DE686015C - Leonardantrieb, insbesondere zur Fernverstellung schwerer Gegenstaende - Google Patents

Leonardantrieb, insbesondere zur Fernverstellung schwerer Gegenstaende

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DE686015C
DE686015C DEA75494D DEA0075494D DE686015C DE 686015 C DE686015 C DE 686015C DE A75494 D DEA75494 D DE A75494D DE A0075494 D DEA0075494 D DE A0075494D DE 686015 C DE686015 C DE 686015C
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Erich Nagel
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    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
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    • G05D3/12Control of position or direction using feedback
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    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
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    • GPHYSICS
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Description

  • Leonardantrieb, insbesondere zur Fernverstellung schwerer Gegenstände Es ist bekannt, daß bei Leonardantrieben großen Regelbereichs, z. B. i : ioo und mehr, die technischen Schwierigkeiten durchweg im Bereiche der kleinen Drehzahlen bzw. Spannungen liegen. Temperatur- und Hysteresefehler, Ohmsche und Übergangswiderstände, kleine Unsymmetrien usw., alle diese Nebenerscheinungen und -bedingungen machen sich bei kleinen und kleinsten Betriebsspannungen besonders störend bemerkbar. Man hat sie bisher in erster Linie durch bauliche Maßnahmen am Generator und Motor bzw. durch reichliche Bemessung und sorgfältigste Durchkonstruktion des Generators und des Motors zu lösen versucht. Man hat hierbei auch Erfolge erzielt, hat aber den Idealzustand nicht erreicht, in dem z. B. zu jeder Stellung eines Geschwindigkeitsreglers eine bestimmte Motordrehzahl gehört, unabhängig von ihrer absoluten Größe, den vorhergehenden Betriebszuständen, der Drehrichtung des Motors, der Stromstärke im Leonardkreis, der Wicklungstemperatur usw. So ist es beispielsweise bekanntgeworden, schwere Gegenstände entsprechend einer vorgegebenen Bewegung so zu verstellen, daß dabei die Geschwindigkeit der Verstellbewegung derjenigen der vorgegebenen Bewegung unter gleichzeitiger Beseitigung von Wegunterschieden zwischen beiden Bewegungen angepaßt wird. Zu diesem Zweck ist die Verwendung zweier additiv wirkender Antriebe für den Verstellgegenstand angegeben worden, von denen der eine auf Wegunterschiede anspricht und mittels einer zwischen den beiden Antrieben bestehenden Regelverbindung die Geschwindigkeit des zweiten Antriebs so beeinflußt, daß die Verstellgeschwindigkeit mit der Beseitigung des Wegunterschiedes gleich der Geschwindigkeit der vorgegebenen Bewegung wird. Zur additiven Verbindung beider Regelantriebe ist entweder ein Differentialgetriebe vorgesehen, oder sie erfolgt auf elektrischem Wege auf die Weise, daß für den Verstellmotor zwei Leonardgeneratoren vorgesehen sind, von denen der eine entsprechend den Wegunterschieden erregt wird und außer auf den Verstellmotor auch auf die Erregung des in Reihe dazu geschalteten zweiten Leonardgenerators einwirkt, der als indifferenter Generator ausgebildet ist und unter dem Einfluß des ersten Generators jeweils entsprechend der Geschwindigkeit der vorgegebenen Bewegung erregt ist.
