DE687969C - Dampfanlage mit Dampfkessel und Hochdruckspeicher, dessen Hoechstdruck ueber dem Druck des Dampfkessels liegt - Google Patents

Dampfanlage mit Dampfkessel und Hochdruckspeicher, dessen Hoechstdruck ueber dem Druck des Dampfkessels liegt

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DE687969C
DE687969C DE1937M0138479 DEM0138479D DE687969C DE 687969 C DE687969 C DE 687969C DE 1937M0138479 DE1937M0138479 DE 1937M0138479 DE M0138479 D DEM0138479 D DE M0138479D DE 687969 C DE687969 C DE 687969C
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DE
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pressure
steam
accumulator
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boiler
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DE1937M0138479
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Marguerre
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FRITZ MARGUERRE DR ING
Original Assignee
FRITZ MARGUERRE DR ING
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K1/00Steam accumulators
    • F01K1/08Charging or discharging of accumulators with steam

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Dampfanlage mit Dampfkessel und! Hochdruckspeicher, dessen Höchstdruck über dem Druck des Dampfkessels liegt Die Erfindung bezieht sich auf eine Dampfanlage mit Dampfkessel und Hochdruckspeicher, dessen Höchstdruck über demDruck des Dampfkessels liegt und der Dampf unter Druckabfall an das Kesseldrucknetz oder an ein Mitteldrucknetz abgibt. Der Hochdruckspeicher kann in verschiedener Weise, z. B. durch überhitzten, nicht kondensierenden Dampf, durch eine elektrische Heizvorrichtung oder durch einen Hilfskessel geladen werden.
  • Die Speicheranlage kann so lange Dampf an das Hochdruck- oder Mitteldrucknetz abgeben, bis der Speicherdruck ,annähernd auf den Druck des Entladenetzes gesunken ist. In diesem Falle ist die Speicheranlage noch nicht vollständig entladen, sondern sie ist noch zum Teil mit heißem Wasser gefüllt, und auch in den Eisenmassen des bei Hochdruckspeichern verhältnismäßig starkwandigen Speichenbehälters sind noch erhebliche Wärmemengen enthalten.
  • Die Erfindung bezweckt, die .in der Speicheranlage aufgespeicherte Energie noch weitergehend auszunutzen, indem der Speieher dadurch unter den Druck des Kesseldruck- oder Mitteldrucknetzes entladen wird, daß das Speisewasser des.Dampflzessels,durch Dampf aus dem Hochdruckspeicher vorgewärmt wird, wenn der Speicherdruck annähernd bis auf den Druck dieses Netzes gesunken ist.
  • Durch @di.ese Maßnahme wird nicht nur das Fassungsvermögen der Speicheranlage besser ausgenutzt, sondern es wird auch der weitere Vorteil erreicht, daß die Wärmemengen, die sonst zur Speisewasservorwärmung benutzt werden, anderweitig verwendet werden können. Schließlich ergibt sich noch der weitere. Vorteil, @daßdurch die tiefe Entladung der Speicheranlage diese befähigt wird, bei der Ladung große Wärmemengen sehr rasch aufzunehmen. Bekanntlich haben .die Hochdruckspeicheranlagen den Nachteil, daß ihre Aufladung in dem hohen Temperaturgebiet verhältnismäßig viel Zeit benötigt. Dieser Nachteil wird wenigstens zum großen Teil gemäß vorliegender Erfindung dadurch ausgeglichen, daß in dem tieferen Temperaturbereich die Ladung sehr rasch vor sich gehen kann.
  • Die Vorwärmung von Kesselspeisewasser durch Dampf eines Niederdruckgefällespeichers ist an sich bekannt. Bei der bekannten Anlage ist der Gefällespeicher in die Anzapfleitung einer Kraftmaschine geschaltet und nimmt bei geringem Kraftbedarf Überschußdampf auf. Bei großem Kraftbedarf gibt der Niederdruckspeicher Dampf zur Speisewasserv orwärmung ab.
