DE69106982T2 - Oberflächreinigungsverfahren von Artikeln mit flüssigem Cryogen. - Google Patents

Oberflächreinigungsverfahren von Artikeln mit flüssigem Cryogen.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Oberflächenreinigen von Gegenständen, indem ein Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen entfernt wird. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf solch ein Verfahren, in welchem der Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen durch die Verwendung eines flüssigen Kryogenmittels entfernt wird.
  • Ein unerwünschter Oberflächenpartikelstoff ist auf Gegenständen entweder zu Anfang vermöge ihrer Herstellung oder nach einer Herstellung während eines Verpackens, einer Lieferung und Verwendung der Gegenstände vermöge einer Oberflächenverschmutzung vorhanden. Zum Beispiel besteht ein gewöhnlicher Katalysator aus einem pelletisierten Material, welches aus Nickel und Silika gebildet wird. Nach der Präparation von solch einem Katalysator werden kleine Partikel von Nickel und Silika auf den Oberflächen der Körner bzw. Pellets gefunden. Ein anderes Beispiel sind pelletisierte Adsorptionsmittel, die aus einem Kohlenstoff-Molekularsiebmaterial, Zeolithmaterial und etc. gebildet werden. Oft wird solch ein pelletisiertes Adsorptionsmittel mit kleinen Partikeln des Adsorptionsmittels gebildet, die sich an die Oberflächen der Körner bzw. Pellets heften. Zusätzlich sammeln kleine mechanische Komponenten, wie sie in Uhrwerkmechanismen und dergleichen gefunden werden, Partikelverunreinigungen auf ihren Oberflächen während eines Gebrauchs.
  • Das Oberflächenpartikelmaterial ist in dem Fall von Katalysatoren und Adsorptionsmitteln unerwünscht, weil, wenn das Adsorptionsmittel oder der Katalysator in Gebrauch ist, der Oberflächenpartikelstoff schließlich Ventile, Filter, etc. verstopfen kann. Es versteht sich, daß der Oberflächenpartikelstoff von mechanischen Komponenten von Mechanismen entfernt werden muß, um das fortgesetzte Arbeiten derartiger Mechanismen sicherzustellen.
  • Nach dem Stand der Technik werden pelletisierte Katalysator- und Adsorptionsmittelmaterialien durch eine Bett-Fluidisierung gereinigt. In einer Bett-Fluidisierung wird ein Gas durch ein Bett geschickt, welches solche pelletisierten Materialien enthält Der kleine Oberflächenpartikelstoff steigt normalerweise höher als die größeren Körner bzw. Pellets, um zuzulassen, daß der Partikelstoff bei dem oberen Ende des Bettes in einem Beutelgehäuse gesammelt wird. Pelletisierte Materialien werden ebenfalls gereinigt, indem die Materialien über einem Sieb geschüttelt werden. Dieses letztgenannte Verfahren ist ineffektiv und kann die zu reinigenden Gegenstände beschädigen. Ein anderes Verfahren nach dem Stand der Technik zum keinigen von Adsorptionsmitteln, Katalysatoren als auch kleinen mechanischen Komponenten arbeitet mit Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Wasser. Hier besteht ein Problem darin, daß es oft schwierig ist, den Gegenstand nach einer Reinigung des Gegenstandes zu trocknen. Zusätzlich können einige Adsorptionsmittel und Katalysatoren durch Lösungsmittel beschädigt werden.
  • Im Gegensatz zum Stand der Technik schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Entfernen eines Oberflächenpartikelstoffs von Gegenständen, das einfacher ist, weniger Schaden verursacht und weniger teuer als Reinigungsverfahren nach dem Stand der Technik ist und zusätzlich keine Lösungsmittel, wie zum Beispiel Wasser, verwendet.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Reinigen von Gegenständen durch Entfernen eines Oberflächenpartikelstoffs gekennzeichnet durch die Schritte, daß:
  • die Gegenstände in ein Bad eines flüssigen Kryogenmittels eingetaucht werden, in welchem das flüssige Kryogenmittel zuerst ein Filmsieden durchläuft und dann ein Blasensieden durchläuft bei den Oberflächen der Gegenstände wegen einer Temperaturspanne zwischen einer Siedepunkttemperatur des Kryogenmittels und einer Temperatur der Gegenstände beim Eintauchen und der Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen während des Blasensiedens des flüssigen Kryogenmittels getragen bzw. entfernt wird; und
  • die Gegenstände aus dem Bad des flüssigen Kryogenmittels entfernt werden, nachdem die Gegenstände ein thermisches Gleichgewicht mit dem flüssigen Kryogenmittel erreicht haben;
  • die Gegenstände bei einer ausreichenden Pate eingetaucht werden, so daß ein Filmsieden des flüssigen Kryogenmittels bei Oberflächen aller Gegenstände auftritt, bevor ein Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen von irgendeinem der Gegenstände auftritt; und
  • die Gegenstände getragen werden, während sie in das Bad des flüssigen Kryogenmittels eingetaucht sind, so daß sich die Gegenstände oberhalb des Bodens des Bades des flüssigen Kryogenmittels befinden und daher der Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen frei fällt.
  • Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zum Oberflächenreinigen von Gegenständen, indem ein Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen unter Verwen dung eines Bades eines flüssigen Kryogenmittels entfernt wird. Das flüssige Kryogenmittel besitzt eine Siedepunkttemperatur unterhalb der der Gegenstände, so daß bei Berührung mit den Gegenständen das flüssige Kryogenmittel bei den Oberflächen der Gegenstände zuerst ein Filmsieden durchlaufen wird und dann ein Blasensieden durchlaufen wird. Die Gegenstände werden in das Bad des flüssigen Kryogenmittels eingetaucht, so daß die Gegenstände untergetaucht sind.
  • Während des Eintauchens wird sichergestellt, daß die Gegenstände bei einer ausreichenden Rate derart eingetaucht werden, daß ein Filmsieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen aller Gegenstände auftritt, bevor ein Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen von irgendeinem der Gegenstände auftritt. Die Gegenstände werden eingetaucht gelassen, so daß ein Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen all der Gegenstände auftritt. Während der Periode des Blasensiedens wird der Oberflächenpartikelstoff von den Oberflächen der Gegenstände und in das Bad des flüssigen Kryogenmittels getragen bzw. befördert. Während des Eintauchens der Gegenstände in das flüssige Kryogenmittel wird das Beförderungsmittel getragen, so daß die Gegenstände oberhalb des Bodens des Bades beabstandet sind, damit der Oberflächenpartikelstoff, der von den Gegenständen getragen wird, auf den Boden des Bades fällt. Die Gegenstände werden dann aus dem flüssigen Kryogenmittel entfernt, nachdem sie ein thermisches Gleichgewicht mit dem flüssigen Kryogenmittel erreicht haben.
  • In dem Fall, daß das Verfahren bei einer atmosphärischen Umgebung ausgeführt wird, wird, nachdem die Gegenstände aus dem flüssigen Kryogenmittel entfernt sind atmosphärische Feuchtigkeit auf der äußeren Oberfläche der Gegenstände kondensieren, während sich die Gegenstände auf Raumtemperatur erwärmen. Dies ist bei Gegenständen unerwünscht, die gegenüber Feuchtigkeit empfindlich sind, ebenso wie für Gegenstände, die schwierig zu trocknen sind, wie zum Beispiel pelletisierte Katalysator- und Sieb-Materialien. Um eine derartige Kondensation von Feuchtigkeit zu verhindern, wird eine Umgebung bereitgestellt, die im wesentlichen frei von Feuchtigkeit ist, und es wird zugelassen, daß sich die Gegenstände in einer derartigen Umgebung erwärmen, um die Kondensation von Feuchtigkeit auf den Gegenständen zu verhindern.
  • Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die Figuren der beiliegenden schematischen Zeichnung beschrieben werden, in welcher:
  • Figur 1 einen Beförderungskorb und eine Schnittansicht eines Bades eines flüssigen Kryogenmittels veranschaulicht, welche beim Ausführen eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden; und
  • Figur 2 den Beförderungskorb und eine Schnittansicht eines Behälters mit einer feuchtigkeitsfreien Umgebung veranschaulicht, die beim Ausführen eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
  • Nach den Figuren ist ein Gerät 10 zum Reinigen von Oberflächen von Gegenständen 12 vorgesehen, indem ein Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen 12 gemäß der vorliegenden Erfindung entfernt wird. Das Gerät 10 enthält ein flüssiges Kryogenmittel 14, welches innerhalb eines isolierten Behälters 16 mit einer oberen Öffnung 18 enthalten ist, um ein Bad eines flüssigen Kryogenmittels zu bilden. Das flüssige Kryogenmittel 14 kann irgendein flüssiges Kryogenmittel aufweisen, das chemisch nicht-reaktiv mit den zu reimgenden Gegenständen 12 ist. Vorzugsweise enthält das flüssige Kryogenmittel 14 Stickstoff, weil er im wesentlichen chemisch träge ist und im Gegensatz zu anderen Kryogenmitteln, nämlich Argon, billig ist. Obwohl flüssiger Sauerstoff verwendet werden könnte, würde sein Gebrauch wegen seiner chemisch reaktiven Natur gefährlich sein.