  • Es handelt sich dabei also um eine Einrichtung, bei der zwei Regelantriebe notwendig sind, die unter Verwendung besonderer Regeleinrichtungen eine gleichzeitige Geschwindigkeits- und Wegregelung bewirken. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, mit der eine ähnliche Aufgabe gelöst werden soll, die sich hierzu jedoch völlig anderer Mittel bedient. Erfindungsgemäß soll entsprechend der Auslenkung eines Gebers wahlweise entweder eine vorgeschriebene Verstellgeschwindigkeit oder ein vorgeschriebener Verstellweg einen Leonardantrieb zur Fernverstellung schwerer Gegenstände beeinflussen. Zu diesem Zweck soll entweder die vorgeschrie= bene Verstellgeschwindigkeit oder der vdrgeschriebene Verstellweg durch einfache Unischalteng in Form von phasenveränderlichen Wechselströmen konstanter Amplitude zusammen mit festen oder in der Phase dem wirklichen Verstellweg entsprechenden Wechselströmen auf ein Kompensationssystem einwirken, dem eine Regelspannung entnommen werden kann, welche der eingeführten vorgeschriebenen Verstellgröße, .also der gewünschten Verstellgeschwindigkeit bzw. dem noch zurückzulegenden Verstellweg, entspricht. Diese Regelspannung wird erfindungsgemäß einem Schrittmachermotor oder dem Antrieb selbst nach Maßgabe einer vorgesehenen Umschaltmöglichkeit zugeführt. Dieser Schrittmachermotor vollführt demnach eine Umlaufbewegung, die auf den Antrieb des schweren Gegenstandes übertragen wird, und zwar durch eine nachgiebige und nach Belastungsstößen winkelaufholende Wegsteuereinrichtung. Diese Übertragung erfolgt mit Hilfe eines zweiten Kompensationssystems, welches unmittelbar nur von der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Schrittmachermotor und Antrieb beeinflußt wird. Gemäß einer Weiterbildeng der Erfindung werden als Kompensationsgeräte vorzugsweise sogenannte Kompensationsachsen verwendet, auf welche durch Geräte, die teilweise in der Art von Meßinstrumenten ausgebildet sein können, mehrere Drehmomente ausgeübt bzw. gegeneinander abgewogen werden können, und die mittelbar oder unmittelbar die Lichtstromsteuerung an sich bekannter Photozellengeräte betätigen, welche ihrerseits, gegebenenfalls über Verstärker, die Erregerströme der Leonardgenerätoren liefern. Als weiteres Hilfsmittel kann für die Schrittmacherwelle ein Frequenzvergleich vorgesehen sein, wobei die der Schrittmacherwelle entsprechende Leitfrequenz und die Rückmeldefrequenz eines Empfängers in einem elektrodynamischen Differential so miteinander verglichen werden und dabei derartige Regelbewegungen auslösen, daß der ganze Antrieb sich nur dann im Beharrungszustand bzw. das Kompensationsgerät im Gleichgewicht befindet, wenn die beiden genannten Frequenzen genau gleich sind.
  • Eine derartige Anordnung ist für sehr zählreiche Betriebe mit Fernsteuerung, wie z. B. Hebezeuge aller Art, Schleusenanlagen, Arbeitsmaschinen üsw., wichtig: Ihr Wesen wie ihre Arbeitsweise sollen indessen im folgenden an Hand einer Richtanlage für Scheinwerfer, Geschütze usw. beschrieben werden, da für einen solchen Verwendungszweck die Beseitigung der obengenannten Mängel des gewöhnlichen Leonardantriebes von besonderer Bedeutung ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung - in einem Ausführungsbeispiel.
  • In dem Schaltbild ist reit L der Lenkschalter _ der Anlage bezeichnet, der mit je einem Hebel L3 für die Seiten- und I_3 für die Höhenrichtung versehen ist. Mit jedem der beiden Hebel ist unmittelbar der über ein Getriebe drehbare Wicklungsteil eines einphasigen Drehtransformators (Phasentransformators) D5 bzw. D, gekuppelt, dessen fester Wicklungsteil an einem Drehstromnetz konstanter Frequenz liegt. Den Schleifringen 33 bzw. 3.; kann demnach eine konstante Wechsel-EMK entnommen werden, deren Phase beliebig gegenüber jeder der drei Leitungsspannungen des speisenden Drehstromnetzes einstellbar ist.
