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Die vorliegende Erfindung betrifft eine auf einem
Lösungsmittel basierende Überzugszusammensetzung,
insbesondere eine 1-Packungs-Überzugszusammensetzung, die bei
Umgebungstemperatur stabil ist.
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Eine Verbindung mit einer reaktiven substituierten
Acylamidgruppe und einer polymerisierbaren Kohlenstoff-
Kohlenstoff-Doppelbindung, d.h. eine substituierte
Acylamid-Verbindung der folgenden Formel (1), ist im Stand der Technik
als eine Verbindung bekannt, die eine Vernetzungsreaktion
bewerkstelligt (JP-A-275259/1986)
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worin R ein Wasserstoffatom oder eine Niedrigalkylgruppe und
X eine Alkoxy-, Amino-, Amid-, Iminooxy- oder Sulfidgruppe
darstellen, welche mit weiteren Gruppen substituiert sein
können.
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Polymere, die sowohl eine Gruppe mit aktivem Wasserstoff als
auch eine substituierte Acylamidgruppe enthalten, welche
hergestellt werden, indem man die oben beschriebenen
substituierten Acylamid-Verbindungen mit aktiven Wasserstoff
enthaltenden ethylenisch ungesättigten Verbindungen
polymerisiert, sind auch in JP-A-46207/1988 vorgeschlagen
worden. Ausserdem ist ein in Wasser dispergierbares Marz
vorgeschlagen worden, das erhalten wird, indem man die oben
beschriebenen substituierten Acylamid-Verbindungen mit saure
oder basische Gruppen enthaltenden ethylenisch ungesättigten
Verbindungen polymerisiert (siehe JP-A-46203/1988).
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Es sind auch weitere Untersuchungen im Hinblick auf
Anwendungen des aus den substituierten Acylamid-Verbindungen
hergestellten Polymers auf Farben bzw. Anstriche durchgeführt
worden.
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EP-A-0 243 160 betrifft ein eine blockierte
Isocyanatocarbonylgruppe enthaltendes Polymer, das durch
Polymerisieren einer blockierten Acylisocyanat-Verbindung
erhalten werden kann. Solch ein Polymer läßt sich als eine
Verbindung definieren, die mindestens 1 aktiven Wasserstoff
enthaltende Gruppe und zusätzlich eine Acylamidgruppe
enthält. Dieses Polymer kann die Grundlage einer
Harzzusammensetzung darstellen, die als
Überzugszusammensetzung verwendbar ist.
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Durch die vorliegende Erfindung wird eine auf einem
Lösungsmittel basierende Überzugszusammensetzung
bereitgestellt, die (i) ein Vinylpolymer mit einer
substituierten Acylamidgruppe, (ii) ein Vinylpolymer mit
einer aktiven Wasserstoff enthaltenden Gruppe und (iii) ein
organisches Lösungsmittel enthält, worin das organische
Lösungsmittel einen Löslichkeits-Parameter von 8,0 bis 20,0
aufweist.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es wesentlich, daß eine
substituierte Acylamidgruppe und eine aktiven Wasserstoff
enthaltende Gruppe in den harzartigen Bestandteilen der
Überzugszusammensetzungen vorhanden sind. Dabei sind die oben
beschriebenen beiden Arten der funktionellen Gruppen in
verschiedenen Harzen enthalten, welche zwei Arten von Harzen
darstellen.
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Die erfindungsgemäß eingesetzte aktiven Wasserstoff
enthaltende Gruppe schließt eine Carboxyl-, Hydroxyl-,
Amino-, Thiol- und Sulfonsäuregruppe ein.
