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In einem Raum eines Gebäudes aufstellbare Kammer mit Vorrichtung zum
Kühlen des Luftraumes der Kammer Bei dem Versuch, Gebäuderäume zu kühlen, in denen
sich Personen oder * andere Lebewesen aufhalten sollen, treten Schwierigkeiten auf,
die unter anderem dadurch bedingt sind, daß in den Wänden des Raumes Wärme aufgespeichert
ist, welche entfernt werden muß, bevor eine gründliche Kühlwirkung in dem Raum erzielt
werden kann. Ferner muß die im oberen Teil des Raumes befindliche warme Luft gekühlt
werden, wodurch eine große Menge Wärme abgeführt werden muß, so daß hohe Kosten
entstehen.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine in einem Raum eines Gebäudes aufstellbare
Kammer mit Vorrichtung zum Kühlen des Luftraumes der Kammer. Das Wesen der Erfindung
besteht darin, daß die Kammer zur Erzielung einer atembaren, gekühlten Atmosphäre
innerhalb der Kammer oben offen ist. Die Kammer gemäß der Erfindung füllt einen
hinreichend großen Teil des Gebäuderaumes aus, so daß sich in ihr eine oder mehrere
Personen aufhalten können, ohne durch die Wärme der die Kammer umgebenden Atmosphäre
belästigt zu werden. Durch die Erfindung sind die oben geschilderten Mängel, die
bei der Kühlung eines ganzen Gebäuderaumes auftreten würden, beseitigt. Es braucht
nunmehr zur Erzielung der gewünschten Kühlwirkung nicht mehr die Wärme, die in den
Wänden des Gebäuderaumes aufgespeichert ist, entfernt zu werden, und es braucht
auch nicht die im oberen Teil des Gebäuderaumes befindliche warme Luft gekühlt zu
werden.
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Auf der Zeichnung ist eine Luftkühlvorrichtung nach der Erfindung
in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
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Fig. i ist ein Schnitt durch einen Gebäuderaum mit darin befindlicher
Kühlkammer in Seitenansicht.
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Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig.
i.
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Fig. 3 veranschaulicht eine Einzelheit der Fig. i im senkrechten Schnitt
und in größerem Maßstab.
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Fig. q. ist eine Teilansicht der oberen Ecke der in F.ig.3 dargestellten
Kühlkammer in noch größerem Maßstab.
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Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der der Kühlkammer nach Fig.
i bis q. zugeordneten Kühlanlage.
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Fig. 6 ist eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsforrn der Kühlkammer,
die als Lagerstelle verwendet werden kann.
Fig. 7 veranschaulicht
die Kühlkammer nach Fig. 6 im Grundriß.
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Fig. 8 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 8-8 der Fig.
6.
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Fig. 9 veranschaulicht schematisch die der Kühlkammer nach Fig.6 bis
8 zugeordnete Kühlanlage.
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In Fig. i bis 5 ist eine Kühlkammer dargestellt, die in einem Raum
i (Fig. i) eines Gebäudes, beispielsweise in einem Wohnzimmer, aufgestellt werden
kann. Im Innern des Raumes i ist ein Behälter oder eine Kammer vorgesehen, welche
vier Seiten oder Wände 2, 3, q. und 5 aus wärmedämmendem Stoff besitzt. Sie können
als Doppelwände ausgebildet sein, so daß sich in den Luftz`vischenräumen keine nennenswerte
Wärme aufspeichern kann.
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Der Boden der Kammer besteht zweckmäßig ebenfalls aus wärmedämmendem
Stoff, und zwar kann entweder die Kammer mit einem besonderen Boden versehen sein
oder es kann die Kammer auf einen Läufer oder Teppich gesetzt sein, insbesondere
wenn noch unter dem Läufer oder Teppich eine Matte vorgesehen ist. Am oberen Ende
ist die Kammer offen. Sie erstreckt sich nach oben nicht bis zur Decke des Raumes,
sondern nur etwas über Kopfhöhe eines erwachsenen Menschen.
