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Halte- und Schwenkvorrichtung für mit ihrem Rücken aufzuhängende Bücher;
insbesondere Fahrglanbücher In öffentlichen Gebäuden häufig benutzte Nachschlagewerke,
- wie Abonnentenverzeichnisse in Fernsprechämtern oder Fahrpläne auf Bahnhöfen,
sind mit einem Metallrücken versehen, welcher Zapfen aufweist, um welchen das Buch
sich drehen kann, und zwar so, daß der Schnitt des Buches im Nichtgebrauchszustand
nach abwärts gerichtet ist; dabei ist entweder ein Anschlag vorhanden, um dem Buchrücken
eire waagerechte Lage zu geben, oder aber das Buch kann frei schwingen. Derart befestigte
Bücher können jedoch leicht beschädigt werden.
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Die Erfindung betrifft Halte- und Schwenkvorrichtungen zur Benutzung
von Nachschlagewerken in Buchform, bei denen die Bücher an einer kastenförmigen
Halteplatte lösbar befestigt sind. Diese Halteplatte ist in, dem Ausschnitt der
Platte eines tischartigen Gestells um eine waagerechte Achse um z$o ° schwenkbar
gelagert. Die Endstellungen sind auch hier durch Anschläge gesichert.
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Bei dieser bekannten Vorrichtung kann das Buch jedoch nur von einer
Seite gelesen werden, oder genauer gesagt, sie ist nur für solche Bücher brauchbar,
bei deren die Schriftzeilen senkrecht zum Rücken verlaufen. In der Fällen jedoch
bestehen Schwierigkeiten, in denen Bücher gebraucht werden sollen, deren Beschriftung
quer, d. h. in gleicher Richtung mit dem Buchrücken läuft. Dies trifft häufig z.
B. bei Fahrplärren zu.
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Nach der Erfindung sind die Bücher und deren Träger um eire senkrechte
und eine waagerechte Achse drehbar angeordnet. Sie besteht darin, daß in einer Bodenöffnung
der schwenkbar gehaltenen Halteplatte eine Drehscheibe unverschiebbar gelagert ist,
die unter der Wirkung
von Sperrmitteln steht und an deren Unterseite
eine zur Befestigung des Buches dienende Platte mit Schrauben befestigt ist. Demzufolge
kann einmal die Halteplatte um eine waagerechter, Achse und der Buchrücken selbst
um eine senkx rechte Achse geschwenkt werden. Das Budh. kann daher von jeder Seite
gelesen werden: Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
für drei Bücher dargestellt.
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Fig: T zeigt eine Ansicht von oben. Fig. 2 ist ein Schnitt nach A-A
und Fig. 3 ein solcher nach B-B.
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Die auf dem zweiten Blatt dargestellten Einzelheiten sind in größerem
Maßstabe als die vorbezeichneten Figuren bezeichnet.
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Fig. 4 stellt die Drehvorrichtung einer Halteplatte in senkrechter
Längsrichtung teilweise im Schnitt dar, Fig. 5 einen Schnitt durch dieselbe nach
C-C und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie D-13: Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch
den Buchhalter mit dessen Befestigung, Fig. 8 eine Ansicht desselben von, der Bachseite
her und Fig. 9 ein Schnitt nach E-E mit eingelegtem Buch und Schutzdeckel.
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i sind äußere und 2 mittlere feststehende Pultplattenteile, welche
an einem Gestell 3 befestigt sind. In Lagerkästen 4 sind die Drehvorrichtungen für
die Halteplatten 5 untergebracht. Die Drehvorrichtung besteht aus einer hohlen waagerechten
Drehachse 6, welche in der Mitte von einem Vierkantzapfen 7 durchdrungen wird. Auf
letzterem sitzt eine Nockenscheibe 8; 8a, derart, daß diese die Drehachse 6 in der
Mitte durchsetzt. Die Nockenscheibe ist nach den beiden Längsrichtungen der Drehvorrichtung
hin gleichgebaut. Beidseitig werden mittels Federn 9 und Gegenmuttern io die Sperrzapfen
ii gegen die Nockenscheibe gepreßt. In diesen. Zapfen werden Querbolzen 12 gehalten,
deren vorstehende Teile an den äußern. Rändern von über die Drehachse 6 gesteckten
Sperrhülsen 13 gleiten. Diese äußern Ränder haben Verzahnungen und Rasten 13a, in
welche die Querbolzen 12 einklinken. Die Rasten können so geformt sein, daß die
Drehung nur in einer Richtung ausgeführt werden kann. Die Drehachse 6 ist zwischen
zwei durch den Vierkant geführte Unterlagscheiben 14 mittels Federn 15 eingepreßt.
Diese Scheiben weisen auf den der Drehachse zugekehrten Seiten der letzteren angepaßte
kreissegmentförmige, im rechten Winkel zueinander stehende Aussparungen auf, durch
diese wird in den betreffenden Lagen des Vierkantzapfens und damit des daran befestigten
Buches eine Hemmung bewirkt.
