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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken
flacher Beutel, Säcke und ähnlicher Gegenstände, welche, in
einer Richtung senkrecht zu ihrer Ebene gesehen, nacheinander
angeordnet werden, indem sie derart in einen Sammelraum
gebracht werden, daß sie nacheinander in einer Schlange
ankommen, woraufhin, wenn sie sich in einer aufrechten Position
befinden, in der Richtung ihrer Ebene in einen Packraum
befördert werden, indem sie an ihren Seiten geschoben werden,
wobei die Gegenstände in den Sammelraum gebracht werden, indem
sie an ihren Seiten von einer Fördereinrichtung in Sätzen
vorbestimmer Größe in den Sammelraum geschoben werden, wo sie
aufeinanderfolgend in einer aufrechten Position gehalten
werden, wobei die Gegenstände entlang eines horizontalen Weges
in den Sammelraum auf dem gleichen Niveau wie und angrenzend an
die Fördereinrichtung bewegt werden, von wo sie in einer
Einzeleinsetzbewegung direkt in den Packraum bewegt werden.
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Das oben angegebene Verfahren und das Gerät werden beim
Verpacken verschiedener Beutel, wie Bonbonbeutel, in Kartons
derart verwendet, daß sie, in einer Richtung senkrecht zu ihrer
Ebene gesehen, nacheinander angeordnet sind, beispielsweise
aufeinander, woraufhin der Karton so gedreht werden kann, daß
die Beutel in eine aufrechte Position kommen. Der
Verpackungsprozess wird üblicherweise durchgeführt, indem die Beutel in
geeigneten, horizontalen Gruppen einer Verpackungsmaschine
zugeführt werden, von wo jede Gruppe der Reihe nach nach unten
in den Karton fallengelassen wird. Nachdem der Karton gefüllt
worden ist, wird er verschlossen. Ein Nachteil bei diesem
Verfahren besteht darin, daß die Beutel nicht richtig geordnet
kommen und des weiteren der Verpackungsprozess kaum
steuerbar ist. Bei Verwendung sogenannter
Wiederverkaufspackungen ist es wichtig, die Beutel richtig zu ordnen.
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Die US-A 4,250,688 zeigt ein Verpackungsverfahren, bei
dem die Gegenstände zuerst mit einer ersten Schubvorrichtung in
einen Sammelraum geschoben werden, woraufhin der Boden des
Raums derart angehoben wird, daß sich der Sammelraum bis zur
Höhe des Kartons erhebt, worauhin eine zweite Schubvorrichtung
die Gegenstände in den Karton schiebt. Die US-A-4,250,688 hat
den Nachteil, daß die erste Schubvorrichtung sich immer entlang
eines geraden Weges quer zur Fördereinrichtung bewegt. Das
bedeutet, daß die die Gegenstände zuführende Fördereinrichtung
immer angehalten werden muß, nachdem die erste Schubvorrichtung
die vorherigen Gegenstandssätze in den Sammelraum geschoben hat
und sich quer über die Fördereinrichtung zurückzieht, um eine
neue Schiebebewegung zu beginnen. Die Bewegungen der
Fördereinrichtung und der ersten Schubvorrichtung sind im
Bereich der Verpackungstechnologie nicht eingehender betrachtet
worden, weil die Fördereinrichtung in jedem Fall immer
angehalten werden muß, bevor die Schubvorrichtung die
Gegenstände in den Sammelraum schieben kann. Das Halten der
Fördereinrichtung in ihrer Ruheposition während der
Zurückbewegung der Schiebevorrichtung ist nicht als Nachteil
betrachtet worden, weil es keine zusätzlichen Start- oder Stop-
Operationen beinhaltet, die eine zusätzliche Automation oder
Instrumentation benötigen würde.
