DE684633C - Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes

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DE684633C
DE684633C DESCH115416D DESC115416D DE684633C DE 684633 C DE684633 C DE 684633C DE SCH115416 D DESCH115416 D DE SCH115416D DE SC115416 D DESC115416 D DE SC115416D DE 684633 C DE684633 C DE 684633C
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Germany
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dispersion
rubber
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cement
latex
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DESCH115416D
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English (en)
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Georg Schuster
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/10Coating or impregnating
    • C04B20/12Multiple coating or impregnating
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes Zusatz zum Patent 675I77 Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes als weitere Ausbildung nach dem Hauptpatent 675 177. Nach diesem wird Kork mit einer Latexlösung und anschließend mit Zement gemischt, wodurch ein Baustoff erhalten wird, der als Fußboden, Belag für Wände und Decken o. dgl, verwendet werden kann. Hierdurch war es möglich, die Korkteilchen mit dem Zement zu binden, ohne daß eine Verseifung der in den Korkteilchen enthaltenen organischen Säuren mit den Alkalien des Zements eintreten konnte.
  • Da die zwischen den einzelnen Korkteilchen befindlichen Räume mit Latex und Zement auszufüllen waren, so wurden nach dem Hauptpatent große Latexmengen zur Herstellung des Baustoffes erforderlich. Diese Latexmengen benötigte man auch dann, wenn der Kork in äußerst kleinen staubförmigen Teilchen zur Anwendung gelangte, da die Korkteilchen sich bei der Herstellung des Baustoffes mit einer dünnen, aus der Latexmilch gewonnenen Gummischicht überziehen. Sodann führten staubförmige Füllstoffe auch leicht zu vorzeitigem Koagulieren der Latexmilch. Demgegenüber wird durch die weitere Ausbildung nach der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, daß an Stelle von Kork saugfähige faserige Cellulose, z. B. Papier, als Füllstoff in der Weise verwendet wird, daß sie in Wasser gequollen und mit einer wässerigen, natürlichen oder künstlichen Gummi-oder Kautschukdispersion, z. B. Latex, oder einer wässerigen Dispersion von Kunstharz oder thermoplastischen Massen gemischt wird, worauf der Mischung ein hydraulisches Bindemittel, wie Zement, zugesetzt wird.
    das Füllmaterial in Form von Faserstoffen zugesetzt. Es muß sich bei diesen Füllstoffen um solche handeln; die nicht saugfähig sind; denn andernfalls würde beim Zusatz der Füllstoffe zu der aus Latex und Zement bestehenden Mischung ein vorzeitiges Koagulieren der Latexmilch eintreten, weil durch saugfähige Füllstoffe der Latexmilch das in ihr enthaltene Wasser entzogen wird.
  • Man geht daher erfindungsgemäß einen anderen Weg, wie vorstehend auseinandergesetzt, indem man zunächst saugfähige, faserige Cellulose, insbesondere Papier, als Füllstoff verwendet, diesen Füllstoff in Wasser quellt und dann erst die Gummi- oder Kautschukdispersion bzw. eine Dispersion von Kunstharz oder thermoplastischen Massen zusetzt. Anschließend wird dann erst das hydraulische Bindemittel, wie Zement, zugesetzt. Bei diesem Verfahren hat die saugfähige, faserige Cellulose von sich aus schon genügend Wasser aufgenommen, so daß sie nicht mehr der Dispersion Wässer entziehen kann. Es tritt daher erfindungsgemäß eine vorzeitige Koagulation nicht ein. An Stelle einer natürlichen Kautschuk- oder Gummidispersion kann man auch erfindungsgemäß Dispersionen von Kunstharz oder thermoplastischen Massen und auch Mischungen aus natürlichen oder künstlichen Gummi- oder Kautschukdispersionen mit wässerigen Dispersionen von Kunstharz oder thermoplastischen Massen verwenden.
  • Man erhält durch die Anwendung des neuen Verfahrens einen infolge der Faserstruktur des Papiers bzw. der Cellulose äußerst festen Baustoff mit großer Verschleißfestigkeit beim Begehen u. dgl., und der fertige Baustoff behält keine Eindrücke bei Belastungen, z. B. durch Stuhlbeine, zurück, wenn entsprechende Mischungsverhältnisse zwischen Papier, Dispersionen und Zement gewählt werden. Weiter besitzt der Baustoff trotz seines dichten Gefüges wegen des möglichen Zusatzes großer Papiermengen eine günstige Isolierfähigkeit gegen Schall und Wärme: Im Gegensatz hierzu kann bei dem Baustoff nach dem Hauptpatent der Kork nur in begrenzter Menge zugesetzt werden, da bei Erzielung ,eines dichten Gefüges sehr große Latex- und Zementmengen für die Ausfüllung der Zwischenräume erforderlich sind, und dieses Ausfüllen wird nur mängelhaft durchzuführen sein, wenn die Korkmengen zu
    wodurch das Papier in Einzelfasern zerfällt und einen Brei bildet: Dann drückt man diesen Brei aus und setzt so viel Wasser wieder zu, wie zum Abbinden des später zuzusetzenden Zements erforderlich ist. Dem Papierfaser-Brei wird sodann die wässerige Dispersion oder Dispersionsmischung zugesetzt, und darauf wird unter ständigem Rühren der Zement in Mengen, entsprechend dem Verwendungszweck des Baustoffes, beigegeben: Die fertige Mischung kann dann in Flächen oder Platten zu Fußböden oder Belägen usw: verarbeitet werden. .
  • Für die Verwendung von wässerigen Dispersionen thermoplastischer Massen wird folgendes Zahlenbeispiel angegeben: zoö Gewichtsteile Altpapier werden in Wasser gequollen und verrührt. Nach dem Ausdrücken des Wassers setzt man ro Gewichtsteile einer thermoplastischen Masse, z. B. der unter dem Warenzeichen Akronäl bekannten, und 8o bis 9o Gewichtsteile Zement unter Beigabe von Wasser zu, wobei das Zusatzwasser mengenmäßig so bemessen ist, däß es zum Abbinden des Zements reicht. Sodann wird die Mischung in Flächen verlegt oder in Formen, z. B. zur Herstellung von Platten, gebracht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: T. Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes als weitere Ausbildung nach dein Hauptpatent 675 177, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Kork saugfähige faserige Cellulose, z. B. Papier, als Füllstoff in der Weise verwendet wird, daß sie in Wässer gequollen und mit einer wässerigen, natürlichen oder künstlichen Gummi- oder Kautschukdispersion, z. B. Latex, oder einer wässerigen Dispersion von Kunstharz oder thermoplastischen Massen gemischt wird, worauf der Mischung ein hydraulisches Bindemittel, wie Zement, zugesetzt wind.
  2. 2 Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus einer natürlichen oder künstlichen Gummi- oder Kautschukdispersion und einer wässerigen Dispersion von Kunstharz oder thermoplastischen Massen verwendet wird.
DESCH115416D 1938-04-02 1938-04-02 Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes Expired DE684633C (de)

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