  • Die Gegenstände werden in den und aus dem isolierten Behälter 16 durch die obere Öffnung 18 davon mittels eines Drahtgeflecht-Beförderungskorbs 20 mit einem Haltegriff 22 befördert. Das Drahtgeflecht sollte so ausgewählt werden, daß die Gegenstände 12 davon abgehalten werden, durch die Öffnungen 24, welche zwischen den Drähten des Korbs gebildet sind, zu fallen, während gleichzeitig zugelassen wird, daß ein Kryogenmittel 14 in das Innere des Beförderungskorbs 20 von den Seiten und dem Boden davon eindringt, um die Gegenstände 12 zu umgeben. Wie durch die Fachleute richtig eingeschätzt werden kann, könnte ein Beförderungskorb 20 aus einem perforierten Metalltafelmaterial gebildet werden. Zusätzlich könnte anstelle des Beförderungskorbs 20 und isolierten Behälters 16 ein perforierter Beförderungsgürtel, der durch eine isolierte Wanne läuft, verwendet werden, um das Verfahren der vorliegenden Erfindung in einer kontinuierlichen Weise auszuführen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden der Beförderungskorb 20 und daher die Gegenstände 12 in das flüssige Kryogenmittel 14 eingetaucht, so daß die Gegenstände 12 in dem flüssigen Kryogenmittel 14 untergetaucht sind. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung kann unter Bedingungen einer Umgebungsatmosphäre ausgeführt werden. Beispielsweise weisen die Gegenstände eine Anfangstemperatur von etwa der Raumtemperatur, gewöhnlich etwa 294 Grad K, auf. Wenn die Gegenstände in das flüssige Kryogenmittel, wie zum Beispiel flüssigen Stickstoff mit einer Temperatur von etwa 77 Grad K, eingetaucht werden, tritt zuerst ein Filmsieden des flüssigen Kryogenmittels bei den äußeren Oberflächen der Gegenstände 12 auf, und danach tritt ein Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen der Gegenstände 12 auf. Während des Blasensiedens wird der Oberflächenpartikelstoff, der durch eine Bezugsziffer 27 bezeichnet wird, von den Gegenständen und durch Öffnungen 24 des Beförderungskorbs 20 und in das flüssige Kryogenmittel 14 getragen bzw. befördert. Der Oberflächenpartikelstoff 27 fällt dann auf den Boden des isolierten Behälters 16. Im Hinblick darauf ist der Beförderungskorb 20 mit drei oder mehr Füßen 26 versehen. In der bevorzugten Ausführungsform ist der Beförderungskorb 20 mit vier Füßen 26 (von welchen nur zwei in den Ansichten der Figuren 1 und 2 gesehen werden können) versehen, um den Beförderungskorb 20 zu tragen, so daß die Gegenstände 12 oberhalb des Bodens des isolierten Behälters 16 beabstandet sind. Eine derartige Trageanordnung des Beförderungskorbs 20 gestattet, daß das flüssige Kryogenmittel 14 mit der Unterseite der am weitesten unten gelegenen Gegenstände 12 in Berührung kommt, und gestattet ebenfalls, daß sich der Oberflächenpartikelstoff 27 bei dein Boden des isolierten Behälters 16 und somit in einem Abstand von den Gegenständen 12 sammelt. Es ist zu bemerken, daß das Verfahren der vorliegenden Erfindung insbesondere bei der Reinigung von Edelmetallkatalysatoren, wie zum Beispiel Platin, vorteilhaft ist, weil der Oberflächenpartikelstoff 27 von dem Boden des isolierten Behälters 16 zu einem späteren Zeitpunkt zurückgewonnen werden kann. Nach dem Ende des Blasensiedens das heißt die Gegenstände 12 befinden sich in einem thermischen Gleichgewicht mit dem Kryogenmittel 14, werden der Beförderungskorb 20 und daher die Gegenstände 12 aus dem isolierten Behälter 16 durch die obere Offnung 18 unter Verwendung des Haltegriffs 22 entfernt.
  • Gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist es wichtig, daß ein Filmsieden bei den äußeren Oberflächen von all den Gegenständen auftritt, bevor ein Blasensieden bei den äußeren Oberflächen von irgendeinem der Gegenstände auftritt. Zum Beispiel kann, falls ein Blasensieden bei den Gegenständen bei dem Boden des Beförderungskorbs 20 auftritt, bevor ein Filmsieden bei den Gegenständen, die bei der Oberseite des Beförderungskorbs 20 gelegen sind, auftritt, der Ansturm von Gas innerhalb des Beförderungskorbs 20 den Oberflächenpartikelstoff aufwärts treiben, so daß die zentral in dem Korb 20 gelegenen Gegenstände nicht gereinigt werden oder mit einer Ablagerung eines Oberflächenpartikelstoffs bedeckt werden, die größer als die Bedeckung ihrer Oberflächen vor der Ausführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung ist. Dies kann auftreten, indem der Korb 20 und daher die Gegenstände 12 bei einer zu geringen Rate in das flüssige Kryogenmittel 14 eingetaucht werden. Zusätzlich zu dem Vorhergehenden wird die oben erwähnte Abfolge eines Filmsiedens gefolgt von einem Blasensieden nicht auftreten in dem Fall, daß die Gegenstände 12 vor einem Eintauchen in das Bad des flüssigen Kryogenmittels bei einer zu niedrigen Anfangstemperatur vorliegen. Wie vorher erwähnt ist, wird beabsichtigt, daß das Verfahren der vorliegenden Erfindung normalerweise bei Raumtemperatur ausgeführt wird, wobei die Gegenstände 12 eine Anfangstemperatur im Bereich der Raumtemperatur aufweisen. Somit wird bei der normalen Verwendung der vorliegenden Erfindung eine ausreichende Temperaturspanne zwischen der Anfangstemperatur der Gegenstände 12 und eines flüssigen Kryogenmittels, wie zum Beispiel Stickstoff, vorliegen, um ein Filmsieden des flüssigen Kryogenmittels bei den Oberflächen aller Gegenstände 12 zu erzeugen, bevor das flüssige Kryogenmittel ein Blasensieden bei den Oberflächen von irgendeinem der Gegenstände 12 durchläuft, falls die Gegenstände 12 umgehend, wie oben angezeigt ist, eingetaucht werden. Es ist jedoch möglich, das Verfahren der vorliegenden Erfindung bei niedrigeren Temperaturen, aber nicht niedriger als etwa 200 Grad K, auszuführen. Alternativ ist es ebenfalls möglich, daß das Verfahren der vorliegenden Erfindung als ein Zusatz zu einem anderen Verfahren ausgeführt werden könnte, in welchem die Gegenstände 12 eine Anfangstemperatur von unterhalb 200 Grad K aufweisen. In solch einem Fall müßte man die Gegenstände 12 auf eine Temperatur von oberhalb 200 Grad K erwärmen, um sicherzustellen, daß die Anfangstemperatur der Gegenstände genügt, um die Abfolge eines Filmsiedens gefolgt von einem Blasensieden, die oben erwähnt ist, zu erzeugen.
