DE682111C - Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen - Google Patents

Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen

Info

Publication number
DE682111C
DE682111C DED70571D DED0070571D DE682111C DE 682111 C DE682111 C DE 682111C DE D70571 D DED70571 D DE D70571D DE D0070571 D DED0070571 D DE D0070571D DE 682111 C DE682111 C DE 682111C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bridge
direct current
measuring
resistor
inductance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED70571D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ODILO DOLLMANN DIPL ING
Original Assignee
ODILO DOLLMANN DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ODILO DOLLMANN DIPL ING filed Critical ODILO DOLLMANN DIPL ING
Priority to DED70571D priority Critical patent/DE682111C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE682111C publication Critical patent/DE682111C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Anordnung zum Messen der Induktivität und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen Der Wunsch, den Einfluß eines Gleichstromes auf die Selbstinduktionswerte und die Verlustwiderstände von Induktivitäten genau meßbar erfassen zu können, ist wohl so alt, als Induktivitäten im Zusammenhang mit Medien nicht konstanter Permeabilität als Drosseispulen zur Unterdrückung von Wechselstrom in Gleichstromkreisen Verwendung finden.
  • Alle Formeln zur Berechnung solcher Induktivitäten ergeben sofort fragwürdige Ergebnisse, sobald als Kernmaterial z. B. Eisen mit seinen von der Strombelastung im höchsten Maße abhängigen Permeabilitätswerten Verwendung finden. Daher hat man Meßanordnungen gesucht, die bei beliebiger Dosierung der Gleich- und Wechselstromanteile an einem Meßobjekt ohne weitere Veränderung an dessen Aufbau und dessen Wicklungen die für bestimmte Betriebsparameter (Wechselstromfrequenz, Wechselstromamplitude, Kernquerschnitt, Windungszahl, Luftspalt im Eisen, Gleichstromvormagnetisierung) sich einstellende Induktivität und den Verlustwiderstand genau ermitteln lassen.
  • Die Aufgabe, unter bestimmten Voraussetzungen (maximal zulässigen Kernquerschnitt, bestimmtes Kerngewicht und Kernmaterial, maximal zulässige Windungszahl) für eine bestimmte Gleichstromvorbelastung und eine bestimmte Frequenz und Amplitude des überlägerten Wechseistromes, z. B. den wirtschaftlichsten Kernluftspalt zu ermitteln, ist jedoch mit den bis jetzt bekannten Brücken, die jeweils nur Teillösungen zulassen und auch in der Bedienung umständlich erscheinen, nicht ohne weiteres zu lösen gewesen.
  • Dies hängt mit den nicht ganz einfach zu erfüllenden Betriebsbedingungen zusammen,. denen eine Eisenkernspule im Wechselstrommeßverfahren bei gleichzeitiger Gleichstromvrorbelastung unterliegt. Würde nur der Einfluß reinen Wechselstroms zu untersuchen sein, so fänden hierfür bekannte Wechselstrommeßbrücken Verwendung, die im folgenden kurz besprochen werden sollen, auch hinsichtlich ihrer Eignung für Gleichstrombeschickung.
  • I. Frequenzunabhängige Meßbrücken Bei ihnen wird in Anlehnung an Abb. I der Zeichnung das Kondensatoraggregat Ca, Q durch den üblichen Schleifdraht, durch aufgeteilte Festwiderstände oder durch Teilinduktivitäten ersetzt, das Meßobjekt (Spule) wird mit einer Normalinduktivität verglichen, zum Phasenabgleich wird ein mit Lx oder Ln in Serie liegender indukflonsfreier Widerstand benötigt.
  • Eine eindeutige Gleichstrombeschickung der Spule ohne Gleichstromverzweigung und ohne Beeinflussung des Gleichstromes durch den Phasenregelwiderstand beim Abgleichen der mit Wechselstrom beschickten Brücke ist dabei nicht möglich. Nur für den Ausnahmefall, daß die Spule auch noch eine weitere Wicklung trägt, kann über sie der Eisenkern, unbeeinflußt von den Regelorganen der Brücke, vormagnetisiert werden. Doch dieses Verfahren ist umständlich und nur bedingt anwendbar.
