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Vorrichtung zum Verschließen des flach gelegten Endes von Faltbeuteln
für Kakao, Puddingpulver usw. Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Verschließen
von flach gelegten gefüllten Beuteln, wie solche für Kakao, Puddingpulver usw. verwendet
werden.
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Es ist bekannt, die flach gelegten gefüllten' Beutel mit ihrem offenen
Ende frei hängend zwischen dicht nebeneinander hochkant laufende Förderriemen einzuklemmen
und in dieser Lage an den einzelnen Arbeitsstellen, die das Verschließen der Beutel
bewirken, vorbeizuführen. Die Förderriemen - müssen eine bestimmte Breite haben,
damit sie die Flachbeutel mit- genügend Druck gegeneinanderdrücken und in der richtigen
Lage tragen. Hiermit ist aber auch der Nachteil verbunden, daß die Förderriemen
auf den gefüllten Teil des Beutels drücken, wodurch die Gefahr besteht, daß die
Füllung teilweise aus dem Beutel herausgequetscht wird. Die bekannten Vorrichtungen
lassen sich daher nur für Flachbeutel verwenden, die nur schwach gefüllt sind und
bei denen oberhalb der Füllung und unterhalb der Fläche, die von der Verschlußklappe
nach dem Umlegen bedeckt wird, noch genügend Platz bleibt, an dem der Förderriemen
angreift.
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Wenn aber Flachbeutel geschlossen werden sollen, die ziemlich stark
gefüllt und daher ausgebaucht sind, also solche Beutel, bei denen die Füllung weit
nach oben reicht, dann ist bei den bekannten Einrichtungen nicht genügend Platz
für das.Angreifen der Förderriemen _ vorhanden.
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Zur Beseitigung dieses Übelstandes werden bei der Vorrichtung gemäß
der Erfindung die Beutel in solcher Höhe zwischen die Förderriemen eingeführt, daß
derjenige Förderriemen, welcher an der die umgelegte Verschlußklappe aufnehmenden
Seite des Beutels angeordnet ist, die Stelle der Beutelwand, auf welche die Ver"schlußklappe
beim Verschließen zu liegen kommt, überdeckt und:.daß dieser Förderriemen an der
Stelle, an welcher die Verschlußwerkzeuge die Verschlußklappe umlegen, durch schmale
Rollen ersetzt ist, die in Abstand voneinander und unter einem bestimmten Winkel
an dem Beutel angreifen.
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Durch die schräge Stellung der schmalen Rollen unter einem bestimmten
Winkel zum Beutebande wird erreicht, daß die Rollen auch dann noch nahe an der Rillinie
der Verschlußklappe angreifen und den Beutel stützen können, wenn die Verschlußklappe
schon sehr weit, etwa schon mehr als I35° umgefaltet worden ist. Die Rollen drücken
den Beutel gegen den auf der Rückseite desselben angreifenden Förderriemen. Zwischen
den Rollen oder - wenn nur eine Rolle Verwendung findet - zwischen dieser und dem-
nächsten Andrück- bzw. Fördermittel ist so viel Zwischenraum
vorhanden,
daß die umzulegende Verschlußklappe noch vollends in ihre Verschlußstellung gelangen
kann, worauf dann das genannte nächste Andrück- bzw. Fördermittel die Verschlußklappe
fest gegen den Beutel drückt und der Beutel schließlich in bekannter Weise die Maschine
verläßt.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Abb. i zeigt im Grundriß eine Zusammenstellung der wichtigsten Teile
der Maschine, Abb. 2 einen Ausschnitt aus dem Grundriß nach Abb. i in größerem Maßstab.
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Abb. 3 bis io zeigen den Schließvorgang in verschiedenen Schnitten
durch die Maschine. Bei der dargestellten Maschine ist um zwei voneinander entfernt
angeordnete Führungsscheiben i und 2 ein Förderriemen 3 geführt (Abb. i). Gegenüber
der Führungsscheibe :2 ist ein weiterer Förderriemen 4 um die Führungsrollen 5 und
6 geführt. Ferner läuft um die Führungsscheibe i ein zweiter Förderriemen 7, der
außerdem über die Führungsrollen 8, g, 1o und ii geleitet ist.
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Die Förderriemen 3, 4 und 7 werden mit gleicher Geschwindigkeit be-#vegt.