  • Es sind des weiteren vier Instrumentensysteme vorhanden, die zwecks leichter Unterscheidbarkeit ihrer Zugehörigkeit als ö- und 8'-System (Sb und Sa,) bzw. ß- und ß'- System (S.@ und S,;,) bezeichnet sind. Jedes Y- bzw. ß'-System enthält fest auf einer Achse sitzend die Drehspule eines Drehspul- (Deprez-) Instrumentes 43, bzw. 4,", eines Dynamometers 5s- bzw. 5-, einen Blendenträger mit Blende 6a, bzw. 6;3sowie die Aluminium- bzw. Kupfertrommel einer Wirbelströmkupplung7s,bzw.7-. Innerhalb der Trommel ist ein permanenter Magnet drehbar angeordnet, der auf einer Welle sitzt,. die ihre Drehbewegung auf irgendeine Weise, z. B. durch ein Schneckenrad 85, bzw. 8", erhält. Mit der Schneckenwelle 9s, bzw. 9, ist auf der ! einen, z. B. der rechten Seite der Anker eines kleinen, in irgendeiner Weise, gegebenenfalls z. B. mittels permanenter Magnete, fest erregten Gleichstrommotors iia, bzw. ii;, und auf der linken Seite der Läufer eines kleinen Frequenzumformers ioa, bzw. io#, gekuppelt, dessen Ständer wiederum am Drehstromnetz liegt: Wird nun die feste Spule des Dynamometers, z. B. 56, des 8'-Systems an eine Phase des Netzes, die drehbare Spule aber an die Schleifringe 3,, des Phasentransformators Da angeschlossen (evtl. vorhandene, z. B. Dhmsche Vorschaltungen in den Spulenkreisen sind als hier unwesentlich fortgelassen), so wird das Dynamometer 5a, auf die gemeinsame Welle ein Drehmoment ausüben, das nach bekannten Gesetzen dem cos des Phasenwinkels zwischen den Spulenströmen proportional ist. Da letztere ihrer Größe nach konstant sind, der Strom in der beweglichen Spule aber seiner Phase nach durch die jeweilige Stellung des Hebels La des Lenkschalters gegeben ist, während der Strom in der festen Spule eine unveränderliche Phase hat, so ist das vom Dynamometer ausgeübte Moment innerhalb von i8o° elektr. seiner Größe und Richtung nach eindeutig gegeben durch die Stellung des Hebels La. Die Drehbewegung der beweglichen Spule des Dynamometers 5ä, macht der Blendenträger 6" mit, der den von einer nicht gezeichneten Lampe gelieferten Lichtstrom zur Erregung zweier oder gegebenenfalls auch mehrerer Photozellen steuert, deren Anordnung einschließlich der zugehörigen Verstärkerröhren, Widerstände, Transformatoren und Kondensatoren im allgemeinen aus der Fernmeß- und Meldetechnik bekannt ist und z. B. der Abb. 6 auf S. 24 des Buches von Dr.-Ing. W. Stäblein Die Technik der Fernwirkungsanlagen, Verlag Oldenbourg, München und Berlin 1934, entsprechend gewählt werden kann. Die Gesamtheit dieser Anordnung ist der Einfachheit wegen im Schaltbild zusammenfassend durch ein gestricheltes Viereck angedeutet und der scharfen Hervorhebung wegen mit den Buchstaben ZKä, bezeichnet. Jeder Stellung des Blendenträgers 6ä, entspricht nach Größe und Richtung ein bestimmter, von dem Höhengerät gelieferter Gleichstrom. Während aber dieser letztere in den -bekannten Anordnungen zur Fernbetätigung eines Meßinstrumentes dient, bewirkt er im vorliegenden Fall die Erregung eines kleinen Leonardgenerators i2ä, der von einem gewöhnlichen Drehstrommotor 13 mit praktisch oder genau konstanter Drehzahl angetrieben wird und einer= seits den bereits erwähnten kleinen Gleichstrommotor 116, dem Leonardprinzip entsprechend mit nach Größe wie Richtung durch die Erregung bestimmter Klemmenspannung speist. Durch das Schneckenradgetriebe übersetzt, entspricht die Umdrehungszabl des permanenten Magneten der Wirbelstromkupplung 7" genau der Umdrehungszahl des kleinen Leonardmotors iiä, und damit auch das über die Kupplung auf die Instrumentenachse übertragene mechanische Drehmoment dieser Umdrehungszahl.