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Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Verbesserung
in Bezug auf die oben beschriebenen Nachteile zu bewirken. Zur
Verwirklichung dieses Zwecks ist das erfindungsgemäße Verfahren
hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß ein Schiebelement,
nachdem es die Gegenstände von der Fördereinrichtung in den
Sammelraum bewegt hat, angehoben wird und dann zur anderen
Seite der Fördereinrichtung zurückbewegt und in seine
Ausgangsposition abgesenkt wird für eine nächste Schiebebewegung. Es
hat sich herausgestellt, daß, wenn der Weg des Schiebeelements
auf diese Weise verglichen mit einem bekannten geändert wird,
die Kapazität angehoben werden kann, sogar auf mehr als das
Doppelte.
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Geinäß einer vorteilhaften Ausführungsform werden die
Gegenstände in einer zu ihrer Ebene senkrechten Richtung
zusammengedrückt, bevor sie in den Packraum bewegt werden. In
diesem Falle können die Gegenstände einfacher gehandhabt
werden, da sie voneinander gelöst sind, bevor sie in den
Karton bewegt werden und das eigentlich feste Verpacken bei der
letzten Stufe durchgeführt wird, bevor sie in den Karton
eingegeben werden.
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Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, ein Gerät
zu schaffen, mittels welchem der Verpackungsvorgang in einer
praktischen und raumsparenden Weise durchgeführt werden kann.
Zur Verwirklichung der Erfindung ist das erste Schiebelement
des Geräts für eine Bewegung entlang eines Weges vorgesehen,
welcher sich nach der Schiebebewegung nach oben bewegt, wobei
es sich anschließend auf die andere Seite der Fördereinrichtung
bewegt und sich für eine nächste Schiebebewegung in seine
Ausgangsposition absenkt.
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Des weiteren umfaßt das Gerät gemäß einer vorteilhaften
Ausführungsform ein Verdichtungselement, das vorgesehen ist
für eine Hin- und Herbewegung in der Laufrichtung der
Fördereinrichtung zum gegenseitigen Aneinanderdrücken der Gegenstände
in einer zu ihrer Ebene senkrechten Richtung. Mit Hilfe des
Verdichtungselements können die Gegenstände enger
aneinandergepackt werden, bevor sie in den Karton bewegt werden. Gemäß
einer vorteilhaften Ausführungsform können die Schiebeelemente
zum Bewegen der Gegenstände von der Fördereinrichtung in den
Sammelraum und vom Sammelraum in den Packraum auf einem
gemeinsamen Wagen bewegbar befestigt werden, welcher für eine
vertikale Hin- und Herbewegung vorgesehen ist. Auf diese Weise
können die Überführungsbewegungen der Schiebeelemente und ihre
durch einen oberen Teil in ihre Ausgangspositionen
stattfindenden Zurückbewegungen in einer konstruktiv einfachen und
raumsparenden Weise angeordnet werden.
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Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher beschrieben werden, worin
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Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Verpackungsgerät
schmetisch und von oben gesehen darstellt,
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Figuren 2a-d das erfindungsgemäße Gerät in der Ebene der Linie
II-II und bei verschiedenen Stufen des Bewegungsvorganges der
Gegenstände zeigen,
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Fig. 3 das erfindungsgemäße Gerät in einer schematischen
Seitenansicht am Ort der Fördereinrichtung in der Ebene der
Linie III-III von Fig. 1 gesehen darstellt, und
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Fig. 4 eine alternative Ausführungsform des Geräts zeigt.