  • Die Frequenzunabhängigkeit ergibt sich bei diesen Brücken aus dem Wegfall der Frequenzgröße in den Formeln für das Tonminimum.
  • 2. Frequenzabhängige Meßbrücken Bei ihnen werden mit der zu messenden Induktivität Normalkondensatoren unter Verwendung von Ohmschen Widerständen verglichen. Die Frequenzgröße spielt in der Abgleichformel dieser Brücken eine wesentliche Rolle.
  • 3. Resonanzmeßbrücke Bei ihr liegen in drei Brückenzweigen Ohmsche Widerstände. Der Brückenabgleich ist nur möglich, wenn die im vierten Zweig liegende Serienschaltung von Cn und Lx in Resonanz kommt und der vierte Zweig damit ebenfalls reell wird.
  • Während von den genannten drei Brückenarten die zweite und dritte allein wegen ihrer Frequenzabhängigkeit vom Vergleich mit der Erfindung ausscheiden, geben die unter I. angegebenen Brücken, wenn man von der Verwendung einer Sekundärwicklung als Behelfslösung absieht und wenn der verlangte Gleichstromanteil ohne Verzweigung durch die zu messende Spule fließen soll, keine Möglichkeit, beim Einstellen des Phasenabgleiches den beim Beginn der Messung als gegeben zu betrachtenden Gleichstromanteil unbeeinflußt zu lassen, was aber gerade bei Untersuchungen an Eisenspulen eine unerläßliche Forderung darstellt.
  • Dies zu vermeiden bezweckt vor allem die Erfindung.
  • Gemäß der Erfindung ist die Anordnung zum Messen der Induktivität und des Ver-Iustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen mit Hilfe einer Wechselstrommeßbrücke dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsabgleichung der Brücke mittels eines regelbaren Kondensatorspannungsteilers erzielt wird, während die Phasenabgleichung der Brücke mittels eines Widerstands erfolgt, dessen Änderung zwecks Konstanthaltung des Gleichstroms an einem zweiten Widerstand kompensiert wird.
  • Dazu ist die Regelung des in einem Brückenzweig liegenden Widerstandes mit der Regelung eines in der Gleichstromzuführung der Brücke liegenden Widerstandes so verbunden, daß die Summe der Widerstände gl-eicbbleibt.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Abbildungen.
  • Abb. I zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltung.
  • Abb. 2 und 3 zeigen die mechanisch gekuppelten Meßwiderstände für die erfindungsgemäße Schaltung.
  • Abb. 4 und 5 zeigen einzelne Schaltungsabschnitte der erfindungsgemäßen Meßschaltung in anderer Ausführungsform.
  • Von einer Gleichstromquelle U (Abb. I) aus fließt nach Abnahme der Spannung an dem in Spannungsteilerschaltung verwendeten Widerstand Rp und Feinregulierung des Stromes über den Widerstand R2 der zur Vormagnetisierung dienende Gleichstrom nach Feststellung der augenblicklichen Betriebsgleichspannung, deren Kenntnis nur zum Zweck allgemeiner Betriebsübersicht dient, über den Gleichstrommesser A1, Drossel D1, Transformatorteilwicklung b, Meßnebenwiderstand für die Wechselstromkomponente 2, durch die Wicklung des eigentlichen Meßobjektes, dessen Scheinwiderstand (Induktivität) und Verlustwiderstand (Ohmscher Widerstand) bei Beschickung mit Wellenstrom verschiedenster Zusammensetzung bestimmt werden soll, über den induktions- und kapazitätsfreien Widerstand R2, die Normalinduktivität Ln, R,, TransformatorteilwicItlung b', Drossel D2, Widerstand Rc zum Spannungsteilerabgriff zurück.
  • Dadurch ist es möglich, denselben Gleichstrom, der als Gleichstromanteil die Wicklungen des Meßobjektes durchf-ließt, bereits vor Eintritt in die Brücke eindeutig zu bestimmen, wobei alle weiteren an der Brücke vorzunehmenden Wechsel stromabgl eichungen dieseneinmal eingestellten Gleichstrom in keiner Weise beeinflussen, sondern ihn absolut konstant lassen, was als wesentlicher Punkt dieser Brückenanordnung anzusehen ist. Da die Normalinduktivität Ln ein Kernmaterial mit u = I (Luft!) = konst. besitzt, hat der sie durchfließende Gleichstrom keinen Einfluß auf ihren Induktivitätswert.