  • Die Instrumentenachse unterliegt also einerseits der Einwirkung des Drehmoments, welches von der beweglichen Dynamometerspule ausgeübt wird und einer ganz bestimmten Stellung des Lenkhebels Lä am Lenkschalter L entspricht, andererseits der des Drehmoments, das von der Wirbelstromkupplurig 7ä, übertragen wird und genau der berechneten Drehzahl des Leonardmotors iiä, entspricht. Wählt man die Anordnung so, entsprechend dem Kompensationsprinzip, daß die beiden Drehmomente einander entgegenwirken, so kann das ganze b'-System nur dann im Gleichgewicht und damit die Instrumentenachse samt Blendenträger 66, in Ruhe verharren, wenn die Momente sich untereinander aufheben. Das bedeutet: zu jeder Stellung des Steuerhebels L& am Lenkschalter L gehört völlig eindeutig eine genau bestimmte Umdrehungszahl dies Gleichstrommotors my, wobei die absoluten Werte der von der Blende 66, eingesteuerten Erregung des Leonardgenerators 12ä wie der Spannung und Stromstärke im Leonardkreis gleichgültig sind. Da, wie oben beschrieben, mit dem Motor iiä, der Frequenzumformer ioä, starr gekuppelt ist, ist auch die an seinen Schleifringen auftretende - Frequenz, die Leitfrequenz Va, eine eindeutige Funktion der Stellung des Hebels La am Lenkschalter.
  • Eine Sonderaufgabe hat das dritte, ebenfalls mit der Instrumentenacbse gekuppelte Deprezinstrument 46, zu erfüllen. Da das 8'-System (Sä,) als Ganzes an sich keinerlei Ausschlagbegrenzung, etwa durch eine Feder, erfährt, liegt die Gefahr starker Überregulierung und darum von Pendelungen des Blendenträgers 63, vor, sobald am Lenkschalter L rasche Geschwindigkeitsänderungen notwendig sind bzw. eingestellt werden. Es ist daher zur Unterstützung des von der Wirbelstromkupplung in dem erwähnten Fall an sich schon gelieferten Dämpfungsmoments noch ein besonderer Dämpferkreis bzw. Rückführkreis vorgesehen. Er besteht aus dem im Erregerkreis des Leonardgenerators 12s. liegenden Ohmschen Widerstand 14;,,, zu dem im Nebenschluß die Drehspule des Deprezinstrumentes 4ä, in'Reihe mit einem Kondensator 15ä, liegt. Erfährt nun der von Z Kä, infolge sehr rascher Blendenbewegung gelieferte Erregerstrom ebenfalls sehr rasche zeitliche Änderungen, so treten entsprechend kräftige Lade- bzw. Entladeströme des Kondensators 15ä, auf, welche mittels der Drehmomentbildung der stromdurchflossenen Drehspule im konstanten Feld des Deprezinstrumentes der jeweiligen Bewegung des Blendenträgers entgegenwirken.
  • Die Leitfrequenz Va bzw. V3 wird erfindungsgemäß dem einen Teil, z. B. dem Läufer eines elektrodynamischen Differentials 16ä. bzw. 16:, zugeführt, das zu dem a- bzw. ß-System (Sä bzw. S,..) gehört und seinem Wesen nach völlig einem kleinen Drehstromasynchronmotor entspricht. Der Ständer des Differentials wird mit einer vorübergehend von der Leitfrequenz abweichenden Frequenz der sogenannten Rückmeldefrequenz f& bzw. f3 gespeist, die genau proportional der Drehzahl der Seitenrichtmaschine Rä bzw. Höhenrichtmaschine R3 ist. Die Läuferwelle 18s bzw. 18:t treibt wiederum einerseits ein Schneckenrad 17ä. bzw. i7 @" andererseits einen kleinen, fest erregten Gleichstromgenerator igä bzw. 1g:3, dessen Spannung sich demnach proportional der Drehgeschwindigkeit und -richtung der Läuferwelle des Differentials 166, bzw. 163 ändert.
