DE68914865T2 - Erneuerungsmethode für Kammerringofen. - Google Patents

Erneuerungsmethode für Kammerringofen.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Wiederherrichten von Sektionsringöfen der mehrere in Reihe verbundene Sektionen umfassenden Art, wobei jede Sektion eine Anzahl von parallelen Wänden umfaßt, welche sich zwischen den miteinander verbundenen Sektionswänden erstrecken, wodurch eine Anzahl von Gruben dazwischen gebildet wird.
  • Zug Backen von Kohlenstoffkörpern für Zellen für die elektrolytische Reduktion von Aluminium oder für andere elektrometallurgische Verfahren, sind spezielle Öfen für die Wärmebehandlung (Backen oder Brennen) derartiger Kohlenstoffkörper erforderlich.
  • Die Kohlenstoffkörper werden in der erforderlichen Form aus Gemisch von zerkleinertem Koks oder Anthrazit und einem Bindemittel, welches z.B. Kohle, Teer und Pech enthält, hergestellt.
  • Bei Raumtemperatur ist das Gemisch aus Koks und Bindemittel starr, es wird jedoch bei Temperaturen über ungefähr 120ºC weich, und gibt niedrigflüchtige Komponenten aus dem Bindmittel ab. Wenn sie für eine vorbestimmte Zeit einem weiteren Erhitzen bei einem Maximum von 1300ºC ausgesetzt wird, härtet die Paste aus und ihre physikalischen Eigenschaften, wie z.B. die elektrische Leitfähigkeit und die Oxidationsresistenz, verändern sich.
  • Die Kohlenstoffkörper werden vor dem Backen normalerweise als "Grün-Kohlenstoffkörper" bezeichnet. Diese Grün-Kohlenstoffkörper können einige Tonnen wiegen und eine Länge von 2 Metern oder mehr aufweisen. Um zu verhindern, daß sie verformt werden, wenn sie einen Temperaturbereich durchlaufen, in dem sie weich werden können, müssen spezielle Vorkehrungen getroffen werden. Die Grün-Kohlenstoffkörper werden in tiefen Gruben in einem Ofen angeordnet, welcher aus hitzebeständigen Ziegeln hergestellt ist. Der Raum zwischen den Kohlenstoffkörpern und den Grubenwänden wird mit Koks gefüllt, um die Kohlenstoffkörper zu halten. Kleine Koksteilchen dienen ebenso dazu, die Kohlenstoffkörper gegen Luftverbrennung zu schützen.
  • Mehrere Gruben sind nebeneinander aufgebaut, wodurch eine sogenannte Sektion gebildet ist. In den Wänden zwischen den Gruben bfinden sich Kanäle oder Leitungen für die Rauchgase. Wärme wird den Kohlenstoffkörpern durch Leiten der Rauchgase durch diese Leitungen zugeführt. Die Rauchgase strömen von einer Sektion durch die Leitungen zur benachbarten Sektion. Auf diese Art und Weise können die Rauchgase durch mehrere in einer sogenannten Brennzone in Reihe miteinander verbundene Sektionen strömen. Die herkömmlichen Brennstoffe sind Öl oder Gas. Der Rauchgasabzug und das Brennerabgasrohr können von Sektion zu Sektion bewegt werden.
  • In einem großen Ringofen können auch zwei Reihen von Sektionen Seite an Seite aufgebaut sein, wodurch zwei parallele Reihen gebildet werden. Am Ende einer Sektionsreihe sind die Rauchgasleitungen mit den Leitungen in der parallelen Sektionsreihe verbunden. In dieser Art und Weise sind die Sektionen miteinander verbunden und bilden einen Ring. Dies ist der Grund, warum ein derartiger Ofen zum Backen von Kohlenstoffkörpern als Sektionsringofen bekannt ist.
  • In einem Sektionsringofen kann es mehrere Brennzonen geben, in welchen die Temperaturen gemäß einem vorgegebenen Programm reguliert werden. Die ersten Sektionen in einer Brennzone weisen eine niedere Temperatur auf. Darauf folgen Sektionen mit höherer Temperatur, während die Endstufe in einer Brennzone aus denjenigen Sektionen besteht, in welchen die Kohlenstoffkörper gekühlt werden.
