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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum kontinuierlichen Aushärten von lichthärtenden Harzen, und insbesondere auf
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Aushärten von
lichthärtenden Harzen unter kontinuierlichem Härten der aus lichthärtenden Harzen
geformten Gegenstände, während diese sich in Bewegung befinden.
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Verfahren und Vorrichtungen zum Aushärten von lichthärtenden Harzen werden in
solche unterteilt, welche ultraviolettes Licht verwenden, und in solche, welche
sichtbares Licht verwenden.
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Die Härtungsvorrichtung, welche ultraviolettes Licht nutzt, wird überwiegend zum
Aushärten dünnerer Gegenstände verwendet mit Stärken von einigen µm bis
einigen 100 µm wie bspw. ein Film, Tinte, Überzugsfilm, etc. aus lichthärtenden
Harzen.
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Diese Vorrichtungen umfassen kontinuierliche Fördermittel wie ein Förderband,
und die mit einem dünnen Überzug aus lichthärtenden Harzen versehenen
Gegenstände werden durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht kontinuierlich
ausgehärtet. Die Vorrichtungen haben eine hohe Produktivität und sind weit
verbreitet.
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Andererseits werden mit sichtbarem Licht arbeitende Verfahren und Vorrichtungen
bspw. zum Aushärten der Produkte von Dentallaboratorien verwendet, welche aus
zusammengesetzten Harzen für die Zahnheilkunde gebildet sind.
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Bspw. beschreibt die japanische Offenlegungsschrift Sho 62-38149 eine
Bestrahlungsvorrichtung mit einer Leuchtstofflampe, welche eine Lichtstrahlung im
Bereich von 400 - 500 nm emittiert, und die japanische Offenlegungsschrift Sho
62-47354 offenbart eine Bestrahlungsvorrichtung, um das Licht von
Halogenlampen auf Gegenstände zu strahlen, welche auf eine Drehscheibe aufgesetzt sind.
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Die oben beschriebene Aushärtungsvorrichtung ist nach dem Chargenprinzip
konstruiert, wobei üblicherweise ein oder mehrere Gegenstände zur gleichen Zeit
ausgehärtet werden.
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Wenn jedoch - wie oben beschrieben - ultraviolettes Licht verwendet wird, so wird
zwar eine hohe Produktivität erreicht, andererseits kann ein Gegenstand nicht bis
in seinen tiefen Kern hinein ausgehärtet werden. Im Fall von Dentalmaterial mit
einer Dicke von 1 mm oder mehr verbleibt das Innere des Gegenstands oftmals
unausgehärtet und die Härte und mechanische Festigkeit des Gegenstands sind
reduziert.
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Um diesen Problemen zu begegnen, wird ein Harz vom Photopolymerisationstyp
dünn aufgetragen, und zum Aushärten wird eine Bestrahlung mit ultraviolettem
Licht vorgenommen. Daraufhin wird abermals lichthärtendes Harz aufgetragen,
und wiederum wird ultraviolettes Licht aufgestrahlt, um diese Schicht auszuhärten,
wobei diese Verfahrensschritte vielmals durchlaufen werden. Diese Technik ist
kompliziert und erfordert viel Zeit.
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Da eine handelsübliche Vorrichtung für die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht
eine konstante Strahlungsflußdichte aufweist, kann die Polymerisationsrate nicht
beeinflußt werden. Sofern die Bestrahlungsflußdichte erhöht wird, um dicke
Schichten lichthärtenden Harzes auszuhärten, werden die Gegenstände rasch
polymerisiert und ausgehärtet, und während der Polymerisation treten innerhalb
des ausgehärteten Gegenstands interne Verzerrungen auf, und hieraus resultiert
eine Verringerung der mechanischen Festigkeit oder eine Reduzierung der Maß
genauigkeit. Andererseits ist es bei der mit sichtbarem Licht arbeitenden
Härtungsvorrichtung möglich, Gegenstände mit einer Dicke von 1 mm oder mehr
ohne
Schwierigkeiten auszuhärten, wogegen ausschließlich die übliche Vorrichtung
vom Chargentyp verfügbar ist, so daß die Produktivität gering ist.
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Weiterhin ist die Leuchtkraft bei dem herkömmlichen Typ von mit sichtbarem Licht
härtenden Vorrichtungen festgelegt. Wenn die Leuchtkraft angehoben wird, um
ein Aushärten des tiefen Kerns eines Gegenstands zu erreichen, kann die
Polymerisationsgeschwindigkeit nicht beeinflußt werden wie im Fall des ultravioletten
Lichts. Demzufolge treten innerhalb des aushärtenden Gegenstands während der
Polymerisation interne Verzerrungen auf, und hieraus ergibt sich ein Absinken der
mechanischen Festigkeit und eine niedrigere Maßgenauigkeit.
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Darüberhinaus ist sowohl bei den mit ultraviolettem Licht als auch bei den mit
sichtbarem Licht arbeitenden Vorrichtungen derjenige Flußanteil der in dem
Bestrahlungslicht enthaltenen Energie, welcher in Hitze umgewandelt wird, gering.
Demzufolge wird die Atmosphärentemperatur nicht ausreichend angehoben, was
zu einer niedrigeren Härte und einer unzureichenden mechanischen Festigkeit
des ausgehärteten Gegenstands führt. Falls andererseits die Flußdichte des
Bestrahlungslichts hoch ist, steigt auch die in Wärme umgewandelte Energiemenge
an. Demzufolge wird der aushärtende Gegenstand stärker erhitzt, als dies
tatsächlich notwendig ist, was eine thermische Ausdehnung verursacht. Hieraus
ergibt sich eine niedrigere Maßgenauigkeit des Produkts, wenn der
Aushärtungsvorgang abgeschlossen ist.
Zusammenfassung der Erfindung:
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Um diese Probleme zu lösen, bietet die vorliegende Erfindung (1) ein Verfahren
zum kontinuierlichen Aushärten von lichthärtenden Harzen an, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Flußdichte des Bestrahlungslichts in mehreren Stufen
gemäß den Positionen der Gegenstände geändert wird, während das Licht auf die
aus lichthärtenden Harzen gebildeten und kontinuierlich geförderten Gegenstände
gestrahlt wird, sowie (2) eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Aushärten
lichthärtender
Harze, umfassend ein Gerät zur kontinuierlichen Beförderung der
Gegenstände sowie ein Gerät zum Regulieren der Lichtstrahlung, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Reguliereinrichtung für das Bestrahlungslicht eine Lichtquelle
sowie ein Mittel zum Einstellen des Bestrahlungslichts angeordnet sind, wobei
letzteres die Flußdichte in mehreren Stufen gemäß den Positionen der zu
bestrahlenden Gegenstände verändert.