  • Im übrigen besteht jedes ö- bzw. ß-System (Sä bzw. Sß) aus einem Deprezinstrument 2oä bzw. tos, dessen Drehspule mit zwei Wicklungen versehen ist und dessen verlängerte Achse wiederum zur Steuerung des Lichtstromes einer nicht besonders angedeuteten Lampe einen Blendenträger mit Blende 21ä bzw. 2,13 trägt. An ihrem unteren Ende ist die Instrumentenachse über eine Spiralfeder 22s bzw. 22 -#, die im allgemeinen das Gegendrehmoment für die Drehspule des Deprezinstrumentes liefert; mit einem Träger (Dreharm) 23s bzw. 23,.3 gekuppelt, der seinerseits vom Schneckenrad 17, bzw. 17,3 um einen bestimmten Winkelweg von z. B. etwa i8o ° gedreht werden kann. Schließlich ist die Achse noch mit einer Wirbelstrom- öder Luftkammerdämpfung 24a bzw. 24,3 ausgerüstet: Der vom Blendenträger2ia bzw.2r,; gesteuerte Lichtstrom erregt wiederum die Photozellen einesVerstärkergerätesZKa bzw.ZK,3, dessen Gleichstrom zur nach Größe und Richtung variablen Feldbewegung eines Leonardgenerators 256 bzw. 253 dient, der von einem Drehstrommotor 26 angetrieben wird und seinerseits den Leonardmotor 27a. bzw. 27,-., der Seitenricht- bzw. Höhenrichtmaschine speist. Der Leonardmotor 27s bzw. 27,; ist unmittelbar oder mittelbar gekuppelt mit dem Läufer eines kleinen, vom Drehstromnetz erregten Frequenzumformers 286 bzw. 28;, der über seine Schleifringe die oben bereits vorgreifend erwähnte Rückmeldefrequenz fs bzw. f" an den Ständer des elektrodynamischen Differentials i6b, bzw. 16:; liefert. Das Differential z6s selbst verhält sich genau wie ein doppelt gespeister Induktionsmotor. Sind Leit- und Rückmeldefrequenz einander gleich, gehört also damit zu einer bestimmten Stellung des Hebels Ls_ am Lenkschalter L genau die ihr entsprechende Geschwindigkeit der Seitenrichtung, - so ruht der Läufer des Differentials 16a. und damit auch Schneckenrad z7a und Gleichstromgeneratoriga. Die Feder 22a ist entspannt, und die Blende 21a. nimmt die Stellung ein, in welcher Z KA. die zur Einhaltung der richtigen Rückmeldefrequenz notwendige Erregerspannung für den Leonärdgenerator 25a. liefert.
  • Wird nun am Hebel Ls eine andere Geschwindigkeit eingestellt, so reguliert das 8'-System sehr rasch die neue Leitfrequenz ein, womit das Gleichgewicht am Differential i6,# gestört ist. Der Läufer des Differentials nimmt sofort eine verhältnismäßig hohe, 'der Freqüenzdifferenz nach Größe und Vorzeichen entsprechende Umdrehungszahl an. - Die der letzteren entsprechende, verhältnismäßig hohe Klemmenspannung des Generators iga ruft eine: kräftige Drehmomentwicklung des Deprezinstrumentes tos hervor. Unter dem Einfluß dieses Drehmoments vollführt die Instrumentenachse eine durch die Dämpfung 24a gedämpfte Drehbewegung, welche sowohl die den erregenden Lichtstrom steuernde Blende eis verschiebt als auch die Kuppelfeder 22s spannt: Die Blendenbewegung ist aber gleichbedeutend mit einer Einsteuerung der Erregung des Leonardgenerators 25a. im Sinne der Angleichung der Umdrehungszahl des -Leonardmotors 27s und damit auch über den Frequenzumformer 28s der Rückmeldefrequenz an die Leitfrequenz. Je weiter diese Angleichung fortschreitet, um so langsamer rotiert der Läufer des Differentials und um so mehr erlischt damit die Drehmomentbildung im Deprezinstrument als Störungsquelle des ursprünglichen Gleichgewichtes. Inzwischen ist aber auch entsprechend dem Produkt aus der Umdrehungsgeschwindigkeit des Differentialläufers und der Zeit der Dreharm 23s mittels Schneckenrades 17, im Sinne einer Spannungsverminderung der Feder dem Blendenträger nachgedreht worden. Beide Momente, d. h. das den Ausschlag der Blende bewirkende Drehmoment des Deprezinstrumentes wie das ihm entgegenwirkende Federmoment, sinken demnach mit fortschreitender Angleichung der Rückmeldefrequenz an die Leitfrequenz. Ob beide Momente gleichzeitig gerade in dem Augenblick gleich Null werden, in dem die Blende gerade die richtige gewünschte, für den neuen Beharrungspunkt der Drehzahl der Seitenrichtmaschine notwendige Erregung des Leonardgenerators einsteuert, ist in erster Linie eine Frage der Dämpfung. Um diese aperiodisch oder wenigstens nahezu aperiodisch wirksam zu machen, ist auch hier ein kapazitiver Rückführ- bzw. Dämpfungskreis vorgesehen. Dieser besteht aus dem Ohmschen Widerstand 293, der vom Erregerstrom des Leonardgenerators 25s durchflossen wird, dem Kondensator 30s und der obenerwähnten zweitenDrehspulenwicklung des Deprezinstrumentes tos. DieWirkungsweise entspricht völlig der des entsprechenden Kreises im 8'- bzw. ß'-System. Der Übersichtlichkeit wegen sei der Verlauf eines Reguliervorganges im Seitenrichtkreis zusammenfassend nochmals geschildert: Jeder Stellungsänderung des Steuerhebels La am Lenkschalter L entspricht eine Drehmomentänderung im Dynamometer 56, des $'-Systems. Diese Drehmomentänderung wird mittels des Röhrengerätes Z Ky, des Hilfs-Leönardantriebes 12s, iib" der Wirbelstromkupplung 7b, und des Frequenzumförmers =ob, in eine Änderung der vom '-System gelieferten Leitfrequenz Va umgeformt.
