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Filmschalfgreifer Die Erfindung betrifft einien Filmschaltgreifer
an Laufbildgeräten mit einem Greiferrahmen, in welchem ein Antriebsexzenter aus
Werkstoff anderer Wärineausdehnung als der des Rahmens umläuft. Bei einer bekannten
Ausführung dieser Art besteht der Greifer ans gewebehaltigern Kunstharz und der
Antriebsexzenter aus' Stahl. Solche Greifer laufen aber infolge der gegenüber Stahl
stärkeren Ausdehnung des gewebehaltigen Kunstharzes bei Erwärmung bzw. infolge der
stärkeren Schrumpfung bei Abkühlung im kalten Zustande sehr schwer an. Die Ursache
dafür ist folgende: Das Spiel zwischen -dem Greiferausschnitt und dem darin umlaufenden
Antriebsexzenter darf während des Betriebs, wenn der Greifer also warm ist, nur
sehr klein sein, damit der Greifer auf der Nockenbahn kein totes Spiel findet und
richtig arbeitet. Das Spiel muß daher für den warmen Zustand des Greifers bemessen
sein. Das hat aber umgekehrt für den Anlaufzustand, in welchem also der Greifer
kalt ist, die Folge, daß der Ausschnitt des Greifers sich auf der Nockenscheibe
festklemmt und nu# sehr schwer anläuft. Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil
zu -beseitigen und zu erreichen, daß der Lauf des Greifers unbeeinflußt bleibt von
den Wirkungen, die durch Temperatureinflüsse auf den Greiferwerkstoff ausgeübt werden.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Greiferrahmen
aus mehreren nebeneinanderliegenden, gegeneinander beweglichen, mit Ausschnitten
für den Antriebsexzenter versehenen Platten besteht, die im Sinne einer Verkleinerung
des freien Ausschnitts gegeneinander abgefedert sind. Gemäß einer Weitergestaltung
der Erfindung geschieht. dies in der Weise, daß die eine
Platte
an der anderen, die zweckmäßig mit dem die Zähne tragenden Greiferarm aus einem
Stück besteht, auf einem Drehbolzen verschwenkbar gelagert ist und daß zwischen
beiden Platten eine Feder angeordnet ist. Bei diesen erfindungsgemäß ausgeführten,
z. B. aus gewebehaltigem Kunstharz hergestellten Greifern besteht keine Gefahr mehr,
daß der Greifer beim Anlaufen oder im Betrieb unrichtig arbeitet, da die in Abhängigkeit
von der Temperatur auftretenden Maßänderungen der Ausschnitte in den einzelnen Greiferplatten
den Lauf des Antriebsexzenters nicht mehr beeinflussen können.
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Bei einer bekannten Bauart mit Antriebsexzentern, die in zwei Greiferausschnitten
umlaufen, sind zwar die Flanken der Greiferausschnitte bereits teilweise federnd
ausgebildet worden. Diese Bauart läßt sich aber im wesentlichen nur mit Greifern
aus metallischen Werkstoffen verwirklichen, ergibt aber auch dann im Gegensatz zu
der Bauart nach der E'rfindung nur eine harte Federung. Während bei der bekannten
Bauart zwei Greifer und zwei Antriebsexzenter vorhanden sind, wobei in jedem der
beiden Greiferausschnitte durch besondere Maßnahmen für die federnde Anlage der
Flanken an die Exzenter gesorgt ist, ist bei der Bauart nach der Erfindung die spielfreie
Anlage nach den beiden aufeinander senkrecht stehenden Bewegungsrichtungen des Greifers
durch ein und dieselbe Maßnahme gesichert. Schließlich ermöglicht es die Bauart
nach der Erfindung bei Greifern, die um ein feAes Lager schwingen, aucfi die Berührung
mit diesem Lager spielfrei zu gestalten, wenn nämlich mehrere der gegeneinander
gefederten, den Greifer bildenden Platten gleichzeitig dieses Lager mit Schlitzen
umgreifen.
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Die Zeichnung zeigt ein AusführungsbeisiDiel.
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Fig. i ist eine Seitenansicht eines gemäß der Erfindung ausgebildeten
Greifers im Betriebszustand, und zwar auf der Linie I-I in Fig. 2; Fig.:2 ist ein
Querschnitt nach Linie 11-II in Fig. i, Fig. 3 die zugehörige Draufsicht,
Fig. 4 eine Einzelplatte des Greifers in Ansicht.