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Das Buch 16 wird durch eine weitere Halteplatte, den Buchhalter 17,
gehalten, welcher mit einem -'in der untern Fläche der in Ruhestellung der kastenartigen
Halteplatte 5 drehbar belagerten und mit dem Vierkantzapfen fest' :' verbundenen
Drehscheibe 18 mittels Schrauben :- i9 1efestigt ist. Der Buchhalter besteht aus
eia@em, wie in Fig. 9 gezeigt, profilierten Metall-' streifen, beispielsweise aus
Aluminium. Das eine Ende ist U-förmig, das andere rechtwinklig in der Richtung gegen,
den Buchrücken hin umgebogen. Am letzteren Ende ist ein Verschlüßstück 2o, an welchem
ein Handgriff 2o" angebracht sein kann, wie in Fig. 7 im Schnitt dargestellt. Das
Verschlußstück greift über den rechtwinkelig abgebogenen Lappen des Buchhalters
17 und verriegelt das in diesen eingeschobene Buch mittels einer Schraube 21. In
der Nähe der beiden Enden des Buchhalters sind Zapfen 22, beispielsweise durch Vernietung,
befestigt. Am Buchrücken werden Blechstreifen 24 durch Nieten 25 befestigt. Die
Blechstreifen sind beiderends U-förmig gebogen und mit je einem nach außen abstehenden
Lappen 23 versehen. Auf den Rückseiten haben die Streifen 24 Löcher 26, in welche
die Zapfen-.?, passen. Um Ungenauigkeiten auszugleichen, haben diese Löcher längliche
Form.
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Die Befestigung des Buches im Halter geschieht folgendermaßen: Auf
dessen Rücken werden die Blechstreifen aufgenietet, so daß deren Lappen 23 über
das Buch hervorstehen. Der eine Lappen wird in den durch die i8o '-Umbiegung des
profilierten Metallstreifens gebildeten Schlitz geschoben und der andere bei entferntem
Verschlußstück an die 9o '-Biegung gelegt, wobei die Zapfen 22 in die Löcher 26
treten und das Verschlußstück festgeschraubt wird. Zwischen den Halter und dem am
Buchrücken angenieteten Blechstreifen kann noch zur Schonung des Buches ein Schutzdeckel
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aus Pappe, Leinwand, Leder o: dgl. eingelegt werden, wobei in dessen Rücken
ebenfalls Löcher für den Durchgang der Zapfen 22 vorzusehen. sind.
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In Ruhestellung, also .bei Nichtgebrauch, hängt das Buch an der Unterseite
der drehbaren Halteplatte 5. Die Pultplatte ist somit frei und kann beispielsweise
zum Schreiben benutzt werden. Auch können die einzelnen Felder für Reklamen, Gebrauchsanweisung
der Einrichtung oder Hinweise auf den Inhalt der darunterhängenden Bücher benutzt
werden. Für den Gebrauch eines Buches wird das vordere (gemäß Fig. i) untere Ende
der Halteplatte 5 hochgehoben und um 18o' gedreht. In dieser Stellung wird die Halteplatte
durch Einschnappen der Querbolzen 12 in die Rasten 13a der Hülse 13 festgestellt,
so daß die nun oben sich befindliche Ebene der Halteplatte in diejenige der Pultplatte
fällt, Fahrpläne werden gewöhnlich so gelassen, daß der Rücken des Buches quer zum
Beobachter steht. In diesem
Fall wird der Buchhalter mit Hilfe der
Drehscheibe =8 auf der Pultplatte um 9o ° gedreht. Die Nockenscheibe wird in die
gestrichelt angedeutete Stellung % verdreht, und der Zapfen i i dringt entsprechend
weiter gegen den Drehpunkt hinein. Damit kommt der Querbolzen i2 in die Feststellrast
13" der Hülse 13 und verhindert damit ein Drehen der Halteplatte 5. Durch die kreissegmentförmigen
Aussparungen der Unterlagescheiben 14 werden die beiden Buchstellungen senkrecht
und quer zum Beobachter durch ein leichtes Einschnappen gehemmt. Nach beendigtem
Gebrauch wird das Buch (sofern es sich um ein solches mit Querschrift handelt) in
die ursprüngliche Lage zurückgedreht und die Halteplatte 5 wieder um i8o° gedreht,
wodurch das Buch auf der Unterseite des Pultes verschwindet. Beim Zurückdrehen des
Buches in die ursprüngliche Lage findet durch Drehen der Nockenscheibe 8 und damit
das Zurückstoßen des Sperrzapfens ii eine Entriegelung statt, wodurch das Drehen
der Halteplatte in die Nichtgebrauchslage ermöglicht wird.
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Durch geeignete Wahl der Rasten an den Hülsen 13 kann erreicht werden,
daß die Halteplatte 5 stets nur in einer Drehrichtung gewendet werden kann. In diesem
Fall wird auch jeder Querbolzen 12 mit schiefen Kanten ausgebildet, wie dies in
Fig. 4 auf der linken Hälfte dargestellt ist.