,N'-bis (4'- aminophenyl) ethylendiamin, N,N'-Bis (4- aminophenyl) tetramethylendiamin, N,N'-Bis(β-hydroxyethyl) - N,N'-bis (4-aminophenyl)tetramethylendiamin, N,N'-Bis (ethyl)- N,N'-bis (4'-amino-3'-methylphenyl)ethylendiamin nennen.
- Gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung sind die Verbindungen der Formel (I) in Bestandteil (A) vorzugsweise in Mengenanteilen von 0,01 bis 5 und insbesondere von 0,25 bis 2 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Bestandteils (A) oder der Bestandteile (A) + (B), und die Verbindungen der Formel (II) oder (IV) im Bestandteil (B) in Mengenanteilen von vorzugsweise 0,01 bis 5 und insbesondere von 0,25 bis 2 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Bestandteils (B) oder der Bestandteile (A) + (B), vorhanden.
- Die erfindungsgemäß einsetzbaren Bestandteile (A) und (B) sind flüssige, mehr oder weniger verdickte, wässrige oder wasserfreie Zusammensetzungen, Creme-Produkte, wässrige oder wasserfreie Gele, Öle oder Pulverprodukte zur Verdünnung mit einer Flüssigkeit zum Zeitpunkt des Gebrauchs, welche auch "Kataplasmen" genannt werden.
- In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das zur Färbung geeignete kosmetische Milieu wässrig und weist einen pH-Wert auf, der 2 bis 10 und vorzugsweise 3 bis 9,5 betragen kann, er wird auf den gewünschten Wert mit an sich bekannten alkalisch oder sauer machenden Mitteln eingestellt.
- Die Zusammensetzungen können anionische, kationische, nichtionische oder amphotere oberflächenaktive Mittel oder deren Mischungen enthalten. Die oberflächenaktiven Mittel sind in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Mengenanteilen von 0,1 bis 55 und vorzugsweise von 1 bis 40 Gew.% vorhanden, bezogen auf das Gesamtgewicht einer jeden Zusammensetzung.
- Die wässrigen Zusammensetzungen können organische Lösungsmittel einschließen, unter denen man beispielsweise Niedrigalkanole oder Ethanol oder Isopropanol, Polyole wie Glycerin, Glycole oder Ether von Glycolen wie Ethylenglycol oder Propylenglycol, den Monobutylether von Ethylenglycol, Monoethylether und Monomethylether von Diethylenglycol sowie analoge Produkte oder deren Mischungen nennen kann.
- Diese Lösungsmittel werden vorzugsweise in Mengenanteilen von 1 bis 60 und insbesondere von 3 bis 30 Gew.% eingesetzt, bezogen auf das Gesamtgewicht einer jeden Zusammesnetzung.
- Die Zusammensetzungen können auch mit Mitteln verdickt sein, die aus Natriumalginat, Gummi arabicum, Guar- oder Johannisbrot-Gummi, Xanthan-Gummi, Scleroglucanen, Pektinen, Cellulosederivaten und aus verschiedenen Polymeren mit einer verdickenden Funktion wie aus Acrylsäurederivaten ausgewählt sind. Man kann auch mineralische Verdickungsmittel wie Bentonit heranziehen.
- Diese Verdickungsmittel sind vorzugsweise in Mengenanteilen von 0,1 bis 5 und insbesondere von 0,5 bis 3 Gew.% vorhanden, bezogen auf das Gesamtgewicht einer jeden Zusammensetzung.
- Die Zusammensetzungen können auch anionische, nicht-ionische, kationische oder amphotere Polymere oder deren Mischungen in Mengenanteilen von 0,1 bis 5 Gew.% enthalten, bezogen auf das Gesamtgewicht einer jeden Zusammensetzung.
- Ferner können die Zusammensetzungen selbstverständlich jeden weiteren, gewöhnlich in Zusammensetzungen für die Färbung der Haare verwendeten Hilfsstoff aufweisen, wie Eindringmittel, Sequestriermittel, Antioxidantien, Puffer, Parfüm-Produkte Färbemittel usw...
