DE676263C - Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus einem dichtgesinterten und Titandioxyd enthaltenden keramischen Gemisch - Google Patents

Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus einem dichtgesinterten und Titandioxyd enthaltenden keramischen Gemisch

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DE676263C
DE676263C DEST52935D DEST052935D DE676263C DE 676263 C DE676263 C DE 676263C DE ST52935 D DEST52935 D DE ST52935D DE ST052935 D DEST052935 D DE ST052935D DE 676263 C DE676263 C DE 676263C
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Germany
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titanium dioxide
dielectric
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ceramic mixture
containing titanium
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Expired
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DEST52935D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Werner Soyck
Dr-Ing Alfred Ungewiss
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Steatit Magnesia AG
Original Assignee
Steatit Magnesia AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/48Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on zirconium or hafnium oxides, zirconates, zircon or hafnates
    • C04B35/49Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on zirconium or hafnium oxides, zirconates, zircon or hafnates containing also titanium oxides or titanates

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Description

  • Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus einem dichtgesinterten und Titandioxyd enthaltenden keramischen Gemisch Für die Zwecke des Kondensatorbaues sind keramische Dielektrika entwickelt und in die Technik eingeführt worden, die auf Grund eines beträchtlichen Anteils an Titandioxyd eine hohe Dielektrizitätskonstante aufweisen. Innerhalb des Gesamtgebietes der titandioxydhaltigen Dielektrika sind heute bereits mehrere Entwicklungseinrichtungen zu erkennen. Einerseits wurden Dielektrika geschaffen, die Titandioxyd in Mengen von 7o bis 9o °/o und mehr enthalten. Diese zeigen eine Dielektrizitätskonstante von 40 bis 9o. Während diese Stoffe bei Hochfrequenz einen niedrigen dielektrischen Verlust aufweisen - bei 300 m Wellenlänge wird tg a = 10 ... 15-10 4 gemessen-, liegen die entsprechenden Zahlen für Niederfrequenz (8oo Hz) bei 100 ... 300 # 1o--4. Ein sehr günstiges dielektrisches Verhalten haben andererseits bestimmte Dielektrika, welche wesentlich aus Magnesiumtitanat bestehen. Diese Stoffe haben sowohl bei Hochfrequenz als auch bei Niederfrequenz geringe Verluste, die Dielektrizitätskonstante liegt jedoch verhältnismäßig niedrig, etwa im Bereich Io bis 25.
  • Eine wichtige Stoffeigenschaft ist ferner die mehr oder weniger große Abhängigkeit der Dielektrizitätskonstante von der Temperatur. Die eine hohe Dielektrizitätskonstante aufweisenden, fast ausschließlich aus Titand:oxvd bestehenden Dielektrika haben einen merklich negativen Temperaturkoeffizienten, während ein besonderes Kennzeichen bestimmter Magnesiumtitanatstoffe die weit-,gehende Unabhängigkeit der Dielektrizitätskonstante von der Temperatur ist. Aus dem Gesagten ist zu ersehen, daß bisher Schwierigkeiten bestanden, mehrere günstige Eigenschaften in einem Werkstoff zu vereinigen. Für den Kondensatorenbau ist jedoch ein Dielektrikum erwünscht, das eine möglichst hohe Dielektrizitätgkonstante aufweist, die sich rnit der Temperatur vergleichsweise wenig oder gar nicht ändert, und das sowohl bei Hochfrequenz wie bei Niederfrequenz geringe dielektrische Verluste zeigt.
  • Die Erfindung weist den Weg zu Dielektrika, die die verlangten Eigenschaften in überaus günstiger Weise in sich vereinigen. Versuche haben gezeigt, daß bei gleichzeitiger Verwendung von Titandioxyd und Zirkondioxyd Dielektrika mit überraschend günstigen dielektrischen Eigenschaften entstehen. \Tach der Erfindung ist demnach dem keramischen, Titandioxyd enthaltenden Gemisch Zirkondioxyd zugesetzt. Ob und in welchem Maße beim Dichtbrande derartiger Stoffgemische eine chemische Verbindung zwischen Titandioxyd und Zirkondioxyd herbeigeführt wird, ist noch nicht zweifelsfrei festgestellt. Das günstige Verhalten des aus einer solchen Mischung erbrannten Dielektrikunis ist jedoch durch dielektrisclie Messungen erwiesen.