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Dies bedeutet, daß die Flußdichte des auf die beförderten Gegenstände
einfallenden Bestrahlungslichts stufenweise verändert wird entsprechend der Position und
dem Ort der zu bestrahlenden Gegenstände.
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Solchermaßen wird die Flußdichte des auf die Gegenstände einfallenden
Bestrahlungslichts entsprechend der Bewegung der Gegenstände verändert. Demzufolge
kann die Polymerisationsgeschwindigkeit und die Tiefe der Aushärtung eines
Objekts in Abhängigkeit von Ort und Zeit gesteuert werden.
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Mit dem in der vorliegenden Erfindung verwendeten Begriff "kontinuierliche
Beförderung" ist ein Zustand umrissen, wobei die Gegenstände einer nach dem
anderen der Aushärtevorrichtung zugeführt werden und diese auch wieder verlassen.
Dementsprechend sollen damit nicht nur die Fälle umfaßt sein, wo ein
Gegenstand während der gesamten Bearbeitungszeit gleichförmig befördert wird,
sondem auch der Fall, wobei er intermittierend befördert wird.
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Das Zeitintervall zwischen der Zuführung der Objekte in die Aushärtevorrichtung
und deren Herausbeförderung liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von
einer Sekunde bis 24 Stunden, und besonders bevorzugt innerhalb des Bereichs
von 10 Sekunden bis 3 Stunden.
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Der Beförderungsmechanismus kann Mittel zur kontinuierlichen Beförderung der
Gegenstände während der gesamten Zeit umfassen, wie Förderbänder oder
Drehscheiben, oder Einrichtungen zur schrittweisen Bewegung der Gegenstände
entsprechend einem Takt wie Schwenkbalkenförderer, pneumatische oder
hydraulische Zylinder, etc. Auch können gepulste Motoren verwendet werden,
welche die Gegenstände unter numerischer Steuerung bewegen.
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Die Bewegung der bestrahlten Gegenstände kann eine lineare oder rotierende
Bewegung in der selben Ebene sein oder aufwärts oder abwärts gerichtete
Bewegungen umfassen.
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Als Lichtquelle zur Erzeugung des Bestrahlungslichts kann eine Lichtquelle
verwendet werden, wie sie für die übliche Polymerisation eingesetzt wird, wie eine
Halogenlampe, eine Xenonlampe, eine Leuchtstofflampe, eine
Hochdruckquecksilberlampe, eine Niederdruckquecksilberlampe, Bogenentladungslampe, etc.
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Die Lichtquelle kann mit einem Reflexionsspiegel oder einer Diffusionsplatte
versehen sein, wie sie bereits bekannt sind, oder mit einem Hitzeschutzfilter, um für
eine gewünschte Verteilung der Flußdichte zu sorgen oder die Wirkung zu
erzielen, daß die Temperaturerhöhung der bestrahlten Objekte reduziert wird.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Bestrahlungslicht mit einer in
mehreren Stufen variierenden Flußdichte auf die Gegenstände gestrahlt, welche
kontinuierlich bewegt werden. Hierbei bedeutet der Begriff "Änderung der Flußdichte in
mehreren Stufen", daß sich die Flußdichte des Bestrahlungslichts, welches ein zu
beleuchtender Gegenstand empfängt, wenn er der Vorrichtung durch einen
Fördermechanismus zugeführt wird, deutlich ändert während des Fördervorgangs
innerhalb der Vorrichtung von einer Position zu einer anderen. (Bspw. 100 klx am
Punkt A und 200 oder 10 klx am Punkt B).
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Hierbei wird die Flußdichte des Bestrahlungslichts vorzugsweise innerhalb des
Bereichs von 0,01 bis 100 mW/cm² verändert, wenn das Bestrahlungslicht
ultraviolettes Licht ist, und außerordentlich bevorzugt wird der Bereich von 0,1 - 100
mW. Sofern das Bestrahlungslicht sichtbares Licht ist, wird die Flußdichte des
Bestrahlungslichts vorzugsweise in dem Bereich von 100 lx bis 10.000 klx
verändert und besonders bevorzugt in dem Bereich von 1.000 lx bis 1.000 klx.
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Im Allgemeinen ist die Flußdichte des Bestrahlungslichts umgekehrt proportional
zum Quadrat der Entfernung zwischen der Lichtquelle und dem Gegenstand,
wogegen die Relation zwischen der Position des Gegenstands in der
Härtungsvorrichtung und der Flußdichte des Bestrahlungslichts bei der vorliegenden Erfindung
hiervon abweicht. In einer grafischen Darstellung kann die Relation durch eine
Exponentialkurve wiedergegeben werden, durch eine geneigte Gerade oder durch
eine stufenartige Figur.
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Wenn die Flußdichte des Bestrahlungslichts in mehreren Stufen geändert wird,
beträgt das Verhältnis zwischen minimaler Flußdichte und maximaler Flußdichte
vorzugsweise 1:2 oder mehr, und besonders bevorzugt 1:10 oder mehr.
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Die Flußdichte des einen Gegenstand bestrahlenden Lichts kann kontinuierlich
oder diskret verändert werden. Bspw. wird in dem frühen Stadium der
Polymerisation (nahe dem Einlaß der Vorrichtung) Licht mit niedriger Flußdichte aufgestrahlt,
und das Licht mit hoher Flußdichte wird in einer späteren Stufe eingestrahlt (nahe
dem Auslaß der Vorrichtung), um eine rasche Polymerisationskontraktion des
Gegenstands zu vermeiden und innerhalb einer kurzen Zeit einen polymerisierten
Gegenstand von hoher Präzision zu erhalten.
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Als nächstes werden Mittel beschrieben, um die Flußdichte des auf einen
Gegenstand abgestrahlten Lichts in mehreren Stufen zu verändern (hauptsächlich in
zwei oder mehr Stufen).
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(1) Das Prinzip der Verwendung von zwei Lampen mit unterschiedlicher
Abgabeleistung wie in Fig. 1 dargestellt.
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(2) Das Prinzip der Verwendung einer Leuchtstofflampe und einer
Halogenlampe, wie in Fig. 2 dargestellt.
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(3) Das Prinzip der partiellen Veränderung der Lampenzahl, wie in Fig. 3
dargestellt.
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(4) Das Prinzip, teilweise einen Filter mit unterschiedlichen
Lichtdurchlaßeigenschaften zu verwenden, wie in Fig. 4 dargestellt.
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(5) Das Prinzip, die Flußdichte des Bestrahlungslichts von zwei oder mehr
Lichtquellen durch einen regelbaren Transformator einzustellen, wie in Fig.
