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Fliehkraftpumpe Die Erfindung bezieht sich auf Fliehkraftpumpen für
Flüssigkeiten, die scheuernde Teilchen enthalten.
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Es ist bekannt, Fliehkraftpumpen mit zweiteilig ausgebildetem Gehäuse
mit Gummiauskleidungen zu versehen, um eine Abnutzung der metallischen Teile durch
in der geförderten Flüssigkeit enthaltene scheuernde Stoffe, wie Sand, Steinteilchen
o. dgl., zu vermeiden. So hat man z. B. einen dünnen Gummiüberzug unmittelbar auf
die Innenfläche des Gehäuses aufgebracht und die Auskleidung vulkanisiert. Nach
einem anderen Vorschlag wird zunächst eine Augkleidung aus dünnem Metallblech mit
einem verhältnismäßig dünnen Gummiüberzug versehen und das so überzogene Blech dann
in das Gehäuse eingesetzt, wobei unter anderem auch vorgesehen war, das Blech nur
auf einzelnen Punkten der Gehäuseinnenfläche zu stützen, um ein elastisches Nachgeben
der Auskleidung zu ermöglichen.
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Bei Fliehkraftpumpen, welche zur Förderung eines Metalle chemisch
angreifenden Fördermittels dienen, hat man das Pumpengehäuse aus chemisch widerstandsfähigen
Baustoffen, wie Porzellan, Glas, Beton oder Holz, in der Weise hergestellt, daß
man zwei dickwandige, die Läuferkammer umschließende Körper innerhalb eines Metallgehäuses
angeordnet oder unter Verwendung von Metallplatten und Schraubenbolzen verbunden
hat. Pumpen dieser Art sind aber zur Förderung von scheuernde Teilchen enthaltenden
Flüssigkeiten nicht verwendbar, da die Baustoffe unter der Einwirkung .der mit hoher
Geschwindigkeit durch die Pumpe geführten scheuernden Teilchen in kurzer Zeit zerstört
werden.
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Auch die bekannten, mit Gummiauskleidungen der vorerwähnten Art ausgerüsteten
und zur Förderung von Flüssigkeiten, die scheuernde Teilchen enthalten, bestimmten
Pumpen, haben nur eine kurze Lebensdauer. Die Erneuerung der Gummiauskleidung ist
bei beiden erwähntenAusführungsformen umständlich und zeitraubend. Bei direkt auf
das Gehäuse aufgebrachten Auskleidungen muß das Gehäuse abmontiert und durch Aufbringen
und Vulkanisieren der Gummischicht wieder in brauchbaren Zustand gebracht werden.
Dies bedingt im Hinblick auf den erforderlichen Aus- und Einbau und den Transport
Kosten und eine längere Außerbetriebsetzung
der Pumpe. Das Auswechseln
von auf Metallblechunterlagen aufgebrachten Gummiüberzügen der bekannten Art ist
ebenfalls umständlich. Außerdem ist-.keine Gewähr gegeben, daß die Einpassung der
neuen Auskleidung in solcher Weise möglich ist oder erfolgt, daß ein Verschieben
oder ein Ausbeulen der Auskleidung an einzelnen Stellen unter den Druckbeanspruchungen
beim Gebrauch der Pumpe vermieden wird. Bei dünnen Auskleidungen der beiden erwähnten
Arten ergibt sich schließlich der Hauptübelstand, daß der Gummiüberzug sich unter
dem Flüssigkeitsdruck an einzelnen Stellen unter Anpassung an Unregelmäßigkeiten
in der Innenfläche des Gehäuses ausbeult oder verschiebt, wodurch der zerstörende
Angriff der scheuernden Teilchen und damit die Zerstörung der Gummiauskleidung besonders
begünstigt wird.
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Gemäß der Erfindung sollen diese Nachteile ausgeschaltet werden. Insbesondere
wird erfindungsgemäß die Herstellung .einer Fliehkraftpumpe von wesentlich längerer
Lebensdauer und die einfache Auswechselbarkeit der Gummiauskleidung an Ort und Stelle
innerhalb kurzer Zeit ermöglicht.