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Die Figur 1 stellt das Verpackungsgerät von oben gesehen
dar. Das Gerät umfaßt eine Fördereinrichtung 1, welcher zu
verpackende flache Beutel, Säcke oder ähnliche Gegenstände 10
derart zugeführt werden, daß jeder von ihnen in sein
entsprechendes Abteil gelangen wird, welches von Trennwänden 1a
begrenzt ist, die sich senkrecht zur Laufrichtung der
Fördereinrichtung 1 erstrecken. Die Fördereinrichtung bewegt sich
horizontal in Richtung des Pfeils A, während die Gegenstände 10
darin in einer aufrechten Position von den Trennwänden 1a
gehalten werden. Angrenzend an die Fördereinrichtung, in Fig. 1
an ihrer rechten Seite, ist eine ebene Basis 2 vorhanden,
welche annähernd auf dem gleichen Niveau wie die
Fördereinrichtung angeordnet und in Laufrichtung der Fördereinrichtung
mittels einer aufrechten Wand 7 und an ihrer Seite, von wo sich
die Fördereinrichtung annähert durch ein Verdichtungselement 5
und eine Führungsplatte 6, begrenzt ist, welche später
beschrieben werden und ebenfalls in einer aufrechten Position
angeordnet sind. Der Raum 2, der in einer Richtung senkrecht
zur Laufrichtung A der Fördereinrichtung 1 an beiden Enden
offen ausgebildet ist, wird Sammelraum genannt, wobei dessen
Zweck später beschrieben werden wird.
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An der von der Fördereinrichtung 1 gesehen entgegengesetzten
Seite des Sammelraums ist der Sammelraum begrenzt durch eine
Führungsanordnung 8 für Kartons, die zur Positionierung
der Kartons 3, beispielsweise aus Pappbögen hergestellte
Kartons, in Reihen angrenzend an den Sammelraum 2 in einer
derartigen Weise, daß eine Seite des Kartons offen und zum
Sammelraum 2 gerichtet sein wird, dient. Die Kartons werden später
als "Packraum" bezeichnet. Die Anordnung 8 kann jeder Typ sein,
der in Verpackungsmaschinen 8 verwendet wird, und da sie nicht
Teil der Erfindung ist, wird sie nicht ausführlicher
beschrieben.
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Die Fig. 1 zeigt ebenfalls ein erstes Schiebeelement 4a,
welches zum Schieben der Gegenstände 10 aus der
Fördereinrichtung 1 in die Richtung der Ebenen seitwärts des Sammelraums 2
dient, als auch ein zweites Schiebeelement 4b, welches zum
Schieben der Gegenstände 10 vom Sammelraum 2 in den
Packraum dient, d.h. in einen Karton 3 durch die offene Seite
des Kartons.
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In Fig. 1 ist mit unterbrochenen Linien ein
Verdichtungsraum 2a gezeigt, der in dem Sammelraum 2 mit enthalten ist. Der
Verdichtungsraum ist innerhalb des Aktionsbereichs eines
Verdichtungselements 5 angeordnet, das eine horizontale
Hin-
-und Herbewegung parallel zur Laufrichtung A der
Fördereinrichtung 1 durchführt. Das Verdichtungselement 5 hat eine aufrechte
Verdichtungsoberfläche, welche den Verdichtungsraum 2a in
derjenigen Richtung begrenzt, aus der sich die Fördereinrichtung 1
annähert, und hat den Zweck, die Gegenstände 10 im
Verdichtungsraum 2a aneinanderzudrücken.
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Das erste Schiebelement 4a ist für eine horizontale Bewegung
über die Fördereinrichtung 1 in Richtung auf den
Verdichtungsraum 2a vorgesehen, wobei es die Gegenstände 10 von
der Fördereinrichtung 1 in Richtung ihrer Ebenen in den
Verdichtungsraum überführt, dessen Boden im wesentlichen auf dem
gleichen Niveau wie der Boden der Fördereinrichtung 1
angeordnet ist. An diesem Ort werden die Gegenstände 10 in
einer Richtung senkrecht zu ihren Ebenen enger aneinander
gepreßt, woraufhin sie mittels des zweiten Schiebeelements 4b
direkt in einer Einzeleinsetzbewegung in den Verpackungsraum 3
überführt werden, entweder sofort, oder nachdem sie,
verbleibend auf dem gleichen Niveau, mittels des zweiten
Schiebeelements von dem Verdichtungsraum weg in Richtung des
Packraums verschoben werden, um die Möglichkeit zu haben, mehr
Gegenstandssätze so zu gruppieren, daß sie aneinander
angrenzend im Sammelraum liegen.
