DE669447C - Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote - Google Patents

Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote

Info

Publication number
DE669447C
DE669447C DET46901D DET0046901D DE669447C DE 669447 C DE669447 C DE 669447C DE T46901 D DET46901 D DE T46901D DE T0046901 D DET0046901 D DE T0046901D DE 669447 C DE669447 C DE 669447C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
deflector
diving
direction finding
long
net
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET46901D
Other languages
English (en)
Inventor
August Leib
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET46901D priority Critical patent/DE669447C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE669447C publication Critical patent/DE669447C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • Mit Langwellen arbeitende Peilanlage für Tauchboote In der vorliegenden Erfindung handelt es sich um` Tauchbootpeiler und den ihm benachbarten Netzabweiser.
  • Bekanntlich ergibt ein in einem Schift betriebsfertig eingebauter Peiler keine, Peilungen, die mit den wahren Peilrichtungen übereinstimmen, sondern die Funkpeilungen sind durch die Rückstrahlungen des Bootes, des Netzabweisers und anderer elektrischer Leiter verfälscht. Es ist üblich, den Unterschied zwischen der rohen Funkpeilung und der wahren Peilung durch den Vergleich mit optischer Peilung zu ermitteln. Die dadurch gewonnene sog. Funkbeschickung dient zur rechnerischen Beseitigung der Fehler. Es ist auch bekannt, elektrische oder mechanische Kompensationen zur Gewinnung fehlerfreier Funkpeilungen anzuwenden. Dies alles ist möglich in den Fällen, in denen die Funkbeschickungswerte gleichbleibend sind.
  • Abb. r zeigt ein Tauchboot, in dem R ein unter dem Netzabweiser eingebauter, nicht ausfahrbarer Peilrahmen ist. Diese Anordnung kann verhältnismäßig leicht auch in kleinen Booten untergebracht werden. Der Netzabweiser ist durch die strichpunktierte Linie N" N. und N3 dargestellt. Bei dieser Ausführung von Tauchbootpeilernergaben sich bei richtiger Wahl einer Hilfsantenne einwandfreie Peilungen, solange es sich um Überwasserfahrten handelte. Sollte jedoch unter Wasser gefahren werden, so ergaben sich keine gleichbleibenden Funkbeschikkungswerte, obwohl das Boot, so genau wie es möglich war, auf gleicher Tauchtiefe und horizontaler Lage gehalten wurde.
  • Zur Abhilfe wurde vorgeschlagen, den Peilrahmen ausfahrbar anzuordnen. Da die Feldstärken im Wasser nach unten sehr stark abnehmen, kann man damit den Rahmen in einem Bereich großer Feldstärken halten, während der Netzabweiser sich bereits tiefer, also in einem Bereich viel geringerer Feldstärke befindet. Damit sind die von ihm aufgenommenen und abgegebenen Rückstrahlungen gering ,geworden, und es werden auch die Funkbeschickungswerte und ihre veränderlichen Bestandteile klein. Es werden durch diese Maßnahmen zwar die Peilfehler verhältnismäßig klein, jedoch erfordert dieser Fall eine große ausfahrbare Rahmenanlage, die in vielen Fällen nicht untergebracht werden kann. Versuche und Messungen haben nun gezeigt, daß die veränderlichen Funkbeschickungswerte dadurch zustande kommen, daß der über dem Peilrahmen R angeordnete Netzabweiser N1, N2, N3 für die verschiedenen Fahrt- und Tauchzustände des Bootes einen wechselnden Rückstrahlcharakter besitzt. Dazu kommt, daß der Netzabweiser in allen den Fällen, in denen der Rahmen noch in solchen Feldstärken (Tiefen) sich befindet, in denen Peilungen möglich sind, stets noch größere und veränderliche Rückwirkungen besitzt, da er höher liegt, und da es nicht mög; lich ist, ein Tauchboot unter Wasser genau? auf gleicher Höhe und genauer Horizontallake für längere Zeit zu halten.
  • In der Abb. i zeigen die gewellten Linien-at; b, c drei verschiedene Fahrtzustände. Linie a kennzeichnet eine Bootlage bei normaler -(iberwasEerfahrt. Hierbei erzeugen die Rückstrahlungen vom Boot (Bordeffekt) einen viertelkreisigen Funkbeschickungsverlauf mit einer größten Amplitude von etwa S°, wie es Abb. z zeigt. (Das ist nach der Fourierschen Reihe ein D-Beiwert von -f- 8°.) Hierbei ist das Boot vergleichbar einer induktiven Längsschleife, zu deren Außenfeld der Peilrahmen gekoppelt ist.
  • Der Netzabweiser erzeugt in dem Fahrtzustand a über Wasser den gleichen D-Beiwert von + 7'. Er stellt zwar für diesen Fahrtzustand eine Kapazität dar, aber der Peilrahmen ist mit seinem Innenfeld gekoppelt. Die gemeinsame Wirkung von Boot und Netzabweiser gibt einen Funkbeschikkungsverlauf, wie in Abb.3 gezeigt.
