DE687895C - Schlittschuh mit auswechselbarer Laufbahn - Google Patents

Schlittschuh mit auswechselbarer Laufbahn

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DE687895C
DE687895C DE1937D0075697 DED0075697D DE687895C DE 687895 C DE687895 C DE 687895C DE 1937D0075697 DE1937D0075697 DE 1937D0075697 DE D0075697 D DED0075697 D DE D0075697D DE 687895 C DE687895 C DE 687895C
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DE1937D0075697
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Inventor
Hugo Dornseif
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C1/00Skates
    • A63C1/30Skates with special blades

Landscapes

  • Bearings For Parts Moving Linearly (AREA)

Description

  • Schlittschuh mit auswechselbarer Laufbahn. Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausbildung des durch das Patent 686 515 geschützten Schlittschuhes mit auswechselbarer Laufbahn. Nach dem ,Hauptpatent besteht die auswechselbare Laufbahn aus einem an der Unterseite der Laufschiene angeordneten Stahlstab oder -streifen, der mit einem aufwärts, gerichteten Steg nach Art einer Feder in eine Längsnut an der Unterseite der Laufschiene eingreift und am einen Ende durch Verhaken und am anderen Ende durch eine Zugschraube mit der Laufschiene verbunden ist. Die praktische Brauchbarkeit eines Schlittschuhes mit auswechselbarer Laufbahn hängt wesentlich davon ab, daß einerseits die Laufbahn der Krümmung der Unterkante der Laufschiene genau folgt, sich also überall an die Schienenunterfläche dicht anlegt, und daß anderseits die Laufbahn an der Schiene so geführt ist, daß jegliche Eigenbewegungen der Laufbahn gegenüber der Laufschiene unmöglich sind. Die Erfindung bezweckt, die Erfüllung dieser Bedingungen bei einem Schlittschuh mit auswechselbarer Laufbahn nach dem Hauptpatent sicherzustellen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß zunächst der in die Längsnut an der Unterseite der Laufschiene eingreifende Steg des Laufbahnstreifens wenigstens auf den gekrümmten Teilen des letzteren ausgekerbt oder gezahnt. Vorteilhaft kann der Steg auf der ganzen oder nahezu der ganzen Länge des Laufbahnstreifens ausgekerbt oder. gezahnt sein. Durch diese Ausbildung ist erreicht, daß der Laufbahnstreifen sich infolge der durch die Kerbung oder Zahnung bewirkten Querschnittsverringerung nicht nur leicht in die jeweils gewünschte Form biegen läßt, sondern sich vor allem auch bei seinem durch die Zugschraube stattfindenden Festspannen an der Laufschiene der Krümmung der Unterkante der letzteren genau anschmiegen kann, so daß er auf seiner vollen Ausdehnung fest und dicht an der Unterfläche der Schiene anliegt und keinerlei - wenn auch nur geringe - Zwischenräume verbleiben, die zur Folge haben, daß der Laufbahnstreifen gegenüber der Laufschiene federt. Um diesen Erfolg noch zu unterstützen, können die Tiefe der -Kerben oder Zahnlücken je nach dem Krümmungsradius unterschiedlich gewählt werden. Ferner können an Stelle nur einer Schraube zwei oder mehr an verschiedenen Stellen des Laufbahnstreifens angeordnete Zugschrauben zur Verbindung des Laufbahnstreifens mit der Laufschiene vorgesehen sein.