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In den Figuren 2a-2d sind die Schieboberflächen des ersten
Schiebeelements 4a und des zweiten Schiebeelements 4b im
wesentlichen auf der gleichen Höhe angeordnet. Der Bewegungsweg
des zweiten Schiebeelements 4b verläuft im wesentlichen
horizontal und bildet auf eine gewisse Art eine Verlängerung
für den Bewegungsweg des ersten Schiebeelements 4a, um die im
Verdichtungsraum 2a zusammengedrückten Gegenstände in Richtung
des Packraums 3 zu überführen und um die Gegenstände in einer
Einzeleinsetzbewegung aus dem Sammelraum 2 in den Packraum 3 zu
überführen. Die Arbeitshublänge des zweiten Schiebeelements 4b
kann auf diese Art gemäß den Anforderungen variiert werden, und
diese Operation wird später im einzelnen beschrieben.
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Im folgenden wird die Operation des Geräts unter
Bezugnahme auf die Figuren 2a-d genau beschrieben. Das erste
Schiebeelement 4a wird von einem Wagen 9 hängend gehalten, der
oberhalb des Förderbands und des Sammelraums angeordnet ist, um
sich in einer aufrechten Position zu befinden, und es ist für
eine Bewegung entlang eines horizontalen Wegs in an dem Wagen
befestigten Führungen angebracht. Auch das zweite
Schiebeelement 4b ist derart an den Wagen angehängt, daß es eine
aufrechte, sich nach unten erstreckende Platte auf der Höhe der
zu verpackenden Gegenstände bildet. Das zweite Schiebeelement
4b ist auch für eine Bewegung entlang eines horizontalen Wegs
an im Wagen vorhandenen Führungen befestigt.
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In Figur 2a ist das erste Schiebeelement 4a an der linken
Seite der Fördereinrichtung 1 angeordnet, d.h., an ihrer vom
Sammelraum 2 aus gesehenen weiter entfernten Seite. Das zweite
Schiebeelement 4b ist auf der anderen Seite des
Verdichtungsraums 2a weiter entfernt von der Fördereinrichtung
angeordnet. Ein Satz aufrecht positionierter Gegenstände 10 ist
auf der Fördereinrichtung 1 in den Aktionsbereich des ersten
Schiebelements 4a angekommen, und das Schiebeelement schiebt
sie an ihren Seiten in Richtung ihrer Ebenen, d.h., in einer
Richtung senkrecht zur Laufrichtung A der Fördereinrichtung, in
einer horizontalen Schiebebewegung B zum Verdichtungsraum 2a,
wo sich das Verdichtungselement 5 in seiner zurückgezogenen
Position befindet, was in Fig. 1 mit unterbrochenen Linien
gezeigt ist. Das Schiebeelement 4a ist so dimensioniert, daß
die Gegenstände 10 mit einer Länge in den Verdichtungsraum 2a
ausgestoßen werden, die der Entfernung zwischen der Wand 7 und
dem zurückgezogenen Verdichtungselement 5 entspricht; dieses
Prinzip ist am besten in Fig. 1 dargestellt. Nach der
Ausstoßbewegung B verbleibt das erste Schiebeelement 4a auf der
anderen Seite der Fördereinrichtung 1 und die Seite des zweiten
Schiebeelements 4b, die zum Verdichtungsraum 2a gerichtet ist,
stellt sicher, daß die Gegenstände 10 in der aufrechten
Position innerhalb des Raumes 2a verbleiben und während der
Ausstoßbewegung B nicht weiterbewegt werden.