- Eine bevorzugte Form der vorliegenden Erfindung beruht auf einem wasserfreien Milieu, wie es in FR 2 526 031 beschrieben ist.
- Man versteht unter wasserfreiem Milieu ein Milieu , das nicht mehr als 1% Wasser enthält.
- Das wasserfreie Milieu ist gemäß dieser Variante der Erfindung aus einer Mischung mindestens eines wasserfreien Lösungsmittels und einem oder mehreren wasserfreien oberflächenaktiven Mitteln zusammengesetzt,und zwar so, daß diese Zusammensetzungen mindestens 15% Lösungsmittel und mindestens 20% oberflächenaktives Mittel enthalten.
- Die eingesetzten Lösungsmittel sind kosmetisch geeignete Lösungsmittel, ausgewählt aus gesättigten C&sub2;&submin;&sub2;&sub0;- Monoalkoholen, wie Ethanol, Isopropanol, Cetylalkohol oder Octyldodecanol, aus Polyolen wie Alkylenglycolen wie
- Ethylenglycol, Propylenglycol, Glycerin, Ethylenglycol, Glycolethern wie Mono-, Di- und Triethylenglycolmonoalkylethern wie z .B. Ethylenglycolmonoethylether, Ethylenglycolmonobutylether, Diethylenglycolmonoethylether, aus Estern wie z.B. dem Mononethyletheracetat von Ethylenglycol, Monoethyletheracetat von Ethylenglycol, aus Estern von Fettsäuren und gesättigten Niedrigalkoholen wie Isopropylmyristat oder -palmitat.
- Die besonders bevorzugten Zusammensetzungen enthalten ein Lösungsmittel, das aus Ethanol, Cetylalkohol, Propylenglycol, Ethylenglycolmonoethylether oder Ethylenglycolmonobutylether ausgewählt ist.
- Die in dieser Ausführungsform eingesetzten oberflächenaktiven Mittel sind aus wasserfreien oberflächenaktiven Mitteln vom anionischen, nicht-ionischen, kationischen oder amphoteren Typ oder aus deren Mischungen ausgewählt. Man kann insbesondere polyoxethylierte Fettalkohole, polyoxethylierte Alkylphenole oder Naphthole, Monoalkyltrimethylammonium- Dialkyldimethylammonium-Halogenide, Seifen und polyglycerierte Fettalkohole nennen. Die bevorzugten oberflächenaktiven Mittel sind nicht-ionische oberflächenaktive Mittel.
- Die Zusammensetzungen können ein alkalisch oder sauer stellendes wasserfreies Mittel enthalten, wie z.B. Zitronen-, Ascorbin-, Essig-, Milchsäure und Alkanolamine wie vorzugsweise die an der Amingruppe vollständig substituierten wie das Dimethylaminoethanol.
- Ausser den oben genannten Verbindungen können die erfindungsgemäßen wasserfreien Zusammensetzungen zahlreiche in der Kosmetik verwendbare Additive enthalten, unter der einzigen Bedingung, daß sie weniger als 1% Wasser enthalten. Unter diesen Additiven kann man Parfüm-Produkte, Verdickungsmittel, Behandlungsmittel, Antioxidantien, pflanzliche oder mineralische Öle, Konservierungsmittel und organische Salze nennen.
- Die Zusammensetzungen können so, wie sie sind, auf befeuchtete Haare aufgebracht oder ganz kurz vor der Aufbringung verdünnt werden. In diesem letzten Fall werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, zum Zeitpunkt der Färbung, mit einer wässrigen Lösung verdünnt, und zwar so, daß das Gewichtsverhältnis der erfindungsgemäßen Zusammensetzung zur wässrigen Lösung 0,25 bis 2 beträgt. Die wässrige Lösung kann aus reinem Wasser, aber auch aus jeder weiteren wässrigen zusammengesetzten Flüssigkeit bestehen, die mehr oder weniger verdickt ist, wie z.B. aus einem Trägermedium, das gewöhnlich bei Färbezusammensetzugnen für Haare verwendet wird.