  • Die Brückenanordnung läßt die Beschickung mit Wechselsfrom praktisch beliebiger Frequenz und Amplitude zu. Jedoch muß man die Frequenz, falls man akustisch abgleichen will, innerhalb des gut hörbaren Frequenzbandes legen, während man die Amplitude, um nicht beim Durchlaufen größerer Hystereseschleifen amt Meßobjekt durch die entstehenden Tonoberwellen ein unnötig verwischtes Abgleichtonminimum im Brückenzweig zu erhalten, so klein als eben möglich bemißt.
  • Uber einen zur Wechselstromzuführung dienenden Spezialtransformator wird der Meßstrom in der bisher üblichen Weise der Brücke zugeführt. Auch hier ist zur allgemeinen Betriebsübersicht ein Spannungsmesser an die Primärwicklung gelegt. Wegen der zu erwartenden größeren Gleichstromvormagnetisierung ist für eine entsprechende Dimensionierung des Eisenkerns und der Sekundärspulen des Spezialtransformators Sorge zu tragen. (Die Anbringung von Luftschlitzen hat sich als vorteilhaft erwiesen.) Da der Wechselstrom nicht nur die Wicklungen des Meßobjektes durchläuft, sondern sich auch auf den Kondensatorvergleichszweig Ca, cm verteilt, muß vor Lx unter Verwendung eines rein Ohmschen Nebenschlußwiderstandes Rm die Wechselstromkomponente nach kapazitiver Kopplung C4 von einem empfindlichen Wechselstrommesser 2 (z. B. Gleichrichter mit Drehspuleninstrument) gemessen werden. Diese Anordnung, welche auch in ihrer Gesamtheit als praktisch rein ohmisch gelten kann, wird vor Einbau in den Brückenzweig mit Wechselstrom verschiedener Frequenz für verschiedene Amplituden geeicht.
  • Die durch die Kondensatoren Ca und Cb gebildeten Brückenvergleichszweige erfahren durch entsprechende mechanische Kopplung beider Kondensatoren eine besondere Bedeutung. Die Kondensatoren, welche einen praktisch verlustlosen Aufbau (Luftkondensatoren) und eine den Brückenverhältnissen angepaßte, genügend große Kapazität besitzen müssen, sind so miteinander gekoppelt, daß jeweils einer seine geringste Kapazität aufweist, wenn der andere seine größte Kapazität erreicht hat.
  • So ist es möglich, daß die Verbindungsleitung beider Kondensatoren, an welche auch die Zuleitung zum Brückentelephon (bzw.
  • Abhörverstärker) angeschlossen ist, beim Durchdrehen der Kondensatoranordnung elektrisch ähnliche Abgleichverhältnisse hat wie ein Schleifer, der auf einem statt der Kondensatoren verwendeten Schleifdraht entlang geführt wird. Derartige Kondensatoranordnungen sind zum Abgleich von Meßbrücken an sich bereits bekannt.
  • Damit kann der um IsoO änderbare Drehwinkel der Kondensatoren direkt nach Verhältnissen der kapazitiven Widerstände der Teilkapazitäten geeicht werden, so daß der nach Abgleichung auf Tonminimum auf der Skala eingestellte Zahlenwert nach Multiplikation mit einem durch die Größe der Normalinduktivität bedingten Faktor die gesuchte Größe der zu messenden Induktivität angibt. Desgleichen ergibt sich in der bei Brücken dieser Art üblichen Weise der Verlustwiderstand des Meßobjektes aus dem Skalenwert und den bekannten Widerständen R, Rz und Rm.
  • Die Eichskala zeigt bei Verwendung von Drehkondensatoren mit kreisförmigem Platteuschnitt bereits eine recht brauchbare Skalendurchbildung mit den Endwerten 0,05 und 20. Dies bedeutet bei Verwendung einer Normalinduktivität Ln = I Hy einen Brückenmeßbereich V-Ln von 0,05 bis 20Hy. Bei X, = 5Hy kann man Induktivitäten bis IOOHy messen usw.
