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Vorrichtung zum Verstellen eines Anzeigekörpers gegenüber einer aufrecht
stehenden Fläche oder im Raum Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anzeigen
von Punkten an einer aufrecht stehenden Fläche, z. B. von Orten auf einer Wandkarte
o.,dgl. oder Punkten in einem bebrenzten Raum mittels eines bewegbaren Anzeigekörpers.
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Es sind bereits zahlreiche Ausführungen von Anzeigevorrichtungen bekannt,
die jedoch entweder im Aufbau oder der Bedienung Nachteile haben. So sind Vorrichtungen
bekannt, bei denen zwei sich kreuzende Schienen oder Leisten gemäß an den Seiten
der Karte angebrachten Einstellskalen über der Karte verschi:ebihar sind, deren
jeweiliger Kreuzungspunkt den gesuchten Ort angibt. Diese Einrichtung verlangt zur
genauen Einstellung der Schienen je beiderseits angreifende Parallelführungen und
ist hierdurch im Aufbau kompliziert und in der Wirkungsweise schwerfÄllig. Zudem
ist es bei derartigen Einrichtungen auch ein Nachteil, daß von den rüber der Karte
verschiebbaren Schienen stets ein Teil der Karte verdeckt wird.
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Eine andere Art von Anzeigevorrichtungen weist zwei von den Ecken
der Karte ausgehende Bünder auf, die mit Längseinteilungen versehen sind und zum
Aufsuchen eines bestimmten Punktes über der Karte so zur Kreuzung gebracht werden,
:daß die Ränder his zur Kreuzungsstelle bestimmte Längen haben. Dabei müssen die
Bänder während des Aufsuchens und Betrachtens stets mit zwei Händen gehalten werden,
was sehr umständlich ist. Den gleichen Nachteil hat eine andere bekannte Vorrichtung,
bei welcher zwei Bänder nach zwei am Rande der Karte befindlichen Skalen ausgerichtet
und
gehalten werden sollen. Insbesondere wenn es sich um größere
Wandkarten o. dgl. handelt, sind solche Einrichtungen völlig ungeeignet.
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Gegenüber den bekannten Vorrichtunzi#': zeichnet sich der Erfindungsgegenstand
dur?cIi besondere Einfachheit im Aufbau und leicht' Handh.äbung aus. Die Vorrichtung,
welche gemäß der Erfindung zum Verstellen eines Anzeigekörpers gegenüber einer aufrecht
stehenden Fläche oder aber auch zur Verstellung im Raume bestimmt ist, ist dadurch
gekennzeichnet, daß der Anzeigekörper an von den oberen Ecken der Fläche bzw. der
den Raum begrenzenden Flächen ausgehenden Bändern unverschnebbar aufgehängt ist,
deren Enden nach Maßgabe je einer Anzeigevorrichtung verschiebbar sind.
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Zur Anwendung der Erfindung für Vorrichtungen, zum Anzeigen eines
bestimmten Ortes auf einer Karte oder auf einem Plan empfiehlt es, sich, als Anzeigekörper
wie bei den bekannten Anzeigevorrichtungen eine elektrische Lampe zu verwenden und
diese zusammen finit den Aufhängebändern hinter der Karte oder dem Plan anzubringen.
Für die Verwendung an einer Karte liegen gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung
die beiden Liäufer, an welchen die Enden der Bänder befestigt sind, wie bei den
bekannten Vorrichtungen in parallel zueinander und parallel zur Unterkante der Karte
verlaufenden Führungen während zwischen den beiden Führungsschienen eine für beide
Läufer gemeinsame Einstellskala angeordnet ist.
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An Stelle der Lampe kann auf eine Zeichenvorrichtung z. B. ein Kreidestift
vor einer Tafel in der erfindungsgemäßen Weise bewegbar angebracht werden. Diese
Anordnung ermöglicht .die Herstellung von Zeichnungen in großen Abmessungen auf
einer Tafel für H-örs;äle o. dgl.