  • Weiterhin sind erfindungsgemäß die am Steg gebildeten Zähne abwechselnd nach entgegengesetzten Seiten etwas abgebogen-(verschränkt), und der Steg ist unter federndem Zurückbiegen der Zähne in die Nut der Laufschiene eingesetzt bzw. eingepreßt. Der feste Sitz des Laufbahnstreifens an der Laufschiene kann weiterhin auch noch dadurch gefördert werden, daß die Schulterflächen des Laufbahnstreifens und die Unterfläche der Laufschiene beiderseits des Steges und der Nut nach außen hin schräg abwärts geneigt sind. Es greift somit auch der Laufbahnstreifen selbst mit seinem dachförmigen Oberteil zentrierend in die entsprechend geformte Laufschiene ein. Die Auswärtsneigung der Anlageflächen von Laufbahnstreifen und Laufschiene hat zugleich noch den Vorteil, daß das Schmelzwasser, das auch bei genauester Passung zwischen Laufbahnstreifen und Laufschiene und in die Nut eindringen kann, leicht wieder ablaufen kann. Ferner wird durch die Schrägung der Oberfläche des Laufbahnstreifens dessen Herstellen durch Walzen oder Ziehen erleichtert.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Dabei zeigt Fig. i einen Schlittschuh mit auswechselbarem Laufbahnstreifen in ,Seitenansicht in verkleinertem Maßstab, wobei ein Teil der Laufschiene senkrecht geschnitten ist, um die Nut der Schiene und den Steg des Laufbahnstreifens sichtbar zu machen, Fig.2 einen auswechselbaren Laufbahnstreifen für sich allein in Seitenansicht in etwa natürlicher Größe, Fig. 3 einen Querschnitt durch Laufschiene und Laufbahnstreifen in vergrößertem Maßstab, Fig. q. einen Querschnitt durch den Laufbahnstreifen allein in noch stärker vergrößertem Maßstab, Fig. 5 ein gewalztes Metallband zur Herstellung von auswechselbaren Laufbahnstreifen in einem schaubildlichen Schnitt, gleichfalls in vergrößertem Maßstab.
  • Der Schlittschuh besteht, abgesehen von dem auswechselbaren Laufbahnstreifen, vorzugsweise aus einer Leichtmetallegierung. Er ist einstöckig ausgeführt, d. h. die Stützen b, d und g und die von diesen getragenen Sohlen- und Absatzplatten c und f bestehen mit der Laufschiene a aus einem Stück. Die Laufschiene a hat im Hinblick auf die Herstellung aus Leichtmetall einen nach oben sich verbreiternden Querschnitt, und zwar beispielsweise einen etwa keilförmigen Querschnitt.
  • Der auswechselbare Laufbahnstreifen besteht aus einem Stahlstab von T-förmigem Querschnitt. Seine Flansche h, die den eigentlichen Laufbahnstreifen bilden, liegen an - der Unterfläche der Laufschiene a an, während der Steg lt' in eine untere Längsnut rv der Schiene eingreift, deren Tiefe etwas größer ist als die Höhe des Steges h'. Der Steg h' ist am vorderen Ende so ausgeschnitten, daß ein Haken i gebildet ist, in den ein am vorderen Ende der Nut ia in einer Querbohrung der Laufschiene d gehaltener Stift i' eingreift. Am hinteren Ende ist der Steg li zu einem Auge p' ausgebildet, an dem eine auf zwei Seiten abgeflachte Schraube k angelenkt ist, die durch eine Schrägbohrung des hinteren Endes der Laufschiene a hindurchgesteckt ist und auf ihrem oberen Ende eine an der Schiene abgestützte Mutter n zum Festspannen des Laufbahnstreifens an der Schiene a trägt. Das vordere Ende des auswechselbaren Laufbahnstreifens kann wie im Hauptpatent durch eine Kappe oder einen U-förmigen Reiter abgedeckt sein, der an der Laufschiene a befestigt und gegebenenfalls an seiner Unterfläche gezahnt ist. Insoweit entspricht die Einrichtung im wesentlichen derjenigen nach dem Hauptpatent.
  • Bei der verbesserten Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung ist der Steg di des Laufbahnstreifens 1a mit Auskerbungen versehen, und zwar im gezeichneten Beispiel auf seiner ganzen Länge mit einer fortlaufenden Reihe von in gleichmäßigen Abständen angeordneten Auskerbungen i. Der Steg ist so in eine Reihe von Zähnen 2 unterteilt. Die Kerben oder Zahnlücken i sind am Grund gut ausgerundet, um Risse beim Härten zu verhüten. Zweckmäßig können auch die Zähne 2 am Kopf abgerundet sein. Durch diese Ausbildung ist, wie ohne weiteres ersichtlich, ein leichteres Biegen und damit ein gutes Anschmiegen des Laufbahnstreifens h und damit ein enges Anliegen an die Laufschienenträgerunterfläche gewährleistet. Dieser Erfolg wird noch dadurch unterstützt, daß der Laufbahnstreifen la nicht auf seinem vollen Querschnitt, sondern nur an der Unterseite auf einer Tiefe von I bis 11.l2 min gehärtet ist, und zwar auf der vollen Länge gleichmäßig in derselben Tiefe, wie dies später noch näher beschrieben wird.