Der Förderriemen 4 wird durch Druckrollen 12 (Abb. i), die gegen die Innenseite
des Förderriemens 4 wirken, gegen den Förderriemen 3 gedrückt. Abb. 3 und 4 zeigen,
wie die Rollen 12 zwischen Tragschienen 13, 14 gelagert sind und wie der Beutel
15 mit dem zu verschließenden flach gelegten Ende zwischen den Förderriemen 3 und
4 eingeklemmt ist, wobei die zusammenwirkenden Teile mit übertriebenen Abstand voneinander
gezeichnet sind. Der Förderriemen 3 wird an seiner Rückseite durch eine flache Schiene
16 unterstützt, damit diese den Gegendruck, der durch die Druckrolle i2 ausgeübt
wird, aufnimmt. Oberhalb der Druckrollen 12 befindet sich eine Leimrolle 17 zum
Auftragen eiiles Leimstreifens auf die Verschlußklappe.
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Nach dem Beleimen wird der zwischen die Förderriemen 3 und 4 eingeklemmte
und von diesen getragene Beutel bis zur Führungsrolle 6 gebracht, wobei die oberhalb
der Druckrollen 12 angeordnete Faltschiene 18 das Beutelende in die in Abb. 4 und
5 dargestellte Lage umlegt.
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Nachdem der Beutel an der Führungsrolle 6 vorbeibewegt worden ist,
übernehmen geneigt gestellte Rollen ig, 2o die weitere Stützung bei der Förderung
der Beutel. Infolge der geneigten Lage der Rollen (Abb. 7) greifen dieselben möglichst
nahe unterhalb der Rillkante der Verschlußklappe 21 an, so daß die Beutel bis ziemlich
nahe an die Rillkante 25 gefüllt sein können, ohne daß die Füllgutmenge bei der
Förderung hinderlich ist. Ehe der Beutel den Förderriemen 4 vollkommen verläßt,
übernimmt schon die Rolle ig zum Teil die Stützung des Beutels.
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Abb. 6 zeigt im Schnitt D-D den ,Beutel nach dem Verlassen des Förderriemens
4. Die Verschlußklappe 2i befindet sich zwischen der oberen Faltschiene i8 und der
unteren Faltschiene 22. In Abb. 7 hat .die Rolle ig allein mit dem gegenüberliegenden
Förderriemen 3 die Stützung und Förderung des Beutels übernommen. Al>b. 8 zeigt
die Verschlußfaltung kurz vor ihrer Fertigstellung.
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Sobald der Beutel auch an der Rolle 2o (Abb. i und 2) vorbeibewegt
worden ist, wird er von dem Rollenpaar 23, 24 getragen, wobei das endgültige Umfalten
der Verschlußklappe mit Hilfe der Faltschiene 18 erfolgt. Anschließend gelangt der
geschlossene Beutel bei der Rolle 8 zwischen die Förderriemen 3 und 7. Dadurch wird
der Verschluß fest zusammengepreßt (Abb. io) und der Beutel bis zur Sammelstelle
weitergeführt und dort abgelegt. Die Arbeitsweise ist folgende: Der in Richtung
des Pfeiles Z in Abb. i von rechts zwischen die Förderriemen 3 und 4 eingeführte
Beutel wird hängend an den Rollen 12 vorbeigeführt, die den Förderriemen 4 gegen
den von der Leiste 16 (Abb. 3) gestützten Förderriemen 3 drücken. Nach dem Beleimen
der Verschlußklappe an der Leimscheibe 17 wird die Verschlußklappe zwischen den
Faltschienen 18 und 22 zunächst bis zur waagerechten Lage (Abb. 5) umgelegt. Ehe
die Faltklappe weiter umgelegt wird, verläßt der Beutel den Förderriemen 4. Die
Stützung übernehmen nun in Zusammenarbeit mit dem Förderriemen 3 oder mit nicht
dargestellten Gegenrollen,die Rollen i g, 2o, die schräg gestellt sind, damit sie
möglichst nahe der Rillkante 25 der Verschlußklappe angreifen können und durch die
Beutelfüllung nicht behindert werden. Die Rollen ig, 2o sind so nahe beieinander
angeordnet, daß sie den Beutel sicher führen, wenn die Faltung fortgesetzt wird.
Nach beendetem Umfalten gelangt der Beutel mit dem fertig umgefalteten Verschluß
zwischen die Förderbänder 3 und 7, wo das endgültige Zusammenpressen des Verschlusses
und daran anschließend die Abgabe des Beutels an der Sammelstelle erfolgt.