  • In einem Ofen mit herkömmlichem Aufbau ist jede Sektion an der Oberseite mittels einer Sektionsabdeckung verschlossen, und diese muß entfernt werden, wenn Grün-Kohlenstoffkörper eingeladen werden sollen oder gebackene Kohlenstoffkörper entfernt werden sollen.
  • In Anbetracht der speziellen Eigenschaften von Kohlenstoffkörpern ist es erforderlich, übermäßige Temperaturgradienten während des Backens zu vermeiden, da diese zu Rissen in den Endprodukten führen würden.
  • Jede Sektion muß daher einem exakten Zeit- und Temperaturprogramm folgen. Im ersten Teil der Zone werden die Sektionen auf 600ºC durch die Wärme der Rauchgase vom letzten Teil der Brennzone erhitzt. Später muß für den Temperaturbereich von 600ºC bis zur erforderlichen Höchstemperatur (1200ºC bis 1300ºC) Wärme durch die oben angegebene Verbrennung von Gas oder Öl zugeführt werden.
  • In der Kühlzone werden die Grubenwände durch Luft gekühlt, bis die Kohlenstoffkörper ohne der Gefahr einer Oxidation entfernt werden können. Es werden Maßnahmen ergriffen, um durch Verwendung dieser Luft zur Verbrennung die bestmögliche Verwendung der durch die Kühlluft absorbierten Wärme zu machen.
  • Die Brennzone wird durch Bewegen des Öl- oder Gasbrenners von einer Sektion zur nächsten bewegt. Die Frequenz dieses Vorgangs wird als der Heizzyklus bezeichnet und bestimmt die Kapazität der Brennzone.
  • Wie bereits angegeben, muß es ebenso möglich sein, ein Gasauspuffsystem mit einer in eine Brennzone umzuwandelnden Zone zu verbinden. Dies wird normalerweise durch Anordnen eines Gebläses zwischen der Sektion und einer Rohrverbindung an einer Abgasleitung um den Ofen erreicht. Diese Abgasleitung wird als der Hauptrauchring bezeichnet und wird durch ein Hauptgebläse unter Unterdruck gehalten.
  • In Verbindung mit dem Wiederherrichten der Öfen treten Schäden in der Form von Rissen o.dgl. aufgrund thermischer und mechanischer Spannung und Belastung auf. Auf kleinere Schäden wird während der regulären Wartung des Ofens geachtet. Nach einiger Zeit weist der Schaden jedoch ein derartiges Ausmaß auf, daß ein vollständiges Wiederherrichten durchgeführt werden muß. In Abhängigkeit der Verwendung und der Qualität des Ofens ist ein vollständiges Wiederherrichten nach 8 bis 10 Jahren erforderlich. In Anbetracht der umfangreichen durchzuführenden Arbeit müssen die Öfen für eine lange Zeitdauer abgeschaltet werden, und dies führt zu Produktionsverlusten, welche zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen können. Ferner sind, wenn derartige umfangreiche Renovierungen durchgeführt werden, mehrere Arbeiter und teure Ausrüstung erforderlich, um die Wiederherrichtdauer zu verkürzen, und dies kann manchmal schwer bereitzustellen sein.
