DE67981C - Ofen zur elektrolytischen Metallgewinnung - Google Patents
Ofen zur elektrolytischen MetallgewinnungInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ofen zur elektrolytischen Ausscheidung von
Metallen, welcher seine Wärme nicht allein durch den elektrischen Strom, zugeführt bekommt,
sondern auch durch die Verbrennung gewöhnlicher Brennmaterialien. Die Neuerung hierbei besteht in der besonderen Art der Zuführung'
der Wärme.
Man hat die Zuführung von Verbrennungswärme zu elektrolytischen Zersetzungsapparaten
bisher nur von aufsen durchgeführt, d. h. das Feuer umgab den Ofen ganz oder nur theilweise
(oft nur am Boden), wobei also das zu erwärmende Bad sich innen (oder oben), die
Heizung aufsen (oder unten) befindet. Zum Unterschied hiervon ist bei dem neuen Ofen
umgekehrt die Heizung innen, das zu erwärmende Bad aufsen um die Heizung herum angeordnet; dieselbe ist daher in das zu
schmelzende Material hineingelegt.
Bei der bisherigen Heizung von aufsen ist der Mantel des Ofens den Feuergasen ausgesetzt,
was zur Folge hat, dafs der Ofen einer raschen Zerstörung unterliegt. Bei vorliegender
Erfindung dagegen werden besondere Heizkörper in Form .von Röhren, Muffeln, Retorten
u. s. w. durch den Ofen hindurch oder in denselben hineingelegt. In diesen Heizkörpern
wird die Wärme durch Verbrennung von Kohle, Koks, Gas u. s. w. erzeugt.
Die Zeichnung Fig. 1 und 2 giebt eine Ausführungsform
dieser Neuerung. A ist ein Ofenmantel, z. B. aus Eisen, B der Ofen selbst und
zugleich Kathode. C ist der Elektrolyt, Is das
Metall, F sind die Heizkörper, G die Stopfbüchsen derselben, H und I Leitungen für
Gas und Luft, die von Gasgeneratoren und Lufterwärmern gespeist werden können und in
feuerfester Masse.L liegen; K sind Anoden. Die Fig. 1 und 2 zeigen Schnitte nach c-d
(Fig. 2) und a-b (Fig. 1).
Bei dieser neuen Art der Wärmezufuhr ist einerseits der Mantel des Ofens von den Feuergasen
überhaupt gar nicht berührt. Er kann also auch nicht durchbrennen und ein Auslaufen
des Bades infolge der Zerstörung des Mantels kann nicht eintreten, wie dies bei äufserer
Heizung so häufig der Fall ist. Andererseits ermöglicht es die neue Art der Wärmezufuhr,
dafs das zu den oben erwähnten Heizkörpern verwendete Material selbst gegen den chemischen
Angriff des Elektrolyten geschützt werden kann, insofern die Heizkörper mit geschmolzenem
Metall umgeben werden können. Schmelzflüsse, welche das Material der Heizkörper angreifen,
können bei dem neuen Ofen von den Heizkörpern ganz separirt werden, so dafs sie damit gar nicht in Berührung kommen. Diese
Trennung geschieht durch das zu Boden sinkende geschmolzene Metall. Diese Trennung
oder Separation war selbstverständlich bisher bei Feuerung von den Gefäfswänden her nicht
möglich, weil das geschmolzene Metall von diesen Wänden abläuft. Man kann ja wohl
bei der Heizung von aufsen zum Schütze gegen Zerstörung des Ofenmaterials durch den Schmelzflufs
ein gegen letzteren indifferentes Material zwischen Ofenmantel und Schmelzflufs einfügen,
aber dieses indifferente Material kann nur ein festes, bei der Temperatur des. Bades unschmelzbares, also in den meisten Fällen kein
Metall sein. Denn dieses würde schmelzen und
von den Wänden weg zu Boden sinken. Die Verwendung einer solchen festen, nicht metallischen
Schutzwand ist aber mit einem grofsen Wärmeverlust verbunden. Bei dem neuen Ofen kann das geschmolzene Metall als Scheidungsmittel
zwischen Heizkörper und Elektrolyten verwendet werden; Metall hat den grofsen
Vortheil der guten Wärmeleitungsfähigkeit. Diese Verwendung des geschmolzenen Metalles
als Uebertrager der Wärme ist aufserdem um so wichtiger, als es einzelne Elektrolyte giebt
(z. B. Kryolith), welche alle sonstigen Materialien , metallische wie nicht metallische,
ohne Ausnahme bei Rothglut zerfressen. Wenn aber, wie bei obiger Ofenconstruction, das ausgeschiedene
Metall selbst den Wärmeübertrager bildet, so arbeitet die ausscheidende Wirkung des Stromes diesem chemischen Angriff des
Elektrolyten entgegen, da das Metall ja zu gleicher Zeit auch die Kathode bildet, an der
sich immer wieder neues Metall ausscheidet.
Claims (2)
1. Ein Ofen zur elektrolytischen Gewinnung von Metallen auf feurig-flüssigem Wege,
welchem durch besondere, ins Innere des Ofens eingelegte Heizkörper Verbrennungswärme
zugeführt wird.
2. Bei innerer Heizung nach Anspruch i. die Verwendung des ausgeschiedenen Metalles
selbst als Uebertrager der Verbrennungswärme an den Elektrolyten in der Weise, dafs das Metallbad im Ofen so hoch gehalten
wird, dafs es die Heizkörper bedeckt.
Ii f 1t/f
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67981C true DE67981C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67981C (de) |
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