KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die kennzeichnenden Merkmale dieses Doppelschnitzelmessers liegen der Hauptsache nach
darin, dafs beide Messer eine Tragfläche für die Rübe bilden, dafs das hintere Messer durch
das vordere geschützt wird und ferner eine Abführung der sich zwischen beiden M'essern
ansammelnden Fasern u. s. w. möglich ist. Es können also schädliche Verstopfungen nicht
nur vermieden werden, sondern es kann auch jederzeit ein ungehinderter Austritt der Schnitzel
aus den beiden Messern stattfinden.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 die Wirkung beider Messer dar. Es ist A das vordere,
schräg ansteigend befestigte, mit der Tragfläche d versehene Dachrippenmesser und B
das hintere glatte Messer, welches ebenfalls mit Tragfläche d1 versehen ist. Um zu vermeiden,
dafs »Bänder« statt Schnitzel geschnitten werden, ist die Fläche d1 des
Messers B um ein Geringes niedriger gelegt als die höchsten, mit Fläche d versehenen
Spitzen der Dachrippen von Messer A. Beide Messer wirken derartig zusammen, dafs die
Rübe durch Flächen d d1 getragen wird und trotz der waagrechten Lage der Fläche dl
eine Vorlage vor dem Messer B nicht erforderlich ist. Die von Messer A erzeugten
Schnitzel können unterhalb von A ohne Hindernifs austreten, ebenso ist auch für die
durch Messer ,B abgelösten Schnitzel ein Abführkanal
gebildet, der sich nach hinten zu erweitert, also ebenfalls kein Hemmnifs bietet.
Die Messer A und B stehen aufser Berührung mit einander, so dafs die auf den Dachrippenspitzen
sich fangenden Fasern ungehindert entweichen können und die Schneide von B
nicht schädlich beeinflufst wird. Endlich ist durch das Zusammenwirken der Einzelmesser
die Möglichkeit gewährt, dem hinteren Messer B eine ganz besonders lange Tragfläche d1 und
somit eine sehr schlanke Schneide zu geben, weil letztere durch das vordere Messer geschützt
und dem Einflüsse fremder Körper weniger ausgesetzt ist. Es wird also durch das eigenartige
Zusammenwirken der beiden Messer A und B ein wesentlich neuer Erfolg erzielt,
indem durch die Tragflächen d und d1 die Schneidwinkel. der Messer sehr spitz gestaltet
werden können und bruchfreie Schnitzel geschaffen werden, welche ohne irgend welches
Hemmnifs aus dem Messer treten können. Die Schneide des hinteren Messers B wird durch
das vordere Messer A geschützt, und es wird ferner zwischen beiden Messern ein Zwischenraum^
geschaffen, durch welchen Fasern u. s.w. abgeführt, also Verstopfungen vermieden werden.
Diese Vorzüge sind aber nur dadurch möglich , dafs die beiden Messer A und B mit
Flächen d und dl versehen und in der beschriebenen
Anordnung als Doppelmesser zusammengestellt sind, dafs ferner sich beide Messer nicht berühren und aufserdem die
Schneide des hinteren Messers um ein Geringes niedriger liegt als die höchste Stelle des vorderen
Dachrippenmessers.
Patent-Anspruch:
An Doppelschnitzelmessern die Anordnung der Flächen d und d1 bei beiden Einzelmessern
A und B.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.