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Die für die Überzugszusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendeten Vinylpolymeren können durch
Polymerisieren der substituierten Acylamid-Verbindungen (1)
über Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen synthetisiert
werden
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Für die Synthese verwendete Monomere schließen ethylenisch
ungesättigte Verbindungen mit aktiven Wasserstoff
enthaltenden Gruppen und, falls notwendig, ehtylenisch
ungesättigte Verbindungen ohne solche funktionelle Gruppen
ein. Diese monomeren Verbindungen werden in geeigneter Weise
zur Bildung der Polymeren kombiniert. Die
Polymerisationsbedingungen für diese polymeren Verbindungen
können gemäß der in der Polymerisation eingesetzten Monomeren
sowie gemäß dem Polymerisationsgrad stark variiert werden.
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Die aktiven Wasserstoff enthaltenden ethylenisch
ungesättigten Verbindungen schließen ungesättigte Säuren
(z.B. Acryl-, Methacryl-, Croton-, Zimt-, 2-Isopropylacryl-,
trans-2-Decen-, cis-2-Decen-, α-Chloracryl-, β-trans-
Nitroacryl-, Isocroton-, 2-Penten-, 2-Ethylacryl-, Tiglin-,
3,3-Dimethylacryl-, Propylacryl-, Itacon-, 2-Methyl-3-
ethylacryl-, 2-Ethylcroton-, Malein-, Trimethylacryl-,
Butylacryl-, 2-Methyl-2-hexen-, 3-Methyl-3-propylacryl-, 2,3-
Diethylacryl-, 4-Methyl-2-hexen-, 3,3-Diethylacryl-, 3-t-
Butylacryl-, 2,3-Dimethyl-3-ethylacryl-,
3-Methylisopropylacryl-, 2-Octen-, 2-Pentylacryl-, 2-
Butylcroton-, 2-Nonen-, 2-Hexylacryl- und 4-Ethyl-2-
octensäure), ungesättigte Alkohole (z.B. Monoester der oben
beschriebenen ungesättigten Säuren und von Glycolen (wie von
Ethylenglycol und Propylenglycol), Crotonylalkohol,
Zimtalkohol und o-Hydroxystyrol), ungesättigte Amide (z.B.
Acrylamid, Methacrylamid, Crotonamid, Zimtsäureamid, p-
Benzamidstyrol, Methylacrylamidglycolatmethylether und
Methacrylamidpropansulfonsäure), ungesättigte Sulfonsäuren
oder Salze davon (z.B. 2-Sulfoethylacrylat, 2-
Sulfoethylmethacrylat, t-Butylacrylamidsulfonsäure, 4-
Sulfophenylacrylat und p-Vinylbenzolsulfonsäure),
ungesättigte Phosphorsäuren (z.B. saures
Phosphoxyethylmethacrylat, 3-Chlor-2-
amidphosphoxypropylmethacrylat, saures
Phosphoxypropylmethacrylat, Vinylphosphat und
isopropenylphosphat) ein. Diese können einzeln oder in
Kombination verwendet werden.
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Die erfindungsgemäß verwendeten Vinylpolymeren werden aus den
oben beschriebenen zwei Monomerarten polymerisiert, es können
aber auch weitere Monomere ohne die oben beschriebenen
funktionellen Gruppen, falls notwendig, herangezogen werden.
Die weiteren Monomeren schließen Monoolefine und Diolefine
(z.B. Styrol, α-Methylstyrol, β-Ethylstyrol, Isobutylen, 2--
Methylbuten-1, 2-Methylpenten-1,
2,3-Dimethylbuten-1,2,3-Dimethylpenten-1, 2,4-Dimethylpenten-1, 2,3,3-
Trimethylhepten-1, 2,3-Dimethylhexen-1, 2,4-Dimethylhexen-1,
2,5-Dimethylhexen-1, 2-Methyl-3-ethylpenten-1, 2,3,3-
Trimethylpenten-1, 2,3,4-Trimethylpenten-1, 2,3,4-
Triethylpenten-1, 2-Methylocten-1, 2,6-Dimethylhepten-1, 2,6-
Dimethylocten-1, 2,3-Dimethyldecen-1, 2-Methylnonadecen-1,
Ethylen, Propylen, Butylen, Amylen, Hexylen, Butadien-1,3 und
Isopren), halogenierte Monoolefine und Diolefine (z.B.