  • Bei vorliegender Erfindung handelt es sich jedoch im Gegensatz zu der bekannten Anlage um einen Dampfspeicher, dessen Höchstdruck über dem Druck des Dampfkessels liegt. Der Erfindungsgedanke besteht darin, das Fassungsvermögen der Speicheranlage bei gleichbleibendem Rauminhalt zu vermehren, indem die Entladung weiter fortgesetzt wird, wenn der Speicherdruck bis auf den Kesseldruck gesunken ist: In der Regel sind in derartigen Kraftanlagen Niederdruckverbraucher nicht vorhanden. Der Erfinder hat aber erkannt, daß in der Anlage zur Vorwärmung des Speisewassers, die wohl bei allen neueren Dampfkraftanlagen vorhanden ist, eine Möglichkeit zur Entladung des Hochdruckspeichers unter den Kesseldruck gegeben ist. Die Anwendung des an sich bekannten Gedankens, Speisewasser mit Speicherdampf zu erhitzet auf Hochdruckspeicheranlagen, deren Höchstdruck über dem Dampfkesseldruck liegt, ergibt somit den neuen wichtigen Erfolg, daß die Leistung der Speicheranlage erheblich vergrößert werden kann.
  • Da beider bekannten .Anlage der Speicher mit seiner Lade- und Entladeleitung an die Entnahmeleitung der Maschine angeschlossen ist, so wirkt sich der schwankende Speicherdruck, der ein Schwanken des Anzapfdruckes mit sich bringt, sehr ungünstig auf den Betrieb der Kraftmaschine aus. Auch dieser Nachteil ist bei vorliegender Erfindung vermieden.
  • Tritt bei einer Dampfanlage mit einer Kraftmaschine, in der ein Speicher mit höherem Höchstdruck als Kesseldruck vorgesehen ist, ein übernormaler Kraftbedarf auf, so wird die zur Mehrleistung erforderliche Dampfmenge aus dem Hochdruckspeicher entnommen und der Kraftmaschine zugeführt, solange der Speicherdruck höher als der Eintrittsdruck der Turbine ist. Sinkt der Speicherdruck unter den Eintrittsdruck der Turbine, so wird die Dampfentnahme zur Speisewasservorwärmung verringert oder abgestellt und dafür das Speisewasser in an sich bekannter Weise mit Dampf aus dem Hochdruckspeicher erhitzt.
  • Es ist zweckmäßig, den Speicherdampf zur Vorwärmung des Speisewassers in einer von dem Entladenetz des Speichers getrennten Leitung den Vorwärmern zuzuführen. Dadurch wird erreicht, .daß das Absinken des Speicherdruckes unter den normalen Betriebsdruck des Entladenetzes sich nicht auf dieses Netz auswirkt und daß daher der Druck in diesem Netz unabhängig von dem sinkenden Speicherdruck bleiben kann.
  • Je nach den Betriebsverhältnissen können zur Vorwärmung des Speisewassers besondere Vorwärrner vorgesehen werden oder es kann die Vorwärmeeinrichtung, die mit Maschinendampf betrieben wird, auch zur Erhitzung des Speisewassers durch Speicherdampf verwendet werden.
  • Zur Vereinfachung der Umschalt- bzw. Regeleinrichtung wird der Speicherdampf zweckmäßig der untersten Vorwärmestufe zugeführt oder der besondere Vorwärmer der untersten Stufe vorgeschaltet. Je nach dem Druck des Speicherdampfes wird dann das Wasser erwärmt und nimmt in den wasserseitig nachgeschalteten höheren Stufen nur noch so viel Dampf- auf, als zur Vorwärmung auf die gewünschte Endtemperatur erforderlich ist.
  • In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Bei der in dieser Abbildung dargestellten Anlage gibt der Dampfkessel K überhitzten Dampf an die Kesseldruckleitung L1 ab, die zu der Hochdruckturbine T1 führt. In der Leitung L1 herrscht ein Betriebsdruck von 6o atü. Die Hochdruckturbine T, ist als Gegendruckturbine ausgebildet, die ihren Dampf an die Leitung L2 abgibt. In dieser Leitung herrscht ein Betriebsdruck von 3o atü. Aus der Leitung L2 wird die Niederdruckturbine T2 gespeist. In der Dampfanlage ist ein Hochdruckspeicher S vorgesehen, der dadurch geladen wird, daß das Speicherwasser in dem Vorwärmer H1 durch kondensierenden Kesseldampf und in dem Vorwärmer H2 durch nicht kondensierenden überhitztenKesseldampf aufgeladen wird. In dem Vorwärmer H2 wird nur Überhitzungswärme an das Speicherwasser übertragen. Die Vorwärmer Hl und H2 werden durch die Pumpe P3 mit Wasser aus dem Speicher S oder mit Frischwasser aus der Leitung W2 oder aus beiden Quellen gespeist. Der Höchstdruck des Speichers S ist 16o atü.
