DE677670C - Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen

Info

Publication number
DE677670C
DE677670C DEC51925D DEC0051925D DE677670C DE 677670 C DE677670 C DE 677670C DE C51925 D DEC51925 D DE C51925D DE C0051925 D DEC0051925 D DE C0051925D DE 677670 C DE677670 C DE 677670C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bladder
obstetrics
animal
production
structures instead
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC51925D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Bernd Braun
Dr Willy O Herrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEMISCHE FORSCHUNGS GmbH
Original Assignee
CHEMISCHE FORSCHUNGS GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHEMISCHE FORSCHUNGS GmbH filed Critical CHEMISCHE FORSCHUNGS GmbH
Priority to DEC51925D priority Critical patent/DE677670C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE677670C publication Critical patent/DE677670C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/42Gynaecological or obstetrical instruments or methods

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Reproductive Health (AREA)
  • Pregnancy & Childbirth (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gynecology & Obstetrics (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von blasenähnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen Es ist bekannt, daß man in der Geburtshilfe zur Einleitung der Geburt, zur Eröffnung des Muttermundes, tierische Blasen in den Uterus einführt, die mittels einer entsprechenden Spritze mit Glycerin angefüllt werden.
  • Hierbei diffundiert die Gewebsflüssigkeit in die tierische Blase und das Glycerin in den Uterus, wodurch sowohl physikalische als auch physikalisch-chemische Wirkungen bzw.
  • Reizwirkungen auf die Uterusmuskulatur ausgeübt werden, die zur Erweiterung des Muttermundes führen. Diese tierischen Blasen haben, abgesehen davon, daß sie in ausreichender Menge und ausreichender Größe schwer zu beschaffen und ferner in gleicher Qualität nicht immer erhältlich sind, die Nachteile einer nur begrenzten Haltbarkeit.
  • Sie werden ferner leicht undicht und reißen ein.
  • Gemäß der Erfindung werden Blasen für den angegebenen Zweck aus hochpolymeren Stoffen, wie Polyvinylverbindungen und Cellulosekörpern, für sich oder im Gemisch hergestellt, insbesondere finden Polyvinylester, Polyacrylsäureester, gegebenenfalls schwerlösliche bzw. wasserunlösliche Polyvinylalkohole Anwendung,. die durch Celluloseester und -äther und ähnliche IS : örper ersetzt werden können, bei denen die gleichen bzw. ähnliche Diffusionsverhältnisse vorliegen wie bei den tierischen Blasen.
  • Die Blasen aus diesen Hochpolymeren haben den Vorteil leichter Sterilisierbarkeit, lassen sich bequem in den verschiedensten Formen und Größen und in stets gleichbleibender Qualität herstellen und sind unbegrenzt lagerungsfähig.
  • So nimmt man z. B. eine Blase aus Zellstoff von etwa 200 ccm Inhalt und füllt sie nach Einführung in den Uterus mit Glycerin.
  • Die Blase ist nach Auswaschen und Sterilisieren wiederholt zu verwenden.
  • Durch die Möglichkeit, die Blase in verschiedener Wandstärke zu erhalten, wodurch die Diffusionsgeschwindigkeit nach Wunsch abgestuft werden kann, und durch die weitere Möglichkeit, aus den vorgenannten Materialien solche mit verschiedener Diffusionsgröße auswählen zu können, wird das Bereich der Anwendung vorstehender Erfindung in einem bisher bei tierischen Blasen gar nicht möglichen Umfange erweitert. Besondere Wirkungen lassen sich beispielsweise durch Heranziehung teilweise veresterter, acetalisierter oder verätherter Polyvinylalkohole bzw. entsprechender gemischter Derivate, ferner durch Verwendung von Mischpolymerisaten erzielen.
  • Bei den erfindungsgemäßen Blasen kommt es, wie ersichtlich, auf eine ganz besondere Kombination von mechanischen und osmotischen Eigenschaften an, von denen man bisher annahm, daß sie nur Blasen aus Zellgewebe, also Tierblasen, eigentümlich wären.
  • Die Funktion der erfindungsgemäßen Blasen ist nämlich, einerseits durch starke Ausdehnung unter erheblichem osmotischem Druck eine mechanische erweiternde Wirkung auszuüben, andererseits durch kräftiges Hindurchdiffundierenlassen von Glycerin u. dgl. zugleich eine physikalisch-chemische Reizwirkung auf die Uterusmuskulatur auszuüben. Erforderlich ist für diese kombinierte Wirkung zunächst, daß die Blase sich stark ausdehnen kann, ohne zu platzen. Zugleich aber muß sie für Glycerin, Traubenzuckerlösungen u. dgl, so gut durchlässig sein, daß nicht nur die Ausdehnung der Blase, sondern auch das Hindurchdiffundieren des Glycerins oder der Zuckerlösung rasch genug erfolgt, um die dadurch bedingte physikalischchemische Reizwirkung gleichzeitig mit der mechanischen Erweiterung zur Geltung kommen zu lassen, so daß beide Einwirkungen sich stetig so unterstützen, daß keine von ihnen im übermaß eintritt.
  • Diese bisher dem histologischen Aufbau tierischer Häute zugeschriebene kombinierte Wirkung kann also von nicht organisierten Häuten aus Hochpolymeren hervorgebracht werden, die noch dazu den Vorteil der Ermöglichung beliebiger Formgebung, z. B. der besonders günstigen Keilform, bieten. Bekannt waren bisher CelIuloseschläuche und Eingerlinge aus Polyvinylverbindungen. Aus den bekannten Angaben über die Celluloseschläuche war jedoch zu entnehmen, daß sie der für den vorliegenden Zweck erforderlichen Druckbelastung nicht ohne weiteres standhalten und Glycerin, Traubenzuckerlösung u. dgl. nicht genügend durchdiffundieren lassen würden. Auch aus dem Vorschlage, Fingerlinge herzustellen, waren die für geburtshilfliche Blasen erforderlichen Eigenschaften nicht zu erschließen. Im Gegenteil konnte diesem Vorschlage entnommen werden, das Diffusionsvermögen der Polyvinylverbindungen sei äußerst gering.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von blasenähnlichen Gebilden aus Hochpolymeren, wie Polyvinylverbindungen und Cellulosekörpern, für sich oder im Gemisch an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen.
DEC51925D 1936-08-23 1936-08-23 Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen Expired DE677670C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC51925D DE677670C (de) 1936-08-23 1936-08-23 Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC51925D DE677670C (de) 1936-08-23 1936-08-23 Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE677670C true DE677670C (de) 1939-06-30