α-Chlorstyrol, α-Bromstyrol, 2,5-Dichlorstyrol, 2,5-
Dibromstyrol, 3,4-Dichlorstyrol, o-, m- und p-Fluorstyrol,
2,6-Dichlorstyrol, 3-Fluor-4-chlorstyrol, 3-Chlor-4-
fluorstyrol, 2,4-5-Trichlorstyrol, Dichlormonofluorstyrol, 2-
Chlorpropen, 2,6-Difluorstyrol, 2-Chlorbuten, 2-Chlorpenten,
2-Chlorhexen, 2-Brombuten, 2-Bromhepten, 2-Fluorhexen, 2-
Fluorbuten, 2-Jodpropen, 2-Jodpenten, 4-Bromhepten, 4-
Chlorhepten, 4-Fluorhepten, cis- und trans-1,2-
Dichlorethylen, 1,2-Dibromethylen, 1,2-Difluorethylen, 1,2-
Dijodethylen, Chlorethylen (Vinylchlorid), 1,1-Dichlorethylen
(Vinylidenchlorid), Bromethylen, Fluorethylen, Jodethylen,
1,1-Dibromethylen, 1,1-Difluorethylen, 1,1-Dijodethylen,
1,1,2-Trifluorethylen und Chlorbutadien), Ester organischer
und anorganischer Säuren (z.B. Vinylacetat, Vinylpropionat,
Vinylbutyrat, Vinylisobutyrat, Vinylcaproat, Vinylenanthat,
Vinylbenzoat, Vinyltoluat, Vinyl-p-chlorbenzoat,
Vinyl-o-chlorbenzoat, Vinyl-p-methoxybenzoat, Vinyl-p-
ethoxybenzoat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat,
Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, Amylmethacrylat,
Hexylmethacrylat, Heptylmethacrylat, Octylmethacrylat,
Decylmethacrylat, Methylcrotonat, Ethyltiglat, Methylacrylat,
Ethylacrylat, Propylacrylat, Isopropylacrylat, Butylacrylat
Isobutylacrylat, Amylacrylat, Hexylacrylat, 2-
Ethylhexylacrylat, Heptylacrylat, Octylacrylat, Allylchlorid,
Allylcyanid, Allylbromid, Allylfluorid, Allyljodid,
Allylchloridcarbonat, Allylnitrat, Allylthiocyanat,
Allylacetat, Allylpropionat, Allylbutyrat, Allylvalerat,
Allylcaproat, Decyl-a-chloracrylat, Methal-α-cyanacrylat,
Ethyl-α-cyanacrylat, Amyl-α-cyanacrylat, Decyl-α-
cyanacrylat, Dimethylmaleat, Diethylmaleat, Diallylmaleat,
Dimethylfumarat, Diethylfumarat und Diethylglutaconat),
organische Nitrile (z.B. Acrylnitril, Methacrylnitril,
Ethacrylnitril, 3-Octenylnitril, Crotonylnitril und
Oleylnitril) ein.
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Die oben beschriebenen monomeren Verbindungen werden
polymerisiert, z.B. durch eine radikalische Polymerisation in
einem Lösungsmittel, das gegenüber der
Polymerisationsreaktion inert ist. Im Fall der radikalischen
Polymerisation werden die üblichen Radikal-Initiatoren
verwendet. Die Radikal-Initiatoren schließen
Azobisisobutyronitril, Benzoylperoxid, Cumolhydroperoxid,
Tetramethylthiuramdisulfid, 2,2'-Azobis(4-methoxy-2,4-
dimethylvaleronitril), Acetylcyclohexylsulfonylperoxid, 2,2'-
Azobis(2,4-dimethylvaleronitril), ein. Die Initiatoren werden
im allgemeinen in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.%, bezogen
auf die Gesamtheit der Monomeren verwendet. Die
Polymerisationstemperatur beträgt im allgemeinen 20 bis
200ºC, vorzugsweise 80 bis 150ºC.