5 wiedergegeben.
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Wie oben beschrieben, wird die Flußdichte des Bestrahlungslichts an jeder
Position entsprechend den Photopolymerisationseigenschaften des zu bestrahlenden
Gegenstands verändert, da die Polymerisationsrate der lichthärtenden Harze von
der Flußdichte des Lichts abhängt.
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Für einen Gegenstand mit einer Dicke von 1 mm oder mehr sowie für Füllstoffe
enthaltende, lichthärtende Harze eignet sich das sichtbare Licht einer
Halogenlampe, Xenonlampe und Leuchtstofflampe.
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Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist es möglich, eine Vorrichtung zu
ersinnen, in welcher die Umgebungstemperatur innerhalb der Vorrichtung
unabhängig von der Flußdichte des Bestrahlungslichts gesteuert wird. Die Steuerung
kann durchgeführt werden durch Anordnung eines Lüfters, von Kühlwasser, eines
Kühl- oder Heizkörpers oder eines Infrarotgenerators an der gewünschten
Position innerhalb der Vorrichtung (vgl. Fig. 6).
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Weiterhin ist es auch möglich, die Temperatur unter Einbeziehung einer
Halogenlampe (Hochtemperaturbereich) oder Leuchtstofflampe (niederer
Temperaturbereich)
zu steuern, wobei die Lampenart und die Flußdichte des Bestrahlungslichts
in Betracht zu ziehen sind.
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Unter Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens und Vorrichtung zum
kontinuierlichen Aushärten lichthärtenden Harzes ist es möglich, einen Überzugsfilm,
einen Farbfilm, Produkte aus einem Dentallabor (künstliche Zähne, künstliche
Kronen, das Unterteil eines künstlichen Gebisses, etc.), unter Verwendung von
lichtdurchlässigen Formen hergestellte Formprodukte aus lichthärtenden Harzen, etc.,
mit hohem Wirkungsgrad und hoher Genauigkeit herzustellen.
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Konkrete Beispiele für Produkte, bei denen eine lichtdurchlässige Form verwendet
wird, umfassen Kontaktlinsen, Brillengläser, Mikrolinsen, kieferorthopädische
Klammern, Zahnräder, etc.
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Zusätzlich eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren zum abdichtenden
Einschmelzen von Halbleiterelementen und zum Überziehen von optischen Fasern,
zum Zusammenkleben von optischen Komponenten, wie Prismen, Linsen, etc.
und zum Aushärten der lichthärtenden Harze bei eingebetteten Produkten.
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Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist es möglich, Produkte aus
gehärtetem Harz zu erhalten, wobei: 1) Fehler wie Risse, Sprünge, innere Verzerrungen,
etc. während der Formgebung in äußerst geringem Umfang auftreten, selbst wenn
Formteile aus relativ dicken Harzschichten auszuhärten sind; 2) die Formgebung
keine Schwierigkeiten bereitet und sich eine kontinuierliche Produktion erreichen
läßt; 3) Produkte aus gehärtetem Harz mit einer stabilen Qualität hergestellt
werden können, und 4) Produkte aus gehärtetem Harz mit einer hohen
Maßgenauigkeit erhalten werden können.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
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Hiervon zeigt:
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Fig.1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform 1;
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Fig.2 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform 2;
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Fig.3 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform 3;
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Fig.4 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform 4;
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Fig.5 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform 5;
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Fig.6 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform 6; sowie
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Fig.7 eine schematische Ansicht eines Vergleichsbeispiels.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Im folgenden werden beispielhaft Einzelheiten der Erfindung anhand der
Ausführungsformen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben.
Ausführungsform 1:
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Fig. 1 enthält eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, um die
erfindungsgemäße Ausführungsform 1 zu veranschaulichen.
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Bei dieser Vorrichtung ist eine Halogen lampe 10 mit niedriger Abgabeleistung
(50 W) in der Nähe des Zuführeinlasses 15 für einen zu bestrahlenden Gegen
stand angeordnet, und eine Halogenlampe 11 mit hoher Abgabeleistung (250 W)
ist in der Nähe des Auslasses 16 vorgesehen.
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Die Flußdichte des Bestrahlungslichts dieser Vorrichtung lag unterhalb der
Habgenlampe 10 mit niedriger Abgabeleistung bei 12 klx sowie unterhalb der
Halogenlampe 11 mit hoher Abgabeleistung bei 1.500 klx.
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Der Fördermechanismus für einen Gegenstand 14 innerhalb der Vorrichtung
besteht aus einem Förderband 12, welches von einem Motor 13 über eine Kette 18
angetrieben wird.
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Bei dieser Ausführungsform wird der an dem Einlaß 15 der Vorrichtung zugeführte
Gegenstand 14 von der schwachen Halogen lampe 10 mit sichtbarem Licht einer
relativ niedrigen Strahlungsintensität beleuchtet. Wenn der Gegenstand 14 durch
Antrieb des Förderbands 12 zum Auslaß 16 befördert wird, erfährt er durch die
starke Halogenlampe 11 eine Beleuchtung mit Strahlungslicht einer relativ hohen
Strahlungsintensität. Solchermaßen wird der Gegenstand nach Empfang einer
ausreichenden Strahlendosis durch das Licht der starken Halogenlampe 11
infolge der Bewegung des Förderbands 12 durch den Auslaß 16 aus der Vorrichtung
heraustransportiert.
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Das Fördermittel dieser Vorrichtung ist 60 cm lang, und die Halogenlampen 10
und 11 sind jeweils in einem Abstand von 20 cm von dem Einlaß 15 und dem
Auslaß 16 entfernt angeordnet.
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Als nächstes wird eine Beschreibung des Verfahrens zum Aushärten
lichthärtbarer Harze vermittels der Vorrichtung gemäß dieser Ausführungsform geliefert.
Zunächst wurden lichthärtende Harze durch Vermischung von 80 Gew.-Teilen
durch Bisphenol-A-Glycerol modifizierten Dimethacrylats, 10 Gew.-Teilen von
Methacrylsäuremethylester, 10 Gew.-Teilen von Triäthylenglycol-Dimethacrylat,
0,05 Gew.-Teilen von Kampferchinon, und 0,05 Gew.-Teilen
N,N-Dimethyl-p-Tolnidin.
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Daraufhin wurde eine Zahnprobe in einen zylindrischen Behälter aus Polyäthylen
mit einem Innendurchmesser von 25 mm, einer Tiefe von 25 mm und einer Dicke
von 2 mm gegeben. Anschließend wurden die lichthärtenden Harze vorsichtig in
den Behälter gegossen, ohne Luftblasen unterzumischen, bis der Behälter gefüllt
war.