  • Der Zustand einer individuellen Sektion (Grubenwand, Sektionswand etc.) bestimmt, wann ein vollständiges Wiederherrichten stattfinden sollte. Somit wird das Wiederherrichten durch das sogenannte "schwächstes Glied in der Kette" -Prinzip bestimmt. Dies impliziert, daß die Öfen vollständig wiederhergerichtet werden, bevor alle Sektionen ihre gesamte Lebensdauer gehalten haben. Daher ist ein weiterer Nachteil eines vollständigen Wiederherrichtens, daß die durchschnittliche Lebensdauer der Sektionen verringert wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Wiederherrichten von Sektionsringöfen der mehrere in Reihe verbundene Sektionen umfassenden Art vorgesehen, wobei jede Sektion eine Anzahl paralleler Wände umfaßt, welche sich zwischen den miteinander verbundenen Sektionswänden erstrecken, wodurch eine Anzahl von Gruben gebildet wird, worin durch Wärmezufuhr zu einer feststehenden Anzahl von Sektionen während eines vorbestimmten Zyklus wenigstens zwei wandernde Brennzonen erzeugt werden, von welchen jede um den Ring herum wandert und zu der anderen Zone (den anderen Zonen) einen Abstand aufweist, wobei das Verfahren umfaßt, daß in wenigstens einer Brennzone der Heizzyklus derart verlängert wird, daß der Abstand zwischen wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Brennzonen in dem Ring verringert wird und zwischen wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Brennzonen in dem Ring ein vergrößerter Abstand hergestellt wird, daß der Heizzyklus der restlichen Brennzone(n) verlängert wird, daß eine oder mehrere Sektionen in dem vergrößerten Abstand (den vergrößerten Abständen) zwischen aufeinanderfolgenden Brennzonen wiederhergerichtet wird (werden), während der Ofen kontiniuierlich betrieben wird, und daß der Heizzyklus für jede Brennzone nachfolgend derart verkürzt wird, daß die Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Brennzonen im wesentlichen gleich sind.
  • Dies ermöglicht durch ein kontinuierliches Programm ein vollständiges Wiederherrichten, und somit können Produktionsverluste beseitigt oder deutlich verringert werden. Weniger Personal und Ausrüstung sind erforderlich als bisher und ferner wird die durchschnittliche Lebensdauer der Sektionen verlängert, da jede einzelne Sektion nur wiederhergerichtet wird, wenn dies nötig ist. Während des Wiederherrichtens ist es ferner möglich, einen Sektionsringofens eines alten Typs als einen neuen Typ wieder aufzubauen.
  • Die Erfindung wird nun anhand eines Beispiels mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:
  • Figur 1 eine perspektivische Querschnittsansicht der Sektion in einem Sektionsringofen gemäß eines älteren Ringofenprinzips zeigt.
  • Figur 2 eine perspektivische Querschnittsansicht von Sektionen in einem Sektionsringofen gemäß eines neuen Prinzips zeigt.
  • Figur 3 ein Brennzonenschema für einen erfindungsgemäßen Sektionsringofen mit zwei Brennzonen zeigt.
  • Figur 4 den Rauchgasstrom in einer Brennzone darstellt.
  • Figur 5 vereinfachte Brennzonenschemata für einen Sektionsringofen mit zwei Brennzonen zeigt, worin jedes Schema die Brennzonensituation bei verschiedenen Schritten des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
  • Figur 6 die gleichen Schemata für einen Sektionsringofen mit drei Brennzonen zeigt.
  • Die Erfindung kann sowohl bei einem Sektionsringofen des älteren Typs, dem sogenannten Riedhammerofen (Fig. 1), angewandt werden, als auch bei dem Sektionsringofen des neuen Typs (Fig. 2), welcher durch die Anmelderin entworfen worden ist, und welcher in der norwegischen Patentschrift Nr. 152,029 weitergehend beschrieben ist. Der Konstruktionsaufbau und der Betrieb dieser Öfen wird nun beschrieben.
  • Figur 1 ist eine teilweise weggeschnittene Darstellung einer Sektion älteren Aufbaus mit fünf Gruben 1. In den Grubenwänden 2 strömen Rauchgase von dem Raum unter der Sektionsabdeckung (nicht dargestellt) nach unten in einen Raum 4 unter dem Boden der Gruben 1. Der nach oben gerichtete Strom der Rauchgase von unten geht durch die Brennkammer 5.
  • Die Figur 2 zeigt eine ähnliche Sektion, bei welcher die Brennkammern entfernt worden sind. Unter dem Boden der Gruben ist eine Unterteilungswand 6 vorgesehen, welche den Raum unter den Gruben in zwei Teile aufteilt. In dieser Art und Weise strömen die Rauchgase durch eine Gruppe 7 von Gasleitungen 3 nach oben und durch eine andere Gruppe 8 derselben nach unten.