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Es ist auch möglich, die erfindungsgemäße Anordnung zur Anzeige bestimmter
Punkte im Raume zu benutzen, wie ies z. B. für Lehrapparate verschiedenster Art
gewünscht werden kann. In diesem Fall ist der bewegliche Anzeigeköxper an drei Bändern
aufgehängt, welche die Kanten eines Tetraeders mit fester Basis bilden. Jedes .dieser
Bänder ist nach Maßgabe einer Skala in seiner Aufhängelänge veränderbar und ermöglicht
die Einstellung des Anzeigekörpers auf jedem unter der von den drei Aufhängepunkten
bestimmten Dreierkseäche liegenden Raum.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen zu entnehmen, und zwar zeigt Fig. i in Ansicht von vorn eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Aufsuchen eines bestimmten Ortes auf einer Landkarte.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie II-II der Fig. i.
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Die Fig.3 und q. zeigen in Ansicht von .vorn und im Schnitt nach der
Linie IV-IV der Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer Suchervorrichtung für Landkartenoder
Pläne. ' Fig. 5 stellt im vergrößerten Maßstab für sich herausgezeichnet den Träger
der Sucherlampe dar, 'die mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung verstellt wird.
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Fig.6 veranschaulicht eine dritte Ausführungsform der Suchervorrichtung
gemäß der Erfindung, während ,die Fig. 7, 8 und 9 eine vierte Ausführungsform der
Vorrichtung zum Aufsuchen einer bestimmten Stelle einer Landkarte im Längsschnitt,
im Querschnitt und in. Ansicht von vorn veranschaulichen.
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Bei der ersten, in den Fig. i und 2 dargestellten Ausführungsform
ist die Karte oder der Plan auf einer rechteckigen Glasscheibe i angeordnet. Das
Anzeigeglied der Suchervorrichtung besteht aus einer elektrischen. Lampe 2, die
hinter der Platte i an biegsamen Aufhängedrähten oder Aufhängefäden 3, 3' aufgel;ängt
ist. Diese Fäden rollen sich auf Rollen q. und q.' auf, welche in der Nähe der oberen
Ecken der Karte angebracht sind. Die Rollen werden durch drehbare, aus dem App2xat
nach außen ragende Handgriffe 5, 5' in - Drehung versetzt. Die genannten Handgriffe
sind zu dem Zweck auf den Achsen 6 der Rollen befestigt.
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Zur Einstellung der jeweils von den Rollen eingenommenen Winkellage
sind auf jeder Achse 6 Scheiben 7 und 7' befestigt, auf denen eine Teilung angebracht
ist. Durch Einwirkung auf die Handgriffe 5 und 5' kann die eine oder die andere
der Zahlen oder Buchstaben der genannten Teilung derart eingestellt werden, daß
sie gegenüber den Fenstern 8 oder 8' zu liegen kommt, welche Fenster in dem Gehäuse
9 des Apparates vorgesehen sind.
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Auf einer Walze io, welche mittels eines Handrades 12 vor einem Fenster
i i dreh-'bar ist, befindet sich eine Tafel; diese Tafel enthält gegenüber dem Namen
jedes der bemerkenswerten Punkte des Planes (Straßen, Denkmäler usw.) die Angabe
von Ziffern, welche in den Fenstern 8 und 8' eingestellt werden müssen, .damit die
Lampe 2 genau hinter dem gesuchten Punkt zu liegen kommt.
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Die in den Fig. 3 bis 5 dargestellte zweite Ausführungsform der Kartensuchvorrichtung
gemäß der Erfindung wird vorzugsweise dann angewendet, wenn @es sich um eine Karte
i von großen Abmessungen handelt. Gemäß dieser Ausführungsform sind die Aufhängefäden
oder -drahte 3 und 3' auf Riemenscheiben 16 und 16' aufrollbar, welch letztere mit
Hilfe von Handrädern 17 und 17' verstellt
werden. Diese HandrÄder
liegen in der Reichweite der Hand des Benutzers; außerdem sind die Riemenscheiben
Träger von Scheiben mit Gradeinteilungen 7, 7', .die sich hinter den Fenstern 8
und 8' vorbeibewegen. Die Bänder oder Drähte 3 und 3' . werden durch Führungsrollen
18, 18' nach den oberen Ecken der Karte i zu geleitet.
