-
Einrichtung für den synchronen Ablauf der Bewegung von Sprechplatten
und der Belichtung von Reklamegegenständen oder deren Bewegung bei der Besprechung
dieser durch die Sprechplatten Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für einen
synchronen Ablauf der Bewegung von Sprechplatten und der Belichtung von Reklamegegenständen
oder deren Bewegung bei der Besprechung dieser durch die Sprechplatten. Es ist bereits
bekanntgeworden, die einzelnen Teile eines vorzuführenden Objekts, beispielsweise
einer vorzuführenden Maschine, mit Signalvorrichtungen zu versehen und diese Signalvorrichtungen
in Zeitabständen zu betätigen, die durch den Ablauf eines Sprechapparats bestimmt
sind. Es ist auf diese Weise möglich, mit dem Sprechapparat eine Maschine zu beschreiben
und gleichzeitig mit Hilfe der Signalvorrichtungen auf die gerade besprochenen Teile
des vorgeführten Gegenstandes hinzuweisen. Es ist auch bereits bekanntgeworden,
die Bewegungen der Einzelbilder eines Bildträgers mit den Bewegungen der Sprechplatte
einer Sprechmaschine in Übereinstimmung zu bringen.
-
Schließlich ist es schonvorgeschlagen worden, die Bewegungen der einzelnen
Teile des vorzuführenden Gegenstandes selbst mit dem Ablauf der Sprechmaschine in
Einklang zu bringen, indem die Geschwindigkeiten der einzelnen Teile der Maschine
mit dem Ablauf eines Gesprächsträgers derart in Übereinstimmung gebracht werden,
daß ihr Arbeitsgang
gleichzeitig mit dem Lauf des Teiles des Gesprächsträgers
abläuft, der dein betreffenden Maschinenteil zugeordnet ist.
-
Gegenstand der Erfindung ist eine für die obigen Einrichtungen verwendbare
neuartige Schaltvorrichtung von derartiger Konstruktion, daß man unter Anwendung
einer verhältnismäßig geringen Anzahl elektrischer Schalter und Leitungsdrähte eine
vielfache Anzahl von Stromkreisen überwachen kann.
-
Erfindungsgemäß ist der Antriebsmotor der Sprechmaschine durch mechanische
Übersetzungsmittel mit zwei mit Steuernocken -ersehenen Trommeln verbunden, von
denen die eine während des Ablaufens einer Sprechplatte mehrere Umdrehungen macht,
während die andere Trommel bei jeder Umdrehung der ersten Trommel nur einen Bruchteil
einer Umdrehung weitergedreht wird. Jedem Nokken ist an den Trommeln ein zweipoliger
elektrischer Schalter zugeordnet, der durch den ihm zugeordneten Trommelnocken überwacht
wird. Ein Pol aller Schalter wird dauernd elektrisch leitend miteinander verbunden,
während die elektrisch isoliert voneinander angeordneten Pole der Schalter an der
ersten Trommel je an so viele Stromkreise angeschlossen sind, wie Schalter an der
zweiten Trommel angeordnet sind, und diese Stromkreise mit den isoliert voneinander
angeordneten Polen der Schalter an der zweiten Trommel leitend verbunden sind. Die
beiden Trommeln sind durch ein Genfer Schaltwerk miteinander verbunden, welches
bei jeder vollständigen Umdrehung der einen Trommel die andere Trommel um einen
Nockenabstand weiter schaltet.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfin,4ungsgegenstandes
dargestellt. Abb. r zeigt in Seitenansicht und teilweise im Schnitt die wichtigsten
Teile, welche zu der Einrichtung der Erfindung gehören. Abb. 2 ist ein Ouerschnitt
einer Einzelheit nach Linie 2-2 der Abb. i.
-
Abb. 3 ist ein Schaltungsschema der Einrichtung, wobei jedoch die
in der Schnittebene 3-3 der Abb. i liegenden Teile im Schnitt veranschaulicht sind.
-
Abb. .4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4 der Abb. i, und Abb. 5 ist
ein Schaltungsschema von Stromkreisen, die mit den und zwischen den Schalttrommeln
angeordnet sind.
-
Die Sprechmaschine ist an einer Grundplatte i angeordnet und verfügt
über einen beweglichen Tonarm 2 mit Leitern 3, die zu einem Verstärker oder Lautsprecher
führen. Der Antriebsmotor .4 treibt eine senkrechte Welle 5 an, welche an ihrem
oberen Ende einen Schallplattenteller trägt.
-
Unter der Grundplatte i ist ein Gehäuse ; angeordnet, in welches das
untere Ende der Welle 5 hineinragt. Ein Paar Schalttrommeln 8 und g, welche an der
Welle io bzw. i i sitzen, sind unterhalb des Gehäuses 7 in einem besonderen Rahmengestell
angeordnet.
