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Stufenförderer für steiles Einfallen Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung
des durch das Patent 666308 geschützten Fördermittels, welches insbesondere
im Bergbau, und zwar in erster Linie für steiles Einfallen, als Bremsförderer dienen
soll und im grundsätzlichen in der Weise aufgebaut ist, daß in Förderrichtung im
Abstand hintereinander angeordnete drehbar gelagerte Bremsscheiben Anwendung finden,
die bei ihrer quer zur Förderrichtung erfolgenden Drehbewegung den Weg für das Fördergut
abwechselnd sperren und freigeben. Die Weiterbildung soll eine möglichst große Betriebssicherheit
dieses Fördermittels gewährleisten, insbesondere vermeiden, daß bei der Drehbewegung
der Scheiben Klemmungen oder ähnliche zu Betriebsunterbrechungen führende Erscheinungen
auftreten können; weiterhin soll eine möglichst weitgehende Schonung der Kohle beim
Abwärtsfördern erreicht werden, und vor allem soll auch eine gute Anpassung des
Fördermittels an die im Bergbau herrschenden und sehr unterschiedlichen Betriebs-
und Arbeitsverhältnisse verwirklicht werden, insbesondere soll dabei auch auf eine
bequeme Beförderung des Förderers unter Tage, auf einfachen Zusammenbau und leichte
Verlegbarkeit gesehen werden.
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Bekannt sind in den verschiedensten Formen Schneckenförderer, bei
denen in einer Rinne auf einer Welle angebrachte schraubenförmig ausgebildete bzw.
verlaufende Bleche
das Fördergut in der gewünschten Richtung durch
ihre Drehung vor sich herschieben. Die Förderelemente sind entweder als durchlaufende
Schraube oder als Teile einer Schraube oder als schräg gestellte' Scheiben ausgebildet.
Diese Förderer dienen dazu; feinkörniges Schüttgut von gleichmäßiger Beschaffenheit
vorwärts zu bewegen, wobei Rinnen verwendet werden, die entweder gänzlich geschlossen
sind oder zum mindesten durch hohe Seitenwände begrenzt sind. Bekannt sind ferner
als Bremsförderer, d. h. als Fördermittel, die zum Abbremsen des von selbst abrutschenden
Fördergutes dienen, beispielsweise Wendelrutschen oder offene, schräg gestellte
Rinnen mit feststehenden, zur Verminderung der Gleitgeschwindigkeit dienenden Leitblechen.
Bekannt sind auch Bremsförderer, bei denen in einer von zwei Seitenwänden begrenzten
Rinne eine längs verlaufende Stange oder Welle verläuft, an der besondere Bremselemente
angebracht sind. In dem einen Falle wird die Stange hin und her bewegt und dadurch
an ihr angebrachte Hemmkörper abwechselnd in die Sperrstellung und die den Weg für
das Fördergut freigebende Stellung bewegt, im anderen Falle sind in die Welle räumliche
Spiralen eingeschaltet, die als Hemmkörper wirken und durch die däs Fördergut durch
Drehen der Welle hindurchbewegt werden soll. Ebensowenig wie ein Schneckenförderer
kommen die letztgenannten Bremsförderer für den Zweck der Erfindung in Frage, da
bei diesen Bauarten Klemmungen und damit Betriebsunterbrechungen unvermeidlich sind.
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Der Vorschlag der Erfindung geht nun in erster Linie dahin, daß die
angetriebenen Rückhalter in einer an sich bekannten seitlich ausladenden Rinne (Winkelrinne)
angeordnet sind, wobei die zur Sperrung des Fördergutstromes dienende Drehverstellung
der Rückhalter in einer nach der offenen Seite der Förderrinne verlaufenden Richtung
erfolgt. Weiter geht die Erfindung dahin, den zwischen dem Umfang der Rückhalter
und der Förderrinne verbleibenden Abstand bereits vor dem tiefsten Punkte der Rücklialter
nach der offenen Seite der Rinne hin zunehmen zu lassen. Die Rückhalter selbst können
nach der Erfindung zwecks Geringhaltung des Kraftbedarfs einen geknickten oder gewölbten
Verlauf aufweisen. Ferner gehört es zur Erfindung, die einzelnen die Rückhalter
tragenden Antriebswellenabschnitte je nur an einer Stelle in dem zugeordneten Binnenabschnitt
zu verlagern und mit den benachbarten Wellenabschnitten in Winkelstellungen der
Achsen zulassender Weise zu kuppeln. Die Binnenschüsse sind jedoch nach der Erfindung
mit einem zweiten Arm ausgerüstet, der zur Aufnahme des Lagers für den folgenden
Wellenabschnitt dann benutzt werden kann, wenn der dazugehörige Rinnenschuß zwecks
seitlichen Bergeaustrags o. dgl. entfernt wird. Schließlich erstreckt sich die Erfindung
noch auf die Maßnahme, die Rückhalter in Förderrichtung unmittelbar vor den Lagerstellen
für die Antriebswelle anzuordnen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i einen Ausschnitt des Förderers in Seitenansicht, Abb. a eine
Stirnansicht, während Abb. 3 bis i i Einzelheiten veranschaulichen.
