DE670141C - Verfahren zur Trennung von Blei- und Zinkoxyden - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Blei- und Zinkoxyden

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DE670141C
DE670141C DEP68829D DEP0068829D DE670141C DE 670141 C DE670141 C DE 670141C DE P68829 D DEP68829 D DE P68829D DE P0068829 D DEP0068829 D DE P0068829D DE 670141 C DE670141 C DE 670141C
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zinc oxides
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated
    • B03B1/02Preparatory heating

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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung von Blei- und Zinkoxyden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung von Blei- und Zinkoxyden, bei dem mittels eines metallurgischen Verfahrens das Bleioxyd in eine andere chemische Verbindung übergeführt wird. Erfindungsgemäß wird das Gemenge von Blei- und Zinkoxyden zusammen mit Schwermetallsulfiden, insbesondere Zinkblende, in neutraler oder schwach reduzierender Atmosphäre erhitzt und sodann das erhaltene Bleisulfid durch mechanische, insbesondere Schwimmaufbereitung, von dem Zinkoxyd getrennt. Urn gleichzeitig eine möglichst vollständige Entbleiung und Entschwefelung zu erzielen, erfolgt erfindungsgemäß die Hitzebehandlung des Gemenges aus Blei- und Zinkoxyden mit einer dem BleioXydgehalt äquivalenten Zugabe von Zinkblende bei Temperaturen um 850'C. Man erhält so einerseits ein praktisch bleifreies Zinkoxyd und anderseits Bleisulfid, die beide in an sich bekannter Weise nach hüttenmännischen Verfahren weiterbehandelt werden können; beispielsweise kann mit Vorteil das Zinkoxyd durch Reduktion, Verflüchtigung und Wiederoxydation in reines Zinkoxyd bzw. Zinkoxydpigment übergeführt werden. So bietet das neue Verfahren eine besonders vorteilhafte Möglichkeit zur Gewinnung vonhochweißem Zinkoxydpigment unmittelbar aus Zinkerzen oder Zinkoxydgemischen, welche neben dem Zink das ebenfalls flüchtige Bleioxyd als Verunreinigung enthalten. Es ist bekannt, zu Oxydgemischen aus Blei-und Zinkoxyden Schwefelwasserstoff oder Leichtmetallsulfid, wie Alkali- bzw. Erdalkalisulfide, zuzusetzen, um das Bleioxyd durch Erhitzen auf 80o bis 90o° C in Bleisulfid umzuwandeln, worauf letzteres in einer Wasserstoff- oder Kohlenwasserstoffatmosphäre bei hoher Temperatur verflüchtigt und anschließend an der Luft zu Bleisulfat oxydiert wird.
  • Demgegenüber macht man beim vorliegenden Verfahren von einer sog. Platzw echselreaktion Gebrauch, d. h. einer zwischen den beiden festen Stoffen Bleioxyd und beispielsweise Zinksulfid im festen Zustand verlaufenden Austausehreaktion des Sauerstoffs gegen den Schwefel. Die Verwendung von Zinksulfid hat den weiteren Vorteil, daß auch dessen Zinkgehalt im Enderzeugnis mit ausgebeutet wird.
  • Es ist ferner bekannt, Metallverbindungen, z. B. oxydische Kupfererze, durch eine chemische Umwandlung unter Erhitzen auf etwa 4000 C, z. B. Reduktion, zu Kupfer in eine leichter schwimmfähige Form überzuführen. Schließlich hat man auch oxydierte Blei-, Zink- oder andere Metallschwefelverbindungen enthaltende Erze in neutraler Atmosphäre in Gegenwart von reduzierenden Mitteln, wie Eisen und Manganverbindungen, auf etwa 700° C erhitzt und die so gebildeten Sulfide durch Schwimmaufbereitung von der Gangart getrennt. 'Ausführungsbeispiele Beispiel i Klinkeroxyd mit 6,36°/o Blei und 58,86°/0 Zink wird beispielsweise in einer Kugelmühle unter i mm zerkleinert. Hierauf wird das so gewonnene Erzeugnis unter Zusatz von Zinkblende (Zn S) unter neutralem, schwach reduzierendem Erhitzen auf 85o0 C gebracht. Es bildet sich Bleisulfid (Pb S) nach folgender Formel: (Zn 0 + Pb O) -[- Zn S = 2 Zn 0 -f- Pb S. Beispiel 2 Klinkeroxyd der in Beispiel i beschriebenen Art wird unter Zusatz von Schwefelsäure und Koks reduzierend erhitzt bis auf 8500 C. Über die Reaktion Zn O + Pb S 04--H2 0+4 C bilden sich Zinkoxyd, Bleisulfid, Wasser und Kohlenoxyd, die beiden letzteren gasförmig. ZnO+PbO+H2S04+C " =Zn O +Pb S +H2 0 +4 C 0. Beispiel 3 Durch Verhüttung von 6 bis 8 % Blei enthaltenden Wälzofenzinkoxydklinkern, welche unter Zusatz von 30 °/o Gruskoks, 3 °/o H2 S 0,1 und Sulfitlauge brikettiert wurden, in einem Windofen und bei einer Temperatur von etwa ,150' wird ein pulverförmiges Bleioxyd- und Zinkoxydgeinisch erhalten. Dieses Oxydgemisch, dessen Gesamtmetalloxydgehalt über g9% liegen kann, wird geklinkert, gefrittet, gesintert und in einer Kugelmühle zerkleinert. Unter 'Zusatz von Zinkblende erfolgt die Weiterbehandlung in der im Beispiel i näher erläuterten Weise.
  • Beispiel Klinkeroxyd der in Beispiel i beschriebenen Art wird mit Schwefelkies F e S2 in cinein dem Bleioxydgehält des zu trennenden Gemisches entsprechenden Prozentsatz unter neutralem, schwach reduzierendem Erhitzen auf eine Temperatur von 85o bis 8-o° C gebracht: Es bildet: sich Bleisulfid, Eisensulfid und schweflige Säure; letztere entweicht gasförmig.
  • Zn 0+a Pb 0+3 Fe S2 -Zn0+2 Pb S+3 Fe S+S 0-2-

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trennung von Blei-und Zinkoxyden, bei dem mittels :eines metallurgischen Verfahrens das Bleioxyd in eine andere chemische Verbindung übergeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemenge von Blei- und Zinkoxyden zusammen mit Schwerrnetallsülüden, insbesondere Zinkblende, in neutraler oder schwach reduzierender Atmosphäre erhitzt und sodann das erhaltene Bleisulfid durch mechanische, insbesondere Schwimmaufbereitung, von dem Zinkoxyd getrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Aalspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hitzebehandlung des Gemenges aus Blei- und Zinkoxyden mit einer dem Bleioxydgehalt äquivalenten Zugabe von Zinkblende bei Temperaturen um 85o0 C erfolgt. -
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