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Nach der Bewegung B ist die in Fig. 2b gezeigte Position
erreicht. Die Gegenstände 10, die einer nach dem anderen im
Verdichtungsraum 2a angeordnet sind, d.h., ein Satz Gegenstände
mit einer vorbestimmten Größe, werden auf der zur
Fördereinrichtung 1 weisenden Seite von dem ersten
Schiebeelement 4a begrenzt, das sich in seiner Endposition
befindet, und an der gegenüberliegenden Seite werden sie von
dem zweiten Schiebeelement 4b und einer aufrechten Wand 6a
begrenzt, die dem Schiebeelement 4b folgt, indem sie sich in
der gleichen Richtung direkt nach dem Verdichtungselement 5
fortsetzt. Die Wand besteht aus einem aufrechten Wandteil, das
neben dem Verdichtungselement 5 in der Führungsplatte 6 liegt
und parallel zur Bewegungsrichtung des Verdichtungselements 5
gebogen ist. Der Satz Gegenstände ist in einer Richtung
senkrecht zu den Ebenen der Gegenstände 10 von der Wand 7, die
in Laufrichtung der Fördereinrichtung 1 angeordnet ist, und in
der entgegengesetzten Richtung durch die Verdichtungsoberfläche
des zurückgezogenen Verdichtungselements 5 begrenzt.
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Sobald sich der Satz Gegenstände im Verdichtungsraum 2a in der
in Fig. 2b dargestellten Position befindet, wird das
Verschiebeelement 5 in die in Fig. 1 gezeigte Position bewegt,
wodurch ein Zusammendrücken der Gegenstände 10 aneinander
bewirkt wird. Die Schublänge des Verschiebeelements 5 ist so,
daß seine Druckoberfläche mit der Führungsplatte 6 fluchtet.
Danach werden die Schiebeelemente 4a und 4b durch Anheben des
Wagens 9 nach oben bewegt, woraufhin sie sich nach links auf
dem Wagen 9 bewegen, wobei das erste Schiebeelement 4a wieder
auf der linken Seite der linken Kante der Fördereinrichtung 1
ankommt und das Schiebeelement 4b auf der rechten Seite der
rechten Kante der Fördereinrichtung 1 zwischen der
Fördereinrichtung 1 und dem Satz Gegenstände ankommt, der in dem
Verdichtungsraum 2a angeordnet ist, nachdem der Wagen 9 wieder
auf seine ursprüngliche Höhe herabgelassen wurde. Diese
Bewegungsstufe ist in Fig. 2a und die Endposition in Fig. 2d
dargestellt. Ausgehend von dieser Position wird die aus den
Schiebeelementen 4a und 4d bestehende Kombination wieder in die
in Figur 2a gezeigte Position derart zurückgeführt, daß sich
das Schiebeelement 4b horizontal in der Richtung des Pfeiles C
zur anderen Seite des Verdichtungsraums 2a bewegt, wobei es
gleichzeitig den in dem Verdichtungsraum 2a befindlichen Satz
der Gegenstände in Richtung des Verpackungsraums 3 bewegt und
dadurch bewirkt, daß der Satz Gegenstände zwischen die
Führungsplatte 6 und die Wand 7 gelangt. Die Breite des
Schiebeelements 4b, d.h. seine Erstreckung in Längsrichtung der
Fördereinrichtung 1 ist so, daß sie die Gegenstände 10 in einer
einheitlichen Reihe zum Raum zwischen der Wand 7 und der
Führungsplatte 6 schieben wird. Die nächste Stufe besteht
wieder darin, einen Satz Gegenstände von der
Fördereinrichtung 1 mittels des ersten Schiebeelements 4a in den leeren
Verdichtungsraum 2a zu bewegen, wo das Verdichtungselement 5
unmittelbar nach der Überführungsbewegung C des zweiten
Schiebeelements 4b in seine zurückgezogene Position
zurückgekehrt ist.
