DE69165C - Verfahren zur Verbesserung von Saiten aus Darm, Seide und dergl - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Saiten aus Darm, Seide und dergl

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DE69165C
DE69165C DENDAT69165D DE69165DA DE69165C DE 69165 C DE69165 C DE 69165C DE NDAT69165 D DENDAT69165 D DE NDAT69165D DE 69165D A DE69165D A DE 69165DA DE 69165 C DE69165 C DE 69165C
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Germany
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strings
silk
gut
improving
intestines
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DENDAT69165D
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GUSTAV PlRAZZI & Co. in Offenbach a. m
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/10Strings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Verfahren weicht in folgendem von dem bekannten Verfahren ab:
Wenn die Därme fertig gereinigt sind, werden sie mit einem sehr fein pulverisirten Material imprägnirt, und zwar geschieht dies in der Weise, dafs das Pulver in Wasser oder Potaschenlauge durch Umrühren richtig vertheilt wird und die nassen Därme oder auch die schon gedrehten nassen Saiten in dieser Flüssigkeit tüchtig hin- und herbewegt werden. Der nasse Darm hat die Eigenschaft, die kleinen Staub- oder Steintheilchen in grofser Menge in seine Poren aufzunehmen, weil der jedem Darm innewohnende Leim mit dem Staub eine feste Verbindung eingeht.
Nach einigen Minuten werden die Därme herausgenommen und in der bekannten Weise weiter bearbeitet. Das Material, welches auf die Saiten auf diese Weise aufgebracht wird, kann eine beliebige Steinart, Glas, Lava etc. sein, welches sich fein pulverisiren läfst. Als sehr geeignet hat sich zerstäubter Bimsstein herausgestellt.
Die in oben beschriebener Weise behandelten Saiten sollen nach Angabe der Erfinder in Ton und Ansprache das Charakteristische der römischen Saiten haben, als: leichteste Ansprache, grofsen vollen Ton und Erklingen bei der geringsten Berührung mit dem Bogen, was einzig und allein auf die Imprägnation der Saiten mit feingepulvertem Material und die hierdurch bedingte rauhere Oberfläche der Saiten zurückzuführen sein soll.
Die Saite kann auch, fertig getrocknet, mit einer in einer Klebemasse, Leim, Gelatine, Gummi etc., angerührten Staubmenge der besagten Art bestrichen werden, und die Wirkung soll ebenfalls vorhanden sein, nur nicht so andauernd, als wenn jeder einzelne Darm nafs imprägnirt wird.
Ebenso können rein seidene Saiten oder Saiten aus gesponnener Faser, wie Flachs, Hanf u. s. w., auf diese und die erstgenannte Weise imprägnirt werden.
Da selbst zur dünnsten Saite (E auf der Violine) mehr als ein Darm genommen werden mufs, um die erforderliche Dicke herauszubekommen, und das Eindringen des Staubes in die Poren der Därme die natürliche Verbindungsfähigkeit derselben ein wenig beeinträchtigt, so verlieren die Saiten nur einen geringen Grad an Haltbarkeit, was sich aber nur bei der Saite, welche am höchsten gespannt wird (E auf der Violine), fühlbar macht.
Um dies zu beseitigen, verfahren die Erfinder folgendermafsen:
Sie nehmen den fertig geschleimten ungespaltenen Darm, imprägniren ihn auf die vorbeschriebene Weise mit Staub und führen dann eine dünnere oder dickere, aus Seiden-, Flachsoder Hanffäden hergestellte Schnur durch den imprägnirten Darm hindurch.
Auf diese Weise soll die Darmhülle mit einem festen Kern ausgerüstet und hierdurch eine schön klingende, haltbare Saite erzielt werden.
Durch diese Vereinigung von Darm mit einer Einlage von Seide, Flachs, Hanf und dergleichen wird . bezweckt, die ganze Anspannung auf die Einlage des Darmes zu übertragen , diesen hierdurch bedeutend zu ent-

Claims (1)

  1. lasten und dadurch zu ermöglichen, der äufseren Umhüllung, welche nichts zu tragen, sondern nur den Ton zu erzeugen hat, eine sehr grofse Menge Imprägnirungsstoff beigeben zu können, ohne dafs dadurch die Haltbarkeit der Saite in irgend welcher Weise beeinträchtigt würde.
    Patenτ-AnSprüche:
    i. Verfahren zur Verbesserung von Saiten, bestehend in dem Auftragen von feinzerpulverten mineralischen Substanzen auf die entsprechend vorbereiteten Saiten aus Darm, Seide oder einer sonstigen gesponnenen Faser, worauf ein Glätten oder ein weiteres Bearbeiten der Saiten erfolgen kann.
    Darmsaiten, welche nach Anspruch ι. präparirt sind, gekennzeichnet durch eine Einlage aus Seide, Hanf, Flachs oder sonstigen gesponnenen Fasern in den ungespaltenen Darm, um mit geringer Dicke genügende Haltbarkeit zu vereinigen und die durch die Impregnation etwas gestörte Bindefähigkeit gespaltener Därme, besonders bei dünnen Saiten, auszugleichen.
DENDAT69165D Verfahren zur Verbesserung von Saiten aus Darm, Seide und dergl Expired - Lifetime DE69165C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2481129A1 (fr) * 1980-04-28 1981-10-30 Scalagrade Ltd Corde perfectionnee pour cordages de raquettes et procede de fabrication de cette corde
EP0482515A3 (en) * 1990-10-24 1993-01-20 Mimmo Peruffo Sound string for pinch, bow or percussion musical instruments

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FR2481129A1 (fr) * 1980-04-28 1981-10-30 Scalagrade Ltd Corde perfectionnee pour cordages de raquettes et procede de fabrication de cette corde
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