DE67505C - Glasschmelzofen, bei welchem der Arbeitsraum völlig, der Schmelzraum gänzlich oder theilweise überdeckt ist - Google Patents
Glasschmelzofen, bei welchem der Arbeitsraum völlig, der Schmelzraum gänzlich oder theilweise überdeckt istInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
- C03B5/20—Bridges, shoes, throats, or other devices for withholding dirt, foam, or batch
- C03B5/205—Mechanical means for skimming or scraping the melt surface
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Description
KAISERLICHES
Patentamt:
Beim Schmelzen von Materialien ist es zuweilen erwünscht, das Schmelzgut vor der
directen Einwirkung der Flamme zu schützen, einerseits, um den Schmelzprocefs reiner zu erhalten,
andererseits, um das Schmelzgut an der Stelle der Ausarbeitung- weniger heifs oder
weniger flüssig verarbeiten zu können. So ist es beispielsweise zur Herstellung eines möglichst
farblosen Glases erwünscht, die den Glasmaterialien zugesetzten Entfärbungsmittel vor
der zu langen Einwirkung der unmittelbaren Flamme zu schützen; bisher geschah dies in
der Glasfabrikation durch Anwendung gedeckter Hafen. Will man aber solches Glas aus einer
Wanne verarbeiten, so ist es, auf Obiges bezugnehmend, geboten, Einrichtungen beim
Schmelzofen zu treffen, um die zu lange Einwirkung der unmittelbaren Flamme auf das
Schmelzgut zu vermindern bezw. ganz aufzuheben.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine neue und eigenthümliche Einrichtung,
um die Flamme von der Oberfläche der geschmolzenen Masse abzuhalten unter Schaffung
der Möglichkeit, dafs, wenn dies erwünscht sein sollte, das Schmelzgut im Schmelzraum
an der Bewegung gehindert ist.
Die Erfindung soll hier beispielsweise an einem Glasschmelz-Wannenofen, der im Längenschnitt
dargestellt ist, erläutert werden.
In dem Ofen werden eine Anzahl Ueberbrückungen oder Balken α angeordnet, die
jeder aus einem Stück geformt oder zusammengesetzt sein können. Sie können einen vollen,
einen Π-, einen T-förmigen oder sonstwie gestalteten Querschnitt haben; sie sind im Schmelzofen
entweder dicht an einander angeordnet und bilden dann die Oberflächen dieser Ueberbrückungen,
Balken oder sonstwie gestalteten Ueberdeckungen den Schutz gegen Einwirkung der unmittelbaren Flamme auf das Schmelzgut,
oder sie können in gewissen Abständen von einander angeordnet sein, in welchem Falle die
Zwischenräume zwischen ihnen ganz oder theilweise durch beliebig gestaltete Verbindungsplatten
b überdeckt werden. Zur Bildung von Falzen oder Widerlagern für bogenförmige
Abdeckplatten empfiehlt es sich, die Oberfläche der Ueberbrückung mit der Länge nach angeordneten
Rippen oder einzelnen Erhöhungen c zu versehen.
Die Art der Anbringung der Ueberbrückungen kann eine beliebige sein; dieselben können
entweder frei oder in Falzen der Seitenmauern geführt schwimmen, oder sie können auf Unterstützungen
aufruhen, und zwar entweder beständig oder nachdem das Schmelzgut bis auf einen bestimmten Punkt gesunken ist.
Die Brücken selbst können in den in die flüssige Masse eintauchenden Theilen mit
Löchern oder Ausnehmungen versehen sein, um den Durchflufs auf oder nahezu an der
Oberfläche der flüssigen Masse von einem Ende des Ofens nach dem anderen nicht zu hindern,
wobei die Durchlässe in den auf einander folgenden Ueberbrückungen verschieden ange-
bracht sein können, um den Weg im Ofen zu verlängern.
Zur Anfertigung der Ueberbrückungen empfiehlt sich jedes feuerbeständige Material,
das sich neutral zum Schmelzgut verhält.
Durch die erläuterte Einrichtung wird nicht nur die Einwirkung der durch die Verbrennungsproducte
der Flamme erzeugten Unreinheiten auf das Schmelzgut oder die zersetzende Einwirkung der Flamme auf Entfärbungsmittel,
wie oben beschrieben, sondern auch, namentlich beim Schmelzen von Metallen, eine reducirende
Einwirkung der Flamme vermieden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Zwecke der Erzielung eines farblosen Glases beim Glaswannenofenbetrieb die Anordnung von schwimmenden Ueberbrückungen (a) in der Breite der Wanne entweder dicht an einander gelegt oder in entsprechenden Abständen von einander und von Abdeckungen (b) von Brücke zu Brücke zur Ueberdeckung des Schmelzgutes von den Arbeitsöffnungen bis in den Schmelzraum bezw. einschliefslich des Schmelzraumes behufs Verhinderung directer Einwirkung der Flamme auf die gesammte Schmelzgutoberfläche.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE67505T | 1891-10-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67505C true DE67505C (de) | 1893-04-20 |
Family
ID=341128
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189167505D Expired DE67505C (de) | 1891-10-22 | 1891-10-22 | Glasschmelzofen, bei welchem der Arbeitsraum völlig, der Schmelzraum gänzlich oder theilweise überdeckt ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67505C (de) |
-
1891
- 1891-10-22 DE DE189167505D patent/DE67505C/de not_active Expired
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