DE678792C - Elektrisch beheizte Einrichtung zum Buegeln von Spulen, Staeben oder aehnlichem von elektrischen Maschinen - Google Patents

Elektrisch beheizte Einrichtung zum Buegeln von Spulen, Staeben oder aehnlichem von elektrischen Maschinen

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Publication number
DE678792C
DE678792C DEA82814D DEA0082814D DE678792C DE 678792 C DE678792 C DE 678792C DE A82814 D DEA82814 D DE A82814D DE A0082814 D DEA0082814 D DE A0082814D DE 678792 C DE678792 C DE 678792C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ironing
drive
coil
conveyor belt
pressure
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Expired
Application number
DEA82814D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Richard Guthmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA82814D priority Critical patent/DE678792C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE678792C publication Critical patent/DE678792C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K15/00Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines
    • H02K15/10Applying solid insulation to windings, stators or rotors, e.g. applying insulating tapes
    • H02K15/105Applying solid insulation to windings, stators or rotors, e.g. applying insulating tapes to the windings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

Die bisher zum Umbügeln von Spulen elektrischer Maschinen angewendeten Verfahren bestanden im allgemeinen darin, daß eine feststehende, elektrisch oder mit Dampf beheizte Wickel- oder Plättmulde um sich selbst gedreht oder daß das Arbeitsgut entsprechend bewegt wurde. Man hat auch die Spulenoder Rahmenkörper unter Druck durch feststehende Rollen gezogen und durch geeignet erscheinende Maßnahmen beheizt.
Alle bisher bekanntgewordenen Verfahren arbeiten jedoch mit ungleichmäßigem Druck der Bügelbacken auf die Spule. Auf die Kanten und die Hochseite wirkt ein verhältnis -
,5 mäßig starker Druck ein, während die Breitseite nur sehr schwach gepreßt wird. Dadurch wird gerade an der elektrisch am stärksten beanspruchten Kante der Bindelack fortgequetscht auf die elektrisch weniger beanspruchte Breitseite. Durch die dauernde Drehbewegung der Spule oder der Wickelmulde ergibt sich am Schluß des Bügeins meist eine verkantete Lage der Leiter in der Umpressung oder eine Verschiebung der Einlage. Hierzu kommt sehr oft eine Beschädigung des Spulenschenkels durch zu starke Beanspruchung an der Einspannstelle. Zu diesen Unzuträglichkeiten, die durch den prinzipiellen Aufbau der bekannten Bügel vorrichtungen verursacht werden, kommt noch die Tatsache, daß eine selbsttätige Temperaturregelung nur schwer möglich ist. Man hat zwar versucht, durch Thermoelemente oder ähnliches den Bügelvorgang zu überwachen. Diese Maßnahmen verlangen jedoch, daß bewegliche Zuleitungen (Schleifringe u. ä.) zu den Kontrolleinrichtungen vorgesehen werden, die ein genaues Messen nicht zulassen.
Eine auf einem anderen Prinzip fußende bekanntgewordene Vorrichtung, die zum Nachspannen und Plätten des um die Leiter gewickelten Isoliermaterials dienen soll, sieht zu diesem Zweck eine Spannvorrichtung vor, die zwei gegenüberliegende Seiten des Leiter-
bündeis erfaßt. Über die nicht eingespannten Seiten streichen Platten und Walzen in solcher Richtung hinweg, daß das aufgebrachte Isoliermaterial fest um das Leiterbündel ge-5. spannt wird. Eine einwandfreie Umbügelung des Leiterbändels läßt sich jedoch hierbei nicht erzielen, denn bei ungenügender Einspannung wird auch hier an der am stärksten beanspruchten Kante der Bindelack weggequetscht, während es bei genügend fester Einspannung nicht mehr möglich ist, das Isoliermaterial nachzuspannen. Eine Behandlung der Kanten des Leiterbündels ist bei einer derartigen Vorrichtung überhaupt nicht möglieh.
Alle diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Einrichtung zum Bügeln von Spulen elektrischer Maschinen vollkommen vermieden. Der Grundgedanke dieses Verfahrens besteht darin, den Spulenkernteil allseitig von Rollen zu umgeben. Diese Rollen werden mit beliebig leinstellbarem, allseitig gleichmäßig wirkendem Druck an die Spule angepreßt und auf deren Oberfläche abgewälzt. Um ein leichtes Abwälzen der Rollen zu ermöglichen, sind ein, zwei oder mehr Lagen Rollen vorgesehen, zwischen denen sich eine oder mehrere Metallfolien oder kettenartige Metallbänder befinden. Hierdurch wird erreicht, daß selbst bei hohem Anpreßdruck hur eine geringe Antriebskraft aufgewendet werden muß, um die Folien weiter zu ziehen und so die Rollenlagen zwischen den Preßplatten hindurch zum Abwälzen zu bringen. In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. ι zeigt einen Querschnitt durch die Bügelmaschine, während Abb. 2 den Antrieb der Rollen wiedergibt.
ι ist die zu umbügelnde Spule, auf die das Isoliermaterial entweder von Hand oder mechanisch aufgebracht wird. Ihre Oberfläche ist allseitig von einer Lage Rollen 2 umgeben. Zweckmäßig verwendet man hierfür im Durchmesser etwa 2 bis 4 mm starke, glattgezogene Eisen- oder Stahlstäbe, deren Länge gleich der Kernlänge ist. An ihren Enden werden die Stäbe durch ein Drahtgeflecht oder ähnliches zusammengehalten. Die Anzahl der erforderlichen Rollen richtet sich nach dem Umfang der zu umbügelnden Spule. Über dieser inneren Rollenlage liegt ein Zwischenblech 3 als Transportband für die Rollen. Man kann hierfür beispielsweise Kupferfolie oder einen anderen schmiegsamen, wärmebeständigen Werkstoff vorsehen. Mit Rücksicht auf einen möglichst kleinen Antriebswiderstand soll das Transportband nicht stärker als 0,1 bis 0,2 mm sein, da es sich sonst nur schwer um die Kanten legt. Im Antriebsteil (Abb. 2) muß die Folie unter Umständen durch Aufspritzen von Metall oder ähnliche geeignete Maßnahmen aufgerauht werden, um zwischen dem Antriebsband 15 und der Folie 3 ausreichend starke Reibung zu erzielen. Über dem Transportband ist eine äußere Rollenlage 4 angeordnet, wobei die Länge der einzelnen Rollen mit der Länge der Druckplatten 7 übereinstimmt.