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Der solchermaßen vorbereitete, zu bestrahlende Gegenstand wurde auf dem
Einlaß 15 der Vorrichtung plaziert und durch Antrieb des Förderbands 12 in die
Vorrichtung geschickt. Der Gegenstand wurde durch den Betrieb des Förderbands
12 befördert und an dem Auslaß 16 ausgegeben. Die Fördergeschwindigkeit des
Förderbands lag bei 3 cm/min.
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Als der polymerisierte Gegenstand aus dem zylindrischen Behälter entnommen
wurde, erhielt man den in dem ausgehrteten und transparenten Harz ohne Risse
und Absonderungen eingebetteten Zahn.
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Als eine Anzahl von Probezähnen nach dem obigen Verfahren eingebettet worden
war und die Mikro-Brinell-Härte der in dem Harz eingebetteten Zähne ermittelt
wurde, so wurde ein Wert von 21 ± 1 Hb festgestellt. Die Produkte wiesen eine
einheitliche Oberflächenhärte mit sehr wenig Abweichungen auf.
Ausführungsform 2:
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Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Ausführungsform
2.
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Die Vorrichtung verfügt über drei 20 W-Leuchtstofflampen 20 und drei 250
W-Halogenlampen 21 als Lichtquellen für das Bestrahlungslicht. Als
Fördermechanismus für den Gegenstand 24 ist in der selben Form wie bei der
Ausführungsform
1 ein Förderband 22 vorgesehen, welches über eine Kette 28 zur
Übertragung der Rotationsbewegung des Motors 23 angetrieben wird.
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Der von dem Einlaß 25 in die Vorrichtung eingeführte Gegenstand 24 wird durch
die Leuchtstofflampen 20 mit Bestrahlungslicht von relativ schwacher
Strahlungsintensität beleuchtet. Nachdem der Gegenstand durch den Betrieb des
Förderbands 22 zu den Halogenlampen 21 gefördert worden ist, wird er durch das starke
Bestrahlungslicht der Halogenlampen 21 beleuchtet und schließlich aus der
Vorrichtung ausgegeben.
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Die Flußdichte des Bestrahlungslichts lag bei dieser Vorrichtung unterhalb der
Leuchtstofflampen 20 bei 50 klx sowie unterhalb der Halogenlampen 21 bei 1.500
klx.
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Als nächstes wird eine Beschreibung des Verfahrens zum Aushärten
lichthärtender Harze mittels dieser Vorrichtung gegeben.
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Zunächst wurden lichthärtende Harze hergestellt durch Vermischung von 90
Gew.-Teilen von Methacrylsäuremethylester, 10 Gew.-Teilen von
Triäthylenglycol-Dimethacrylat, 0,1 Gew.-Teilen von Kampferchinon und 0,1 Gew.-Teilen
Benzoylperoxid. Nach gründlichem Verrühren wurden diese Harze in eine
lichtdurchlässige Gußform aus Poly-4-Methyl-1-Penten zur Formung einer Kontaktlinse
eingefüllt, und diese wurde daraufhin in dem Einlaß 25 der Vorrichtung plaziert.
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Die Fördergeschwindigkeit des Förderbands 22 lag bei 5 cm/min., und das
Förderband war 100 cm lang. Als nach dem Einführen des Gegenstands in die
Vorrichtung 20 Minuten verstrichen waren, wurde die mit sichtbarem Licht von den
Leuchtstofflampen 20 und den Halogenlampen 21 bestrahlte Gußform an dem
Auslaß 26 ausgegeben.
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Durch Zerlegen der Herstellungsform erhielt man das ausgehärtete Produkt mit
der Gestalt einer Kontaktlinse in durch sichtbarem Licht polymerisierten Zustand.
Es zeigten sich weder Risse noch optische Fehler in dem solchermaßen
erhaltenen Kontaktlinsenprodukt, und der Wölbungsradius entsprach exakt demjenigen
der Herstellungsform.
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Als nächstes wurden Gußformen mit unterschiedlichen Wölbungsradien
angefertigt und verschiedene Arten von Kontaktlinsen mit unterschiedlichem
Brechungsindizes in dem Bereich zwischen +12 Dioptrien bis -16 Dioptrien wurden
hergestellt. In allen Fällen ergaben sich perfekte Gußprodukte.
Ausführungsform 3:
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Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, welche die
Ausführungsform 3 der Erfindung verkörpert.
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Bei dieser Vorrichtung besteht der Mechanismus zum Fördern eines Gegenstands
37 aus einem Vierfach-Drehtisch 36, der durch Antrieb eines Motors 35 jeweils um
90 Grad rotiert wird, nachdem die an einem Zeitgeber 40 für die Rotation des
Drehtisches eingestellte Zeit abgelaufen ist. Als Lichtquellen sind bei dieser
Vorrichtung 150 W-Halogenlampen 30, 31, 32 in einer Anzahl von 2, 4 und 6 Stück
oberhalb von 3 Positionen des Drehtisches angeordnet. An derjenigen Position,
wo keine Halogenlampen vorgesehen sind, befindet sich der Einlaß-Auslaß 33,
um die Gegenstände in die Vorrichtung zu geben oder aus dieser zu entnehmen,
sobald die Bestrahlung abgeschlossen ist.
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Die Flußdichte des Bestrahlungslichts lag bei dieser Vorrichtung unterhalb der
Halogenlampen 30 bei 180 klx, unterhalb der Halogen lampen 31 bei 300 klx sowie
unterhalb der Halogenlampen 32 bei 500 klx.
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Zum Betrieb dieser Vorrichtung wird der Leistungsschalter 38 eingeschalten,
damit die Halogenlampen 30, 31 und 32 brennen, und die Gegenstände 37
werden an dem Einlaß-Auslaß 33 auf dem Drehtisch plaziert.
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Nachdem die Zeit zur Drehung des Drehtisches 36 an der Zeitschaltuhr 40 für die
Rotation des Drehtisches eingestellt ist, wird der Schalter 39 zum Rotieren des
Drehtischs eingeschalten, um den Drehtisch 36 um 90º weiter zu drehen und den
Gegenstand an diejenige Position zu befördern, wo zwei Halogenlampen 30
leuchten.
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Wenn die an der Zeitschaltuhr 40 eingestellte Zeit bis zur nächsten Rotation des
Drehtisches abermals abgelaufen ist, wird der Drehtisch 36 wieder um 90º
gedreht, und der Gegenstand wird an die Position befördert, wo vier Halogenlampen
31 leuchten. Solchermaßen gelangt der Gegenstand 37, nachdem er auch von
den sechs Halogenlampen 32 bestrahlt worden ist, an dem Ein laß-Auslaß 33
wieder zum Vorschein. Sodann wird der Gegenstand aus der Vorrichtung
entnommen.