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Durch eine Tür 6 kann man die Kammer betreten und verlassen. Die Kammer
wird durch ein Kühlmittel, und zwar zweckmäßig durch eins der gegenwärtig gebräuchlichen
Kühlmittel gekühlt, welches durch Röhre 7 hindurchgeleitet wird, -die vorzugsweise
an den Wänden am oberen Teil der Kammer 2, 3, 4, 5 innerhalb dieser Kammer angeordnet
sind. Von den Rohren 7 sinkt kalte Luft nach unten in die Kammer. Die kalte Luft
verdrängt die in der Kammer befindliche warme Luft, so daß diese warme Luft oben
aus der Kammeröffnung entweicht. Es ist daher ein Umlauf der Luft ohne Verwendung
von Ventilatoren o. dgl. ermöglicht.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Kühleinrichtung durch
eine Verdichter-und Kondensationsanlage an sich bekannter Art gebildet, durch welche
ein Kühlmittel durch die Rohre 7 in Umlauf gesetzt wird. Diese Anlage ist beispielsweise
mit einem durch einen Elektromotor 8 angetriebenen Verdichter 9 versehen. Sie ist
in einem Gehäuse io angeordnet, das mit wärmedämmenden Wänden versehen ist.
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Durch selbsttätig wirkende Mittei, beispielsweise durch einen Thermostaten
i i, kann der ;Motor 8 entsprechend den Bedingungen in der Kammer angelassen oder
angehalten werden. Unter den Rohren 7 sind mit Hilfe von Blechen 12 Rinnen 13 angeordnet,
um die Feuchtigkeit aufzufangen, die durch Kondensation des Dampfes in der Luft
hervorgerufen wird. Von den Rinnen 13 wird das Kon-Jensat nach einem Sammelbehälter
2i ab-,-eleitet.
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Bei der beschriebenen Kammer ist es nur erforderlich, Luft im oberen
Teil der Kammer .n solchem Maße zu kühlen, daß die richtige Kühl- und Umlaufwirkung
erzielt wird. Die beschriebene Kammer kann getrennt in der erforderlichen Größe
hergestellt und in dem gewünschten Raum, -beispielsweise in einem Wohn- oder Büroraum
oder auch in einen großen Versammlungsraum, aufgestellt werden, und sie kann erforderlichenfalls
abmontiert und entfernt werden, wenn die Einrichtung beispielsweise in einer Gegend
mit Wintersaison zeitweilig nicht gebraucht wird.
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In Fig. 6 bis 9 ist eine andere Ausführungsform der Kühlkammer dargestellt,
die insbesondere als Lagerstelle benutzt werden kann. Die Kühlkammer ist mit vier
Wänden 14, 15, 16 und 17 aus wärmedämmendem Stoff versehen, welche sich nach unten
gut passend über eine Matratze 22 erstrecken, so daß diese Matratze als Verschluß
nach unten wirkt. Die Wände 15 und 17 können als Türen ausgebildet sein, um die
Kammer leicht zugänglich zu machen. Der obere "teil der Kammer ist offen, und die
Kühlrohre 18, die sich in diesem Fall z,ickzackförmig quer durch die Kammer erstrecken,
sind am oberen Teil der Kammer innerhalb dieser Kammer angeordnet. Der Teil der
Kammer am hopf der Lagerstelle gerade über dem Kopf des auf der Matratze 22 liegenden
Benutzers ist zweckmäßig von den Kühlrohren 18 frei gelassen, so daß eine Öffnung
frei bleibt, durch welche die durch das Atmen des Benutzers hervorgerufene warme
Luft, welche durch die von den Kühlrohren i8 herabsinkende kalte Luft verdrängt
wird, leicht nach oben aus der Kammer ausströmen kann.
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Unter den Kühlrohren 18 sind mittels Blechen i9 Rinnen 2o angeordnet,
so daß die durch die Rohre kondensierte Feuchtigkeit aufgefangen und nach unten
in den Aufnahmebehälter 21 geleitet werden kann. Innerhalb der Kammern 14, 15, 16,
17 ist wiederum eine Kühlanlage an sich bekannter Art angeordnet, durch welche ein
Kühlmittel in den Rohren 18 in Umlauf gesetzt wird. Die vorgenannte Kühlanlage ist
schematisch in Fig. 9 dargestellt und ähnelt der obenerwähnten,, in Fig. 5 veranschaulichten
Kühlanlage.