  • Die Zähne 2 des Steges h', dessen Dicke wie im Hauptpatent so genau wie möglich der lichten Weite der Nut w entspricht, sind, wie aus Fig. q. ersichtlich, abwechselnd nach entgegengesetzten Seiten etwas abgebogen, d. h. also nach Art der Zähne einer Säge verschränkt. Beim Einsetzen des gezahnten Steges h' in- die Nut iv der Laufschiene C, was unter Anwendung eines geeigneten Druckes geschieht, werden die Zähne 2 entgegen der ihnen innewohnenden Federung in die senkrechte Stellung zurückgebogen. Um das Einführen der verschränkten Zähne in die Nut zu erleichtern, können die Zähne 2 an ihren Spitzen (bei 6) abgeschrägt, also sozusagen etwas angespitzt sein. Wie ersichtlich, sind die Zähne 2 wegen ihres beim Einsetzen stattfindenden federnden Zurückbiegens in der Nut w unter Spannung gehalten, wodurch erreicht ist, daß der Steg h' ganz stramm in der Nut sitzt und Eigenbewegungen des Laufbahnstreifens h gegenüber der Schiene a unmöglich gemacht sind. Dieser Erfolg wird dadurch wesentlich unterstützt, daß der Steg h und die ihn aufnehmende Nut zu schwach konisch gestaltet sind, derart, daß sie sich nach oben allmählich verjüngen. Es tritt also zusätzlich zu dem Reibungsdruck der federnd verbogenen Zähne 2 noch eine Keilklemmung auf, während gleichzeitig der untere genutete Teil der Laufschiene a infolge der darauf ausgeübten Spreizwirkung gleichfalls unter Federspannung gesetzt wird, so daß er seinerseits von beiden Seiten einen Druck auf den gezahnten Steg h.' der Laufbahn g ausübt. Die Flansche der den Laufbahnstreifen bildenden T-förmigen Stäbe sind an ihrer Oberfläche nach entgegengesetzten Seiten (nach außen) abgeschrägt, also im wesentlichen dachförmig geneigt. In Übereinstimmung damit ist die Unterfläche der Laufschiene a beiderseits der Nut w nach außen geneigt. Der eigentliche Laufbahnstreifen h greift also mit seinem dachförmigen Oberteil 3 in die an der Laufschiene gebildete Höhlung ein, wodurch eine zusätzliche seitliche Führung geschaffen und zugleich erreicht ist, daß etwa zwischen Laufbahnstreifen und Laufschiene eingedrungenes Schmelzwasser leicht abfließen kann.
  • Der zur Anbringung eines auswechselbaren Laufbahnstreifens eingerichtete Leichtmetallschlittschuh wird als Spritz- oder Preßgußkörper hergestellt, dabei wird die Nut w zur Aufnahme des Laufsteges li unmittelbar beim Gießen ausgespart, während gleichzeitig auch die dachförmig gegeneinander geneigten Flächen an der Unterseite der Laufschiene angeformt werden. Infolgedessen ist keine Nachbearbeitung durch Fräsen nötig. Durch die konische Form wird das- ganze Aussparen der Nut beim Gießen wesentlich erleichtert.