  • Die nunmehr vorhandene Differenz der Leitfrequenz Va und Rückmeldefrequenz fs kommt in einem elektrodynamischen Differential 16s des ö-Systems dergestalt zur Wirkung, daß mittels eines fest erregten Gleichstromgenerators iga. eines Deprezinstrumentes tos und eines zweiten Röhrengerätes Z Kb. die Erregung des Hauptieonardgenerators 25s in dem Sinne beeinflußt wird, däß die vorn Frequenzumformer 28@, dessen Drehzahl der des Hauptleonardmotors j 27a proportional ist, gelieferte Rückmeldefrequenz fs der neuen Leitfrequenz Va. angeglichen wird. Das d- System kommt erst dann zur Ruhe, wenn die beiden Frequenzen Va und fa. genau gleich geworden sind, und zwar unter der Winkelwirkung des Drehmoments des Deprezinstrumentes tos und einer Feder 22s, deren einer Festpunkt vom Differential 16a im Sinne des Spannungsloswerdens in einem neuen Beharrungspunkt räumlich verschoben wird. Um Pendelungen der Systeme weitgehend zu unterdrücken bzw. um jeden Reguliervorgang aperiodisch oder nahezu aperiodisch verlaufen zu lassen, sind außer den allgemein üblichen Wirbelstrom- und Luftdämpfungseinrichtungen besondere kapazitive Rückführkreise vorgesehen, welche auf die Änderungsgeschwindigkeit der Erregerströme der Leonardgeneratoren ansprechen.
  • Die Anordnungen und Vorgänge im Höhenricht- (ß-) Kreis entsprechen so völlig den beschriebenen im Seitenricht- (8-) Kreis, daß weitere Auseinandersetzungen überflüssig scheinen. Dieser Tatsache ist äußerlich im Schaltbild durch Verwendung gleicher Kennziffern in beiden Kreisen Rechnung getragen. Dies gilt aber zunächst nur für die Schaltstellung i der drei Umschalter 31, 31' und 3i".
  • Bezüglich dieser Umschalter ist folgendes zu beachten: Die bisher beschriebene Steuerung ist eine reine Geschwindigkeitssteuerung. Es tritt nun aber erfahrungsgemäß in der Praxis gelegentlich der Wunsch auf, unter Verwendung der vorhandenen Steuermittel ganz oder teilweise von der Geschwindigkeitssteuerung zur Wegsteuerung übergehen zu können. Die Erfindung berücksichtigt auch dies und veranschaulicht die notwendigen Maßnahmen im Schaltbild für den Fall einer Höhenwegsteuerung.
  • Werden die Umschalter 31, 31' und 31" von der Stellung i in die Stellung 2 gebracht, so wird erstens die feste Spule desDynamometers5,3, im ß'-System (S.,) vom Netz und seiner festen Phasenlage der Spannung umgeschaltet auf die Schleifringe des einphasigen Drehtransformators (Phasentransformators) 32, der über eine Übersetzung33 derart mit der HöhenrichtmaschineR3 gekuppelt ist, daß zu jedem Höhenwinkel ß eine bestimmte relative Stellung zwischen fefer und beweglicher Wicklung gehört.