- In diesem Fall können die Bestandteile des kosmetischen Milieu durch alle Typen von kosmetisch geeigneten, wasserfreien oder nicht-wasserfreien Bestandteilen dargestellt sein, welche gewöhnlich in diesem Typ einer Zusammensetzung verwendet werden und vorstehend ganz allgemein beschrieben sind.
- Eine weitere Anwendungsform der erfindungsgemäßen Bestandteile (A) und/oder (B) wird durch eine Verwendung in Form von Kataplasmen dargestellt, d.h. in Form eines Pulvers zur Verdünnung mit einer Flüssigkeit zum Zeitpunkt der Aufbringung.
- In dieser Ausführungsform sind die Farbstoffe in Form eines lagerstabilen Pulvers hergestellt und in ein Feststoff-Milieu eingebracht, das aus Pulver-, Mehlprodukten, stärkeartigen oder schleimartigen Substanzen aufgebaut sein kann, das man zum Zeitpunkt der Anwendung mit einer geeigneten Flüssigkeit verdünnt, und zwar so, daß sich eine Mischung mit einer zur Aufbringung auf den Kopf geeigneten Konsistenz bildet.
- Die in diesem Typ einer Zusammensetzung eingesetzten Pulveroder Mehlprodukte sind im allgemeinen aus unlöslichen Substanzen wie Kieselgelen, Tonen oder pflanzlichen Produkten, die nach Lösungsmittelextraktion ihrer Wirkstoffe pulverisiert vorliegen, zusammengesetzt.
- Die Flüssigkeit kann aus Wasser oder aus Mischungen von Wasser und kosmetisch geeignetem Lösungsmittel wie Alkoholen oder Glycolen oder auch aus Ölen zusammengesetzt sein.
- Das flüssige Milieu wird dem Pulver in solchen Mengenanteilen zugesetzt, daß man nach Vermischung eine Paste erhält, die eine Viskosität von 0,3 bis 5 Pa x s aufweist.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist durch ein Mittel zur Färbung keratinischer Fasern, insbesondere menschlicher Haare, dargestellt, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es aus den oben definierten Bestandteilen (A) und (B) zusammengesetzt ist, welche in getrennter Form aufbewahrt werden.
- Die Bestandteile (A) und (B) sollen entweder ganz kurz vor der Aufbringung vermischt oder in aufeinanderfolgender Weise auf die zu behandelnden Fasern aufgebracht werden.
- Gemäß einer Ausführungsform kann man die verschiedenen Bestandteile (A) und (B) in einer Vorrichtung aus mehreren Teilen, die auch ''Kit zur Färbung" genannt wird, zubereiten, welche alle Bestandteile umfassen, die für eine entsprechende Färbung auf die keratinischen Fasern, insbesondere auf die Haare, in aufeinanderfolgenden Aufbringungen mit oder ohne Vormischung appliziert werden sollen.
- Solche Vorrichtungen können ein erstes Teilstück, das den Bestandteil (A) aufweist, der das Isatin oder seine Derivate der Formel (I) einschließt, und ein zweites Teilstück umfassen, das den Bestandteil (B) aufweist, der das tri-, tetra- oder pentasubstituierte Anilin der Formel (II) oder das Bisphenylalkylendiamin der Formel (IV) enthält.
- Eine weitere Variante kann auch darauf beruhen, daß man den Bestandteil (A) oder den Bestandteil (B) in einem wasserfreien Lösungsmittelmilieu aufbewahrt und einen dritten Bestandteil vorsieht, der ein wässriges Milieu enthält, das sich zur Färbung eignet und kosmetisch verträglich ist. In diesem Fall mischt man kurz vor der Anwendung den Inhalt des dritten Teilstücks in dem einen oder anderen oder in beiden Teilstücken, welche die wasserfreien Bestandteile (A) und (B) aufweisen, oder man vermischt auch die drei Teile vor der entsprechenden Anwendung.
