DE6711C - Neuerungen in der Herstellung von Lichtbildern - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Lichtbildern

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R. J. CONINGSBY in Croydon und A. GROVER in Mitcham (England)
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F1/00Designs or pictures characterised by special or unusual light effects
    • B44F1/06Designs or pictures characterised by special or unusual light effects produced by transmitted light, e.g. transparencies, imitations of glass paintings

Landscapes

  • Mirrors, Picture Frames, Photograph Stands, And Related Fastening Devices (AREA)

Description

1878.
Klasse 80.
R. J. CONINGSBY in CROYDON und A. GROVER in MITCHAM
(England).
Neuerungen in. der Herstellung von Lichtbildern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. October 1878 ab.
Die Verbesserungen betreffen die Fabrikation von Lichtbildern nebst Rahmen, wodurch dieselben billiger als bisher hergestellt werden können.
Dabei kommt statt des bisher angewendeten Thons, welcher sehr mühsam gebrannt und präparirt werden mufste, Gyps zur Verwendung. Diese Substanz wird mit Wasser vermischt und in Plattenformen von Wachs oder sonstiger Masse gegossen, wodurch das gewünschte Relief erhalten wird. Dabei ist Sorge zu tragen, dafs die Form nur eben bedeckt und ein sehr dünner Gufs nach dem Trocknen des Gypses erzeugt ist.
Da bei grofsen Bildern der dünne Gufs, welcher durch dieses Verfahren gebildet wird, die Trennung von der Gufsplatte oder Matrize erschwert, tauchen wir beides in ein heifses Bad von Wachs oder sonstigem Material, meistens demselben, aus welchem die Form besteht, worauf letztere schmilzt und von dem Gyps abgeschält werden kann, welcher, wie oben erwähnt, als ein sehr dünner Gufs zurückbleibt. Da Gypsgufs in trockenem Zustande vollkommen undurchsichtig ist, so besteht das nächste Verfahren darin, den Gufs in heifses Wachs, Stearinwachs oder eine ähnliche Masse zu tauchen, welche in den Gufs eindringt, die Poren des Gypses füllt und denselben durchscheinend macht; so dafs das Bild mit jeder zarten Linie, Schattirung und jedem Relief erscheint, wie es durch das jetzt übliche kostspieligere und mühsamere Verfahren erlangt werden kann.
Bei diesem Verfahren contrastiren die hellen und dunklen Stellen in den Bildern deutlicher, als in den jetzt angewendeten Porcellantransparenten, welche einen gelblichen Schein an Stellen besitzen, wo ein reines Weifs die harmonische Wirkung des Bildes erhöhen würde.
Da der in obiger Weise hergestellte Gufs sehr spröde ist, so bringen wir denselben entweder zwischen zwei Glastafeln und füllen den Raum an den Kanten mit Gyps oder einem geeigneten Kitt aus oder befestigen die Gufsplatte in ähnlicher Weise auf eine Glastafel. Auf diese Weise können mehrere Bilder vereinigt werden, so dafs sie Ofenschirme, Fenstervorsätze, Vorhänge etc. bilden.
Wird statt weifsen Glases farbiges vor unsere Bilder gebracht, so können sie zu jedem ornamentalen Zweck angewendet werden, welchem die jetzigen theuren farbigen Lichtbilder dienen.
Um die Bilder farbig erscheinen zu lassen, machen wir auch Vorhänge von farbigem Stoff, Papier oder anderer Masse, aus einer oder mehreren Farben bestehend, %und befestigen dieselben auf der Rückseite des Bildes bezw. rollen sie mit der Hand oder durch irgend ein mechanisches Hülfsmittel an der Rückseite des Bildes auf und nieder. Die Wirkung des Tageslichtes oder künstlichen Lichtes, welches durch das Bild und den Vorhang tritt, ist dem Auge sehr angenehm, indem eine ganz besonders zarte Nüancirung gebildet wird.
Zur Herstellung der Rahmen für unsere Bilder nehmen wir einen Würfel von Metall oder sonstiger harten Masse, in welcher die Zeichnung in geeigneter Weise ausgeschnitten ist, und legen darauf einen Bogen Zinnfolie oder andere Folie, bedeckt mit Blattgold, Blattsilber oder einer anderen Bedeckung, bringen ein geeignetes Polster darauf und pressen alsdann die Zinn- oder andere Folie in die Vertiefungen des Blocks. Alsdann füllen wir die Rückseite derselben mit einer dünnen Schicht Gyps an und pressen die Glasplatte darauf, welche die Vorderseite des Bildes sein soll und vorher mit Gelatine oder sonstiger Klebemasse versehen ist.
Diese Bilder und Rahmen können gemeinschaftlich oder einzeln vielen Zwecken dienen, von welchen wir nennen: Fensterverzierungen oder Lichtbilder, Lampenschirme, Fenstervorhänge, Oberlichte, zu Illuminationen, zur Ankündigung sowohl bei Tag wie bei Nacht; bei Nacht bringen wir ein starkes Licht an.

Claims (3)

Pa tent-An Sprüche:
1. Die Anwendung von Gyps und Wachs oder einer ähnlichen Substanz zur Herstellung von Lichtbildern, wie oben beschrieben.
2. Das Färben dieser Bilder mittelst fest angebrachter oder fortnehmbarer gefärbter Vorhänge, wie oben beschrieben.
3. Die Art der Herstellung von Bilderrahmen aus Metallfolie und Glas, wie oben beschrieben.
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