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Das bei der Polymerisationsreaktion verwendete Lösungsmittel
ist inert gegenüber der Polymerisationsreaktion und schließt
Kohlenwasserstoffe, Ether, Ketone, Ester, Alkohole, Amide und
Sulfoxide ein. Das Lösungsmittel kann mit einer Gruppe
substituiert sein, die gegenüber der Polymerisationsreaktion
inert ist. Die substituierten Acylamid-Verbindungen (1) und
das Lösungsmittel für die Polymerisation sind in JP-A-
275259/1986 und 46207/1988 dargelegt.
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Zur Polymerisationsmischung können weitere Additive, z.B. ein
Polymerisationsregulator, bedarfsweise zugefügt werden.
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Es ist erwünscht, daß die Äquivalenz der substituierten
Acylamidgruppe in den erfindungsgemäß eingesetzten
Harzkomponenten 1 x 10&supmin;&sup5; oder mehr, vorzugsweise 1 x 10&supmin;&sup4; bis
50 x 10&supmin;&sup4;, beträgt. Die Äquivalenz der substituierten
Acylamidgruppe ist durch das Äquivalentgewicht der
substituierten Acylamidgruppe ausgedrückt, bezogen auf 1 g
aller Harzkomponenten. Beträgt das Äquivalentgewicht der
substituierten Acylamidgruppe weniger als 1 x 10&supmin;&sup5; , könnte
der Anstrich nicht genügend gut gehärtet werden. Es ist
ebenfalls erwünscht, daß die Äquivalenz der aktiven
Wasserstoff enthaltenden Gruppe (ausgedrückt wie bei der oben
beschriebenen Äquivalenz der substituierten Acylamidgruppe
durch das Äquivalentgewicht der aktiven Wasserstoff
enthaltenden Gruppe, die in allen Harzkomponenten von 1 g
vorliegt) 1 x 10&supmin;&sup5; oder mehr, vorzugsweise 5,0 x 10&supmin;&sup5; bis 50
x 10&supmin;&sup4;, beträgt. Beträgt das Äquivalentgewicht der aktiven
Wasserstoff enthaltenden Gruppe weniger als 1 x 10&supmin;&sup5;, könnte
der Anstrich beim Backvorgang nicht genügend gut gehärtet
werden. Die Anzahl der substituierten Acylamidgruppen in 1
Molekül des Polymers ist nicht eingeschränkt, beträgt aber
vorzugsweise mindestens 6, noch bevorzugter mindestens 8.
Mindestens 6 substituierte Acylamidgruppen erhöhen das
Härtungsvermögen bei niedriger Temperatur sowie die
physikalischen Eigenschaften der gehärteten Überzüge.
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Die Herstellung des oben beschriebenen Vinylpolymers, d.h.
die Eingrenzung der Äquivalenz-Verhältnisse der jeweiligen
funktionellen Gruppen, ist dem auf diesem Gebiet tätigen
Durchschnittsfachmann bekannt gewesen und kann durch Auswahl
der Polymerisationsbedingungen, der Modifikationsbedindungen
und weiterer Bedingungen bewerkstelligt werden. Das
zahlenmittlere Molekulargewicht des Vinylpolymers stellt
einen Molekulargewichtswert dar, der für Anstrichstoffe
gewöhnlich verwendet bzw. eingestellt wird, und es ist
erwünscht, daß das zahlenmittlere Molekulargewicht des Harzes
beispielsweise 1000 bis 100.000, vorzugsweise 1000 bis
50.000, beträgt. Falls das zahlenmittlere Molekulargewicht
unterhalb dieses Bereichs liegt, kann es vorkommen, daß der
gehärtete Film geringerwertig bezüglich der
Überzugseigenschaften ausfällt.