- Gemäß einer weiteren Variante beruht das Verfahren der vorliegenden Erfindung darauf, daß man kurz vor der Anwendung den Bestandteil (A) mit dem Bestandteil (B) vermischt, wobei die sich ergebende Zusammensetzung 5 bis 40 und vorzugsweise 20 bis 30 Minuten lang auf die Haare aufgebracht wird. Die Haare werden sodann gespült, schamponiert, erneut gespült und dann getrocknet.
- Schließlich beruht eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens darauf, daß man auf die Haare mindestens einen Bestandteil (A) und, vor oder nach dem Bestandteil (A), den Bestandteil (B) aufbringt, wie sie jeweils oben definiert sind, und einen jeden von ihnen 5 bis 40 und vorzugsweise 20 bis 30 Minuten lang verweilen läßt, wobei man gegebenenfalls zwischen den beiden Aufbringungsstufen mit Wasser spült. Die Haare werden dann gespült, schamponiert, erneut gespült und dann getrocknet.
- Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung, sie sollen jedoch in keiner Weise eine Einschränkung darstellen.
- Man färbt Haare, indem man auf natürliche graue, zu 90% weiße Haare 20 g der jeweiligen Zusammensetzungen aufbringt.
- Die Zusammensetzungen werden kurz vor der Aufbringung zubereitet.
- Man läßt die Zusammensetzung 20 Minuten lang einwirken, dann spült man die Haare, schamponiert und spült sie dann erneut. Nach Trocknung sind die Haare in dem am Ende der folgenden Tabelle I angegebenen Farbton gefärbt. Tabelle 1 in g AM Isatin 2-Methoxy-4-β-aminoethylamino-5-methyl-4-aminobenzyl, 3HCl 2-Methyl-4-β-aminoethylamino-5-chlor-1-aminobenzol, 3HCl 4,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol, 2HCl 2,3-Dimethyl-p-aminophenol 2,6-Dimethyl-p-aminophenol 2,5-Dimethyl-m-aminophenol 2,3,4,5,6-Tetramethyl-p-aminophenol 4-Chlor-5-acetylamino-o-aminophenol 2,5-Dimethyl-1,4-diaminobenzol 2,3-Dimethyl-1,4-diaminobenzol Ethylalkohol Triethanolamin qs pH pH (spontan) Wasser auf erhaltener Farbton violinfarben kupfrig goldgelb sehr hellblond matt natürlich aschfarben Tabelle I (Fortsetzung) in g AM Isatin 6-Bromisatin 2,6-Dimethyl-1,4-diaminobenzol 2-Methoxy-5-methyl-1, 4-diaminobenzol 2-Methoxy-3,5-dimethyl-1,4-diaminobenzol Ethylalkohol Natriumlaurylether-sulfat, oxethyliert mit 2 Mol Ethylenoxid bei 28% AM Triethanolamin qs Wasser auf erhaltener Farbton kupfrig leicht rot hellblond, beigefarben,perlmuttartig mahagonifarben kupfrig matt goldgelb blond, perlmuttartig kupfrig
- Man verfährt in derselben Weise wie in Beispiel 14, wobei man aber das 2-Methoxy-5-methyl-1,4-diaminobenzol durch N,N'-Bis- (β-hydroxyethyl)-N,N'-bis (4'-aminophenyl)-1,3-diaminopropan- 2-ol x 3 HCl ersetzt.
- Nach Trocknung sind die Haare in einem mahagonifarbenen kupfrigen Farbton gefärbt.
- Zum Zeitpunkt der Anwendung vermischt man die Zusammensetzung (A) mit dem 2-fachen ihres Gewichts an Wasser und die Zusammensetzung (B) mit dem 1,5-fachen ihres Gewichts an Wasser. Man bringt 20 g der Zusammensetzung (A) (pH = 8,6) auf 3 g natürlich graue, zu 90% weiße Haare auf.