  • Es ist zweckmäßig, (las Verhältnis von Zirkon<lioxyd zu `1.'itandioxyd etwa wie i : 2 bis i : .4 zit wählen. Der Gesamtanteil der beiden Dioxyde macht zweckmäßig etwa 5o bis go % der Mischung aus, so daß io bis ;o Gewichtsteile für die Hinzufügung von Zuschlagstoffen, Plastifizierungs- und Flußmitteln übrigbleiben. Erdalkalische Flußmittel -sind zu bevorzugen; günstig wirkt ein Zuschlag von Magnesia öder äquivalenten \lagiiesiaverbindungen. Eine beliebige Vergrößerung des Zirkondioxydanteils kann nicht ohne weiteres vorgenommen werden, da hierbei die Feuerfestigkeit und damit die Dichtbrandteniperatur des Stoffes außerordentlich ansteigt. Hält nian sich jedoch ini Rahmen (ler genannten Mengenverhältnisse, so ist ein Dichtbrand zwischen 135o und looo@ möglich, Beispiel ;ö Gewichtsteile Ti 02, 2o Gewichtsteile Zr 02, 8 Tonsubstanz, : 2 Erdalkalicarbonät.
  • Ein Dielektrikum aus einem Stoff gemäß dein Beispiel zeigt bei 3oo in Wellenlange üen dielektrischen Verlustfaktor 5 # 1o-4; bei 8oo Hz beträgt der Verlustfaktor io - io-4; die Dielektrizitätskonstante ist 6o.
  • Die Form, in der das Zirkondioxyd in die Masse eingeführt wird, unterliegt keiner strengen Vorschrift. Es kommt darauf an, wie weit im übrigen plastische Stoffe im Versatz vorhanden sind. Je nachdem kann das Zirkondioxyd als mehr oder weniger Wasserhaltiges Hydroxyd oder als geglühtes Oxyd eingeführt werden. Die Verwendung chemisch gereinigter Zirkonerde erbringt gegenüber der des Naturstoffes eine höhere Dielektrizitätskonstante und geringere dielektrisclie Verluste des Dielektrikunis. Um den technischen Fortschritt klar herauszustellen, sind in der folgenden Tabelle die entsprechenden physikalischen 1?igenscliaften inehrcrer Dielektrika zusammengestellt. Die ersten zwei stellen im Handel befindliche hochprozentig aus Titandioxyd bestehende Dielektrika dar; die unter dem Handelsnamen »Kerafar« in der Elektrotechnik bekannt sind. Das dritte ist ein Dielektrikum aus der Gruppe des Magnesiutntitanats; in der vierten Reihe sind cirl;on(lioxvdhaltige Dielektrika gemäß der Erfindung angegeben..
    Dielelcu-izitts- d c t,0 oC t" # io--'' tg s # 1o-4
    lumstante (s) (; bei 2200.
    f-8oo-Hz
    Kerafar R ...................... So - 6 # 1o-4 10 ... 15 300
    Kerafar T ...................... 40 - 3 -10--4 15 ... 20 zoo
    14lagnesiumtitanatmasse .......... 15 +0,4- I0-4 ` 2
    Hassen gemäß der Erfindung .... 3o ... 6o -0,5.,0-4 5 ... =o 10 ... 30
    - bis-5,o # 10-4
    Die Anteile an Titandioxyd und Zirkondioxyd regeln sich danach; welche Eigenschaften des Dielektrikums im einzelnen erzielt werden sollen: Eine Erhöhung des Zirkondioxvdanteils auf Kosten des Titandioxydsr erniedrigt die Dielektrizitätskonstante, verbessert jedoch die Unabhängigkeit derselben von der Temperatur.
  • Es ist an sich bekannt, feuerfeste und chemisch besonders widerstandsfähige Formkörper für metallurgische oder chemische Zwecke aus Titandioxyd unter Zusatz von Zirkonverbindungen nach keramischer Arbeitsweise herzustellen. Diese bekannten Formkörper sind jedoch nach dem Brand porös und kommen als Dielektrikum für elektrische Kondensatoren nicht in Frage.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: -r. Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus einem dichtgesinterten und Titandiöxyd enthaltenden keramischen Gemisch hoher Dielektrizitätskonstante und niedriger- dielektrischer Verluste, dadurch gekennzeichnet; daß dem keramischen Gemisch Zirkondioxyd zugesetzt ist.
  2. 2. Kondensator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Zirkondioxyd zwei- bis viermal so klein ist wie der Gehalt an Titandioxyd.
  3. 3. Kondensator nach Anspruch r oder z, gekennzeichnet durch einen Gehalt von ro bis 50 % an Zuschlagstoffen, Plastifizierungs- und Flußmitteln, vorzugsweise erdalkalischen Flußmitteln.
  4. 4. Kondensator nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Magnesiumoxyd als erdalkalischem Zuschlagstoff.
DEST52935D 1934-12-15 1934-12-15 Elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus einem dichtgesinterten und Titandioxyd enthaltenden keramischen Gemisch Expired DE676263C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE927355C (de) * 1952-03-02 1955-05-05 Harald Dr Schering Verfahren zur elektrischen Feuchtigkeits-Kontrolle von Kohlepulvern
DE1095731B (de) * 1955-10-25 1960-12-22 Rosenthal Isolatoren Gmbh Elektrischer Isolator
DE1106669B (de) * 1955-11-29 1961-05-10 Rosenthal Isolatoren Ges Mit B Keramisches Dielektrikum
DE977559C (de) * 1951-02-08 1967-02-16 Philips Nv Keramisches Kondensator-Dielektrikum
DE980100C (de) * 1951-03-31 1970-11-19 Nat Lead Co Keramische Koerper mit hoher Dielektrizitaetskonstante und Verfahren zur Herstellung dieser Koerper

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