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Der Förderer besteht im wesentlichen aus der Winkelrinne i, der Antriebswelle
a und den darauf befestigten Scheiben 3. An den Enden der einzelnen Binnenschüsse
sind Winkel q. angeordnet, die wiederum kurze Winkelstücke 5 zur Aufnahme des Lagers
6 für die Wellenabschnitte tragen. Die Scheiben 3 werden derart bewegt, daß ihre
Schließbewegung in der in Abb. a durch einen Pfeil angedeuteten Richtung erfolgt.
Aus dieser Abbildung ist auch ersichtlich, daß der Abstand zwischen der Rinne und
dem Umfang der Scheiben nach der offenen Seite der Rinne hin allmählich zunimmt;
durch diese Maßnahmen ist mit Sicherheit ein Festklemmen von Kohlestückeri bei der
Drehbewegung der Bremselemente verhindert, wozu weiterhin die der Kreisform der
Bremsscheiben angepaßte bogenförmige Ausbildung der Winkelrinne beiträgt. Durch
winkelförmige Eisenstücke 7 ist eine stabile Lagerung der Rinne erreicht.
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In Abb. 3 und q. ist die Verbindung der einzelnen Binnenschüsse dargestellt,
die über die Winkel 4. erfolgt, an denen einige Schraubenbolzen 8 lösbar - angebracht
sind, die einen Schlitz 9 zum Eintreiben von Keilstücken aufweisen. Diese Art der
Verbindung macht einmal den Förderer unabhängig von der Förder- bzw. Verhiebrichtung
und gestattet im allgemeinen einen bequemen Austausch einzelner Binnenschüsse. Auf
der Rückseite der letzteren sind Handgriffe io angebracht.
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Die Abb. 5 bis 8 veranschaulichen die Ausbildung der Wellenabschnitte
und ihrer Lagerung. Diese Lagerung sowie die Verbindung der einzelnen Wellenabschnitte
untereinander muß eine möglichst allseitige Beweglichkeit der einzelnen Abschnitte
gegeneinander sowie gegenüber den Rinnenabschnitten zulassen. Demgemäß ist das Lager
eines jeden Wellenabschnittes kreuzgelenkartig ausgebildet und besteht aus einem
äußeren
-Ring i i, der mit Zapfen i2 in Schlitze 13 der Winkel 5 eingehängt ist,
und einem inneren Ring 14, der seinerseits mit Zapfen 15 in den Ring i i
eingreift und diesem gegenüber um eine senkrechte Achse vierschwenkbar ist. Dieser
Ring 14 umschließt über die Gleitbüchse 16 den betreffenden Wellenabschnitt 2, der
als Rohr ausgebildet ist; mit 17 und 18 sind ein Anschlag- bzw. ein Stellring
bezeichnet. Zur Verbindung eines jeden Wellenabschnittes sind in die Enden des letzteren
die Körper ig und 2o eingesetzt, während der Körper 2i zur Verbindung der Teile
ig und 2o dient, wie dies die Abb. 5 darstellt. Der Körper 2o umfaßt mit seinem
gabelförmigen Ende unter Bildung einer senkrechten Drehachse den flachen Teil des
Körpers :2i, der mit seiner schmalen, gewölbt ausgebildeten Fortsetzung 22 in die
Öffnung des Teiles ig des benachbarten Wellenabschnittes eingreift; auch hier ist
somit durch kreuzgelenkartigeVerbindung eine allseitige Beweglichkeit geschaffen.
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Die Befestigung der Bremsscheiben 3 ist in den Abb.9 und io beispielsweise
dargestellt. Die halbkreisförmig ausgebildete Scheibe ist verbunden mit der einen
Hälfte einer geteilten Schelle 23, welche die Antriebswelle 2 umschließt. Die Scheiben
3 können mit jeder der beiden Hälften der Schellen 23 verbunden sein, um ihre Schrägstellung
in einfacher Weise den verschiedenen Förderrichtungen anpassen zu können.
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In Abb.ii ist ein in die Binnentour eingeschalteter Antrieb mit dazugehöriger
Umlenkstelle für das Fördergut dargestellt. Zwischen die normalen Schüsse i Ist
der auf der Grundplatte 24 ruhende, aus dem Motor 25 und dem Getriebe 26 bestehende
Antrieb eingesetzt, . der über die Kupplungen 27 nach beiden Seiten hin die Wellen
2 in Drehung versetzt. Die aus mehreren Einzelstücken bestehende Ablenkung 28 besitzt
ebenfalls die Gestalt einer Winkelrinne und leitet das Fördergut um den Antrieb
herum, wobei es durch die Abschirmung 2g unterstützt wird, die am äußeren Rande
sowohl für die eine Förderrichtung als auch für die andere angebracht «erden kann.