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In dieser Vorrichtung sind Einlaß und Auslaß für die Gegenstände an derselben
Position vorgesehen. Aus diesem Grund kann eine Bedienperson Gegenstände
einsetzen und herausnehmen, ohne sich fortzubewegen, und der von der
Vorrichtung beanspruchte Raum kann auf ein Minimum reduziert werden.
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Als nächstes wird der Fall beschrieben, daß diese Vorrichtung zur Produktion
eines in Harz eingebetteten Produkts verwendet wird.
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Nachdem der Leistungsschalter 38 eingeschalten worden war und die
Halogenlampen 30, 31 und 32 aufleuchteten, wurde eine Schraube aus rostfreiem Stahl in
einen zylindrischen Behälter gegeben, der dem bei der Ausführungsform 1
verwendeten Behälter entsprach. Lichthärtende Harze wurden hergestellt durch
Mischen von 68 Gew.-Teile durch Bisphenol-A-Glycerol modifiziertem Dimethacrylat
mit 15 Gew.-Teilen von Methacrylsäuremethylester, 7 Gew.-Teilen von
Laurylacrylsäureester, 10 Gew.-Teilen von Trithylenglycol-Dimethacrylat, 0,05 Gew.-
Teilen von Kampferchinon, 0,02 Gew.-Teilen von Dibenzoylperoxid sowie 0,02
Gew.Teilen von Hydrochinon-Monomethyläther. Nachdem dieses Harz in den
Behälter eingespritzt worden war, wurde der zylindrische Behälter in dem
Einlaß-Auslaß 33 dieser Vorrichtung plaziert.
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Daraufhin wurde die Zeitschaltuhr 40 für die Rotation des Drehtisches auf 10
Minuten eingestellt, und der Schalter 39 zum Rotieren des Drehtisches wurde einge
schalten, um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen. Nach 30 Minuten kam die
bestrahlte Probe an dem Einlaß-Auslaß 33 wieder zum Vorschein, wurde
entnommen und untersucht. Zwischen der Schraube aus rostfreiem Stahl und dem
ausgehärteten, durch lichthärtbarem Harz wurde keine Ablösung beobachtet, und
man erhielt die in dem ausgehärteten, transparenten Harz eingebettete Schraube
aus rostfreiem Stahl ohne innere Verzerrungen und ohne Riß.
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Als eine Anzahl von Schrauben aus rostfreiem Stahl vermittels des obigen
Verfahrens eingebettet wurden und die Mikro-Brinell-Härte der in dem Harz
eingebetteten Produkte gemessen wurde, fand man einen Wert von 13 ± 1 Hb und die
Produkte zeigten eine einheitliche Oberflächenhärte mit sehr wenigen Variationen.
Ausführungsform 4:
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Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, in der die
erfindungsgemäße Ausführungsform 4 verkörpert ist. Bei dieser Ausführungsform sind sechs
mit einer Reflexionsplatte 42 versehene 500 W-Hochdruck-Quecksilberlampen 41
als Lichtquellen für das Bestrahlungslicht vorhanden. Als Mechanismus zum
Transport des Gegenstands 48 dient ein Ftrderband 45, ähnlich den bei den
Ausführungsformen 2 - 3 verwendeten. Die Flußdichte des Bestrahlungslichts wird
mit zwei Typen von Lichtreduktionsfiltern 43 und 44 eingestellt. Der Lichtdurchlaß
des Lichtreduktionsfilters 43, welcher näher an dem Einlaß 50 installiert ist, liegt
bei 2 %, während derjenige des Lichtreduktionsfilters 44 in der Mitte der
Vorrichtung bei 50 % liegt.
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Die Flußdichte des Bestrahlungslichts liegt bei dieser Vorrichtung unterhalb des
Lichtreduktionsfilters 43 bei 0,5 mW/cm², unterhalb des Lichtreduktionsfilters 44
bei 12,5 mW/cm 2, sowie dort, wo sich kein Filter befindet, bei 25 mW/cm².
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Die Lichtreduktionsfilter 43 und 44 können ersetzt werden durch andere mit
angemessenen Transmissionseigenschaften, in Abhängigkeit von den
Aushärtungseigenschaften der lichthärtbaren Harze. Durch Auswahl des
Lichttransmissionsgrads der Lichtreduktionsfilter 43 und 44 kann diese Vorrichtung
zum Aushärten von lichthärtbaren Harzen mit unterschiedlichen Eigenschaften
eingesetzt werden.
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Nun folgt eine Beschreibung des Falles, wo diese Vorrichtung zur Herstellung von
Brillengläsern eingesetzt wird.
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Zunächst wurden Gußformen aus hartem Glas mit den konkaven und konvexen
Oberflächen von Meniskusgläsern für Brillen mit aufeinander zu weisenden
Oberflächen zusammengefügt, wobei dazwischen eine Dichtung aus
Äthylen-Äthylacrylat-Copolymer eingesetzt wurde. Indem die Gußform an ihrem
Außenumfang mit einer Klammer gehalten wurde, läßt sich ein Hohlraum in der Form
eins Brillenglases bilden.
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Als nächstes wurden lichthärtende Harze hergestellt durch Vermischung von 50
Gewichtsteilen von Methacrylsäuremethylester mit 50 Gewichtsteilen von
KAYARAD DPCA 120 (hergestellt von Nippon Kayaku; 6-funktioneller
Acrylsäureester), und drei Gewichtsteilen von 1-Hydroxicyklohexyl-Phenylketon. Nach
gründlichem Umrühren wurden die Harze in den Hohlraum eingespritzt, ohne
Lufblasen unterzumischen, und die gefüllte Form wurde auf den Einlaß 50 der
Vorrichtung plaziert.
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Das Fördermittel 45 dieser Vorrichtung war 200 cm lang, und die
Transportgeschwindigkeit des Förderbands lag bei 10 cm/min.
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Nach 20 Minuten wurde der bestrahlte Gegenstand an dem Auslaß 51
ausgegeben. Als die Form zerlegt und das ausgehärtete Produkt herausgenommen wurde,
gab es weder Risse noch optische Fehler, und man erhielt ein Brillenglas aus
gehärteten, lichthärtbaren Harzen mit einer ausgezeichneten Oberflächenhärte. Die
optische Oberfläche der solchermaßen gewonnenen Brillenlinse war extrem glatt,
und die Oberflächengenauigkeit stimmte exakt mit derjenigen der Glasform
überein.