Family

ID=7027496

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC51925D Expired DE677670C (de) 1936-08-23 1936-08-23 Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE677670C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008064065B3 (de) Farbstofflösung
DE1444216C3 (de) Haarfärbemittel auf der Basis von Nitroaminobenzolfarbstoffen
DE677670C (de) Verfahren zur Herstellung von blasenaehnlichen Gebilden an Stelle der in der Geburtshilfe verwendeten tierischen Blasen
DE2415936C2 (de)
DE1945342C3 (de) G ie Bereisandmassen
DE1617640C3 (de) Mischung zur Herstellung von kosmetischen Gesichtsmasken
Thannhauser et al. Über das Lignocerylsphingosin. II. Mitteilung. Zur Kenntnis des sogenannten Unverseitbaren der Säugetierleber.
DE3151681A1 (de) "hydroxyalkylcellulosen mit verbesserter stabilitaet gegen abbau, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung"
AT111534B (de) Verfahren zur Herstellung homogen poröser, meerschaumartiger Kunstmassen.
DE750501C (de) Zusatzstoff fuer Reinigungsmittel
DE527197C (de) Verfahren zur Darstellung von in Wasser nicht quellbaren oder schwer Ioeslichen Alkylcellulosederivaten und Gebilden daraus
DE974208C (de) Haarwaschmittel in Blattform
DE919908C (de) Roentgenkontrastmittel zur Bronchographie und Hysterosalpingographie
DE534549C (de) Zur Herstellung von hochdispersen Suspensionen geeignete Farbstoffpraeparate
DE104989C (de)
DE703750C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden, Baendern und Roehren aus Polyvinylalkohol
DE918288C (de) Verfahren zur Herstellung eines therapeutisch oder prophylaktisch wirkenden Schleimhautbehandlungsmittels
DE955822C (de) Verfahren zur Herstellung schwammartiger Koerper durch Verschaeumen von Polyvinylalkohol und Aldehyden
DE324747C (de) Verfahren zur Herstellung von Heilmittelpraeparaten aus basischen organischen Farbstoffen und Hefeeiweiss
AT116172B (de) Verfahren zur Herstellung von Tabletten und ähnlichen Gebilden.
DE839865C (de) Verfahren zur Herstellung mittels Duesen verformbarer Massen aus tierischen Substanzen
DE884857C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer uebersaettigter Loesungen von Saccharid-Derivaten der Nebennierenrindenhormonreihe
DE102015111957A1 (de) Mittel zum Schutz der Kopfhaut
DE643668C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifenkremen
DE872256C (de) Verfahren zur Herstellung von Laminariastiften