  • Die Linie b in Abb. i kennzeichnet einen Tauchzustand, in dem- das Boot bereits völlig überflutet ist und der Netzabweiser finit seinen beiden Enden eintaucht. In diesem Fall ändert der Netzabweiser seinen Charakter. Aus der Kapazität wird durch den Kurzschluß des Wassers eine induktive Schleife. Damit ist die Wirkungsweise dem erstgenannten Verlauf entgegengesetzt und nimmt den Charakter an, der in Abb. q. dargestellt ist (D- = - 15 u). In Abb. 5 ist getrennt für die Bordrückstrahlung und die Netzabweiserrückstrahlung der Verlauf der Funkbeschickungs-D-Beiwerte für die verschiedenen. Tauchtiefen a, b, c dargestellt. Während der Bordeffekt RB gleichbleibend abnimmt, hat der Netzabweisereffekt RN bei Tauchzustand b den Phasensprung mit entgegengesetztem Verlauf. Die strichpunktierte Linie x-y in Abb. 5 kennzeichnet die Lage der Rahmenoberkailte bei Berührung der Wasseroberfläche und c das völlig überflutete Boot. Während` bei x-y der Bordeffekt RB schon praktisch o ist, hat der Netzabweisereffekt RAI noch einen großen Beiwert, der erst im Punkt c völlig o wird. Da die elektrischen Wellen nur wenig in das Wasser eindringen, sind gerade diese Fahrtzustände für das Peilen wichtig, aber durch die stark veränderliche Rückwirkung vom Netzabweiser nicht verwendbar.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäß der vorliegenden Erfindung bei einer mit Langwellen arbeitenden Peilanlage für Tauchboote, die mit das Feld des Richtsystems beeinflussenden metallischen Leitern, z. B. Netzabweisern, versehen sind, vorgeschlagen, außer der am Schiffskörper durch besondere Isolatoren vorgenommenen Isolierung der metallischen Leiter diese in ihrem Scheitelpunkt ,elektrisch derart zu unterteilen, daß sie in en verschiedenen Tauchzuständen des Bootes ".keine induktiven Schleifen bilden.
  • Es ist zwar schon bekannt, Abspannseile und ähnliche auf Schiffsfahrzeugen befindliche metallische Leiter durch Isolatoren zu unterteilen, um Feldverzerrungen zu unterdrücken. Bei diesen bekannten Einrichtungen handelt es sich jedoch lediglich darum, diese metallischen Leiter vom Schiffskörper elektrisch zu isolieren. Die Anwendung dieser bekannten Maßnahme bei Tauchbooten würde aber zu keinem befriedigenden Ergebnis führen, da die vom Schiffskörper bereits isolierten Netzabweiser in den verschiedenen Tauchzuständen des Bootes verschiedene Charakteristiken in elektrischer Beziehung besitzen. Wie bereits erwähnt, bilden die Netzabweiser das eine Mal eine Kapazität und das andere Mal eine induktive Schleife. Eine weitere elektrische Unterteilung gemäß der bekannten Einrichtung hätte nur bei Anlagen Zweck, die mit kurzen elektrischen Wellen arbeiten, bei denen also die Längen der in Frage kommenden metallischen Leiter in der Größenordnung der verwendeten Wellenlänge liegen.
  • Der Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht also darin, bei mit Langwellen arbeitenden Peilanlagen alle metallischen Leiter, die in den verschiedenen Tauchzuständen des Tauchbootes induktive Schleifen bilden können, zusätzlich zu der an sich bekannten Isolierung dieser Leiter vom Schiffskörper ielektrisch zu unterteilen.
  • An Hand der Abb. 6 und 7 sollen die Wirkungen der erfindungsgemäßen Anordnung erklärt werden. In Abb.6 besteht der Netzabweiser des U2-Booteg aus den beiden Teilen N4 und N;,. Der Rahmen ist ebenso unter dem Netzabweiser angebracht wie in Abb. i. Abb. 7 zeigt den Verlauf der maximalen Behverte der Funkbeschickung für die drei Fahrtzustände a, b, c, wobei die Linie x-y wiederum den Zustand kennzeichnet, in dem die Rahmenoberkante die Wasseroberfläche berührt. Es ist nur die Wirkung des Bordeffektes RB übriggeblieben. Der Netzabweiser hat praktisch für alle Fahrtzustände seine Rückwirkung auf das Boot und auf den Peilrahmen verloren, da er nach voraus und achteraus gleichartige und symmetrische Schleifen bildet, die für alle Tauchtiefen sich aufheben. Es ist also durch die erfindungsgemäße Einrichtung erreicht, daß Tauchbootpeilanlagen, die unter dem Netzabweiser eingebaut sind, sowohl im aufgetauchten als auch untergetauchten Zustand gleich gute Peilungen sicherstellen. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist aber auch für Tauchbootanlagen mit ausfahrbaren Peilrahmenanlagen von Bedeutung, da er die restlichen veränderlichen Beiwerte des durchlaufenden Netaabweisers völlig beseitigt.
  • Sehr wichtig ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung in den Fällen, bei denen der Netzabweiser oder ein Teil davon gleichzeitig als Hilfsantenne verwendet wird. Während der durchlaufende N etzabweiser stets einen einseitigen Anschluß zum Boot hat und damit noch geringe Richtungsbeiwerte enthält, sind bei dem getrennten Netzabweiser praktisch symmetrische Zustände geschaffen, wodurch die Richtbeiwerte der Hilfsantennen praktisch verschwinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. 'Mit Langwellen arbeitende Peilanlage für Tauchboote, die mit das Feld des Richtsystems beeinflussenden metallischen Leitern, z. B. Netzabweisern, versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß außer der am Schiffskörper durch besondere Isolatoren vorgenommenen Isolierung der metallischen Leiter diese in ihrem Scheitelpunkt elektrisch derart unterteilt sind, daß sie in den verschiedenen Tauchzuständen des Bootes keine induktiven Schleifen bilden. a. Peilanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Netzabweisers als Hilfsantenne verwendet wird.
DET46901D 1936-05-12 1936-05-12 Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote Expired DE669447C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET46901D DE669447C (de) 1936-05-12 1936-05-12 Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET46901D DE669447C (de) 1936-05-12 1936-05-12 Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE669447C true DE669447C (de) 1938-12-27