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Weiterhin wurde mit dieser Vorrichtung ein Zweistärkenbrillenglas hergestellt unter
Verwendung einer Glasform mit einem konkaven Bereich und teilweise linearen
Stufen, um das Zweistärkenglas herzustellen. Bei dem solchermaßen erhaltenen
Brillenglas aus gehärteten, lichthärtbaren Harzen waren in dem abgestuften
Bereich der Linse keinerlei Risse zu sehen, und die Ausführungseigenschaften
waren genauso überragend wie bei dem obigen Brillenglas.
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Als eine Anzahl von Brillengläsern aus gehärteten, lichthärtbaren Harzen unter
Verwendung dieser Vorrichtung hergestellt wurden, zeigten die ausgehärteten
Produkte sehr wenig Abweichungen hinsichtlich der Qualität, und die Produktivität
war extrem stabil.
Ausführungsform 5:
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Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, bei der die
erfindungsgemäße Ausführungsform 5 verwirklicht ist.
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Bei dieser Vorrichtung sind oberhalb des Förderbands 64 als Lichtquellen 12
Halogenlampen 61, 62 und 63 vorgesehen, welche die Zonen 1 - 3 bilden, von
denen
jede wiederum vier Lampen umfaßt. Die Strahlungsintensität der
Halogenlampen (150 W x 4) kann in jeder Zone unabhängig eingestellt werden durch
Regeltransformatoren 67, 68 und 69 zum Dimmen des Lichts. Ferner verfügt diese
Vorrichtung über einen Regeltransformator 67 zur Geschwindigkeitsvorgabe des
Förderbands, womit die Anzahl des Motors 65 und damit die
Fördergeschwindigkeit des Förderbands 64 eingestellt wird.
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Da die Flußdichte des auf einen Gegenstand 70 eingestrahlten Lichts und die
Bestrahlungszeit bei dieser Vorrichtung nach Belieben eingestellt werden kann,
lassen sich die Bestrahlungsbedingungen in einem weiten Bereich vorgeben
abhängig von den Aushärtungseigenschaften des zu bestrahlenden Gegenstands.
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Als nächstes wird der Fall erläutert, daß eine kieferorthopädische Klammer aus
erhärteten, lichthärtbaren Harzen unter Verwendung dieser Vorrichtung hergestellt
wurde. Zunächst wurden lichthärtende Harze hergestellt durch Vermischung von
39 Gewichtsteilen Methacrylsäuremethylester mit 52 Gewichtsteilen durch
Bisphenol-A-Äthylenglycol modifiziertes Dimethacrylat, 9 Gewichtsteilen von
hydrophobem Kieselsäurenebel (Nippon Aerosil; R-972), 0,7 Gewichtsteilen von
Kampferchinon, und 0,7 Gewichtsteilen von Benzoylperoxid. Nach gründlichem
Verrühren wurden diese Harze in eine lichtdurchlässige Gußform für die Klammer
aus Poly-4-Methyl-1-Penten eingespritzt.
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Als nächstes wurde die Gußform an dem Einlaß 71 dieser Vorrichtung zugeführt,
und das Förderband 64 wurde zur Lichtbestrahlung in Bewegung versetzt.
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Das Fördermittel 64 war 180 cm lang, und die Fördergeschwindigkeit wurde auf 9
cm/min. eingestellt.
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Der Regeltransformator 67 für die Lichtstärkenregulierung der Halogenlampen in
der Zone 1 wurde auf 30 V eingestellt, der Regeltransformator 68 in der Zone 2
auf 78 V, und der Regeltransformator 69 in Zone 3 auf 85 V.
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Solchenfalls lag die Flußdichte des Bestrahlungslichts in der Zone 1 bei 4 klx, in
der Zone 2 bei 140 klx und in der Zone 3 bei 200 klx.
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Nach 20 Minuten war die Lichtbestrahlung abgeschlossen und die Gußform
gelangte zum Auslaß 72. Als die Gußform auseinandergenommen und das erhärtete
Produkt herausgenommen wurde, zeigte sich keinerlei interner Riß. Eine rauhe
Kontaktoberfläche des ausgehärteten Produkts, wie sie durch Ablösung der
Kontaktoberfläche von der Innenseite der Gußform während der Photopolymerisation
verursacht würde, konnte nur in ganz geringem Umfang festgestellt werden.
Solchermaßen erhielt man eine Klammer aus erhärtetem und prächtigem,
zusammengesetzten Harz.
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Als eine Anzahl von kieferorthopädischen Klammern aus lichthärtenden Harzen
mit dieser Vorrichtung produziert wurden, zeigten die solchermaßen hergestellten
Klammern äußerst geringe Abweichungen hinsichtlich der Qualität, und der
Produktionsertrag war außerordentlich hoch.
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Insbesondere wurde die Basisfläche der solchermaßen erhaltenen Klammer auf
den Halter eines Zugfestigkeitstestgeräts zementiert, und an einem Schenkel
wurde Klaviersaitendraht befestigt, um die Zugfestigkeit des Schenkels mit einem
lnstron-Universal-Testgerät zu messen, wobei eine Bruchfestigkeit von 36,3 ± 4,9
N (3,7 ± 0,5 kgf) festgestellt wurde. Es gab hier wenig Abweichungen, und die
Ausbeute lag über 90 %.
Ausführungsform 6:
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Fig. 6 enthält eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, welche die
erfindungsgemäße Ausführungsform 6 repräsentiert.
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Diese Vorrichtung verfügt über drei Leuchtstofflampen 80, welche eine relativ
niedrige Flußdichte ergeben, sowie über sechs teilweise oberhalb, teilweise
unterhalb angeordnete Halogenlampen 81 und 82, welche eine relativ hohe
Flußdichte ergeben. Weiterhin ist ein im fernen Infrarot arbeitender Heizapparat 83 am
Auslaß 95 des Förderbands 85 angeordnet, um den bereits bestrahlten
Gegenstand 92 aufzuheizen.
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Außerdem wird von den in der Vorrichtung verwendeten sechs Halogenlampen 81
und 82 die Strahlungsintensität von drei oberhalb angeordneten Lampen und drei
unterhalb angeordneten Lampen unabhängig gesteuert mittels
Regeltransformatoren 89 und 90 zur Einstellung der Leuchtkraft der Halogenlampen.