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Die diese und andere Vorteile aufweisende Fliehkraftpumpe mit zweiteiliger
Gummiauskleidung für Flüssigkeiten, die scheuernde Teilchen enthalten, ist gekennzeichnet
durch die folgenden, an sich in verschiedenem technischen Zusammenhang bekannten
Merkmale: i. ein zylindrisches Pumpengehäuse mit ebenen Endflächen, 2. zwei in dieses
Gehäuse unter Pressung eingesetzte, die Läuferkammer und die Schnecke bildende Einsatzkörper
aus Gummi, 3. zwischen den ebenen Außenflächen der Einsatzkörper und den Innenflächen
des Pumpengehäuses angeordnete, nicht biegsame Metallscheiben.
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Zur näheren Erläuterung wird eine Ausführungsform der Erfindung nachstehend
an Hand der Zeichnung beschrieben.
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Fig. i zeigt eine Pumpe gemäß Erfindung 'im Schnitt; Fig. z ist eine
Ansicht der Pumpe gemäß Fig. i nach Abnahme der vorderen Gehäusehälfte und des zugehörigen
Gummieinsatzk5rpers.
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Das Metallgehäuse besteht aus zwei Hälften i und 2, welche mittels
Flansch 3 und Bolzen q. verbunden sind. Die Gehäuseteile umschließen einen im wesentlichen
zylindrischen Hohlraum und einen tangential verlaufenden Ausflußkanal. Mittels eines
Flansches 5 und eines Flansches 6 kann die Pumpe an eine Druckleitung angeschlossen
werden. Die Gehäusehälfte i weist eine Stopfbuchse 7 auf, durch welche die Welle
8 hindurchtritt. Durch Muffe g, Packung io und Wasserverschlußbuchse i i wird das
Austreten von Flüssigkeit verhindert. An die Mittelöffnung 12 der Gehäusehälfte
2 kann mittels Flansch 13 und mit Schraubengewinde versehenen Bohrungen 1q. eine
Zufluß- oder Saugleitung angeschlossen werden. Die beiden Gehäusehälften können
infolge ihrer einfachen Form leicht gegossen und bearbeitet werden. In dem von den
beiden Gehäusehälften eingeschlossenen Raum sind die beiden Gummieinsatzkörper 15,
16 angeordnet, welche mit den äußeren ebenen Flächen ihrer Teile 17 auf nicht biegsamen,
verhältnismäßig schweren Metallscheiben 18 aufsitzen. Hierdurch wird ein Durchbiegen
.der Gummieinsatzkörper unter dem Druck der geförderten Flüssigkeit verhindert.
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Die Gummieinsatzkörper umschließen die Schnecke ig und die Läuferkammer
2o, in welcher der Läufer 21 angeordnet ist. Der Läufer kann offene oder geschlossene
Bauart aufweisen. Auch der tangentiale Ausflußkanal a2 ist von einer starken Gummiauskleidung
umschlossen. Am Ende des Kanals 22 ist die Gummiauskleidung zu einem Flansch z3
verbreitert, der in einer entsprechenden Aussparung des Flansches 5 des Gehäuses
liegt. Der Gummiflansch 23 ragt etwas über die obere Fläche des Flansches 5 hinaus,
so daß bei Befestigung des Flansches 6 eine gute Dichtung erzielt wird.
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Die Metallscheiben 18, welche auf die Gummieinsatzkörper 15, 16 einen
gleichmäßigen Druck ausüben, können durch Bolzen 24 in ihrer Lage gehalten werden.
Die Dicke der Gummieinsatzkörper wird etwas höher gewählt als es der Höhe der Gehäusekammer
entspricht. Durch den so erzeugten Druck wird eine vollständige Dichtung an den
Berührungsflächen der Einsatzkörper erzielt. Die Metallscheiben 18 können auch lediglich
durch den Druck in ihrer Lage gehalten werden, so daß die Bolzen 24 entbehrlich
sind.
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Bei der praktischen Verwendung der Pumpe gemäß Erfindung hat sich
gezeigt, .daß diese den bisher bekannten, mit Gummiauskleidung versehenen und zur
Förderung scheuernde Teilchen enthaltender Flüssigkeiten verwendeten Pumpen wesentlich
überlegen ist. Durch die Herstellung des Gehäuses mit ebenen Ansatzflächen und die
Mitverwendung der Metallscheiben 18 werden die Schwierigkeiten hinsichtlich der
genauen Herstellung des Gehäuses und der Erzielung eines guten Sitzes der Gummiauskleidung
vermieden. Die Gummieinsatzkörper können leicht hergestellt und verschickt und an
Ort und Stelle in kürzester Zeit ausgewechselt werden.