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Mit Hilfe des oben beschriebenen Verfahrens ist es
möglich, zwei oder mehr Sätze Gegenstände im Sammelraum 2
zu sammeln, natürlich abhängig davon, wie viele aneinander
angrenzende Sätze der Packraum 3 aufnehmen kann. Die Länge des
Sammelraums 2 in Bewegungsrichtung der Schiebeelemente soll
natürlich entsprechend dazu gewählt sein. Wenn eine gewünschte
Anzahl Sätze Gegenstände angrenzend aneinander positioniert
worden ist, findet ihr Einschieben in den Packraum 3 unter dem
Einfluß des zweiten Schiebeelements 4b statt, welches, wenn es
sich in der in Fig. 2d gezeigten Position zwischen der
Fördereinrichtung 1 und dem Verdichtungsraum 2a befindet, alle Sätze
Gegenstände in den Sammelraum 2 mit einer langen
Einschubbewegung in den Packraum 3 schiebt. Die offene Seite des
Packraums 3 kann daraufhin verschlossen und der nächste
Packraum kann mittels der Anordnung 8 überführt werden, um
neben dem Sammelraum 2 zu liegen.
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Eine weitere Alternative zur Anordnung von zwei oder
mehreren Sätzen Gegenstände angrenzend aneinander im
Packraum 3 besteht darin, sie in separate Sätze so
einzuschieben, daß ein Satz im Verdichtungsraum 2a sofort von der in
Fig. 2d gezeigten Position in einer einzelnen langen Bewegung
des Schiebeelements 4b in den Packraum 3 eingeführt wird,
woraufhin der Arbeitszyklus der Figuren 2a-2d erneut
stattfindet und ein neuer Satz Gegenstände 10 wieder im
Verdichtungsraum 2a vorhanden und dazu bereit ist, in den gleichen
Packraum 3 eingeführt zu werden, um angrenzend an den
vorangegangenen Satz zu liegen. Nachdem der Packraum 3 so gefüllt
worden ist, kann ein neuer Packraum an Stelle des
vorausgegangenen eingewechselt werden.
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Die Anzahl der im Sammelraum 2 zu sammelnden Gegenstände
10 soll natürlich gemäß der Kapazität des Packraums 3
festgelegt werden, um sie, wenn sie an ihren Seiten eingeführt
werden, in einer aufrechten Position nacheinander zu empfangen.
Die Packräume 3 können unterschiedliche Größen haben und dies
kann kompensiert werden durch Einstellen der Breite des
Sammelraums 2 durch Änderung des Orts der Führungsplatte 6 und
entsprechender Anderung der Länge der Verdichtungsbewegung des
Verdichtungselements 5. Diese Einstellmöglichkeit ist
schematisch in Fig. 1 durch den Pfeil D dargestellt.
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Die Anzahl der von der Fördereinrichtung zu übertragenden
Gegenstände 10 kann ebenfalls eingestellt werden durch Ersetzen
des ersten Schiebeelements 4a mit Schiebeelementen
unterschiedlicher Breiten. In diesem Fall muß natürlich die
Lage der zurückgezogenen Position des Verdichtungselements 5
entsprechend geändert werden. Diese Einstellmöglichkeit ist in
Fig. 1 durch den Pfeil E dargestellt. Die Anzahl der von der
Fördereinrichtung zu übertragenden Gegenstände 10 muß natürlich
die richtige Proportion zur Kapazität des Packraums 3
aufweisen, um sie in einen Zustand aufzunehmen, bei dem sie
einer nach dem anderen liegend zusammengepreßt sind.