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Die Lampe 2 ist mit einem Gewicht i 9 ver-` sehen, das an dem Träger
der Lampe aufgehängt ist. Dieses Gewicht dient dazu, den Widerstand zu Überwinden,
der sich aus der Reibung der Bänder 3 und 3' auf den verschiedenen Umkehrrollen
ergibt. Die Tafel, auf welcher die Straßen oder die sonstigen bemerkenswerten Punkte
der Karte zusammen mit den zugehörigen Koordinaten oder Einstellziffern verzeichnet
sind, befindet sich auf einer Scheibe 2 i, deren sämtliche Punkte hinter einem Fenster
22 mittels eines Handrades 23 sichtbar gemacht werden können.
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Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.
6 dargestellt. Gemäß dieser Ausführungsform sind unmittelbar an den freien Enden
der Aufhängefäden. oder -dr.ähtc 3, 3' Läufer c io. dgl. befestigt, die längs senkrechter
Gleitschienen d vor Einteilungen a verstellbar sind.
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Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Hier sind die Aufhängefäden 3, 3' der Anzeigelampe 2 an Läufer Ja; Jt' angeschlossen,
die unterhalb des unteren Randes der Karte und parallel zu diesem Rande auf Führungsschienen
k, k' verschiebbar sind. Die Läufer h, h' tragen Zeiger 1,1'. Diese Zeiger bewegen
sich vor einer Skala L, die zwischen den Führungsschienen k, k' und parallel zu
ihnen liegt. Auf den Gleitschienen fz, h' ist ein Anschlagkörper
m
verschiebbar, der den größten Abstand der Läufer h, h' voneinander
und somit die tiefste Stellung der Lampe 2 bestimmt. Zum Einschalten der Lampe 2
nasch geschehener Einstellung derselben, dient der eine oder der andere der zu beiden
Seiten der Vorrichtung angebrachten Schalter rt, tt'.
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Die Karte i, auf der ein bestimmter Ort durch ,die Stellung der Lampen
2 angezeigt wird, wird zwischen zwei Glasscheiben o, p gehalten. Ferner ist im unteren
Teil der Vorrichtung ein geneigter Tisch .q vorgesehen, auf welchem die Tafel angebracht
ist, die die Straßen und sonstigen bemerkenswerten Punkte der Karte und die Ziffern
enthält, die von den Zeigern!,!' auf der Skala l eingestellt werden müssen, um die
Lampe 2 auf den gesuchten Punkt einzustellen. Gemäß einer in 'den Zeichnungen nicht
dargestellten weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der zu verstellende Körper
auch in den drei Richtungen des. Raumes verstellbar sein. Dieser Fall ergibt sich
beispielsweise dann, wenn der Anzeigekörper dazu dient, den Aufprallpunkt oder den
Punkt des Zerplatzenseiner Granate in den Lehrapparaten anzuzeigen, die in Artillerieschulen
verwendet werden. In diesem Fall ist der bewegliche Anzeigekörper an drei Bändern
o. dgl. aufgehängt, daß die Kanten eines Tetraeders darstellten, :dessen Basis fest
ist. Jedes Band rollt sich auf eine Trommel auf, die mit einer Skala versehen ist.
Der angezeigte Punkt kann entweder mit einem Reliefplan, der unterhalb der Basis
des Tetraeders angeordnet ist, in Berührung stehen (Fall des Zerplatzens infolge
einer Aufschlagzündung), oder er kann auch oberhalb .des Reliefplanes liegen (Fall
des Zerplatziens in der Luft).