DE669374C - Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium im elektrischen Ofen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium im elektrischen Ofen

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DE669374C DEN39456D DEN0039456D DE669374C DE 669374 C DE669374 C DE 669374C DE N39456 D DEN39456 D DE N39456D DE N0039456 D DEN0039456 D DE N0039456D DE 669374 C DE669374 C DE 669374C
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  • Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium im elektrischen Ofen Es ist bekannt, die Beschickung von elektrischen Ofen, insbesondere bei der Herstellung von Metallen, Legierungen sowie gewissen Metallverbindungen, in brikettierter Form zur Anwendung zu bringen. Die Brikettierung hat vielfach den Zweck, einen gleichmäßigeren Reaktionsverlauf zu gewährleisten und die Schnelligkeit sowie die Stärke des Reaktionsverlaufes zu verbessern.
  • So hat man auch bei der Herstellung von Ferrosilizium im elektrischen Ofen aus Kieselsäure und eisenhaltigen Stoffen von dem Mittel der Brikettierung des Beschickungsgutes Gebrauch gemacht.
  • Auch die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Ferrosilizium im elektrischen Ofen vermittels einer brikettierten Beschickung.
  • So sehr nun die Brikettierung der für die Ferrosiliziumherstellung notwendigen Ausgangsstoffe erwünscht ist, da im Inlande kein oder zu wenig Kieselsäure reicher Stückquarz bzw. Quarzit vorhanden ist und da an dessen Stelle Quarzsand durch die Brikettierung verwendbar gemacht werden kann, so ergeben sich jedoch im praktischen Betriebe große Schwierigkeiten, denn die Kieselsäure zeigt bei ihrem Übergang in die verschiedenen Aggregatzustände unter dem Einfluß erhöhter Temperaturen eine sehr starke Ausdehnung. Z. B. beträgt die Ausdehnung von ß-Quarz bis zum S'02-Glas auf o ° bezogen zg,g °/a. Um nun im Ofen trotz dieser Volumenvergrößerung eine einwandfreie Entgasung zu ermöglichen, muß dem kieselsäurehaltigen Stoff Platz für die Ausdehnung gegeben werden. Man hat deshalb bisher gewöhnlich eine sehr voluminöse Kohle verwendet, meist Holzkohle, doch sind derartige Kohlen entweder teuer oder an manchen Standorten schwer zu erhalten.
  • Die Erfindung zeigt deshalb einen anderen Weg zur Beseitigung dieser Schwierigkeit, der darin besteht, daß die Brikette von vornherein mit Hohlräumen ausgestattet und vorzugsweise als Hohlzylinder ausgebildet werden. Dabei soll der von dem Beschickungsgut nicht ausgefüllte Querschnitt etwa ein Drittel bis ungefähr die Hälfte des Gesamtquerschnitts des Briketts betragen. Z. B. bei Hohlzylindern soll der Innendurchmesser etwa ein Drittel bis ungefähr die Hälfte des Außendurchmessers sein. Die Brikette können z. B. nur aus dem zu reduzierenden Stoff bestehen, wobei sich für das vorliegende Verfahren insbesondere Sand als sehr brauchbar erwiesen hat. Sie können aber auch aus dem zu reduzierenden Stoff plus Reduktionskohle bestehen und in an sich bekannter Weise mit oder ohne Bindemittel hergestellt sein.
  • Es ist zwar früher schon vorgeschlagen worden, die bei hüttenmännischem Verfahren zu verwendenden Brikette mit Hohlräumen auszustatten, um auf diese Weise eine größere Oberfläche und einen besseren Durchgang der Reduktionsgase zu sichern. Beim vorliegenden Verfahren war jedoch die zu lösende Aufgabe eine ganz andere, und auch der Erfolg ist verschieden. Wenn nebenher auch eine Beschleunigung der Reduktion infolge der Anwendung der mit Hohlräumen versehenen Brikette eintreten mag, so ist doch der H4ügterfolg dee Erfindung die Unabhängigkeit von- dem . zu verwendenden Reduktionsstoff; denn es kätr$, ohne weiteres selbst bei der Herstellung go °/jg Legierungen Koks oder Sogar Anthrazit verwendet werden, ohne daß der Ofengang gestört wird.
  • Der Vergleich des Verfahrens gemäß der Erfindung mit bekannten Verfahren ergab folgende Werte: Für die Herstellung von 45 °/oigem Fe Si wurden bei Anwendung von gewöhnlichem Koks 1250 kg Quarz und 6ooo kW/Std. gebraucht, beim Verfahren gemäß der Erfindung oder bei Anwendung von Holzkohle nur iooo kg Quarz und 48oo kW/Std. ; bei ®der Herstellung von 75 °/oigem Fe 8i und Anwendung von gewöhnlichem Koks 26oo kg Quarz und i2 ooo kW/Std., gegenüber 2ooo kg Quarz und gooo kW/Std. beim Verfahren gemäß der Erfindung oder bei Anwendung von Holzkohle; bei der Herstellung von go °/oigem Fe Si Wurden 330o kg Quarz und 18ooo kW/Std. @' Koks gegenüber 26oo kg Quarz und i2ooo @jStd. beim Verfahren gemäß der Erfindung ,#eeler mit Holzkohle gebraucht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium aus Kieselsäure, Eisen und Hütten-bzw. Gaskoks oder Steinkohle als Reduktionsmittel enthaltenden brikettierten Aasgangsstoffen im elektrischen Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hohlräumen versehene Brikette als Beschickungsgut verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Brikette in Form von Hohlzylindern verwendet werden.
DEN39456D 1936-05-14 1936-05-14 Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium im elektrischen Ofen Expired DE669374C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1242885B (de) * 1962-01-24 1967-06-22 Alfred Gordon Evans Robiette Elektroofen zur Verhuettung von Erzen
DE1289857B (de) * 1965-03-11 1969-02-27 Knapsack Ag Formlinge zur Herstellung von Ferrosilicium

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DE1242885B (de) * 1962-01-24 1967-06-22 Alfred Gordon Evans Robiette Elektroofen zur Verhuettung von Erzen
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