  • Dem Hochdruckspeicher S wird Dampf über ein Reduzierventil D entnommen. Der Speicherdampf strömt über Ventil Al in die Kesselidampfleitung L1 und weiter zur Turbine T, Wenn der Speicherdruck etwa auf 6o atü gesunken ist und daher keinen Dampf mehr an das Hochdrucknetz L1 abgeben kann, wird Ventil A1 geschlossen und das Ventil A2 geöffnet. Es strömt dann Dampf aus dem Speicher S zu den Vorwärmern 1i und V., in denen das Speisewasser erhitzt wird. Das Speisewasser wird durch die Pumpe P1 aus dem Kondensatbehälter entnommen und über die Leitungen W1 und W2, in denen die @'orwärmer L'1 und b'2 eingeschaltet sind, über den Rauchgasvorwärmer E in den Kessel K gefördert. An den Stellen F und G kann ein Verdrängungsspeicher B angeschlossen werden. In diesem Falle ist noch eine weitere Pumpe P2 notwendig.
  • Durch die oben beschriebene Abgabe von Speicherdampf an die Vorwärmer hl und t'2 kann der Hochdruckspeicher S' unter den Druck des Hochdrucknetzes, d. h. unter 6o atü, entladen werden. Der tiefste Druck der Speicherentladung kann daher sehr weit, nämlich etwa bis auf den Anzapfdruck der Turbine T.,, gesenkt und dadurch die im Hochdruckspeicher aufgespeicherte Wärme in weitgehendem Maße ausgenutzt werden. Eine Entladung unter den Kesseldruck von 6o atü ist auch durch Öffnung des Ventils A3 und unmittelbare Dampfabgabe an die Turbine T2 möglich.
  • Die Vorwärmung des Speisewassers mit Speicherdampf hat auch den Vorteil, daß in den Zeiten großen Kraftbedarfs kein hoch überhitzter Dampf zur Speisewasservorwärmung verwendet werden braucht, so daß der hochwertige überhitzte Dampf ausschließlich zum Betrieb der Kraftmaschinen zur Verfügung steht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE r. Dampfanlage mit Dampfkessel und Hochdruckspeicher, dessen Höchstdruck über dem Druck des Dampfkessels liegt und der Dampf unter Druckabfall an das Kesseldrucknetz oder an ein Mitteldrucknetz abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hochdruckspeicher, wenn der Speicherdruck annähernd bis auf den Druck des Kesseldruck- oder Mitteldrucknetzes gesunken ist, dadurch unter diesen Druck weiter entladen wird, d.aß das Speisewasser des Dampfkessels durch Dampf aus dem Hochdruckspeicher vorgewärmt wird. z. Dampfanlage nach Anspruch t mit einer Kraftmaschine, der Dampf zur Speisewasservorwärmung entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei übernormalem Kraftbedarf die zur Mehrerzeugung erforderliche Dampfmenge aus dem Hochdruckspeicher entnommen und der Kraftmaschine zugeführt wird, solange der Speicherdruck höher als der Eintrittsdruck der Kraftmaschine ist, und @daß, wenn der Speicherdruck unter den Eintrittsdruck der Kraftmaschine gesunken ist, der Mehrbedarf dadurch gedeckt wird, daß die Dampfentnahme aus der Kraftmaschine zur Speisewasservorwärmung verringert oder abgestellt wird und dafür das Speisewasser mit Dampf aus dem Hochdruckspeicher erhitzt wird. 3. Dampfanlage nach Anspruch z oder -2, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherdampf durch eine von dem Entladenetz des Speichers getrennte Leitung dem Speisew.asservorwärmer zugeführt wird. q.. Dampfanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vorwärmung des Speisewassers durch Speicherdampf und durch Maschinendampf getrennte Vorwärmeeinrichtungen vorgesehen sind, wobei die Vorwärmeranlage für Speicherdampf wasserseitig der übrigen Vorwärmeränlage vorgeschaltet sein kann. 5. Dampfanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vorwärmung des Speisewassers durch Speicherdampf und durch Maschinendampf die gleiche Vorwärmeeinrichtung verwendet wird. 6. Dampfanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet; daß in der von der Speicheranlage zum Speisewasservorwärmer führenden Leitung ein Ventil angeordnet ist, das erst öffnet, wenn der Druck der Speicheranlage annähernd auf den Druck des Entladenetzes gesunken ist. 7. Dampfanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an die Speisewasserleitung hinter oder zwischen den Vorwärmern ein Wärmespeicher angeschlossen ist.
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