  • Der auswechselbare Laufbahnstreifen kann in der nachstehenden einfachen Weise hergestellt werden. Zunächst wird durch Walzen oder auch durch Ziehen ein Stahlband .4 von etwa der Dicke des Laufbahnsteges l1 erzeugt, dessen Breite etwa der doppelten Höhe eines T-förmigen Laufbahnstabes la, h' entspricht und das an beiden Längsrändern Wülste 5 von einem dem auswechselbaren Laufbahnstreifen h entsprechenden Profil aufweist (Fig. 5). Die Abschrägung der Oberflächen des Laufbahnstreifens erleichtert das Walzen oder Ziehen. Das Band kann durch quer und längs verlaufende Schnitte in einzelne Laufbahnwerkstücke zerschnitten werden, die danach der Fertigbearbeitung unterzogen werden können. Vorteilhafter ist es jedoch, wie es erfindungsgemäß geschieht, die an den Laufbahnwerkstücken erforderlichen Bearbeitungen, wie Schleifen und Polieren sowie Härten, schon vor dem Zerteilen in einzelne Laufbahnstreifen, also am durchgehenden Stahlband vorzunehmen. Hierbei werden gegebenenfalls nach vorausgegangenem Blankschleifen des gewalzten Bandes an dem noch unzerteilten geraden Stahlband zunächst in der bei Ganzstahlläufen an sich bekannten Weise durch schnelles, von einem Ende zum anderen fortschreitendes Erhitzen und Abschrecken die von den beiden Randwülsten 5 gebildeten Laufbahnen gleichzeitig gehärtet, und zwar von den Laufflächen aus auf eine Tiefe von etwa i bis 1i/2, mm. Zum Erhitzen werden Sauerstoffgasbrenner verwendet, während das Abschrecken durch Preßluft-oder Flüssigkeitsstrahlen geschieht. Durch die Ausführung des Härtevorganges an den noch zu einem fortlaufenden geraden Stahlband vereinigten, also ungekrümmten Laufbahnen ist ein stets gleichmäßiger Abstand der Wärmequelle von den Laufbahnen und damit die größte Gleichmäßigkeit der Härtung und der Tiefe der gehärteten Zone gewährleistet. Eine derart gleichmäßige Härtung war bisher weder bei Ganzstahlläufen noch bei auswechselbaren Laufbahnstreifen möglich, und zwar im ersten Fall deshalb nicht, weil sich der Abstand der Wärmequelle von der gekrümmten Laufbahn ständig ändert, und im zweiten Fall nicht, weil die Enden der bereits auf Länge abgeschnittenen Laufbahnen wegen der geringeren Werkstoffmenge die Wärme schneller aufnehmen, also hier die Härtung- tiefer geht als in den übrigen Teilen der Laufbahn, während außerdem auch leicht ein Überhitzen der Enden auftritt. Diese Mängel der bekannten Verfahren sind beim Verfahren nach der Erfindung restlos beseitigt. Wegen der auf der ganzen Länge gleichmäßigen Härtung sowie auch deshalb, weil bei auswechselbaren Laufbahnstreifen ein Nachschleifen nach dem Gebrauch nicht stattfindet, braucht die Härtung nicht so tief zu gehen wie bei den bekannten Ganzstahlschlittschuhläufen, sondern es genügt die oben schon angegebene Tiefe von I bis il/, mm. Das hat auf der einen Seite den Vorteil, daß die Kanten der Laufbahnstreifen nicht überhitzt werden, was bei der bisherigen tieferen Härtung sowohl der mit der Laufschiene einstückigen Laufbahn als auch der auswechselbaren Laufbahnstreifen leicht vorkommt. Anderseits wirkt sich die geringere Tiefe der gehärteten Zone auch bei der Biegung der Laufbahnstreifen bzw. deren Anschmiegen an die Unterkante der Laufschiene vorteilhaft aus, da der an der Lauffläche nur auf eine geringe Tiefe gehärtete Laufbahnstreifen sich leichter der Krümmung der Laufschienenunterkante anzupassen vermag. Dadurch., daß die am Stahlband vorgesehenen beiden Laufbahnstreifenwulste gleichzeitig gehärtet werden, besteht endlich noch der Vorteil, daß die beim Erhitzen und Abschrecken zugleich an beiden Rändern des Randes entstehenden Spannungen sich gegenseitig ausgleichen. Endlich wird durch das Härten -der Laufbahnen am unzerteilten Band viel Zeit und Arbeit gespart.
