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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eiserner Schleudergußrohre
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens und der Vorrichtung
nach dem Hauptpatent 677 265 zur Herstellung eiserner Schleudergußrohre in
einer gekühlten i@Ietallform finit einer Pulverschicht auf der Innenseite.
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Das Verfahren zur Herstellung eiserner Schleudergußrohre in einer
gekühlten Metallform mit einer Pulverschicht auf der Innenseite nach dem Hauptpatent
ist dadurch gekecmzeichnet, daß kurz vor dein Einbringen des Gußmetalls in die Form
mit Hilfe von Gras- oder Luftdruck auf allen Teilen der Innenseite des zvlindrischen
Formteils eine gleichmäßige Schicht des Pulvers in der t tärke von höchstens o.0=5
nim aufgeblasen wird.
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ach einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens nach dem Hauptpatent
wird ein mit dem Pulver beladener Gasstrahl vor dein sich in einer Schraubenlinie
in der Form allagernden Betall durch die Form geführt.
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Die diesem Zweck dienende Schleuder-#-aßvorriclitung des Hauptpatents
ist dadurch gekennzeichnet, daß die in der Schleudergußform verschiebliche Gießrinne
mit einer Leitung versehen ist, die in der Nähe der Auslaufschnauze in eine Düse
endet, durch welche ein mit pulverförmigemSchichtstoff beladener Gasstrahl gegen
die Form gelenkt wird.
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Gemäß dem vorliegenden Verfahren findet das Aufblasen des Pulvers
auf die Innenwand der Gußform in radialer Richtung gleichzeitig über die ganze Länge
der umlaufenden Gußform statt. Vorzugsweise wird gleichzeitig mit dem Aufblasen
des feinen Pulvers flüssiges Metall mittels einer Kippmulde von etwa der gleichen
Länge wie die Form in diese gegossen.
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Die zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens dienende Schleudergußvorrichtung
besteht aus einer Schleudergußform mit zylindrischem Teil, bei der eine längliche,
sich in der Betriebsstellung ungefähr über den ganzen zvlindrischen Teil der Form
erstreckende Gasdüse und ein Kippbehälter für das Schichtmaterial vorgesehen sind,
der sich in der Betriebsstellwiggleichfalls
über dieganzeLänge
des zylindrischen Formteils erstreckt und in bezug auf die Gasdüse so angeordnet
ist, daß beim Kippen des Behälters sein Inhalt in den aus der Düse austretenden
Gasstrahl gelangt. Nach einer besonderen Ausführungsform ist die Düse an dem Kippbehälter
in der -Nähe seiner 2#@usgußkante angeordnet.
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lach dem vorliegenden Zierfahren wird der Gehalt des Gasstrahls an
Schichtmaterial auf aufeinanderfolgenden und aneinandergrenzenden Teilen Teilen
der Formfläche niedergeschlagen, deren jeder sich über die volle Länge des zylindrischen
Formteils erstreckt. Bei Benützung der angegebenen Vorrichtung erreicht man, daß
das Aufbringen derSchicht auf die gesamte Innenwandung des zylindrischen Fonnteils
sich in einem sehr kurzen Zeitraum vollzieht und daß man Glas -Metall mit einem
sehr kleinen Zeitabstand nach dem Aufbringen der Schicht ausgießen kann. Dies ist
deshalb von besonderem Vorteil, weil die dünne niedergeschlagene Schicht ihre Wirksamkeit
als Wärmeübertragungsverzögerer mit der Zeit verliert. wenn sie nicht alsbald mit
dem flüssigen -Metall in Berührung gebracht wird.
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In der Zeichnung sind Einrichtungen der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt.
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Fig. z ist eine teilweisegeschnitteneSeitenansicht einer erfindungsgemäßen
Schleudergußeinr ichtung.
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Fig. -= ist ein Querschnitt in der Ebene 2-2 der Fig. r.
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Fig.3 ist ein Längsschnitt in der Ebene 3-3 der Fig. 2.
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Fig. .1. ist ein Osterschnitt ähnlich dem nach Fig. 2, zeigt aber
eine abgeänderte Ausführungsform.
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Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Schichtinaterialbehälters nach Fig.
4..
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Fig.6 ist ein schematisch dargestellter Schnitt einer dritten Ausführungsform.
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A ist das Formgehäuse, das als Behälter zur Aufnahme von Kühlwasser
ausgebildet ist. Durch das Gehäuse erstreckt sich die umlaufende Form B. Ihre Enden
erstrecken :ich durch die Wände des Gehäuses hindurch und sind hier abgestützt.
Ein Motor C treibt über ein Getriebe Cl die Form an. D ist ein auf Schienen Dl laufender
Wagen, der sich in Richtung der Formachse bewegen kann. Auf dem Wagen D ruht die
Kippmulde E, die sich, wenn der Wagen an das eine Formende heranfahren wird, in
den zvlindrisch-en Formteil hinein und noch etwas über ihn hinaus erstreckt. F ist
ein an einem Muldenende ange-@-irdneter Handliebe- zum Kippen der Mulde. (Z ist
ein am rückwärtigen Ende des Wagens D angeordnetes Kegelgewicht zum Ausbalancieren
der Kippmulde. H sind an der Seitenwand der Kippmulde befestigte Arme gegenüber
derjenigen Muldenkante, über die das Metall gegossen wird. Die Arme tragen eine
V-förmige Mulde I, deren Länge so bemessen ist, daß sie bei voll eingeschobener
Kippmulde sich über den zylindrischen Formteil und noch etwas darüber hinaus erstreckt.