  • Die äußersten Endstellen der Skala (etwa 50 von den Enden entfernt) sind zu genauerer Messung nicht mehr zu benutzen, da die hier unvermeidbaren Streuungen bei den Anfangskapazitäten der Kondensatoren bereits zu große Ableseungenauigkeiten auf der Skala zulassen. Wie bei allen Brücken ist auch die erfindungsgemäße in der Skalenmitte am genauesten (etwa I 0/o), -ein für Eisenmessungen außerordentlich befriedigendes Ergebnis. In den kritischen Endgebieten sinkt die Genauigkeit der Brücke auf I bis 2 °/0.
  • Die durch einen gemeinsamen Bedienungsgriff in ihren Bewegungen und Einstellwerten mechanisch gekoppelten, kapazitäts- und induktionsarmen (Manganin-) Widerstände, dimensioniert für die zu benutzende maximale Gleichstromkomponente (z. B. I Amp.), stellen ebenfalls einen wesentlichen Bestandteil der Brücke dar. Nach der Bedingung, daß die jeweils unter Strom kommenden Widerstandsteilwerte r2 und rc der Beziehung (rz, rc = konstant) genügen (Abb. I, 2 und 3), wird die am Instrument A, einmal eingestellte Gleichstromkomponente (bei beliebiger Veränderung von Rz zum Phasenausgleich) in der Brücke konstant gehalten.
  • Um trotzdem die hier mitunter zu beträchtlicher Höhe (400 Volt und mehr) ansteigende Gleichstrombetriebsspannung möglichst klein halten zu können (z. B. wird man bei einem vorhandenen Gleichstromnetz von 220 Volt mit dieser Spannung tunlichst auskommen wollen), ist konstruktiv Vorsorge getroffen, daß, wenn vom Widerstand Rz nur niedrige Widerstandswerte rz benötigt werden, von Anfang der Messung an ein Großteil der nunmehr ungenutzt Gleichspannung verzehrenden Rc-Werte durch Kurzschlußstecker kurzgeschlossen werden können. Dabei findet die Kurbel durch den Kurzschlußstecker über einen an ihr selbst angebrachten Anschlag eine Drehbegrenzung, so daß ein unachtsames Hinausdrehen über tot liegende Widerstandsstreifen unterbleibt. Werden statt Kurbelwiderstände mit Widersrandsstufen mit Kreuzwicklung versehene Widerstandsröhren verwendet, so muß bei mechanisch fester Kopplung der beiden Schieber auch hier für beliebige Schiebestrecken B, B' die Summe der wirksamen Ohmschen Werte konstant bleiben (rx, rc = konstant). Auch hier ist für das Rc-Rohr ein Kurzschlußschieber mit Anschlag für den kombinierten Schieber vorgesehen. Diese Röhrenschiebewi derstände haben den Vorzug, einer technisch einfacheren Abgleichmöglichkeit zum Aufsuchen desTon minimums, jedoch zeigen sie meßtechnisch eine größere Ungenauigkeit für genaueste Ermittlung des Wirkwiderstandes des Meßobjektes.
  • An sich wäre das Abhören des Tonminimums mit einem Telephonhörer möglich. Da aber die Lautstärke in sehr vielen Fällen in der Gegend des Tonminimums äußerst gering ist und ein Abhören unnötig anstrengend wäre, eine Steigerung der Spannung der Wechselstromquelle aber aus versuchstechnischen Gründen meist nicht zulässig ist, ferner in dieser Brücke jede unnötige kapazitive Zusatzbelastung über die Körperkapazität des Abhörenden zu unterbleiben hat, so ist eine bessere, an sich bekannteAbhörung zu wählen.
  • Über einen Transformator entsprechender Brückenanpassung wird der Meßton einem Verstärker (Verstärkung etwa I0 ooofach) zugeführt, der mit seinen Batterien, dem Eingangstransformator und einem Lautsprechersystem (in Dosenform) in einem metallisch allseitig abgeschirmten Meßverstärker kleinster Abmessungen vereinigt ist. An ~ diese Lautsprecherdose wird mit einem Kupplungsstück der Gummischlauch einer Abhöranordnung (Doppelkopfhörmuscheln mit Gummirand) angeschlossen, die praktisch alle vom Verstärker widergegebenen Feinheiten beim Abgleichen mit genügender Lautstärke zu Gehör bringen. Eine metallische Verbindung und damit kapazitive Beeinflussung der Brücke durch den Körper des Messenden ist damit ausgeschlossen.
