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Luftgekühlter Spiegel für Bogenlampen Bei Spiegelbogenlampen, bei
denen eine Lichtquelle hoher Leistung verwendet wird, ist es erforderlich, den Spiegel
zu kühlen, um ihn vor ungleichförmiger Erwärmung und dadurch vor dem Zerspringen
zu schützen. Man hat hierzu einen Luftstrom benutzt, der auf die Spiegelmitte gerichtet
war und nach außen hin abströmte. Auch hat man den Spiegel rotieren lassen, um eine
gleichmäßige Kühlung zu ermöglichen.
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Die Erfindung betrifft einen nicht rotierenden Spiegel für Bogenlampen.
Gemäß der Erfindung werden nun hinter dem Spiegel besondere Führungsbahnen so angeordnet,
daß ein durch sie beeinflußter Luftstrom den Spiegel vollständig gleichmäßig kühlt,
indem er die Luft an der Rückseite des Spiegels, in Richtung der Spiegelachse gesehen,
um diese herumführt.
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Eine derartige Kühlung ist besonders dann von Wert, wenn Spiegel verwendet
werden, die in ihrer Mitte eine öffnung aufweisen. Durch diese öffnung wird im allgemeinen
der Halter der negativen Elektrode oder diese selbsu hindurchgeführt. Bei einer
solchen Spiegelausbildung ist es nicht möglich, ohne besondere Führungsbahnen eine
gleichmäßige Bespülung der Spiegelrückwand zu erhalten.
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Die hinter dem Spiegel angeordneten Führungsbahnen werden vorteilhaft
so ausgebildet, daß sie, in Richtung der Spiegelachse gesehen, spiralförmig oder,
in einer hierzu senkrechten Richtung gesehen, schraubenförmig verlaufen. Eine spiralförmige
Formgebung ist von Vorteil, um eine ungleichmäßige Erwärmung des Spiegels in kreisförmiger
Richtung zu vermeiden und gleichzeitig einen genau geregelten Abfluß der Luft nach
außen hin zu erhalten. Hierzu werden hinter dem Spiegel vollständige Spiralgänge
vorgesehen oder nur im inneren Teil des hinter dem Spiegel vorgesehenen, zur Luftzuführung
dienenden Raumes derartige Führungsbahnen angeordnet. Wenn dann die Luft in der
Spiegelmitte in tangentialer Richtung zur Spiegelfläche oder spiralförmig verläuft,
wird diese um die Spiegelachse herumführende Bewegung nach außen weiter andauern
und so ,auch ohne besondere Führungsbahnen die gewünschte Form annehmen.
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Die Verwendung schraubenförmiger Füh. rungsbahnen hinter dem Spiegel
ermöglicht es, die Luftzuführung vollständig gleichmäßig über den Umfang des Spiegels
zu verteilen. Die Luft wird hierbei nicht an einer Stelle zugeleitet, sondern über
den ganzen Umfang in angenähert gleichförmiger Weise-Dic schraubenförmigen Führungen
hinter dem Spiegel k ,önnen auch spiralförmig verlaufen, in spiralförmige Bahnen
übergehen oder zumindest
der Luft eine spiralförmige Bewegung erteilen.
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Es ist weiterhin von Vorteil, nicht einen einzigen Luftführungsweg
vorzusehen, sol-> dern zwei oder mehr getrennte Wege zu verwenden oder die Luft
an mehreren voneinander getrennten Stellen der Spiegelrückwandzuzuleiten. Hierdurch
wird es ermöglicht, die Spiegelkühlung noch gleichmäßiger zu gestalten.
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Bei getrennten Zuführungswegen kann man entweder vollständig getrennte
Bahnen vorsehen oder die Luft nach einem Teil ihres Weges vereinigen. Die Luft kann
hierbei. den Spiegel vollständig umströmen oder je einen Teil des gesamten Umfanges,
bei zwei Wegen beispielsweise die Hälfte, bestreichen.
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Es ist nicht nur möglich, die Luft von innen nach außen strömen zu
lassen, sondern auch von außen nach innen.. Auch hierzu sind entweder Luftwege hinter
der ganzen Spiegelfläche vorgesehen oder doch zumindest hinter einem Teil des Spiegels.
Es ist dabei gleichfalls vorteilhaft, die Kühlluft in tangentialer Richtung hinter
den Spiegel treten zu lassen, beispielsweisse wenn Führungsbahnen nur in der- Spiegelmitte
angeordnet sind und die Kühlluft abgesaugt wird.
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Wird gemäß der Erfindung der Spiegel mit hinter ihm angeordneten Führungsbahnen
versehen, ist es nicht ohne weiteres möglich, den Spiegel zum Justieren zu verschieben,
ohne einen Luftaustritt nach der Spiegelmitte hervorzurufen. Der Spiegel wird daher
gemeinsam mit der Luftführung verschiebbar ausgebildet und die Kühlluft den Führungskanälen
durch eine .elastische oder teleskopartig ausgebildete Verbindung zugeführt bzw.
beim Absaugen fortgeführt.
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Die Erfindung sei an Hand von Figuren näher erläutert.
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In Fig. i, die einen Schnitt längs ArB (Fig.2) darstellt, ist i ein
Hohlspiegel, der in der Mitte eine Öffnung für die Halterung einer Bogenlampenkohle
aufweist. Hinter dem Spiegel sind zwei getrennte Luftzuführungskanäle 2 und 3 angeordnet
(vgl. Fig. ä), die die von einem gemeinsamen Ventilator gelieferte Kühlluft dem
Spiegel an zwei getrennten Stellen zuführen. Die durch den Kanal 2 strömende Luft
tritt bei q. in eine offene Rinne 6 über, die sich in der Strömungsrichtung verflacht
und so eine schraubenförmige Bahn bildet. Die durch sden Kanal 3 strömende Luft
wird im Halbkreis um den Spiegel herumgeführt und an der Stelle 5 einer gleichfalls
halbkreisförmigen Rinne 7 zugeführt. Durch die immer flacher werdenden Rinnen 6
und 7 wird die Luft durch den ringförmigen Spalt 8 zwischen Führung und Spiegel
vollständig gleichmäßig -dem Hohlspiegel zugeführt und bewegt sich .-zwischen diesem
und der Führungsschale g auf angenähert spiralförmigen Bahnen. Am Rande des Spiegels
wird .der Luftstrom durch eine Umbiegung i o nach hinten umgeleitet, um eine Störung
eines vor dem Spiegel brennenden Lichtbogens zu vermeiden.
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Die durch die Rinnen 6 und 7 strömende Kühlluft wird am Entweichen
nach der Spiegelmitte durch den Ring i i gehindert: Da der Spiegel mit der Luftführung
fest verbunden ist, wird diese Dichtung bei -einem Justieren nicht aufgehoben. Der
Spiegel wixd hierzu mitsamt den Luftkanälen und dem Halter 12 auf einer Grundplatte
verschoben und durch Schrauben, die durch die Löscher 13 treten, in der richtigen
Stellung befestigt. Den Kanälen 2 und 3 wird hierbei die Luft durch einen biegsamen
Schlauch 14 zugeführt.