  • Das im Dynamometer 5,s, entwickelte Drehmoment ist daher nunmehr allein abhängig von der relativen Phasenverschiebung zwischen den beiden an sich konstanten Strömen, die einerseits vom Phasentransformator DG des Lenkhebels, andererseits vom Phasentransformator 3a der Höhenrichtung der Lafette kommen. Es wird jeweilig nur dann Null sein, wenn die `Vinkelverschiebung der beiden Transformatoren genau go ° elekr. beträgt.
  • Ist es nicht Null, so steuert die Blende 6z, mit einer durch die nunmehr als reine Wirbelstrombremse (siehe weiter unten) wirkende Wirbelstromkupplung 7N, gedämpften Drehbewegung das Photozellengerät Z KN, des ß'-Systems (S,3,) voll aus. Der von diesem gelieferte Strom wird aber über die in Stellung 2 befindlichen Umschalter 31" und 31' nicht wie in Stellung i (Geschwindigkeitssteuerung) der Erregerwicklung des Hilisleonardgenerators i2;" sondern der des Hauptleonardgenerators 253. zugeführt. Das ß-System (SN) ist also außer Wirksamkeit, und im Bedarfsfalle könnte auch die Leitung für die Rückmeldefrequenz unterbrochen werden.
  • Infolge der starken Erregung des Hauptleonardgenerators 25N wird demgemäß der Höhenrichtmotor 27N zunächst mit hoher Geschwindigkeit laufen und den Phasentransformator 32 drehen, bis dieser in die obenerwähnte Stellung zum Phasentransformator Dä des Lenkhebels gelangt ist, in der das Drehmoment im Dynamometer 5.3, Null wird. Da an der Instrumentenachse des ß'-Systems (S,,,) in diesem Betriebszustand kein rückstellendes Moment vorhanden ist, so verharrt zwar die Blende 6y zunächst noch in der Stellung der Vollaststeuerung des Gerätes Z K,3" aber bereits eine ganz kleine Weiterdrehung des Phasentransformators 32 genügt, um ein negatives Drehmoment im Dynamometer 53, zu erzeugen und damit die Blende 6,;, nach ihrer Nullstellung gegenüber dem Gerät Z K,, zurückzuführen. Diese rückläufige Bewegung wird aperiodisch oder nahezu aperiodisch durch die oben beschriebene Wirkung des kapazitiven Rückführkreises gemacht. Bis auf einen ganz verschwindend kleinen Fehler wird sich demnach die Höhenrichtung stets genau auf den am Lenkschalter L eingestellten Wert einregulieren.
  • Selbstverständlich soll die Durchführung des Erfindungsgedankens, zur Einleitung wie Durchführung eines jeden Reguliervorganges die Phasenverschiebung zwischen den Strömen in den Spulen eines Dynamometers zu verändern, nicht an die oben beschriebene Verwendung einphasiger Drehtransformatoren (Phasentransformatoren) Da bzw. D,; gebunden sein. Es kann ebensogut jede andere Anordnung zur Phasendrehung, z. B. eine der bekannten Brückenschaltungen, verwendet werden. Das gilt sinngemäß auch bezüglich des Phasentransformators 32. Ferner können am Lenkhebel L bezüglich des Antriebes der Phasendreher alle bekannten Zusatzeinrichtungen, wie Getriebe oder Anordnungen für sympathische Bewegung usw., vorgesehen sein.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Leonardantrieb, insbesondere zur Fernverstellung schwerer Gegenstände, z. B. von Geschützen, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der Auslenkung eines Gebers entweder eine vorgeschriebene Verstellgeschwindigkeit oder ein vorgeschriebener Verstellweg wahlweise durch einfache Umschaltung in Form von phasenveränderlichen Wechselströmen konstanter Amplitude zusammen mit festen oder in der Phase dem wirklichen Verstellweg entsprechenden Wechselströmen auf: ein Kompensationssystem einwirken, dem eine der gewünschten Verstellgeschwindigkeit bzw. dem noch zurückzulegenden Verstellweg entsprechende Regelspannung entnommen und einem Schrittmachermotor bzw. dem Antrieb selbst umschaltbar zugeführt wird. `
  2. 2. Leonardantrieb nach Anspruch i für Geschwindigkeitssteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufbewegung des Schrittmachermotors durch eine nachgiebige und nach Belastungsstößen winkelaufholende Wegsteuereinrichtung mit Hilfe eines zweiten Kompensationssystems; welches unmittelbar nur von der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Sehrittmaehermötor und Antrieb beeinflußt wird; auf den Antrieb des schweren Gegenstandes übertragen wird.