  • Im Betrieb liegt eine Abdeckplatte auf Sektionswänden 9. Diese Abdeckplatte ist nicht gezeigt, stellt jedoch in Figur 1 und Figur 2 sicher, daß der Gasstrom durch geeignete Leitungen strömt.
  • Von dem Raum unter den Gruben geht eine Leitung (nicht gezeigt) zu Rohrverbindungspunkten 9a an der Oberseite des Ofens. Diese werden zur Verbindung einer individuellen Sektion mit dem Hauptrauchring 10 verwendet.
  • Das Brennen kann, wie vorher bereits erwähnt, auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Der Brennstoff kann vollständig oder teilweise in den Raum über jeder Grubenwand zugeführt werden.
  • Die Verbrennung kann ebenso mit unzureichender Luftzufuhr zu dem Raum oder den Räumen erreicht werden, in welchen bzw. welche der Brennstoff eingespritzt wird, wobei in einem Raum oder mehreren Räumen stromabwärts mehr zugeführt wird. Durch Zuführen der Luft am Punkt 4 kann ein Erhitzen ebenso am Boden der Gruben ohne das Verkohlen des Brennstoffs lokalisiert werden.
  • Die Figur 3 ist eine Draufsicht auf einen Sektionsringofen mit zwei Brennzonen. In jeder der Brennzonen gibt es Brennkammern bei verschiedenen Stufen. 11 bezeichnet eine Sektion, von welcher die Sektionsabdeckung entfernt worden ist. Luft wird durch die eine Hälfte in der Richtung angesaugt, in welcher das Brennen stattfindet. Die Kohlenstoffkörper in der Sektion 11 werden durch Luft gekühlt, welche durch ein Abgasgebläse 12 angesaugt wird, und diese Luft wird somit vorgeheizt, bevor sie die Brenner erreicht. 13 bezeichnet Sektionen, deren Oberseite mit Abdeckplatten abgedichtet sind, so daß die Kühlluft von 11 durch die Leitungen in den Grubenwänden nach oben durch die erste Hälfte und nach unten durch die zweite Hälfte gesaugt wird, nach oben zu den nächsten Sektionen 14, welche Öloder Gasbrenner 15 aufweisen.
  • 16 bezeichnet die Sektion in der Brennzone, aus welcher die Rauchgase durch Verbindungsrohre 17 zum Hauptrauchring 10 ausgestoßen werden. 19 bezeichnet die Sektion mit abgedeckten Gasleitungen in der einen Hälfte, so daß Luft nicht in der Richtung entgegengesetzt zum Heizzyklus gesaugt werden kann. 20 bezeichnet offene Sektionen, von welchen die gebackenen Kohlenstoffkörper entfernt worden sind und in welchen die Grün-Kohlenstoffkörper eingesetzt worden sind. Der Gaswäscher und der Schornstein sind nicht gezeigt.
  • Die Figur 4 zeigt in Form eines Diagramms den Gasstrom in einer Brennzone in einem Sektionsringofen gemäß der dargestellten Ausführungsform der Erfindung. Luft 21 tritt links in die Sektion ein und wird durch eine Gruppe 8 von Gasleitungen 3 nach unten in einen Raum 4 unter dem Boden der Gruben 1 jeder Sektion gesaugt und wird durch Leitungen in der Wand 9 zur nächsten Sektion mit einer den Raum 24 abschließenden Abdeckplatte 22 geführt. Hier werden die Rauchgase nach oben durch die Leitungen 3 in der ersten Hälfte 7 der Sektion und nach unten durch die Leitungen 3 in den Grubenwänden in der anderen Hälfte 8, und dann zur nächsten Sektion gesaugt.