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Zusätzlich ist die Vorrichtung mit einem Temperatursensor 96 versehen und mit
einem Temperaturregler 91 für den Heizapparat, um die Temperatur der von dem
im fernen Infrarotbereich arbeitenden Heizapparat 83 aufgeheizten Atmosphäre
willkürlich vorgeben zu können. Demzufolge kann die Flußdichte des
Bestrahlungslichts in zwei Stufen eingestellt werden, und der bereits bestrahlte
Gegenstand kann einer Hitzebehandlung bei einer gewünschten Temperatur unterzogen
werden. Demzufolge ist es bei dieser Vorrichtung möglich, eine geeignete
Hitzebestrahlung und die Heizbehandlung vorzunehmen, um auf einem einzigen
Förderband die dynamischen und optischen Eigenschaften des Gegenstands zu
verbessern.
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Da drei Halogenlampen 82 unterhalb der Mitte des Förderbands 85 angeordnet
sind, kann der Gegenstand 92 sowohl von oben als auch von unten bestrahlt
werden, und die Vorrichtung eignet sich zum Aushärten solcher Gegenstände, welche
zu dick sind, um im Bereich der oberen und der unteren Außenflächen durch die
Bestrahlung allein von einer Richtung gleichförmig ausgehärtet zu werden, oder
welche durch eine Lichtbestrahlung allein von oben nicht optimal bestrahlt werden
können.
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Das bei dieser Vorrichtung verwendete Fördermittel 85 ist zur bequemen
Bestrahlung durch die unterhalb angeordneten Halogenlampen 82 in der Form einer
Raupe konstruiert, bestehend aus einem Stahlrahmen, der auf Pyrexglas befestigt ist.
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Als nächstes wird der Fall beschrieben, daß nichthärtende Harze mit dieser
Vorrichtung ausgehärtet werden.
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Die nichthärtenden Harze mit derselben Zusammensetzung wie bei der
Ausführungsform 5 wurden in eine Gußform aus Poly-4-Methyl-1-Penten eingespritzt, um
die kieferorthopädische Klammer zu gießen, und diese Form wurde auf den
Einlaß 94 dieser Vorrichtung gegeben. Das Fördermittel dieser Vorrichtung war 150
cm lang, und die Fördergeschwindigkeit des Förderers lag bei 5 cm/min.
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Der Regeltransformator 29 zur Einstellung des Lichts der oberen Halogenlampen
im mittleren Bereich der Vorrichtung wurde auf 68 V eingestellt, und der
Regeltransformator 90 für die Einstellung des Lichts der unteren Halogenlampen wurde
auf 35 V geregelt. Weiterhin wurde die Temperatur der von den im fernen
Infrarotbereich arbeitenden Heizgeräte 83 aufgeheizte Atmosphäre auf 100 ºC an dem
Temperaturregler 91 des Heizgeräts eingestellt.
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Bei dieser Vorrichtung lag die Flußdichte des Bestrahlungslichts unterhalb der
Leuchtstofflampen 80 bei 45 klx, unterhalb der Halogen lampen 81 bei 140 klx,
und oberhalb der Halogenlampen 82 bei 6 klx.
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Als nach dem Start des Betriebs der Vorrichtung 30 Minuten verstrichen waren,
wurde die bereits bestrahlte und einer Hitzebehandlung unterzogene Gußform am
Auslaß 95 ausgegeben. Als die Form zerlegt und der ausgehärtete Gegenstand
herausgenommen wurde, erhielt man eine Klammer aus einer Harzmischung,
welche keinerlei innere Risse hatte und eine sehr geringe Oberflächenrauhigkeit
Als die Basisfläche der Klammer aus der Harzmischung auf dem Halter des
Zugfestigkeitstestgeräts befestigt wurde und Klaviersaitendraht an dem Schenkel
festgebunden wurde, um die Bruchfestigkeit des Schenkels mit einem
Instron-Universal-Testgerät zu messen, ergab sich eine Bruchfestigkeit von 54,9 ±
4,9 N (5,6 ± 0,5 kgf). Diese Festigkeit war eineinhalb mal so hoch wie die
Bruchfestigkeit der bei der Ausführungsform 5 erhaltenen Klammer.
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Als eine Anzahl von kieferorthopädischen Klammern mit dieser Vorrichtung
gegossen wurde, lag die Produktionsausbeute über 90 % und eine ausgezeichnete
Eignung für die Massenproduktion wurde bestätigt.
Vergleichsbeispiel 1:
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Bei der Vorrichtung, wie sie in der Ausführungsform 1 verwendet wurde, wurde
anstelle der Halogenlampe 10 mit niedrigerer Abgabeleistung (50 W) eine
Habgenlampe mit hoher Abgabeleistung (250 W) installiert, und eine Probe mit einem
eingebetteten Zahn wurde nach dem selben Verfahren wie bei Ausführungsform 1
hergestellt. Das solchermaßen erzeugte, eingebettete Produkt zeigte extreme
Ablösungen zwischen dem eingebetteten Zahn und dem ausgehärteten Harz, und
unzählige Risse wurden an der Oberfläche des eingebetteten Zahns festgestellt
aufgrund des abnormen Temperaturanstiegs auf 150 ºC während der
Polymerisation.
Vergleichsbeispiel 2:
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In der Vorrichtung gemäß der Ausführungsform 2 wurden die Halogenlampen 21
entfernt und drei 20 W-Leuchtstofflampen installiert. Daraufhin wurde eine
Kontaktlinse gegossen nach dem selben Verfahren wie bei der Ausführungsform 2.
Die solchermaßen erhaltenen, gegossenen Produkte hatten weder Risse noch
optische Fehler, und der Wölbungsradius entsprach exakt demjenigen der
Gußform.
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Die Oberflächenhärte war jedoch extrem niedrig, und unzählige Flecken
erschienen auf der Oberfläche während der normalen Behandlung, woraus ein Verlust an
Transparenz resultierte, was einen Mangel hinsichtlich der praktischen
Anwendbarkeit darstellt.
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Anstatt bei der Ausführungsform 2 die Halogenlampen 21 zu entfernen, wurden
die Leuchtstofflampen 20 entfernt, und drei 250 W-Halogenlampen wurden
installiert. Daraufhin wurde eine Kontaktlinse nach demselben Verfahren wie bei der
Ausführungsform 2 gegossen. Das solchermaßen erhaltene Gußprodukt zeigte
unzählige Risse. In vielen Fällen hatte das Produkt optische Fehler innerhalb der
Linse, obwohl es äußerlich zufriedenstellend war, und dem Produkt ermangelte
die Eignung für eine praktische Produktion.
Vergleichsbeispiel 3:
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In der Vorrichtung gemäß der Ausführungsform 4 wurden die Lichtreduktionsfilter
43 und 44 entfernt, und das Brillenglas wurde nach dem selben Verfahren
ausgehärtet wie in der Ausführungsform 4. Wenn der solchermaßen produzierte und
ausgehärtete Gegenstand dick war, zeigten sich optische Fehler. Als die Glasform
entfernt wurde, fand man wellenförmige Fehler auf der Oberfläche, oder diese war
deformiert.