- Man läßt die Zusammensetzung 15 Minuten lang einwirken, spült und bringt dann 20 g der Zusammensetzung (B) (pH = 9,2) 15 Minuten auf, spült die Haare, schamponiert und spült sie erneut. Nach Trocknung sind die Haare in dem in der folgenden Tabelle II unten angegebenen Farbton gefärbt. Tabelle II in g AM Zus. A Zus. B Isatin 2,6-Dimethyl-1,4-diaminobenzol Johannisbrot-Gummi, verkauft unter der Bezeichnung Vidogum L 175 von Sanofi BioIndustrie Calciumcarbonat Pulver aus Seifentrocknungsrückständen einer Korngröße von weniger als 90 um entrahmtes Milchpulver auf Ethylalkohol N,N-Dimethylaminoethan-2-ol Nonylphenol, oxethyliert mit 9 Mol Ethylenoxid auf Erhaltener Farbton hellblond beigefarben
Claims (17)
1. Verfahren zur Färbung keratinischer Fasern, insbesondere
menschlicher Haare,
dadurch gekennzeichnet, daß
man auf die genannten Fasern einen Bestandteil (A) aus einer
Zusammensetzung, die in einem zur Färbung geeigneten Milieu
mindestens eine Verbindung der Formel (I) enthält:
worin gilt:
R&sub1; bedeutet ein Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl-, Acetyl-,
Benzoyl-, Phenyl- oder Carboxy-C&sub1;&submin;&sub4;-alkylrest;
R&sub2; und R&sub3; bedeuten, unabhängig voneinander, ein
Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl-, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy-, Hydroxyl-,
Aminorest, ein Halogenatom, eine Nitrogruppe, einen C&sub1;&submin;&sub6;-
Alkylphenyl-, Phenyl-, C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylamino-, Hydroxy-C&sub1;&submin;&sub6;-
Alkylamino- und einen Polyhydroxy-C&sub2;&submin;&sub6;-alkylaminorest;
und einen Bestandteil (B) aus einer Zusammensetzung
aufbringt, die in einem zur Färbung geeigneten Milieu
mindestens
(i) ein aromatisches Diamin oder ein di-, tri- oder
tetrasubstituiertes Aminophenol der folgenden Formel (II):
worin gilt:
Y bedeutet OH oder NR&sub8;R&sub9;;
R&sub8; und R&sub9; bedeuten, gleich oder verschieden, ein
Wasserstoffatom, einen Aminoethyl-, Hydroxyethyl- oder C&sub1;&submin;&sub4;-
Alkylrest;
R&sub4; bis R&sub7; bedeuten, unabhängig voneinander, ein
Wasserstoffatom, einen C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylrest, ein Chloratom, einen
Acetylamino-, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy- oder einen Aryloxyrest;
höchstens zwei der Gruppen R&sub4; bis R&sub7; bedeuten ein
Wasserstoffatom,
wobei die Verbindung 2,5-Dimethoxy-1,4-diaminobenzol
ausgenommen ist,
sowie die kosmetisch verträglichen Salze dieser Verbindungen
oder
(ii) ein Bisphenylalkylendiamin, Doppelbase genannt, der
Formel (IV)
worin gilt:
R&sub1;&sub2; stellt eine Hydroxyl- oder NHR&sub1;&sub3;-Gruppe dar, worin R&sub1;&sub3;
ein Wasserstoffatom oder einen Niedrigalkylrest bedeutet;
R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; stellen, gleich oder verschieden, entweder
Wasserstoffatome oder Halogenatome oder auch Alkylgruppen
dar;
R stellt ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder
Aminoalkylgruppe dar, deren Aminorest substituiert sein kann;
Z stellt einen Rest aus der Gruppe aus den folgenden Resten
dar:
-(CH&sub2;)n-, -(CH&sub2;)n'- O-(CH&sub2;)n'-,
-(CH&sub2;)n'-CHOH-(CH&sub2;)n'-, -(CH&sub2;)n' -(CH&sub2;)n' - ;
worin n eine ganze Zahl von 0 bis 8 und n' eine ganze Zahl
von 0 bis 4 sind,
wobei diese Base in Form ihrer Additionssalze mit Säuren