-
Das obere Ende der Welle io der ersten Schalttrommel 8 ragt in das
Gehäuse 7 hinein und tragt drehbar und axial verschiebbar ein Stirnzahnrad 13, an
welchem ein Kupplungsglied 14 befestigt ist. Ein Kupplungsglied 15, welches
starr an der Welle io befestigt ist, arbeitet mit dem beweglichen Kupplungsglied
14 zusammen. Das obere Ende der Nabe 16 des Zahnrades i3 verfügt über eine Umfangsnut
-i7, in welche eine Gabel 18 hineingreift, durch welche das Zahnrad 13 und damit
das Kupplungsglied i.i axial verschoben werden kann. Diese Gabel 18 ist schwingbar
an einem Ende eines Betätigungshebels i9 angeordnet, der zwischen seinen Enden an
einem Lagerbock 2o schwingbar unterstützt ist.
-
Eine Feder 2i ist finit einem Ende an dein Hebel i9 und mit dem anderen
Ende an einem am Lagerbock 2o angeordneten Stift 22 befestigt und dient dazu, für
gewöhnlich die Kupplungsglieder 14 und 15 miteinander in Eingriff zu halten. Das
Stirnzahnrad 13
steht mit einem an der Welle 5 befestigten Stirnzahnrad 23
in Eingriff, welches so breit ist, daß es bei einer axialen Verschiebung des Zahnrades
13 stets in Eingriff mit demselben bleibt.
-
Um die Kupplungsglieder 14 und 15 voneinander zu trennen, ist in dein
Gehäuse 7 ein Relais 24 angeordnet. Wenn dieses Relais 24 von einer entfernt gelegenen
Stelle aus erregt wird, wird das eine Ende des Hebels i9 zum Ausschwingen gebracht,
um das Zahnrad 13 und das Kupplungsglied i:4 nach aufwärts zu verschieben. Solange
die Kupplungsglieder 14 und 15 miteinander in Eingriff stehen, wird die Schalttrommel
8 gleichzeitig mit der Schallplatte auf dem Drehteller gedreht.
-
An dem Umfang der Schalttrominel8 ist eine Anzahl gleichförmig voneinander
angeordneter Steuernocken 25 angeordnet, die sich im Ausführungsbeispiel entlang
einer Schraubenlinie erstrecken. Auch die andere Schalttrommel 9 ist in gleicher
Weise mit einer Anzahl Steuernocken 25 versehen. Diese Steuernocken dienen dazu,
um nacheinander eine Anzahl Schalter 26 und 27 zu schließen und gleich wieder zu
öffnen. Die Schalter 26 und 27 sind an den äußeren Seiten der Trommel 8 bzw. 9 angeordnet,
und zwar isoliert voneinander an senkrechten Schienen 28, die sich zwischen dem
Boden des Gehäuses 7 und der unteren Platte 12 erstrecken. Jeder Schalter besteht
aus federnden Fingern
29 und 3o, die isoliert voneinander an den
senkrechten Schienen 28 befestigt und für gewöhnlich offen sind. Diese federnden
Kontaktfinger 29 und 30 werden aber zusammengedrückt, um einen Stromkreis
zu schließen, wenn die diesem Schalter zugeordnete Steuernocke 25 an der Trommel
mit einem Hubansatz 31 in Berührung kommt, welcher sich an dem inneren Kontaktfinger
3o befindet und welcher mit dem Umfang der Kontakttrommel 8 bzw. 9 in Berührung
steht.
-
Damit die zweite Kontakttrommel 9 um einen Schritt vorwärts gedreht
wird, jedesmal dann, wenn die Trommel 8 eine vollständige Umdrehung gemacht hat,
ist an dem unteren Ende der Welle io ein Zahnrad 3.2 befestigt, welches mit einem
Ritzel33 an einer Welle 34 kämmt. An der Welle 34 sitzt auch ein geflanschtes Glied
35, 'an welchem ein Schaltstift 36 und ein Sperransatz 37 sitzt, die mit einem Genfer
Schaltrad 38 zusammenarbeiten, das an der Welle i i der anderen Trommel befestigt
ist. Die Trommel e wird drehbar schrittweise von einem Steuernocken 25 bis zum nächsten
weitergeschaltet, um den folgenden Schalter 27 zu schließen.
-
Mit dem an der Welle io befestigten unteren Kupplungsglied
15 ist ein Ende einer Spiralfeder 39 befestigt, deren anderes Ende an einem
ortsfesten Pfosten 4o verankert ist. Diese Feder 39 wird gespannt bzw. die
Spannkraft derselben wird vergrößert, wenn die erste Kontakttrommel 8 von dem an
der Welle 5 sitzenden Zahnrad 23 angetrieben wird. Die beschriebene Genfer Schaltvorrichtung
ist umkehrbar und ermöglicht die Zurückverdrehung der Schalttrommel 8 und 9 in ihre
Anfangsstellung durch die Spiralfeder 39, sobald das äußere Ende des Hebels ig nach
abwärts geschwungen wird, entweder von Hand aus oder dadurch, daß von einer entfernten
Stelle aus das Relais 24 erregt wird. Um diese Zurückverdrehung zu verzögern, ist
die erste Trommel 8 mit einer federüberwachten Klinke 41 versehen, welche rnit den
Zähnen eines Schaltrades 42 in Eingriff steht, während eine Klinke 43 an der unteren
Platte 12 mit einem Anschlag 44 in Eingriff gerät, der sich an der zweiten Trommel
9 befindet, wenn die letztere in ihre Anfangslage wieder eintritt.