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Fig. 4 zeigt eine weitere Alternative zur Übertragung der
Gegenstände 10 von dem Verdichtungsraum 2a direkt in einer
Einzeleinsetzbewegung in den Packraum. In diesem Fall wird ein
Satz Gegenstände von der Fördereinrichtung 1 in den
Verdichtungsraum 2a in der oben beschriebenen Art übertragen,
und der Boden des Verdichtungsraums 2a ist im wesentlichen auf
dem gleichen Niveau wie der Boden der Fördereinrichtung 1
angeordnet. Der Boden des Verdichtungsraums 2a wird von dem
zweiten Schiebeelement 4b gebildet, welches die von dem
Verdichtungselement 5 zusammengedrückten Gegenstände anhebt und
einführt, wobei die Bewegung entlang eines gekrümmten Weges in
einer Einzeleinsetzbewegung in den Packraum 3 stattfindet. Zur
Durchführung dieser Operation ist das Schiebeelement 4b am Ende
eines Arms 14 fixiert, welcher um einen Halterungspunkt 15 für
eine Schwenkbewegung in einer vertikalen Ebene befestigt ist.
Der Bereich der Schwenkbewegung beträgt ca. 90º und durch die
Wirkung dieser Bewegung können die Gegenstände 10 simultan um
90º in der Richtung ihrer Ebenen so gedreht werden, daß ihre
Bodenseiten zur offenen Seite des Packraums gelangen. Nachdem
das Schiebeelement 4b die Gegenstände 10 in den Packraum
eingeführt hat, kehrt es zurück, um bereit zu sein, einen neuen
Satz Gegenstände aufzunehmen, welcher auf ihre Oberseite
geschoben werden wird. Die Fig. 4 zeigt des weiteren eine
gekrümmte Unterstützungsplatte 16, welche dazu vorgesehen sein
kann, die Gegenstande auf der Seite des Bewegungswegs zu
unterstützen, die zum Halterungspunkt 15 weist.
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Es ist klar, daß die von den verschiedenen Elementen
durchgeführten Bewegungen zueinander derart synchronisiert
werden können, daß der Verpackungsvorgang ohne Unterbrechungen
oder zumindest ohne Störungen weitergehen kann. Die
Zuführungsrate für die an den Sammelraum 2 angrenzenden Kartons
3 kann gemäß der Zuführungsrate der Gegenstände 10 zeitlich
abgestimmt sein, d.h., gemäß der Übertragungsrate der
Gegenstände 10 durch die Fördereinrichtung 1, von wo das
Schiebeelement 4a sie ergreift. Des weiteren kann der in den
Figuren 2a-d gezeigte Arbeitszyklus mit der Fördereinrichtung 1
derart synchronisiert werden, daß das erste Schiebeelement 4a
für eine neue Schiebebewegung in seine Ausgangsposition
spätestens in einer Phase zurückkehrt, in der ein neuer Satz
Gegenstände 10 in seiner Gesamtheit angrenzend an das
Schiebeelement befördert wurde.
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Die Fig. 3 zeigt ein Gerät in einem Längsschnitt am Ort
der Fördereinrichtung 1. Die Gegenstände 10 sind von einem
vorausgehenden Förderband 11, auf dem sie parallel zu der Ebene
des Förderbands liegen, der Fördereinrichtung 1 zugeführt
worden. Am Ende des Förderbands fallen sie von einer
Gleitplatte 13, die auf die Fördereinrichtung 1 gerichtet ist, so
daß sie die Fördereinrichtung 1 mit dem Boden nach oben
gerichtet gleitend erreichen und in eine aufrechte Position gelangen,
wobei jeder Gegenstand sein eigenes Abteil hat, das begrenzt
ist durch aufrechte Trennwände 1a. In der Praxis ist diese
Betriebsart dadurch realisiert worden, daß die Bewegung der
Fördereinrichtung 1 mit Schrittbewegungen vorbestimmter Länge
stattfindet. Ein Sensor 12, wie eine Photozelle, ist am Ende
der Fördereinrichtung 11 vorgesehen. Der Sensor gibt aufgrund
der Erfassung eines in ein Abteil fallenden Gegenstands 10
einen Befehl an die Fördereinrichtung 1, ein Abteil
vorzurücken. Ein neues leeres Abteil wird auf diese Weise zu
einem Ort bewegt, an dem der nächste Gegenstand 10 fallen kann.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, daß keine Freiräume
in der Fördereinrichtung 1 verbleiben, weil im Fall von
Unterbrechungen in der Funktion der Fördereinrichtung 11 die
Fördereinrichtung 1 sich nicht bewegen wird.