J ist eine Strahldüse für das Trägergas, z. B. Luft. Sie ist außen an der Unterkante
des Behälters 1 befestigt und steht mit dem Behälterinnern durch eine Reihe von
Löchern Il in Verbindung, und diese Löcher sind so nahe beieinander angeordnet,
daß aus ihnen das Gas praktisch als ununterbrochener Strahl austritt.
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Um eine nahezu gleichmäßige Abgabe des Gases zu erzielen, setzt man
es zweckmäßig innerhalb der Düse J unter Druck, während es durch die Löcher J1 ausströmt.
Zu diesem Zweck macht man den Gesamtquerschnitt der Austrittsöffnungen J1 merklich
geringer als den Ouerschnitt der Düse J. Ferner kann man die Zufuhr des Druckgases
zur Düse passend regeln. In der Praxis hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den
Gesarntduerschnitt der Austrittsöffnungen ungefähr halb so groß zu wählen wie den
Ouerschnitt der Düse. K ist eine biegsame Leitung, die die Düse J mit einem Druckgasbehälter--
verbindet. IL= ist ein Ventil zur Regelung des Gaszutritts zur Düse J. L ist die
Ladung von Schichtmaterial.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. d. und ist h eine Mulde oder ein
Behälter für die Ladung des fein zerteilten, trockenen Schichtmaterials. Der Behälter
hat einen wa agerechten Teil l=, und die Auslaßöffnungen der Düse J erstrecken sich
durch den aufrechtstehenden Teills des Behälters, so daß der Gasstrahl oberhalb
des waagerechten Teils 1= und parallel zu diesem austritt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 besteht der Behälter für das Schichtmaterial
aus einer Kippmulde 11I, an der in der Nähe ihrer Ausgußkante eine Strahldüse j
mit Austrittsöffnungen j- angeordnet ist, so daß der Gasstrahl gegen die Seitenwand
der Form unterhalb der Ausgußkante der Mulde 111 ausströmt. In Fig. 6 sind die Teile
in derjenigen Stellung gezeichnet, in der sie sich beim Kippen der Schichtmaterialmulde
befinden, während die Ruhestellung dieser Teile gestrichelt angedeutet ist.
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Im Betrieb wird flüssiges Metall in die Kippmulde E (Fig. r bis 3)
eingefüllt, während diese aus der Forte herausgezogen ist. Ferner wird eine abgemessene
-Menge fein zerteilten, trockenen Schichtmaterials gleichmäßig im V-förmigen Behälter
I verteilt. Dann fährt man den Wagen in Richtunauf
die Form, bis
die Kippmulde und der Behälter 1 sich über den zylindrischen Formteil und noch etwas
darüber hinaus erstrecken. Alsdann wird die Form in Umlauf versetzt, was natürlich
auch schon vor dem Einschieben der Kippmulde und der durch sie getragenen Teile
geschehen kann. Druckluft oder anderes Gas wird vom Behälter K1 durch den Schlauch
K und das Regelventil K' -' zur D üse J geleitet und tritt durch die Löcher J1 in
den Behälter I über. Das Schichtmaterial wird daher von dem Gasstrahl mitgenommen
und auf dem zylindrischen Teil der umlaufenden Form niedergeschlagen, und zwar findet
die Ablagerung fortschreitend längs Flächen statt, die sich von einem Ende zum anderen
des zylindrischen Formteils erstrecken. Auf diese Weise bildet sich eine Schicht
trockenen, fein zerteilten Materials auf der ganzen Fläche der Form mit praktisch
gleichförmigem Zusammenhang und Stärke. Das Trägergas wird dann durch Schließen
des Ventils K°- abgeschaltet und numnehr die Kippmulde E mittels des Handhebels
F gekippt, so daß ihre Füllung auf die mit der Schicht bedeckte Innenfläche der
Form ausläuft.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung nach Fig. .b und 5 ist im wesentlichen
dieselbe wie die der Vorrichtung nach Fig. r bis 3. Das gleiche gilt für die Ausführungsform
nach Fig.6, nur wird hier die Überführung des Schichtmaterials in den Gasstrahl
durch Kippen der Mulde 111 bewirkt, wobei ihr Inhalt in den von der Düse j kommenden
Gasstrahl hineingegossen wird. Dort, wo der mit Material beladene Strahl gegen die
umlaufende Schleuderform gerichtet ist, werden die Teilchen des Schichtmaterials
teils durch Adhäsion und teils durch die Zentrifugalkraft, der sie infolge der Drehung
der Form unterliegen, festgehalten. Bei den zweckmäßig verwendeten dünnen Schichten
hat aber die durch den Gasstrahl aufgebrachte Schicht genügend Adhäsion an der Formwand
und an den Schichtteilchen, daß sie auch mit genügender Dauer an ihrer Stelle bleibt,
wenn die Form nicht umläuft.
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Zur Erzielung guter Ergebnisse wird das Ausgießen des flüssigen Metalls
auf die abgedeckte Innenfläche der Form so bald als möglich nach dem Aufbringen
der Schicht durch den Gasstrahl vorgenommen.
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Die in den Zeichnungen der Figurenbeschreibung erläuterten Vorrichtungen
sind nur Ausführungsbeispiele, die zahlreicher Abänderungen fähig sind.