  • Vorangehend wurde beschrieben, wie ein älterer Typ (Figur 1) und ein neuer Typ eines Sektionsringofens (Figur 2) ausgebildet sind und wie die Öfen betrieben werden. Es ist ferner beschrieben worden, wie derartige Öfen nach einiger Betriebszeit vollständig wiederhergerichtet werden müssen. Dies wird durch Anhalten des Betriebs der Öfen, Kühlen auf Raumtemperatur und danach Abbauen und Wiederaufbauen derselben erreicht.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht ein vollständiges Wiederherrichten von Sektionsringöfen während die Öfen immer noch in Betrieb sind. Die vollständige Wartung oder das Wiederherrichten eines Sektionsringofens wird durch ein kontinuierliches Wartungsprogramm durchgeführt, bei welchem eine oder mehrere, vorzugsweise drei Sektionen gleichzeitig wenn erforderlich, abgebaut und danach wieder aufgebaut werden, während der Ofen weiterhin läuft. Um ein derartiges Wiederherrichten zu ermöglichen, müssen die Brennzonen relativ zueinander asymmetrisch betrieben werden, was nachfolgend anhand eines Beispiels weitergehend beschrieben wird.
  • Wie vorher erwähnt, kann die Erfindung sowohl bei Sektionsringöfen des älteren als auch des neueren Typs angewandt werden. Ferner kann das erfindungsgemäße Verfahren zum Wiederaufbauen des älteren Typs als ein neuer Typ derartiger Öfen angewandt werden, und das Beispiel bezieht sich auf ein derartiges Wiederaufbauen.
  • Beispiel
  • Nach einigen Betriebsjahren eines Ofens tritt ein Schaden in der Form ernsthafter Risse in dem hitzebeständigen Material auf, aus dem ein Sektionsringofen hergestellt ist, und ein vollständiges Wiederherrichten des Ofens ist erforderlich.
  • Der Ofen ist von dem herkömmlichen Riedhammertyp mit vertikalen Rauchgasleitungen, und es wird daher entschieden, daß der Ofen gemäß dem neuen Ofenkonzept wieder aufgebaut werden soll. Ein derartiges Wiederaufbauen impliziert, daß eine Unterteilungswand am Boden unter den Gruben gebaut werden muß, daß die Klappen mit einem Absperrorgan für das horizontale Brennen versehen werden, daß die Brennkammern entfernt werden und daß ein Kanal in der Sektionswand gebaut wird (Figur 2, Pos. 9a). Als Teil der regelmäßigen Wartung werden alle Gruben, Bodenplatten und Säulen ausgetauscht. Die Gründe für das Aufbauen des Ofens gemäß dem neuen Konzept sind, daß die Wärmeleitung des Kohlenstoffs verbessert wird und die Raumausnutzung um ungefähr 33,3 % erhöht wird, ohne die Außenmaße des Ofens zu vergrößern. Ferner wird durch das Betreiben des Ofens bei einem höheren Tempo im Vergleich mit dem älteren Typ eine höhere Produktivität erreicht.
  • Der Ofen ist in vier Einheiten mit drei Sektionen unterteilt und das Wiederaufbauen beginnt mit den Sektionen 1, 2 und 3 mit benachbarten Sektionswänden, d.h. der Sektionswand der Sektion 2 und der Sektionswand zwischen den Sektionen 1 - 2 und 2 - 3.
  • Das Wiederaufbauen als solches wird nun Schritt für Schritt mit Bezug auf die Figur 5 beschrieben. Es sollte jedoch betont werden, daß die Daten für diesen Fall gewählt sind und nur zum Verbessern der Klarheit der Erfindung verwendet werden.
  • 1. Der Ofen umfaßt 30 Sektionen und weist zwei Brennzonen α und β auf. Die Zone α umfaßt die Sektionen 1 - 5 und 27 - 30, wogegen die Zone β die Sektionen 12 - 15 und 16 - 20 umfaßt (Figur 5a).
  • Es wird entschieden, daß das asymmetrische Betreiben des Ofens am 10. Februar um 6.00 Uhr nachmittags beginnen soll. Dies wird durch Setzen der Zone β mit der Sektion 20 vorne auf einen 48 Stunden Heizzyklus erreicht, wogegen die Zone α mit einem herkömmlichen 30 Stunden Heizzyklus läuft.
