DE676973C - Roehrengleichrichter, dessen Anode im Gebiet der Entladung aus zwei einander gegenueberstehenden parallelen Platten besteht, zwischen denen die Kathode angeordnet ist - Google Patents
Roehrengleichrichter, dessen Anode im Gebiet der Entladung aus zwei einander gegenueberstehenden parallelen Platten besteht, zwischen denen die Kathode angeordnet istInfo
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Description
- Röhrengleichrichter, dessen Anode im Gebiet der Entladung aus zwei einander gegenüberstehenden parallelen Platten besteht, zwischen denen die Kathode angeordnet ist Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Röhrengleichrichter, bei welchen die Anode im wesentlichen aus zwei parallelen Pjatten besteht, zwischen denen die Kathode angeordnet ist.
- Derartige Entladungsgefäße sind an ' sich bekannt. Es war jedoch bei diesen bekannten Entladungsgefäßen nicht möglich, den Ab- stand zwischen der Anode und der Kathode unter ein vergleichsweise großes Maß herabzudrücken, so daß dieselben einen vergleichsweise sehr großen inneren Widerstand aufweisen und ein sehr ungünstiges Verhältnis zwischen Heizleistung und Ausgangsleistung vorlag. Man mußte bisher.zwecks Entgasung desAnodenbl-eclis denQuerschnitt desAnodenzylinders groß wählen, wodurch auch ein großer Abstand zwischen Kathode undAnode D entstand. Dadurch wurde auch der innere Widerstand der Entladungsstrecke sehr groß, und die auf der Anode abzustrahlende Leistung war größer als nach dem erfindungs-,gemäßen Verfahren. Um die Nachteile eines großen Anodenzylinders zu vermeiden, hat an auf diesen eine Scheibe aufgesetzt oder dem Zylinder Aiisatzstücke mit großerFläche Z, Cregel)en, womit jedoch der Nachteil verbunden war, daß die Glühung der Systemt-eile nicht gleichmäßig erfolgen konnte, so daß gerade die zu glühenden Teile nicht auf die hohe Temperatur gebracht werden konnten, die zur vollständigen Entgasung notwendig ist, während die im Betrieb weniger heiß werdenden Teile in der Glühtemperatur bereits an der Grenze der anwendbaren Temperatur lagen.
- Erfindungsgemäß werden die einander gegenüberstehenden Platten an den parallel zur Röhrenachse laufenden Seitenkanten durch im Querschnitt schleifenförmig ausgebildete Stücke überbrückt, deren in Aufsicht eingeschlossene Fläche wesentlich größer ist als die von den parallelen Teilen der Anodenplatten .eingeschlossene Fläche und groß genug ist, um den zur Erhitzung des Systems mittels einer von außen her dem Gefäß genäherten Wirbelstromeinrichtung erforderlichen Fluß aufzunehm#en, Zweckmäßig werden dabei zylindrische Überbrückungsstücke verwendet, so daß die Anode eine einem Doppel-T ähnliche Form besitzt.
- Es ist zwar eine Anordnung bekanntgeworden, welche in einer Gleichrichterröhre eine Doppel-T ähnliche Anode besitzt, jedoch waren bei dieser Anordnung die beiden kreisförmigen Teile der Anode diejenigen Teile" auf welche die Elektronen auftrafen, so daß die vorbeschrieben#en Nachteile auch führ diese Anordnung zutreffen.
- bei Im der Gegensatz -vorliegenden zu dieser Erfindung Anordnung die Anord- wird ' nung der Kathode so getroffen, daß die Kathode nicht innerhalb der runden Teile liegt, sondern innerhalb des diese runden Teile verbindenden Teils, welcher eine wesentlich geringere Entfernung von den in der Mitte liegenden H.eizfäden ermöglicht als die bekannte Anordnung.
- Hierdurch wird es ermöglicht, die Anode auf an sich bekannte Weise aus zwei gleichartigen entsprechend vorgestanzten Blechen zusammenzusetzen.
- Es wird zweckmäßig eine im Metalldampfverfahren hergestellte Hochemissionskathode verwendet und das System derart dimensioniert, daß der Entladungsweg zwischen der Kathode und der Anode auf o,i bis i nun, und der innere Widerstand des Gleichrichtersystems dadurch auf etwa ioo Ohm und weniger herabgedrückt ist.
- Der zur Herstellung der Hochemissionsschicht der Kathode dienende Stoff, wird zweckmäßig in einem auf dem plattenförmigen Teil der Anode vorgesehenen nach innen geöffneten Falz untergebracht.
- Gemäß einer -weiteren Ausbildungsform der Erfindung -können zwei gleichartige Systeme innerhalb- der Röhre angeordnet und derart miteinander verbunden werden, daß sie gegen mechanische Erschütterungen eine feste Einheit bilden. Zu diesem Zweck werden zweckmäßig die oberen Enden der Anoden kreuzweise miteinander durch Isolationskörper gegenseitig versteift. Dabei kann im Kreuzungspunkt der Isolationskörper eine Stütze angebracht sein, an der alle oberen Kathodenenden nötigenfalls unter Benutzung einer Federung befestigt sind.
- Zwecks Erhöhung der Wärmeabstrahlung ist es zweckmäßig, die Oberfläche der Anode auf an sich bekannte Weise zu mattieren oder zu schwärzen.
- Die besondere Ausbildung des Elektrodensystems gestattet #es, trotz des außerordentlich geringen Abstandes der- Platten voneinander das Wirbelstromentgasungsverfahren an7uwenden.