  • Der Gleichstromanteil wird vor Eintritt in die Brücke durch den Gleichstrommesser A, gemessen und fließt in voller Stärke auch dauernd durch die Wicklungen des Meßobjektes.
  • Für die Bestimmung des Wechselstromanteiles ist nach den Erfordernissen der Praxis sowohl die Kenntnis der das Meßobjekt durchfließenden Stromamplitude als auch der am Meßobjekt auftretenden Wechselspannungsamplitude von Interesse.
  • Der Wechselstrom wird durch Ablesen der an einem rein Ohmschen Widerstand Rm auftretenden Wechselspannung -unmittelbar vor dem Meßobjekt (über die kapazitive Ankopplung C4 eines Meßgleichrichters hoher EmpfinMichkeit) ermittelt. Zur Feststellung der am Meßobjekt liegenden Wechselspannung dient ein Voltmesser V3 mit sehr großem Eingangswiderstand. das aber bei genauer Einstellung auf Tonminimum abgeschaltet werden kann.
  • Neben der eingangs beschriebenen Zuführungsart des Gleich- und des Wechselstromanteiles können auch noch Zuführungsarten gemäß Abb. 4 und 5 je nach Art, Erdung und Beschaffenheit der Stromquellen mitVorteil Verwendung finden. Für die Benutzung der Brücke ändert sich jedoch hierdurch prinzipiell nichts. Die DoppeldrosselDi, D2 versieht man praktisch mit variablem Luftschlitz im Eisenkern, um sie dem weiten Anwendungsbereich der Gleichstrombeschickung laufend anpassen zu können.
  • Als wesentliche Punkte der Brücke sind noch zu nennen: I. Das Tonminimum in der Brücke wird zur Vermeidung kapazitiver Beeinflussung der Brücke und zur Steigerung der Abgleichempfindlichkeit über einen besonderen Verstärker und das Abhören des Tones selbst durch ein nicht durchgehend metallisches Schallzuführungsmittel (Gummischlauch oder Lautsprecher) dem Ohr des Abgleichenden ermöglicht.
  • 2. Die Brückenspeisedrosseln (Einzel- oder Doppeldrosseln) erhalten variablen Luftschlitz im Eisenkern.
  • 3. Die Gleich- und die Wechselstrombeschickung wird möglichst an Spannungsteilern abgegriffen, um auch ein genaues Bestreichen der Stromgrößen bei Abnahme gegen o zu ermöglichen.
  • 4. Die zweite Hälfte des kombinierten Phasen- und Stromkompensators Ez, Rc, nämlich derR,-Widerstand, wird so in die Brücke gelegt, daß er bei Bedarf mit einem Schalter nach beiden Brückenzweigen (d. h. zu Lx oder Ln) ohne Unterbrechung des Gleichstromes während einer Meßreihe umgeschaltet werden kann (Sg in Abb. I).
  • 5. Da bei Beschickung mit Wechselstrom größerer Amplitude in dem einen Eisenkern enthaltenden Meßobjekt durch Umlaufen der Hystereseschleife starke Oberwellen erzeugt werden, die im Meßverstärker das Tonminimum für den Grundton zu überdecken drohen, so wird bei Bedarf imAbhörzweig der Brücke durch geeignete Siebmittel (Sperrkette K,, K2, Spannungs- und Stromresonanz für den Grundton) der gewünschte Zustand wieder hergestellt.

Claims (5)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Anordnung zum Messen der Induktivität und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspülen (Drosseln oder Transformatoren) mit Hilfe einer Wechselstrommeßbrücke, dadurch gekennzeichnet, daß die Spaniiu Agsabgleichung derBrucke mittels eines regelbaren Kondensatorspannungsteilers erzielt wird, während die Phasenabgleichung der Brücke mittels eines Widerstandes erfolgt, dessen Änderung zwecks Konstanthaltung des Gleichstroms an einem zweiten Widerstand kompensiert wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des in einem Brückenzweig liegenden Widerstandes (rz) mit der Regelung eines in der Gleichstromzuführung zur Brücke liegenden Widerstandes (rc) so verbunden ist, daß die Summe der Widerstände gleichbleibt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe dieser Widerstände durch Kurzschließen von zur Messung nicht benötigten Widerstandsbereichen dem augenblicklichen Meßwert entsprechend eingestellt werden kann.