  • 2. Nach 10 Tagen, d.h. am 20 Februar um 6.00 Uhr nachmittags haben sich die Zonen wie in Figur 5b gezeigt bewegt, wobei die Zone α nun die Sektionen 5 - 13 umfaßt, wogegen die Zone β die Zonen 17 - 25 umfaßt (die Zonen bewegen sich in der Richtung der Pfeile). Aufgrund der Differenz der Heizzyklen ist der Abstand zwischen der vorderen Sektion 13 der Zone α und der Endsektion 17 der Zone β auf drei Sektionen 14 bis 16 verringert. Dies ist der kürzest mögliche Abstand, welcher erforderlich ist, um die gebackenen Kohlenstoffkörper aus den Gruben der Zone β (Sektion 15) zu entfernen und neue Grün-Kohlenstoffkörper in die Gruben der Zone α (Sektion 14) einzuführen, welche nun die vordere Sektion der Zone α ist. Um einen konstanten Abstand zwischen den Zonen beizubehalten, muß die Zone von nun an mit einem 48 Stunden Heizzyklus betrieben werden.
  • Am anderen Ende der Zonen, wo die Sektion 25 die vordere Sektion der Zone β ist und die Sektion 5 die Endsektion der Zone α ist, ist der Abstand dementsprechend verlängert, d.h. dort gibt es einen Abstand von ungefähr 9 Sektionen (Sektionen 1 - 4 und 26 - 30)
  • Da sich die Zone α durch die Sektionen 1, 2, 3 und 4 bewegt hat, sind die gebackenen Kohlenstoffkörper aus den Gruben dieser Sektionen entfernt worden und das Abreißen der Sektionen 1 - 3 mit benachbarten Sektionswänden kann beginnen (es ist immer noch der 20. Februar).
  • Die Sektionen enthalten eine große Menge an hitzebeständigem Material, und aufgrund der kurzen Kühlperiode ist die Temperatur immer noch hoch, wenn die Abbrucharbeit begonnen wird. Es ist daher erforderlich, mechanische Vorrichtungen für diese Arbeit zu verwenden, welche hier nicht weiter beschrieben werden.
  • 3. Das Wiederaufbauen der Sektion 1 hat bereits einen Tag, nachdem mit dem Abbau begonnen worden ist, begonnen, d.h. am 21. Februar. Das Wiederaufbauen ist zeitaufwendig und die Sektion 1 wird daher nicht vor dem 3. Mai, d.h. 12 Tage nachdem der Abbruch dieser Sektion begonnen worden ist, als vordere Sektion der Zone β eingeschlossen.
  • 4. Die Wiederherricht-Arbeit muß am 5. März beendet sein, wenn die Sektion 2 in die Zone β eintritt. Die Zonen-Beziehung zu diesem Zeitpunkt ist in der Figur 5C gezeigt, wo die Zone β die Sektionen 1 - 2 und 24 - 30 umfaßt und die Zone α die Sektionen 12 - 20 umfaßt. Es ist nun der 5. März, 6.00 Uhr nachmittags, und die Zone β mit der Sektion 2 vorne wird auf einen 42 Stunden Heizzyklus gesetzt. Die andere Zone, α, wird mit dem gleichen Heizzyklus, 48 Stunden, betrieben. Das Zurückführen der Zonen auf einen normalen Betrieb hat nun begonnen.
  • Das Zurückführen ist aus Gründen der Einfachheit in der nachfolgenden Tabelle gezeigt. Sie zeigt den Tag und die Zeit, zu welcher die einzelnen Sektionen in die Brennzonen eintreten, sowie das Verändern des Heizzyklusses. Sektionseintritt in Zone: Datum Zeit Sektion Heiztyklus März Stunden
  • 5. Wie aus den obigen Tabellen hervorgeht, wird der Heizzyklus allmählich auf einen regelmäßigen Betrieb zurückgeführt. Wenn man die Zone β betrachtet, wird der Heizzyklus am 13. März auf einen normalen Betrieb zurückgebracht, d.h. ein 30 Stunden Heizzyklus. Die Zone α wird ebenso am 26. März auf einen normalen Betrieb zurückgebracht, und der Abstand zwischen den Zonen ist an beiden Enden der gleiche, d.h. sechs Sektionen mit offenen Abdeckklappen zwischen den Zonen, wie in Figur 5D gezeigt.