  • Wie vorher erwähnt ist, ist es schwierig, viele Materialien zu trocknen, oder sind viele Materialien gegenüber Feuchtigkeit empfindlich. Wenn der Korb 20 und daher die Gegenstände 12 aus dem flüssigen Kryogenmittel 14 und dem isolierten Behälter 16 entfernt werden, wird atmosphärische Feuchtigkeit dazu neigen, auf den äußeren Oberflächen der Gegenstände zu kondensieren. Um dies zu verhindern, wird nach einer Entfernung des Beförderungskorbs 20 aus dem isolierten Behälter 16 der Beförderungskorb 20 innerhalb eines Behälters 28 mit einem beweglichen bzw. abnehmbaren Paßdeckel 30 positioniert. Im Fall poröser Materialien, wie zum Beispiel einem Zeolith- und Kohlenstoff-Molekularsiebmaterial, wird, während sich die Gegenstände 12 wieder auf Raumtemperatur erwärmen, die gasförmige Form eines Kryogenmittels 14 von den Gegenständen 12 desorbieren, den Behälter 28 füllen und unterhalb des Deckels 30 aus dem Behälter 28 lecken bzw. austreten, wie durch Pfeile 31 angezeigt wird. Dies wird innerhalb des Behälters 28 eine trockene Atmosphäre im wesentlichen frei von Luft und daher von Feuchtigkeit, die in der Luft enthalten ist, erzeugen. Als eine Folge wird, während sich die Gegenstände 12 auf Raumtemperatur erwärmen, auf den Oberflächen der Gegenstände 12 keine Kondensation stattfinden. Im Fall, daß die Gegenstände 12 spiegelähnliche Oberflächen aufweisen, die nicht porös sind und nicht leicht benetzt werden, kann wahlweise ein Einlaßrohr 32 in dem Boden des Behälters 28 für den Eintritt trockener, gasförmiger Materialien, wie zum Beispiel Stickstoff oder trockener Luft, bei Drucken oberhalb eines Atmosphärendruckes bei dem Offnen eines Einlaßventils 34 vorgesehen werden. In einer ähnlichen Weise wie beim desorbierten Stickstoff, der die feuchtigkeitsfreie Umgebung erzeugt, würde der gasförmige Stickstoff oder die trockene Luft die Atmosphärenluft durch Lecken bzw. Austreten aus dem Behälter 28 unterhalb des Deckels 30 verdrängen, um eine feuchtigkeitsfreie Umgebung zu erzeugen, in der sich die Gegenstände 12 ohne eine Kondensation von atmosphärischer Feuchtigkeit erwärmen können.
  • Es ist zu betonen, daß der Beförderungskorb 20 aus dem isolierten Behälter 16 bei einer genügend langsamen Rate entfernt werden sollte, um zuzulassen, daß das flüssige Kryogenmittel 14 aus dem Beförderungskorb 20 und zurück in das Bad des flüssigen Kryogenmittels läuft bzw. abtropft, um einen Verlust an flüssigem Kryogenmittel 14 zu verhindern. Jedoch kann in dem Fall, daß das Verfahren der vorliegenden Erfindung in einer atmosphärischen Umgebung ausgeführt wird, dann eine solch langsame Entfernungsrate bewirken, daß atmosphärische Feuchtigkeit auf den Gegenständen 12 kondensiert. Um dies zu verhindern, sollte der isolierte Behälter 16 hoch genug sein, so daß, wenn der Beförderungskorb 20 aus dem flüssigen Kryogenmittel 14 vollständig entfernt ist, der Beförderungskorb 20 sich unterhalb des Pegels der oberen Offnung 18 des isolierten Behälters 16 befinden wird. Der Raum zwischen der oberen Offnung 18 und der oberen Oberfläche des flüssigen Kryogenmittels 14 wird selbst eine andere feuchtigkeitsfreie Umgebung, in der das flüssige Kryogenmittel 14 von dem Beförderungskorb 20 abtropfen kann, wegen eines beim Sieden gelösten Kryogenmittels bilden, das den Raum füllt und dadurch Luft aus einem derartigen Raum verdrängt. Wie eingesehen werden kann, kann in dem Fall, daß ein Verlust eines flüssigen Kryogenmittels 14 unwichtig ist, das Vorhergehende beim Ausführen des Verfahrens der vorliegenden Erfindung weggelassen werden.