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Die Überzugszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
kann als klarer Anstrich, so wie sie ist, verwendet werden.
Zusätzlich können Mittel zur Verhinderung des Herab- und
Auseinanderlaufens, Mittel zur Steuerung der
Oberflächenspannung, Antioxidantien, Fotostabilisierer, UV-
Absorber und Mittel zur Verhinderung einer vorzeitigen
Härtung gemäß zur Herstellung von Anstrichstoffen üblichem
Stand der Technik zugegeben werden.
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Die auf einem Lösungsmittel basierende
Überzugszusammensetzung der vorliegenden Erfindung wird
gebildet, indem man die oben genannten Komponenten in einem
von Wasser verschiedenen organischen Lösungsmittel
dispergiert. Beispiele der organischen Lösungsmittel sind
Kohlenwasserstoffe, Ketone, Ether, Ester, Alkohole, Amide
(z.B. Dimethylformamid), Sulfoxide (z.B. Dimethylsulfoxid)
und Nitrile (z.B. Acetonitril). Das organische Lösungsmittel
weist einen Löslichkeits-Parameter von 8,0 bis 20,0,
bevorzugter von 8,2 bis 18,0, auf. Löslichkeits-Parameter von
weniger als 8,0 geben Anlaß zur Ausfällung fester
Bestandteile. Das organische Lösungsmittel kann in der
Überzugszusammensetzung in einer Menge von 1 bis 1000
Gew.Teilen vorhanden sein, bezogen auf die Menge der
Feststoffbestandteile.
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Die Überzugszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
kann für verschiedene Verwendungsarten herangezogen werden,
beispielsweise für einen Endüberzug, einen Zwischenüberzug,
einen Unterüberzug und dgl., und sie kann für verschiedene
Arten von Anstrichstoffen herangezogen werden, z.B. Anstriche
für Automobile, Anstriche für elektrische Haushaltsgeräte und
für industrielle Anstriche.
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Bei der Härtungsreaktion der substituierten Acylamid-
Verbindung wird die substituierte Acylamidgruppe von der
aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindung, z.B. von einer
eine Hydroxylgruppe enthaltenden Verbindung, angegriffen und
mit der aktiven Wasserstoff enthaltenden Verbindung durch
eine nukleophile Substituitionsreaktion gehärtet, wie dies in
der folgenden Reaktionsgleichung gezeigt ist:
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(worin R' und R" Alkylgruppen und X die in der Formel (1)
genannten Gruppen darstellen)
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Wie oben beschrieben, weist die Überzugszusammensetzung gemäß
der vorliegenden Erfindung die substituierte Acylamidgruppe
auf, die mit dem aktiven Wasserstoffatom durch Erhitzen zur
Bildung eines gehärteten Films zur Reaktion gebracht wird.
Die substituierte Acylamidgruppe ist bei Umgebungstemperatur
stabil, so daß die dieselbe enthaltende
Überzugszusammensetzung als 1-Packungs-
Überzugszusammensetzung verwendet werden kann. Die
Überzugszusammensetzung der vorliegenden Erfindung erweist
sich insofern als vorteilhaft, als der Härtungsgrad innerhalb
eines bestimmten Temperaturbereichs konstant ist, z.B. in
einem Bereich von 80 bis 140ºC, und somit die
Härtungsbedingungen leicht auszuwählen sind.
Beispiele
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Die vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden
Beispiele weiter erläutert, die jedoch die vorliegende
Erfindung nicht auf deren Details einschränken sollen.
Herstellung von Vinylpolymer A
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Zu 400 g Butylacetat wurden 316 g Methylmethacrylat, 116 g n-
Butylacrylat und 82,5 g N-(t-Butoxycarbonyl)methacrylamid
gegeben, um bei 120ºC aufgelöst zu werden, wozu eine Mischung
aus 10 g Azobisisobutyronitril und 100 g Butylacetat unter
Rühren in einer Stickstoff-Atmosphäre getropft wurde. Die
Mischung wurde dann 2 h lang gealtert, um ein Polymer A mit
einem Gehalt an nicht-flüchtigen Bestandteilen von 46,9 Gew.%
und einem zahlenmittleren Mo1ekulargewicht von 10.000 zu
erhalten.
