DE66862C - Verfahren zur Herstellung von echtem Schwarz mit Alizarin auf Seide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von echtem Schwarz mit Alizarin auf Seide

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DE66862C
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FARBWERKE VORM. MEISTER LUCIUS & BRÜNING in Höchst a. Main
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/046Material containing basic nitrogen containing amide groups using metallisable or mordant dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das bis jetzt mit Blauholz auf Seide hergestellte Schwarz und Dunkelbraun (für Futter- und Sealskinplüsche) ist nicht säureecht und daher nicht schweifsecht und nicht carbonisationsfä'hig. Auch ist es nicht vollständig seifen echt und nicht alkalibeständig.
Es war deshalb stets ein Bedürfnifs der Seidenindustrie, ein echtes Schwarz zu finden. Durch die Verwendung des Alizarins ist es gelungen, ein solches herzustellen. Damit ist nicht nur der erwünschte technische Fortschritt, sondern auch noch eine wesentliche Herabminderung der Herstellungskosten erreicht word 2η.
Daä Verfahren ist folgendes:
Man beizt die abgekochte Seide je nach dem Grade der zu erzielenden Erschwerung ein ο ier mehrere Male während je zwei Stunden mit schwefelsaurem Eisen von 300 B. Nach dem letztmaligen Beizen wird die Seide gut geseift und dann auf frischem Bade mit derjenigen Menge Ferrocyankalium (gelbem Blutlauge nsalz) und Salzsäure behandelt, welche dem auf der Faser befindlichen Eisenoxyd entsp-icht. Die Seide erhält so einen starken Grün J von Berliner Blau.
Hierauf geht man mit der Seide in ein kochendes Bad, welches ein der Höhe der Erschwerung entsprechendes Quantum von Catechu und Zinnsalz enthält. Nach mehrstündigem Hantiren auf diesem Bade wird die Seide gewaschen, worauf man ein zweites Bad von Catechu giebt, um das im ersten Bade auf der Faser fixirte Zinn vollständig an Gerbsäure zu binden. Nach gutem Waschen ist die Seide zum Färben bereit.
Eine andere Präparation der Seide ist folgende :
Je nach dem Grade der gewünschten Erschwerung wird die Seide in rohem oder abgekochtem Zustande mit einer 30 gradigen Zinnchloridlösung ein oder mehrere Male gebeizt, hierauf gut geseift und, wie vorher beschrieben, mit schwefelsaurem Eisen in der vorher angegebenen Weise ein oder mehrere Male behandelt, sodann, wie oben beschrieben, durch Blutlaugensalz und Salzsäure passirt und dann auf ein dem Grade der Erschwerung entsprechendes kochendes Catechubad gebracht. Wenn die Seide hinreichende Zeit in diesem behandelt ist, wird sie sehr gut gewaschen, und ist dann ebenfalls fertig zum Färben.
Dasselbe geschieht in beiden Fällen der Präparation wie folgt:
Man bestellt ein schwaches Seifenbad, welches auf ι kg Seide 20 bis 25 1 Wasser und je nach dem Härtegrade desselben 1 5 bis 20 pCt. Seife vom Gewicht der Seide enthält, so dafs das Bad, wie man zu sagen pflegt, »steht«. In dieses Bad giebt man die zur Erzielung der gewünschten Nuance nöthige Menge Alizarin, welche zwischen 20 und 50 pCt. vom Gewicht der Seide schwankt.
Bei einer Temperatur von ca. 650C. wird die Seide »aufgestellt« und ca. Y2 Stunde umgezogen. Sodann wird aufgekocht und bei einer Temperatur von 95° C. noch 3/4 Stunden umgenommen. Hat man so die gewünschte
Nuance erreicht, so wird dem Farbbade, nachdem die Seide »aufgeworfen« ist, aufs Neue Seife zugegeben, so dafs es »sehr fett steht«, und darauf aufgekocht. Dann geht man mit der Seide wieder ein und hantirt noch eine halbe Stunde, um ihr den nöthigen Glanz und Griff zu geben.
Nachdem so die Färbeoperation beendet ist, bringt man die Seide einige Minuten auf ein Bad von 300C, welches durch Zusatz von Soda schwach alkalisch gemacht worden ist. Nachdem die Seide hierauf gut gewaschen ist, wird sie mit einer beliebigen Säure, etwas Leim und einer Oelemulsion behandelt (avivirt). Darauf wird »ausgeschwungen« und getrocknet.
Die so hergestellte Farbe ist echt gegen Säuren und Alkalien, sowie gegen die Einwirkung des Sonnenlichtes.
Unter Alizarin verstehen wir nicht nur Alizarin im engeren Sinne, sondern auch Flavopurpurin, Anthrapurpurin und Gemische dieser drei Substanzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.·
    Herstellung von säure- und alkalibeständigem Schwarz, darin bestehend, dafs man Seide, welche mit Berlinerblau grundirt und mit Catechu (oder anderem Gerbstoff enthaltendem Material) und Zinnsalz behandelt ist, mit »Alizarin« im Seifenbade überfärbt.
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