vorliegen kann,
enthält.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung der Formel (I) Isatin ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung der Formel (II) ausgewählt ist aus:
2-Methoxy-3,5-dimethyl-1,4-diaminobenzol
2,6-Dimethyl-4-bis (β-hydroxyethyl) amino-1-aminobenzol
5,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
2,6-Dimethyl-1,3-diaminobenzol
2,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
2,6-Dimethoxy-5-chlor-1,3-diaminobenzol
2,6-Dimethoxy-3-β-hydroxyethylamino-1-aminobenzol
2,4-Dimethoxy-3-β-hydroxyethylamino-1-aminobenzol
4,6-Dibenzyloxy-1,3-diaminobenzol
3-Methyl-6-methoxy-1,2-diaminobenzol
3,5-Dimethyl-4-aminophenol
2,5-Dimethyl-4-aminophenol
2,3,5-Trimethyl-4-aminophenol
2,3,5,6-Tetramethyl-4-aminophenol
4-Chlor-5-acetylamino-2-aminophenol und
4,6-Diphenyloxy-1,3-diaminobenzol.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung der Formel (II) ausgewählt ist aus:
2,6-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
2,5-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
2,3-Dimethyl-1,4-diaminobenzol
2-Methoxy-5-methyl-1,4-diaminobenzol
2-Methoxy-5-methyl-4-β-aminoethylamino-1-aminobenzol
2-Methyl-5-chlor-4-β-aminoethylamino-1-aminobenzol
4,6-Dimethoxy-1,3-diaminobenzol
2,3-Dimethyl-4-aminophenol
2,6-Dimethyl-4-aminophenol und
2,5-Dimethyl-3-aminophenol.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Bisphenylalkylendiamin der Formel (IV) aus N,N'-Bis(β-
hydroxyethyl)-N,N'-bis (4'-aminophenyl)-1,3-diaminopropan-2-
ol, N,N'-Bis(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis (4'-
aminophenyl) ethylendiamin, N,N'-Bis (4-
aminophenyl) tetramethylendiamin, N,N'-Bis (β-hydroxyethyl) -
N,N'-bis(4-aminophenyl)tetramethylendiamin, N,N'-bis (ethyl)-
N,N'-bis (4'-amino-3'-methylphenyl) ethylendiamin ausgewählt
ist.
6. Verfahren gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungen der Formel (I) im Bestandteil (A) in
Mengenanteilen von 0,01 bis 5 Gew.%, bezogen auf das Gewicht
des Bestandteils (A) oder auf das Gesamtgewicht von (A) +
(B), und daß die Verbindungen der Formel (II) oder (IV) im
Bestandteil (B) in Mengenanteilen von 0,01 bis 5 Gew.%,
bezogen auf das Gewicht des Bestandteils (B) oder auf das
Gesamtgewicht von (A) + (B), vorhanden sind.
7. Verfahren gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestandteil (A) und/oder der Bestandteil (B) eine
wässrige oder wasserfreie Zusammensetzung in flüssiger, mehr
oder weniger verdickter Form oder eine Zusammensetzung in
Form einer Creme, eines wässrigen wasserfreien Gels, eines
Öls oder eines Pulvers zur zum Zeitpunkt der Anwendung mit
einer Flüssigkeit durchzuführenden Verdünnung sind.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestandteil (A) und/oder der Bestandteil (B) in Form
einer wässrigen Zusammensetzung mit einem ph-Wert von 2 bis
10 vorliegen und einen oder mehrere kosmetisch geeignete
Hilfsstoffe enthalten, ausgewählt aus anionischen,
kationischen, nicht-ionischen oder amphoteren
oberflächenaktiven Mitteln oder aus deren Mischungen, aus
organischen Lösungsmitteln, anionischen, nicht-ionischen,
kationischen oder amphoteren Polymeren oder aus deren
Mischungen, aus Verdickungsmitteln, Eindringmitteln,
Sequestriermitteln, Antioxidantien, Puffern, Färbemitteln,
Parfüm-Produkten.