  4. 4. Anordnng nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichstromanteil den über einen Kondensator (C1) verbundenenEndpunkten zweier Wicklungen (b, btl der einen Seite eines Transformators und der Wechselstromanteil entsprechenden Wicklungen (a, a') der anderen Seite des Transformators zugeführt wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch I, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei akustischer Abgleichung der Brücke das Abhören des Tonminimums über nichtmetallische Schallkanäle, vorzugsweise Gummischläuche, erfolgt.
DED70571D 1935-06-20 1935-06-20 Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen Expired DE682111C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED70571D DE682111C (de) 1935-06-20 1935-06-20 Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED70571D DE682111C (de) 1935-06-20 1935-06-20 Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE682111C true DE682111C (de) 1939-10-07

Family

ID=7060597

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED70571D Expired DE682111C (de) 1935-06-20 1935-06-20 Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE682111C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE615752C (de) Verfahren zum Pruefen von Stromwandlern mit Hilfe eines Normalwandlers gleichen UEbersetzungsverhaeltnisses unter Benutzung einer Differentialschaltung
DE2012074A1 (de) Einrichtung zur Widerstandsmessung an Bauelementen elektrischer Schaltungen
DE2901516B1 (de) Anordnung zur Erzeugung eines einer Kapazitaet proportionalen Signals
DE682111C (de) Anordnung zum Messen der Induktivitaet und des Verlustwiderstandes von mit Gleichstrom vorbelasteten Eisenkernspulen
DE953733C (de) Messeinrichtung fuer Kabel, insbesondere fuer konzentrische Kabel und aehnliche Reaktanznetzwerke
DE2746912C3 (de) Dem Prüfen von Strom- oder Spannungswandlern dienende Einrichtungen zur selbsttätigen Ermittlung des Betragsfehlers und des Fehlwinkels eines Strom- oder Spannungswandlers
DE961557C (de) Ruhender Gleichstrommesswandler
DE723760C (de) Messverfahren an von einem Wechselstrom magnetisierten, mit einer Sekundaerwicklung versehenen Eisenproben
DE1903146C3 (de) Wechselstromvorrichtung zum Erzielen einer 90 Grad Phasenverschiebung
DE905411C (de) Frequenzunabhaengiges Phasenmessgeraet
DE748624C (de) Einrichtung zur Ermittlung von Leitungslaengen bzw. zur Fehlerortbestimmung bei Hochspannungsfreileitungen
AT384111B (de) Einrichtung zur spannungsmessung bei hochspannungsanlagen und verfahren zur bestimmung der groesse des komplexen netzwerkes bei einer solchen einrichtung
AT157633B (de) Verfahren und Einrichtung zur Messung von magnetischen Feldern.
DE894136C (de) Schaltungsanordnung zur Messung der Permeabilitaet von Eisenkernen fuer UEbertrager und Spulen
DE651941C (de) Oberwellenzaehler
DE731419C (de) Messsender fuer die Untersuchung von Funkempfaengern oder verwandte Aufgaben
DE1766231C (de) Prüfgerät zum Feststellen von Kurzschlüssen und zum Messen der Spannungsfestigkeit von Wicklungen
AT389948B (de) Einrichtung zur spannungsmessung bei hochspannungsanlagen
DE730921C (de) Verfahren zur Messung des Oberwellengehaltes einer insbesondere erdunsymmetrischen Wechselspannung
DE1006956B (de) Scheinwiderstandsmesser
DE688470C (de) Stromwandlerpruefeinrichtung
DE2653703A1 (de) Verfahren zur messung eines erdungswiderstandes sowie anordnung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE632326C (de) Einrichtung zur Messung der komplexen Komponenten von Kopplungen
DE1623975C2 (de) Anordnung zur kapazitiven Messung des Füllstandes eines Behälters
DE696732C (de) Verfahren zum Messen des Oberwellengehaltes einer insbesondere erdunsymmetrischen Wechselspannung