Family

ID=7562467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET46901D Expired DE669447C (de) 1936-05-12 1936-05-12 Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE669447C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102013000858A1 (de) Radarvorrichtung und Antennenvorrichtung
DE669447C (de) Mit Langwellen arbeitende Peilanlage fuer Tauchboote
DE561827C (de) Antenne mit mehreren senkrechten, in einer Fluchtlinie angeordneten Leitern
DE561093C (de) Offene Antenne, insbesondere fuer Raumstrahlung
DE339043C (de) Einrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Stationen fuer drahtlose Telegraphie
DE661170C (de) Einrichtung zum fugenlosen Versenken von Faschinensinkstuecken mittels Gleittrossen
DE976893C (de) Sende- oder Empfangsanordnung
DE752969C (de) Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung
DE546842C (de) Rahmenantenne, insbesondere fuer Peilzwecke
DE520806C (de) Verfahren zum Peilen elektrischer Wellen, insbesondere solcher kurzer Laenge
DE755779C (de) Adcocksystem mit in der Hoehe der horizontalen Verbindungsleitungen angeordnetem, fernbedientem Empfaenger
DE2134797A1 (de) Doppeltreflektierende Antenne
DE501959C (de) Einrichtung zum drahtlosen Richtempfang
CH240670A (de) Vorrichtung zur Verbindung und Trennung von Stromkreisen, in denen hohe Potentiale auftreten.
DE693116C (de) Anordnung zur Kompensation von viertelkreisigen Funkbeschickungsbeiwerten bei Goniometer-Peilanlagen
DE3833272B3 (de) Entfaltbares zylindrisches Sonar
DE417135C (de) Empfangseinrichtung fuer drahtlose Telegraphie und Telephonie durch Anwendung zweier oder mehrerer Antennengebilde mit herzfoermiger Charakteristik
DE1069220B (de) Kreuzrahmenantenne für die Peilung auf einem Tauchboot
DE767407C (de) Antenne fuer Fahrzeuge mit versenkt eingebautem Peilrahmen
DE868936C (de) Anordnung zur nachteffektfreien Peilung
DE1286590B (de) Logarithmisch-periodische Dipolantenne
DE886167C (de) Anordnung zur Unterdrueckung der stoerenden Wellen auf der Aussenseite einer konzentrischen Speiseleitung, insbesondere fuer Antennen
DE720841C (de) Peilantennensystem fuer den Kurzwellenbereich
AT144990B (de) Antennenanordnung zum gerichteten Senden oder Empfangen vorzugsweise kurzer elektrischer Wellen.
DE1591689A1 (de) Adcockantennensystem