  • Bei dem obigen Beispiel wird das erfindungsgemäße Verfahren bei einem Sektionsringofen angewandt, welcher 30 Sektionen mit zwei Brennzonen umfaßt. Das Verfahren kann jedoch offensichtlich bei Sektionsringöfen mit weniger oder mehreren Sektionen und mit mehr als 2 Brennzonen angewandt werden, z.B. 48 Sektionen und 3 Brennzonen.
  • Mit Bezug auf die Figur 6, welche dieses Beispiel darstellt, kann das erfindungsgemäße Verfahren auf zwei Arten durchgeführt werden:
  • a) Die Zonen können asymmetrisch betrieben werden, und das Wiederherrichten kann durchgeführt werden, nachdem die Sektionen der letzten Zone vorbeigelaufen sind (Sektionen 1, 2, 3 und 4), wie in Figur 6A gezeigt, oder
  • b) zwei Zonen werden asymmetrisch mit drei Sektionen dazwischen betrieben, wobei das Wiederherrichten an zwei Stellen im Ofen durchgeführt werden kann, d.h. nach der einzelnen Zone (Sektionen 5, 6 und 7) und nach den beiden Zonen (Sektionen 23, 24 und 25), siehe Figur 6B. In gleicher Art und Weise können Sektionsringöfen mit mehreren Sektionen und mehreren Brennzonen aufeinanderfolgend wieder hergerichtet werden.

Claims (3)

1. Verfahren zum Wiederherrichten von Sektionsringöfen der mehrere in Reihe verbundene Sektionen umfassenden Art, wobei jede Sektion eine Anzahl paralleler Wände umfaßt, welche sich zwischen den miteinander verbundenen Sektionswänden erstrekken, wodurch eine Anzahl von Gruben gebildet wird, worin durch Wärmezufuhr zu einer feststehenden Anzahl von Sektionen während eines vorbestimmten Zyklus wenigstens zwei wandernde Brennzonen erzeugt werden, von welchen jede um den Ring herum wandert und zu der anderen Zone (den anderen Zonen) einen Abstand aufweist, wobei das Verfahren umfaßt, daß in wenigstens einer Brennzone der Heizzyklus derart verlängert wird, daß der Abstand zwischen wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Brennzonen in dem Ring verringert wird und zwischen wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Brennzonen in dein Ring ein vergrößerter Abstand hergestellt wird, daß der Heizzyklus der restlichen Brennzone(n) verlängert wird, daß eine oder mehrere Sektionen in dem vergrößerten Abstand (den vergrößerten Abständen) zwischen aufeinanderfolgenden Brennzonen wiederhergerichtet wird (werden), während der Ofen kontiniuierlich betrieben wird, und daß der Heizzyklus für jede Brennzone nachfolgend derart verkürzt wird, daß die Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Brennzonen im wesentlichen gleich sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zwei Brennzonen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizzyklus für die erste Zone (a) verlängert wird, daß der Heizzyklus für die zweite Zone (ß) beim Erreichen eines maximalen Abstands zwischen dem hinteren Ende der ersten Zone (α) und dem vorderen Ende der zweiten Zone (ß) in ähnlicher Weise verlängert wird, gleichzeitig aber durch einen Mindestabstand zwischen dem vorderen Ende der ersten Zone (a) und dem hinteren Ende der zweiten Zone (ß) begrenzt wird, welcher es ermöglicht, den Ofen kontinuierlich zu betreiben, daß der Heizzyklus für die zweite Zone (ß) auf den gleichen Heizzyklus wie die erste Zone (α) verlängert wird, wenn die erste Brennzone (α) die wiederherzurichtende Sektion(en) passiert hat, daß das Wiederherrichten der Sektion(en) durchgeführt wird, ehe die Sektion(en) in die zweite Zone (ß) gelangt (gelangen), und daß der Heizzyklus beider Brennzonen nachfolgend derart verkürzt wird, daß beide Brennzonen wieder zu normalen, symmetrischen Brennbetrieben zurückkehren.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jeweils drei Sektionen gleichzeitig wiederhergestellt werden.
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