- Des weiteren ermöglicht die Ausgestaltung des Systems die Herstellung der Hochemissionsschicht nach dem Metalldampfverfahren.
- Durch die besondere Ausbildung des Systems, die Anwendung voll Metalldampfkathoden und die Anordnung der Anoden in einem Abstand von i biszzu 1/,omm von der Kathode wird es erstmalig ermöglicht, einen Gleichrichter herzustellen, dessen innerer Widerstand so gering ist, daß die Verlustleistungauf einen Bruchteil der sonst üblichen Verlustleistung reduziert wird.
- An Stelle der zwei schleifenförmig ausge-'bildeten üb#erbrückungsstücke ist es unter Um-Iständen auch möglich, nur ein einziges Gberbrückungsstück zu verwenden. Es bestehtauch die Möglichkeit, die schleifenförmigenStücke auf der Breitseite anzuordnen und ihre Zahl nach Belieben zu erhöhen.
- Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Abbildung beispielsweise dargestellt. In derAbbildung ist eineerfindungsgemäße Röhre zum Betriebe als Doppelgleichrichter dargestellt. Im einzelnen ist i das Entladungsgefäß mit dem Socke12 und den Anschlußstiften3. Die beiden Anodensysteme sind 4 und 5. Innerhalb derselben sind je vier parall,el geschaltete Heizfäden6, 7, 8 und 9 bzw. die H.eizfäden i o; I I, 12 und 13 angeordnet. Bei 14 und 15 sind die Taschen mit dem zu zerstäubenden Präparat 16 und 17 angeordnet. Es sind nun durch kreuzweise angeordnete Isolationgkörper 18 und ig, die im vorliegenden Falle aus Glimmerscheiben bestehen, die Anodensysteme gegenseitig versteift. Dabei ist im Kreuzungspunkt eine StÜtZe 2o angeordnet, an der gleichzeitig die oberen Kathodenenden, nötigenfalls unter Benutzung einer Federung, befestigt werden können. Zu dicsem Z-weck ist in dem Ausführungsbeispiel an der Spitze2o ein Quersteg21 befestigt. Dieser trägt 2X4Federn fürdieHeizfäden6 bis 9 bzw. io bis 13. Für die Isolationskö#rperi8 und ig wird vorzugsweise vakuumsicheres Material verwendet. Im vorliegenden Falle sind Glimmerscheiben vorgesehen.
- Zur Erzielung einer großen Wärmeabstrahlung sind die Oberflächen der Anode mattiert oder geschwärzt. Zur Mattierung wird vorzugsweise ein Sandstrahlgebläse benutzt. Zur Schwärzung macht man von Platinverbindungen oder anderen geeigneten Mitteln Gebrauch.
- Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Röhre, hat es sich als vorteilhaft er-wiesen, die Anodenbleche vorher zu glühen und auszurichten. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise eine mechanische Deformierung des Systems bei der Entgasung nicht mehr eintritt -und man keinen Kurzschluß oderandere Störungen zu befürchten hat, auch wenn der Abstand zwischen Kathode und Anode bis auf 1/,omm reduziert wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCTIE: i. Röhrengleichrichter, dessen Anode im Gebiet der Entladung aus zwei einander gegenüberstehenden parallelen Platten besteht, zwischen denen die Kathode angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten an den parallel zur Röhrenachse verlaufenden Seitenkanten durch Ansatzstücke mit schleifenförmigemQuerschnitt überbrückt sind, die eine solche Form und Abmessung haben, daß die von ihnen eingeschlossene Querschnittfläche wesentlich größer als die von denAnodenplatten eingeschlossene Querschnittsfläche, und zwar so groß ist, daß der von ihnen ,aufgenommene Fluß einer von außen ge- näherten Wirbelstromeinrichtung zur Erhitzung des Systems auf Entgasungstemperatur ausreicht.
- 2. Röhrengleichrichter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung zylindrischer überbrückungsstücke, so daß die Anode ein Doppel-T ähnliches Profil hat. 3. Röhrengleichrichter nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode aus zwei gleichartigen, entsprechend vorgestanzten Blechen zusammengesetzt ist. 4. Röhre#ngleichrichter nach einem oder mehreren de r vorhergehenden -Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Entladungsw#eg zwischen der im Metalldampfverfahren hergestellten Hochemissionskathode und der Anode auf o, i bis i mm herabgesetzt wird und dadurch der innere Wid#erstand des Gleichrichtersystems auf etwa ioo Ohm und weniger herabgedrückt ist. 5. Röhrengleichrichter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,-dadurch gekennzeichnet, daß auf dem plattenförmigen Teil der Anode ein nach innen geöffneter Falz zur Aufnahme des für die Bildung des hochemittierenden Belags der Kathode zu verdampfenden Stoffes vorgesehen ist. 6. Röhrengleichrichter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleichartige Systeme innerhalb der Röhre so angeordnet und derart miteinander verbunden sind ' daß sie gegen mechanische Erschütterungen eine feste Einheit bilden. 7. DoppelgIeichrichter nachAnspruch6, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Enden der Anoden kreuzweise miteinander durch Isolationskörper gegenseitig versteif t sind. 8. Röhrengleichrichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreuzungspunkt der Isolationskörper eine Stütze angebracht ist, an der alle oberen Kathodenenden nötigenfalls unter Benutzung einer Federung befestigt sind. g. Röhrengleichrichter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Anode bzw. Anoden, zur Erhöhung der Wärmeabstrahlung mattiert oder geschwärzt 'sind.
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1929
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