-
Die zu überwachenden Stromkreise werden an die an den äußeren Leisten
befindlichen Schalter 25, bzw. 27 angeschlossen.
-
Die notwendigen Leitungen zur Verbindung irgendeiner Anzahl dieser
Schalterreihen 26 und 27 mit den gewünschten Stromkreisen sind äußerst einfach,
wie beispielsweise aus dem Schaltungsschema nach Abb.5 zu ersehen ist. In diesem
Schaltungsschema sind die beiden Kontakttrommeln durch die Kreise 811 und 911 bezeichnet.
Die Kontakte 30, welche in jeder der Schalterreihen miteinander verbunden sind,
sind mit 3o11 bzw. 3o0 bezeichnet, und die offenen Kontakte 29
sind
durch die kleineren Kreise dargestellt, welche mit 811 bzw. g11 bezeichnet sind.
-
Eine Stromquelle, welche beispielsweise aus einer Batterie 45 bestehen
kann, ist zwischen den Kontaktarmen 3o11 und 3o0 angeordnet und ist mit denselben
leitend verbunden. Im praktischen Betrieb jedoch werden die leitenden Verbindungen
nur mit denjenigen Kontakten 30 gemacht, welche verwendet werden sollen.
Lediglich zwecks einfacherer Veranschaulichung ist eine Reihe von zwanzig Schaltern
26 dargestellt. Ein Leitungsdraht ist mit jedem der Schalterkontakte 811 verbunden.
Im Schaltungsschema ist lediglich eine Grüppe 46 von diesen Leitern veranschaulicht.
Eine gleichartige Gruppe von Leitern 47 ist mit der zweiten Reihe der Trommelkontakte
g0 verbunden. Wenn die Kontakte N r. i an jeder Trommel geschlossen sind, dann entsteht
ein Nr.-i-Stromkreis dadurch, indem man die entsprechenden Leitungen Nr. i in den
Gruppen 46 und 47 miteinander verbindet. Es entsteht dann ein Stromkreis von der
Stromquelle zu dem Nr.-i-Kontakt an der Trommel 8b, einem der Leiter 46 zu
dem Leiter 47 und zu dem Kontakt Nr. i an der Trommel 9b und dann zur Batterie.
-
Wenn jede Trommel beispielsweise mit zwanzig Schaltern versehen ist,
dann können die ersten zwanzig Stromkreise dadurch geschlossen werden, indem man
alle Leiter 46 mit einem Leiter N r. 47 verbindet, der zum Kontakt Nr. i der Kontakttrommel
911 führt.
-
Die nächsten Stromkreise 21 bis 4o werden dadurch geschlossen, indem
man jeden Leiter 46 der ersten Schalttrommel 8a mit derjenigen Leitung 47 verbindet,
welche zum Kontakt Nr. 2 der Trommel g11 führt. Die weiteren Stromkreise 41 bis
6o werden dadurch geschlossen, indem man alle Leitungen 46 mit demjenigen Leiter
47 verbindet, der zum Kontakt Nr.3 an der Schalttrommel 911 führt. In dieser Weise
wird fortgesetzt, so da.ß schließlich vierhundert verschiedene Stromkreise entstehen,
imd zwar mit lediglich zwanzig Kontakten an jeder Trommel. Wenn eine größere Anzahl
von Stromkreisen benutzt werden soll, dann ist es lediglich notwendig, die Anzahl
der Kontakte an jeder Trommel entsprechend zu vergrößern.
-
In Verbindung mit dem Kupplungshebel ig wird ein Schalter
70 verwendet; der über einen Federkontakt 71 verfügt, der durch den Hebel
ig in Offenlage bewegt wird, wenn das Relais 24 erregt wird. Dieser Kontakt
70 ist
vermittels der Leiter 7.2 und 73 mit einem
Pol der Batterie 45 bzw. mit einem der Schalter 27 verbunden, während der andere
Pol der Batterie mit einem der anderen Schalter 26 durch einen Leiter 74 verbunden
ist. Die Öffnung dieses Schalters 7o bewirkt daher, daß die Batterie 45 von irgendwelchen
Stromkreisen abgeschaltet wird, welche durch die Trommeln 8 und 9 geschlossen sind,
und daher wird verhütet, daß irgendwelche Stromkreise mit Strom versorgt werden,
wenn die Trommeln 8 und 9 durch die Feder 39- in ihre Anfangslage zurückbewegt werden.