Claims (6)

1. Ein Verfahren zum Reinigen von Gegenständen (12), indem ein Oberflächenpartikelstoff (27) von den Gegenständen (12) entfernt wird, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch die Schritte, daß:
die Gegenstände (12) in ein Bad eines flüssigen Kryogenmittels (14) eingetaucht werden, in dem das flüssige Kryogenmittel (14) zuerst ein Filmsieden durchläuft und dann ein Blasensieden durchläuft bei den Oberflächen der Gegenstände (12) infolge einer Temperaturspanne zwischen einer Siedepunkttemperatur eines Kryogenmittels und einer Temperatur der Gegenstände beim Eintauchen und der Oberflächenpartikelstoff (27) von den Gegenständen (12) während des Blasensiedens des flüssigen Kryogenmittels getragen bzw. entfernt wird;
die Gegenstände (12) aus dem Bad des flüssigen Kryogenmittels (14) entfernt werden, nachdem die Gegenstände (12) ein thermisches Gleichgewicht mit dem flüssigen Kryogenmittel (14) erreicht haben;
die Gegenstände (12) bei einer ausreichenden Rate eingetaucht werden, so daß ein Filmsieden des flüssigen Kryogenmittels bei Oberflächen aller Gegenstände (12) auftritt, bevor ein Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels (14) bei den Oberflächen von irgendeinem der Gegenstände (12) auftritt und
die Gegenstände (12) getragen werden, während sie in das Bad des flüssigen Kryogenmittels (14) eingetaucht sind, so daß sich die Gegenstände (12) oberhalb des Bodens des Bades des flüssigen Kryogenmittels (14) befinden und daher der Oberflächenpartikelstoff von den Gegenständen frei fällt.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Bereitstellen einer im wesentlichen feucht igkeitsfreien Umgebung; ein Befördern der Gegenstände (12) aus dem Bad des flüssigen Kryogenmittels (14) in die im wesentlichen feuchtigkeitsfreie Umgebung, nachdem die Gegenstände (12) aus dem Bad des flüssigen Kryogenmittels (14) entfernt sind; und
ein Erwärmen der Gegenstände (12) in der im wesentlichen feuchtigkeitsfreien Umgebung, so daß Feuchtigkeit auf den äußeren Oberflächen der Gegenstände (12) nicht kondensieren wird.
3. Ein Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände (12) ein poröses pelletisiertes Material enthalten, das das flüssige Kryogenmittel (14) absorbiert;
die im wesentlichen feuchtigkeitsfreie Umgebung innerhalb eines Behälters (28) bei einer atmosphärischen Temperatur gebildet wird;
die Gegenstände (12) innerhalb des Behälters (28) plaziert bzw. angeordnet werden; und
der Behälter (28) mit einem beweglichen bzw. abnehmbaren Paßdeckel (30) bedeckt wird, wodurch, während sich die Gegenstände (12) erwärmen, ein gasförmiges Kryogenmittel von dem pelletisierten Material desorbiert, den Behälter (28) füllt und aus dem Behälter (28) unterhalb des Deckels (30) leckt bzw. austritt, um die im wesentlichen feuchtigkeitsfreie Umgebung innerhalb des Behälters (28) zu erzeugen, in der sich die Gegenstände (12) auf eine atmosphärische Temperatur erwärmen können.
4. Ein Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände (12) spiegelähnliche Oberflächen aufweisen, die nicht porös sind und nicht benetzt werden;
die im wesentlichen feuchtigkeitsfreie Umgebung innerhalb eines Behälters (28) gebildet wird, der eine Bodenöffnung für einen Eintritt eines trockenen Gases mit einem Druck oberhalb eines atmosphärischen Druckes aufweist;
das trockene Gas in den Behälter (28) durch dessen Bodenöffnung geschickt wird;
die Gegenstände (12) innerhalb des Behälters (28) plaziert bzw. angeordnet werden; und
der Behälter (28) mit einem beweglichen bzw. abnehmbaren Paßdeckel (30) bedeckt wird, wodurch das trockene Gas den Behälter (28) füllt und aus dem Behälter (28) unterhalb des Deckels (30) leckt bzw. austritt, um die im wesentlichen feuchtigkeitsfreie Umgebung innerhalb des Behälters (28) zu bilden.
5. Ein Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Bereitstellen des Bades des flüssigen Kryogenmittels (14), indem flüssiger Stickstoff in einen isolierten Behälter (16) geschüttet wird.
6. Ein Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die Temperatur der Gegenstände (12) vor einem Eintauchen nicht ausreicht, um die Temperaturspanne zwischen einer Siedepunkttemperatur eines Kryogenmittels und der Temperatur der Gegenstände beim Eintauchen zu erzeugen, die erforderlich ist, um der Reihe nach das Filmsieden gefolgt von dem Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels zu bewirken; das Verfahren ferner ein Erwärmen der Gegenstände (12) vor einem Eintauchen auf eine Temperatur einschließt, die genügend oberhalb der Siedepunkttemperatur des Kryogenmittels liegt, so daß beim Eintauchen die Temperatur der Gegenstände ausreichen wird, um die Temperaturspanne zu erzeugen, die erforderlich ist, um der Reihe nach das Filmsieden gefolgt von dem Blasensieden des flüssigen Kryogenmittels zu bewirken.
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