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Der Greifer ist aus zwei flachen Platten al und d aus gewebehaltigem
Kunstharz zusammengesetzt. Die beiden Platten haben je einen viereckigen
Ausschnitt b von gleicher Größe als Führung für den darin umlaufenden Antriebsexzenter
d aus gehärtetem Stahl. Die Platte al trägt den eigentlichen Greiferarm el,
auf dem die in die Lochung des Filmbandes eingreifenden Greiferzähne f aus
Stahlblech festgenietet sind; die Platte a2 hat einen etwas kürzeren Arm e2, der
mit dem Greiferarm el durch den eingenieteten Drehbolzeng gelenkig verbunden ist,
so daß die beiden Greiferplatten al und aP eine Art Schere-bilden. Der Ausschnitt
b in jeder Greiferplatte hat gegenüber dem Antriebsexzenter eine solche Toleranz,
daß genügend Spiel verbleibt, wenn der Greifer kalt, also im Ruhezustand ist, so
daß er leicht anlaufen kann.
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Da nun dieses Spiel im -Betriebszustand infolge der stärkeren Ausdehnung
des gewebehaltigen Kunstharzes, aus dem die Greiferplatten i#I und a2 bestehen,
gegenüber der Ausdehnung der stählernen Nockenscheibe d so
groß
würde, daß der Greifer nicht mehr dicht anliegend auf die Nockenbahn geführt, also
nicht mehr richtig arbeiten würde, sind die beiden Gveiferplatten al und a' mittels
einer Zugfeder it, die mit ihrem einen Ende an einer Nase il der Greiferplatte al
und mit ihrem anderen> Ende an einer Nase i2 der Greiferplatte al angreift,
kraftschlüssig an den Laufrand d' des Antriebsexzenters d angedrückt.
Es liegt dann die Greiferplatteal mit den Ausschnittkanten bl und bl, die Greiferplatte
a2 mit den Ausschnittkanten V und b 4 an dem Antriebsexzenter
d an, wie Fig. i in etwas übertriebenem Maße zeigt.
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Dem Antriebsexzenter d sind die Deckscheibe k und die
Nabenscheibe nt benachbart: alle drei Teile werden durch die beiden Schrauben n
miteinander so verbunden, daß der Antriebsexzenter d - über die Antriebswelle
o, die mittels der Stellschraube p in der Nabenscheibe ni, fesfgeklemmt
ist, in Umlauf versetzt werden kann, wobei er sich innerhalb des Greiferausschnittes
b abwälzt und dem Greifer seine charakterische Bewegung erteilt. Die eine
Greiferplatte a2 (siehe Fig. 4) hat eine um den Ausschnitt herumgehende Schmiernut
q, die mit einem Schmiermittel gefüllt ist und ein leichtes Gleiten der beiden
zwischen der.,Naben- und der Deckscheibe zusammengehaltenen Greiferplatten al und
a# aneinander ermöglicht, wenn diese sich während der Laufzeit unter der Wirkung
der Feder h gegeneinander etwas zu verschieben trachten.
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Die Deckscheibe k liegt sowohl an der Seitenfläche des Antriebsexzenters
d als auch mit dem äußeren Rand an der Greiferfläche an, dazwischen enthält
sie eine Schmiernut r. Die Nabenscheibein dagegen liegt unmittelbar nur an der Nockenscheibe
an, während die seitliche Anlage zwischen Nabenscheibe in, und Greiferplatte
0 über einen auf einem Federring s gelagerten Schmierring t erfolgt, um Passungsungenauigkeiten
auszugleichen.
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Der Antriebsexzenter d trägt einen mit Wärmeisolierstoff, z.
B. Kunstharz, überzogenen Kopf v, mittels dessen der Greifer nach Einzug des Filmbandes
in die richtige
Eingriffsstellung zur Filmbandlochung (nicht dargestellt)
gebracht werden kann. Der Knopf erlaubt wegen seiner Wärmeisolierung ein bequemes
Anfassen auch dann, wenn der Antriebsexzenter warm geworden ist.
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Im Schlitz w der Greiferplatten liegt die ortsfest gelagerte Büchse
,r, die für den Greifer den üblichenFestpunkt für seineBewegung bildet. Damit
die beiden Greiferplatten al und a' dabei nicht verkrümmt werden, hat der Drehbolzen
g in der kürzeren Greiferplatte a2 ein ausreichendes Spiel, indem die Öffnung
g' größer gemacht wird als der Bolzendurchmesser ist. Die Büchse
x ist auf einem Einstellstift y gelagert und hat eine exzentrische Bohrung
x', damit die Greiferzähne f in ihre richtige Eingriffstiefe in den Filmbandlochungen
eingestellt werden können.
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Die Lochung - der Greiferarme el und e 2 dient dazu, um den
langen Greiferarm möglichst leicht zu machen und dadurch ein Schlagen züi vermeiden,
durch welches das einwandfreie Arbeiten des ganzen Greifers gestört werden könnte.