Die Preßplattenträger 5 aus unmagnetischem Material, an denen unter Zwischenlage von beispielsweise Asbestplatten 6 Eisendruckplatten 7, gegebenenfalls auswechselbar und federnd, befestigt sind, werden in ihrer Breite veränderlich und der Länge der zu bügelnden Spule entsprechend auswechselbar gehalten. Die Preßplattenträger sind in einer Platte 8 geführt, ihr Abstand kann mittels einer Spindel 9 mit Rechts- und Linksgewinde, die wiederum in einer Grundplatte ι ο durch Stellringe 11 geführt ist, verändert und somit der Preßdruck beliebig eingestellt werden. Nach Einlegen der Spule und der Rollenlägen wird die Spule durch eine auswechselbare, in ihrer .Breite einstellbare Deckplatte12 mit Asbestzwischenlage 6 belastet, deren Gewicht den Preßdruck bestimmt. Die die Führung der Seitenpreßplatten bildende Grundplatte 8 wird "auf eine Grundplatte 13 aufgeschoben und durch Schrauben 14 fixiert.
Das Transportband 3 wird über ein Antriebsband 15, das aus Asbest oder ähnlichem wärmebeständigen Werkstoff besteht und dessen Festigkeit durch Drahteinlagen in der Kette erhöht werden kann, an mehreren sich beliebig gegenüberliegenden Stellen angetrieben. Das Antriebsband wird über untereinander gekuppelte Antriebsrollen 16 geführt und in geeigneter Weise von einem Hilfsmotor angetrieben. In den Preßplattenträgerii sind Druckrollen 17 gelagert, die das Band leicht gegen das Transportband 3 anpressen, so daß dieses durch Reibungsschluß mitgenommen wird.
Die Beheizung der Bügelvorrichtung wird mit Hilfe eines beliebigen Wechselstroms erzielt. Auf einem oder mehreren lamellierten, nur schematisch angedeuteten Eisenkernen 18 ist eine Spule 19 angeordnet, die während der Bügelperiode mit Wechselstrom gespeist wird. Unter Wirkung von Hysterese- und Wirbeistromverlusten erwärmen sich nun die Eisendruckplatten. Über in die Platten 7 eingelassene Wärmemeßorgane wird eine an sich bekannte Temperaturregeleinrichtung gesteuert.
Nach dem Bügeln wird der Antrieb dann stillgesetzt, wenn die Öffnungen der Rollenlagen, sich in der gezeichneten oberen Mittelstellung befinden. Durch einen Umschalter wird nunmehr die Heizung abgeschaltet und an die Spule eine Gleichspannung gelegt.
Durch Magnetwirkung werden die Rollenlagen angezogen, so daß in denkbar einfacher Weise die Spule nach Abheben der Deckplatte aus der Bügel vorrichtung herausgenommen werden kann.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Elektrisch beheizte Einrichtung zum Bügeln von Spulen, Stäben oder ähnlichem
    ίο von elektrischen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulen- oder Rahmenkernteil unter Zwischenlage eines Transportbandes von Rollenlagen gleichen oder verschiedenen Durchmessers, wobei
    is die Rollenenden durch Drahtgeflecht zusammengehalten werden, umgeben ist, die zwischen der Oberfläche des zu bügelnden Gutes und den sie einhüllenden geheizten Druckplatten abgewälzt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportband aus schmiegsamem, wärmebeständigem Werkstoff besteht, im Antriebsteil aufgerauht, gelocht oder gefalzt ist und durch einen Elektromotor über ein oder mehrere Antriebsbänder' unter Reibungsschluß oder unter Eingriffswirkung angetrieben wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrollen des Antriebsbandes untereinander in an sich bekannter Weise gekuppelt sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, .dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsband von in den Preßplattenträgern gelagerten Druckrollen gegen das Transportband gedrückt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßplattenträger aus unmagnetischem Material bestehen und unter Zwischenlage eines wärmeisolierenden Stoffes an ihren dem Arbeitsgut zugeordneten Flächen federnd mit Eisendruckplatten versehen sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßdruck beliebig einstellbar ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung in an sich bekannter Weise mit Hilfe einer Erregerspule durch Induktionswirkung erzielt wird.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch in die Eisendruckplatte eingelassene Wärmemeßorgane eine Temperaturregeleinrichtung gesteuert wird.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung des Bügelvorgangs Gleichstrom g0 an die zur Beheizung mittels Induktionswirkung vorgesehene Spule gelegt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA82814D 1937-05-04 1937-05-04 Elektrisch beheizte Einrichtung zum Buegeln von Spulen, Staeben oder aehnlichem von elektrischen Maschinen Expired DE678792C (de)

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DE (1) DE678792C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1212203B (de) * 1962-07-24 1966-03-10 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Pressen und Aushaerten von isolierten, mit Kunstharz impraegnierten Wicklungsstaeben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1212203B (de) * 1962-07-24 1966-03-10 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Pressen und Aushaerten von isolierten, mit Kunstharz impraegnierten Wicklungsstaeben

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