9. Verfahren gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestandteil (A) und/oder der Bestandteil (B) in Form
einer wasserfreien Zusammensetzung vorliegt, welche ein oder
mehrere wasserfreie Lösungsmittel und ein oder mehrere
wasserfreie oberflächenaktive Mittel in Mengenanteilen von
mindestens 15% Lösungsmittel und mindestens 20%
oberflächenaktives Mittel enthält.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das wasserfreie Lösungsmittel aus gesättigten C&sub2;&submin;&sub2;&sub0;-
Monoalkoholen, Polyolen, Glycolethern, Glycolestern,
Fettsäureestern von Niedrigalkoholen ausgewählt ist.
11. Verfahren gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestandteil (A) und/oder der Bestandteil (B) in Form
eines Pulvers zur zum Zeitpunkt der Anwendung mit einer
Flüssigkeit durchzuführenden Verdünnung vorliegen, wobei das
Pulver aus stärkeartigen oder schleimartigen Substanzen oder
aus Pulver- oder Mehl-Produkten zusammengesetzt ist,
ausgewählt aus Kieselgelen, Tonen, pflanzlichen Produkten,
die nach Lösungsmittelextraktion ihrer Wirkstoffe
pulverisiert sind.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Kataplasma aus den in Form eines Pulvers vorliegenden
Bestandteilen (A) und/oder (B) zubereitet, und zwar durch
Zugabe einer kosmetisch geeigneten Flüssigkeit in
Mengenanteilen, die ausreichen, um eine Viskosität von 0,3
bis 5 Pa x s zu erhalten.
13. Verfahren gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
man die Bestandteile (A) und (B) kurz vor Anwendung
vermischt, die sich ergebende Zusammensetzung unmittelbar auf
die keratinischen Fasern aufbringt, das Ganze 5 bis 40
Minuten lang einwirken läßt, worauf die keratinischen Fasern
gespült, schamponiert, erneut gespült und dann getrocknet
werden.
14. Verfahren gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
man auf die keratinischen Fasern den Bestandteil (A) vor oder
nach der entsprechenden Aufbringung des Bestandteils (B)
appliziert und jeden Bestandteil 5 bis 40 Minuten lang
einwirken läßt, wobei man gegebenenfalls zwischen jeder
Aufbringung mit Wasser spült, worauf die keratinischen Fasern
gespült, schamponiert, erneut gespült und dann getrocknet
werden.
15. Mittel zur Färbung keratinischer Fasern und insbesondere
der Haare,
dadurch gekennzeichnet, daß
es die in den Ansprüchen 1 bis 12 definierten Bestandteile
(A) und (B) in getrennter Form umfaßt, wobei die Bestandteile
(A) und (B) entweder kurz vor Anwendung vermischt oder
nacheinander auf die zu behandelnden Fasern aufgebracht
werden sollen.
16. Vorrichtung aus mehreren Teilstücken oder ''Kit zur
Färbung",
dadurch gekennzeichnet, daß
sie mindestens zwei Teilstücke umfassen, von denen das eine
den in jedem der Ansprüche 1, 2 und 6 bis 12 definierten
Bestandteil (A) und das zweite den in jedem der Ansprüche 1
und 3 bis 12 definierten Bestandteil (B) einschließen.
17. Vorrichtung gemäß Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bestandteil (A) und/oder der Bestandteil (B) in Form
einer wasserfreien Zusammensetzung vorliegen, und daß sie ein
drittes Teilstück umfaßt, das ein wässriges, kosmetisch
verträgliches, zur Färbung geeignetes Milieu enthält, das vor
Anwendung mit dem einen oder beiden Teilen vermischt werden
soll, die jeden Bestandteil (A) oder (B) einschließen.
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