  3. 3. Leonardantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsgeräte unmittelbar oder mittelbar die Lichtstromsteüerung an sieh bekannter Photozellengeräte (ZK) betätigen, die ihrerseits die Erregerströme der Leonardgeneratoren (12, 25) liefern. q..
  4. Leonardantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Spüle eines Dynamometers (5) mit einem konstanten Strom unveränderlicher Phase, die andere mit einem konstanten Strom beliebig veränderlicher Phase, welche als Träger einer vom Hauptsteuerstand (L) vorgeschriebenen Kommandogröße auftritt, erregt wird und daß das Drehmoment des Dynamometers (5) durch das Drehmoment einer mit ihm gekuppelten Vorrichtung, z. B. einer Wirbelstromkupplung (7), kompensiert: wird, welche eine lineare Beziehung zwischen der Relativgeschwindigkeit der beiden Kupplungsteile gegeneinander einerseits und dem erzeugten Drehmoment andererseits liefert.
  5. 5. Leonardantrieb nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß die eine Kupplungshälfte der Wirbelstromkupplung (7) vom Leonardmotor (ii), der von seinem Generator (12) auf eine Drehzahl reguliert wird, die demDrehmoment des Dynamometers proportional ist, mit einer Umdrehungszahl angetrieben wird, welche seiner eigenen Drehzahl gleich oder genau proportional ist.
  6. 6. Leonardantrieb nach Anspruch 1, 4. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Leonardmotor(ii) einFrequenzumformer(io) gekuppelt ist, der eine Frequenz (Leitfrequenz V) liefert; welche mit dem Drehmoment des Dynamometers bzw. der Wirbelstromkupplung linear veränderlich ist.
  7. 7. Leonärdantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß in einem elektrodynamischen Differential (16) eine als Träger einer Kommandogröße auftretende Frequenz (Leitfrequenz V) in an sich bekannter Weise durch eine zweite Frequenz (Rückmeldefrequenz f) kompensiert wird. B.
  8. Leonardantrieb nach Anspruch z und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil des elektrodynamischen Differentials(i6) mit einem konstant erregten Gleichstromgenerator (ig) unmittelbar oder mittelbar gekuppelt ist, dessen nach Größe und Richtung der Differenz zwischen Leit- und Rückmeldefrequent proportionale Klemmenspannung auf ein Voltmeter (2o) wirkt. g.
  9. Leonardantrieb nach Anspruch 1, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die im allgemeinen das Gegendrehmoment des Voltmeters (2o) liefernde Spiralfeder (2ä) mit ihrem einen Ende an einem Trägerarm (23) befestigt ist, der vom drehbaren Teil eines elektrodynamischen Differentials (16) über eine hohe Übersetzung (17) gedreht wird. io.
  10. Leonardantrieb nach Anspruch i und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückmeldefrequenz (f) an das elektrodynamische Differential (16) in an sich bekannter Weise von einem Frequenzumforrner (28) geliefert wird, der mit dem Leonardmotor (z7) gekuppelt ist, welcher das Endglied der Regulierkette bildet und von seinem Generator (25) auf eine Drehzahl reguliert wird, die der Leitfrequenz (TV) proportional ist. ii.
  11. Leonardantrieb nach Anspruch i und io, dadurch gekennzeichnet, daß die bei sehr raschen Übergängen von einem Beharrungszustand zu einem anderen auftretende Pendelgefahr durch kapazitive Rückführ- und Dämpfungskreise bekämpft wird, welche auf plötzliche Änderungen der Erregerströme der Leonardgeneratoren ansprechen.
  12. 12. Leonardantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beider Umschaltung zum Übergang von einem Steuerungsprinzip auf einanderes mindestens teilweise die für die eine Steuerungsart vorgesehenen Kompensationsgeräte auch für die andere Steuerungsart benutzbar sind.
  13. 13. Leonardantrieb nach Anspruch i und ii, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem zu verstellenden Gegenstand Einrichtungen zum elektrischen Vergleich der Geber-bzw.Empfängerstellung, beispielsweise Drehwand.lersysteme entsprechend den im Geber vorgesehenen Drehwandlersystemen, zusätzlich gekuppelt sind.
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