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Des weiteren können in Abhängigkeit von ihrer Dicke
mehrere nacheinander angeordnete Gegenstände in jedem Abteil
der Fördereinrichtung 1 gesammelt werden. In diesem Fall sind
die Gleitplatte 13 und ein darunter befindliches Abteil so
angeordnet, daß der nächste Gegenstand immer auf den
vorangegangenen fallen wird. Die Photozelle oder ein ähnlicher Sensor
an der Gleitplatte 13 ist mit einem Zähler verbunden, welcher
einen Befehl an die Fördereinrichtung 1 gibt, um ein Abteil
vorzurücken, nachdem die Anzahl entsprechend der Kapazität des
Abteils erreicht worden ist.
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Das erste Schiebeelement 4a kann natürlich so an den oben
genannten Bewegungstakt der Fördereinrichtung 1 angepaßt sein,
daß nach einer vorbestimmten Anzahl von Schritten, die als
solche oder einer gewissen multiplizierten Anzahl der Anzahl
der der Fördereinrichtung 1 zugeführten Gegenstände 10
entspricht, der in den Figuren 2a-d gezeigte Arbeitszyklus
begonnen wird. Die Dauer des Arbeitszyklus und die
Zuführungsrate der Fördereinrichtung 11 können in Bezug
zueinander derart eingestellt werden, daß dem Schiebeelement 4a
genügend Zeit verbleibt, seine Ausgangsposition zu erreichen,
bevor ein neuer Satz Gegenstände, den es übertragen wird,
angekommen ist. Die Fig. 1 zeigt ebenfalls eine kammähnliche
Konstruktion des Schiebeelements 4a. Das Schiebeelement 4a ist
ein aufrechtes, plattenähnliches Element, das parallel zur
Fördereinrichtung angeordnet ist und sich nach unten
erstreckende Vorsprünge oder "Zinken" aufweist, deren Breite
dem Abstand der einzelnen Wände 1a voneinander, die die Abteile
der Fördereinrichtung 1 begrenzen, entspricht, so daß die
Vorsprünge die Gegenstände 10 an ihren Seiten in den Sammelraum
durch eine Bewegung zwischen den Wänden 1a schieben können.
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Die Automation des Geräts kann natürlich unter Verwendung
bekannter Lösungen der Automationstechnik durch verschiedene
Sensoren und Schalter erfolgen. Als eine Energiequelle für die
bewegten Teile kann beispielsweise Elektrizität,
Hydraulikflüssigkeit oder Druckluft verwendet werden. In den
zwei letztgenannten Fällen können unterschiedliche
Schiebebewegungen (die Bewegungen der Schiebeelemente 4a und 4b
und des Verdichtungselements 5) und Hubbewegungen (die Bewegung
des Wagens 9 nach oben und nach unten) mittels Zylinder-Kolben-
Betätigungsmittel erfolgen, und die Hublänge davon kann mittels
allgemein bekannter Steuerungsmittel auf einen vorbestimmten
Wert eingestellt werden. Die Aktuatoren können gemäß einem
vorprogrammierten Packprogramm bewegt werden. Falls das Gerät
zum Verpacken von Beuteln, Säcken oder ähnlichen Gegenständen,
welche Lebensmittelprodukte enthalten, zu verwenden ist, ist es
ratsam, eine pneumatische Kraftübertragung zu haben, um die
Bewegungen des Verdichtungselements 5, der Schiebeelemente 4a
und 4b und des Wagens 9 zu bewirken, um sicherzustellen, daß
das Verpackungsverfahren für Lebensmittelprodukte ausreichend
hygienisch ist.