  • ach dem Härten werden ebenfalls noch am unzerteilten Stahlband die Laufbahnen, soweit erforderlich, geschliffen und poliert, und zwar wieder gleichzeitig. Das geschieht ebenfalls in einem fortlaufenden Arbeitsgange, nämlich von einem Ende des Bandes zum anderen fortschreitend, indem das Stahlband in geeigneten Führungen an Schleif- und Polierscheiben entlang bewegt wird. Diese Arbeitsweise ist nicht nur einfach und zeitsparend, sondern sie hat vor allem den Vorteil, daß auch beim Schleifen der Laufbahnstreifen ein so hoher Grad von Genauigkeit erzielt wird, wie er bei der Bearbeitung von einzelnen Laufbahnwerkstücken niemals erreicht werden kann. Die Genauigkeit im Schleifen der Laufbahnstreifen spielt. aber für den praktischen Gebrauch des Schlittschuhes eine ebenso große Rolle -,vie die gleichmäßige Härtung.
  • Nach&.m das an seinen Längsrädern zwei Laufbahnstreifen aufweisende Stahlband gehärtet, fertig geschliffen und poliert ist, wird es in einzelne Stücke zerteilt. Das Band wird zunächst in quer verlaufende Schnitte in einzelne Abschnitte zerlegt, die dann durch einen längs verlaufenden Schnitt in zwei Laufbahnwerkstücke zerschnitten werden. Alsdann werden die Kerben oder Zähne i, 2 des Steges h' und der Haken i jedes Laufbahnstreifens ausgestanzt. Durch entsprechende Formgebung der Stanzwerkzeuge kann gleichzeitig das Schränken der Zähne a erfolgen. Schließlich werden die Zähne an ihrem freien Ende durch einen Preßv organg etwas abgeschrägt, um das Einführen in die Nut der Laufschienen zu erleichtern. Die Kerben oder Zähne können auf der ganzen Länge eines Laufbahnstreifens in einem Arbeitsgange gestanzt werden, und ebenso kann auch das Abschrägen der Spitzen auf der ganzen Länge in einem Preßvorgange stattfinden.
  • Wie ohne weiteres ersichtlich, ist es wegen des durch die Kerbung oder Zahnung verringerten Querschnittes des Laufbahnsteges la' sowie dadurch, daß die Härtung des Laufbahnsteifens-auf eine Tiefe von i bis i1/_ mm beschränkt ist, ein leichtes, den Laufbahnstreifen nach dem Einhaken seines vorderen Endes i durch einfaches Eindrücken des Steges li in die Nut der Laufschiene und Anziehen der hinteren Zugschraube so zu krümmen, daß der Laufbahnstreifen sich. iiberail genau und dicht an die Unterfläche der Laufschiene anschmiegt. Hierbei wird zweckmäßig in der Weise verfahren, daß die Zugschraube Schritt für Schritt angezogen und zwischenzeitlich jedesmal mit einem Gegenstande, der weicher ist als die Laufkanten, auf den Laufbahnstreifen geklopft wird, und zwar nach Bedarf auf der ganzen Länge oder auf "feilen derselben. Das abwechselnde Anziehen der Schraube und das Klopfen wird fortgesetzt, bis der Laufbahnstreifen überall dicht an der Unterfläche der Laufschiene anliegt. Durch das Zusammenwirken der federnden und zugleich konischen Zähne und der zentrierenden Abschrägung der Oberfläche des Laufbahnstreifens mit der Zugkraft der Schraube wird der denkbar beste und zuverlässigste Halt des Laufbahnstreifens an der Laufschiene erzielt. Die vordere Einhakvorrichtung sowie die Zugschraube werden dabei durch den festen Sitz des gezahnten Laufbahnsteges in der Nut der Schiene in vorteilhafter Weise entlastet.
  • Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel, vielmehr sind mancherlei Abänderungen desselben sowie andere Ausführungen möglich. So könnte die Größe und Form der Auskerbungen oder Zahnlücken i und damit zugleich die Form der Zähne a anders wie im Beispiel gewählt werden. Ferner könnte der Steg la' des Laufbahnstreifens la statt auf seiner ganzen Länge nur auf Teilen seiner Länge ausgekerbt oder verzahnt sein. So kann insbesondere der hinter der Zugschraube k liegende Endteil unverzahnt bleiben. Ferner kann bei auswechselbaren Laufbahnstreifen für Schlittschuhe, deren Laufkante zum Teil genau gerade verläuft, der Steg lä lediglich an den gekrümmten Teilen ausgekerbt oder verzahnt sein, während er an den geraden Teilen ununterbrochen durchläuft. Eine weitere vorteilhafte Ausführungform besteht darin, daß je nach dem Krümmungsgrade des Laufbahnstreifens die Tiefe der Kerben oder Zahnlücken i oder die Zahnteilung unterschiedlich gewählt sind, nämlich derart, daß der Laufbahnstreifen an den stärker gekrümmten Teilen schmiegsamer wird als an den weniger stark gekrümmten und den geraden Teilen. Statt mit nur einer Zugschraube p' am hinteren Ende könnte der Laufbahnstreifen lt auch mit zwei oder mehr Zugschrauben zum Festspannen versehen sein, die sich an verschiedenen Stellen der Länge des Laufbahnstreifens befinden. So ist bei den Laufbahnstreifen nach Fig. 2 am Steg di in einiger Entfernung vom hinteren Ende ein zweites Auge p= zum Anlenken einer Zugschraube angeformt. Der am vorderen Ende der Laufschiene vorgesehene Stift i' zum Einhaken des Laufbahnstreifens könnte auch ähnlich wie im Hauptpatent durch eine am Grund der Nut w vorgesehene Nase ersetzt werden.
  • Die neuen Ausgestaltungen des auswechselbaren Laufbahnstreifens, wie Kerbung oder Zahnung und konische Form des Steges, Verschränkung der Zähne und dachförmige Schrägung der Oberfläche des Laufbahnstreifens, können statt sämtlich gleichzeitig gegebenenfalls auch einzeln oder in Teilkombinationen angewendet werden. So könnte im gezeichneten Beispiel entweder die Verschränkung der Zähne oder die konische Form weggelassen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Schlittschuh mit auswechselbarer Laufbahn nach Patent 686 5i5, dadurch gekennzeichnet, daß der =in die Längsnut (zei) an der Unterseite der Laufschiene (a) eingreifende Steg (li) des Laufbahnstreifens (la) wenigstens auf den gekrümmten Teilen des Laufbahnstreifens ausgekerbt oder gezahnt ist. z. Schlittschuh nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (h') auf der ganzen oder nahezu ganzen Länge des Laufbahnstreifens (h) ausgekerbt oder gezahnt ist. 3. Schlittschuh nach Anspruch i und ?, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Kerben oder Zahnlücken (i) oder der gegenseitige Abstand der Kerben (i) oder Zähne (2) je nach dem Krümmungsgrade des Laufbahnstreifens unterschiedlich gewählt ist. q.. Schlittschuh nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr an verschiedenen Stellen der Länge angeordnete Zugschrauben (k) zum Verbinden des Laufbahnstreifens (h) mit der Laufschiene (a) vorgesehen sind. 5. Schlittschuh nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die am Steg (h') gebildeten Zähne (a) abwechselnd nach entgegengesetzten Seiten etwas abgebogen (verschränkt) sind und der Steg unter federndem Zurückbiegen der Zähne in die Nut (w) der Laufschiene (a) eingesetzt bzw. eingepreßt ist. 6. Schlittschuh nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (1ä ) des Laufbahnstreifens (1a) und die ihn aufnehmende Nut (w) der Laufschiene schwach konisch gestaltet sind, derart, daß sie sich nach oben allmählich verjüngen. 7. Schlittschuh nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulterflächen (3) des Laufbahnstreifens (1a) und die Unterflächen der Laufschiene (a) beiderseits des Steges (h) und der Nut (w) je nach außen hin schräg abwärts geneigt sind. B. Verfahren zur Herstellung von Schlittschuhen mit auswechselbarer Laufbahn nach den voraufgegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg einer jeden Laufbahn auf der ganzen Länge gleichzeitig durch Stanzen gekerbt oder gezahnt wird und dabei gleichzeitig die Zähne verschränkt werden. g. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die verschränkten Zähne in einem Arbeitsgange durch Pressen an ihrer Spitze etwas abgeschrägt werden.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2743113A (en) * 1952-07-11 1956-04-24 Nelson S Griggs Flexible running edge for ski
US4744574A (en) * 1986-06-12 1988-05-17 Mike Soo Blade for hockey skates
DE4233880C1 (de) * 1992-10-08 1994-01-05 Holger Wuerthner Kufensportgerät oder Kufenfahrzeug mit auswechselbarem Laufmesser

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