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Als das Zweistärken-Brillenglas mit dieser Vorrichtung nach dem selben Verfahren
hergestellt wurde wie bei der Ausführungsform 4, trat ein auffälliger Riß an dem
abgestuften Bereich der Linse auf, und man beurteilte das Ergebnis als
ungeeignet für die praktische Anwendung.
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Das Brillenglas aus lichthärtenden Harzen wurde mit dem Verfahren gemäß
Ausführungsform 4 unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
hergestellt. Bei der Linse mit hoher Stärke und großer Brechkraft wurden optische
Fehler und eine ungleichmäßige Aushärtung festgestellt.
Vergleichsbeispiel 4:
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In der mit der Ausführungsform 5 identischen Vorrichtung wurde die Spannung
der Regeltransformatoren 67, 68 und 69 zur Regulierung des
Halogenlampenlichts in den Zonen 1 bis 3 auf 85 V gesetzt, und die Klammer aus einer
Harzmischung wurde nach dem selben Verfahren wie bei der Ausführungsform 5
ausgehärtet. Die solchermaßen hergestellte Klammer zeigte in vielen Fällen Risse im
Bereich des Schlitzes. Der Produktionsertrag lag unter 70 %, was eine niedrige
Produktivität zeigte.
Vergleichsbeispiel 5:
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Wie in Fig. 7 dargestellt, wurden vier 150 W-Halogenlampen 100 oberhalb einer
Drehscheibe 101 installiert, in einer den Gegenstand 103 umgebenden
Anordnung. Bei dieser Aushärtungsvorrichtung nach dem Chargentyp wurde ein
Regeltransformator 102 zur Einstellung des Lichts vorgesehen.
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Nachdem lichthärtbare Harze in die lichtdurchlässige Gußform für eine Klammer
nach demselben Verfahren wie bei Ausführungsform 5 eingespritzt worden waren,
wurde der Gegenstand nach folgendem Verfahren ausgehärtet: Die Spannung
des Regeltransformators 102 zur Lichtregulierung wurde auf 30 V eingestellt, und
das Licht wurde 10 Minuten lang auf den Gegenstand 103 eingestrahlt. Dann
wurde die Spannung des Regeltransformators 102 zur Lichtregulierung auf 78 V
eingestellt, und Licht wurde über 10 Minuten hinweg eingestrahlt. Schließlich
wurde die Spannung auf 85 V eingestellt, und Licht wurde für zehn Minuten
eingestrahlt.
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Als eine Anzahl von Klammern durch Wiederholung des obigen Verfahrens
hergestellt wurden, zeigten die aus einer Harzmischung gegossenen Klammern
keinerlei Fehler wie bspw. innere Risse oder Oberflächenrauhigkeit, wogegen es
Unterschiede hinsichtlich der Bruchfestigkeit des Schenkels gab, und die Qualität
war nicht stabil.
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Darüberhinaus war das Gußverfahren kompliziert und die Produktivität niedrig.
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Wie bei den obigen Ausführungsformen beschrieben, haben das Verfahren und
die Vorrichtung zum kontinuierlichen Aushärten lichthärtbarer Harze gemäß der
vorliegenden Erfindung die folgenden Eigenschaften: 1) Fehler wie bspw. Risse,
Flecken, innere Verzerrungen etc. treten äußerst selten auf, selbst wenn relativ
dicke Harzgegenstände auszu härten sind; 2) das Harzgießen kann in
problemloser und einfacher Art bewerkstelligt werden, und eine kontinuierliche Produktion
ist erreichbar; 3) die erhaltenen, ausgehärteten Harzprodukte haben stabile
Eigenschaften; sowie 4) man erhält Produkte aus erhärtetem Harz mit einer hohen
Maßgenauigkeit.
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Die vorliegende Erfindung offenbart somit: (1) Ein Verfahren zum kontinuierlichen
Aushärten lichthärtender Harze, dadurch gekennzeichnet, daß Licht auf die aus
lichthärtenden Harzen geformten und kontinuierlich geförderten Gegenstände
gestrahlt wird, wobei die Flußdichte des Bestrahlungslichts in mehreren Schritten
entsprechend den Förderpositionen des Gegenstands verändert wird, sowie (2)
eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Aushärten lichthärtender Harze, umfassend
eine Einrichtung zum kontinuierlichen Fördern des Gegenstands sowie eine
Einrichtung zur Vorgabe des Bestrahlungslichts, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zur Vorgabe des Bestrahlungslichts ein Mittel zum Steuern und
Abstrahlen des Bestrahlungslichts mit unterschiedlicher Flußdichte umfaßt, welche
sich in mehreren Schritten entsprechend der Förderposition des Gegenstands
verändert.
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Insbesondere ändert sich die Flußdichte des auf den Gegenstand eingestrahlten
Lichts stufenweise in Abhängigkeit von der Position und dem Ort des
Gegenstands.
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Solchenfalls ändert sich die Flußdichte des auf den Gegenstand eingestrahlten
Lichts entsprechend der Förderbewegung des Gegenstands. Demzufolge kann
die Polymerisationsgeschwindigkeit des Gegenstands und die Aushärtungstiefe in
Relation zur Position und Zeit gesteuert werden.
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Durch Einsatz erfindungsgemäßer Verfahren und Vorrichtungen zum
kontinuierlichen Aushärten lichthärtender Harze ist es möglich, Produkte wie Überzugsfilme,
Farbfilme, Produkte aus dem Dentallaboratonum (wie künstliche Zähne,
künstilche Kronen, Basisteile für künstliche Gebisse, etc.), durch Verwendung von
lichtdurchlässigen Gußformen aus lichthärtenden Harzen gegossene Produkte, etc., in
ausgezeichneter Qualität sowie mit hoher Effizienz und Genauigkeit herzustellen.
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Als konkrete Beispiele für nach dem Gußverfahren mit Lichttransmission erhaltene
Produkte seien Kontaktlinsen, Brillengläser, Mikrolinsen, kieferorthopädische
Klammern, Zahnräder, etc. genannt.
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Zusätzlich ist die Erfindung geeignet zum Versiegeln von Halbleiterbauteilen und
zum Überziehen von optischen Fasern, zum Zusammenkleben optischer
Komponenten wie Prismen, Linsen, etc., und zum Aushärten von verschiedenen,
eingebetteten Produkten bei Verwendung von lichthärtenden Harzen.