Synthese von B bis G
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Es wurde ein Polymer aus den Monomeren und in den
Lösungsmitteln, welche in Tabelle 1 angegeben sind, in
derselben Weise wie das Vinylpolymer A synthetisiert. Das
zahlenmittlere Molekulargewicht und der Gehalt an nicht-
flüchtigen Bestandteilen sind in Tabelle 1 angegeben.
Tabelle 1
Vinylpolymer
Monomer
Lösungsmittel
Gehalt an nicht flüchtigen Bestandteilen (%)
Zahlenmittleres Molekulargewicht
Styrol
Methylmethacrylat
n-Butylacrylat
Ethylacrylat
2-Ethylhexylacrylat
Methacrylsäure
2-Hydroxyethylmethacrylat
Butylacetat
t-Butanol
1) N-(t-Butoxycarbonyl)methacrylamid
2) N-(ε-Caprolctamcarbonyl)methacrylamid
3) N-(2,6-Di-t-butyl-p-methylphenoxycarbonyl)methacrylamid
Beispiele 1 bis 5
(Synthese von Pigment-Pasten)
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Das Vinylpolymer (c) und das Pigment (d) wurden vorab mit
Xylol oder ohne jegliches Lösungsmittel vermischt und dann
mit Glasperlen bei Raumtemperatur 40 Minuten lang in einem
Anstrich-Konditioniergerät zur Bildung einer Pigment-Paste
verrieben.
(Herstellung von Überzugszusammensetzungen)
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1 Vinylpolymer, ein weiteres Vinylpolymer und die
Pigment-Paste wurden unter Rühren bei Raumtemperatur vermischt, um
eine Überzugszusammensetzung zu erhalten.
(Backverfahren)
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Die jeweiligen Überzugszusammensetzungen gemäß Beispielen 1
bis 5 wurden mit dem bei der Polymerisation verwendeten
Lösungsmittel verdünnt, um die Viskosität auf 30 Sekunden
einzustellen, gemessen mit dem Ford-Becher Nr. 4. Die
entstandenen Überzugszusammensetzungen wurden auf eine
Stahl-Platte gemäß einem herkömmlichen Verfahren gesprüht und 5
Minuten lang gehärtet, worauf 30 Minuten lang bei 120ºC
gebacken wurde, um einen dreidimensional gehärteten Film zu
erhalten.
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Die Bleistift-Härte, Lösemittel- und Wasserbeständigkeit der
jeweiligen Zusammensetzungen sind in Tabelle 2 angegeben.
Tabelle 2
Beispiele Nr.
Vinylpolymer (Gewicht)
weiteres Vinylpolymer (Gewicht)
PIGMENTPASTE
Pigment (Gewicht)
Bleistift-Härte
Lösungsmittelbeständigkeit
Taipake
* Weißes Titanoxid-Pigment, erhältlich von Ishihara Sangyo
Co., Ltd.
Beispiel 5
(Herstellung einer Überzugszusammensetzung)
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Es wurde eine Überzugszusammensetzung hergestellt, indem man
das oben erhaltene Polymer und 40,2 g Trimethylolpropan
vermischte.
(Backverfahren)
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Die erhaltene Überzugszusammensetzung wurde auf ein
Stahl-Paneel mit einem Stabbeschichter aufgebracht und 5 Minuten
lang stehengelassen. Sie wurde dann bei 120ºC 30 Minuten lang
gebacken, um einen gehärteten Film zu erhalten.
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Der erhaltene Film wies einen Bleistift-Härte von 2H und eine
ausgezeichnete Lösungsmittelbeständigkeit auf.